Disclaimer: Alles mir. Der Rest ist aus der Mythologie entnommen.

Rating: Angst, Humor...

Info: Das Kapitel ist nur zu 25 Prozent fertig. Da ich aber endlich mal was hochladen will (Der Prolog ist ja doch etwas kurz O-o')lade ich den ersten Teil schon hoch...unter Kapitel 1 Teil 1;-)

Malia: Schön, dass sie dir gefällt;-D ich hoffe du magst das Kapitel.


Kapitel 1

Der Eine wird kommen...

die Welt der Engel und der Dämonen zu einen...

und den ewigen Krieg zu beenden.

Ein Kind geboren aus zwei Welten, aus Liebe...

Gezeichnet durch ein Mal seiner Eltern..

Zeigt es uns den Weg hinaus aus dem Blutbad..

hinein in den Frieden.

(Prophezeiung)


Eine Liebe geboren aus Krieg und Hass...

Die Welt der Engel und die der Dämonen, seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Anbeginn der Zeit, durch den Verrat eines Engels an einem Dämon in immer währendem Krieg. Nicht mehr zählbare Opfer forderte dieser und keiner der beiden 'Völker' wollte nachgeben. So erzählt man sich von dem Einen, der kommen und die beiden Völker einen wird. Übertragen wird diese Prophezeiung seit Anbeginn der Zeit, doch gefunden hat man die Person, dessen Schicksal alles entscheiden soll noch nicht. Doch im Jahre, des Aufruhrs und der Verfolgung wird ein Kind geboren, welches das Schicksal zweier Welten und das der Menschenwelt auf seinen Schultern tragen sollte.

-Ich muss dort sein, bevor sie mich eingeholt haben...-

Diese Gedanken gehörten einer jungen Frau von äußerlich etwa 20 Jahren, die durch die Dunkelheit, die Kälte und den Überresten unendlich scheinender Leichenberge, der Dämonenwelt rannte, in ihren Armen ein neugeborenes Kind, welches trotz der Kälte und der Dunkelheit keinen einzigen Laut von sich gab. Es strahlte die Frau, welche wohl seine Mutter sein musste an. Sie hatte pechschwarzes zu einem Zopf gebundenes Haar und saphirblaue Augen, welches das Baby traurig und hoffend ansahen. Ihre Kleidung war zerfetzt und voller Dreck. Wahrscheinlich wurde sie schon seit längerem gejagt.

Nach einiger Zeit, sie wusste selber nicht wie sie es geschafft hatte, befand sie sich an einem anderen Ort. Einem Ort, vom Mond beschienen und von einer wohligen Wärme. Sie sah sich wieder um und ging zielstrebig auf ihr Ziel zu, einem Haus, welches sich am Wegrand befand, der Weg, welcher davon abging führte direkt zu einem riesigen Tor.

Die Frau seufzte und sah herab auf ihr Kind. Dieses war mitlerweile eingeschlafen und träumte wohl einen sehr schönen Traum, da es unentwegt lächelte. Sie streichelte dem Baby über die Wange und küsste es, legte ihm einen Armreif um.

Dann nahm sie, das in einer Wolldecke eingehüllte Kind und legte es auf die Türschwelle.

Sie stand auf und sah es noch ein letztes Mal traurig an.

,,Du wirst es gut haben mein kleiner Sonnenschein..." Sie drehte sich um und ging, schweigend ohne ein weiteres Wort zu sagen, zurück an den Ort von dem sie geflohen war.

-Magst du hier im Reich der Engel dein Schicksal erfüllen...Yui.-

Als sie die Pforte in das Reich der Dämonen durchschritt und die Dunkelheit kam, sah sie auf und blieb stehen. Vor ihr standen die Männer, die sie verfolgten und grinsten sie an.

,,Nun, Shina...hast du doch noch Vernunft angenommen..."Die Männer gingen auf sie zu und zückten ihre Waffen.

,,Du weißt, dass Verräter hart bestraft werden und Engelsympathisanten werden mit dem Tode bestraft..."

Ihr Ausdruck von Angst und Unsicherheit verschwand. Die Männer blickten nun in ein Gesicht voller Selbstsicherheit und Mut.

,,Ich weiß, dass mein Ende naht..doch seit euch gewiss, dass ich euch mitnehmen werde..."

-Mein kleiner Schatz, vergesse mich nie...-

Leise, fast geflüstert sprach sie zu den Männern, in einer fremden Sprache welche durch den durchdringenden Klang ihrer Stimme noch an Bedeutung gewann. Die Luft um sie herum wurde aufgewirbelt, ein Licht strahlte in der Dunkelheit und eine Wärme entstand, die alles einhüllte. Ihre Verfolger, welche durch die Erkenntnis ihre baldigen Todes fliehen wollten, konnten sich nicht rühren. Plötzlich kam ein Feuerball auf sie zu und hüllte die Männer ein, langsam und mit vielen Qualen verbunden, verbrannten sie vor den Augen der Frau, die sie vorher noch gejagt hatten. Nachdem alles vorüber war, ging Shina, geschwächt von dieser Aktion zu der Asche und kniete sich hin.

,,Meine Strafe für das Töten, der Meinigen...ist der Tod, das ist mir bewusst..."

Shina fasste sich an ihre Brust und fing an zu röcheln, das Atmen fiel ihr schwer und die Benutzung ihrer Magie, hat sie nur noch mehr geschwächt. Sie fiel auf den Boden und schaute in den schwarzen Himmel über sich, schloss die Augen und verschränkte ihre Arme vor der Brust.

-Geliebter...werden wir uns in dem Reich, indem du dich befindest wiedersehen...?-

Ihre Hand vor den Mund haltend, merkte sie eine rote Flüssigkeit darauf...wischte sie jedoch nicht ab.

-Candriel, bald...Yui...-

Dies waren ihre letzten Gedanken, als ihre Atmung versagte und ihr Körper reglos auf dem blut,- und aschebedeckten Boden lag. Eine Leiche unter vielen...


Am nächsten Morgen...

Das Baby schrie, es schrie so laut es konnte nach seiner Mutter, die es nicht mehr sehen konnte. Die Türe wurde geöffnet und heraus schaute ein großer Mann in einem weißen Mantel, mit langen silbernen Haaren und eisblauen/silbernen Augen. Als er nach dem Urheber des Kraches Ausschau hielt, sah er nach unten auf seine Türschwelle und erblickte das schreiende Baby, eingewickelt in seiner Wolldecke und einem viel zu großen Armreif um sein Handgelenk. In der Decke befand sich außerdem ein Zettel. Er hob es hoch und trug es hinein. Als er es in seinen Armen hielt, verstummte das Baby und sah den Mann lachend an, seine amethystfarbenen Augen leuchteten dabei und strahlten.

-Ein Baby. Vor meiner Haustür...? Voher...?-

Er legte es behutsam auf sein Bett und sah es sich genau an. Das Baby hatte pechschwarze Haare, wunderschöne blasse Haut und amethystfarbene Augen...Es war ein Junge so stellte er fest. Er nahm den Zettel und las ihn sich durch. Es stand nicht viel darauf nur zwei Zeilen.

#Passt bitte auf ihn auf...er ist derjenige, der unser aller Schicksal in Händen hält. Mein Yui...#

Er blickte auf das Baby und dachte nach.

-Es sieht aus wie ein Dämonenkind, jedoch hat es etwas an sich, dass einem Engelswesen gleicht. Dieses Lächeln, dieses Strahlen in seinen Augen und diese blasse Haut. Ich sollte Adam Kadamon's Rat einsehen und ihn fragen was zu tun ist.-

Als er das Baby hoch nahm und zum Fenster blickte, sah er ein bekanntes Gesicht.

,,Oh Achaia. Ich wusste ja gar nicht..."

,,Raphael...rede keinen Unsinn. Ich habe dieses Kind auf meiner Türschwelle entdeckt...wir müssen es sofort melden."

,,Nun wenn es so ist. Zeig' es mir mal ..."

Achaia ging zu ihm nach draußen und zeigte ihm das Baby, jedoch wollte er es ihm aus irgendeinem, für ihn noch unklaren Grund nicht geben.

,,Hmm...es ist ein sehr schönes Baby...es hat etwas an sich..."

,,Das ist auch der Grund warum wir ihn sofort zu Adam Kadamon bringen müssen"

,,Na dann lass uns endlich nach Etemenaki..." sagte der als Raphael bezeichnete Mann. Er sah genauso aus wie Achaia nur hatte dieser schwarz/ silberne lange Haare und grüne Augen.

Beide Männer gingen den Weg entlang, zu dem großen metallenen Tor. Es öffnete sich geräuschlos und sie gingen hindurch. An einem riesigen Gebäude blieben sie stehen. Achaia hielt das Baby fest in seinen Armen und plötzlich kamen zwei Flügel auf seinem Rücken zum Vorschein...einzelne Feder wirbelten umher, eine von ihnen landete auf Yui's Gesicht, er nahm eine davon in seine kleinen Hände und schnupperte daran, hielt sie fest umklammert wie einen Schatz und sah den Seraphim lachend an. Dieser erhob sich und flog auf ein weiteres Tor zu, welches sich weiter oben befand. Raphael folgte ihm und beide landeten, gingen durch das zweite und letzte Tor.


Im Inneren von Etemenaki...(nach längerer Zeit)

,,Wir müssen euch stören und ersuchen euren Rat...Adam Kadamon"

Sie standen vor einer in Licht gehüllten Person, deren Gesicht man nicht erkennen konnte. Von ihr ging Macht, Wärme und Ruhe aus.

,,Achaia, was habt ihr mir zu sagen...?"sprach die Gestalt, mit tiefer und fordernder Stimme. Der Angesprochene ging nach vorne und überreichte ihm das Baby und den Zettel.

,,Diese Baby wurde mir auf meine Türschwelle gelegt. Mit nichts anderem außer diesem Zettel und dem Armreif, welches es trägt. Nun ersuche ich euren Rat in dieser Sache.."

Er sah sich das Baby ganz genau an, streichte ihm über die Stirn, nahm es hoch und drehte es, die Decke fiel von ihm und gab seinen kleinen Körper frei. Auf seinem Rücken wurde ein Mal sichtbar. Ein kleines schwarzes Mal in Form eines unbekannten Symbols. Er drehte es wieder zu sich und schaute ihm in die Augen. Das Baby gab keinen Laut von sich, sondern schaute den Mann vor sich nur neugierig und ohne Furcht an. Beeindruckt von diesem Verhalten fing der Mann an zu lachen, hob die Decke auf und wickelte diese wieder um das Baby. Dann gab er es wieder zu Achaia und las sich den Zettel durch. Zwei Zeilen nur, doch so lange und oft als sei es ein Brief. Als er fertig war, schaute er auf, er schien besorgt und zugleich hoffend zu sein. Dann wandte er sich an seinen Berater, einem etwas kleineren und älteren dünnen Mann.

,,Was denkst du Rheas? Ist er wirklich derjenige nachdem ich solange gesucht habe..."

,,Mylord, ich weiß nicht ob es ratsam ist den Jungen anzunehmen...er ist immerhin zur Hälfte ein...Sie wissen was dies für gefährliche Folgen haben könnte."

Er lehnte seinen Ratschlag ab.

,,Ist nicht jede Entscheidung mit Gefahren verbunden? Er ist ein Engel, seine Augen und sein Verhalten beweisen es...außerdem ist er mir sehr verbunden..." Er wandte sich an Achaia.

,,Du Achaia, wirst sein Lehrer und Beschützer sein. Das Schicksal hat dich erwählt...beschütze ihn mit deinem Leben. Als sei es mein Leben, dass du in Händen hältst. Ab dem heutigen Tag ist dieses Kind...ist Yui ein Engel, Etemenaki's...und mein liebstes Kind, welches es zu beschützen gilt. " Dies waren seine letzten Worte. Achaia und Raphael verbeugten sich und verließen mit dem Baby die große Halle.


Wieder in Achaia's Haus...

,,Es scheint so als hättest du eine Menge Verantwortung bekommen.. Ich kriege wohl deinen Job in der Menschenwelt."grinste Raphael und schaute Achaia herausfordernd an. Dieser winkte nur desinteressiert ab, legte das Baby auf seine Bett und widmete sich dann Raphael's Frage.

,,Oh nein! Jeder von euch darf mir dabei behilflich sein...du kannst Gabriel und den anderen schon Bescheid geben. Jeder von euch wird mir helfen auf den Kleinen aufzupassen..."

,,Jaja...ich habe ja verstanden. Ich wollte dich doch nur etwas aufziehen." sagte Raphael seufzend, ging zu dem Baby und streichelte es.

,,Der Kleine ist aber auch zu süß..." Achaia stellte sich vor Raphael und sah ihn genervt an.

,,Geh jetzt! Ich bin müde...Mache dich nützlich und sage den anderen Bescheid.."

Raphael schüttelte nur den Kopf und zuckte mit den Schultern, verließ aber das Haus und machte sich auf den Weg zu seinen Gefährten.

Achaia legte seine Kleidung ab, nahm das Baby aus der Decke und wickelte es in ein weißes Leinentuch. Dann legte er sich mit ihm in das Bett und deckte sich und das Baby zu. Eng an seine Brust lehnend, schlief es durch das gleichmäßige Schlagen von Achaia's Herzen ein. Er beobachtete es noch eine zeitlang, als auch er die Augen schloss und nur ein gleichmäßiges Atmen zu hören war.

-Du und ich Yui...ich werde dich mit meinem Leben beschützen...-


140 Jahre später...

,,YUI! YUI," hörte man eine besorgte Männerstimme schreien. Der Mann lief aufgeregt auf der Wiese herum und suchte jemandem.

Plötzlich lugte aus einem Baum ein Gesicht hervor, ein Gesicht zu dem dieser Name zu gehören schien. Zwei Amethyste blitzten auf und schwarzes Haar fiel dem Jungen in sein blasses, fast weißes Gesicht. Der Junge grinste den Mann an und rief ihm etwas zu.

,,Hier bin ich! Raphael...du brauchst nicht so zu schreien..." Raphael rannte zu ihm und sah ihn verärgert, jedoch immer noch besorgt an.

,,Wie bist du da hoch gekommen...Sofort runter mit dir. Wenn Achaia das erfährt!"

Yui seufzte und setzte seinen treuesten Blick ein.

-Der hat bis jetzt immer funktioniert...-

,,Aber Raphael...Chaia muss es doch nicht erfahren..."Doch sein Gesicht veränderte sich schlagartig, als hinter Raphael eine weitere Person auftauchte.

,,Was soll ich nicht erfahren? Wie du ohne Erlaubnis auf diesen großen Baum kletterst...was ich dir verboten hatte? Oder, dass du Raphael zu einer Lüge anstachelst?"

,,Aber...Ich...es tut mir leid...Chaia."gab er kleinlaut zurück und wagte es nicht Achaia anzusehen. Dieser spreizte seine Flügel flog etwas nach oben und breitete seine Arme auf.

,,Lass dich fallen..."

Yui ließ sich fallen und landete in Achaia's Arme, die beiden landeten und als Yui wieder Boden unter den Füßen hatte sah er seinen Lehrer und Freund scheu an.

,,..Chaia?"

Dieser schüttelte nur den Kopf und umarmte Yui.

,,Mache soetwas nie wieder...Verstanden!"Yui nickte, strahlte wieder und rannte zu Raphael.

,,Tut mir leid Raphael..." Raphael wuschelte ihm durch seine Haare und nickte.

,,Gehen wir? Gabriel und die anderen warten bestimmt schon...heute ist doch mein Geburtstag..."

Achaia lachte, ging zu ihm, nahm seine Hand und führte ihm zu einem Gebäude, welches etwas außerhalb stand.

,,Du hältst auch nicht viel von Geburtagsüberraschungen was?"

Wie zu erwarten waren alle im Inneren des riesigen Gebäudes versammelt und warteten auf Yui's Ankunft. Eine Halle aus Marmor erstreckte sich, beim deren Betreten. Durch drei weitere Türen hindurch wurde dann noch eine letzte geöffnet und ein Raum wurde sichtbar.

Hell erleuchtet und festlich geschmückt war dieser. Ebenfalls aus Marmor, jedoch viel kleiner. Um die drei großen Fenster im Raum hingen blaue, silberne und goldene Bänder. Über der Tür hing ein großes Banner, auf dem Yui's Name und die Zahl 140 stand. Die Möbel waren ebenfalls mit Bändern und Tüchern bedeckt. In der Mitte stand ein großer runder aus Ebenholz angefertigter Tisch. Der Raum wurde durch die Bänder vor den Fenstern verdunkelt und nur durch Kerzen, die auf dem Tisch und einzelnen Flammen, die abwechselnd in der Luft erschienen aufgehellt.

Um den großen Tisch, auf dem eine riesengroße Torte und Geschenke lagen, standen drei großgewachsene Männer, die Yui freudenstrahlend empfingen.

,,Yui endlich bist du wieder da! Hat ja lange genug gedauert..."

Yui ging zu dem Mann mit dem mittellangen blondem Haar und knuffte ihn in die Seite.

,,Hey Gabriel...ich wurde etwas aufgehalten"grinste Yui und schaute dabei zu Achaia.

,,Wow ist diese riesen Torte für mich? Und die vielen Geschenke?"

Dann schaute er auf die Flammen, die in Abständen immer wieder auftauchten.

,,Hey Chaia, die Idee ist bestimmt von dir oder? Du darfst deine Kraft doch gar nicht für sowas benutzen..."grinste er.

Achaia hob seine Hand, machte eine kurze Bewegung, die Flamme wurde größer, nahm verschiedene Formen an und flog um Yui herum, der das Ganze belustigt wahrnahm. Plötzlich wurde die Luft aufgewirbelt und an der Stelle bildeten sich Wassertropfen, die Flammen erloschen.

,,Achaia, gib nicht so an. Du bist der Ranghöchste, du solltest Yui ein Vorbild sein."

Achaia ging auf ihn zu und sah ihn gespielt beleidigt an.

,,Ach Uriel, es sollte ihm doch nur Spaß machen...und das hat es. Aber ich verspreche dir, mich das nächste Mal zu benehmen..."

Uriel schüttelte den Kopf unf erwiderte nichts auf Achaia's Antwort. Normalerweise war Achaia derjenige, der streng zu Yui war und jedem hier im Raum verbot irgendwelche Dummheiten mit ihm anzustellen. Meistens verstieß Gabriel dagegen und heckte mit Yui zusammen irgendwas aus, das ihn wieder zur Weißglut brachte. Aber in Momenten wie diesen wollte er derjenige sein, der ihn zum lachen bringt, in der Hinsicht war er wohl doch etwas eifersüchtig auf die Erzengel, die Yui auch sehr gute Freunde waren.

Yui grinste, lief zu den anderen, umarmte alle und ging dann zum Tisch um die Torte endlich anzuschneiden.

,,Man habe ich einen Hunger...hier, bedient euch."

Während er sich genüßlich ein Stück des Kuchens in den Mund schob und kaute, kam Uriel zu ihm und nahm ihn beiseite.

,,Ich soll dir etwas von Adam Kadamon ausrichten...und dir was von ihm geben"

,,Was...achja..."sagte Yui, schluckte schnell das Kuchenstück hinunter und wartete.

,,Du wärst jetzt endlich groß genug um das Geschenk deiner Mutter tragen zu können...hier..."er reichte ihm den Armreif, den er schon als Baby trug und streifte ihn um sein Handgelenk.

,,Und das hier solltest du auch gut aufbewahren..." Uriel gab ihm eine silberne Perle.

,,Ich weiß...ich tu sie gleich zu den anderen..." Jedes Jahr an seinem Geburtstag bekam er von Adam Kadamon eine Perle geschenkt...sie hatte immer eine andere Farbe und er trug sie an einer Kette um seinen Hals. Diese Kette nahm er nun herunter, steckte die Perle zu den dreizehn anderen und band sie wieder um seinen Hals. Dann stellte er sich auf seine Fussspitzen.

,,Danke Uriel...hast du ihn nach der Sache gefragt...?"flüsterte er in Uriel's Ohr, erhoffte sich eine positive Antwort und spielte nervös mit seinem Armreif. Doch sie kam nicht. Uriel schüttelte den Kopf.

,,Ich habe ihn gefragt...aber er bleibt dabei...du darfst nicht in die Menschenwelt..." sagte er leise und wandte sich wieder den Anderen zu.

Vor Yui herum erschienen plötzlich vierzehn kleine Flammen. Achaia stand neben ihm und lächelte ihn an.

,,Los puste sie aus und wünsche dir was..."

,,Nur vierzehn...wie dein Alter in der Menschenwelt...140 wären doch etwas viel gewesen." flüsterte er ihm zu.

Yui grinste und pustete alle Flammen aus. Er sah beleidigt zu Achaia.

,,Du musstest nicht nachhelfen...Chaia..."

Dieser war sich keiner Schuld bewusst und schaute grinsend weg.

,,Was hast du dir gewünscht, Yui?"riefen Michael und Gabriel und fielen Yui um den Hals.

,,Ich will in die Menschenwelt..."sagte er traurig und zu Achaia gewandt. Dieser schüttelte den Kopf und schaute weg.

-Aber das werde ich schon noch schaffen! Egal was Chaia sagt...ich komme dorthin!-


Später am Abend...

,,Gabriel kann ich dich etwas fragen?"Yui befand sich mittlerweile draußen und saß auf einem großen Felsen. Er drehte sich zu Gabriel um, der herauskam um nach ihm zu sehen.

,,Natürlich, Kleiner...alles was du willst..." Er kniete sich zu ihm herunter.

,,Kannst du mir sagen, wie man in die Menschenwelt kommt...?"

Gabriels Gesicht wurde ernst. Er sah Yui besorgt an und schüttelte den Kopf.

,,Du weißt ganz genau, dass ich Ärger mit Achaia und Adam Kadamon kriege, wenn dir was passiert...die Sache vor einem Jahr, tragen sie mir immer noch nach..."

Yui nahm aufgeregt Gabriel's Hand.

,,Aber Gabriel...du hast mich nur in die Menschenwelt mitgenommen, weil ich dir keine Ruhe gelassen habe...außerdem will ich jetzt nur wissen wie man da hin kommt..."

Er seufzte und fuhr fort.

,,Ich komm' sowieso nicht hin...Bitte Gabriel.."Er sah ihn mit seinem typischen Blick an...dem Blick, dem in den meisten Fällen keiner wiederstehen konnte...so auch jetzt nicht.

,,Ok, Ok..ich erzähle es dir. Aber mache mir keine Schwierigkeiten!"

,,Nein mache ich nicht! Also...?"

,,Das Reich der Engel ist in mehrere Stufen oder auch Ebenen unterteilt...Etemenaki ist die Größte. Von den letzten drei, also denen die Etemenaki am nächsten sind gehen Tore in die Menschenwelt. Das Tor in Etemenaki kannst du nur als Engel betreten, da du deine Flügel ausbreiten und auf die Erde fliegen musst. Die anderen Tore gehen direkt in die Menschenwelt, jedoch führen sie in die entlegensten Gebiete...du brauchst eine genaue Vorstellung des Ortes zu dem du gehen willst, dann gelangst du durch das Tor dorthin..."

Yui machte große Augen als Gabriel anfing zu erzählen, im Geheimen machte er sich schon einen Plan zurecht, durch welches Tor er gehen würde...Dann fiel ihm eine weitere Frage ein.

,,Hmmm...Gabriel? Wieso lebt Achaia, als ein Engel höchster Klasse auf der unterste Ebene..."

,,Das ist ganz einfach..er ist der Stärkste und Adam Kadamon vertraut ihm am meisten, da das Tor zu der Welt der Dämonen an diese Ebene grenzt, soll er dafür sorgen Dämonen von Etemenaki fern zu halten. Die meiste Zeit sorgen jedoch auch andere dafür, dass keiner hineingelangt."

Yui sprang auf, umarmte Gabriel und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Für ihn wohl das Normalste überhaupt, jedoch für Gabriel wohl nicht, denn seine Wangen färbten sich rot. Dann stand er auf und wuschelte ihm durch die Haare. Yui schaute an Gabriel vorbei und erkannte eine weitere Gestalt, die aus dem Gebäude gekommen ist.

,,Achaia..."rief er und lief zu ihm.

,,Gehe dich von den Anderen verabschieden...wir gehen jetzt, es ist schon spät..."

Yui nickte, ging in das Innere des Gebäudes, nahm seine Geschenke an sich (alle kleinen Geschenke, die er in der Hosentasche verstauen konnte..;-)) und verabschiedete sich von jedem.

Draußen unterhielten sich Gabriel und Achaia und verstummten als Yui wieder heraus kam.

,,Das werde ich machen..."hörte Yui noch Gabriel's verdriessliche Stimme, als er an ihm vorbeiging.

,,Bis morgen Gabriel...und Danke!" rief er ihm zu, Gabriel drehte sich nicht um sondern streckte nur seinen Arm nach oben und winkte, dann war er verschwunden.

,,Was habt ihr geredet...Achaia?"

,,Nichts besonderes..Komm..."erwiderte Achaia und streckte seine Arme auf. Yui ging zu ihm und hielt sich an seinem Hals fest. Achaia hob ihn hoch und er befand sich nun auf seinem Arm sitzend und an seinem Hals haltend, als Achaia seine Flügel ausbreitete und in die Lüfte ging. Yui legte den Kopf auf Achaia's Schultern und schloss seine Augen.

Als sie an der untersten Ebene ankamen, nahm Achaia Yui, der mittlerweile eingeschlafen war auf die Arme und trug ihn ins Haus, legte ihn auf das Bett und deckte ihn zu. Dann zog er sich um und legte sich zu Yui, gab ihm einen kleinen Kuss auf die Stirn.

,,Herzlichen Glückwunsch...Yui."


Ein paar Monate später, früh Morgens...

Achaia schaute zu Yui, der sich neben ihm befand und schlief. Vorsichtig stand er auf, Yui regte sich und schaute verschlafen zu Achaia.

,,Wo willst du hin, Chaia?"

,,Ich muss heute zu Adam Kadamon und noch diverse Dinge erledigen. Du bleibst hier und wartest auf mich...ich komme erst sehr spät wieder.."sagte er bestimmend.

,,Hmm...Jaja ich bleibe hier und warte brav.."antwortete er trotzig und legte sich auf die andere Seite.

Achaia nickte und verließ das Haus. Als er weg war, stand Yui auf und zog sich an.

-Pah...das denkst du dir so, dass ich hier bleibe...-

Yui ging nach draußen und sah Micheael mit einem niederen Engel reden. Er rannte zu ihm, wartete bis er fertig war und zupfte dann an dessen Umhang.

,,Michael...könnstest du mich nach Etemenaki bringen?" fragte er ihn mit seinem treuesten Blick.

Michael seufzte auf und hob ihn auf seine Arme.

,,Du weißt genau, dass Achaia der Einzige ist, der darüber entscheiden darf..."

,,Bitte er ist ohne mich weggegangen, dabei wollte ich doch mitgehen..."

,,Ok, Ok...ich bringe dich nach oben..."gab Michael auf und spreizte seine Flügel. Yui hielt sich fest und legte seinen Kopf auf seine Schulter.

,,Danke...


In Etemenaki...

,,Ich muss wieder gehen...Wir haben heute ein Treffen..." Damit verabschiedete er sich von Yui und flog wieder nach unten.

-Ein Treffen? Das läuft ja besser als gedacht...heute ist keiner da..-

Yui schaute sich um, als er niemanden sah, rannte er zu dem großen steinernen Tor, das sich in nächster Entfernung befand. Dort stand um diese Zeit keiner. Er öffnete es und ging hinein, lief einige Schritte, während sich das Tor hinter ihm wieder schloss. Es schien ihm so als liefe er auf Wolken, vielleicht war es ja wirklich so, nach einiger Zeit blieb er stehen und schaute nach unten, es gab keinen anderen Weg außer den, der nach unten führte. Yui stellte sich auf die Kante, zog seine Jacke aus und band sie sich um die Hüfte. Dann schloss er die Augen, dachte fest an den Ort, den ihn Gabriel gezeigt hatte und plötzlich breiteten sich zwei Flügel auf seinem Rücken aus. Einer war weiß der andere schwarz, lauter weiße und schwarze Federn flogen herum und fielen auf den Boden.

-Wenn Achaia erfährt, dass ich Flügel habe...dann...-dachte er beunruhigt, atmete aber tief ein und ließ sich durch das Loch in die Menschenwelt fallen.

Er kam in einer Seitengasse an und seine Flügel verchwanden, dann zog er sich seine Jacke wieder an und holte eine Sonnenbrille aus seiner Jacke. Um seine Augen bedecken zu können zog er sie auf und ging in die Menschenmenge hinaus.

Es war aufregend. So viele Menschen, die sich angeregt unterhielten, einfach aneinander vorbeiliefen oder Hand in Hand, engumschlungen an ihm vorbei gingen.

Autos fuhren herum, Ampeln schalteten sich von Gelb auf Rot. All die für die Menschen täglich zu sehenden Dinge faszinierten ihn.

Plötzlich stolperte er gegen jemanden und fiel auf den Boden, seine Brille verrutschte und gab seine Augen frei. Er schaute nach oben in das Gesicht eines jungen Mannes, der ihn eindringlich ansah. Seine Begleitung, eine schöne junge Frau, sah ihren Freund genervt an.

,,Shin, Komm jetzt! Wir haben keine Zeit..."drängte sie ihn. Doch er beachtete sie nicht und reichte Yui seine Hand.

,,Ich hoffe es ist nichts passiert...?"fragte er und zog Yui nachdem dieser die Hand angenommen hatte nach oben. Als er stand rückte er seine Brille zurecht und lächelte.

,,Ja, Entschuldigung...ich habe nicht aufgepasst..."Yui verbeugte sich vor dem Mann und seiner Begleiterin und verabschiedete sich.

-Was für wunderschöne Augen...-

Er bog ihn eine Seitenstraße ein und lehnte sich gegen die Steinwand.

-Man...warum rast mein Herz so? Ich kenne den Mann doch gar nicht...Und seine Hand war so...-

-Mist..ich muss aufhören...wenn Chaia das erfährt...Mist!-

Er schaute nach vorne und sah dort einen Vergnügungspark. Yui entschloss sich

hinzugehen und sich etwas abzulenken. An den Karusells und den Schießbuden vorebei, blieb er letztendlich vor dem Zuckerwattestand stehen. Nachdem er einige Kinder mit so einem Stab und watteähnlichem Zeug drumherum gesehen hatte wollte er sie auch einmal probieren. Yui suchte nach genügend Geld und fand es schließlich in seiner Tasche. Zum Glück konnte er einige der verschieden großen Münzen von Achaia stibitzen. Er kaufte sich eine, nahm mit einem Finger etwas von der Zuckerwatte herunter und steckte es in seinen Mund. Nach einem kurzen Moment der Überraschung, erhellte sich sein Gesichtsausdruck und ein Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit.

-Hmmm...das Zeug ist richtig lecker...das wäre genau das Richtige für Gabriel und Michael...-er wurde traurig und dachte an seine Freunde.

-Sie machen sich bestimmt schon Sorgen um mich...-

Yui entschloss sich wieder nach Hause zu gehen. Er bog in eine Gasse ein, gerade als er seine Flügel ausbreiten wollte, hörte er ein lautes Rufen nach Hilfe, er lief in die Richtung aus der das Rufen kam und sah drei Männer, die eine Frau überwältigten.

,,Aufhören! Was machen sie da mit der Frau...?"schrie er und rannte dorthin. Die Männer schauten zu ihm, zwei von ihnen ließen von der jungen Frau ab und sahen hähmisch zu Yui, der mittlerweile bei ihnen angekommen war.

,,Die Jugend von heute...schauen zu viel Fern und wollen dann den Helden spielen..." lachte der Größere der drei Männer und ging langsam auf ihn zu.

,,Verschwinde Kleiner..." er zückte ein Messer und zielte damit auf Yui.

-Ich darf meine Kräfte nicht einsetzen...aber...-

Gerade als Yui seine Kräfte einsetzen wollte, erschien eine weitere große Gestalt hinter ihm, er drehte sich um und wurde im gleichen Moment am Arm nach hinten gezogen. Hinter der fremden Person stehend, konnte er beobachten wie diese zuerst den großen, dann die zwei kleineren Männer ausschaltete und den einen ohne zu zögern umbrachte. Die Frau floh schreiend. Die Person drehte sich zu Yui um und ging auf ihn zu, dieser befand sich mit dem Rücken zur Wand und fing an zu zittern.

-Was ist das nur für ein Gefühl...?- Er sah zu der Person nach oben, es war von der Statur eher ein Mann.

-Sonst war Chaia immer bei mir...-

Als sich der 'Mann' zu ihm herunter beugte, kniff er die Augen zusammen und erwartete das Schlimmste.

,,Hey...ich tu dir doch nichts...habe ich dir eben nicht etwa geholfen?" grinste der Mann.

Yui schaute verwundert nach oben in das grinsende Gesicht, des wie er feststellen konnte jungen Mannes, den er vor kurzem erst angerannt hatte.

,,Ich habe sie nicht erkannt...tut mir leid. Danke" Er stieß sich von der Wand ab und ging an dem Mann vorbei.

,,Ist doch Ehrensache! Mein Name ist Shin...nur für den Fall dass ich dich wieder retten muss...wie ist dein Name?"lachte er und legte Yui einen Arm um die Schulter, beugte seinen Kopf zu ihm herunter und sah ihn erwartungsvoll an.

,,Ähem..m..mein N..Name ist Yui. I..Ich muss jetzt gehen..."stotterte er und machte sich unbeholfen von Shin los. Der ihn aber so unbefriedigt nicht gehen lassen wollte.

,,Hey...wo finde ich dich denn das nächste Mal?"

-Das nächste Mal? Ich weiß nichtmal ob ich nochmal her kommen kann...-

,,Auf dem Jahrmarkt...der geht ja noch den ganzen Monat..."dann machte er sich endgültig los und rannte aus der Gasse heraus.

-Hmmm...auf dem Jahrmarkt? Nunja...bis zum nächsten Mal-

Shin schlenderte über die Straße und dachte noch eine Weile über Yui nach.

-Es war wohl doch eine gute Idee, die dumme Pute zu töten und dem Jungen nachzulaufen...er ist richtig süß!-

An einem Park blieb er stehen, mittlerweile war es dunkel und keine Menschenseele befand sich auf den Straßen, vereinzelt konnte man noch einige Personen im Park oder in Cafes sehen. Er schaute sich um und verschwand plötzlich in einem Nebel, vereinzelt flogen schwarze Federn herum und landeten verstreut auf dem Boden.


TBC

So das war's bis jetzt...Achja, mir ist schon bewusst, dass die Zeit in der Welt der Engel anders verläuft als in der Menschenwelt. Sagen wir einfach, Yui war einen ganzen Tag in der Welt der Engel weg..und nur zwei Stunden in der Menschenwelt;-) Vielleicht lasse ich mir auch was anderes einfallen :-P

Kommis nicht vergessen;-)