Ich bin Zurück mit einem einen Kapitel^-^

Es tut mir wirklich sehr leid, dass ich diesmal so ewig für das nächste Kapitel gebraucht habe… aber irgendwie hatte sich die letzte Zeit ziemlich viel um die Ohren.

Ich wollte mich bei den Leuten bedanken, die meine Story bereits angeklickt haben;) Selbstverständlich auch bei meiner Betaleserin für ihre Tatkräftige Unterstützung!

Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an „Zurück in die Zukunft". Ich mache mit dieser Geschichte keinerlei Umsatz und Gewinn, sondern veröffentliche sie nur, um anderen Fans eine Freude zu machen und weil ich Spaß am Schreiben habe.

Würde mich übrigens sehr über jederart von Kommentare freuen^^ Nun, aber genug gelabert! Wünsch ich euch viel Spaß beim Lesen!
-Szenenwechsel/ ** Zeitwechsel/ [] Anmerkungen für die Leser

lg Jenni

Kleines Vorwort zum Verständnis:
Dadurch, dass Doc mit der Hilfe von Marty aus dem Jahr 1991 versuchen wollte die Zukunft [2085A] zu ändern, werden beide verhaftet. Als Folge entsteht ein Alternative Zeitebene 2085 B. [Ähnlich wie es in Teil II passiert ist.]

Kapitel 3: Hilfe in der Not oder doch nur eine Reihe von Missverständnissen"

** 1991

Die Schlagzeile des Hill Valley Telegraph am 13. Juni lautete:

MYSTERIÖSES VERSCHWINDEN EINES ROCKSTARS!

Der National sehr erfolgreiche Sänger und Gitarrist der Band Pinheads Martin 'Marty' Seamus McFly(23), wurde gestern von seiner Frau als vermisst gemeldet. Mr. McFly wurde nach Zeugenangaben das letzte Mal am 12. Juni gegen 4:30 Uhr morgens gesehen.
Die Polizei hat die Ermittlungen bereits aufgenommen und geht nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht von einem Gewaltverbrechen aus.
Hinweise, die zum Aufenthaltsort des Vermissten führen, werden von der Örtlichen Polizeistation in Hill Valley aufgenommen.

Doch wie es mit den meisten Rockbands, die einfach in der Versenkung verschwanden, gerieten auch die Pinheads mit der Zeit langsam in Vergessenheit…

** 2085

Einige Sekunden vergingen schweigend, in denen es dem Erfinder des Zeitreisens zusehends schwer fiel die erforderliche Ernsthaftigkeit aufzubringen, die diese Situation eigentlich verlangte, um nicht augenblicklich in schallendes Gelächter zu verfallen. Denn die schauspielerischen Fähigkeiten des jungen blonden Officer Galen Blacksmith - vor den Überwachungskameras – amüsierten den erstaunten Wissenschaftler. Möglicherweise sollte Galen es mal in Betracht ziehen seinen Job hier an den Nagel zu hängen und stattdessen sein Können in Hollywood unter Beweis zu stellen. Das nötige Talent schien er - nach Emmett's Meinung - zu besitzen.
Doch der Doc musste sich trotz seiner Begeisterung zusammen reißen und ließ sich äußerlich nichts von seinem inneren Triumph anmerken. Falls je heraus kommen sollte, dass der junge Mann, der im Übrigen noch sein Urenkel war, ihm gestern Abend bei seiner Flucht zur Hand gegangen war; wäre auch die letzte Möglichkeit die Zukunft, oder besser gesagt, die Vergangenheit zu verändern – versiebt.

„Brown, wollen Sie hier Staubansetzen, oder was? Bewegen sie ihre faulen Knochen! Ich werde hier nicht für's in der Gegend rumstehen bezahlt, wissen Sie!" Gespielt grob packte Galen den Gefangen an der Schulter, zerrte ihn aus seiner Gefängniszelle und steckte ihm geschickt, blitzschnell einen kleinen Papierfetzen in die vordere Brusttasche seines Overall, so dass die lässige Kamera es nicht mitverfolgen konnte. „Direktor Strickland wartet äußerst ungern auf Arrestanten und vor allem auf solche – wie Sie es sind! Also Bewegung, Doktor Brown! Oder wollen sie, dass ich wirklich grob werde?" Mit diesem Statement unterstützte Galen seine vorgeschobene Loyalität zur ASPTT und trieb Emmett vor sich her. „Natürlich möchte ich das nicht, Officer!", meinte der Wissenschaft gelassen und ließ sich von Galen durch die verzweigten Flure des Gefängnisses führen.

Plötzlich öffnete sich auf der linken Seite eine große Metalltür, durch die die Beiden schritten und dann abrupt stehen blieben. Wenige Blicke genügten um festzustellen, dass in diesem Raum nur ein Metalltisch und einige Sitzgelegenheiten gab.
Doch kaum hatten die beiden den Raum betreten, bemerkte Emmett, wie sich die harten Gesichtszüge und die steife Körperhaltung des Officer sich veränderten.

Trotzdem wirkte der Jüngere angespannt und beäugte seinen Urgroßvater ernst. „Wir sind hier in Befragungsraum HS01", erklärte Galen mit einer gefassten Stimme bevor er fort fuhr. „In diesem Trakt, werden die Überwachungskameras zu unserem Glück erst aktiviert, wenn Direktor Strickland die Befragung beginnt."
Flüchtig nahm er Notiz davon, dass sein kleines Multifunktionsgerät warnend vibrierte.
„Es bleiben uns noch präzise eine Minute und 59 Sekunden, um weitere Details zu besprechen." Hektisch atmete der Officer ein und rückte nervös seine Uniform zurecht. „Am besten verweigerst du deine Aussage über den Vorfall! Officer Strickland hat die Begabung, jeden Insassen in irgendwelche Widersprüche zu verwickeln, wenn er das will!"

Doc fuchtelte in gewohnter Art wild mit seinen Händen in der Luft, als er antwortete „Bei Issac Newton, Galen! Hätte unser Vorhaben nur funktioniert… dann wären die Pläne für die Zeitmaschine nie in die falschen Hände geraten. Und diese ganze temporale Ebene wäre längst überschrieben worden!" Doc verlor fast die Fassung, als er sich weiter über den Fehlschlag seines eigenen Plans aufregte. Allerdings unterbrach Galen seinen Urgroßvater, indem er ihn vorsichtig an den Schultern packte und rüttelte.
„Brown- ähm Emmett… ich meinte Urgroßvater. Darüber kannst du dich später immer noch genug opponieren, nur jetzt haben wir wirklich keine Zeit!", drängte der Anfang zwanzig Jährige impulsiv und legte ein ähnliches Verhalten wie sein Urgroßvater an den Tag.
Emmett seufzte: „Du hast so recht Galen! Es ist nur, ich fühle mich für alles was hier passiert verantwortlich. Faszinierend wie viel Ärger diese Zeitreisen mit sich bringen."
Mit diesen Worten ließ sich der Wissenschaftler resigniert in einen der unbequemen Sitzgelegenheiten sinken. „Oh Junge! Es wird Monate dauern, einen neuen funktionstüchtigen Plan auszuarbeiten!"
„Ich weiß… Ich weiß. Du solltest lieber das Positive darin sehen. Wenn du die Zeitmaschine nicht erfunden hättest, würde ich jetzt wohl kaum vor dir stehen? Naja… wie auch immer… Ich hab dir in einen 55-stelligen Code in die Jacke gesteckt. Diesem Code musst in das kleine quadratische Modul in deiner Zelle eingeben, dadurch wird ein transparentes Hologramm deiner Person erzeugt. Mit diesem kannst du dich mit deinem Freund Martin in Verbindung setzen kannst.
Dieser Code, wird im Übrigen auch dafür sorgen, dass während des Gesprächs keine Videoüberwachung in den Zellen stattfinden kann. Aber denk daran, dass dieser Code maximal 10 Minuten und 4 Sekunden lang benutzt werden kann!"

Kaum hatte Galen zu Ende gesprochen, öffnete sich die Metalltür mit einen mechanischen Zischen. Es traten Direktor Strickland und Officer Strickland ein.
„Wie ich sehe, haben Sie ihren Job erfüllt! Gute Arbeit Officer Blacksmith! Nehmen Sie sich den Rest des Tages frei." Mit diesen Worten schlug der Direktor dem jungen Mann auf die Schulter. „Wenigsten sind Sie keine Null!", resümierte er nüchtern. Galen erwiderte nur ein knappes „Danke, Sir", bevor er leicht überhastet den Raum verließ.

In einem großen Apartment, in einem luxuriösen Seniorenhotel, am anderen Ende der Stadt wollte gerade eine sehr alte Dame ihr altmodisches Fotoalbum zu klappen und beiseite legen, als es ihr aus den Händen gilt und auf dem Teppich landete. Dabei fiel ein alter und vergilbterer Brief heraus. Genervt runzelte, die mittlerweile ergraute Jennifer, ihre faltige Stirn. „Das muss auch immer mir passieren", meckerte sie mit rauer Stimme, als sie sich aufrichtete, um das Papier vom Boden aufzuheben. Der Brief öffnete sich und sie erschrak, als sie zu lesen begann..

14.06.91
Liebe Jennifer,
ich habe den Artikel in der Zeitung gelesen. Du suchst nach mir und daher schreibe ich dir nun diesen Brief.
Mir ist an meinem Geburtstag endlich klar geworden, dass mir alles zu viel geworden ist. Der Druck in der Band und die ständige Öffentlichkeit…
Vielleicht war unsere Ehe zu diesem Zeitpunkt ein Fehler, da ich einfach noch nicht bereit war. Ich wünsche dir auf deinem weiteren Lebensweg viel Glück…
Ich werde nie wieder zu dir zurückkommen, deshalb höre einfach auf nach mir zu suchen. Informiere bitte meine Eltern!

Martin Seamus McFly

[Die ASPTT schrieb diesen Brief, um Marty verschwinden zu erklären]

Das konnte doch nicht wahr sein...
Um die aufkommenden Erinnerungen wieder in ihr Unterbewusstsein zu verbannen, schüttelte Jennifer energisch ihren Kopf. Eigentlich war sie über den Schmerz schon längst hinweg. Trotzdem traf dieser Brief sie immer noch zutiefst - hart wie ein Blitzschlag. Er zog ihr nach wie vor den Boden unter den Füßen weg. Vor allem, da Jennifer an diesem Tag erfuhr, das sie ein Kind erwartete.

Rückblickend musste Jennifer feststellen, dass manche Ereignisse in der Vergangenheit einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunft haben. Vermutlich würden es einige Menschen als Schicksal bezeichnen, aber Jennifer war sich in diesem Moment ganz sicher, dass Marty und sie einfach nicht zusammen sein sollten.
Die Zeitreise ins Jahr 2015 hätte Jennifer eine Lehre sein sollen, den schon dort erlebten sie keine glückliche Zukunft.
Doch damals wollte sich ihr Herz einfach nicht mit dieser Tatsache abfinden, weil die unglücklichen Verstrickungen, die zu diesem Zukunftsszenario geführten, in der Realität nie stattfanden.
Es führte dazu, dass in ihr Hoffnung aufflammte. Marty hatte es ihr am Tag ihrer Verlobung versprochen.

Nur anscheinend schien es dem Fluss der Zeit egal, wie hart jemand versuchte, es diesmal anders – besser zu machen. Im Endeffekt hatten sie beide keine Chance – wirklichen Einfluss zu nehmen.
„Jetzt, wo ich zurückblicke, war es für mich das Beste." Ein zufriedenes Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie führte ein gutes Leben. Jennifer hatte einen guten Job bekommen und verdiente genug Geld, um sich und ihr Kind durchzubringen.
„Marty ist nun definitiv ein Teil meiner Vergangenheit!", schnaubte Jennifer verächtlich, zerriss sorgfältig den Brief und warf ihn in den modernen Mülleimer, der den Brief in seine kleinsten atomaren Bestandteile zerlegte.

Es dauerte Stunden bis Emmett wieder in seine Zelle geführt wurde und damit dieses zermürbende Verhör endlich ein Ende fand.
Zur Erleichterung des Tüftlers konnten weder Direktor Strickland, noch sein Sohn irgendwelche Information aus ihm hervorlocken. Trotzdem nahm ihn die Befragung mit und zog gewaltig an seinen Nerven.
Er nahm sich vor, kurz mit Marty reden und sich dann sofort hinzulegen. Wahrscheinlich wurde er für diese Zeitreise-Abenteuer einfach zu alt. Erschöpft fischte Doc den Papierzettel mit dem Code aus der Brusttasche seines Overalls und gab diesen in das von Galen beschriebe Modul ein.

In der Zwischenzeit fing es draußen schon an zu dämmern. Calvin saß auf seinem Bett und knabberte mürrisch an seinen Lebensmittel-Pillen.
„Ich hasse diese Dinger", jammerte er und schluckte sie widerwillig hinunter. Er besaß keine andere Wahl, außer er wollte eine ganze Nacht hungern.
Aus den Augenwinkeln musterte Calvin seinen neuen Mitbewohner – Marty, alias Michael – neugierig. Dieser beschäftige sich ebenfalls mit einer der Pillen. Nur das er sie angeekelt wieder auf den Teller zu spuckte.
„Was zum Geier ist das für ein Zeug? Bah… Schmeckt genauso grausam wie der Hackbraten meiner Schwester!", äußerte Marty mit einem angewiderten und fragenden Blick in Calvins Richtung.

„Naja das sind staatlich verordnete Vitamin-Präparate. Sie sind günstig in der Herstellung. Damit senkt der Staat die Kosten für die Unterbringung von Straftätern. Gewöhne dich lieber daran. Hier gibt es nichts anderes! Es sei denn – du hast Kontakte!", erwiderte Calvin und schob sich eine weitere der Pillen in seinen Mund.

„Das ist ein schwacher Trost, danke Calvin!", entgegnete Marty süffisant und verdrehte theatralisch die Augen. Genervt ließ er sich auf seine Matratze sinken. „Spitze. Echt Spitze", raunte er und seufzte „Was würde ich jetzt nur für eine gekühlte Pepsi und ein großes Stück von Jen's selbstgemachter Pizza geben – mit extra viel Käse!"

Cal konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, je länger er mit Michael zusammen war, umso mehr verschwand das Misstrauen, das er zu Beginn fühlte.
Irgendwie war ihm der Ältere sogar sympathisch. Außerdem erinnerte seine ganze Art und Weise sehr an seinen Großvater Michael. Könnte mit dem Namen zusammenhängen, vermutete Cal. Bei diesem Gedanken wurde Calvin schwermütig, denn erst jetzt bemerkte er, wie sehr ihm seine Familie und Freunde fehlten. Also versuchte er sie eilig zu verbannen und wechselte das Thema.
„Jen? Ist das der Name deiner Freundin?", hakte er nach. Dabei erhob sich Cal von seinem Bett und stand nun unmittelbar vor Marty.

Erst jetzt wurde dem jungen Gitarristen klar, dass er wohl etwas zu unvorsichtig mit einigen Information umging. „Ähm… könnte man so sagen, denke ich", fing Marty unbehaglich zu lachten und versuchte sich zu beruhigen. Cool bleiben lautete die Devise.

Überraschend erklang eine digitalisierte Stimme durch die Lautsprecher an der Decke.
„Unerwarteter Fehler im Betriebssystem aufgetreten. Aktuell aktivierte Überwachungseinheiten werden aus Sicherheitsgründen vorübergehend heruntergefahren! System meldet einen digitalen Datentransfer, verbleibende Zeit: zehn Sekunden!"

Marty und Calvin starrten sich mit fragend an und riefen zur selben Zeit:
„Was zum Teufel war das?"
Ein kleines Modul an der Wand begann soeben heftig zu blinken und Calvin trat näher heran. „Wow! Ich bin jetzt schon seit 3 Monaten hier, aber das ist neu!", stammelte der Teen fasziniert, als seine Finger vorsichtig über die Apparatur fuhren.

Plötzliche materialisierte sich ein Hologramm mitten in der Zelle.
„DOC!" schrie Marty aufgeregt aus vollem Hals, riss die Augen ungläubig auf und sprang stürmisch von seinem Bett auf.

Das Hologramm des Wissenschaftlers lächelte sichtlich erleichtert.
„Es tut so gut dich wiederzusehen Marty, wie gehst es Dir?", fragte der Doc fürsorglich und versuchte Marty an der Schulter zu packen, doch seine Hand griff ins Leere. Die moderne Technik war für den Geschmack des Erfinders noch etwas verbesserungswürdig.

„Mikey – nicht Marty, oder Doc?", antwortete Marty und deutete unauffällig auf den leicht abseits stehenden Calvin. „Ach wundervoll, alles läuft prima! Wissen sie, falls es ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte Doc! Wir sitzen hier hinter Schwedischen Gardinen!", gab der Sänger keifend und ironisch zum Besten.
Natürlich verstand Doc sofort die Geste von Marty und korrigierte sich „Selbstverständlich weiß ich das, Mikey!" Doch über die letzte Aussage seines Freundes konnte der Doc überhaupt nicht lachen, vielleicht lag es an daran, dass er total übermüdet war, oder Marty sich im Ton vergriffen hatte.
„Allerdings ist das kein Grund dich aufzuregen. Ich gebe zu ich habe uns in Schwierigkeiten gebracht! Aber wenn ich mich recht erinnere, warst du Derjenige, der meine Anweisungen nicht expliziert ausgeführt hatte!"

Deutlich trat eine Ader des Zorns an Marty's Stirn hervor. Dies ließ nichts Gutes verheißen.
„He! Eine Sekunde mal, Doc! Wollen sie damit sagen, dass ich an allem Schuld bin?", starrte zähneknirschend Marty in das Gesicht seines langjährigen Freundes. Sein sonst so gut kontrollierbares Temperament geriet langsam außer Kontrolle.