Disclaimer: Wie immer

Rating: lemon, death...

Info: Da es schon einige Zeit her ist als ich den Film gesehen habe, habe ich auch nicht mehr den genauen Ablauf im Kopf, daher wird ein Teil der FF von mir sein und sich nicht an den Filmablauf halten. Hmm... trotzedem denke ich, dass der Teil ziemlich lang geworden ist;-P

Kapitel 3

"Was bedeutet wahre Liebe?" und "der Tod eines Freundes..."

Die Tage verliefen keineswegs normal für Kamui, für ihn gab es zwar einen gewissen Tagesablauf aber seine Freunde schienen nicht damit umgehen zu können.
Seine Mutter besuchte ihren Mann im Gefängnis, er ging weiterhin zur Schule und versuchte seinen Mitschülern sowie Freunden aus dem Weg zu gehen.
Kotori wollte unbedingt verstehen warum ihr Freund auf einmal so unnahbar geworden war, genauso verhielt es sich mit Sorata.

Beide standen nun im Gang vor dem Klassenraum und warteten auf Kamui.

"Sag mal Kamui..was ist mit dir los? Warum gehst du uns aus dem Weg...?", fragte ihn Kotori und rannte gleich zu ihm als sie ihn sah.

"Jepp...ich soll dir von Trainer Izawa ausrichten, dass dein Stammplatz in Gefahr ist, solltest du noch länger fehlen...", seufzte Sorata und legte ihm die Hand auf seine Schulter, Kamui schlug sie nur genervt weg.

"Ich habe momentan Wichtigeres zu tun als mich damit rum zu ärgern. Lasst mich doch einfach in Ruhe...", schrie er sie an und rannte aus dem Schulgebäude. Seine Freunde sahen ihm nur kopfschüttelnd hinterher und gingen in ihren Klassenraum. Was sollten sie denn auch schon großartig dagegen tun?

Wieder schwänzte er und er dachte sich insgeheim, dass es vielleicht besser wäre, wenn alles so bliebe...alles so bliebe wie in diesem Augenblick.
Obwohl er wusste, dass sein altes Leben auch wenn es nicht mehr so wie früher wäre, ihn bald wieder einholen würde...

/Was tue ich nur? Warum versuche ich krampfhaft heraus zu finden, wer für den Tod dieses Strichers verantwortlich ist.../

Am frühen Abend lief Kamui wieder zu dem beliebten Treffpunkt. Dadrian stand wie immer an seinem Platz, doch diesmal war noch jemand bei ihm. Fuuma Monou. Kamuis Herz fing, aus ihm unerkenntlichen Gründen an, wie wild zu klopfen. Er atmete tief durch und ging schnellen Schrittes auf die Beiden zu. Diese waren gerade in ein Gespräch vertieft und bemerkten den Neuankömmling nicht.

"Dadrian, ich soll dich daran erinnern heute pünktlich zu sein. Du weißt ganz genau wie Seishiro auf Unpünktlichkeit reagiert.", ermahnte ihn Fuuma.

"Klar, weiß ich das. Ich werde schon pünktlich sein..."

Dadrian bemerkte Kamui, ging auf ihn zu, drückte ihn und stellte ihn Fuuma vor.

"Fuuma, das hier ist Kamui, ein neues Gesicht."

Kamui wollte sich vorstellen, brachte aber kein Wort heraus, viel zu aufgeregt war er.

"Ich...ich...Hallo."

Ein kurzes und wohl auch sehr seltenes Lächeln bildete sich auf Fuumas Gesicht. Er ging auf Kamui zu und reichte ihm seine Hand.

"Sehr erfreut..."

Kamui erwiderte den Gruß und seufzte laut auf. Fuuma hob plötzlich die Hand und strich mit ihr durch Kamuis Haare. Dieser wurde rot und schaute seinen größeren gegenüber nur verwirrt an, schwieg.

"Ein Fussel! Du hattest einen Fussel.", klärte Fuuma ihn auf, jedoch nicht ohne auch einen leichten Rotschimmer auf seinen Wangen zu bekommen, er drehte sich schnell genug um, so dass es unkenntlich blieb.

"Hey...Kamui! Siehst du den Typen im Auto? Da vorne?"

Dadrian zeigte auf einen schwarzen BMW, der an der Straßen, nur wenigen Meter von ihnen entfernt stehen geblieben war und aus dem ein Mann heraus schaute, seinen Blick auf Kamui gerichtet.

"Der will was von dir. Los, lass dir dass nicht entgehen...", sagte er und schubste Kamui etwas nach vorne. Dieser drehte sich nach Fuuma um, der nur den Kopf schüttelte. Kamui wusste jedoch nicht, wie er die Situation einschätzen sollte. Schließlich gab er sich als Stricher aus, dann wäre es doch nur normal, wenn er als solcher auch in ein Auto eines Freiers einsteigen würde. Er atmete tief aus, lief ein Stück nach vorne und drehte sich noch einmal nach Dadrian und Fuuma um.

"Das schaffe ich doch mit links...", rief er und zeigte ihnen das Victory Zeichen, dann ging er zu dem BMW, beugte sich hinein. Die Türe wurde geöffnet und er stieg ein. Nicht lange und er bereute seinen Entschluss.

"Na Kleiner? Ist dir eigentlich klar...was du für eine Schönheit bist?", fragte ihn der ältere Mann neben ihm, schmierig. Kamui stellte fest, dass er nicht allzu alt war, wie gedacht. Etwa Ende Zwanzig, groß und lange schwarze Haare. Er nickte scheu und lächelte ihn an.

"Wie heißt du?"

"Kamui", gab er leise zurück und schaute aus dem Fenster. Plötzlich bemerkte er eine Hand auf seinem Bein. Der Mann schaute ihn lüstern an und griff tiefer in Kamuis Schritt, dieser schreckte auf und sah ihn irritiert an.

"Oh...so schüchtern? Das gefällt mir...", grinste er, nahm Kamuis Hand und führte sie zu seinem unteren Bereich.

"Du weißt ja was du zu tun hast. Dein Mund ist nicht nur zum Sprechen gut."

Er lachte laut auf und sah amüsiert in das blasse Gesicht Kamui's.

/Ich soll was? Aber...ich...kann..., dachte Kamui und bekam langsam Panik. Er schüttelte den Kopf und machte sich von dem Fremden los, versuchte die Beifahrertür zu öffnen.

"Nein...ich kann das nicht machen!"

"Ach ja? Und wie gedenkst du jetzt hier rauszukommen?"

Als er die Tür auf bekam, sprang Kamui aus dem fahrenden Auto, der Fahrer blieb stehen rief ihm erbost etwas hinterher und fuhr ohne weiter auf ihn zu achten los.

Kamui hielt sich die Stirn und sah auf seinen Arm. Beides blutete. Er entschloss sich wieder zurück zu Dadrian zu gehen, er hoffte, dass dieser noch da wäre. Zu seinem Glück war es so. Dadrian kam gerade von einem Kunden und als er Kamui sah ging er zu ihm.

"Na wie wars? Scheint ja nen Brutaler gewesen zu sein?", besorgt zeigte er auf Kamuis Arm und Stirn, strich darüber.

"Jepp. Aber nichts womit ich nicht fertig werde..", prahlte er und wurde von Dadrian ihn eine Umarmung gezogen.

"Komm mit mir..wir gehen jetzt zu Seishiro. Ich bin schon zu spät..."

Darian machte ein besorgtes und ernstes Gesicht. Er weiß wohl nur zu gut was jetzt auf ihn zukommen mag, wahrscheinlich wollte er einfach nur jemanden bei sich haben, wenn das alles zu Ende war.

Sie gingen beide zu einem großen Gebäudekomplex.
Dadrian klingelte und trat ein.
Ein paar Treppen später, standen sie vor einer großen Tür, sie wurde geöffnet und ein großer schwarzer Mann, wahrscheinlich Europäer oder Amerikaner, führte sie hinein. Es war keine gewöhnliche Wohnung, eher ein Loft, verschiedene Bilder von Jungen hingen an den Wänden und es machte den Anschein als befänden sie sich in einem Fotostudio.
Seishiro kam, nahm Dadrian beiseite, flüsterte ihm etwas zu und Dadrian wurde bleich.

"Es tut mir leid...ich.."

Er wurde von Seishiro unterbrochen.

"Dadrian, Darian...was hatte ich über Pünktlichkeit gesagt? Und was macht der hier...?"

Seishirou zeigte auf Kamui und ging auf ihn zu.

"Wie heißt du?"

"Kamui...er heißt Kamui...", setzte Dadrian ein.

"Dadrian gehe schon einmal vor...ich komme nach."

Erwiderte Seishiro gefährlich und deutete seine Männer, Dadrian fort zu bringen. Dann wandte er sich Kamui zu.

"Nun Kamui also..."

Er strich ihm durch die Haare, legte seine Stirn frei und sah sich die Verletzung an dann fuhr er ihm über die Wange.

"Wir sprechen uns nachher...", damit verließ er Kamui und ließ ihn etwas zitternd zurück. Dieser atmete tief aus und fasste sich neuen Mut.

/Jetzt bin ich schon mal hier. Mal sehen ob er etwas mit Subarus Tod zu tun hat.../

Er schaute sich um und erkannte ein paar Bilder von Subaru, schwarz/weiß Aufnahmen, professionell gemacht, als wären sie für Zeitungen oder ähnliches. Eine Aufnahme steckte er in einem unbeobachteten Moment ein.

Dann hörte er ein lautes Geräusch aus einer Kammer. Als er dort war, sah er Fuuma auf dem Boden kniend ein paar Akten aufheben.
Kamui kniete sich zu ihm.

"Darf ich dir helfen..?", fragte er scheu. Fuuma nickte nur und beide machten sich daran die auf dem Boden verstreuten Akten aufzuheben. Als sie fertig waren und Fuuma, die Akten wieder in das Regal stellte, kam Kamui zu ihm, nahm all seinen Mut zusammen und fragte ihn etwas.

"Was machst du hier eigentlich...?"

"Ich sortiere Akten ein...", gab er nebenbei, als wäre es das Selbstverständlichste, zurück.

"Ja...ich meine wieso bist du bei Seishiro?"

"Nun ja...er gibt mir diesen Job, kümmert sich um mich und außerdem...", er wurde nachdenklich und traurig, sah Kamui kurz in die Augen und drehte sich wieder um.

"Außerdem gehöre ich ihm..."

"Tut mir leid, wenn ich zu..."

Kamui hätte sich ohrfeigen können, er war zu direkt und hatte sich Fuumas Vertrauen, hätte er es je gehabt, jetzt verspielt.
Doch dieser kam nur auf ihn zu, schwieg, legte ihm eine Hand auf seine Wange und beugte sich zu ihm herunter, flüsterte ihm etwas in sein Ohr.

"Das ist mein gewählter Weg...dich trifft keine Schuld."

Als beide bemerkten in welcher Situation sie sich befanden, gingen sie einen Schritt zurück, versuchten sich nicht anzusehen.

"Du solltest jetzt besser gehen."

Kamui nickte nur und verließ die Kammer. Ein Schrei ertönte und er schreckte hoch.

Er rannte zu der Stelle an dem er den Ursprung des Schreies vermutete und blieb geschockt an der nun von ihm aufgerissenen Tür stehen.
Vor ihm spielte sich, eine für ihn, schockierende Szene ab. Dadrian kniete auf allen Vieren und hinter ihm stand ein halbnackter Mann und stöhnte. Es war nur zu offensichtlich was hier gerade geschah und als sich Kamui genau hinsah wurde ihm auch bewusst, was wirklich passierte. Überall standen Kameras und ein Mann auf einem Stuhl erhob sich erbost und lief auf Kamui zu, schrie ihn an.

"Verschwinde...hier wird gearbeitet!"

Vielzu geschockt drehte Kamui den Anwesenden den Rücken zu und lief raus.

"Da ist ja unser Gast. Kamui bitte komme mit mir..."

Seishirou kam aus dem Zimmer und tauchte hinter Kamui auf, legte eine Hand auf dessen Schulter. Kamui erschrak und drehte sich abrupt um, sah in das amüsierte Gesicht Seishirou's. Dieser nahm ihn am Arm und zog ihn zu einer Couch. Als sie sich setzten, strich er Kamui eine Strähne aus dem Gesicht.

"Du bist sehr schön...aber das hast du wohl schon sehr oft gehört...", sagte Seishiro und streichelte über Kamuis Wange. Dieser erwiderte nichts darauf und verspannte sich etwas.

"Nicht sehr gesprächig...aber das ist ja egal. Wie wäre es, wenn du bei mir einsteigst...du hättest keinerlei Geldprobleme und immer einen Schlafplatz."

Seine Hände wanderten hinunter zu Kamuis Beinen. Dieser schreckte auf und stand mit einem Male.

"Ich...ich...es tut mir leid.", stotterte er. Seishiro stand auf und bückte sich. Etwas war auf den Boden gefallen, er hob es auf und sah es sich an.

"Wieso hattest du ein Foto von diesem Jungen in deiner Jacke...?"

Er kam gefährlich nahe an Kamui heran, dieser schüttelte nur energisch den Kopf

"I...Ich..habe den Jungen so schön gefunden...ihn bewundert...", versuchte er sich zu rechtfertigen.

"Ich habe gedacht, dass sie ihn mit mir bekannt machen könnten..."

" Dazu kenne ichihn nicht gut genug...Du solltest jetzt besser gehen!", sagte er bestimmend und zeigte zur Tür. Im selben Moment kam Dadrian aus dem Zimmer. Erschöpft und schwankend, Seishiro drückte ihm ein paar Geldscheine in die Hand, dann kam er auf Kamui zu.

"Komm' wir gehen...ich bin fertig..."

Er grinste gequält auf. Kamui stütze ihn mit einem Arm und sah nochmals zu Seishirou, der sich von ihnen abgewendet hatte. Im Hintergrund, immer noch in der Kammer, sah er auch Fuuma, doch dieser wandte sich nicht von ihm ab sondern sah Kamui mit einer Spur aus Sorge an. Als sie draußen waren schaute Dadrian zu Kamui hoch.

"Du musst mir nicht helfen, ich komme schon alleine klar..."

"Ich weiß...aber ich will es so...", erwiderte Kamui ernst und umfasste Dadrians Taille fester, brachte ihn an einen Brunnen und lehnte ihn vorsichtig an den Brunnenrand. Kamui setzte sich zu ihm, Dadrians Kopf auf seinen Beinen und den Atem des Anderen auf sich spürend, schloss er seine Augen und öffnete sie wieder als Dadrian anfing ihn etwas zu fragen.

"Kamui? Warum tust du das für mich...?"

Dadrian zitterte und lehnte sich noch dichter an Kamui, zog seine Beine an den Körper.

"Weil wir Freunde sind...", antwortete Kamui nur knapp und für ihn selbstverständlich.

"Freunde? Aha.."

Dadrian schloss seine Augen.

"Sag mal...hast du jemals schon mal das Gefühl gehabt jemanden zu lieben..?", fragte ihn Dadrian plötzlich und Kamui fing an zu überlegen.

"Hmm...ja ich glaube schon."

Kamui wirkte verträumt als er Dadrian antwortete, als ob er bereits an jemanden denken würde. Dadrian fiel das auf und er seufzte enttäuscht auf.

"Die Liebe tut einem nur weh...", flüsterte er.

Nach ein paar Minuten war von Beiden nur ein regelmäßiges Atmen zu hören. Sie lagen an dem Brunnen, die Leute gingen an ihnen vorbei und beachteten sie nicht, auch Kamui nicht, er war nun einer von vielen, die auf der Straße lebten und schliefen.

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Am nächsten Morgen...

"Kamui, Kamui...du musst aufstehen. Schatz...?"

Karen Shiro stand vor der Tür ihres Sohnes und klopfte, nach abermaligem Klopfen und keiner Antwort öffnete sie die Tür und betrat das Domizil ihres Sohnes. Überall hingen Plakate von Sportlern, Popstars, lagen Schuhe oder Strümpfe, ein normales unordentliches Zimmer eben, doch eines fiel ihr sofort auf, das Bett war unbenutzt. Das Laken war sorgfältig zusammengelegt, das Kissen unbenutzt. Der Computer kalt, so auch der Fernseher, nichts in dem Raum schien seit mind. zwei Tagen benutzt worden zu sein. Sie lief auf das Bett zu, bückte sich und zog eine Kiste mit Zeitungsausschnitten und diversen Zeitschriften heraus. Sie las sie sich durch, blätterte sie durch und wurde bleich. Überall waren Bilder von jungen Männern, Zeitschriften mit den Titeln 'Gay Time' usw. Was besonders hervorstach war das Bild eines Jungen, des Jungen, der ermordet und dieser Tat ihr Mann beschuldigt wurde.
Karen setzte sich auf das Bett ihres Sohnes, sah fassungslos auf den Boden und stützte ihr Gesicht auf ihre Hände.

/Kamui, was hat das nur zu bedeuten...Du wirst doch nicht etwa.../

/Du hast gar keine Ahnung, was noch alles auf dich zu kommen wird. Kamui.../

Dadrian stand wackelig auf und beugte sich zu dem schlafenden Kamui hinunter, strich ihm einige Strähnen aus dem Gesicht und küsste ihn auf die Stirn. Dann erhob er sich wieder.

"Machs gut Kleiner...", flüsterte er ihm zu und verschwand. Etwas lag in seinem Gesicht, eine Spur von Trauer und Entschlossenheit.

Stunden später wachte auch Kamui endlich auf und spürte eine weitere Präsenz neben seiner eigenen. Er schaute hoch und erkannte das Gesicht Fuuma's, der sich auf den Brunnen gesetzt hatte und Kamui verschmitzt beobachtete.

"Na Kleiner, gut geschlafen?"

"Ja...wo ist Dadrian?"

Kamui schaute sich um und wurde unruhig.

"Der ist wahrscheinlich wieder arbeiten gegangen...Muss ich eigentlich auch, aber ich habe momentan keine Lust...", seufzte Fuuma und bot Kamui eine Hand zum Aufstehen an, dieser nahm sie dankend an und ließ sich hochziehen.

"Wollen wir nen bisschen rumlaufen und reden...?"

Kamui wusste gar nicht wie ihm geschah, erst hatte er Angst, dass Fuuma ihn nicht mehr mochte und nun, ist es eine Woche her, seit er ihn gefragt hatte ob er mit ihm einfach nur laufen und reden wollte. Seine Mutter hatte nichts zu seinen Zeitschriften und Zeitungsausschnitten gesagt, ihn aber zur Rede gestellt wo er sich Nachts rumtreiben würde, natürlich hatte er alles abgestritten und auf Stur geschaltet, was sollte seine Mutter schon dagegen tun?

Kamui und Fuuma trafen sich regelmäßig und redeten einfach, wie Freunde schien es ihm, doch insgeheim fing er an sich nach mehr zu sehnen. Obwohl sie sich vertrauter wurden, Fuuma freundschaftliche Gefühle für ihn entwickelte, so wuchs Kamuis Drang nach mehr. Kotori erschien ihm nicht mehr wichtig auch die anderen Mädchen interessierten ihn nicht, genauso erging es ihm mit den Jungen auf der Straße oder in der Schule, das Einzige das sich in seinen Gedanken und Wünschen festsetzte war Fuuma, seine Augen wie sie ihn freundlich ansahen und dessen Hand um seine Schulter.
Doch bald merkte er, dass noch jemand fehlte...

Seit dem Tag am Brunnen hatte Kamui ihn nicht mehr wieder gesehen, er stand nicht an seinem Platz oder wartete auf ihn...

"Sag mal Fuuma, wo ist eigentlich Dadrian? Ich habe ihn schon seit einer Woche nicht mehr gesehen...?", fragte Kamui und sah hoch zu Fuuma, dessen Gesichtsausdruck nachdenklich wurde.

"Nun ja...wusstest du es nicht? Er ist vor einigen Tagen an einer Überdosis drauf gegangen...ging alles so ziemlich unter, das haben die meisten eh schon wieder vergessen..."

Als Fuuma den traurigen Blick Kamui's sah, umarmte er ihn und strich ihm beruhigend über den Rücken.

"Hey, Kleiner...vielleicht wollte er einfach nicht mehr..."

"Ich habe ihn irgendwie gemocht...er war so etwas wie ein Freund...", brachte Kamui nur schwer heraus und lehnte sich gegen Fuumas Brust, sanft wurde ihm von seinem Gegenüber durch die Haare gestreichelt. Doch plötzlich schob dieser ihn von sich und fing an zu stottern.

"Ähem...wir sollten jetzt lieber gehen. Ich sollte lieber gehen, muss wieder zurück...", stammelte er und erstarrte als er Kamuis Antwort hörte.

"Kann ich mit kommen? Nur kurz...Bitte."

/Shit, diesen Augen kann doch keiner widerstehen.../

Fuuma zwang sich dazu seinen Kopf zu schütteln, doch das Einzige, das er herausbrachte war ein Nicken und ein Seufzen.

"Na gut..."

Kamui lächelte und folgte ihm. Jedoch war momentan nur ein Gedanke in seinem Kopf präsent. Warum hatte ihn Dadrian alleine gelassen? Warum setzte er sich eine Überdosis...?

/Dadrian? Warum hatte er mir nichts davon gesagt, von seinem Kummer.../

"In genau vier Stunden kommt Seishiro wieder, dann solltest du wieder weg sein. Er hat was dagegen, dass ich jemanden mitbringe..."

Kamui nickte und setzte sich auf das große Bett im nächsten Zimmer.

"Fuuma...machst du das eigentlich aus freiem Willen...weil du Seishiro liebst?"

Als Kamui realisierte was er gerade gesagt hatte, schlug er sich seine Hand vor den Mund. Nur ihm würde so etwas passieren...sonst keinem, dachte er und erwartete eine gepfefferte Antwort von Fuuma, doch diese kam nicht. Fuuma kniete sich vor Kamui und schaute ihm tief in die Augen.

"Weißt du was? Ich mag dich...du bist offen und sagst was du denkst!", grinste er und fügte hinzu.

/Zuviel Nähe kann einem weh tun, Fuuma...Aber was soll ich dagegen machen/

"Zu deiner Frage nur so viel, Seishiro behandelt mich gut und hatte mich von der Straße geholt, ich verdanke ihm sehr viel...und Spaß macht es nur, wenn ich die andere Person auch mag...also fast nie."

Er näherte sich Kamui und beendete seinen Satz, dicht in dessen Ohr gehaucht.

"So wie bei dir...würdest du nicht gerne wissen wie das ist, wenn man es nicht für Geld tun muss...?"

Damit war sein Gesicht direkt vor Kamui's und weiche Lippen trafen auf seinige. Fuumas Zunge forderte ungeduldig nach Einlass, Kamui öffnete überrascht aber willig seinen Mund und ließ sich von Fuuma führen. Sanft auf das Bett gedrückt und mit halbgeöffneten Augen schaute Kamui Fuuma an, der sich über ihn gebeugt hatte. Während Fuuma zu einem erneuten Kuss ansetzte, wanderten seine Hände hinunter, öffneten Kamuis Hemd und Hose, zogen beides aus, sahen ihn sich eindringlich an.

"Es ist ja fast so als wärst du noch Jungfrau...du zitterst...", sprach Fuuma das Gedachte laut aus und machte ein fragendes Gesicht. Kamui wurde rot und fing an zu stammeln.

,Naja, in der Hinsicht bin ich ja noch Jungfrau...ich bin noch ziemlich neu in dem Geschäft und konnte mich immer gut mit Kleinigkeiten über Wasser halten...", brachte er kleinlaut heraus und wandte sich von Fuuma ab, dessen Gesicht ein Lächeln zierte, er drehte Kamuis Gesicht zu sich und schaute ihm wieder tief in die Augen.

"Ist schon gut...dann muss ich nur aufpassen, dass ich dir nicht weh tue."

Er küsste seinen Nacken, wanderte mit seinen Händen dessen Rücken hinab. Eine Hand führte er zu Kamuis Gesicht. Ein paar Finger gespreizt, legte er diese auf seinen Mund, bat erneut um Einlass, Kamui kreiste mit seiner Zunge um sie und nahm sie in sich auf, leckte und saugte genüsslich daran, gab einen missmutigen Laut von sich als sich die Finger entfernten. Er richtete sich auf, Fuuma deute ihn sich auf seinen Rücken zu legen und seine Beine zu spreizen, er tat wie gewünscht und wartete aufgeregt auf das was kommen würde. Wenige Sekunden später spürte er auch schon etwas an seinem Eingang, die angefeuchteten Finger Fuuma's kreisten um seine Öffnung. Ungeduldig und erwartungsvoll schob sich Kamui ihnen entgegen als Fuuma auch schon mit zwei Fingern in ihn eindrang, ihn zu weiten versuchte. Um ihn von dem anfänglichen Schmerz abzulenken, küsste Fuuma ihn auf seinen Bauch, seine Brust und ein wohliger Schauer trat an den Platz des Schmerzes, Kamui stöhnte auf und nahm nur entfernt war was sich just in diesem Moment abspielte.

Es war himmlisch, insgeheim wünschte er sich das, mit Fuuma hier zu liegen und von ihm verwöhnt zu werden, schon bei ihrem ersten Treffen wusste Kamui, dass Fuuma anders war, dass er andere Gefühle als nur Freundschaft für diesen fremden Jungen entwickelt hatte, wahre Liebe, vielleicht nennt man das so, dachte er und sah plötzlich für einen kurzen Moment nur Sterne, Fuuma hatte einen Punkt in ihm getroffen, der ein Gefühl auslöste, als ob er schweben würde, so schön, dass er für einen kurzen Moment alles vergaß, seinen Vater, seine Mutter, seine alten Freunde, seine Probleme und Subaru Sumeragi.
In diesem Moment zählte nur eines, er und Fuuma.

Aus lustverschleierten Augen sah er ihn an, Fuuma war bereits wie er entkleidet und zog seine Finger aus Kamui, dieser stöhnte nur auf und quittierte das mit einem Grummeln und Treten seiner Füße nach Fuuma. Dieser lachte nur, nahm Kamuis Beine und spreizte sie ein Stück, dann beugte er sich zu Kamui herunter und flüsterte etwas in sein Ohr.

"Entspanne dich...dann tut es nicht so weh. Sind die Schmerzen zu groß, dann sage es und ich höre auf..."

Er gab ihm einen Kuss, genau in diesem Moment hatte er sich vor ihm positioniert und drang vorsichtig in ihn ein. Kamui schrie etwas auf, spürte etwas wie Plastik in sich, schaute Fuuma fragend an.

"Was...Fuuma...", stöhnte er und biss sich auf seine Lippen, etwas Blut perlte von seiner Lippe und wurde von Fuuma aufgefangen, der mit seiner Zunge über sie fuhr.

"Schhh..nicht beißen, du tust dir nur weh. Du gewöhnst dich schon daran, es mag sich jetzt etwas fremd anfühlen aber es ist besser so...ich will nicht dass dir etwas passiert...", beruhigte ihn Fuuma, dieser hatte kurz aufgehört und stieß nun wieder in ihn, langsam und vorsichtig, doch Kamui wurde das zu langsam und er forderte nach mehr, drängte sich ihm entgegen.

"Tut es sehr weh?"

"Etwas...aber bitte mache weiter..ich...", keuchte Kamui, sein Atem beschleunigte sich, sein Blutdruck müsste rasen, so dachte er und schrie wieder laut auf, doch diesmal aus reinem Vergnügen. Fuuma wurde schneller, fordernder, trieb sich und Kamui zum Höchsten.

Fuuma beobachtete den Kleineren unter sich, wie er vor Lust aufschrie und nach mehr verlangte. Noch nie hatte er solche Gefühle für jemanden empfunden, nicht einmal für Seishirou. Wie gerne würde er nun frei sein und nur mit Kamui zusammen irgendwo hingehen und bei ihm bleiben...
Kleine Tränen bildeten sich und fielen auf das Laken, unbemerkt von Kamui.
Fuuma schüttelte innerlich den Kopf über das eben von ihm Gedachte.
Niemals würde es so sein, er könnte Kamui niemals einer solchen Gefahr aussetzten...
Seishirou würde Kamui...
Seishirou! Er müsste bald kommen...

Kamui schaute Fuuma ins Gesicht und sah seinen entsetzten Ausdruck, ihn immer noch in sich, positionierte sich Kamui auf Fuumas Schoß und musste vor einem unerwartenden Gefühl aufstöhnen, er fühlte ihn intensiv, noch viel intensiver als vorhin. Seinen Kopf auf Fuumas Brust gebettet, versuchte er ihm etwas zu sagen.

"Fuuma...was ist..?"

Fuuma fasste wieder einen klaren Gedanken als er Kamuis Kopf auf seiner Brust entdeckte und sich noch tiefer in ihm. Langsam kamen auch die damit verbundenen Empfindungen wieder, er musste laut aufstöhnen und sah Kamui irritiert an.

"Hast dich wohl selbstständig gemacht, was? Na dann...", grinste er und umfasste Kamuis Taille um ihn noch besser zu positionieren.

Kamui bewegte sich selbstständig, kreiste sein Becken und schien Fuuma damit wahnsinnig zumachen, dieser macht dem Ganzen ein Ende und legte Kamui wieder hin, nahm mit einer Hand dessen Glied und fing an es zu pumpen.
Für Kamui wurde es langsam zuviel, Fuuma ihn ihm und seine Hand um seine schmerzende Erregung, nun konnte er es nicht mehr länger zurückhalten, er versuchte Fuuma noch zu warnen, bekam aber nicht heraus, was seinem Vorhaben auch nur etwas geähnelt hätte. Mit einem lauten Aufschrei kam er in Fuumas Hand und auf dessen Bauch, keuchte und versuchte sich zu entschuldigen.

"Es..t..tut mir leid..Fuuma.."

Dieser konnte nichts darauf antworten, da er selbst kurz davor stand von seinen Gefühlen übermannt zu werden, Kamuis Enge schloss sich um sein Glied und nach wenigen Stößen überkam es ihn, er kam ebenso wie Kamui mit einem lauten Stöhnen und ließ sich auf ihn nieder, zog sich aus ihm heraus. Das benutzte Kondom wurde in einen Eimer neben dem Bett weggeschmissen, zum Glück war dieser schon voll mit diversem Dreck, so würde Seishiro nichts davon mitkriegen, dachte er sich. Kamui drehte sich zu ihm und legte seinen Kopf auf Fuumas Brust, hörte seinen schnellen Herzschlag, der ihn dennoch beruhigte. Fuuma schaute ihn sich lächelnd an, strich ihm durch die Haare. Dann deutete er verschmitzt auf seine Hand und seinen Bauch.

"Na ja, besser auf mir als auf dem Laken...", dann küsste er ihn innig und stand auf, ging auf das Bad zu und duschte sich. Nach ein paar Minuten kam er wieder heraus, mit einem Bademantel bekleidet, sah zu Kamui, der mittlerweile wieder angezogen auf dem Bettrand saß und Fuuma enttäuscht ansah. Fuuma lief zu ihm und kniete sich vor ihn.

"Es tut mir leid, aber Seishiro kommt bald...und ich will nicht, dass dir wegen mir etwas passiert, Kleiner...", sagte er entschuldigend und gab Kamui einen Kuss.

"Aber..ich...ich dachte wir könnten zusammen sein.", antwortete Kamui leise und neigte seinen Kopf nach unten.

"Das geht nicht Kamui...so etwas wie wahre Liebe mag es vielleicht geben aber sie hat hier in meinem Leben keine Zukunft..."

Draußen auf der Straße hörte man Stimmen und Schritte, jedoch noch weit von ihnen entfernt.

"Hattest du das Subaru auch gesagt, bevor er von Seishiro umgebracht wurde?", schrie ihn Kamui an. Fuuma schüttelte den Kopf.

"Nein! Ich kannte ihn nicht gut genug und Seishiro hat ihn garantiert nicht umgebracht, dass kann ich bezeugen...wie kommst du nur darauf? Glaubst du ich steige mit jedem X-Beliebigen ins Bett, der gut aussieht..?"

Man merkte in Fuumas Unterton, dass er sehr enttäuscht und gekränkt über Kamuis Anschuldigungen sein musste.

"Ich...es...", stotterte Kamui, doch er brachte nichts mehr heraus.

"Ist schon gut...du und Seishiro, seid die Einzigen mit denen ich das hier freiwillig getan habe...aus Vergnügen, nicht für Geld...", beruhigte ihn Fuuma, dann fügte er hinzu.

"...und es ist Besser, dass du dir nicht einredest, dass ich deine wahre Liebe bin...für dich und für mich!"

Die Stimmen wurden lauter, kamen näher und an der Tür konnte man hören, wie Schlüssel gesucht und gefunden wurden.

Kamui schloss seine Augen, dachte einen Moment nach und atmete tief durch.

Die Türe wurde geöffnet und jemand trat ein.

"Aber ich liebe dich und das ist das Einzige, das ich mir je in meinem Leben sicher war...", erwiderte Kamui und stand auf.

TBC

So nach langer Zeit wieder ein Kapitel;-)Naja ich hoffe es hat jemandem da draußen gefallen...die Lemon gab es auch im Film nur waren es da ein Junge und ein Mädchen. Habe ab diesem Kapitel, die Geschichte umgeändert...Dadrian's Tod, Fuuma und Kamui's Treffen etc. Wenn das jemandem zu schnell gegangen ist, soviel zu meiner Entschuldigung, im Film war es genauso...man konnte nicht durchblicken wie lange der Junge schon in der Szene war, ich habe es jetzt einfach auf eine-zwei Wochen festgelegt...schien mir ausreichend:-P

Hoffe auf KommisO-o