Titel: Time to say Goodbye
Autor: Ayu
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry Potter, Draco Malfoy, Ronald Weasley, Hermione Granger
Tabelle: 1
Thema: #07 ~ Hung up (Madonna)
Word Count: 1.423 (Ohne Songtext)
Rating: PG-15
Disclaimer: Harry Potter gehört J. und wird auch nie mir gehören, ebenso wie das Lied „Hung up" von Madonna ist und ich erhebe auf beides keinen Anspruch. Ich verdiene hiermit kein Geld!
Anmerkung: Ich gebe gleich zu bedenken, dass ich nicht den ganzen Text genommen hab, also nicht wundern XD Und ja, dass mit den Telefonen ist vielleicht etwas unlogisch, aber es musste einfach sein. Plot Device, Mr. Frodo, Plot Device!
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Every little thing that you say or do
I'm hung up
I'm hanging up on you
Waiting for your call
Every night and day
I'm fed up
I'm tired of waiting on you
Es war wieder eine der Nächte in denen Draco nichts von sich hören und sehen ließ und langsam aber sicher musste Harry zugeben, dass er genug hatte. Der ehemalige Slytherin schien zu denken, dass er kommen und gehen konnte wie es ihm beliebte. Manchmal blieb er tagelang weg, ließ kein Wort von sich hören nur um nach Hause zu kommen und nach Sex und fremdem Parfüm zu riechen. Scheinbar war es ihm vollkommen egal, was Harry dazu dachte, oder wie er sich dabei fühlte. Aber so war es schon immer zwischen ihnen gewesen. Draco hatte eine Art Beziehung zu ihm, von der niemand etwas wissen durfte, weil es seinen Ruf schädigen konnte und schlief gleichzeitig mit allem, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Harry wusste selbst nicht, wieso er sich das eigentlich antat, aber irgendwie kam es ihm fast so vor, als hätte er sich daran gewöhnt. Und auch wenn ihm jedes Mal das Herz blutete, wenn sein Partner nach Hause kam und es deutlich war, dass er sich mit jemand anderem vergnügt hatte, so schwieg der dunkelhaarige Mann sich doch aus.
Wie oft hatte er dem Blonden nun schon gesagt, dass er ihn liebte und keine Antwort erhalten? Wie oft hatte er schon neben ihm gelegen und lautlos geweint, weil er wusste, dass der andere niemals dasselbe empfinden würde wie er? Er wusste es nicht mehr. Unzählige Nächte hatte er wach gelegen in der Hoffnung, dass Draco doch noch durch die Tür ihrer gemeinsamen Wohnung kommen würde und die Nacht bei ihm anstatt bei einer seiner vielen Liebschaften verbringen würde. Doch tief in seinem Innersten wusste Harry, dass dies vergebene Liebesmüh war. Draco würde sich niemals ändern und so lange er mit ihm zusammen bleiben würden, würde er ihm immer wieder das Herz raus reißen so lange, bis es einfach nicht mehr zurück wollte und er einfach nur noch wie eine leere Hülle alles über sich ergehen lassen würde, so lange der Blonde nur bei ihm blieb. Aber so wollte er nun wirklich nicht enden.
Time goes by so slowly for those who wait
No time to hesitate
Those who run seem to have all the fun
I'm caught up
I don't know what to do
Harry wusste wirklich nicht mehr, wann er das letzte mal wirklich frei von Sorgen gewesen war. Wann er sich keine Gedanken über die Beziehung machte, die ihn und Draco Malfoy verband. Vermutlich hätte er es direkt wissen sollen. Harry Potter und Draco Malfoy, das konnte einfach nichts geben. Jemand der nicht einmal bereit war sich vollends ihm zu widmen. Jemand der zu sehr auf seinen Ruf bedacht war, als auch nur daran zu denken zu ihm zu stehen. Nein so etwas wollte Harry nicht mehr und egal wie sehr er sich auch in den ehemaligen Slytherin verliebt hatte, nichts schien den Schmerz mehr zu rechtfertigen der sich in seine Seele gebrannt hatte. Seine Freunde hatten den Gryffindor schon für verrückt gehalten, als er ihnen nur mitteilte, dass er sich mit ihm angefreundet hatte. Hätte er ihnen gesagt, dass sie beide eigentlich viel mehr verband hätten sie es ihm vermutlich nicht einmal geglaubt, aber manchmal wünschte er sich nichts mehr als es ihnen einfach zu sagen in der Hoffnung, dass sie ihn zur Vernunft bringen konnten. Harry wusste, dass sie Schwierigkeiten haben würden es zu akzeptieren, aber trotz allem hatte er immer gehofft, dass sollte er es ihnen sagen, das sie ihn zumindest versuchen würden zu verstehen. Mit einem konnte er sich auf jeden Fall sicher sein, sie würden versuchen ihn aus dieser Situation zu kriegen, denn zumindest Hermione und Ron würden niemals zusehen wollen, dass er so litt. Bei ihren letzten Treffen hatten die frisch verheirateten ihm bereits immer besorgte Blicke zugeworfen und an diesem Tag hatte er sich eigentlich gut gefühlt, da Draco am Abend vorher bei ihm gewesen war. Doch vielleicht sollte ihm gerade das zu denken geben.
Every little thing that you say or do
I'm hung up
I'm hanging up on you
Every night and day
I'm fed up
I'm tired of waiting on you
Seufzend blickte der Dunkelhaarige auf seine Koffer, die halb gepackt vor ihm lagen. Es war ihm nicht leicht gefallen diese Entscheidung zu treffen, doch ihm war ein für alle mal bewusst geworden, dass er so nicht mehr weiter leben wollte. Und so würde er heute einen Schlussstrich ziehen, einfach seine Sachen packen und gehen. Er konnte nicht sagen, dass er niemals auf diese Zeit zurück blicken würde, doch Harry hatte sich fest vorgenommen sich nicht noch einmal auf Draco einzulassen, komme was wolle. Was er tun würde, wäre seine Sachen nehmen, als aller erstes zu Ron und Hermione zu gehen und ihnen alles zu erklären, sich bei ihnen zu entschuldigen, dass er es ihnen nicht eher gesagt hatte und sich dann eine eigene kleine Wohnung zu suchen in der er den neuen Abschnitt seines Lebens – ein Leben ohne Draco Malfoy – einleiten würde und einfach nur versuchen würde glücklich zu werden.
Als schließlich auf die letzten Sachen in seinen Koffern verstaut waren, verkleinerte er sie und steckte sie sich in die Tasche, ehe er sich ein letztes Mal umsah. Sein Herz wurde ihm schwer, als er an die vielen schönen Momente in diesen Räumen dachte, doch wie schön es auch gewesen sein mochte den Schmerz, den er hier empfunden hatte konnte es bei weitem nicht lindern. Und so ging er zu einem der wenigen gemeinsamen Bilder von sich und Draco, welches auf ihrem Nachttisch stand und betrachtete es noch einmal eingehend, ehe er es umklappte. Diese Zeit war vorbei und nach allem was passiert war würde er sie wohl auch nicht allzu sehr vermissen.
Ohne noch einmal zurück zu blicken verließ er schließlich die Wohnung und machte sich auf den Weg zu seinen Besten Freunden. Er hatte einiges zu erklären.
Ring, ring, ring goes the telephone
The lights are on but there's no-one home
Tick tick tock it's a quarter to two
And I'm done
I'm hangin' up on you
Der Tag war bereits im vollen Gange, als das Klingeln seines Handys ihn aus seinen Gedanken riss. Im ersten Moment überlegte Harry es einfach zu ignorieren und sich weiter auf seine Arbeit zu konzentrieren, doch schließlich hob er doch ab nur um es im nächsten Moment zu bereuen nicht vorher auf das Display geguckt zu haben. Denn kaum hatte er abgehoben, war es Dracos aufgeregte Stimme, die ihn empfing.
„Harry? Ist alles in Ordnung? Wo bist du? Wieso sind deine Sachen weg? Fährst du weg?…"
Immer weitere Fragen wurden gestellt und für den Moment konnte Harry nichts anderes als schweigend und vollkommen überrascht zuzuhören, was sein ehemaliger Partner zu sagen hatte. Die Sorge, die sich deutlich in Dracos Stimme abzeichnete machte es ihm nicht leichter zu sagen, was er zu sagen hatte, doch er wollte nicht noch einmal den selben Fehler begehen, der ihn überhaupt erst in diese Situation gebracht hatte. Nervös und nicht wissend was er sagen oder tun sollte, tat er einfach das erste was ihm in den Sinn kam: Er legte auf.
Im nachhinein tat es ihm schon fast Leid, als er auf sein Handy starrte, aber er musste sich erst einmal sammeln. Ihm war klar gewesen, dass er sich irgendwann noch einmal mit Draco auseinander setzen musste, doch er hatte eigentlich gehofft, dass es etwas länger dauern würde. Wenn er ehrlich mit sich war, hatte er schon fast damit gerechnet, dass der Blonde nicht einmal merken würde, dass er wirklich weg war oder es ihn einfach nicht interessieren würde. Immerhin hatte er ja seine anderen Liebchen.
I can't keep on waiting for you
I know that you're still hesitating
Don't cry for me
'cause I'll find my way
You'll wake up one day
But it'll be too late
Es dauerte schließlich auch nicht sehr lange, bis sein Handy erneut klingelte. Noch einmal tief durchatmend und sich innerlich auf das vorbereitend was er zu sagen hatte, hob er erneut ab nur um gleich wieder mir Fragen überhäuft zu werden.
„Draco!" mahnte er seinen ehemaligen Partner schließlich und war überrascht, wie kühl und distanziert seine Stimme klang. Und anscheinend war auch Draco überrascht, denn sofort wurde es am anderen Ende der Leitung still. „Hör zu, es geht mir gut. Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich so gut wie schon lange nicht mehr. Und nein, ich fahre weder weg, noch ist irgendetwas furchtbares passiert. Allerdings werde ich auch nicht mehr zurück kommen. Ich bin es Leid auf dich zu warten Draco. Ich habe nun über zwei Jahre still zugesehen, wie du mich betrügst und immer gehofft, dass du es irgendwann lassen würdest. Ich habe immer geglaubt, du würdest irgendwann merken wie viel du mir bedeutet hast und teilweise auch immer noch bedeutest, doch das hast du nicht. Ich habe lange genug auf dich gewartet Draco. Und jetzt ist es vorbei. Ich kann und will so nicht mehr mit dir Leben und ich glaube, nein ich weiß, dass es das beste ist, wenn wir ab sofort getrennte Wege gehen. Ich bitte dich das zu akzeptieren. Leb wohl, Draco!"
Als er nun erneut auflegte und sich zurück lehnte wusste er das es vorbei war. Doch ihm wurde schmerzlich bewusst, dass ihn das Schluchzen, welches vom anderen Ende der Leitung zu ihm vorgedrungen war, noch einige Zeit verfolgen würde.
Waiting for your call (Waiting for your call)
I'm fed up
I'm tired of waiting on you
