hallo alle miteinander…
ich bins endlich wieder und ich habe ein neues chao dabei… es freut mich, dass die idee mit dem brilax so guit angekommen ist…
ich möchte euch aber auch sagen, dass wir mit der geschichte von vin und sev nun schneller vorankommen werden… am anfang war es wichtig, ausführlicher zu werden, damit ihr sie und ihre beziehung näher kennenlernt… außerdem geht es gar nicht so ausführlich, da sie immerhin sechzig waren, als sie den zauber gesprochen haben und wenn wir weiter so langsam vorankommen, hat diese geschichte irgendwann 600 chaps grins und wer will das schon lesen?
viel spaß mit dem neuen chap und vielen dank für die tollen reviews euch alle mal drück
lg nerventod
P.S. ich habe ein review bekommen, an dem ich euch gerne teilhaben lassen möchte, da er auch euch betrifft... -grins- cartridge hate folgendes geschrieben: wie kann man nur slashpairings wie Harry Potter/Severus Snape GUT finden? - ist das nicht mal ein kommi?
oooooooooo
30. Gringotts
Harry wartete bereits in der Eingangshalle auf Severus. In der Hand hielt er seinen Tarnumhang und auf Severus' fragenden Blick deutete er, ihm zu einem leeren Klassenzimmer zu folgen. Severus öffnete es mit einem Schlenker seines Zauberstabes und verschloss das Zimmer wieder, als sie hineingegangen waren, ehe er einen Stillezauber sprach.
„Ich dachte, dass es eine gute Idee wäre, meinen Tarnumhang zu benutzen. Ich denke nicht, dass es klug ist, wenn uns jemand sieht, wie wir gemeinsam das Schloss verlassen", erklärte Harry ihm.
„Ich vermute, du hast Recht. Wirf ihn dir schnell über, wir sollten keine Zeit mehr verlieren", stimme Severus ihm zu. Nachdem Harry unter seinem Tarnumhang verschwunden war, nahm Severus die Zauber von dem Raum und beide verließen das Klassenzimmer und bald darauf das Schloss.
„Ich schlage vor, dass du den Tarnumhang aufbehältst, bis wir bei Gringotts sind. Nimm ihn erst wieder ab, wenn ich es dir sage", sagte Severus, während sie auf dem Weg nach Hogsmeade waren.
„Was werden wir mit dem Stein machen, wenn wir ihn gefunden haben?", fragte Harry. Ihm war bei der ganzen Sache überhaupt nicht wohl. Wenn Voldemort diesen Stein in die Finger bekam, war alles verloren und Harry wollte gar nicht daran denken, was dann auf ihn und seine Freunde zukommen würde.
„Dumbledore und ich werden ihn zerstören", antwortete Severus knapp.
„Oh! Danke, dass ihr mich gefragt habt, was ich davon halte. Immerhin ist dieser Stein schon seit Ewigkeiten im Besitz meiner Familie. Es ist schön zu denken, dass Mum ihn früher einmal um ihren Hals getragen hat, weil Dad ihr die Kette geschenkt hat", entgegnete Harry ein wenig zerknirscht.
Abrupt blieb Severus stehen und schaute dorthin, wo er Harry vermutete. Er wollte gerade etwas sagen, als Harry dazwischen ging. „Ich weiß, ich weiß… Er ist viel zu gefährlich. Das ist ähnlich wie bei dem Stein der Weisen. Damals gab es auch kein sicheres Versteck und deshalb wurde er zerstört. Wenn wir den Brilax irgendwo verstecken, könnte er auch gestohlen werden, nicht wahr?", fragte er resigniert.
„Ich denke schon", gab Severus unumwunden zu. „Ich weiß, dass dir die Dinge deiner Eltern viel bedeuten, aber es ist notwendig."
„Dann lass uns weitergehen", seufzte Harry ergeben und ging wieder weiter in Richtung des Zaubererdorfes. Severus folgte ihm.
Sie schwiegen beide. Severus' Gedanken kreisten um den Brilax. War der Grund, warum der Dunkle Lord damals der Meinung war, dass Harry derjenige war, den die Prophezeiung meinte, weil dessen Eltern den Stein hatten? Lily hatten Vin die Kette mit dem Stein stolz präsentiert und ihm sogar erzählt, dass es sich um einen Brilax handelte. Hatte sie das auch bei dem Rest um Potters Bande getan? Und wenn dem so war, hatte Pettigrew es dem Dunklen Lord erzählt, um seine Nützlichkeit zu beweisen und nicht sterben zu müssen? Dass er von dem Stein wusste, sprach zumindest dafür, dass es so gewesen war.
Weiter konnte er jedoch nicht mehr darüber nachdenken, denn sie waren bereits in Hogsmeade angekommen. Severus führte sie zu den Drei Besen. Sie hatten Glück, denn keine Gäste waren anwesend und so konnten sie unbehelligt zum Tropfenden Kessel in die Winkelgasse reisen. Dort angekommen machten sie sich auf den Weg zu Gringotts.
Nur wenige Menschen waren in der Zaubererbank und so hatte Harry keine Schwierigkeiten, Severus zu folgen, ohne dass er Gefahr lief, andere Leute anzurempeln. Severus trat an einen der Schalter heran und bat um einen privateren Ort, um sein Anliegen vorbringen zu können. Als er daraufhin von einem der Kobolde in ein Büro gebracht wurde, folgte Harry ihnen und nahm dort auf ein Zeichen von Severus seinen Tarnumhang ab. Wenn der Kobold deswegen überrascht war, so zeigte er es nicht, sondern bot Harry stattdessen einen Stuhl an.
„Was kann ich für sie tun, meine Herren?", fragte er, nachdem auch er sich gesetzt hatte.
„Wir hätten gerne ungestörten Zugang zu meinem Verlies bei Ihnen", antwortete Harry. „Es ist wichtig, dass niemand davon erfährt", fügte er hinzu, um die Wichtigkeit ihres Anliegens zu verdeutlichen.
Der Kobold schaute ihn kurz durchdringend an, ehe er nickte. „Folgen Sie mir, meine Herren", sagte er und führt sie zu einer den Gondeln. Fünf Minuten später standen sie vor Harrys Verlies. Der Kobold gab ihnen eine kleine Kugel, die sie aktivieren sollten wenn sie bereit waren abgeholt zu werden, ehe er wieder davonfuhr. Harry öffnete das Verlies.
„Als wir beim letzten Mal hier waren, gab es hier eine Truhe, in der ganz unten der Schmuck meiner Mutter lag. Vielleicht sollten wir damit anfangen", schlug er vor und ging auf Severus' Nicken zu besagter Truhe hinüber.
Severus beobachtete, wie Harry sich vor die geöffnete Truhe setzte und behutsam begann, sie auszuräumen. An Harrys Umgang mit dem Nachlass seiner Eltern konnte er sehen, wie viel ihm diese Dinge bedeuteten und es tat ihm leid, dass er gezwungen war, dem Dunklen Lord Zugang zu diesem Verlies zu verschaffen. Er hatte noch nicht darüber nachgedacht, wie Harry sich dabei fühlen würde, doch der vorsichtige Umgang mit den Sachen seiner Eltern ließ ihn vermuten, dass es für ihn sehr schwer sein würde. Vielleicht konnten sie ja ein paar Sachen in seinem Verlies unterbringen.
„Ich habe ihn!", riss Harry ihn aus seinen Gedanken und holte eine kleine, hölzerne Schmuckschatulle aus der Truhe. Sanft strich er mit seiner Hand über dessen Deckel, während Severus sich neben ihn setzte.
Langsam öffnete Harry den Deckel und sie begannen gemeinsam nach der Kette zu suchen, wegen der sie hier her gekommen waren. Ringe, Ketten und Armbänder befanden sich fein sortiert darin und auf den ersten Blick konnten sie keine Kette wie die, die sie in der Erinnerung gesehen hatten, sehen. Sie räumten alles aus der Schatulle heraus und legten es behutsam neben sich auf den Boden, bis sie vollkommen leer war.
„Gib mir die Schatulle", bat Severus ihn. Vielleicht gab es ein weiteres Fach hier drin, dass durch einen Zauber geschützt war. Der Tränkemeister untersuchte unter dem neugierigen Blick des Gryffindors die kleine Kiste, konnte aber auf den ersten Blick nichts erkennen. Er hob seinen Zauberstab und sprach einen Zauber, der versteckte Magie aufzeigen konnte, doch nichts geschah. Enttäuscht gab er Harry die Schatulle zurück. Der nahm sie an sich.
„Weißt du, Severus. Ich habe mal in einem Film gesehen, wie jemand etwas Wichtiges in so einer Schatulle versteckt hat. In dem Film hatte sie einen doppelten Boden. Vielleicht konntest du durch einen Zauber nichts finden, weil hier drin gar nichts durch einen Zauber versteckt ist? Meine Mum war immerhin eine Muggelgeborene", sagte er, ehe er sich die Schatulle noch einmal genauer ansah.
Severus beobachtete ihn mit hochgezogener Augenbraue, wie er die Schatulle umdrehte und kräftig schüttelte, doch kein doppelter Boden fiel heraus und enthüllte sein Geheimnis. Harry ließ sich davon jedoch nicht beirren und machte weiter, doch auch nach fünf Minuten hatte er noch keinen Erfolg gehabt. Frustriert schlug er die Schatulle zu und seufzte.
„Es war zumindest einen Versuch wert", sagte er resigniert.
„Ja, das war es", stimmte ihm Severus zu. „Mach dir keine Sorgen, wir werden den Stein schon finden, wenn er hier ist. Wieso packst du nicht den Schmuck wieder in die Schatulle und ich werde mich weiter umsehen?"
Harry nickte und sah zu, wie Severus wieder aufstand und zu der nächsten Truhe ging. Er war gerade dabei, deren Deckel zu öffnen, als Harry aufkeuchte. Er fuhr herum und sah, dass Harry gebannt in die wieder offene Schatulle schaute. Als er wieder zu ihm kam, sah er, dass sich das Innenfutter des Deckels gelöst hatte. Severus kniete sich neben Harry und zog das Pergament, dass es offenbarte heraus, um es sich genau anzusehen.
„Es steht nichts drauf", sagte er stirnrunzelnd, nachdem er es genau betrachtet hatte.
„Das gibt es doch nicht. Warum sollte Mum ein leeres Pergament verstecken?", erwiderte Harry und griff nach dem Stück Papier. Überrascht zuckte er zusammen, als das Pergament darauf rot aufleuchtete und langsam eine Schrift sichtbar wurde.
„Wahrscheinlich ein Zauber, der verhindert, dass jemand das Pergament lesen kann, der kein Blutsverwandter ist", sagte Severus auf Harrys fragenden Blick.
Beide begannen aufmerksam die Worte, die erschienen waren zu lesen. Harry, der keine Ahnung von Latein hatte runzelte nur die Stirn und beobachtete Severus, der gebannt die Worte auf dem Pergament las.
„Was steht da?", fragte Harry behutsam.
„Kurz gesagt, eine Beschreibung der Zauber, um seine Zauberkraft in dem Brilax zu binden und auch die Formel, wie man die darin gebundene Zauberkraft auf sich übertragen kann", flüsterte Severus ehrfürchtig.
Harry starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. „Was bedeutet das?", hauchte er.
„Das bedeutet, wenn wir den Brilax finden, halten wir hier die Möglichkeit in den Händen, den Dunklen Lord endgültig zu besiegen", antwortete der Tränkemeister so ruhig wie möglich. „Ist noch etwas anderes in dem Deckel versteckt?"
Harry untersuchte noch einmal genau die Schatulle, doch nichts weiter war zu sehen. „Ich kann nichts weiter finden", sagte er.
„Räum den Schmuck wieder ein und lass uns weitersuchen", sagte Severus darauf. „Ich werde das Pergament einstecken."
Harry nickte und räumte alles wieder ordentlich in die Schatulle, ehe er mit Severus zusammen weitersuchte. Sie untersuchten Truhe für Truhe, doch nirgends fanden sie die Kette mit dem Stein. Nur noch zwei Truhen hatten sie vor sich und so machte sich jeder der beiden daran, eine zu untersuchen. In Harrys Truhe befand sich nicht viel, so dass er nach ein paar Minuten enttäuscht den Deckel schloss. Er hoffte, dass Severus mehr Glück haben würde und ging zu ihm hinüber, um ihn bei der Suche zu unterstützen. Als er bei ihm war und in die Truhe schaute, überkam ihn ein merkwürdiges Gefühl. Ein Prickeln breitete sich in seinem ganzen Körper aus und Harry war sich sicher, die richtige Truhe gefunden zu haben. Hier musste die Kette verborgen liegen, das war ganz klar.
Severus hatte bereits den ganzen Inhalt heraus geräumt und sich damit abgefunden, dass die Kette wohl doch nicht hier war, als er bemerkte, wie Harry sich langsam neben die Truhe hockte und seine Hand ausstreckte. Der Gryffindor fuhr mit seinen Händen über die inneren Wände der Truhe und stoppte dann abrupt mitten in der Bewegung. Sanft strich er an dieser Stelle über das alte Holz und drückte kurz dagegen, wodurch sich eine versteckte kleine Tür öffnete. Severus sah dabei zu, wie Harry hineingriff und eine Kette daraus hervor zog.
Gerade wollte er fragen, woher Harry gewusst hatte, dass sie sich dort befunden hatte, als ihm etwas Entscheidendes auffiel. Auch Harry hatte es bemerkt und starrte entsetzt den Stein an, der an der Kette hing. Beide fanden keine Worte für das, was sie sahen. Der Brilax war erloschen. Kein pulsierendes Glühen ging von ihm aus.
„Wie ist das möglich?", fand Harry schließlich seine Stimme wieder. „Das hier müsste ja bedeuten, dass meine Eltern den Zauber angewandt haben, aber dann hätte ihnen Voldemort doch sicher nichts anhaben können."
„Nein, wohl nicht", entgegnete der Tränkemeister. „Es muss also einen anderen Grund geben, nur leider fällt mir kein logischer ein."
„Hat Voldemort etwa…", fragte Harry, der bei diesem Gedanken blass geworden war.
„Unwahrscheinlich. Er hätte mir nicht den Auftrag gegeben, ihm den Schlüssel zu deinem Verlies zu besorgen, wenn er schon beschafft hätte, was er wollte", sagte Snape nachdenklich. „Wir sollten nach Hogwarts zurückkehren. Vielleicht hat Albus eine Idee."
Schweigend räumten sie die Truhe wieder ein, ehe Severus die kleine Kugel aktivierte, die anzeigte, dass sie beide fertig waren. Kurz darauf hielt ein Wagen vor dem Verlies und Harry und Severus ließen sich wieder nach oben bringen. Dort aktivierte Severus den Portschlüssel, den der Direktor ihm mitgegeben hatte und beide verschwanden aus der Zaubererbank, nur um Augenblicke später in Dumbledores Büro anzukommen, der sichtlich froh war, sie wiederzusehen.
„Habt ihr den Stein?", fragte der alte Direktor.
„Sogar mehr als das, Albus. Aber wir haben ein Problem", sagte Severus, bevor er erzählte, was sie gefunden hatten. Dumbledore hörte sich alles genau an und betrachtete sowohl das Pergament, das Harry für ihn halten musste, damit er es lesen konnte, und den Stein. Auch er hatte keine Erklärung dafür, dass der Stein scheinbar erloschen war. Das konnte nur bedeuten, dass die Zauberkräfte, die darin geruht hatten, bereits übertragen worden waren, doch sicher hätte man es bemerkt, wenn es einen Zauberer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gab.
„Wir können nur hoffen, dass uns vielleicht die Erinnerungen Aufschluss darüber geben, was passiert sein könnte. Es ist also wichtiger denn je, dass wir wissen, wie die Geschichte zwischen Vin und dir, Severus, weitergegangen ist. In diesem Zusammenhang möchte ich dich bitten, die Weihnachtsferien hier zu verbringen, Harry, dann werden wir genug Zeit haben, um vielleicht mehr heraus zu finden", sagte Dumbledore. „Für jetzt wird es das Beste sein, wenn ihr beide euch in die Große Halle zum Abendessen begebt. Harry, du hast doch sicher nichts dagegen, wenn ich das Pergament und die Kette hier sicher für dich aufbewahre? Im Moment geht von dem Stein keine Bedrohung aus. Es wäre also sinnlos, ihn zu zerstören."
„Warum gehst du nicht schon einmal vor, Harry. Ich habe noch etwas mit dem Direktor zu besprechen", sagte Severus. Harry schaute ihn kurz überrascht an, nickte dann aber und verließ mit einem Gruß das Büro, um zur Großen Halle zu gehen.
„Albus, es ist etwas merkwürdiges passiert, als wir nach dem Stein gesucht haben. Harry schien plötzlich zu wissen, wo genau sich die Kette befand. Ich muss ehrlich zugeben, dass wir sie sonst nicht gefunden hätten", erklärte der Tränkemeister dann.
„Das ist in der Tat merkwürdig. Hast du eine Vermutung, warum dem so war?", fragte Dumbledore.
„Nein, aber ich denke, dass hinter dieser ganzen Sache hier mehr steckt, als wir vermuten und ich glaube, dass die Erinnerungen bedeutsamer sind, als wir bisher gedacht haben", sagte der Tränkemeister. Beide schwiegen daraufhin gedankenverloren, ehe auch sie sich zum Abendessen begaben.
