hi,
sorry, dass ihr so lange warten musstet und dann habe ich auch noch die Nachricht für euch, dass ich in drei Tagen in Urlaub fahre… Vor zwei Wochen geht es also nicht weiter (zumal mein Betali dann erst mal ein paar Tage brauch, um den siebten Band zu lesen – so wie ich auch)
ein fettes dankeschön an euch, die ihr so fleißig reviewt hab und auch an die, die die geschichte sonst noch lesen… also ein großes danke an: Katharina CH, Padme, silbernewolfsfrau und meine Beta SnapesWife
alle, die in den nächsten Tagen, wie ich, ins Kino gehen, wünsche ich viel Spaß - mich schon riesig drauf freu
knuddels
Nerventod
oooooooooo
37. Der Spion
Die folgenden Tage verliefen für Harry und Severus beinahe immer gleich. Nach dem Frühstück begaben sie sich in Dumbledores Büro, um dort weitere Erinnerungen anzusehen. Oft waren die Erinnerungen so kurz, dass sie sich gleich zwei anschauen konnten. Sie erlebten Vin und Severus in einigen alltäglichen Situationen, aber hauptsächlich handelten die neuen Erinnerungen von ihrer Arbeit für den Orden. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich die beiden darin etabliert und wurden von allen anderen Mitgliedern akzeptiert. Der Einzige, der sie ein wenig skeptisch beobachtete, war Alastor Moody, was offensichtlich daran lag, dass die beiden ursprünglich Slytherins waren.
Sie arbeiteten neben ihrem Studium und ihrer Arbeit so gut es ging mit und hatten schon einigen Menschen das Leben gerettet. Vin fand die Auroren Frank und Alice Longbottom besonders nett. Sie hatten einen kleinen Sohn, mit dem Vin oft spielte, wenn sich die Gelegenheit ergab. Der Junge war ein kleiner Goldschatz, auch wenn er ihn sehr oft an seinen kleinen Patensohn erinnerte, der so früh hatte sterben müssen. Harry und Severus hatten in einer der letzten Erinnerungen miterlebt, wie der zweite Geburtstag des Kleinen gefeiert wurde. Harry musste noch immer lachen, wenn er an den kleinen Neville dachte, wie er mit seinem Mund, der voll mit Torte beschmiert war, gelacht hatte und damit alle angesteckt hatte.
Am Jahrestag des Todes der Potters hatten Vin und Severus deren Familiengrab besucht. Es war kalt und stürmisch gewesen und es hatte in Strömen geregnet, doch Vin hatte sich nicht davon abhalten lassen und Severus hatte ihn begleitet. Sie hatten still ein paar Minuten vor dem Grab verweilt, ehe sie wieder nach Hause appariert waren, wo sie sich dann gegenseitig aus den nassen Sachen geholfen und sich unendlich zärtlich geliebt hatten. Das hatte dazu geführt, dass Severus und Harry sich nach dieser Erinnerung schnell aus Dumbledores Büro verzogen hatten, um sich um ihre erwachten Erregungen zu kümmern - allerdings nicht so sanft und zärtlich.
Severus hatte Harry beinahe die Kleider vom Leib gerissen, während Harry verzweifelt versucht hatte, die Knöpfe seiner Robe aufzubekommen. Severus hatte ihm dabei geholfen, nachdem Harry vollkommen nackt vor ihm stand und ihn mit hungrigen Augen anschaute. Der Tränkemeister hatte den Schwarzhaarigen über seinen Schreibtisch gebeugt und ihn kurz vorbereitet, ehe er sich in ihm versenkt hatte. Ihr Rhythmus war schnell und hart gewesen und bald hatten beide mit animalischen Schreien ihren Höhepunkt erreicht.
Danach hatte Severus sich auf seinen Schreibtischstuhl gesetzt und Harry schwer atmend zu sich auf den Schoß gezogen, wo sich der Gryffindor ebenfalls keuchend an seine Brust geschmiegt hatte. Eine Weile hatten sie so da gesessen, ehe Severus das leichte Zittern von Harry bemerkt und ihn in sein Schlafzimmer getragen hatte, wo sie sich noch einmal geliebt hatten, langsamer diesmal.
Harry lächelte, als er an diesen gestrigen Tag dachte. Er war gerade aufgewacht und hatte die starken Arme des Tränkemeisters um sich gespürt, die ihn warm und sicher festhielten. Er fühlte sich wohl in dieser Umarmung und kuschelte sich noch ein wenig weiter hinein, was den Tränkemeister dazu brachte, aufzuwachen.
„Durch dich verliere ich noch meine Gewohnheiten", murmelte er, ehe er Harry einen leichten Kuss auf die Wange gab.
„Was meinst du damit?", fragte der mit einem Schmunzeln.
„Normalerweise bin ich um diese Zeit längst wach und arbeite, doch wegen dir liege ich immer noch faul herum", erklärte Severus.
„Willst du mir jetzt sagen, dass ich dich gestern Abend geschafft habe, alter Mann?", kicherte Harry.
„Alter Mann?", knurrte Severus. „Wenn wir nicht in einer Stunde bei Dumbledore sein müssten, würde ich dir jetzt zeigen, was noch alles in diesem alten Mann steckt."
„Hmm… Das klingt verlockend", schmunzelte Harry. „Aber ich glaube, du hast Recht. Wir müssen jetzt wirklich aufstehen." Im nächsten Moment sprang er schon aus dem Bett und lief, nackt wie er war in Richtung Badezimmer, wobei er aufreizend mit seinem Hintern wackelte. Severus überlegte nur ein Sekunde, ehe er aus dem Bett stolperte, um Harry hinterher zu eilen.
Eine Dreiviertelstunde später betrat Harry die Große Halle, um zu frühstücken. Severus folgte fünf Minuten später, setzte sich ohne einen Gruß neben Dumbledore und griff nach dem Kaffee. Er beobachtete Harry, wie der hungrig zulangte und es sich mit einem kleinen Lächeln schmecken ließ.
Der Blick des Direktors fiel ebenfalls auf den schwarzhaarigen Gryffindor. Er hätte nie geglaubt, dass es den beiden so gut bekommen würde, zusammen zu sein. Gut, es hatte einen Rückschlag gegeben, als Harry in den Erinnerungen seinen eigenen Tod gesehen hatte, doch die beiden hatten sich zusammengerauft. Er konnte sehen, wie die Augen des Jungen jedes Mal strahlten, wenn er den Tränkemeister anschaute. Harry war, so wie es aussah, richtig glücklich und Dumbledore bedauerte es, dass dieses Glück von Voldemort überschattet wurde, denn auch Severus konnte man, wenn man ihn genau beobachtete, ansehen, dass er glücklich war. Er war längst nicht so miesepetrig gegenüber seinen Kollegen, seine Haltung war nicht so steif wie sonst. Dumbledore hatte geglaubt, dass die Tatsache, dass er als Spion aufgeflogen war, den Tränkemeister aufwühlen würde, doch er schien ruhiger und zufriedener, als sonst.
Ja, die beiden taten einander gut, das konnte er sehen. Er hoffte nur, dass sie eines Tages ohne die Gefahren, die auf sie beide lauerten, leben konnten. Die Erinnerungen waren wahrscheinlich ein Schritt in die richtige Richtung. Dumbledore nickte Harry zu und erhob sich dann, um hinauf in sein Büro zu gehen. Severus erhob sich mit ihm zusammen und gemeinsam verließen sie die Große Halle. Harry wartete noch ein paar Minuten, ehe auch er aufstand und den beiden Männern folgte. Er erreichte innerhalb kürzester Zeit den Wasserspeier und nannte das Passwort, Kanariencreme, ehe er sich von den Stufen nach oben zu dem Büro des Direktors tragen ließ, wo die nächste Erinnerung auf ihn wartete.
Vin und Severus klopften an eine schwere, schwarze Tür und wurden kurz darauf in das Hauptquartier des Phönixordens eingelassen. Dumbledore hatte sie vor einer halben Stunde benachrichtigt, dass eine wichtige Versammlung stattfinden würde und so hatten sie sich schnell auf den Weg gemacht, um hierher zu kommen. Es waren schon beinahe alle Mitglieder des Ordens versammelt. Frank Longbottom und seine Frau unterhielten sich leise miteinander, wobei Alice immer wieder über den Kopf des kleinen Nevilles strich, der auf ihrem Schoß saß und alle neugierig beobachteteAuf der anderen Seite des Raumes standen Remus Lupin und Sirius Black zusammen und sprachen miteinander.
Moody beäugte sie, wie immer, kritisch, während andere Mitglieder des Ordens sie freundlich begrüßten. Die beiden setzten sich an den langen Tisch und warteten leise darauf, dass die Versammlung beginnen würde. Es dauerte nicht lange, bis Dumbledore in dem Raum erschien. Schlagartig verstummten alle Anwesenden und sahen mit großen Augen auf die Person, die hinter dem Direktor den Raum betreten hatte.
Vin betrachtete den Mann mit großen Augen und schien alles um sich herum zu vergessen. Nur verschwommen bekam er mit, wie Severus neben ihm aufsprang und seinen Zauberstab zog. „Was such der hier?", hörte er ihn fragen. Es war einfach unglaublich. Wie zum Teufel konnte Dumbledore diesen Mann mit in ihr Hauptquartier bringen? Der Mann schaute Severus mit hochgezogener Augenbraue an, doch seinem Gesicht war nicht zu entnehmen, was er dachte und fühlte. Noch immer wie betäubt sah Vin zu, wie Dumbledore sich vor Lucius Malfoy stellte und beruhigend eine Hand hob.
„Severus, bitte setz dich wieder, dann werde ich alles erklären. Von Mister Malfoy geht keine Gefahr aus", sagte er. „Er ist unbewaffnet. Seinen Zauberstab habe ich."
Vin konnte sehen, wie Severus widerwillig seinen Zauberstab senkte und sich setzte, während Dumbledore zum Kopf des Tisches ging und sich räusperte. „Mister Malfoy hier hat mich vor gut einem Monat aufgesucht und mich darum gebeten, ihn zu verstecken, da er erkannt habe, wie falsch sein Weg gewesen ist", begann er, worauf sich ein lautes Gemurmel erhob. Keiner der Anwesenden konnte das glauben. Lucius hatte seine Loyalität zu Voldemort nie verheimlicht und jeder sah in ihm das Ideal eines Todessers. Dumbledore hob seine Hand, um sie alle zum Schweigen zu bringen, ehe er weiter erzählte.
„Ich kann mir vorstellen, was ihr jetzt denkt und glaubt mir, dass ich ebenso skeptisch war, wie ihr. Wir haben an diesem Abend sehr lange miteinander gesprochen und Lucius konnte mir glaubhaft versichern, dass es ihm wirklich ernst ist. Seine Intentionist vor allem, seine Frau und seinen Sohn zu beschützen und er erklärte sich bereit, alles zu tun, was ich von ihm verlange, wenn ich ihm helfe. Wir hatten an diesem Abend lange miteinander gesprochen und ich konnte ihn überzeugen, dass er, statt sich zu verstecken, mit uns arbeitet und als Spion in Voldemorts Reihen verbleibt. Die Einsätze, bei denen wir in den letzten Wochen viele Tode verhindern konnten, waren allein der Verdienst seiner Arbeit."
„Albus, du kannst ihm nicht wirklich glauben", entrüstete sich Moody.
„Doch, Alastor, das kann ich durchaus. Ich habe ihn unter Veritaserum befragt und ich kann euch versichern, dass Mister Malfoys Absichten, uns zu helfen, ernst gemeint sind", entgegnete Dumbledore.
Es entstand eine Diskussion, deren Inhalt vollkommen an Vin vorbeiging. Die meisten Mitglieder des Ordens konnten einfach nicht glauben, dass Dumbledore diesen Mann der nie einen Hehl daraus gemacht hatte, dass er sie alle verabscheute, mit hierher brachte. Seine Aufmerksamkeit war durch etwas gefangen worden. Es war irgendetwas an Dumbledores Erscheinung, was ihn nachdenklich werden ließ. Irgendetwas störte ihn, doch er konnte nicht genau sagen, was es war und so konzentrierte er sich auf seinen Verdacht und blendete alles andere aus, um es herauszufindenDumbledore schien auf den ersten Moment wie immer, doch etwas war anders. Seine ganze Haltung schien so ungewohnt angespannt und seine Augen funkelten in keinster Weise. Was war nur los?
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Diskussion um ihn herum plötzlich verstummte. Alle sahen zu Lucius, der an seinen linken Unterarm griff und zu Dumbledore schaute. „Er ruft mich", presste er gequält hervor. „Ich muss fort."
Dumbledore nickte und zog den Zauberstab des Blonden aus seinem Umhang und reichte ihn ihm. Lucius griff mit zittrigen Fingern danach, doch dies verschwand, als er seinen Zauberstab in seiner Hand hatte. Mit aufgerissenen Augen sah Vin zu, wie Lucius in seinen Umhang griff und eine schwarze Kugel herauszog, die er mit aller Macht gegen die Wand warf. Der Blonde richtete seinen Zauberstab auf den nun schwarzen Fleck an der Wand und murmelte einen Zauberspruch. Der schwarze Punkt begann augenblicklich zu wachsen, bis er so groß wie eine Tür war, aus der im nächsten Moment zwei Dutzendmaskierte Männer kamen. Bevor irgendjemand reagieren konnte, war ein grüner Lichtblitz zu sehen und Alice Longbottom fiel mit dem kleinen Neville, der erschreckt begann zu weinen, tot zu Boden.
Vin wurde von Severus zu Boden gerissen, als die Flüche begannen, auch in ihre Richtung zu fliegen. Beide zogen ihreZauberstäbe und begannen aus ihrer Deckung heraus, Flüche in Richtung der Eindringlinge zu schießen. Vin bemerkte, dass Dumbledore noch immer am Kopf der Tafel stand und nichts unternahm, dass aber auch keiner der Todesser ihn anzugreifen schien. Er musste dabei zusehen, wie Frank versuchte, zu seinem weinenden Sohn zu kommen, um ihn zu retten und bei diesem Versuch ebenfalls leblos zu Boden ging.
Wild begann er die Todesser zu bekämpfen. Er setzte zwei von ihnen mit einem Stupor außer Gefecht und wollte gerade den nächsten angreifen, als Severus neben ihm von einem Fluch erfasst wurde, der ihn gegen die hinter ihnen liegende Wand schmetterte. Er hörte das gequälte Aufstöhnen seines Freundes und sah zu, wie er bewusstlos zu Boden ging.
Immer mehr der Ordensmitglieder gingen zu Boden. Viele von ihnen tot, andere Bewusstlos. Vin versuchte verzweifelt zu überlegen, was er tun konnte. Sie mussten hier raus und das so schnell wie möglich. Nevilles Schreie drangen an sein Ohr. Der kleine Junge lag unter seiner toten Mutter und war so vor den Flüchen geschützt, aber Vin war sich sicher, dass sich dies ändern würde, sobald einer der Todesser Zeit fand, sich auch um ihn zu kümmern. Er würde auf keinen Fall zulassen, dass noch ein kleines Kind starb, um das er sich sorgte, doch zuerst musste er Severus hier raus bringen.
Moody war keine zwei Meter von ihm und Vin krabbelte zu ihm. Der alte Auror war nicht so leicht zu überwältigen und schien im Moment noch das einzige Hindernis für die Todesser zu sein. Einer nach demanderen von ihnen ging zu Boden. „Wir müssen hier weg", sagte Vin eindringlich zu ihm.
Moody duckte sich schwer atmend zu ihm. Schnell holte er etwas aus einer Tasche seines Umhangs und reichte es Vin. „Notfallportschlüssel", erklärte er kurz. „Verschwinde mit Snape. Ich werde Dumbledore mit mir nehmen."
„Ich muss erst noch Neville holen. Gib mir Deckung", sagte Vin und ehe Moody protestieren konnte, erhob er sich und schleuderte einige Flüche in Richtung der Todesser, ehe er langsam auf den kleinen Jungen zukrabbelte. Neville befand sich sehr nah an dem Portal und es war sehr gefährlich, was Vin vorhatte, doch er konnte ihn einfach nicht zurücklassen. Drei weitere Ordensmitglieder waren mittlerweile bei Moody und beschäftigten die Todesser. Niemand schien zu bemerken, wie Vin sich Alice näherte und den schreienden Jungen aus ihren Armen zog.
Ein schmerzhafter Fluch traf Vin auf einmal in seinen Rücken und er konnte spüren, wie warmes Blut seinen Rücken hinunterlief. Er fuhr herum und sah, wie einer der Todesser über ihm stand, doch schon im nächsten Moment wurde dieser von einem Fluch von den Beinen gerissen. Vin drückte Neville fest an sich, während er so schnell wie möglich versuchte, zurück zu Moody und Severus zu kommen. Neville schrie wie am Spieß und machte somit alle auf sich und Vin aufmerksam. Vin wurde von einem Cruciatus getroffen und schrie gequält auf. Sein ganzer Körper schien in Flammen zu stehen, sein Blut zu kochen, doch er hielt den kleinen Jungen weiterhin schützend in seinen Armen.
Der Fluch wurde unterbrochen, als Moody, den Todesser mit einem gezielten Spruch zu Boden schickte. Vin kroch mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Severus, der noch immer bewusstlos am Boden lag. Er hatte eine Wunde am Hinterkopf, aus der langsam Blut trat und Vin wusste, dass er so schnell wie möglich behandelt werden musste. Moody und die beiden anderen hatten es inzwischen geschafft, zwei weitere bewusstlose Ordensmitglieder zu ihnen zu holen und Vin konnte nun beobachten, wie er Dumbledore schockte und einer seiner beiden Mitstreiter sich auf ihn warf und zusammen mit ihm durch einen Portschlüssel verschwand. Moody nickte ihm zu und feuerte erneut ein paar Flüche auf die Todesser, ehe auch sein anderer Mitstreiter mit den beiden Bewusstlosen verschwand.
Ohne weitere Zeit zu verlieren, packte Vin Severus mit seiner freien Hand und aktivierte den Portschlüssel, der sie beide und Neville von hier fortbringen würde. Er spürte das vertraute Ziehen hinter seinem Bauchnabel, als sie die Gefahrenzone verließen und spürte später, wie sie unsanft auf einem kalten Steinfußboden landeten. Vin brauchte nur eine Sekunde, um zu erkennen, dass sie in Hogwarts waren. Neben ihm erschien kurz darauf Moody, der sich sofort erhob und begann, die Bewusstlosen in die Krankenbetten schweben zu lassen.
Vin rappelte sich ebenso auf und ließ Severus ebenfalls in eines der Betten schweben, ehe er sich mit Neville auf seinen Armen neben dessen Bett setzte. Er beobachtete, wie die Krankenschwester sich um die Verletzten kümmerte und wie Moody mit ihr sprach und zu Dumbledore deutete. Die Medihexe nickte angespannt und richtete sich dann zu dem Direktor. Nach einer kurzen Untersuchung flößte sie ihm ein paar Tränke ein und sprach dann erneut mit Moody, ehe sie hinüberkam, um sich auch um Severus zu kümmern.
Vin ließ sie ihre Arbeit tun und sprach sie dann an, als sie damit fertig war. „Was ist mit Dumbledore?", fragte er.
„Er stand unter dem Einfluss einer Droge", informierte ihn die Medihexe kurz. „Es scheint so, als war er nicht mehr Herr seiner Sinne."
„Das erklärt einiges", erwiderte Vin. Noch immer hielt er Neville in seinen Armen. Der kleine Junge war erschöpft eingeschlafen. Es dauerte zwei weitere Stunden, bis Severus zu sich kam. Die Medihexe wuselte noch immer durch den Raum, um sich um die Verletzten zu kümmern und hatte sich nicht mehr um das Dreiergespann gekümmert. Mühsam setzte sich Severus auf und schien sich zu orientieren. Vin sah ihn liebevoll an und lächelte. Er fühlte sich irgendwie nicht gut. Ihm war schwindelig und er hatte seine Mühe seine Augen offenzuhalten, doch trotzdem lächelte er den Langhaarigen an.
Severus sah ihn an und riss dann die Augen auf. „Du bist verletzt!", sagte er aufgebracht und deutet nach unten auf den Steinfußboden, wo sich eine kleine Lache Blut gesammelt hatte. Erst da fiel Vin wieder der Fluch ein, der seinen Rücken verletzt hatte. Er reichte Severus den schlafenden Neville und wollte aufstehen, doch sein Kreislauf machte da nicht mit und ließ ihn ohnmächtig zusammenbrechen.
