Von Engeln und Dämonen Teil 4

Autor: shine21

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Copyright liegt bei mir ;)

Es hat lange gedauert aber ich habe mich dazu entschlossen noch weiterzuschreiben, falls es noch jemand liest ;) Hier kommt ein kurzer Teil als Einführung zu dem was alles passiert ist. Im nächsten geht es dann bei Yui und Yuki weiter. Viel Spaß beim Lesen ;)


Kapitel 4

Teil 2 Menschenwelt


Erinnerungen

Während Yui und Shuichi alle Hände voll damit zu tun hatten irgendwelche Zombis zu killen befanden sich die anderen noch immer im Wohnzimmer und hielten ihre Besprechung ab.

"Ich möchte ihn kein zweites Mal verlieren… genau deswegen habe ich mich dazu entschieden hier bei Yui zu bleiben, als sein Bruder!", kam es vehement von Achaia, der sich auch irgendwie zu verteidigen versuchte vor seinen Freunden.

Achaia dachte daran als er vor Adam Kadamon stand und ihm die schreckliche Nachricht vom Tod Yuis berichten musste. Ihm selbst war es doch schon schwergefallen. Ein Teil von ihm war in dieser Nacht mit Yui gestorben und er wusste nicht, ob er jemals wieder so etwas wie Freude empfinden konnte – ohne seinen Engel.


-Rückblende-


Adam Kadamon hörte ihm geduldig zu, blieb zunächst auch ruhig als er seine Erzählung beendet hatte. Allerdings spürte und hörte man wie die Luft zu Knistern begann, wie alles dunkel wurde und sich das Empfinden des Höchsten unter ihnen auf alles in ihrer Umgebung auswirkte. Yui war dessen liebstes Kind, das hatte Adam Kadamon oft gesagt und von ihm hatte er verlangt, dass er auf ihn aufpasste. Er hatte versagt… er hatte, das ihm wichtigste verloren und war auch noch Schuld an dessen Tod.

Mächtig und erhaben stand Adam Kadamon auf und sah zu Achaia, musterte den Seraphim kurz und seufzte schwer. Eine einzelne Träne fiel über seine Wange nach unten und wurde von seiner Hand aufgefangen. Daraufhin wurde sie zu einer Perle, die er Achaia überreichte.

„Dir ist bewusst was dein Handeln bewirkt hat und noch bewirken wird, Achaia. Durch den Tod des einzigen Sohnes wird der Dämonenfürst den momentanen Frieden für nichtig erklären. Es wird Krieg geben. Auch in mir lodert das Verlangen auf den Tod meines geliebten Kindes zu rächen, auch wenn ich weiß, dass beide Seiten ihr Wertvollstes verloren haben. Dennoch hast du auch das Einzig Richtige getan, Achaia. Du hast ihre Seelen vor dem Eintritt in den Tartarus beschützt. Sie werden bald in einem neuen Körper geboren und wiedererwachen. Ich will, dass du darüber wachst. Sobald es erkenntlich ist in welchen Körper sie geboren wurden wirst du dich ihrer annehmen. Ich möchte zudem auch, dass du dich um den Dämonenprinzen kümmerst. Wache auch über ihn. Der Krieg wird beginnen und ich kann im Moment nichts dagegen tun. Sollten wir dem Demonenfürsten allerdings dessen Sohn präsentieren wird auch der Frieden wieder einkehren. Gib Yui diese Perle, wenn du ihn gefunden hast. Achaia…", er lief zu dem Seraphim, dessen Blick voller Trauer und Schuld war.

Diese Schuld fraß ihn innerlich auf und nur diese neue Aufgabe war es, die ihn ansatzweise wieder zurückholte. Er hatte endlich eine Möglichkeit alles wieder gut zu machen, Yui zu beschützen und diesen glücklich zu sehen. Ja, er liebte diesen Engel über alles, er war egoistisch gewesen und hatte ihn von dessen Glück abhalten wollen aber… nie wieder würde er den gleichen Fehler noch einmal begehen.

"…du hast die Wahl. Als welche Person willst du an seiner Seite wachen?"

Achaia überlegte und richtete sich wieder auf, sah seinen Gegenüber zum ersten Mal nach langer Zeit wieder entschlossen an.

"Sein Bruder. Ich will ihn beschützen und so über ihn wachen. ", natürlich hätte er auch als dessen Freund über ihn wachen können aber sollte Yui Shin wirklich wiedersehen und sich erneut in diesen verlieben, dann… würde alles wieder so ein unglückliches Ende finden und das wollte er nicht.

"Ich werde ihn Euch wieder zurückbringen, Adam Kadamon und ihn mit meinem Leben beschützen. Ich werde gleich auf die Erde gehen und ihn suchen!"


Es hatte nicht wirklich lange gedauert bis er Yui wiedergefunden hatte.

Fast schien es so zu sein, als wäre es Schicksal. Das Schicksal hatte sie auch damals vor 140 Jahren zusammengeführt als Yuis Mutter diesen vor seine Haustüre gelegt hatte.

Nun befand er sich in einem Land namens Japan, einer Stadt, die Tokio hieß und in einem Krankenhaus. Die Frau, welche in der Entbindung lag schrie so laut sie konnte, verlor viel zu viel Blut und Achaia spürte wie ihre Seele regelrecht danach schrie vor Uriels Pforten treten zu können. Die Aura der Frau wurde immer schwächer.

Sie erlosch als das Baby endlich herauskam und von den Eltern versorgt wurde. Ein Leben erlosch und das andere entstand.

Sein Herz schlug schneller als er die Augen des Jungen sah. Sie waren amethystfarben, gemischt mit einem hellen Bernsteinton. Am Nacken prangte ein schwarzes Mal und… die Haut war ganz hell. So sah Yui aus als er ihn das erste Mal in Händen hielt. Das konnte nur Yui sein!

Er hatte ihn gefunden. Hier in Japan…in Tokio. Seine Seraphimkräfte würden dafür sorgen, dass er sich in die Familie einschleichen und den Platz als Yuis Bruder einnehmen konnte.

Letzten Endes starb Yuis Vater kurz nach der Geburt ebenfalls, da er den Verlust seiner Frau nicht verkraften konnte und er war der Einzige, der sich um den Jungen kümmern konnte. War es so von Adam Kadamon vorgesehen gewesen? Er wusste es nicht, stellte aber auch nichts in Frage. Endlich war er wieder mit Yui vereint und nie wieder würde er diesen aus den Augen lassen.


-Achaia Rückblende Ende-


"Ich habe mich für diesen Weg entschieden und weiß um die Gefahren, die auf Yui warten, wenn er erwacht. Genau deswegen muss ich diese Strenge walten lassen. Yui wird es verstehen und… unglücklich sieht er ja nicht aus, oder?"

Gabriel schüttelte den Kopf, seufzte aber.

"Die Dämonen halten bereits Ausschau nach jenem, der für den Tod des Dämonenprinzen verantwortlich war. Ich weiß nicht, ob es so gut ist, dass Yui weiter hier bleibt. Wir sollten ihn so schnell wie möglich nach Etemenaki bringen, sobald er erwacht. Nur dort ist er sicher.", nichts lag ihm ferner als Yui traurig zu sehen aber dessen Sicherheit ging eindeutig vor.

"Da oben ist bereits die Hölle los, Achaia. Es wird immer schwerer die Dämonen davon abzuhalten durch die Tore zu kommen und… sie tümmeln sich jetzt verstärkt auf der Erde. Diese Brut verbreitet sich wie die Pest, es werden immer mehr und irgendwann werden sie Yui finden."

Uriel war es, der diese Unterhaltung durch ein Klatschen beendete.

"Heute ist Yuis Geburtstag. Wir sollten diese Besprechung auf morgen verlegen und diesen Abend so schön wie nur möglich für den Kleinen gestalten. Er hatte gesagt, dass er mit Yuki zur Karaoke Bar wollte. Allerdings ist er nicht hingegangen weil er uns nicht warten lassen wollte. Ich denke es ist das Beste, wenn wir ihn damit überraschen und mit ihm hingehen. Yuki kann ja auch mitkommen."

Knurrend zuckte Achaia die Schultern und lief zu Yuis Zimmer, lugte hinein und sah wie Raphael – aka Shuichi gerade dabei war Yuki auf den Boden zu drücken und zu kitzeln, weil dieser ihn besiegt hatte.

/Yuki… am Ende will er dich mir doch auch nur wegnehmen/

Yuki war kein schlechter Junge, das konnte Achaia wirklich nicht behaupten aber er hatte schlichtweg Angst, dass die beiden sich zu gut verstehen könnten und was dann?

Dann war er selbst als Bruder abgeschrieben und nur Yuki würde zählen. Ja, er wollte, dass Yuki glücklich war aber doch nicht jetzt schon. Jetzt sollte der Kleine nur mit ihm glücklich sein…

Wollte Yui aber, dass Yuki an seiner Seite war, dann… würde er nichts dagegen tun.

So schwer es ihm auch fiel und so weh es ihm auch tun würde.


In Etemenaki

Adam Kadamon beobachtete zunächst das Treiben bei Yui und den anderen, schwenkte dann aber um zu einem anderen Menschen.

Yamada, Yuki. 19 Jahre alt und bester Freund von Yui. Er verfolgte den Werdegang des Jungen schon seit dessen Geburt.

Was Achaia nicht wusste und auch keiner der anderen Erzengel war, dass Yuki Yamada niemand anderes war als Shin, Dämonenprinz und mitunter die Ursache für diesen ganzen Trubel in Etemenaki und im Reich der Dämonen.

Ja, er hätte es gleich an den Dämonenfürsten weitergeben können aber er wollte es nicht. Noch war die Seele des Jungen rein und würde sie es bis zu seinem Erwachen auch bleiben gab es noch Hoffnung…

Hoffnung darauf, dass sich die Prophezeiung doch noch erfüllen würde und der Krieg endlich ein Ende finden könnte.


TBC