ha, ich habe heute auf meinen arzt gehört und mir einen ergometer gekauft, damit ich mein bein wieder trainieren kann, womit ich im übrigen gleichzeitig ausdrücken möchte, dass ich wieder ohne krücken durch die gegend humpel freu
da es aber immer etwas gibt, worüber man sich beschweren kann, will ich mal kund tun, dass der sitz dieses tollen trainigsgerätes verdammt hart ist aua, zumindest, wenn man da eine halbe stunde brav trainiert hat…
ich danke euch allen für das tolle feedback und meine lieben beta SnapesWife, wie immer für ihr mühe, die sie sich mit dem korrigieren macht…
zum kapitel kann ich nur sagen, nehmt es so hin (vielleicht hatte ich einen sonnenstich, als ich es geschrieben habe grins und wenn ich schon dabei bin, möchte ich euch auch gleich mal neugierig machen… wir nähern uns einen der höhepunkte der ff, der euch vielleicht schon verraten wird, was der zauber vom anfang so auf sich hatte… nur noch ein paar chaps freu
aber jetzt wünsche ich euch viel spaß beim lesen
winke winke
nerventod
oooooooooo
28. Nachsitzen
Harry und Severus hatten eine ganze Weile in der kleinen Nische gestanden und nicht voneinander lassen können. Harry konnte guten Gewissens behaupten, dass der Tränkemeister ihn besinnungslos geküsst hatte und als sie sich endlich voneinander getrennt hatten, war er mit einem dümmlichen, verträumten Grinsen in seinen Gemeinschaftsraum gegangen. Hach, was war das nur für ein herrlicher Tag gewesen?
Mit Sicherheit konnte man ihm an der Nasenspitze ansehen, wie glücklich und zufrieden er war, doch Harry schaffte es einfach nicht, das Grinsen von seinem Gesicht zu verbannen. Hermine musterte ihren Freund kritisch, als er zu ihr und Ron hinüberkam, doch alles was Harry tun konnte war, ihr ein strahlendes Lächeln zu schenken. Ihr Gesicht wirkte nachdenklich, bis sie auf einmal zu begreifen schien, warum Harry so lächelte.
„Nein!", sagte sie ungläubig. „Ist nicht dein Ernst."
Harry nickte mit leuchtenden Augen. „Doch!", strahlte er.
„Und wie hat er reagiert?", fragte die Braunhaarige nun.
„Er hat angefangen.", lächelte Harry verträumt.
Hermine riss die Augen auf, während Ron, ganz wie es seine Art war, ratlos und unwissend zwischen beiden hin und her schaute. „Von was, zum Teufel, redet ihr?", fragte er verwirrt.
„Snape hat Harry geküsst…", flüsterte ihm Hermine ins Ohr.
Die Farbe, die daraufhin Rons Gesicht annahm, konnte Harry nur als leicht grün einstufen. Um ehrlich zu sein, wirkte er so, als würde er sich jeden Moment übergeben müssen, eine Tatsache, die Harry überhaupt nicht nett fand. Allerdings konnte das seiner guten Laune keinen Abbruch tun.
„Es war wunderschön…", seufzte er verträumt.
Hermine schmunzelte. Harry sah so glücklich wie noch nie aus, während Ron scheinbar noch grüner im Gesicht geworden war. Ihre beiden Freunde waren schon etwas ganz besonderes. Allerdings war an diesem Abend nicht mehr viel mit beiden anzufangen. Während Ron tapfer versuchte sein Essen bei sich zu halten und sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sein bester Freund es liebte von der grässlichen Fledermaus des Kerkers geküsst zu werden, schaute Harry die ganze Zeit in die Flammen des Kamins und lächelte.
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Harrys Träume waren diese Nacht äußerst angenehm gewesen und er erwachte mit einem Lächeln auf den Lippen, das auch noch nicht verschwunden war, als er mit Hermine und Ron zum Frühstück in die Große Halle kam. Automatisch huschte sein Blick zum Lehrertisch, wo Severus bereits auf seinem Platz saß und eine Tasse heißen Kaffee trank. Er schaute auf und zog elegant eine Augenbraue nach oben, worauf Harry seinen Blick senkte und zu seinem Tisch ging. Noch immer war das Lächeln auf seinem Gesicht und alles kribbelte noch von dem Blick, den Severus mit ihm getauscht hatte.
Herzhaft langte er zu und Hermine stellte zufrieden fest, dass wohl auch Ron seinen Schock von gestern Abend überwunden hatte, denn auch er stopfte sich bereits mit dem herzhaften Frühstück voll. Also Tischmanieren hatte der Rothaarige nun wirklich nicht, aber das wusste Hermine nun schon so lange, dass sie nichts mehr dazu sagte, sondern (widmete) sich stattdessen ihrem Essen widmete.
Mit vollen Bäuchen begaben sie sich gemeinsam zur ersten Unterrichtsstunde des Tages, Pflege magischer Geschöpfe. Harrys Laune war noch immer so gut, dass nicht einmal die schleimspritzenden Krebbels, die Hagrid ihnen vorstellte, dazu bringen konnte, sein Lächeln zu verlieren. Die letzten beiden Stunden, die er heute haben würde, waren Zaubertränke und Harry konnte es kaum erwarten, Severus endlich wieder aus der Nähe zu betrachten.
Als es dann endlich so weit war, stand er mit Ron und Hermine vor der Tür zum Zaubertränkeklassenzimmer und wartete ungeduldig darauf, dass Severus sie einließ.
„Na Potter, warum grinst du den ganzen Tag schon so dämlich? Hat dich die kleine Weasley endlich rangelassen?", fragte Draco Malfoy und das ganze Geplapper, was in dem Gang geherrscht hatte verstummte, um einer neuen Auflage des nie enden wollenden Streites zwischen den beiden Erzrivalen mit verfolgen zu können.
„Rede nicht so von meiner Schwester!", brauste Ron auch sogleich auf. Er war wie immer sofort bereit, sich auf den Blonden zu stürzen, doch Harry und Hermine hielten ihn fest.
„Mit dir hat niemand geredet Wesley!", blaffte Draco überheblich, bevor er sich wieder an den schwarzhaarigen Gryffindor wandte. „Na Potter, war es so fantastisch? War es etwa dein erstes Mal?"
„Nicht jeder muss sich so durch alle Betten von Hogwarts schlafen, wie du.", entgegnete Harry kühl. „Und abgesehen davon geht dich das außerdem einen Scheißdreck an."
„Dazu hättest du auch gar nicht die Möglichkeit, Potter. Nein, warum auch immer du so dämlich grinst, es hat bestimmt nichts damit zu tun, dass dich die Rothaarige rangelassen hat. Wer sollte schon dich Narbengesicht näher als einen halben Meter an sich ran lassen? Das würde noch nicht einmal das Schlammblut machen!", schnarrte Draco gehässig.
„Nenn sie nicht so!", fauchten Harry und Ron wie aus einem Mund und ehe sich Harry versehen konnte, hatte Ron auch schon seinen Zauberstab gezogen und richtete ihn auf Malfoy, vor den sofort seine beiden Bodyguards traten, um ihn zu beschützen.
Harry packte Ron an dessen Hand, in der er seinen Zauberstab hielt und drückte sie nach unten, doch Ron stieß ihn einfach von sich. „Ich habe es satt, dass das Frettchen ständig Hermine beleidigt!", stieß er wütend aus und im nächsten Moment hatte er auch schon einen Zauber abgefeuert, der Goyle traf. Der ruderte wild mit den Armen um sich, als seine Beine sich plötzlich selbständig machten und einen wilden Tanz aufführten. Die umherwirbelnden Arme des Slytherin trafen nicht nur Crabbe sondern auch Malfoy, der daraufhin benommen zu Boden ging.
Es war wieder so typisch für Ron mitten vor dem Zaubertränkeklassenzimmer, hinter dem immerhin Severus lauerte, so eine Nummer abzuziehen. Er musste schnell etwas tun, bevor der herauskommen und Ron Ärger bekommen würde. Mit einer schnellen Bewegung riss er ihm seinen Zauberstab aus der Hand, bevor er den nächsten Zauber sprechen konnte und richtete ihn auf Goyle, um den Zauber aufzuheben. Genau in diesem Moment knallte die Tür zum Klassenzimmer auf.
„Was ist das hier draußen für ein Tumult?", knurrte Severus, ehe er die Situation erfasste. Harry starrte ihn mit erhobenem Zauberstab an, während Goyle weiterhin wild mit den Armen rudernd durch die Gegend tanzte und die anderen Schüler versuchten, sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Severus zog seinen eigenen Zauberstab und hob endlich den Zauber auf, worauf der Junge endlich aufhörte eine Gefahr für seine Mitschüler zu sein und schwer atmend zum stillstand kam.
„Zwanzig Punkte Abzug für Gryffindor und Strafarbeit nach dieser Stunde, Potter. Miss Parkinson, bringen Sie bitte Mister Malfoy auf die Krankenstation und alle anderen machen, dass sie ins Klassenzimmer kommen!", sagte er eisig. Harry warf Ron noch einen vorwurfsvollen Blick zu, ehe er mit gesenktem Kopf an seinem Professor vorbei in den Raum ging.
Den ganzen Unterricht über schaffte es Harry nicht, zu Severus zu sehen. Er wollte nicht dessen wütenden Blick sehen, ohne ihm erklären zu können, was vorgefallen war. Zwanzig Minuten nach Unterrichtsbeginn waren auch Malfoy und Parkinson aufgetaucht, beide mit einem überheblichen Grinsen, das Severus wie immer gekonnt ignorierte.
Als der Unterricht endlich beendet war, packten alle schnell ihre Taschen und verschwanden so schnell es ging aus dem Klassenzimmer. Nur Harry blieb zurück und wartete darauf, dass alle verschwunden waren. „Mitkommen!", befahl Severus ihm, als sie endlich allein waren und führte ihn in sein Labor. Mit gesenktem Kopf folgte ihm Harry und blieb dann unschlüssig stehen, als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte.
„Harry, vielleicht war es doch ein Fehler, dass ich dich gestern geküsst habe. Offensichtlich denkst du jetzt, dass du nur deswegen Narrenfreiheit hast und ungestraft davonkommst, wenn du andere Schüler verzauberst.", sagte Severus ruhig.
Der schwarzhaarige Gryffindor riss die Augen auf. „Wie bitte?", fragte er ungläubig, ehe seine Augen ein wütendes Funkeln annahmen. „Nur um das mal klar zu stellen, ich habe Goyle nicht verhext, ich wollte den Zauber nur wieder aufheben. Ich hatte aber keine Gelegenheit dazu, da du ja dann aus dem Klassenzimmer gekommen bist."
Severus musterte ihn still, so als wollte er herausfinden, ob Harry wirklich die Wahrheit sagte. Das durfte doch wohl nicht wahr sein. Wie schaffte dieser Mann es immer wieder, ihn mit nur einer Aussage so wütend zu machen. Harry hatte es gründlich satt und er war auch zu wütend, um sich jetzt zusammenzureißen. Er schritt auf den Tränkemeister zu und blieb nur wenige Zentimeter vor ihm stehen.
„Jetzt wirst du mir mal ganz genau zuhören, Severus Snape!", begann er, währen er mit seinem Zeigefinger gegen seine Brust tippte, während er seine andere Hand in die Hüften stemmte. „Ich würde dich nie wegen so einer Kleinigkeit anlügen, dass das mal klar ist. Und ich lasse mir schon mal gar nicht vorwerfen, dass ich denke, dass ich jetzt Narrenfreiheit habe. Ich weiß, dass das nicht so ist und ich weiß, dass du mich in der Öffentlichkeit so wie immer behandeln musst. Ich kann nicht fassen, dass du deswegen wieder alles in Frage stellst.
Wenn dir das von gestern heute schon wieder Leid tut und du es beenden willst, dann sage es einfach gerade heraus und schiebe nicht so einen fadenscheinigen Grund vor, denn ich will endlich wissen, woran ich bin. Du kannst mich nicht an dem einen Abend um den Verstand küssen und am nächsten Tag sagen, dass du es doch nicht willst!"
„Würdest du bitte damit aufhören, mich mit deinem Zeigfinger zu pieken. Da kommt man sich ja so vor, als würde Molly Weasley vor einem stehen.", sagte Snape.
„Mach jetzt keine Witze mit mir. Ich will jetzt Klarheit!", wütete Harry noch immer, ließ aber seine Hand sinken.
„Entschuldige Harry, es war dumm von mir, so etwas zu sagen. Ich denke, ich habe gestern klar gemacht, was ich will.", erwiderte Snape und strich dem Gryffindor sanft über dessen Wange. Harry lehnte sich in die zärtliche Berührung und beobachtete, wie sich Severus' Lippen den seinen näherten. Er schlang beide Arme um den Hals des Älteren und zog ihn an sich heran. Der tiefe und leidenschaftlich Kuss ließen Harrys Beine weich werden und er war froh, dass er sich an Severus festhalten konnte, denn sonst wäre er sicher schon längst zu Boden gegangen.
Severus löste sich langsam und schenkte Harry ein Lächeln, das seine Knie noch weicher werden ließ. „Ich mag es, wenn du wütend bist. Das sieht richtig heiß aus.", wisperte der Tränkemeister.
„Mach dir keine Sorgen, das wirst du öfters sehen, wenn du dich immer so benimmst.", erwiderte Harry und zog Severus in einen weiteren Kuss.
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Es war Freitagabend und Severus saß entspannt in seinem Sessel vor dem Kamin. Harry war vor etwa zehn Minuten gegangen, um in seinen Gemeinschaftsraum zurückzukehren. Es klopfte und Severus stand auf, um zu sehen, wer an der Tür war. Er hätte es eigentlich ahnen müssen, denn als er die Tür öffnete strahlte ihn Dumbledore an.
„Severus, mein Junge, darf ich bitte hereinkommen? Ich habe etwas mit dir zu besprechen.", sagte er. Der Tränkemeister atmete tief durch und trat einen Schritt beiseite, um den Direktor einzulassen. Dumbledore ging an ihm vorbei und setzte sich auf die gemütliche Couch, die neben dem Kamin stand.
Severus setzte sich wieder auf seinen Sessel und wartete darauf, was Dumbledore zu sagen hatte.
„Danke Severus, ein Tee wäre mir Recht.", gluckste Dumbledore. Die Tatsache, dass Severus kein guter Gastgeber war, hieß ja nicht, dass man nicht wenigstens so tun konnte, als wäre er es.
Der Tränkemeister verdrehte leicht die Augen, stand aber auf und kam zwei Minuten später mit einer dampfenden Tasse Tee zurück, die er dem Direktor überreichte.
„Würdest du mir jetzt bitte sagen, womit ich diesen Besuch verdient habe?", fragte Severus ungeduldig. Er wollte den restlichen Abend genießen und dieser alte Mann hielt ihn davon ab.
„Sicher, Severus. Ich hatte heute ein Gespräch mit Minerva.", erklärte Dumbledore.
„Und was, bitteschön, hat das mit mir zu tun?", fragte Severus, schon am Ende seiner Geduld. Warum konnte Dumbledore nicht einfach sagen, was er zu sagen hatte, und dann von hier verschwinden?
„Nun, Minerva hat sich besorgt darüber geäußert, dass einer ihrer Schützlinge in dieser Woche jeden Abend bei dir Nachsitzen hatte und das, wie sie findet, für ein relativ geringes Vergehen.", schmunzelte Dumbledore. „Hast du mir irgendetwas dazu zu sagen?"
Wenn Dumbledore es daraufhin nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, hätte er abgestritten, dass so etwas jemals vorkommen würde. Severus Snape, hartgesottener Todesser und gefürchteter Tränkelehrer von Hogwarts, errötete. Zwar nur ganz leicht, doch trotzdem sichtbar.
„Oh, versteh mich nicht falsch. Ich bezweifle nicht, dass Harry die Strafe verdient hat. Sicherlich ist irgendetwas bei der ersten Strafarbeit vorgefallen, was das Nachsitzen an den nächsten Tagen gerechtfertigt hat.", zwinkerte ihm Dumbledore zu.
Severus wollte gerade seinen Mund öffnen, um etwas zu erwidern, als Dumbledore einfach weitersprach. „Ich verlasse mich aber darauf, dass das jetzt vorbei ist und Harry sich dir gegenüber so benimmt, dass du ihm kein Nachsitzen mehr geben musst. Außerdem denke ich, dass es eine gute Idee wäre, wenn du Harry wieder in Okklumentik unterrichten würdest. Da dies äußerst wichtig ist, schlage ich vor, dass ihr euch zu diesem Zweck dreimal die Woche trefft und es wieder als Nachhilfe in Zaubertränken aussehen lasst. Ich werde natürlich auch Minerva darüber informieren, dass Harry zu diesem Zweck zu dir kommen wird."
Severus wusste nicht, was er dazu jetzt sagen sollte, also nickte er nur kurz mit seinem Kopf. Dumbledore lächelte ihm zu und stand dann auf. „So, ich werde dich dann mal wieder allein lassen. In meinem Büro wartet noch ein wenig Arbeit auf mich. Wir sehen uns dann morgen früh.", sagte er und ließ den Tränkemeister allein zurück, der versuchte herauszufinden, was hier gerade passiert war.
