Hey Leute,
hat doch etwas länger gedauerter, als ursprünglich. Aber hier ist das zweite Kapitel^^
lg Jenni
An dieser Stelle bedanke ich mich auch noch mal herzlich bei meiner Betaleserin PenelopeS für ihre Unterstützung.
Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an „Zurück in die Zukunft". Ich mache mit dieser Geschichte keinerlei Umsatz und Gewinn, sondern veröffentliche sie nur, um anderen Fans eine Freude zu machen und weil ich Spaß am Schreiben habe.
Kapitel 2: The Future
Langsam kam der junge Gitarrist wieder zu sich und verspürte sogleich stechende Kopfschmerzen. Vor Schmerz stöhnend drehte er seinen Kopf von der einen zur anderen Seite des Bettes, indem er anscheinend lag.
Was war mit ihm passiert? Das Letzte an das er sich noch erinnerte war, dass er gestern ausgelassen seinen Geburtstag feierte. Seinen Kopfschmerzen nach zu urteilen, vielleicht doch etwas zu ausgelassen.
In der Nacht bedrückte ihn ein verrückter Traum. Doc Brown bat ihn, mit ihm zurück in die Vergangenheit zu reisen, um dann zum krönenden Anschluss auch noch von zwei Polizisten verhaftet zu werden.
„Ach, was für ein seltsamer Traum", gähnte Marty verschlafen und sah sich vorsichtig um, damit ihm die Kopfschmerzen nicht den Schädel sprengten.
Ihm genügte dieser flüchtige, leicht getrübte Blick, um zu erkennen, dass er sich leider nicht in seinem eigenen Schlafzimmer befand.
Stutzend entdeckte er in einer Ecke des abgedunkelten Raums den Schatten einer vertraut wirkenden Silhouette. Doch infolge der Dunkelheit konnte er nur vermuten, wer sich dort aufhielt.
„Doc, sind Sie das?", fragte er mit erwartungsvoller Stimme und hoffte, dass es sich bei der Person tatsächlich um den Wissenschaftler handelte. Eine Antwort erhielt er zu seinem Bedauern nicht.
Stattdessen schritt die Person vorsichtig auf das Bett zu, in dem Marty immer noch lag.
„Schon gut.", sagte eine freundliche, unbekannte, männliche Stimme und die Gestalt nahm auf der Bettkante Platz. „Du hast fast fünf Stunden geschlafen und ich denke, du hast fürchterliche Kopfschmerzen?"
Marty fühlte erst jetzt ein feuchtes Tuch auf seiner Stirn. Er blinzelte ein paar Mal und versuchte etwas klarer zu sehen.
„Warum ist es hier so dunkel?", fragte Marty irritiert. Sein Gegenüber grinste amüsiert und zog seine Augenbraue in die Höhe.
„Liegt das nicht ganz klar auf der Hand? Ich wollte nicht, dass deine Hornhaut überstimuliert wird und sich damit deine Kopfschmerzen noch verschlimmern. Aber jetzt bist du erstmal - mehr oder weniger gesund - im guten alten Jahr 2085." Der unbekannte Teenager lächelte.
Wieder blinzelte Marty. Warum klang das, was der Junge da von sich gab nur so verflucht nach Doc? Wenn nur sein Schädel nicht so hämmern würde.
Doch Moment! Was hatte er gesagt - 2085?
„Das ist stark, Jesus Christ - 2085?"", schrie Marty, total überfordert mit der ganzen Situation und saß mit einem Mal kerzengerade im Bett. Die Kopfschmerzen existierten nicht mehr.
Plötzlich flammte das Licht im Raum auf und er erkannte, dass die junge Person vor ihm, wohl eine Art orange futuristische Gefängnisuniform trug. Es traf Marty wie ein Blitz und er kam noch mehr mit seinen Gedanken ins Straucheln.
„Einen Moment ….", stieß er hervor.
Instinktiv riss sich der junge Gitarrist die Decke von seinem Leib und bemerkte zu seinem Entsetzten, dass er genau den gleichen Overall trug. Schlagartig wurde Marty klar, dass sein verrückter Traum wohl doch kein Traum war.
„Das… darf doch… nicht wahr sein!", stotterte Marty verstört. Er bewegte sich wie ein Krebs rückwärts so weit zurück, bis er schließlich - mit dem Oberkörper voran - über die Bettkante rutschte und hart auf den Boden aufschlug. „Oh… Jeez.", schrie Marty entsetzt und vor Schmerzen stöhnend auf.
Der junge Mann sah ihm bei seinen Freiübungen zu und dachte nur. „Armer Kerl, der denkt doch tatsächlich, dass er nur geträumt hat." Mitfühlend hockte er sich neben ihn auf den Boden.
„Ist alles Okay?", fragte er sichtlich besorgt.
„Dich hat es ja schlimm erwischt. Ich hab ja schon so einige Typen gesehen die hier im ASPTTP nach einer Verhaftung aufgewacht sind, aber noch Niemand war derart orientierungslos wie …", redete er einfach weiter.
An Marty prallte das Gerede ab, er hörte nicht mehr zu, da er ein paar Minuten benötigte, um sich halbwegs wieder zu beruhigen. Vorsichtig setzte sich Marty auf und fuhr sich mit der Hand nervös durch sein Haar.
„Ich hab zwar keine Ahnung wovon du gerade gesprochen hast, aber, wo zum Teufel bin ich hier gelandet?", fragte er leicht gereizt und unterbrach damit den Redefluss des Anderen. Dabei sah er den Jungen an.
„Wie ich dir eben schon versucht habe zu erklären, bist du hier im ASPTTP gelandet, Kurzform für American Society für die Prävention von Zeitreisen im Hill Valley Zeitgefängnis. Für Jemanden der wegen eines Zeitreisevergehens hier ist, bist du ziemlich schwer von Begriff.", schmunzelte der braunhaarige Junge und versuchte seinen Zellengenossen etwas aufzumuntern. „Mann, mach doch nicht so ein Gesicht. Wir sitzen doch alle wegen der gleichen Sache hier."
Als Marty die Worte hörte, ließ er augenblicklich seine Schultern hängen und blickte geschockt in das Gesicht seines Gegenübers. Das durfte doch nicht wahr sein? Er war im Jahr 2085 gelandet und dann auch noch in einem Gefängnis für Zeitreisende. Wie schlimm konnte es noch werden?
„Doc, wo sind wir hier nur wieder hingeraten", murmelte er unsicher vor sich hin.
Der Teenager runzelte nachdenklich die Stirn. „Doc? Ich kenne keinen Doc. Mein Name ist Calvin, genauer gesagt Calvin Martin McFly, aber meine Freunde nennen mich Cal.", meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen und schickte sich an seinem Zellengenossen die Hand zu reichen.
Dieser allerdings sprang, wie von der Tarantel gestochen, auf und umkreiste den braunhaarigen Teenager aufmerksam.
"McFly? Calvin McFly? Aber du bist… mein… mein… ähm… meinte… man, du bist so groß!", stotterte der Ältere der beiden verwirrt.
In Marty's Kopf begann es zu rattern. Kein Wunder dass der Junge ihm so vertraut vorkam. Calvin schien einer seiner Nachfahren zu sein. Und abgesehen von der Körpergröße, sah er ihm sogar ähnlich. Calvin besaß dieselben strahlend blauen Augen und trug eine Frisur, die der seines Urgroßvaters ähnelte.
Aber warum war er hier gelandet? Das ergab doch keinen Sinn, oder? Na ja, darum sollte er sich später kümmern. Zunächst musste er sich ein gutes Alibi zulegen, denn durch seine Zeitreisen wusste Marty, das es nicht unbedingt klug war, wenn einer seiner Verwandten, oder irgendjemand anderes, seine wahre Identität kannte.
Andererseits, sinnierte Marty, kannten die Polizisten, die ihn verhafteten, seine wahre Identität.
Während Marty noch fieberhaft über einen geeigneten Namen für sich nachdachte, räusperte sich Calvin kurz.
„Ich möchte dich ja ungern in deinen Tagträumereien unterbrechen, aber wärst du wohl so freundlich mir deinen Namen zu nennen? Ich will dich nicht ständig mit 'Hey DU' ansprechen!"
"Ähm, der ist auch Mc F" unterbrach er sich hilflos, bevor das Bild eines Mannes vor seinem inneren Auge erschein. „Ähm… Michael, Michael Fox!", fuhr er fort. Der Name kam ihm so leicht über die Lippen. Kein Wunder, denn Michael J. Fox war - mit Abstand - sein Lieblingsschauspieler.
„Na ja, Hauptsache der Junge glaubt mir!", dachte Marty im Stillen und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Calvin spürte, dass etwas mit seinem Zellengenossen nicht stimmte. Er wusste nicht warum, aber irgendwie wurde er das ungute Gefühl nicht los. Ein Grund, um auf der Hut zu sein, denn er spürte, dass man in der heutigen Zeit niemanden trauen sollte. Besonders nicht den Leuten, die man vor wenigen Minuten erst kennengelernte und von denen man nicht ahnte woher sie stammten.
-
Unruhig pflügte Emmett in seiner Zelle auf und ab. Er machte sich große Vorwürfe. Anstatt alles wieder in Ordnung zu bringen, hatte er die ganze Situation nur noch verschlimmert und zu allem Überfluss hatte er Marty auch noch tiefer in den Schlamassel hineingezogen, als er ohnehin schon drin steckte.
"Hoffentlich geht es Marty gut? Nicht auszudenken was diese Behörde noch mit ihm anstellen wird.", murmelte der Wissenschaftler aufgelöst vor Sorge und fuhr mit den Fingern fahrig durch die zerzausten weißen Haare. Warum verdammt war er nicht schon früher auf den natürlichen Gedanken gekommen, dass eines Tages das Geheimnis um die Zeitmaschine in die falschen Hände gelangen konnte. Er hätte es besser wissen müssen. Bei allem, was er in der Vergangenheit, oder besser gesagt, in der Zukunft miterleben durfte.
Nur ungern erinnerte sich Doc an die Sache im Jahr 1985. Vielleicht hätte es ihm eine Lehre sein sollen.
Des Weiteren plagten ihn wahnsinnige Sorgen um seine eigene Familie, die er das letzte Mal im Jahre 2012 sah.
Ursprünglich wollte er sich dort endgültig mit dieser niederlassen, doch alles kam anderes an jenem Tag…
In bewährter Weise beendete er seinen verzweifelten Gedanken, als sich die Zellentür mit einem mechanischen Zischen öffnete und ein kurz gewachsener Polizist eintrat.
„Guten Morgen, Doktor Brown", sprach Officer Blacksmith mit ruhiger Stimme. Er sah den Wissenschaftler mit ernster Miene an und aktivierte die elektrische Fußfessel.
„Es wäre besser, wenn Sie mir folgen würden! Unser Direktor des Zeitstrafvollzugs möchte zu gerne mit ihnen über den Vorfall von gestern Abend sprechen. Dieses Mal empfehle ich ihnen, sich besser angemessen zu verhalten. Es sei denn, sie wollen am eigenen Leib spüren wie sich einige Gigawatt anfühlen?"
-
In einem anderen Teil der Zeitstrafvollzugsanstalt stand Officer Tannen neben einem Schreibtisch aus Edelstahl und beobachtete seinen Vorgesetzten, der wütend auf den transparenten Bildschirm starrte. Die Szene zeigte den gestrigen Ausbruch von Dr. Emmet Brown.
„Wie konntest du inkompetenter Idiot nur zulassen, dass uns dieser sogenannte Wissenschaftler durch die Lappen ging? Wärst du nicht mein Stiefsohn hätte ich dich schon längst rausgeschmissen. Du bist genauso eine Null wie dein Vater. Du kannst von Glück reden, dass Andrew die Sache gerettet hat und auch noch den meistgesuchten Zeitstraftäter aller Zeiten überhaupt verhaften konnte. Mein Großvater Gerald Strickland* wäre stolz auf seinen Urenkel gewesen." Der Sessel drehte sich und es erhob sich ein glatzköpfiger, älterer Mann - ungefähr 60 Jahre alt, wobei man sich bei der heutigen Verjüngungstechnik nie so ganz sicher sein konnte. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug im Jahre 2085 immerhin stolze 125 Jahre.
Cliff Tannen trat nah an seinem Vorgesetzten heran. Er knirschte gereizt mit den Zähnen und schluckte seine Wut hinunter. Auch wenn er nicht zu den schlausten Zeitgenossen zählte, wusste er, dass dieser Moment nicht geeignet war, um sich mit seinem Chef anzulegen.
„Ich werde in Zukunft besser auf unsere Insassen achten, Direktor… Marshall, Mr. Strickland, Sir."
*Gerald Strickland war der Name von Marty High-School Vize-Schuldirektor in ersten Teil von Zidz.
