Titel: No matter what they say
Autor: Ayu
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry Potter, Neville Longbottom
Tabelle: 1
Thema: #08 ~ Beautiful (Christina Aguilera)
Word Count: 1.186 (ohne Songtext)
Rating: PG-13
Disclaimer: Harry Potter gehört J. und wird auch nie mir gehören, ebenso wie das Lied „Beautiful" von Christina Aguilera ist und ich erhebe auf beides keinen Anspruch. Ich verdiene hiermit kein Geld!

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Every day is so wonderful
And suddenly, it's hard to breathe
Now and then, I get insecure
From all the pain, I'm so ashamed

Der Tag war eigentlich sehr gut verlaufen. Neville schien es so, als würde endlich einmal alles so funktionieren wie es sollte und seine gute Laune würde länger halten. Er hatte nun schon seit einiger Zeit keinen Brief mehr von seiner Großmutter bekommen in welchem sie ihm unterschwellig mitteilte, dass sie enttäuscht von ihm war. Neville hasste es so etwas zu lesen. Eigentlich wollte er nichts weiter als seine Familie Stolz machen, doch das war nun mal nicht einfach und wenn man immer nur zu hören bekam man könne es ja sowieso nicht, war das nicht unbedingt gut um das Selbstbewusstsein jener Person zu stärken. Der tollpatschige Junge wusste durchaus, dass einige seiner Klassenkammeraden sich über ihn lustig machten, doch er versuchtes es einfach zu ignorieren und alles zu tun was er konnte um vielleicht irgendwann einmal sein Ziel zu erreichen. Was konnte er denn dafür, wenn er unter viel Stress nervös wurde und dann Fehler machte? Gut, vielleicht half es nicht sonderlich, wenn er sich immer wieder selbst vorhielt, dass er besser werden musste und sich unter Druck setzte.

Verstand denn keiner, dass es nicht einfach für ihn war? All diese Unfälle, missglückten Zauber? Vermutlich eher nicht. Einzig Harry schien manchmal gradewegs durch ihn hindurch zu blicken und dann legte sich ein leichtes, verständnisvolles Lächeln auf seine Lippen, was Neville jedes Mal zum grübeln brachte. Überhaupt schien der andere Junge immer zu wissen, was er sagen musste, damit es ihm besser ging. Alleine wenn er ihn gelobt hatte, als sie mit der DA trainiert hatten und er es endlich geschafft hatte, den Fluch richtig hinzubekommen. Neville hatte sich selten so glücklich gefühlt. Ihm war fast, als könnte der Dunkelhaarige genau sagen, was zu tun war um das Beste aus ihm heraus zu holen und ihn sehen zu lassen, dass er durchaus zu einigem in der Lage war.

Seit dem hatte Neville sich um einiges verbessert und er dankte Harry im Stillen dafür. Er war sich sicher, dass Harry es nicht wollen würde, wenn er sich wirklich bei ihm bedankte. Denn auch wenn der andere Junge ihm geholfen hatte, so würde er vermutlich doch darauf bestehen nur einen Anstoß gegeben zu haben. Das es eigentlich alleine Nevilles Arbeit war. Und auch wenn er Recht hatte, kam Neville nicht umher sich zu wundern, ob er es jemals so weit geschafft hätte, wenn er Harry nicht hätte.

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To all your friends, you're delirious
So consumed in all your doom
Trying hard to fill the emptiness
The pieces is gone left the puzzle undone
Is that the way it is

Neville war wirklich überrascht, dass heute eigentlich nichts passiert war, was ihn großartig in Verlegenheit hätte bringen können, wenn er mal davon absah, dass er Trevor mal wieder verloren hatte und ihn hatte suchen müssen. Doch alles in allem war er mit diesem Tag sehr zufrieden. Er fühlte sich einfach großartig und trotzdem hatte er das Gefühl, dass heute noch etwas geschehen würde. Was auch immer er versuchte er konnte einfach nicht sagen wieso er auf diese Idee kam. Der Gedanke hatte sich in ihm festgesetzt und ein seltsames Gefühl hatte von ihm Besitz ergriffen, auch wenn es das Glück nicht beeinträchtigen konnte.

Als er dann Nachts jedoch nicht einschlafen konnte, setzte er sich schließlich verwirrt auf und sah sich um. Das Erste, was Neville sofort ins Auge viel, war das Harry als einziger von ihnen nicht in seinem Bett lag. Verwirrt stand der braunhaarige Junge auf und beschloss nach ihm suchen zu gehen. Denn egal was manche Leute auch denken mochten, es war normalerweise nicht Harrys Art bis mitten in der Nacht wach zu bleiben, das bedeutete es war irgendetwas los. Was auch immer es sein mochte. Betend, dass Harry nicht wieder vorhatte irgendwelche Schulregeln zu brechen oder sich anderweitig in Gefahr zu begeben machte Neville sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum und war überrascht, was er dort zu Gesicht bekam.

An einem der Fenster des Raumes saß Harry in einem Sessel zusammen gerollt, den Blick starr nach draußen gerichtet. Und auch wenn der Raum nur vom schwachen Mondlicht erhellt wurde, konnte Neville eindeutig die Spuren der Tränen sehen die sich auf seinen Wangen abzeichneten.
Im ersten Moment unentschlossen ob er ihn alleine lassen sollte oder nicht ging er schließlich doch zu ihm hin und setzte sich schweigend ihm gegenüber. Neville wusste, dass Harry ihn bemerkt hatte auch wenn es keine deutlichen Anzeichen dafür gegeben hatte und aus Erfahrung war ihm bewusst, dass er am Besten einfach wartete bis Harry anfing zu sprechen. Und so saßen sie eine ganze Weile einfach nur schweigend da, ehe Harry seinen Blick vom Fenster abwandte und ihm genau in die Augen sah.
„Denkst du ich bin verrückt, Neville?" fragte er leise und sah ihn teils fragend, teils schon fast trotzig an. Der Angesprochene war einfach nur sprachlos. Wie kam Harry nur auf solche Ideen? Doch dann vielen ihm die Gespräche ein, die er in der letzten Zeit mitbekommen hatte und er seufzte.
„Harry, du weißt genau, dass ich dich nicht für verrückt halte. Und bist es auch nicht"
Der Anflug eines Lächelns huschte über Harrys Gesicht, als er sich ein wenig entspannte und erneut seinen Blick nach draußen wandte.
„Manchmal glaube ich es ist alles vollkommen sinnlos…" begann der Dunkelhaarige fast zögerlich.
„…aber das ist es nicht. Du gibst vielen Menschen um dich herum Hoffnung, auch wenn einige von ihnen dich zurück lassen. Und du hast immer noch uns. Wir werden immer hinter dir stehen, mit dir kämpfen, mit dir weinen und uns mit dir freuen. Dein Weg ist auch unser Weg auch wenn du die schwerste Bürde zu tragen hast. Glaub mir, ich bewundere dich, dass du so weit gekommen bist und ich bin davon überzeugt, nein ich weiß, dass du es schaffen kannst."
Überrascht blickte Harry ihn an, doch Neville lächelte lediglich, stand auf und hielt ihm eine Hand hin.
„Lass uns schlafen gehen…"

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Der nächste Morgen kam Nevilles Ansicht nach viel zu früh. Verschlafen setzte er sich auf und sah sich blinzelnd um. Die anderen waren bereits dabei sich fertig zu machen und ein Blick auf die Uhr verriet, dass er sich ebenfalls ein bisschen beeilen sollte, wenn er noch frühstücken wollte. Müde und ohne jeglichen Elan krabbelte er schließlich aus dem Bett, nahm sich seine Sachen und wollte gerade im Bad verschwinden, als sein Blick Harry streifte. Dieser sah heute wesentlich besser aus, wie Neville fand. Zwar zeichneten sich leichte Ringe unter seinen Augen ab, was deutlich auf das Fehlen von Schlaf hindeutete, doch das Lächeln in seinem Gesicht erreichte seine Augen und ließ diese Strahlen. So gefiel er ihm gleich viel besser.

Sich nun ebenfalls etwas frischer fühlend verschwand Neville im Bad, wusch sich und zog sich an, ehe er zurück kam um seine Schultasche zu packen. Erst als er fertig war, bemerkte er Ron und Harry, die scheinbar auf ihn gewartet hatten. Ron, der ungeduldig zur Tür sah war anzusehen das er nicht verstand wieso Harry nicht schon mit ihm zum Frühstück gegangen war, doch die Dankbarkeit, die Harrys Augen für Neville ausstrahlten blieb ihm vollkommen verborgen. Der braunhaarige Gryffindor jedoch sah es durchaus und ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen. In diesem Moment brauchten sie Beide keine Worte. Sie wussten, dass sie sich immer helfen würden wenn sie konnten. Und dafür war Neville ihm sehr dankbar.

No matter what we do
(no matter what we do)
No matter what they say
(no matter what they say)
We're the song inside the tune full of beautiful mistakes

And everywhere we go
(everywhere we go)
The will always shine
(sun will always shine)
But tomorrow we might awake
On the other side