So meine Lieben, es geht wieder weiter. -freu-
Katharina CH: ich muss sagen, ich finds schon schade, das lucius jetzt eine glatze hat… muss sagen, dass ich ihm im film extrem lecker finde -grins- danke für den kommi little
Nightowl: ich finde nicht, dass sanpe zu lieb ist… ein mensch kann einfach nicht nur gefühlskalt sein, schon gar nicht bei einem menschen, der so viel durchgemacht hat… er ist auch nur ein mensch und zeigt nur eine seite an sich, die er sonst nie zeigen würde… danke
silbernewolfsfrau: ich fands auch einfach passend… danke
nele: hach, das ich da aber auch nicht dran gedacht haben lach danke
und nun geht's weiter…
knuddels nerventod
oooooooooo
10. Der Todesser
Harry hatte das Büro des Direktors kurz darauf verlassen. Er fühlte sich irgendwie besser. Es hatte ihm gefallen, was Vin und Severus mit Lucius gemacht hatten. Einen Malfoy bei seiner Ehre zu packen, war schon clever. Doch er musste auch über das nachdenken, was er über seinen Lehrer erfahren hatte. Alles in allem hatte Snape wohl eine ebenso furchtbare Kindheit gehabt wie er und er fragte sich, ob er nicht auch verbittert geworden wäre, wenn er nicht seine beiden besten Freunde gehabt hätte.
Ja, er vermisste Ron und Hermine, wenn er allein war und doch konnte er es einfach nicht ertragen, dass sie so unbeschwert waren, wo er noch immer trauerte, dass sie ihn immer nur mitleidig anschauten, wo er eben dieses Mitleid nicht wollte. Sie könnten ihn ohnehin nicht verstehen. Sie hatten liebende Familien, wo er nur seine verhassten Verwandten hatte. Nein, er ertrug ihr Mitleid nicht. Vielmehr wollte er, dass sie ihn nicht mehr wie ein rohes Ei behandelten und ihn so noch mehr in seiner Trauer bestärkten. Doch das konnte er ihnen einfach nicht sagen.
Harry bemerkte erst, wohin ihn seine Beine automatisch getragen hatten, als er bereits da war. Er war an seinem Platz. An dem Ort, der ihm aus irgendeinem Grund seine innere Ruhe zurückgab. Mit einem leichten Lächeln setzte er sich auf seine Stein am See und genoss die späte Oktobersonne. Erst in zwei Stunden würde es Abendessen geben und Harry wollte diese Zeit nutzen, um noch ein wenig darüber nachzudenken, was er eben gesehen hatte.
Es war eine halbe Stunde vergangen, als plötzlich von hinten ein Schatten auf ihn fiel. Ein wenig erschrocken drehte er sich um und sah direkt in das Gesicht seines Tränkeprofessors. War doch schon mehr Zeit vergangenen und bereits Zeit zum Abendessen? Snape schaute ihn mit ausdrucksloser Miene an, doch seine Augen zeigten Harry, dass er mit sich zu kämpfen schien. Auch leichte Unsicherheit konnte er in ihnen erkennen.
Er schaute ab hinauf zu Snape, der scheinbar mit sich rang. Man konnte ihm irgendwie ansehen, dass er nur sehr ungern hier war. Was wollte er nur von ihm?
Es
vergingen etwa zwei Minuten, in denen sie sich einfach nur
anstarrten, ehe Snape die richtigen Worte gefunden hatte. "Mister
Potter, ich wollte mich bei ihnen für Ihre Diskretion
bedanken.", sagte er schließlich ein wenig steif.
"Weiß
Dumbledore nichts davon?", fragte Harry unsicher, ob er mit
dieser Frage nicht zu weit ging.
"Er weiß lediglich,
dass es passierte.", gestand Snape ein. "Des Ausmaßes
ist er sich nicht bewusst"
Harry nickte daraufhin nur und
senkte seinen Blick. "Ist es wirklich so schlimm gewesen?",
fragte er leise.
Snape verfluchte sich innerlich. Warum war er hier hinausgekommen? Reichte es denn nicht, wenn der Junge wusste, wie es ihm ergangen war? Was sollte er darauf antworten? Die Wahrheit kannte Harry ohnehin schon. So ein Gespräch, wie das was sie vorn gesehen hatten, hatte es für ihn nie gegeben. Er wusste nicht warum, doch irgendwie hatte er das Bedürfnis jetzt, in diesem Moment und auch genau mit diesem Jungen darüber zu reden. Es war wie ein innerer Drang, dem Jungen, der selbst schon so viel durchgemacht hatte, etwas zu erzählen, was er noch nie jemanden, außer Lucius und Dumbledore erzählt hatte. Und bei diesen hatte er sich nur auf eine kurze Schilderung beschränkt.
Mit
einem Schlenker seines Zauberstabs hatte er eine Decke auf den Boden
gezaubert, die nun direkt hinter dem Stein lag, ehe er sich mit dem
Rücken dazu auf eben diese setzte. "Setzen sie sich zu mir,
Mister Potter.", sagte er. "Es ist nicht notwendig, dass
uns jemand vom Schloss
aus beobachten kann"
Harry überlegte kurz, setzte sich
dann aber zu ihm. Er wartete darauf, dass ein Professor begann zu
erzählen, doch der saß einfach nur angespannt da und
schwieg. Es dauerte eine ganze Weile, ehe er zu sprechen begann.
"Das, was sie vorhin gehört haben, entspricht der Wahrheit.
Ich war für meinen Vater immer eine Art Ventil, um seine
Aggressionen loszuwerden."
Harrys
Gesicht wurde traurig. Es tat
ihm irgendwie weh,
davon zu hören, obwohl er es schon aus der Erinnerung wusste.
Dieser Snape, der neben ihm saß, klang schon eine diesen
wenigen Sätzen sehr verbittert, wogegen der Snape aus der
Erinnerung einfach nur traurig und verletzt geklungen hatte. "Wie
haben Sie es geschafft, damit klar zu kommen?", fragte er
behutsam.
Snape schnaubte. "Mister Potter, ich bin ein
Todesser geworden. Ich denke, das zeigt eindeutig, dass ich damit
nicht klar gekommen bin"
Harry senkte beschämt seinen
Kopf. " Das ist also der Grund, warum sie damals zu Voldemort
gegangen sind.", sagte er leise.
"Nein.", widersprach Snape. "Sicher habe ich mir das damals gesagt, doch ich muss eingestehen, dass ich mich mehr von Lucius' blenden lassen habe. Ich kann sicher nicht verleugnen, das zum Teil auch die Behandlung durch meinen Vater schuld daran war, da sie Lucius einen Punkt geboten hat, an dem er ansetzen konnte. Aber schließlich und endlich war es meine eigene Dummheit, Lucius zu folgen. Nach meinen letzten Sommerferien hatte er mich endlich soweit und dann nach der Schule haben wir beide uns dem Dunklen Lord endgültig angeschlossen."
Harry biss sich auf seine Unterlippe. Er würde gerne wissen, was Snape damit gemeint hatte, als er seine letzten Sommerferien angesprochen hatte. Doch er wollte ihn auch nicht wütend machen, indem er ihn danach fragte. Es grenzt ohnehin schon an ein Wunder, dass Snape so bereitwillig darüber sprach. Dieser Mann schien so vollkommen anders, als er ihn die letzten fünf Jahre kennen gelernt hatte. Nein, nicht vollkommen anders. Es war immer noch Snape, doch aus irgendeinem Grund zeigte dieser ihm eine vollkommen neue Seite an sich.
Snape hatte an Harrys Körperhaltung bemerkt, dass dieser mehr wissen wollte, sich aber nicht traute. Er haderte mit sich. Wieso nur hatte er das Gefühl, dass er es dem Jungen erzählen wollte? Und es war nicht nur das. Auch wenn er noch so sehr versuchte, es zu verleugnen, wollte er auch, dass Harry seine damalige Entscheidung zumindest im Ansatz verstand. So ein Gefühl hatte er noch nie gehabt. Es war merkwürdig und doch ein solch großes Bedürfnis, das er einfach nicht anders konnte und weiter erzählte.
"Als ich in diesen Ferien nachhause gekommen bin, war alles so wie immer. Wir redeten nicht miteinander und versuchten uns, so gut es eben ging, aus dem Weg zu gehen. Ich war daher beinahe die gesamten Ferien auf meinem Zimmer. Dann, etwa Mitte der Ferien, kam mein Vater eines Abends wieder einmal sturzbetrunken nach Hause. Ich hatte es mir an diesem Abend vor dem Kamin gemütlich gemacht und gelesen. Hätte ich Ihnen gehört, als er nachhause kam, wäre ich sofort verschwunden. Aber ich war so vertieft in mein Buch, dass ich ihn erst bemerkte, als er bereits das Zimmer betreten hatte.
Er hat angefangen, mich zu beschimpfen. Das war nichts Neues für mich und daher habe ich es einfach über mich ergehen lassen. Wenn ich etwas darauf erwidert hätte, hätte dies nur zu Schlägen geführt und das wollte ich vermeiden. Doch irgendwie hat dieses Verhalten meinen Vater erst recht wütend gemacht."
Snape
stockte in seiner Erzählung. Harry wusste, dass ihm das hier
unendlich schwer fiel. "Sie müssen nicht weiter erzählen.",
sagte er daher.
"Nein. Ich weiß nicht warum, aber ich
habe einfach das Gefühl, dass ich es ihnen erzählen muss.",
erwiderte Snape.
Harry spürte eine tiefe Dankbarkeit in sich.
Das Vertrauen, das der Professor damit ihm gegenüber zum
Ausdruck brachte, ehrte ihn. Er fragte nicht, warum es so war. Er
wartete einfach darauf, dass Snape weiter erzählte.
"Mein Vater begann mich zu schlagen und zum ersten Mal in meinem Leben wehrte ich mich gegen ihn. Ich weiß nicht, was mich auf die irrige Annahme gebracht hatte, gegen ihn bestehen zu können, doch ich tat es. Aber das hat ihm nur noch wütender gemacht. Er hat angefangen noch stärker zuzuschlagen und irgendwann meinen Kopf erwischt. Der Schlag war so mächtig, dass ich zusammengebrochen bin."
Severus schloss für einen Moment gequält die Augen. Die Erinnerungen daran und was danach kam, waren einfach zu schmerzlich. Er schluckte einmal schwer, ehe er die Kraft fand weiter zu erzählen.
"Ich lag am Boden und habe in sein hasserfülltes Gesicht gesehen. Er hat geschrieen und mich angespuckt, doch ich konnte nicht verstehen, was er sagte. Das nächste was ich gefühlt hatte, war sein Gürtel, mit dem er begann mich wie von Sinnen zu schlagen. Es hat eine Ewigkeit gedauert, ehe er damit wieder aufhörte. Er hat sich zu mir hinunter gebeugt und mir meinem Pullover vom Leib gerissen.
Ich hatte mich darauf wieder zusammen gerollt, um so wenigstens etwas Schutz zu bekommen, doch dafür fing ich mir nur einen Tritt ein, der zwei meiner Rippen brach. Dann hat er einfach weiter mit seinem Gürtel auf mich eingeschlagen. Ich weiß nicht, wie lange, denn irgendwann bin ich einfach bewusstlos geworden."
Harry bemerkte nicht, dass ihm mittlerweile Tränen über das Gesicht rannen. Auch Snape bekam davon nichts mit, sondern erzählte einfach weiter.
"Irgendwann bin ich wieder zu mir gekommen. Ich lag noch immer dort. Alles tat weh, das Atmen fiel mir schwer und mein ganzer Oberkörper war voll blutiger Striemen. Bewegen konnte ich mich nicht und so blieb ich einfach dort liegen. Mein Vater kam erst am nächsten Nachmittag zurück und hat mich dann von einer Hauselfe auf mein Zimmer bringen lassen. Einen Arzt hat er nicht gerufen. Ich hatte es wohl nicht verdient, versorgt zu werden oder er hat einfach Angst, dass Fragen gestellt würden. Die Elfe hat sich wirklich bemüht, mir zu helfen, aber sie konnte nichts anderes tun, als die Wunden regelmäßig zu reinigen. Als die Ferien zu Ende waren, war ich so weit wiederhergestellt, dass ich zur Schule zurück konnte."
Snape seufzte. "Ich war so unglaublich wütend auf meinen Vater. Eigentlich war ich wütend auf jeden. Lucius hatte das dann schließlich bemerkt. Immer wieder hat er mit mir gesprochen und ich habe mich von ihm einwickeln lassen. Er versprach mir Respekt und das führte dann letztlich dazu, dass ich mich freiwillig und aus Überzeugung dem Dunklen Lord anschloss."
Snape wurde erneut still. Harry konnte nichts sagen. Eine ganze Weile saßen sie so da, ehe er seine Sprache wieder fand und die Frage stellte, die an ihn nun am meisten interessierte. "Warum haben Sie sich dann doch wieder für die andere Seite entschieden?", fragte er zaghaft, nicht sicher, ob Snape antworten würde.
Der Zaubertränkemeister schnaubte nur. "Das war auch der Verdienst meines Vaters, Mister Potter. Welche Ironie des Schicksals." Er überlegte. Sollte er wirklich weiter erzählen? Doch nun war er einmal so weit gegangen. Er wusste, dass Harry es nicht weiter erzählen würde. Dass er vorhin im Büro des Direktors darüber geschwiegen hatte zeigte ihm, dass er ihm vertrauen konnte. Und irgendwie fühlte er, dass er den Jungen, der sich ihm anvertraut hatte, wo kein anderer zu ihm durchgedrungen war, das schuldig war.
"Es war das zweite Todessertreffen, das alles veränderte. Ich hatte meinen ersten Auftrag zur Zufriedenheit des Dunklen Lords erfüllt. Ich sollte eine ganz besondere Belohnung dafür erhalten. Der Dunkle Lord rief zwei seiner Männer zu sich, die in ihrer Mitte einen dritten Mann hinter sich herzerrten. Er war mehr getaumelt als gelaufen. Sie haben ihn vor meine Füße geworfen.
Der Dunkle Lord ging zu ihm und zog seinen Kopf an den Haaren nach oben und ich erkannte meinen Vater. Er sah furchtbar aus. Sein ganzes Gesicht war durch Schläge bereits zugeschwollen, doch er erkannte mich scheinbar durch seine geschwollenen Augen, denn er flehte mich an, ihm zu helfen. Alle lachten über ihn und schließlich wurde mir gesagt, dass dies mein Lohn für die hervorragende Arbeit sei. Lucius hatte einem besonderen Stand bei dem Dunklen Lord. Ob das nun daran lag, dass sein Vater auch ein treuer Todesser war oder daran, dass er mich rekrutiert hatte, weiß ich nicht. Scheinbar hatte er dem Dunklen Lord von meinem Vater erzählt und meine Belohnung war, ihn töten zu dürfen."
Harry schluckte. Er konnte sich nicht vorstellen, wie es seinem musste, seinen eigenen Vater töten zu müssen, selbst wenn dieser ein sadistischer und gewalttätiger Mensch war.
"Mir blieb keine andere Wahl. Ich musste es tun, denn sonst hätte ich diesen Abend, genauso wie mein Vater, nicht überlebt.", fuhr Snape fort. "Und in diesem Moment, als ich das Leben aus den Augen meines Vaters verschwinden sah, erkannte ich erst, was für einen großen Fehler ich gemacht hatte. Ich bin noch am selben Abend zu Dumbledore gegangen. Und ich bin ihm bis heute dankbar, dass er mich nicht nach Azkaban gebracht hat, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Er hat mir eine zweite Chance gegeben."
Snape wurde wieder still. Irgendwie konnte er noch immer nicht fassen, dass der all das ausgerechnet Harry Potter erzählt hatte und trotzdem fühlte es sich nicht so an, als wäre das ein Fehler gewesen. Irgendetwas verband ihn mit diesem Jungen. Er konnte nicht sagen, was es war, doch seit sie zusammen diese Erinnerungen sahen, wuchs dieses Band stetig an.
Er wusste nicht, wie diese Erinnerungen weiter gingen, doch wenn sie weiterhin fortfuhren, würden sie wohl auch früher oder später zu diesen letzten Sommerferien kommen und er hielt es für besser, dessen Ereignisse und Auswirkungen schon vorher zu beschreiben, damit der Gryffindor verstand, was schließlich dazu geführt hatte, dass er sich dem Dunklen Lord anschloss.
Snape wartete er darauf, dass Harry etwas sagte, doch der blieb still und hatte traurig seinen Blick gesenkt. War es doch ein Fehler gewesen, ihm das alles zu berichten? Und plötzlich spürte er, wie sich zaghaft eine Hand auf seinen Arm legte und sanft zudrückte. Die Berührung war so unendlich sanft und trotzdem sagte sie so viel. Nachdem er den ersten Schock überwunden hatte, fragte er sich, wieso er zuließ, dass der Junge ihn derart berührte, anstatt sich zurückzuziehen.
War das alles nicht ein Fehler? Hatte er den Gryffindor nicht vielleicht zu nahe an sich heran gelassen, nicht zu viel preisgegeben? Und doch war die Berührung um so vieles besser als Worte. Sie sagte ihm, dass Harry ihn verstand, wogegen sich jedes Wort nur wie eine leere Phrase angehört hätte, für ihn nur wie Hohn geklungen hätte.
Harry schien zu verstehen, dass er von ihm keine Absolution erwartete, diese auch nicht ertragen hätte. Doch das er zu verstehen schien und ihm Leid tat, was sein Tränkeprofessor gezwungen war zu tun, weil er sich von Lucius hatte einlullen lassen, war etwas, was ihn tief berührte.
All diese Ereignisse hatten ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute war. Kalt, zynisch, verletzend und angsteinflößend. Snape hatte eine Mauer um sich errichtet, damit niemand ihn mehr zu nahe kam, den er dann schlussendlich doch nur wieder verletzen konnte. Eine Mauer, hinter der er seine Gefühle und Ängste versteckter und Harry riss diese Mauer einfach Stück für Stück ein. Schon zu Anfang des Schuljahres hatte er einige Steine gelockert, wie Snape sich eingestehen musste. Doch seit er die Erinnerungen mit ihm zusammen durchlebte, brachen immer mehr der Steine weg und ließen es zu, dass sich der Junge langsam in sein Herz schlich.
Snape
bemerkte, dass mittlerweile bereits die Dämmerung eingesetzt
hatte. Es war Zeit zum Abendessen. "Gehen Sie zum Schloss hoch,
Mister Potter.",
sagte er leise. "Das Abendessen wird jeden Moment
beginnen"
Harry brauchte einen Moment, doch dann rappelte er
sich auf und begann langsam zum Schloss zu gehen. Endlich verstand
er, wie aus dem Severus, den er aus den Erinnerungen kannte, der
Snape von heute geworden war. Und er erkannte, dass der ebenfalls auf
den Weg war, sich von allen anderen abzuschotten und ebenso
verbittert zu werden.
Er kam in der großen Halle an und setzte sich, wie immer, zu Ron und Hermine. Die beiden sahen auf, als er sich setzte, woraufhin Harry ihnen ein kleines Lächeln schenkte, ehe er sich etwas von dem Essen nahm. Die Freude und Erleichterung auf den Gesichtern seiner beiden besten Freunde bekam er so nicht mehr mit.
