Gut diesmal wieder ein wenig länger. Und ich ende mit einem echten Cilff hanger. Nur gut das das nächste kapitel schon fertig is . Hihi. Auch diesmal git Feedback is immer gut
Ich wurde unsanft von einem Gerumpel gefolgt von einem etwas Höheren klirren und ich fragte mich unweigerlich welcher Idiot jetzt schon wieder meine Küche auseinander nahm. Ich stand auf und erinnerte mich daran, dass Rachel eigentlich irgendwo da draußen sein sollte. Also schnippte ich einmal mit den Fingern und kleidete mich in einen Morgenmantel der starke Ähnlichkeit mit einem Kimono hatte. Ich öffnete die Tür zu meinem Raum und hoffte dabei inständig dass Sie meinen rat befolgt hatte und nicht schon wieder dabei war sich umbringen zu lassen. Ich hatte den anderen Raum kaum noch betreten, da kam mir auch schon eine Schüssel entgegen gesegelt und zersprang neben mir am Türstock. Daher war ich auch auf den Zauberkessel vorbereitet der kurz später denselben weg nahm. Er traf mich nur nicht weil ich es schaffte mich schnell genug in Rauch aufzulösen. Stattdessen prallte er mit einem dumpfen scheppern von der hinter mir liegenden Schlafzimmerwand.
Was zum Teufel…? Ich verschaffte mir in einer Sekunde den Überblick. Rachel stand hinter meiner Küchentheke und sah irgendwie nicht sehr begeistert aus und hin und wieder warf sie mit meiner Ausstattung. Pierce stand ihr genau gegenüber und versuchte anscheinend vergeblich zu ihr zu gelangen. Der Kampf hatte aber offensichtlich nicht dort begonnen. Bereits die Hälfte meiner Bücher lagen über den gesamten Boden verstreut, das Holz das neben dem Kamin gestapelt war, war durch den halben Raum gerollt und mehrere antike Gegenstände waren offensichtlich im Zuge einer Lebensmittelschlacht als Deckung benutzt worden. Es war mir egal wer von den beiden angefangen hatte, so wie es hier aussah würde ich sie ohnehin beide umbringen. Es stellte sich nur noch die Frage wer zuerst sterben müsste.
„Was ist hier los", brüllte ich so laut ich konnte und die Wände wackelten dabei und das Feuer im Kamin loderte zornig auf, was beides bestens zu meiner Stimme passte. Die beiden Hexen die mich vorher nicht bemerkt hatten schreckten zusammen und Pirece der mir den Rücken zugewandt hatte musste sich umwenden um es Rachel gleich zu tun und mich anzustarren. „ Ihr habt mich aufgeweckt", grollte ich und nahm Pierce in die Mangel. Erstens weil ich ein unbändiges Bedürfnis hatte jemandem wehzutun und zweitens weil Rachel sich sicher hinter der Kücheninsel verbarrikadiert hatte schlug ich seinen Kopf kurzerhand Auf die Arbeitsfläche hinter ihm. Allerdings nicht hart genug um ihn auszuknocken. „also", stammelte Rachel ein wenig verunsichert und starrte auf Pierce der gerade seine Stirn befühlte und mit Schrecken feststellte das Blut auf seinen Fingern klebte, „Pierce hat angefangen" sagte sie anklagend bekam dann aber doch Angst dass ich ihn womöglich umbringen konnte, „Aber ich habe angefangen Dinge zu werfen"
„Ihr seid schuld", warf mir Pierce anklagend vor, „ wie könnt ihr Lady Rachel nur solche Bücher zu lesen geben. Dies sind Bücher für Dämonen und nicht für Ladys."
Darum ging es also. Dieser Trottel war also noch immer in mein Hexi verschossen und konnte nicht akzeptieren dass sie jetzt ein Dämon war.
„ZU deiner Information Don Juan. Rachel ist ein Dämon. Finde dich damit ab" ich kniete mich zu ihm hinunter um zu sehen wie tief die Wunde war und entschied dass er es wahrscheinlich überleben würde. Schade. Ich richtete mich wieder auf und grinste Rachel über die Theke hinweg an „ Und außerdem ist Rachel keine Lady. Nicht wahr Liebes."
„Du kannst mich mal kreuzweise Al" sie drückte das Buch, das sie in den Armen hielt noch fester an den Brustkorb als müsste sie es beschützen. „Siehst du", sagte ich triumphierend zu meinem Lieblings Quälgeist. Der sah mich nur trotzig an und meinte „ Mrs Rachel mag vielleicht Dämonen Blut in sich tragen. Aber das macht sie noch lange nicht zum Dämon. Und sie mag sich vielleicht nicht wie eine Lady verhalten, aber das heißt noch lange nicht das sie keine ist." Ich überlegte mir ernsthaft ob tote Geister eine Gehirnerschütterung erleiden konnten, denn was Pirece da von sich gab klang mir doch ziemlich verwirrt.
„ Danke", sagte Rachel von hinter der Theke „ glaub ich zumindest." „Warum möchtest du dieses Teufelsbuch dann nicht von dir legen Rachel. Und warum gibst du dich mit diesem Monstrum hier ab", bei dem Begriff Monstrum in Bezug auf meine Wenigkeit schnaubte ich verächtlich, „ Ich bin bereit zu akzeptieren dass deine Dämonen-DNA etwas ist das du erhalten im Austausch für dein Leben. Aber wenn du anfängst dich wie ein Dämon zu verhalten und es anzunehmen… Dann bist du verloren." Ich hatte eindeutig genug von Pierce dramatischer Moralpredigt. Ich trat ihm noch einmal mit den spitzen Schuhen in den Bauch um ihn ruhig zu stellen und dann wanderte ich um den Tresen auf Rachel zu. Ich fand es durchaus interessant, dass sie das Dämonenbuch so energisch verteidigt hatte.
Sie duckte sich als ob sie erwartete dass ich sie auch schlagen würde. Ich sah sie an wie sie da stand und sich wie ein kleines Kind an das Buch klammerte. Ich wusste was gerade in ihrem Kopf vorging. Sie war noch nie eine undurchschaubare Person gewesen. Ich konnte an ihrer Körpersprache lesen dass ihr das was Pirece gesagt hatte zu denken gab. Dummes Mädchen. Ich konnte dieses ärgerliche „Ich weiß nicht wer ich wirklich bin. Ein Dämon eine Hexe. Ich bin kein schlechter mensch wenn ich versuche zu überleben. Dass kann doch unmöglich falsch sein" förmlich hörte das sich nun hinter ihrer Stirn abspielte. Ich kam noch ein gutes Stück näher und schob meine behandschuhte Hand unter ihr Kinn und zwang sie mich anzusehen: „ Ich finde es löblich wie eifrig du deine Lehrbücher verteidigst Schätzchen. Aber musst du dafür wirklich mein gesamtes Wohnzimmer auseinander nehmen?"
Rachels grüne Augen wanderten zu Pierce der sich nun aufgerichtet hatte und uns beiden gespannt zusah, jederzeit bereit einzuschreiten sollte ich versuchen Rachel weh zu tun. Dieser Idiot bemerkte nicht einmal, dass er das eben selbst ganz gut geschafft hatte. „Ich bin kein Dämon" flüsterte sie und versuchte sich selbst mehr zu überzeugen als jeden anderen. Wenn ich ein Herz gehabt hätte, hätte es mir ihre Abneigung gegenüber Dämonen sicherlich gebrochen. Da ich so etwas aber nicht besaß war ich nur ungehalten darüber dass sie dachte ein Dämon zu sein bedeutete automatisch einer von den Bösen zu sein. Ja ich musste zugeben auf die meisten meiner Art traf das zu. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekannter weise die Regel.
„ Natürlich bist du das Liebling und du warst auch nie etwas anderes", ich zog eine verunsicherte Rachel Richtung Waschbecken. Ich mochte sie wesentlich lieber wenn sie tough und kratzbürstig war. „ Hier", meinte ich, „sieh hinein." Ich ließ Wasser in das zugestöpselte Becken laufen und verspiegelte dann die Oberfläche mit einem einfachen Zauber und zog etwas mehr Energie als nötig durch Pierce, der sich schmerzhaft krümmte. Er hatte es verdient. Zuerst mein Wohnzimmer zerlegen mich aus dem Schlaf holen und mein Krätzi-Hexi beleidigen für wen hielt er sich eigentlich. Rachel lehnte sich über die Oberfläche. „ Ja ich hab auch zu Hause einen Spiegel Al" sie wollte sich schon wieder aufrichten als ich mir ihr Genick schnappte und sie über dem Wasser fixierte.
„ Au du Mistkerl", beschwerte sie sich. Ich drückte nur fester zu und sie grunzte missbilligend. „ Ja das ist was du bist" Ich zog meinen Handschuh mit meinen Zähnen von der noch freien Hand und ließ ihn über das Wasser gleiten. Das Bild veränderte sich „aber du kannst so viel mehr sein." Rachel keuchte entsetzt auf. Das Bild hatte sich nur wenig verändert. Aber statt der grünen Augen befanden sich jetzt ein Paar roter mit Ziegenschlitzen in Rachels Gesicht, die sich nebenbei bemerkt fürchterlich mit ihren Haaren schlugen. „Nein" schrie die Hexe und entwand sich meinem Griff, „ das werde ich niemals sein". Sie stieß mich nach hinten. Ich war nicht auf den Stoß vorbereitet und stieß mit dem Rücken gegen den Herd.
„ Nicht so stürmisch" meinte ich und griff mir Rachels Arm um zu verhindern, dass sie weiter auf mich einschlug. Ich hätte es kommen sehen müssen aber ich tat es nicht. Rachel handelte vollkommen aus Instinkt und warf mich über ihre Schulter. Ich konnte noch im Flug sehen wie sie begriff was für einen dummen Fehler sie begangen hatte. Regel Nummer eins: Ärgere nie den Dämon. Regel Nummer zwei: Ärgere nie den Dämon und Regel Nummer drei: Falls du Regel Nummer eins und zwei gebrochen hast lauf so schnell du kannst. Ich war sauer und zwar so was von. Auch wenn ich kleine Raufereien mit Rachel an sich amüsant fand, heute war ich am Ende meiner Geduld. Wahrscheinlich hätte ich etwas getan was ich später sehr bereut hätte. Bei einer aussterbenden Rasse waren Schüler nicht leicht zu finden. Aber Gott sein dank gab es da ja noch Pierce. Der war seiner Jungfrau in Nöten sofort zur Hilfe geeilt und zog mir Just in dem Moment in dem ich aufspringen wollte und Rachel anfallen, die Bratpfanne über den Kopf. Ich verfehlte also Rachel um ein Paar Zentimeter und sprang geradewegs auf den Kasten hinter ihr zu.
Kennt ihr diese Momente in denen so viel auf einmal so schnell hintereinander passiert, dass man um wirklich zu begreifen was passiert eigentlich Zeitlupe brauchte. Das war einer dieser Momente.
Wie gesagte ich segelte auf den Kasten zu und schwor mir dabei Pierce zu töten, auch wenn das hieß, dass ich mir einen neuen Familiar suchen musste. Rachel atmete kurz auf, als sie bemerkte, dass ich sie verfehlen würde. Keine Sekunde später weiteten sich ihre Augen vor schrecken, als sie bemerkte, dass mein Fuß sich mitten im Flug mit ihrem Bein verheddert hatte. Auch Pierce bemerkte es und versuchte vergeblich, Rachel noch zurück zu halten. Die wiederum wollte sich an einem Regal festhalten, dass aber mit einem lauten krachen zersplitterte. Ich hatte dieses Regal geliebt. Na egal, jetzt passte es zum Rest meiner Wohnung. Anscheinend war der used Look dieses Jahr wieder in Mode. Also flogen ich und Rachel beide auf den Kasten zu und ich sah, dass sie zuerst auftreffen würde, und zwar mit Kopf voran. Das würde mir gerade noch fehlen. Eine Schülerin mit Gehirnerschütterung. Rachel war auch so schon dumm genug. Entnervt angelte ich sie näher an mich heran, wobei Rachel erschreckt auf keuchte. Ich versuchte sie zu retten und sie dachte ich wolle sie umbringen. Typisch. Ich nutzte also den Schwung unseres Fluges, so dass ich mit dem Rücken zuerst gegen den Kasten prallte und Rachel mit meinem Körper schützte. Der Aufprall an sich war nicht so schlimm, aber Rachels geballte 5 Tonnen trieben mir die Luft aus den Lungen und die Tränen in die Augen.
Aber wir lebten noch und niemand war verletzt worden. Ich versuchte mich zu bewegen und revidierte ganz schnell meine zweite Feststellung. Wenigstens waren wir noch am Leben. Ich sah auf Rachel hinunter die gerade dabei war sich wieder zu orientieren und nach größeren Verletzungen zu suchen. Dann sah sie zu mir auf und meinte „Ähm" und wirkte dabei etwas peinlich berührt. Erst da bemerkte ich, dass ich sie noch immer in den Armen hielt und ließ los, weil diese Berührung so falsch vertraut wirkte. Seltsam wie meine Hemmungen größer waren bei einer Umarmung als bei sexueller Belästigung. Wahrscheinlich war es die Vertrautheit die mir beim einen zu schaffen macht und beim anderen nicht. „Alles in Ordnung?", fragte ich und sah erbost zu Pierce rüber, der das Ganze mit bleicher Miene verfolgt hatte, „Normalerweise killst du doch immer deine Freunde, ich glaube Pierce wollte den Spieß mal umdrehen." „ Das ist eine infame Lüg…" begann dieser sich zu entrüsten doch ich schnitt ihm scharf das Wort ab „ Um dich", droht ich „kümmere ich mich später."
„Mir geht's gut", versicherte mir die Hexe, die gerade versuchte sich am Kasten hochzuziehen. Auf einmal hörte ich etwas wackeln und Rachel hielt erschrocken in ihrem tun inne. Wie auf Kommando sahen wir beide gleichzeitig nach sahen wir uns beide an „ Ohoh." Man hätte meinen können wir hätten das geprobt so synchron waren wir. Ganz oben auf dem Kasten befanden sich mindestens ein Dutzend bereits aktivierter Zaubertränke. Einige davon tödlich. Mist. Nichts wie weg hier. Ich schnappte mir Rachel und setzte zum Sprung an, aber wir waren nicht schnell genug. Mit einem Lauten Klirren traf uns die gesamte Ladung Tränke und durchnässte uns bis auf die Knochen.
