Neue Fesseln, alte Qual

Ein tosender Lärm um ihn herum weckte den jungen Wraith und er erkannte, dass es der Lärm von dutzenden, ungewohnt eintonigen Stimmen war. Von Stimmen, die von den vor Wut tobenden Menschen stammte, die sich um ihn versammelt hatten. Sie mussten ihn in ihr Dorf getragen haben. Wie lange war er bewusstlos gewesen? Er versuchte sich zu bewegen, doch es ging nicht. Als er mit noch leicht schwammigem Blick nach oben sah, bemerkte er, dass sie ihm beide Handgelenke mit einem Seil über dem Kopf zusammengebunden hatten. Das Ende des Seiles war oben an dem hölzernen Pfahl fixiert, an dem er lehnte und an dem auch seine Füße festgebunden waren. Es schien ihm unmöglich, sich aus dieser primitiven Konstruktion zu befreien. Noch immer rann sein Blut warm über seine Stirn. Sie mussten ihm eine Platzwunde zugefügt haben. Aber was noch schlimmer war: Sie hätte schon längst verheilt sein müssen. Sein Körper brauchte Nahrung und konnte die Energie wohl nicht mehr aufbringen, um die Wunde verschwinden zu lassen… Ma´thu biss in Panik seine Zähne zusammen, während sich das Gekreische in der Menschenmenge, die im Kreis um ihn herumstand, überschlug. Manche der Leute trugen Speere, die sie bedrohlich dicht an ihn heran hielten, manche zeigten mit dem Finger auf ihn, Frauen versteckten ihre Kinder hinter sich, während sie sich an dem Geschimpfe beteiligten. Der junge Wraith allerdings verstand kein Wort. Es waren wilde, halbnackte Menschen. Es war kein Wunder das sie die allgemeine Sprache nicht zu beherrschen schienen.

Die Leute waren mittlerweile derart aufgeregt, dass Ma´thu jeden Moment damit rechnete, sie würden ihn gleich auf der Stelle mit ihren Speeren durchbohren, um danach in Jubel auszubrechen. Er wollte schon die Augen schließen und auf den Tod warten, als seine Blicke auf drei Menschen hängen blieben, deren Aussehen zu dem der anderen hier im Dorf so gar nicht passte. Zwar hatten zwei von ihnen, ein großer Mann und eine Frau, ebenfalls leicht dunkle Haut und braunes Haar, aber ihre Kleidung war völlig anders. Fast wie eine Uniform. Die dritte Person, ebenfalls eine Frau, besaß sogar weiße Haut und blondes Haar, welches sie zu einem Pferdeschwanz gebunden trug. Sie stammten nicht von dieser Welt, dass war offensichtlich. Während der große Mann, der die Haare ähnlich trug wie Lo´rey, Ma´thu mit giftigem Blick taxierte, sprachen die beiden Frauen eifrig mit einem der Dorfbewohner, dessen Haar mit gelben Federn geschmückt und dessen Gesicht bemalt war. War er der Anführer des Dorfes?

Was besprachen sie? Verhandelten sie gerade über sein Leben? Ma´thu konnte sie nicht verstehen, zu laut war das Gebrüll um ihn herum.

„War dieser Wraith allein, als sie ihn im Wald entdeckt haben?"

wandte sich Teyla Emmagan aus Atlantis an den Häuptling des Dorfes. Dieser nickte und suchte nach den richtigen Worten in der allgemeinen Sprache, die er nur bedingt fähig war, zu sprechen.

"Wraith allein im Wald. Mein Sohn und Kinder haben… gefunden. Wraiths nicht mehr gewesen auf Planet seit über 50 Jahren."

Er hob seinen Blick und den Speer gen Himmel, wobei die Federn in seinem Haar affig wippten.

„Großes Unglück wenn bald kommen von Himmel! Wir müssen erfahren von junge Wraith wann soweit. "

„Und deswegen lasst ihr das Biest am Leben? Tötet es am besten gleich!"

brummte Ronon Dex mit verschränkten Armen von der Seite und ließ den Gefangenen Außerirdischen dabei nicht aus den Augen.

„Wenn erstmal einer hier auftaucht wird euer Dorf bald von ihnen überrannt. Da gibt es nichts zu fragen."

„Seht nur…"

kam es aus dem Mund der blonden Frau mit dem Pferdeschwanz, die alle in Atlantis als Dr. Jennifer Keller kannten.

Langsam schritt sie näher an den gefesselten Wraith heran. Ronon trat einen Schritt vor und versperrte ihr den Weg.

„Jennifer… geh nicht zu nah an ihn heran."

Aber die junge Frau hörte nicht auf ihn und schlängelte sich an ihm vorbei, obwohl ihr innerlich doch sehr flau zumute war.

„Er ist gefesselt, Ronon. Er wird mir nichts tun."

Sprach sie, ohne wirklich selbst davon überzeugt zu sein. Langsam trat sie vor den Wraith mit dem hüftlangen, weißen Haar und den schäbigen, braunen Klamotten. Sie stand nun etwa einen Meter von ihm entfernt und blickte ihm direkt ins Gesicht. Der Außerirdische versuchte erst ihrem Blick auszuweichen, fauchte mit gebleckten Zähnen wie ein Tier, zog an den Fesseln. Als die blonde Frau ihn nur weiter ruhig betrachtete, entspannten sich seine Gesichtszüge allmählich und er erwiderte ihren Blick aus großen, blauen Augen.

„Das hier ist kein normaler Wraith…"

sprach Dr. Keller, während sie den Gefangenen weiterhin betrachtete.

„Diese Augenfarbe… diese Kleidung… und seht euch seine Arme an. Die Nährhand fehlt völlig."

Sie wandte sich um und richtete das Wort an den Anführer der Waldmenschen.

„Seine Hand ist verheilt, die Wunde am Kopf jedoch nicht. Habe ich Recht wenn ich davon ausgehe, dass ihm die Hand schon gefehlt hat, bevor sie ihn hierher brachten?"

Der Häuptling verzog keine Miene. Sicherlich musste er eine Weile überlegen, weil er die junge Frau nicht ganz verstanden hatte. Dann jedoch fing er an zu sprechen.

„Wraith im Wald. Nur mit ungefährliche Hand."

Dr. Keller schien diese Antwort erstmal zu genügen und sie wandte sich wieder dem Außerirdischen zu. Gut, sie hatte Recht behalten. Aber trotz allem erklärte es keinesfalls, warum die Hand denn nun tatsächlich fehlte.

Teyla trat nun direkt neben Dr. Keller. Sie besaß den nötigen Mut, das Wort direkt an den gefangenen Wraith zu wenden.

„Sag mir: Wieso bist du hier? Bist du ein Spion? Werden deine Leute folgen, um diesen Planeten hier auszuweiden?"

Der Wraith schnitt eine für seine Rasse typische, raubtierhafte Grimasse. Eine, wie sie Teyla schon tausendmal gesehen hatte. Tief im Inneren widerte es sie an und sie wünschte sich, niemals wieder in ein solches Gesicht blicken zu müssen.

Doch sie war ein Mensch, und als solcher konnte sie nicht anders, als die Mimik so zu interpretieren. Sie konnte nicht wissen, dass Ma´thu innerlich aufgewühlt und panisch war, nicht wusste, was er der Frau vor ihm sagen sollte. Das Einzige, was er sich wünschte, war freigelassen zu werden, zu Lo´rey zurückzukehren. Aber Betteln… leider spürte er noch immer die Barriere des Wraithstolzes in sich, die es ihm verbot. Und selbst wenn er dazu fähig gewesen wäre, die Menschen würden ihn niemals lebend gehen lassen.

„Ich wiederhole es noch einmal: Sag mir, wieso du hier bist und ob deine Verbündeten hierher unterwegs sind!"

Für eine Weile folgte wieder keine Antwort. Dann nahm Ma´thu seinen ganzen Mut zusammen und begann, in allgemeiner Sprache mit der braunhaarigen Frau vor ihm zu sprechen.

„Nein. Ich bin allein."

Ertönte es in seiner fremdartigen, mehrtonigen Wraithstimme, die die Menschen um ihn herum für einen kleinen Augenblick verstummen ließ.

Es war nur die halbe Wahrheit. Lo´rey war mit ihm auf diesem Planeten. Aber das hatte die Menschen nicht zu interessieren. So würden sie wenigstens ihn in Ruhe lassen!

„Ich bin gekommen, um hier… in Frieden leben zu können."

Dem letzten Teil seines Satzes folgte ein fauchender Unterton aus den Tiefen seiner Kehle.

„In Frieden! Das ich nicht lache."

Ronon stürmte auf den Wraith zu und drückte ihm seine Laserpistole gegen die Schläfe.

Die Waffe summte, als sie sich auflud und begann rot zu leuchten. Der Außerirdische riss panisch seine opalartig schillernden Augen auf und sog tief die Luft ein.

„RONON!"

Teyla ergriff seine Waffe und zog sie vom Gesicht des jungen Wraith weg.

„Ich glaube gerade selbst nicht, dass ich das sage, aber du darfst ihn nicht töten. Wir müssen erfahren was es mit ihm auf sich hat."

Der große, dunkelhäutige Mann mit den Dreads knurrte und ließ dann langsam wieder die Waffe sinken. Wären seine Blicke anstatt der Pistole fähig gewesen, den Außerirdischen zu töten, sie hätten es längst getan.

Lo´rey hielt sein Betäubungsgewehr fest mit beiden Händen umklammert, während er hinter einem großen Baum hervorspähte. Vor ihm lag das Dorf der Waldmenschen, spärlich mit ungleichmäßigen, hohen Holzlatten umzäunt, kreisrund in seiner Form. Der Eingang des Dorfes besaß kein Tor. Nur zwei Wachen standen auf dem matschigen Boden davor, bewaffnet mit selbstgebauten Speeren und nur in einen ledernen Lendenschurz bekleidet, der eine ähnlich braune Farbe hatte wie ihre Haut. Wut kochte in der ehemaligen Drohne empor. Lo´rey war etwa eine Stunde zuvor abrupt aus seinem Schlaf erwacht, als er meinte, Ma´thus Stimme in seinem Geist nach ihm rufen zu hören. Er hatte sich umgesehen und sein kleiner Wraith hatte nicht mehr neben ihm gelegen.

Tausend Dinge waren dem Krieger durch den Kopf geschossen, wieso Ma´thu nicht mehr da war, was geschehen sein konnte. Seine Versuche, mental mit dem jungen Wraith zu kommunizieren, waren fehlgeschlagen. Dann jedoch hatte er sich bemüht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie waren hier auf diesem abgeschlagenen Planeten. Es war schier unmöglich, dass die anderen ihrer Art sie aufgespürt haben sollten. Nein, dass Wahrscheinlichste war, dass die dunkelhäutigen Waldmenschen ihn entführt hatten. Und tatsächlich, wenn er in sich hineinging und sich konzentrierte, konnte er spüren, das Ma´thu im Dorf war. Auch, wenn die Anzeichen dafür sehr schwach waren und er keine Bilder von ihm empfangen konnte.

Der Krieger wartete auf den richtigen Moment, um zuzuschlagen. Er hatte keine Angst vor den Menschen. Mit ihren primitiven Waffen konnten sie sich unmöglich gegen sein Gewehr und seine Kraft und Schnelligkeit behaupten.

Schon sausten Geschosse aus blauem Licht aus dem Unterholz hervor, trafen den einen, dann den anderen der Waldmänner, die schlaff auf dem Matschboden zusammensanken.

Lo´rey ließ sein Betäubungsgewehr sinken und trat hinaus aus seinem sicheren Versteck. Für einen Moment lehnte er sich mit dem Rücken an die Umzäunung und starrte seitlich durch den offenen Eingang hinein ins Dorf. Ein kleiner Weg führte tiefer hinein in die Siedlung. Alles schien wie ausgestorben, nur ganz tief aus dem Inneren des Dorfes vernahm er lauten Tumult.

Der große Wraith beugte sich über einen der ohnmächtigen Wachen. Heißhunger übermannte ihn und er beschloss, sich erst zu stärken, bevor er sich aufmachte, ins Dorf einzudringen um Ma´thu zu suchen. Sekunden später hatten sich die harten Außenränder des Nährorganes durch die nackte Haut am Oberkörper der ersten, bewusstlosen Wache gebohrt. Süß wie Nektar pulsierten die kostbaren Körpersäfte des Menschen in seinen Blutkreislauf, erfrischten ihn und ließen seine Körperkräfte weiter ansteigen. Schwer atmend erhob er sich von seinem Opfer, von dem nur noch eine staubige Hülle übrig geblieben war. Als ihm in den Sinn kam, dass er für Ma´thu auch Nahrung bereithalten musste, wenn er ihn erstmal befreit hatte, nahm er sich auch noch die andere Wache vor.

Während noch keiner ahnte, was vor dem Eingang des Dorfes geschah, ging die Inspektion des gefangenen Wraith weiter. Immer wieder beteuerte er, dass ein Ausdünnen hier nicht stattfinden würde. Das er der Einzige seiner Art auf dem ganzen Planeten war.

„Die Wunde an der Stirn, die sie dir zugefügt haben. Sie heilt nicht."

Teyla blickte dem milchweißen Geschöpf tief in die meerblauen Augen. Ihr Blick war hart, aber nicht so giftig wie der von Ronon hinter ihr.

„Ich kenne deine Art. Du musst dich bald nähren. Sag mir… wie kann man in Frieden hier leben wollen, wenn man nicht einmal in der Lage ist, sich selbst zu versorgen? Ich glaube dir nicht!"

Ma´thu stieß ein schnaubendes Geräusch aus. Diese Menschen waren hartnäckig. Und langsam widerstrebte es ihm, ihnen zu antworten.

„Glaub mir oder lass es bleiben, Menschenfrau. Wenn ihr gehört habt, was ihr von mir hören wolltet, werdet ihr mich töten. Und antworte ich nicht, wird es ebenso um mich geschehen sein, oder habe ich da Unrecht?"

„Ich denke nicht."

grinste Ronon Dex böse hinter Teyla. Diesmal fing sich der große Mann allerdings eine Rüge von der zierlichen, blonden Frau ein, bevor sie sich an den Anführer der Waldmenschen wandte.

„Häuptling, eigentlich sind wir gekommen um mit euch Handel zu treiben und euren Stamm zu untersuchen… aber ich möchte euch darum bitten, uns diesen Wraith zu überlassen. Wir bekommen hier wohl nichts mehr aus ihm heraus. Ich möchte ihn unbedingt in Atlantis untersuchen."

Die blauen Augen Ma´thus weiteten sich. Atlantis. Die Leute stammten aus Atlantis…

Sie waren es, die die Wächterin vor etwa 5 Jahren getötet hatten und mit denen er laut seiner Königin angeblich unter einer Decke stecken sollte. Kälte kroch durch seine Adern. Und plötzlich war da dieses andere Gefühl… diese bekannten Farben, die durch seinen Kopf tanzten. Diesmal allerdings nicht sanft, sondern impulsiv und voller Zorn.

„Nein, Lo´rey, nein! Bleib weg!"

schrie sein Geist, doch es war zu spät. Der Krieger war bereits im Dorf. Der junge Wraith hörte das bekannte Fauchen seines Freundes hinter sich, hörte Menschen schreien, das Zischen der betäubenden Lasergeschosse, die abgefeuert wurden. Aber er konnte sich nicht umdrehen, um zu sehen, was hinter seinem Rücken geschah. Zu straff saßen seine Fesseln.

Die Waldmenschen vor ihm lösten den Kreis und liefen panisch zu ihren kleinen Holzhütten zurück und Ma´thu konnte auch sehen, wie Ronon seine Laserpistole zückte und an ihm vorbei sauste, einen kriegerischen Schrei auf den Lippen.

Ma´thus Herz hämmerte in seiner Brust.

„Lo´rey! Vorsicht!"

rief er seinem Freund mental zu. Es war das Einzige, was er in diesem Moment tun konnte: Lo´rey vorwarnen.

Die summenden Schüsse der Laserpistole ertönten und wurden vom Zischen des feuernden Betäubungsgewehres beantwortet. Schreiende Menschenmassen stürmten von hinten an Ma´thu vorbei.

Plötzlich verstummten die Geräusche der beiden Laserwaffen und der junge Wraith verkrampfte sich vor innerlichem Grauen. Sein Kopf war völlig leer und grau. Wo waren die Farben? WO WAREN LO´REYS FARBEN? Es machte ihn schier wahnsinnig, nicht sehen zu können, was hinter ihm geschehen war. Wie wild riss und zog er an seinen Fesseln, die sich langsam begannen, in sein Fleisch zu fressen. Dunkles Blut rann seine Arme hinab, während er in seiner Muttersprache immer wieder den einen Satz schrie:

„Du darfst nicht tot sein Lo´rey!"

Ronon stand währenddessen einige Meter hinter dem großen Pfahl, an den der schreiende, einhändige Wraith gefesselt war und richtete seine Waffe auf den Boden, auf dem der große Krieger mit den weißen Dreads lag und sich nicht mehr rührte. Leichter Dampf stieg von seinem Körper auf- Der Laser hatte ihn getroffen.

„Ich habe euch gesagt, dass die kleine Ratte gelogen hat und doch noch Verstärkung kommt. Ein Wraith lügt wenn er den Mund aufmacht."

„Ist er tot, Ronon?"

Fragte Jennifer Keller, als sie mit Teyla neben ihren Verbündeten trat.

„Ich habe nicht auf Betäubung gestellt, wenn es das ist, was du wissen willst."

grinste Ronon.

Hier und da sah man die Waldmenschen verwundert aus ihren Holzhütten schauen. Bis auf die Schreie und das Fauchen Ma´thus war das Dorf nun völlig ruhig.

Rha in´shaht thecgh na´Lo´rey!"

Die Crew von Atlantis war schon unzählige Male mit den Wraith zusammengestoßen, ihre Sprache zu hören war allerdings selten und kam ihnen jedes Mal wieder wundersam vor, auch jetzt, da der Gefangene wieder und wieder panisch diesen einen Satz rief, der wohl seinem ohnmächtigen Freund galt. Die Sprache klang für einen Menschen wie ein Gemisch einzelner Buchstaben mit fauchenden und gurrenden Lauten und mit klackenden Geräuschen unterlegt.

Teyla stöhnte plötzlich auf und legte sich Daumen und Zeigefinger auf den Nasenrücken.

Dr. Keller fasste sie sofort an ihrer freien Hand.

„Teyla! Alles in Ordnung?"

Die Frau mit den braunen Haaren und der karamelfarbenen Haut atmete schwer.

"Der junge Wraith… ich spüre seine Verzweiflung, seinen Schmerz…" Teyla blickte ihre Freunde mit verklärtem Blick an. Es war das Wraithgen, das sie in sich trug, welches sie dies alles spüren ließ.

"Ich denke nicht, dass er gelogen hat. Er wollte seinen Freund schützen. Er scheint ihm sehr viel zu bedeuten."

Wieder durchfuhr eine Welle des Schmerzes ihren Geist, die von dem gefesselten Außerirdischen stamme, und sie sog scharf die Luft ein.

„Mit den beiden stimmt etwas nicht. Es ist nicht normal für Wraith, sich so zu verhalten. Seht… den, den Ronon niedergestreckt hat… eine Drohne… aber wo ist ihre Maske?"

„Ich sagte doch, wir müssen den blauäugigen Wraith mitnehmen. Wir dürfen ihn nicht einfach töten! Er würde ihr Geheimnis mit ins Grab nehmen."

Wieder schrie Ma´thu auf und wieder bereitete es Teyla unsägliche Schmerzen.

Plötzlich hörte er ein Summen hinter sich und der darauf folgende, lähmende Schmerz ließ seine Glieder steif und seinen Geist dunkel werden.