huhu,
ich wollte Euch noch im alten jahr ein neues chap schenken und habe mich deshalb angestrengt, noch eins fertig zu bekommen und mein betali SnapesWife hat sich angestrengt, das auch ganz schnell zu korrigieren nick
ich wünsche euch allen einen guten rutsch ins neue jahr… und ein fettes dankeschön an die kommischreiber
knuddels
nerventod
beta: SnapesWife
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17. Streit
Harry schaute Snape mit großen Augen an, als sie wieder aus der Erinnerung auftauchten. Der Zaubertränkemeister schaute ihn mit Unglauben an. Irgendetwas lag in den Augen des Jungen, dass er sich nicht erklären konnte. Wut, unglaubliche Wut lag in den Augen des Gryffindor. Snape wusste nicht, woher sie kam. Warum zum Teufel schaute ihn der Junge so an? Was bitteschön sollte das? „Was ist los, Mister Potter?", fragte er daher.
„Was los ist? WAS LOS IST? Wie hast Du nur so dumm sein können?", regte sich Harry auf. „Du warst doch zu diesem Zeitpunkt schon Jahrelang in Slytherin gewesen. Es war doch zu erwarten gewesen, dass das eine Falle ist. Einfach blindlings dorthin zu gehen, ist eher eine Dummheit, die ein Gryffindor machen würde." Harry sprang auf und begann vor den beiden verblüfften Männern auf und ab zu gehen. Er schien wirklich außer sich zu sein. „Wie konntest Du nur allein dort hin gehen? Man kann nicht alles in seinem Leben allein machen. Warum hast Du nicht wenigstens etwas gesagt, damit Du nicht hättest allein gehen müssen? Ich bin so unglaublich wütend auf Dich. Hast Du eigentlich eine Ahnung, wie viel Angst ich in diesem Moment hatte? Was hätte ich denn tun sollen, wenn nicht Sirius und mein Vater aufgetaucht wären. Ich hätte einfach hilflos dabei zusehen müssen, wie man Dir wehtut. Ich verstehe Dich einfach nicht."
Für einen Moment hatte Snape geglaubt, dass Harry noch in der Erinnerung gefangen war, schließlich duzte ihn der Junge einfach. Doch er hatte von James als seinem Vater gesprochen, also traf das wohl nicht zu.
„Harry, bitte beruhige Dich", bat Dumbledore. „Ich habe zwar keine Ahnung, was passiert ist, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es in unserer Realität nicht geschehen ist."
„Sie wissen nicht, was passiert ist?", fauchte Harry. „Severus hat sich heimlich still und leise mitten in der Nach davon geschlichen, um sich mit Lucius zu treffen und dafür ist er furchtbar zusammengeschlagen worden und beinahe wäre er… er wäre…"
Seine Stimme brach ab und er blickte nun verzweifelt zu Snape, der ihn noch immer ungläubig anschaute. Tränen brannten in seinen Augen, doch er versuchte sie zu verdrängen. „Erkläre es mir!", flehte er den älteren Mann an. „Erkläre mir, warum Du es nicht schaffst anderen soweit zu vertrauen, dass Du solche halsbrecherischen Aktionen nicht alleine durchführst."
„Mister Potter, ich verbiete Ihnen in einem solchen Ton mit mir zu reden!", zischte Snape.
„Das war ja wieder klar. Jetzt kommt bestimmt gleich Ich-bin-Ihr-Lehrer-und-Sie-haben-mir-zu-gehorchen-Rede. Aber das werde ich jetzt nicht zulassen. Ich verlange eine Antwort darauf. Ich will es verstehen, denn ich möchte wissen, was Dich dazu treibt so eine Dummheit zu begehen, weil ich vielleicht gezwungen bin mir noch mehr davon anzusehen", schrie Harry beinahe und nun schaffte er es doch nicht mehr seine Tränen zurückzuhalten.
„Ich werde mich nicht vor einem Kind rechtfertigen", schnarrte Snape nun. „Was ich tue und was nicht, ist allein meine Sache."
„Vielleicht ist genau diese Einstellung Dein Problem", erwiderte Harry aufgebracht. „Es ist Dir alles egal, Hauptsache ist allein, dass es Dir einen Vorteil bringt. Und wo hat Dich das hingebracht? Du bist ein Todesser geworden. Du bist jemand geworden, der mit Lucius Malfoy befreundet ist oder zumindest war."
Snape war nun an Harry herangetreten und packte ihn an den Schultern. Irgendwie musste er den Jungen doch wieder zur Vernunft bringen. Doch Harry wehrte sich und als ihm nichts anderes einfiel, verpasste er Snape eine schallende Ohrfeige, worauf dieser ihn endlich losließ. Das hatte sich noch nie jemand außer seinem Vater gewagt und nun blickte er Harry mit zu Schlitzen verengten Augen an, doch dem war das egal.
„DU BIST EIN TODESSER GEWORDEN, WEIL ES FÜR DICH DER BEQUEMSTE WEG WAR UND UM MACHT ZU ERHALTEN. DAS IST WIRKLICH ALLES WAS FÜR DICH ZÄHLT, MACHT. DAS IST DOCH AUCH DAS, WAS DIR AN DEINEM BERUF SO GEFÄLLT, NICHT WAHR? HIER HAST DU MACHT ÜBER UNS SCHÜLER UND DU GENIEßT DAS IN VOLLEN ZÜGEN. VIELLEICHT SOLLTEST DU ENDLICH AUFHÖREN DANACH ZU STREBEN, ES SEI DENN, DASS DIR DEIN BISHERIGES LEBEN GEFÄLLT", brüllte er den Tränkemeister an. „ES IST KEINE SCHWÄCHE, SICH HELFEN ZU LASSEN. ES IST KEINE SCHWÄCHE, ANGST ZU HABEN. UND ES IST ERST RECHT KEINE SCHWÄCHE ANDEREN ZU VERTRAUEN, VERDAMMT NOCH MAL." Damit drehte sich der Gryffindor um und verließ, die Tür hinter sich zuknallend das Büro.
Die beiden Männer sahen ihm verdutzt hinterher. Einen solchen Ausbruch hatte keiner von ihnen erwartet. „Rede mit ihm, Severus", sagte Dumbledore schließlich.
„Wieso sollte ich? Soll ich mir etwa noch weitere Unverschämtheiten an den Kopf werfen lassen?", schnaubte Snape. „Rechne nächste Woche nicht mit meinem Erscheinen hier. Für mich ist diese ganze Sache beendet. Ich werde keine weiteren Sitzungen mitmachen."
„Doch das wirst Du", sagte Dumbledore streng. „Ich weiß, dass Du das nicht hören willst, aber Harry hatte mit dem was er gesagt hat nicht Unrecht, zumindest nicht vollkommen und das musst Du zugeben."
„Jetzt fang Du nicht auch noch damit an", knurrte Snape. „Potter hatte kein Recht, so mit mir zu sprechen."
„Du musst ihn verstehen, Severus", sprach Dumbledore ruhig weiter. „Harry erlebt das alles ganz anders. Er fühlt alles, was auch Vin gefühlt hat und das schließt auch die Liebe, die er für Dich empfindet ein. Harry lernt Dich von einer vollkommen neuen Seite kennen. Ihr seid Euch auf eine Art und Weise näher gekommen, die wenig Raum zwischen Euch lässt. Ich möchte Dich etwas fragen. Was denkst Du, warum Harry so reagiert hat?"
„Er war wütend", sagte Snape.
„War das alles, was Du gesehen hast?", fragte der alte Direktor weiter.
„Was hätte ich denn sonst noch sehen sollen?", schnaubte Snape.
„Sorge, Severus. Echte Sorge um Dich", erwiderte Dumbledore. „Ohne Zweifel war Harry wütend auf Dich, doch das alles nur aus Sorge. Ich weiß nicht, was er empfunden hat, als er zusehen musste, was Lucius mit Dir gemacht hat, aber ich denke, er war mehr als nur verzweifelt und besorgt. Wann hast Du Dich das letzte Mal um jemanden gesorgt? Und bitte sei ehrlich."
„Das letzte und einzige Mal habe ich mir wirklich um jemanden Sorgen gemacht, als meine Mutter verschwunden war, nur wusste ich damals noch nicht, dass sie uns verlassen hat", antwortete er ehrlich. „Aber was hat das damit zu tun?"
„Weißt Du auch noch, warum Du besorgt warst?", fragte Dumbledore weiter.
„Natürlich weiß ich das noch. Ich wusste nicht, wo sie war und ihr hätte sonst weiß was passieren können. Und ich schäme mich auch nicht dafür, schließlich habe ich sie geliebt..." Erschrocken schaute er seinen Mentor an. „Du glaubst doch nicht etwa… Das kann nicht sein."
„Doch, das glaube ich schon", entgegnete der Direktor. „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, wenn ich ehrlich bin, doch ich kann es auch verstehen. Die ganze Situation ist für Euch beide nicht leicht und natürlich besonders schwer für Harry. Ich kann und will ihm nicht verbieten, so zu fühlen, auch wenn es vielleicht das Beste wäre. Und ich habe auch schon bemerkt, dass Du anders mit ihm umgehst, dass sich auch Deine Gefühle geändert haben. Du weißt, dass ich eigentlich einschreiten müsste, aber die Situation, in der Ihr Euch befindet ist schon schwer genug. Ich bitte Dich nur, sei vorsichtig. Du trägst eine große Verantwortung und ich bitte Dich, diese ernst zu nehmen und ihn nicht zu verletzen. Bitte, rede mit ihm!"
Snape nickte verwirrt und ging dann ohne ein weiteres Wort zu sagen aus dem Büro. Dumbledore musste sich irren. Harry sollte ihn lieben? Das konnte nicht sein. Er brauchte sich nichts vorzumachen. Sie beide hatten einander gehasst, ehe diese ganze Sache hier losgegangen war. Der Junge hatte sich da eindeutig in etwas verrannt. Ja, das musste es sein. Aber er hatte ja den Befehl bekommen, mit ihm zu reden und nett zu ihm zu sein. Er hatte eine Vermutung, zu wissen wo Harry war und so machte er sich auf den Weg nach draußen. Sein Weg war gepflastert von Schülern, die seine überaus schlechte Laune zu spüren bekamen. Als er nach draußen trat, hatte er etwa 100 Punkte abgezogen, zwanzig davon sogar von seinem eigenen Haus.
Er legte einen Wärmezauber über sich. Es war verdammt kalt hier, aber er musste ja seine Hoheit Harry Potter finden. Er sollte vorsichtig sein? Wohl kaum. Dieser Junge hatte es gewagt, ihn anzuschreien und ihn zu schlagen. Er konnte Harry nicht sehen, war sich aber sicher, dass er an seinem Lieblingsplatz war. Und tatsächlich. Als er um den großen Stein herumlief, entdeckte er ihn. Doch was er sah, ließ seine Wut sofort verrauchen. Der Gryffindor saß dort und hatte seine Knie zu seiner Brust gezogen. Seinen Kopf hatte er zwischen seinen Knien versteckt, während er lautlos weinte. Seine Arme hatte er um die Knie geschlungen und Snape konnte sehen, dass eine Hand ziemlich geschwollen war. Blut trat aus einigen kleinen Abschürfungen.
„Was ist passiert?", fragte er.
Harry schreckte hoch und sah seinen Lehrer mit verquollenen Augen an. Keine Wut war mehr darin zu sehen, nur noch pure Verzweiflung. „Nichts.", sagte er tonlos.
„Das sieht aber nicht nach nichts aus", erwiderte Snape leise.
„Ich… es… ich war einfach wütend… und… der Stein…" stotterte Harry.
„Ich verstehe. Lassen Sie mich das mal sehen", bat Snape. Behutsam nahm er Harrys Hand und untersuchte sie, ehe er sie mit einem Schlenker seines Zauberstabes heilte.
„Danke", sagte Harry leise, ehe er sie wieder zurückzog und mit ihr erneut seine Knie umschlang. „Es tut mir Leid. Ich hätte das alles nicht sagen dürfen."
„Ich will Ihnen zu Gute halten, dass Sie wahrscheinlich noch in den Gefühlen Vins gefangen waren. Also vergessen wir das ganze einfach", sagte Snape.
Harry erwiderte nichts darauf. Wie sollte er dem Mann auch sagen, dass es seine Gefühle waren, die er zum Ausdruck gebracht hatte. So sah er einfach stumm hinterher, als Snape sich umdrehte und wieder zum Schloss ging.
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Mittwochnachmittag machten sich die beiden zusammen auf den Weg in die Winkelgasse. Beide waren getrennt gegangen. Man konnte ja nie wissen, wer sie vielleicht zusammen gesehen hätte. Snape wartete bereits, als Harry Gringotts betrat. Gemeinsam ließen sie sich von einem der Kobolde zu Harry´s Verlies bringen. Snape sagte diesem, dass sie ungestört sein und in einer Stunde wieder abgeholt werden wollten. Der Kobold funkelte sie an, nickte aber und fuhr wieder davon. Harry öffnete sein Verlies. Wenn er schon einmal hier war, konnte er auch gleich ein wenig Geld mitnehmen und so öffnete er seinen kleinen Geldbeutel und steckte ein paar Goldmünzen hinein.
An der linken Wand des Verlieses waren die Dinge, die seine Eltern ihm hinterlassen hatten. Vier riesige Truhen standen dort und bisher hatte es Harry einfach nicht über sich gebracht hinein zu schauen. Doch nun hockte er sich vor eine der Truhen und öffnete den Deckel. „Nach was suchen wir eigentlich?", fragte er Snape, der hinter ihm stand und den Inhalt der Truhe musterte.
„Das kann ich auch nicht genau sagen. Ich hoffe, wir erkennen es, wenn wir es sehen", antwortete Snape.
Harry begann sich dem Inhalt der Truhe zu widmen. Viele Bücher lagen darin. Unter ihnen waren auch seltene Exemplare, doch keines von ihnen konnte nicht durch einen guten Händler beschafft werden. Weiter unter lag der Schmuck seiner Mutter. Wertvolle Dinge waren darunter, doch es war nichts Außergewöhnliches. In der nächsten Truhe fand er die Kleidung seines Vaters. Edle und teure Roben lagen darin, doch Harry bezweifelte, dass sie ihm passen würden. Wie es schien war ein um einiges kleiner als sein Vater. Er stutzte, als er darunter ein zusammengeschnürtes Päckchen von Pergamenten fand. Langsam löste er die Schleife darum und begann das erste zu lesen. Es waren Briefe, die sich sein Vater und seine Mutter in den Sommerferien vor ihrem letzten Jahr in Hogwarts geschrieben hatten. Harry würde sie später lesen, doch jetzt konnten sie sich nicht darum kümmern. Auch in den nächsten beiden Truhen fanden sie nichts Aufregendes. Was auch immer Voldemort suchte, war wohl nicht hier.
Resigniert schloss er den Deckel der letzten Truhe wieder, als auch schon der Kobold wieder da war, der sie nach oben brachte. Harry flohte aus dem Tropfenden Kessel wieder nach Hogsmeade zurück, während Snape dorthin apparierte. „Was werden wir tun?", fragte Harry, als sie wieder auf dem Weg zum Schloss hinauf waren. Es war schon dunkel und der Wind war eisig, so dass seine Stimme leicht zitterte. Snape zog seinen Zauberstab und sprach einen Wärmezauber auf ihn, ehe er auch auf sich einen sprach.
„Wir sollten alles, was für Sie von persönlichem Wert ist, aus dem Verlies schaffen", sagte er nachdenklich. „Solange ich nicht weiß, was der Dunkle Lord sucht, können wir leider nichts anderes machen. Wir können die Dinge in mein Verlies tun, wenn Sie nichts dagegen haben."
Harry nickte.
Im Schloss angekommen, ging Harry nach oben in seinen Turm. Er hatte noch etwa eine halbe Stunde, ehe es Abendbrot geben würde und wahrscheinlich würden Ron und Hermine wissen wollen, ob sie etwas gefunden hatten. Auch wenn die beiden es nicht wussten, waren sie doch eine große Stütze für ihn gewesen, nachdem er am Sonntag schließlich zu ihnen gegangen war. Er hatte sichergestellt, erst zu ihnen zu kommen, nachdem man nichts mehr davon gesehen hatte, dass er geweint hatte. Die beiden warteten schon im Gemeinschaftsraum und fragten ihn auch sogleich aus. Harry erzählte ihnen, dass sie nichts gefunden hatten, was Voldemort gebrauchen könnte. Beide waren enttäuscht, hatten sie doch gehofft, etwas Interessanteres als das zu hören.
