danke für die kommis und an meine wundervolle beta SnapesWife -alle mal knuddel-
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38. Ein besonderes Geschenk
Harry erwachte am nächsten Morgen recht früh. Nach der Erinnerung, die sie sich gestern angesehen hatten, war er früh zu Bett gegangen. Er hatte sich nicht besonders gefühlt und sich daher in seinen Schlafsaal zurückgezogen. Severus hatte das verstanden, wusste er doch, dass Harry alles, was Vin fühlte, ebenso spürte. Unwillkürlich musste Harry schmunzeln, als er daran dachte, dass Dobby, kurz nachdem er in seinem Schlafsaal angekommen war, bei ihm erschienen war und ihm eine kleine Phiole mit einer kurzen Nachricht von Severus gebracht hatte, in der der Tränkemeister kurz erklärt hatte, dass es sich um einen Traumlosschlaftrunk handele, damit Harry ruhig schlafen und sich ausruhen konnte. Es hatte eindeutig seine Vorteile, mit einem Tränkemeister zusammen zu sein.
Da es nun wirklich noch sehr früh war, entschloss sich Harry dazu, nach langer Zeit endlich mal wieder um den See zu joggen und zog sich an. Es hatte die Nacht geschneit und Harry genoss es, den Schnee unter seinen Füßen knirschen zu hören, während er die Landschaft bewunderte. Ein wenig traurig dachte er daran, dass heute Weihnachten war und er erinnerte sich daran, wie er letztes Jahr mit Hermine, den Weasleys und Sirius gefeiert hatte. Was würde sein Pate nur darüber denken, dass er nun ausgerechnet mit Severus zusammen war? Harry konnte sich nicht vorstellen, dass er besonders glücklich darüber wäre, aber das war eine Sache, an der er nichts ändern konnte.
Er freute sich schon darauf, den heutigen Abend zusammen mit Severus zu verbringen, auch wenn er sich furchtbar schämte, dass er kein Geschenk für den Tränkemeister hatte. Er war in Hogsmeade nicht dazu gekommen, etwas für ihn zu kaufen und danach durfte er nicht mehr in das Dorf gehen, da es viel zu gefährlich war.
Ein wenig durchgefroren kam Harry eine halbe Stunde später wieder im Schloss an und ließ sich dann von einer warmen Dusche wieder aufwärmen, ehe er hinunter zum Frühstück ging. Die Halle war, wie jedes Jahr, festlich geschmückt und hier und da konnte Harry ein paar Weihnachtskugeln mit seinem Gesicht erkennen, die wohl Dobby dort aufgehängt haben musste. Er hoffte nur, dass den anderen das nicht auffallen würde.
Als Severus sich an den Tisch setzte und sich erst einmal seine Tasse mit Kaffee füllte, musterte er Harry genau, schien aber mit dessen Erscheinung zufrieden zu sein. Harry lächelte ihn flüchtig an. Es war ein gutes Gefühl, dass sich der sonst so reservierte Mann Sorgen um ihn machte. Als er eine halbe Stunde später die warmen Hände des Mannes ergriff, lächelte er ihn noch einmal an, ehe sie in eine neue Erinnerung hineingezogen wurden.
Vin öffnete erschöpft die Augen und sah sich müde um. Er war, wie es schien auf der Krankenstation, konnte sich aber im ersten Moment nicht erinnern, warum dem so war. Angestrengt überlegte er und versuchte sich aufzusetzen, als ein stechender Schmerz seinen Rücken durchzog. Sofort kamen die Erinnerungen an den vergangenen Tag zurück und der Kurzhaarige ließ sich wieder erschöpft in die Kissen sinken, als sich eine Hand beruhigend auf seine Schulter legte.
„Wie geht es dir?", fragte die ruhige Stimme von Severus und erst jetzt bemerkte Vin, dass der Langhaarige auf einem Stuhl neben seinem Bett gesessen hatte.
„Ganz gut, denke ich, auch wenn mein Rücken ganz schön wehtut", antwortete Vin ehrlich.
„Madame Pomfrey schläft. Soll ich sie holen, damit sie dir etwas gegen die Schmerzen gibt?", fragte Severus besorgt.
„Nein, nein. Lass sie ruhig schlafen. Sie hatte gestern genug zu tun", winkte Vin ab. „Ich kann immer noch nicht fassen, was da gestern passiert ist. „Weiß man schon genaueres über den Trank und wie man ihn Dumbledore verabreichen konnte? Was ist mit den anderen? Und wo ist Neville?"
„Neville ist im Moment bei Professor McGonagall", erklärte Severus. „Sie hat sich bereit erklärt, sich vorerst um den Jungen zu kümmern. Sie haben noch gestern Abend versucht, ihn zu seiner Grußmutter zu bringen, aber leider waren die Todesser schon vor uns da und jetzt versucht man, weitere Verwandte von ihm zu finden, die ihn bei sich aufnehmen können. Die anderen sind wieder so gut es geht auf den Beinen. Madame Pomfrey war sehr erbost, dass du nichts von deiner Verletzung erwähnt hast. Du hattest sehr viel Blut verloren."
„Ich habe das ehrlich nicht bemerkt", beschämt senkte der Kurzhaarige beschämt die Augen. „Ich habe mir zu viele Sorgen um dich gemacht. Was ist nun mit Dumbledore?"
„Madame Pomfrey konnte bestimmen, um was für einen Trank es sich gehandelt hat und ihm das Gegenmittel geben", erwiderte Severus. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, aber sie konnten noch nicht herausfinden, wie man ihm den Trank verabreicht hat. Sicher ist nur, dass Lucius kurz nachdem Dumbledore der Trank verabreicht wurde, bei ihm aufgetaucht ist. Moody vermutet, dass eine der Hauselfen in diese ganze Angelegenheit verstrickt ist, da Dumbledore eine ganze Weile unter dem Einfluss des Trankes gestanden hat."
„Glaubst du wirklich, dass eine der Hauselfen so etwas machen würde? Sie stehen doch treu zu Hogwarts und dessen Direktor", runzelte Vin die Stirn. „Hat man schon untersucht, ob noch mehr Leute unter dem Einfluss des Trankes stehen?"
„Ja, Moody hat das bereits veranlasst, aber es ist wirklich nur Dumbledore davon betroffen gewesen. Er war das einzige Opfer, aber ich denke, dass das Ziel dieser ganzen Sache ganz offensichtlich ist."
„Man wollte nicht der Schlange den Kopf abschneiden, sonst hätten sie Dumbledore einfach getötet. Man wollte die ganze Schlange vernichten. Ich glaube, wenn Moody nicht gewesen wäre, hätten sie es vielleicht auch geschafft", sagte der Kurzhaarige.
Severus nickte lediglich und nahm dann eine von Vins Händen in seine eigenen. „Ich bin froh, dass dir nichts Schlimmeres passiert ist", flüsterte er.
Vin lächelte ihn an und wisperte ebenso leise: „Ich bin auch froh, dass es dir gut geht."
Sie verbrachten den Rest der Zeit, in der sie darauf warteten schweigend. Beide hingen ihren Gedanken nach, während ihre Hände mit einander verbunden blieben. Nach gut zwei Stunden, die sie ruhig miteinander verbracht hatten, erschien die Krankenschwester endlich, verabreichte Vin nach einer kurzen, aber gründlichen Untersuchung zwei Tränke und entließ ihn dann aus ihrer Obhut. Vin hatte sich gerade angezogen und wollte mit Severus die Krankenstation verlassen, als die Tür zu dieser leise geöffnet wurde und Minerva McGonagall mit Neville auf ihrem Arm, den Raum betrat.
„Ich dachte, Sie beide wollen sich vielleicht von dem Kleinen verabschieden", sagte sie leise zu den beiden Männern.
„Hat sich einer seiner Verwandten gefunden, der ihn bei sich aufnehmen wird?", fragte Vin, während er dem kleinen Neville zärtlich über die Wange strich.
„Leider nein", seufzte McGonagall. „Neville ist, so wie es scheint, der einzig Lebende seiner Linie. Es ist tragisch, denn nun wird uns nichts anderes übrig bleiben, als ihn in eines der Waisenhäuser zu bringen. Hier kann er nicht bleiben."
„In ein Waisenhaus? Aber warum kann er nicht hier bleiben?", fragte Vin entsetzt.
„Mister Hallwood, Neville ist erst zwei Jahre alt", sagte die Verwandlungslehrerin. „Er wird erst in neun Jahren diese Schule besuchen können. Wenn er etwas älter wäre, könnten wir sicher eine Möglichkeit finden, dass er hier bleiben könnte. Aber um ein so kleines Kind können wir uns im laufenden Schulbetrieb einfach nicht kümmern. Gerade jetzt nicht, wo wir auch noch durch die tragischen Ereignisse unseren Zaubertränkelehrer verloren haben. Horance hat sich bereits zur Ruhe gesetzt und hat eine Anfrage von Professor Dumbledore bereits abgelehnt. Neville wird in einer Stunde von einer Ministeriumsbeamtin abgeholt. Ich wollte sie bitten, sich so lange um den Jungen zu kümmern."
Vin nickte nur und nahm ihr den Kleinen aus den Armen. Neville schlief und nichts von dem, was gestern geschehen war, schien ihm bewusst zu sein. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, legte er ihn in eines der Betten und sah dabei zu, wie McGonagall die Krankenstation wieder verließ.
Er richtete sich wieder zu dem schlafenden Jungen und beobachtete, wie dieser schlief. Vorsichtig legten sich von Hinten zwei Arme um ihn und Severus presste sich fest an ihn, als er sich hinter ihn stellte.
„Ich möchte nicht, dass Neville in ein Waisenhaus muss", sagte Vin leise.
„Das möchte ich auch nicht, aber es gibt wohl kaum etwas, was wir dagegen tun könnten", antwortete Severus.
„Doch, wir könnten etwas tun. Wir könnten ihn adoptieren", entgegnete der kleinere von beiden und wartete gespannt auf eine Reaktion seines Partners. Sie hatten nur einmal über das Thema Kinder gesprochen und das war damals gewesen, bevor sie Lily, James und Harry tot vorgefunden hatten. Vin hatte nicht vergessen, dass Severus sich eher verhalten zu diesem Thema geäußert hatte und wusste nun nicht, was ihn erwarten würde. Er bemerkte, wie Severus sich leicht versteifte.
„Ich denke nicht, dass das zu diesem Zeitpunkt eine gute Idee ist", sagte der Langhaarige knapp.
„Aber warum denn nicht? Es wäre doch die ideale Möglichkeit, die sich hier für uns ergibt. Dumbledore sucht einen Zaubertränkeprofessor und du wärst für diese Stelle geradezu prädestiniert. Du hast als bester seit über drei Jahrzehnten deinen Abschluss gemacht. Wir beide wissen, dass du deinen jetzigen Job in dem Institut nicht magst. Wir könnten hier in das Schloss ziehen. Ich gebe meine Arbeit auf und kümmere mich um Neville. Ich bin sicher, dass Dumbledore nichts dagegen hätte."
„Das hast du dir ja schon gut überlegt", sagte Severus und trat ein paar Schritte zurück.
Vin drehte sich zu ihm. „Du willst also nicht?", fragte er enttäuscht.
„Ich will ehrlich sein. Ich denke nicht, dass ich mich im Moment zum Vater eigne", erwiderte der Langhaarige ruhig. „Ich weiß nicht wirklich, wie sich ein guter Vater verhält. Wie du weißt habe ich nicht gerade die idealen Erfahrungen, um zu wissen, was einen Vater ausmacht. Vielleicht ändert sich das ja mit der Zeit, aber ich denke, dass es keine gute Idee ist, jetzt ein Kind zu adoptieren."
„Ich bin mir sicher, dass du dir zu viele Sorgen machst. Ich weiß, dass ich nicht alles von deiner Kindheit weiß, aber ich kenne dich. Du bist ein liebevoller und warmherziger Mann und Neville könnte sicher keinen besseren Vater bekommen, als dich. Du wirst nicht die gleichen Fehler machen, die dein Vater begangen hat und glaub mir, dessen bin ich mir sicher."
Er nahm Severus bei der Hand und richtete sich mit ihm wieder zu dem schlafenden Neville. „Sieh ihn dir an. Er sollte nicht in ein Waisenhaus müssen. Er hat sein glückliches Zuhause verloren und ich bin mir sicher, dass wir beide es ihm wieder zurückgeben können. Wir haben hier eine einmalige Chance. Ich weiß, dass du den Kleinen magst. Lass uns hier und jetzt eine Familie gründen. Und bedenke nur, künftig würde man dich Professor Snape nennen."
Lange herrschte Ruhe, als Severus überlegte. Vin ließ ihm die Zeit, er wollte ihn nicht drängen. Trotzdem wurde er immer unruhiger, je länger der Langhaarige schwieg. Schließlich löste Severus seine Hand aus seiner und beugte sich hinunter, um Neville in seine Arme zu nehmen. Er drehte sich mit ihm zu Vin, der ihn erwartungsvoll ansah. „Lass uns zu Dumbledore gehen", sagte er nur und Vins Herz zersprang beinahe vor Glück.
„Ich glaube, wenn ich Neville das erzähle, fällt er in Ohnmacht", grinste Harry, als beide wieder im Büro des Direktors zu sich kamen.
„Untersteh dich", knurrte Severus gespielt ernst, ehe sich beide des Direktors neben ihnen bewusst wurden. Harry berichtete Dumbledore knapp, was sie gesehen hatte, ehe der Direktor sie entließ. Zwar war es noch recht früh und sie hätten sich durchaus eine weitere Erinnerung ansehen können, aber da heute Weihnachten war, sollten sie den Rest ihres Tages genießen.
Severus führte Harry zur Küche, wo sie beide ein verspätetes Mittagessen zu sich nahmen und ließ den Gryffindor dann mit der Entschuldigung alleine, dass er noch einen wichtigen Trank zubereiten müsse und er das lieber jetzt erledigen wollte, damit sie den Abend gemeinsam verbringen konnten. Harry, der eigentlich andere Pläne hatte, stimmte seufzend zu und ging dann allein nach draußen, um einen kleinen Spaziergang zu machen.
Erst zu dem Abendfestmahl in der Großen Halle sahen sie sich wieder. Nachdem Severus sein Essen beendet hatte, ließ er Harry unter dem Tisch einen kleinen Zettel zukommen und verschwand dann in Richtung der Kerker. So unauffällig wie möglich, entfaltete er den Zettel und las die Nachricht, die darauf stand.
Komm in einer Viertelstunde in mein Büro.
Harry seufzte. Warum sollte er in Severus' Büro kommen? Wahrscheinlich war der Trank noch nicht fertig und brauchte noch ein wenig Aufmerksamkeit, aber wenigstens würden sie den Abend gemeinsam verbringen können.
So klopfte Harry kurz darauf an die Bürotür des Tränkemeisters. Die Tür öffnete sich und Harry verschlug es fast die Sprache, als Severus ihm nur in einer Hose bekleidet öffnete. Am liebsten hätte er sich nun sofort auf den älteren Mann gestürzt, aber er riss sich zusammen und betrat das Büro. Er drehte sich um und sah Severus dabei zu, wie er die Tür wieder schloss und wollte gerade etwas sagen, als Severus ihm einen Finger auf den Mund legte. „Sag jetzt nichts. Ich weiß, dass es normalerweise erst morgen früh Geschenke gibt, aber ich will dir dieses eine schon jetzt geben", sagte der Tränkemeister.
Harry nickte und wartete darauf, was nun passieren würde. Severus nahm ihn bei der Hand und führte ihn zu seinem Schreibtisch. Dort drehte er ihn zu sich und begann damit, Harry langsam dessen Hemd aufzuknöpfen, ehe er es ihm von den Schultern schob und es achtlos zu Boden fiel. Danach griff er zu einer Phiole, die bereits geöffnet auf dem Schreibtisch stand und begann mit dessen Inhalt Harrys Brust einzureiben, ehe er ihn umdrehte und die Prozedur mit seinem Rücken wiederholte. Harry genoss die zärtlichen Berührungen und schloss genießerisch die Augen, während Severus damit beschäftigt war, ihn einzureiben. Dann kniete er sich hinab und zog Harrys Schuhe und Socken aus, um dann auch dessen Füße einzureiben.
Als er fertig war, reichte er Harry die Phiole und ohne dass er etwas sagen musste, begann der Gryffindor damit, diese Prozedur zu wiederholen. Nachdem er fertig war, stellte er die Phiole wieder auf den Schreibtisch und wartete nun gespannt darauf, was passieren würde. Severus reichte ihm die Hand und führte ihn zu einer unscheinbaren Tür, die sich wie von selbst öffnete, als sie sich näherten. Harry klappte der Mund auf, als sie das Wohnzimmer des Tränkemeisters betraten. Überall in der Luft schwebten Kerzen und gaben dem Raum, gemeinsam mit dem flackernden Kamin, eine wohlige Atmosphäre.
Die Möbel waren beiseite geschoben worden und machten vor dem Kamin einen Platz frei, auf welchem ein kleiner Tisch auf einem kuscheligen Teppich stand. Severus führte ihn dorthin und deutet ihm an, sich vor diesen zu knien. Harry kam dem nach und beobachtete, wie Severus sich ihm gegenüber kniete, ehe sein Blick auf den Tisch fiel. Ein riesiger, roter, runder Stein lag darauf, um den etwa zwölf kleiner Steine derselben Farbe verteilt waren. Er sah zu, wie Severus seine Fingerspitzen auf den großen Stein legte und tat es ihm, nach kurzem Zögern nach. Zwar hatte er keine Ahnung, was das ganze sollte, doch er vertraute Severus und lauschte nun, wie dieser einen für ihn unbekannten Zauber sprach.
Es dauerte nicht lange und Harry schloss seine Augen, während er weiter den Worten von Severus zuhörte, der weiterhin die Beschwörung sprach und hielt sie auch geschlossen, nachdem sein Partner geendet hatte. Und plötzlich spürte er eine Well von Emotionen, die nicht seine eigenen waren. Die Intensität dieser Gefühle war so stark, dass es ihm den Atem verschlug. Eine Wärme breitete sich in seinem Körper aus und als er die Augen öffnete, konnte er sehen, wie Severus ihn intensiv anschaute und lächelte. Und da wurde Harry klar, was der Zauber bewirkt hatte. Severus hatte ihm dadurch seine Gefühle für ihn vermittelt. Seine Liebe, die so unglaublich stark war, wie Harry es nicht erwartet hatte. Und als Harry sich auf all seine Gefühle konzentrierte, die er für den Mann vor ihm hatte, konnte er sehen, wie Severus seine Augen schloss und sich diesen Gefühlen hingab.
„Das ist das wunderbarste Geschenk, dass ich je bekommen habe", wisperte Harry überwältigt und sah zu, wie Severus sich langsam erhob.
„Das gilt für mich genauso", antwortete der Tränkemeister, während auch Harry sich erhob.
Sie umrundeten den Tisch und standen kurz voreinander, ehe Severus Harry in seine Arme zog und ihn leidenschaftlich küsste. Es war unglaublich, dabei auch dessen Gefühle zu spüren und Harry drängte sich fest an den Tränkemeister und versuchte auch seine ganzen Gefühle in den Kuss zu legen. Harry schmolz in dem Kuss dahin und hätte ihn Severus nicht gehalten, hätten seine Beine schon längst unter ihm nachgegeben.
Harry konnte die erwachte Erregung gegen seinen Bauch gerückt fühlen und ließ behutsam eine Hand darüber gleiten, was Severus leise in seinen Mund stöhnen ließ. Sacht sanken sie beide auf den Boden und erst dort löste Severus den Kuss und hob seinen Kopf ein Stück nach oben, so dass er Harry, der ebenso schwer atmete wie er, in die Augen sehen konnte. Erneut durchströmte Harry eine Well unglaublich intensiver Gefühle und er war sich plötzlich richtig bewusst, wie kostbar das Geschenk war, dass Severus ihm heute Abend gemacht hatte.
Langsam senke Severus seinen Kopf, um erneut die Lippen des Gryffindor in Beschlag zu nehmen, ehe seine Küsse über dessen Kinn zu seinem Hals wanderten. Harry genoss jede dieser unglaublich zärtlichen Berührungen und stöhnte laut, als Severus' Küsse weiter hinunter wanderten und seine Brust liebkosten.
Severus fuhr mit seiner Zunge eine feuchte Spur zu Harrys Brustwarzen und umspielte diese langsam, ehe sich sein Mund darum legte und seine Zähne zärtlich daran knabberten, während einer seiner Hände ihm die Hose öffnete. Harry schrie leicht auf, als Severus seine Hand in dessen Hose gleiten ließ und fest sein Glied umschloss, während seine Lippen sich auf Harrys andere Brustwarze legten. Sein Atem wurde immer unregelmäßiger, als der ältere Mann sich weiterhin nach unten küsste und dabei seine Erregung streichelte.
Gespannt hielt Harry den Atem an, als die Hand um sein Glied verschwand und Severus ihm seine Hose, samt Boxershorts von den Hüften schob. Dann bäumte er sich auf, als sie Severus Mund über seine Erregung stülpte. Severus legte seien Hände auf Harrys Hüften und hielt ihn sanft, aber bestimmt am Boden, als er seine Zunge über die Spitze von Harrys Glied fahren ließ. Harry war in diesem Moment alles egal, solange nur dieser göttliche Mund nicht mit dem aufhörte, was er gerade tat.
„Das… das ist un-unglaublich… bitte, nicht… nicht aufhören", stöhnte er und Severus verstärkte seine Bemühungen. Er löste eine Hand von Harrys Hüfte und ließ sie zu dessen Eingang gleiten, den er sanft zu massieren begann, während sein Mund und seine Zunge weiterhin Harrys Glied verwöhnten. Für Harry war das alles zu viel. Diese Behandlung und die Gefühle, die unablässig von Severus kamen, ließen ihn über die Klippe springen. Severus lächelte, als er wieder zu ihm hinauf krabbelte und ihn in einen vernichtenden Kuss zog. Harry konnte sich selbst schmecken und spürte gleichzeitig, wie sich Severus' Erregung gegen ihn drückte.
Mit einer geschmeidigen Bewegung hatte er sie beide herumgedreht und lag nun auf dem Tränkemeister. Nun begann er, die eben erfahrene Behandlung zurückzugeben. Seine Küsse wanderten federleicht über Severus' Hals, dessen Brust und Bauch und als Harry dessen Glied aus seinem viel zu engen Gefängnis befreite, konnte er schon den ersten Lusttropfen erkennen, den er gierig mit seiner Zunge aufleckte. Severus stöhnte tief und männlich auf, als er seinen Mund über dessen Glied stülpte und begann, daran auf und ab zu fahren. Leicht stieß er in diese feuchte Höhle, doch Harry machte dies nichts aus, als er mit seiner Zunge langsam über dessen Spitze fuhr.
Es dauerte nicht lange und Harry war bereits wieder hart. Er verstärkte seine Bemühungen und entlockte damit dem älteren Mann ein noch lauteres Stöhnen, während unablässig dessen Gefühle auf ihn einströmten. Severus Stöhnen wurde immer lauten und plötzlich wurde Harrys Kopf leicht von dessen Händen angehoben. Fragend sah er nach oben in das schmunzelnde Gesicht des Tränkemeisters.
„Wenn du jetzt weiter machst, dann ist der ganze Spaß vorbei. Ich bin nicht mehr der Jüngste und ich weiß nicht, ob ich so schnell wieder bereit bin, weiter zu machen", sagte er, was Harry glucksen ließ, ehe sein strahlendes Gesicht plötzlich Überraschung zeigte. Severus hielt ihm eine Phiole entgegen und Harry wusste sofort, was er damit sagen wollte. Heute sollte er nicht derjenige sein, der unten lag. Mit leicht zittrigen Fingern griff er nach der Phiole, doch als Severus ihm leicht zunickte, verschwanden seine Zweifel und er entkorkte sie, um deren Inhalt großzügig in seinen Händen zu verteilen.
Es wäre das erste Mal für sie beide, dass Harry oben lag und der Gryffindor war leicht nervös, als seine Hände vorsichtig über Severus Eingang strichen, der seine Beine leicht für ihn gespreizt hatte. Als Harry nach ein paar Sekunden einen Finger in das enge Loch gleiten ließ, presste Severus kurz seine Augen zusammen und Harry konnte durch die Verbindung den leichten Schmerz spüren, den er verursacht hatte, doch schon bald konnte er spüren, wie Severus sich entspannte und begann den Finger in ihm zu genießen. Auch für Severus würde es hier und jetzt ein erstes Mal geben, das wusste Harry und umso langsamer und behutsamer begann er den Mann unter ihm vorzubereiten, indem er erst einen zweiten und später auch einen dritten Finger hinzufügte, mit denen er immer wieder über dessen Prostata strich, was Severus ein tiefes Stöhnen entlockte.
Harry zog seine Finger zurück und positionierte sich zwischen den nun weit gespreizten Beinen des älteren Mannes. Noch einmal sah er ihm in die Augen und als er darin nichts anderes als Liebe erkennen konnte und eine weitere Welle von Severus Gefühlen ihn durchfuhr, begann er langsam, Millimeter für Millimeter, in ihn einzudringen. Harry achtete ganz genau darauf, ob er Severus wehtun würde, doch als er bemerkte, dass dem nicht so war, versenkte er sich die restlichen paar Zentimeter mit einem glatten Stoß. Severus bäumte sich auf, als er dabei genau dessen Prostata traf und nun gab es für Harry kein Halten mehr. Zu gut war dieses Gefühl, dass er noch nie erlebt hatte und er begann sich mit tiefen und festen Stößen in dem anderen Mann zu versenken.
Er hörte nicht auf, in ihn zu stoßen, als er sich hinunter beugte und Severus' Lippen zu einem hungrigen Kuss einfing, der ihrer beider Stöhnen verschluckte, während Severus seine Beine um Harrys Hüften legte, damit er ihn noch tiefer in sich spüren konnte. Sie lösten den Kuss und Harry richtete sich wieder auf, um nun noch schneller und härter zuzustoßen. Er bemerkte, dass er nicht mehr lange brauchen würde und wie auch Severus immer enger um ihn herum wurde. Als er ein letztes Mal tief und fest zustieß, erreichte er gemeinsam mit Severus seinen Höhepunkt, während er laut dessen Namen rief. Erschöpft und absolut glücklich ließ er sich wieder auf den Tränkemeister sinken und beide versanken in einem liebevollen und zärtlichen Kuss, ehe Harry sich aus ihm zurückzog und sie beide aneinander gekuschelt vor dem Kamin einschliefen.
