Titel: Dear Harry,...
Autor: Ayu
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry Potter, Sirius Black
Tabelle: 1
Thema: #10 ~ Starseed (Exilia)
Word Count: 867 (ohne Songtext)
Rating: PG-13
Disclaimer: Harry Potter gehört J. und wird auch nie mir gehören, ebenso wie das Lied „Starseed" von Exilia ist und ich erhebe auf beides keinen Anspruch. Ich verdiene hiermit kein Geld!
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break the rules and I'm alone
Intoxicated by your sacred words
And I'm nothing,
She took that step she never knew
No dreams came true and now she is gone
And I'm nothing, I'm nothing can do nothing in this tragedy
Wenn du diese Zeilen liest, dann werde ich nicht mehr bei dir sein können. Aber ich möchte, dass du weißt, dass ich dich liebe. Auch wenn wir uns nicht oft sehen konnten gab es doch nie einen Tag an dem ich nicht an dich gedacht habe. Ich hoffe inständig, dass ich nicht gehen musste, ehe ich mein Versprechen wahr machen konnte und dich zu mir geholt habe, weg von deinen Verwandten.
Ich weiß, dass es dir manchmal vermutlich so vor kam, als wollte ich dir nur nahe sein, weil du mich an deine Eltern erinnert hast und vielleicht war es auch zu einem gewissen Teil so, doch du selbst hast mein Herz erwärmt und mir gezeigt, dass es noch mehr gibt, für das es sich zu leben lohnt. Du warst wie ein Sohn für mich und ich wünschte wirklich wir hätten mehr Zeit miteinander verbringen können. All die Jahre vergeudet in Azkaban in denen du alleine gegen unzählige Gefahren kämpfen musstest, bei Verwandten lebtest, die dich nicht liebten. Ich fühle mich schuldig. Ich hätte mich damals nicht von meinem Ärger leiten, sondern mich lieber um dich kümmern sollen. Doch ich habe es nicht getan und wir wissen beide wohin mich das geführt hat. Aber lass uns nicht weiter darüber reden. Der Grund, wieso ich dir diesen Brief schreibe ist simpel. Ich möchte nicht, dass du dir Vorwürfe machtst.
Du machst dir immer so viele Gedanken um die Personen, die dir nahe stehen. Eine sehr gute Eigenschaft, doch glaube bitte nicht, dass es immer deine Schuld ist wenn jemandem etwas passiert. Oftmals haben die Personen sogar eine Chance und wenn sie dann ihr Leben für deines einsetzen, dnan tun sie dies weil du ihnen viel bedeutest und sie nicht wollen das du stirbst. Denk nur an deine Mutter. Sie und dein Vater haben dich vergöttert. Lily wollte immer Kinder haben und als du dann auf die Welt kamst konnte jeder sehen, dass sie alles tun würde um dich zu schützen. Und so war es auch. Sie hätte niemals zulassen können, dass dir etwas geschieht. Sie wäre selbst daran gestorben und so hat sie den Schritt gemacht und dich geschützt, denn ihre Liebe für dich war einfach unermesslich. Ich denke, dass sie dich bestimmt von wo auch immer sie jetzt sein mag weiter beschützt. Sie wäre sicher Stolz zu sehen, dass du nicht vor deinem Schicksal davon läufst, sondern dich ihm lieber stellst. Ich war auf jeden Fall stolz auf dich…
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Ziellos irrte Harry durch die Straßen Little Whinging. Den Regen, der nun schon seit Stunden unaufhörlich vom Himmel prasselte nahm er schon lange nicht mehr war, ebenso wie die Kälte die sich in jeder Faser seines Körpers ausgebreitet hatte. Seine Gedanken rasten und egal was er tat, er schien sich einfach nicht beruhigen zu können. Sirius war tot und es war seine Schuld. Wäre er besser, hätte er mehr gearbeitet, dann hätte er diese Vision niemals bekommen und dann wären sie auch nicht ins Ministerium gereist und Sirius hätte nicht sterben müssen. Wieso hatte er es nur nicht verhindern können?
Der Schmerz des Verlustes, welcher sich in seiner Brust ausgebreitet hatte, trieb ihn in den Wahnsinn. Er wollte doch einfach nur noch Sirius zurück. Er wollte nicht, dass weitere Menschen wegen ihm sterben mussten. Was machte er nur immer falsch, dass die Personen die ihm etwas bedeuteten starben? Harry konnte es einfach nicht sagen und erneut wurde ihm schmerzlich bewusst, dass Sirius fort war. Er hatte ihn immer wieder aufbauen können. Manchmal war es nur ein einfaches Lächeln, manchmal ein paar aufbauende Worte, aber er hatte ihm immer ein gutes Gefühl gegeben. Natürlich hatte Harry sich auch oft Sorgen gemacht, dass ihm etwas passieren konnte, vor allem wenn man bedachte, dass das Ministerium nach ihm suchte. Aber Sirius hatte es immer geschafft unentdeckt zu bleiben. Bis zu jenem verhängnisvollen Tag.
Harry wusste, dass Sirius es wohl nicht wollen würde, das er sich Vorwürfe für das machte, was geschehen war, doch er konnte nicht anders. Der schwarzhaarige Junge hatte das Gefühl alles verloren zu haben und nun vollkommen alleine in der großen weiten Welt zu sein. Sicher, er hatte noch seine Freunden, doch konnten sie ihn verstehen? Wohl eher nicht. Sie hatten ihre Familien zu Hause, die sie liebten und sich auf sie freuten und er hatte niemanden mehr. Aber trotz allem würde er weiter kämpfen, auch wenn es ihm schwer viel, denn Sirius hätte nicht gewollt, dass er aufgab. Und wenn er eben dies tun würde, würde es auch zu keiner Lösung führen. Nur zu noch mehr Unschuldigen, die durch Voldemorts Hand sterben mussten.
Seinen Blick gen Himmel richtend ließ er den Regen seine Tränen hinwegspülen. Die grünen Augen geschlossen und die Stille um sich herum in sich aufnehmend versuchte er seine Gedanken zu Ordnen und zu überlegen, was er tun sollte. Ein leichter Windhauch umschmiegte seinen Körper und Harry hatte fast das Gefühl sich in einer Umarmung zu befinden. Zum ersten Mal seit Tagen legte sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht, als er einen Beschluss fasste. Er würde weiter kämpfen, weil es das war was Sirius gewollt hätte. Und wenn er damit fertig war, wer wusste schon ob er ihn dann nicht wieder sehen würde.
Where are you,
No answer I'm lost in disaster
I cross myself and tell you
I'm nothing once again
I'm nothing once again
