So wie versprochen ein neues Kapitel Express lieferung :) ja auch für dich Lisa kannst dich später über die Rechtschreibung berschweren
„Okay was geht hier vor", wollte Rachel wissen. Ich schätzte mal stark, dass es zu spät war um jetzt noch etwas vor ihr zu verheimlichen. „Ich weiß es auch nicht so genau", ich fragte mich wie viel ich ihr nicht erzählen konnte. Ich warf einen unauffälligen Seitenblick auf Ceri. Ich wusste dass Rachel sie nicht sehen konnte von ihrer Position aus. Ich konnte ein kleines Schmunzeln nicht vermeiden. Sie sah aus wie ein Engel mit ihren langen blonden Haaren die wie ein Fluss aus Gold unter Der Kapuze ihres bodenlangen blauen Mantels herausragten. Ich bemerkte, dass ihr Füße ohne jeglichen Schuhe, nackt im grünen Graß steckten. Sie hatte es immer gehasst, wenn ich sie gezwungen hatte Schuhe zu tragen. Sie hatte sich immer beschwert, dass es unbequem und nutzlos war und genau deswegen, hatte ich es nur umso lieber getan.
„Erde an Al", meinte Rachel und winkte vor meinen Augen mit ihrer Hand auf und ab. Wenn sie nicht vorsichtig war würde ich ihr dieses Ding noch mal abschneiden. Ich fing ihren wild fuchtelnden Arm in der Luft ab und verdrehte ihn in einem ungesunden Winkel. „Au", beschwerte sich die Hexe. „Was", wollte ich wissen ehe ich sie los ließ. Natürlich nicht ohne vorher noch einmal zuzudrücken. Wie ein beleidigtes Kind zog sie die Hand an ihre Brust und rieb sich das zweifelsohne schmerzende Handgelenk.
„Du hast zwar gesagt du weißt es nicht genau aber ich bin sicher du hast ne Theorie", abwartend sah sie mich an. Ich warf noch einen abschätzigen Blick auf Ceri und entschied dann dass es nichts brachte etwas vor Rachel geheim zu halten. Früher oder später wurde sie es ohnehin herausfinden und dann müsste ich mir nur wieder ihr Gezeter anhören. „Wir sind in meinem Kopf", die zwei Personen, also ich und Ceri bewegten sich ein Stück. Rachel sah verwirrt und ein bisschen ungläubig aus. Entnervt fügte ich hinzu, „also um genauer zu sein befinden wir uns in meinen Erinnerungen." „In deinen…Aber wieso genau sehen wir sie nicht aus deiner perspektive sondern als Beobachter" Mh gar kein so schlechter Gedanke. Etwas ruppiger als notwendig meinte ich „Woher soll ich das Wissen." Es ärgerte mich dass Rachel an etwas gedacht hatte, das mir nicht in den Sinn gekommen war. Sie gefiel mir besser wenn sie die dumme Schülerin war. Streber hatte ich noch nie gemocht. „Und wie zum Wandel kommen wir in deinen Kopf" Aha. Da hatte ich ihr etwas voraus.
„ Die Tränke die auf uns drauf gefallen sind", Rachel nickte mit schmerzhaft verzerrtem Gesicht, wie um zu zeigen, dass sie sich noch genauestens daran erinnern konnte, „ als die tränke uns alle getroffen haben, haben sie sich vermischt. Man kann nie genau wissen, was bei so etwas raus kommt. Du kannst dich bei deinem lieben Pirece bedanken, wenn wir hier wieder raus sind. Vorausgesetzt du erwischt ihn vor mir. Wenn ich mit ihm fertig bin wird sich nie wieder jemand bei ihm bedanken können", knurrte ich. Ich warf noch einen Blick auf mich und Ceri. Wir waren jetzt fast in Hörweite und das machte mich schon reichlich nervös. „Apropos hier raus sein. Wie zum Teufel sollen wir hier eigentlich…" Rachel konnte ihren Satz nicht vollenden, denn Ceri fiel ihr mit ihrer gebieterischen Lauten Stimme ins Wort.
„Ich HASSE ihn. Er ist ein aufgeblasener, verwöhnter, widerlicher…"Sie rang mit ihren Armen ebenso wie sie nach Worten rang. Ihre Wangen waren rot vor Empörung, ihr Atem ging schnell, was bewirkte dass sich ihr eingeschnürter Brustkorb rapid hob und senkte. Es war ein durchaus reizvoller Anblick. Mein jüngeres Ich stimmte mir offensichtlich zu, da er genau diese Stelle genauer musterte, bevor er sich auf einen Baumstumpf setzte. „Schnösel", schlug er vor und beendete damit ihre Schimpftriade. Sie wirkte im ersten Moment ein wenig brüskiert, dass er ihr das Wort aus dem Mund genommen hatte. Doch dann überlegte sie eine Weile bevor sie zustimmend nickte. „Ja das ist er wohl. Und ein adeliger noch dazu" Sie sah sich kurz um und als sie nichts fand worauf sie sitzen konnte, ließ sie sich kurzerhand im Gras nieder. „Nana", meinte der andere Al und schmunzelte, „ spricht man so etwa von seinem Verlobten" Bei der Erwähnung des Wortes verlobter schnaubte Ceri einmal ablässig und blies dabei eine Strähne aus ihrem Gesicht, die aber sofort wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückkehrte.
Eine Weile saßen sie nur Still da und das einzige Geräusch war das Zirpen der Grillen. Ich nutzte die Pause um zu Rachel zu starren. Sie hatte den Blick fest auf die beiden gerichtet und sah gespannt zu. Schön das du dich amüsierst. Brauchst du vielleicht noch etwas Popcorn. Mein Leben war doch kein Kinofilm. „Wenn er doch…" Ceri brach die Stille, aber sie ließ den Satz unvollendet in der Luft hängen. Als Augen senkten sich zu ihr herab und ich erinnerte mich noch genau daran, dass ich damals dachte, das die Elfe in dem Gras aussah wie eine Blume, die darauf wartete gepflückt zu werden. Ich beobachtet mich selber, wie ich mich nach unten beugte und die beharrliche Strähne aus ihrem Gesicht strich. „Wenn er doch… was Liebling?" fragte der andere Al sanft und drängend zu gleich. „ Also wenn ichs nicht besser wüsste würde ich sagen du hast dich hals über Kopf in Ceri verguckt", flüsterte Rachel ohne die Augen vom Geschehen abzuwenden. „Zum Glück weißt dus besser" gab ich zurück. Aber ich wurde immer unruhiger. Es gab Dinge von denen ich nicht wollte, dass Rachel sie wusste. Genauer gesagt Dinge von denen ich nicht wollte dass sie irgendjemand wusste.
„Ein bisschen so wäre wie du", beendete Ceri ihren Satz und schlug die Augen nieder. Die sonst so selbstbewusste Elfe sah unglaublich unsicher und zerbrechlich aus. Es war ein Anblick der so schön war, dass er einem schier das Herz brach. „Ich hab hier etwas für dich." Al zog einen seiner weisen Handschuhe aus und ich wurde panisch. Hatte ich Dinge erwähnt die geheim bleiben sollten? Das war eindeutig eines von ihnen. Der andere Al hielt seine, zur Faust geballten Hand, an seinen Mund. Ceri beobachtete ihn wie ein Kind mit großen leuchtenden Augen während jede Faser meines Körpers sich an einen anderen Ort als hier wünschte. Al murmelte ein paar Worte in seine Hand und ich spürte ein Ziehen, das durch meinen gesamten Körper lief. Al öffnete die Hand und heraus flog ein einzelner blauer Schmetterling. Meine Sicht begann zu verschwimmen und als ich realisierte, was gerade passierte, hatte ich gerade noch Zeit Rachel an der Hand zu packen, bevor sich unsere Umgebung ein weiteres Mal veränderte.
„Hey", meinte Rachel empört, „ich wollte sehen was passiert." Ich verzog missbilligend das Gesicht, „ Rachel mein Leben ist keine verdammte Sitcom" „Sicher?", fragte sie schnippisch „ Schalten sie auch nächstes mal wieder ein wenn es heißt was passiert nachdem Al Ceri einen blauen Schmetterling geschenkt hat." Ich fluchte innerlich. Sie hatte es gesehen. „ Wo sind wir diesmal gelandet?" Rachel war wie ein Kleinkind. Schon hatte sie das Interesse verloren und suchte sich etwas neueres Aufregenderes. Mir sollte es recht sein. Ich musterte unsere neue Umgebung. Der Raum war sehr schlicht eingerichtet. Die Wände sowie auch der Boden, waren mit Holz ausgekleidet. Zwei schiebe Türen führten in den Nebenraum und der Geruch von Weihrauch schwebte über dem kleinen Szengarten, der einen Großteil des Platzes einnahmen. Sofort hellte sich meine Stimmung auf. Ein Gefühl von zuhause stellte sich ein. „ Wir sind in einem Tatami Zimmer" allein schon der Klang des Wortes Tatami jagte mir erfreute Schauer über den Rücken. Es fühlte sich einfach richtig an auf der Zunge. Verglichen damit war Englisch der reinste Brechreiz.
„Ein was?" Rachel sah verwirrt drein. Anscheinend war sie mit der asiatischen Kultur nicht sehr vertraut. „ Ich erwarte nicht dass so eine Barbarin wie du das versteht." Ichbemerkte meine Unhöflichkeit und entledigte mich meiner schuhe. „Schuhe aus", befahl ich auch Rachel die mich ansah als wäre ich jetzt durchgedreht. „Wieso?" Ich war verärgert „ Weil ich dein Lehrer bin und ich sage du sollst deine Gott verdammten Schuhe ausziehen." „Wir sind in deinem Kopf. Ist ja nicht so als würde sich jemand beschweren" Ich atmeten noch einmal ruhig durch. Dann drückte ich eine erschreckte Rachel abrupt gegen die Wand des Zimmers. Eine meiner Hände vergrub ich in ihrem Haar und zog so ihren Kopf in ihren Nacken. Die zweite wanderte ein wenig unentschlossen über ihren Körper und ließ sich schlussendlich auf ihrem hinter nieder. „Hey", beschwerte sich Rachel. Ich zog ein wenig grob an ihren Haaren. Sie stöhnte schmerzvoll auf, doch dann hielt sie endlich ihre Klappe. „Wenn ich sage du sollst deine Schuhe ausziehen dann tust du das auch. Und zwar ohne wenn und aber. Mein Kopf meine Regeln" Rachel sah trotzig drein und presste ihre Lippen missbilligend zusammen. „ Haben wir uns verstanden" meinte ich nachdrücklich. Soweit es ging nickte Rachel und ich lockerte meinen Griff in ihrem Haar.
Ich wollte sie schon gehen lassen das kam mir eine grandiose Idee. „ Ausziehen" verlangte ich. Rachels Augen wurden groß. „ Muss ich dir erst weh tun?" drohte ich. Sehr unwillig wanderten Rachels Hände zu ihrer Hose und sie knöpfte sie auf. Als ich verstand was sie tat warf ich meinen Kopf in den Nacken und begann schallend zu lachen. Verwirrt hielt Rachel in ihrem Striptease inne. „ ich hatte die Schuhe gemeint, aber ich schätze deinen Enthusiasmus." Rachel wurde rot als sie ihr Missverständnis erkannte. Mit einem bösen Blick strampelte sie sich die Schuhe von den Füßen und versuchte sie gleichzeitig nach mir zu werfen. Ich lachte mich halb tot und ließ sie los als sie fertig war. „ Das ist ein braves Mädchen" stichelte ich, als sie ihre Schuhe, die sie durch den halben raum geworfen hatte, wieder aufklaubte. „Jaja. Sehr lustig. Ganz großes Kino. Hör auf zu lachen und sag mir lieber wie wir zurück kommen. Oh ich hätte nie gedacht dass ich das mal sage. Aber ich wäre nirgendwo lieber als in deiner nach Bernstein stinkenden Küche."
„ Das ist nicht so schwer. Ich muss einfach nur einen kleinen Fluch winden und wir sind in null Komma nichts hier weg. „ behauptete ich. „Was machen wir dann noch hier" Rachel wirkte noch immer etwas verstimmt. „ oh nein es gibt ein aber oder. Bitte sag mir dass es kein aber gibt" Warum war meine Hexe nur immer dann nicht schwer von Begriff wenn es von Vorteil für mich wäre. „Wir müssen wieder aus der Erinnerung hier raus durch die wir reingekommen sind" erklärte ich. Sie starrte mich entgeistert an. Nicht dein ernst. Wir hätten die ganze Zeit schon zurück sein können. Warum hast du uns dann eigentlich von dort weggezerrt." Ich hatte einfach Panik bekommen. Aber das würde ich bestimmt nicht zugeben. „ Um noch etwas mehr Zeit mit dir zu verbringen", ich zog eine gekünstelte Schnute. „ in letzter Zeit spielst du nur noch mit Trent Kalamack und nicht mehr mit mir" Sie schüttelte wütend den Kopf „Dann bring uns zurück" verlangte sie. Ich zuckte mit den Schultern. „Würde ich ja. Aber ich weiß nicht wie" Das war nicht einmal gelogen. Ich hatte keine Ahnung wie ich es geschafft hatte Erinnerung zu wechseln. Geschweige denn konnte ich kontrollieren zu welcher Erinnerung wir kommen würden.
„Wir sitzen in der Scheiße."
Rachel hatte es mal wieder auf den Punkt gebracht
