endlich hab ich ein neues chap für euch -seufz-
ich weiß, dass es im moment immer ein wenig länger dauert, aber ich komme einfach zu nichts… trotzdem will ich mich bemühen, euch jede woche ein chap zu bringen -ganz fest versprech-
ein fettes danke an alle, die diese geschichte lesen und mir auch noch einen kommi hinterlassen… ich liebe euch
gebatet wurde dieses chap wie immer von der wundervollen SnapesWife
knuddels
nerventod
oooooooooo
49. Neue Visionen
Drei Wochen. Drei Wochen waren sie schon hier und Harry plagte ein wenig das schlechte Gewissen. Seit über einer Woche hatte die Schule wieder begonnen und Severus und er waren nicht nach Hogwarts zurückgekehrt. Silvester war wundervoll gewesen. Maya hatte ein fantastisches Essen zubereitet und Mitternacht hatte er mit Severus vor dem Haus gestanden und dem Feuerwerk zugesehen, das von dem unweit entfernten Dorf zu sehen gewesen war.
Dennoch machte sich Harry Sorgen. Ron und Hermine wussten nicht, wo er war und er fand es ihnen gegenüber nicht fair, dass er einfach so verschwunden war. Severus fand es zu gefährlich, ihnen eine Nachricht zukommen zu lassen, doch irgendwie hatte Harry das Gefühl, dass sie in einer Sackgasse angekommen waren. Sie konnten sich doch nicht ewig hier verstecken. Auch wenn Severus glaubte, Harry würde es nicht bemerken, so hatte er doch bemerkt, dass auch der Tränkemeister unruhiger war, als sonst. Gleichzeitig aber konnte Harry auch sehen, wie sehr Severus es genoss, Zeit mit Maya zu verbringen. Die beiden konnten stundenlang miteinander reden und alles um sie herum vergessen.
Aber Harry hatte nicht nur ein schlechtes Gewissen wegen Ron und Hermine, auch etwas anderes nagte an seinem Gewissen. Seit mehreren Nächten plagten ihn erneut Visionen, schreckliche Visionen. Irgendetwas war im Gange, soviel wusste Harry, aber er hatte noch nicht herausbekommen können, was genau es war. Jedes Mal, wenn er in den letzten Nächten eine Vision hatte, fand er sich auf einer Versammlung der Todesser wieder. Voldemort plante irgendetwas Großes, soviel wusste Harry schon, aber was genau es war, konnte er noch nicht sagen.
Harry hatte allerdings eine ungefähre Ahnung, wohin die ganzen Versammlungen führten. Voldemort zog seine Truppen zusammen, was nur bedeuten konnte, dass er in Kürze einen Kampf plante, einen, der wohl einen großen Schritt dahin machen sollte, den Krieg zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die Frage war nur, wo er zuschlagen wollte. Für Harry war soviel klar, dass er versuchen musste, herauszubekommen, wo genau Voldemort zuschlagen wollte, um die Leute im Notfall warnen zu können. Gleichzeitig wollte er es aber auch vor Severus geheim halten, damit der die Vision nicht unterband.
In gewisser Weise war Harry ruhelos, seit die Visionen begonnen hatten. Oft hatte Severus ihn gefragt, was los sei, doch er hatte es immer wieder geschafft, eine Ausrede zu erfinden und bemühte sich umso mehr, sich nichts mehr anmerken zu lassen. Die Frage war nur, ob der Tränkemeister ihm helfen würde, wenn er wüsste, wo der Kampf stattfinden sollte.
Gespannt lauschte Harry dem ruhigen Atem neben ihm. Dort schlief Severus tief und fest. Auch Harry war eigentlich müde, doch die Nervosität darüber, vielleicht heute Nacht zu erfahren, was er wissen musste, ließ ihn einfach nicht einschlafen. Schon seit zwei Tagen hatte er diese Schwierigkeiten, doch auch hier hatte er versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Aber er musste jetzt langsam schlafen, wollte er wieder eine Vision haben. Immerhin konnte das vielleicht hunderten von Menschen das Leben retten.
Letztendlich waren es Severus' ruhige, gleichmäßige Atemgeräusche, die ihm schließlich die notwendige Ruhe gaben, um einzuschlafen zu können. Und es dauerte auch nicht lange, bis Harry eine erneute Vision hatte, die ihm Antworten auf seine Fragen geben sollte.
Er fand sich in einem dunklen Raum wieder. Fackeln beleuchteten diesen Ort nur spärlich und gaben ihm so eine nur noch düsterere Atmosphäre. Würde der Raum Harry nicht an ein feuchtes Kellergewölbe erinnern, würde er meinen, dass es sich hier um einen Thronsaal handelte, denn er saß auf einem riesigen, komfortablen Sessel an einem Ende des Raumes und schaute dunkel auf die Tür an der gegenüberliegenden Wand. Er war ungeduldig und wartete darauf, dass sie sich endlich öffnen und er die Nachrichten erhalten würde, auf die er wartete.
Ungeduldig tippten die langen, spinnenartigen Finger auf die Lehne des Sessels. Er wartete hier schon viel zu lange, doch endlich klopfte es an der Tür und kurz darauf betraten fünf Gestalten in langen, schwarzen Roben und hellen Masken den Raum. Sie gingen auf direktem Weg auf ihn zu und verbeugten sich tief, ehe einer der Männer vortrat. Er verneigte sich erneut und Harry konnte an der stolzen Haltung und den blonden Haaren, die an den Seiten der Kapuze zu sehen waren, erkennen, dass es sich um Lucius Malfoy handelt.
„Lucius, mein treuer Anhänger", zischte Harry. „Ist alles nach meinen Wünschen vorbereitet?"
„Ja, MyLord", neigte Lucius leicht den Kopf. „Mein Sohn hat mich darüber informiert, dass er bereit ist. Wenn wir morgen Abend angreifen werden, wird er die anderen ebenfalls in die Schlacht führen. Sie werden uns einen schnellen Sieg ermöglichen."
„Es ist besser, wenn dein Sohn nicht versagt, Lucius. Ich werde dich zur Verantwortung ziehen, sollte er seinen Auftrag nicht erledigen können", zischte Harry und beobachtete seinen Gegenüber genau.
„Das wird nicht geschehen, MyLord. Draco brennt darauf, Euch beweisen zu können, dass er würdig ist, in Eure Reihen aufgenommen zu werden. Wir werden morgen einen großen Sieg erringen", erwiderte das Oberhaupt der Malfoy-Familie, ohne die Spur eines Zweifels. Harry war sehr zufrieden mit ihm. Er nickte dem Mann zu, der sich daraufhin erneut verneigte und wieder zurück zu den anderen trat.
„Bellatrix, habt ihr Potter und den Verräter gefunden?", fragte Harry nun und schaute die einzige Frau in der Runde an. Wie zuvor Lucius, trat sie nach vorne und verbeugte sich tief.
„MyLord, es gibt immer noch kein Zeichen von ihnen. Warstick wird sich sofort bei mir persönlich melden, sollte ihre magische Signatur irgendwo auftauchen, aber noch verstecken sich die Feiglinge", spie sie.
Harry stand von seinem Platz auf und ging auf die stolze Frau zu. Er war, gelinde gesagt, verärgert darüber, dass keiner es schaffte, diese beiden ausfindig zu machen. Er wollte sie unbedingt in seine Finge bekommen. Hinzu kamen die Zweifel, die er hatte, seitdem er entdeckt hatte, dass er all die Jahre einen Spion in seinem inneren Kreis seiner Anhänger gehabt hatte. Das war einer der Gründe, warum er in den letzten Tagen viele seine Anhänger befragt undsie gefoltert hatte. Er musste sicher sein, dass sich kein weiterer Spion unter ihnen befand. Erst nachdem er sich sicher war, nur von treuen Gefolgsleuten umgeben zu sein, hatte er ihnen seinen Plan verraten. Alle anderen, die ihn dabei morgen Abend unterstützen würden, würden erst im letzten Moment erfahren, wo die Schlacht stattfinden würde.
Die Hände auf dem Rücken verschränkt, schritt er die fünf zu. Bellatrix verneigte sich noch einmal und trat dann zu ihrem Platz, neben ihren Ehemann zurück. „Morgen Abend, bei Sonnenuntergang, werdet ihr mit den euch zugeteilten Truppen vor die Tore von Hogwarts apparieren. Zweifellos wird sich uns der alte Narr entgegenstellen, wenn seine ach so geliebten Schüler in Gefahr sind. Morgen Abend werden wir diesem lächerlichen Orden den Kopf abschlagen", zischte Harry.
„Lucius", wand er sich danach an den blonden Zauberer. „Du wirst mir den Weasley-Jungen und das Schlammblut bringen. Wir werden sehen, ob Potter sich weiterhin verstecken wird, wenn seine Freund in Gefahr sind. Wenn ich Dumbledore und Potter vernichtet habe, wird alles andere ein Kindespiel und schon bald werden wir über die Zaubererwelt herrschen und sie von all dem Abschaum befreien."
Keiner der Anwesenden erwiderte etwas darauf, ihre Blicke waren jedoch ehrfürchtig auf ihren Meister gerichtet. Ja, sie waren ihm treu ergeben und würden morgen jeden töten, der auch nur den leichtesten Verdacht erweckte, nicht auf ihrer Seite zu stehen. Morgen Abend würde er einen entscheidenden Schlag gegen die andere Seite machen und niemand würde ihn dann noch aufhalten können. Er lachte kalt auf. Endlich war es an der Zeit, diesen Krieg zu seinen Gunsten beenden zu können. Morgen.
Harry schlug entsetzt die Augen auf. Seine Narbe schmerzte und er versuchte, so leise wie möglich gegen den Schmerz, der von ihr ausging, zu atmen. Severus schlief noch immer, doch Harry wusste, dass er einen recht leichten Schlaf hatte. Er brauchte jetzt dringend ein paar Minuten, um über das eben Gesehen nachdenken zu können. Nur langsam ebbte der Schmerz ab, doch schon bald war es nur noch ein unangenehmes Pochen und Harry atmete erleichtert aus.
Noch einmal ging Harry alles durch, was er gerade gesehen hatte. Voldemort würde morgen mit seinen Anhängern Hogwarts überfallen, um Dumbledore zu töten und an Ron und Hermine zu kommen. Er musste dringend zu ihnen zurück und sie warnen. Das durfte nicht passieren. Aber wie sollte er Severus davon überzeugen? Ein einfaches ‚Wir müssen zurück' würde sicher nicht reichen, dafür hatte der Tränkemeister viel zu viel getan, um sie hier her zu bringen, damit sie in Sicherheit waren. Sicher würde er es Harry gestatten, Dumbledore durch einen Brief zu warnen, aber im Grunde genommen reichte das dem Gryffindor nicht. Er wollte in Hogwarts sein und sie beschützen.
Irgendwie musste er Severus also dazu bringen, dass er ihn nach Hogwarts brachte. Aber das war leichter gesagt, als getan. Der Tränkemeister wollte ihn beschützen und dafür war Harry ihm auch zutiefst dankbar, aber er wollte bei seinen Freunden sein. Er wollte nicht, dass ihnen etwas passierte, weil er sich versteckt hielt. Harry fiel er schwer, das zuzugeben, doch es gab im Grunde nur einen Weg, wie er es schaffen konnte, dass Severus das tat, was er wollte. Er wusste, dass der Tränkemeister ihm das wahrscheinlich nicht verzeihen konnte, doch Harry durfte hier einfach nicht nur an sich selbst denken.
Leise schlich Harry sich aus dem Bett und schnappte sich seine Sachen und seinen Zauberstab, ehe er auf Zehenspitzen aus dem Zimmer schlich. So sanft wie möglich schloss er die Tür hinter sich und verharrte kurz, während er angestrengt lauschte, ob Severus sich regte. Als es ruhig blieb, ging er in das Badezimmer, um sich dort anzuziehen. Danach führten ihn seine Schritte hinunter zu Tür. Draußen war es noch stockdunkel und eisig kalt, doch Harry schlang seinen Umhang nur ein wenig fester um sich und verschwand nach draußen.
oooooooooo
Es wurde gerade hell, als Severus erwachte. Er wusste nicht wieso, aber beinahe sofort beschlich ihn ein ungutes Gefühl. Sein Blick wanderte neben sich zu dem Platz, an dem eigentlich Harry liegen müsste, doch der war leer. Mit seiner Hand fuhr er über die Stelle, an der er eigentlich hatte liegen müssen. Sie war kalt. Harry musste also schon eine ganze Weile aufgestanden sein.
Seinem inneren Gefühl folgend, stand der Tränkemeister rasch auf und zog sich an, ehe er aus der Tür und nach unten stürmte. Wo, zum Teufel, war Harry? Er hörte, wie jemand in der Küche hantierte und ging schnellen Schrittes dort hinein, nur um dort Maya vorzufinden, die das Frühstück vorbereitete.
„Hast du Harry gesehen?", fragte Severus.
Erschrocken fuhr Maya herum. „Himmel, Severus, erschreck mich nicht so", keuchte sie, wurde aber sofort wieder ernst, als sie den besorgten Gesichtsausdruck des Tränkemeisters sah. „Ist er nicht oben, bei dir?"
„Würde ich fragen, wenn es so wäre?", schnappte Severus verärger, ehe er ruhig durchatmete. „Entschuldige", fuhr er ruhiger fort. „Harry muss schon eine ganze Weile auf sein und ich habe ein ungutes Gefühl. Er hat in den letzten Tagen verändert gewirkt."
„Ich weiß, was du meinst", entgegnete Maya. „Aber ich habe den Jungen noch nicht gesehen. Vielleicht ist er nur ein wenig spazieren gegangen, weil er nicht mehr schlafen konnte. Warum siehst du nicht draußen nach ihm, während ich im Gewächshaus nachsehe."
Severus nickte knapp und war schon fast aus der Küche, ehe sie überhaupt ihren Satz beenden konnte. Im Vorbeigehen schnappte er sich seinen Mantel vom Haken im Flur und öffnete die Tür. Erleichterung durchflutete ihn, als er keine zehn Meter von dem Haus entfernt Harry stehen sehen konnte. Aber was machte der Gryffindor hier draußen? Auch wenn sich der Januar von seiner besten Seite zeigte und erste Sonnenstrahlen über dem Horizont zu sehen waren, war es doch bitterkalt.
Severus zog die Tür hinter sich zu und ging geradewegs auf Harry zu. Der hatte seine Arme um sich geschlungen, um sich ein wenig vor der Kälte zu schützen und starrte in den Himmel hinauf. „Was tust du hier?", fragte Severus ruhig, als er bei ihm angekommen war.
„Ich schaue mir den Sonnenaufgang an", erwiderte Harry leise und leicht zittrig.
Erst jetzt konnte der Tränkemeister erkennen, dass Harry leicht zitterte. Er trat von hinten an den Schwarzhaarigen heran und schlang seinen Mantel so gut es ging, mit um Harry, um ihm ein wenig Wärme zu geben. „Wie lange bist du schon hier?", fragte er stirnrunzelnd, als er bemerkte, wie kalt Harry war.
„Ich weiß es nicht genau", seufzte Harry und lehnte sich in die Umarmung. Danach herrschte eine merkwürdige Stille zwischen ihnen. Severus wusste, dass Harry irgendetwas hatte, wusste aber nicht, ob er wissen wollte, was es war. Harry währenddessen sammelte all seine Kraft, die er hatte, um gleich das zu tun, was er sich vorgenommen hatte. Er genoss die Umarmung und er wollte sie noch ein wenig ausnutzen. Er wusste nicht, ob er noch einmal von Severus so umarmt werden würde, wenn er getan hatte, zu was er sich entschlossen hatte.
Fünf lange Minuten vergingen, ehe Harry sich aus der Umarmung löste und einen Schritt nach vorne trat. Noch einmal atmete er tief durch, ehe er sich zu Severus umdrehte und ihn mit entschlossenem Blick anschaute. „Wir müssen zurück", sagte er schließlich.
„Nein", entgegnete Severus sofort.
„Wir haben keine andere Wahl. Voldemort wird heute bei Sonnenuntergang Hogwarts angreifen. Er will Dumbledore töten und er will Ron und Hermine. Wir müssen zurück und sie warnen", erklärte Harry eindringlich.
„Wir können ihn warnen, aber wir werden nicht zurückgehen", sagte Severus fest und funkelte Harry an.
„Wie willst du ihm denn Bescheid geben? Wir haben hier keine Eule", erwiderte Harry ebenso fest.
„Ich werde mir etwas einfallen lassen", sagte der Tränkemeister.
„Das genügt mir nicht", entgegnete der Gryffindor. „Wir müssen sie so schnell wie möglich warnen und ich will ihnen helfen, Severus. Wo ist Maya?"
Vollkommen verblüfft von der plötzlichen Frage, zog Severus eine Augenbraue nach oben. „Sie ist im Haus", antwortete er und leichte Verwirrung war in seiner Stimme zu hören.
„Dann sollten wir sie jetzt besser schnell zu uns holen", sagte Harry.
„Weshalb?", fragte Severus misstrauisch, doch er konnte nur zusehen, wie Harry plötzlich seinen Zauberstab in der Hand hatte und ihn in Richtung Himmel hielt. Kurz darauf entsprang ein silbernen Hirsch seinem Zauberstab und verschwand im dem ruhigen, blauen Himmel, um eine Nachricht zu Dumbledore zu bringen.
In Windeseile hatte Severus seinen eigenen Zauberstab gezogen, während er mit der anderen Hand blitzschnell Harrys Arm packte. „Du verdammter Idiot. Ich habe dir doch gesagt, dass wir nicht zaubern dürfen", zischte er bedrohlich.
Harry jedoch blickte ihm nur ruhig entgegen. „Ich weiß das. Aber es ist der einzige Weg, dich dazu zu bringen, dass wir von hier verschwinden. Es gibt jetzt nur einen Ort, an dem wir für den Moment sicher sind", sagte er und er hatte für einen kurzen, sehr kurzen Moment, das Gefühl, als würde Severus vor Wut explodieren. Allerdings kam es nicht dazu, den im nächsten Moment kündigten an die zwanzig ‚Plopps' an, dass sie nicht mehr alleine waren.
