Es tut mir furchtbar leid wie ewig ich gebrauch habe um ein neues Kapitel zu posten aber die uni war mühsam und dann hat mich auch noch die Muse verlassen. Jetzt bin ich aber zurück und top motiviert (oder so -.-) am ende is es vielleicht etwas holprig einfach weil zwischen Anfang und ende ungefähr 3 Monate liegen

Dafür ein extra langes Kapitle DANKE für alle eure netten Kommentare und hoffe auf neue ( immer ein guter Ansporn :) )


Die kahlköpfige Dämonin kam einen kleinen Schritt näher und ich trat schützend vor Rachel. "Was machst du in meinem Kopf?" grollte ich und Rachel schob mich ungehalten zur Seite um mir zu zeigen, dass sie meinen Schutz nun wirklich nicht brauchte. Das sah ich etwas anderes. Ich schnappte mir die kleine Rebellin und beförderte sie wieder hinter mich, bevor ich Newt einen drohenden Blick zuwarf. Die tat so als würde ich sie wenig interessieren und als wäre sie nur gelangweilt oder höchstens noch leicht amüsiert von meinen Drohgebärden.

"Ich hab den Machtschub gespürt. Den von eurem kleinen ..." sie suchte nach dem richtigen Wort, während sie mir den Rücken zuwandte um mir zu zeigen, dass ich keine Bedrohung darstellte. "Missgeschick" spottete sie höhnisch. Ich schluckte meine Angst hinunter damit Rachel keinen Panikanfall erlitt. Ein Dämon der sich fürchtete war nie ein gutes Zeichen und das würde sie wissen. Ich spielte hier also einen auf Mister cool während ich überlegte ob ich mich gleich töten lassen sollte oder ob es besser war es länger hinauszuzögern. Ich warf einen Blick auf Rachel und beschloss, dass obwohl für mich keine Hoffnung bestand sie mit meiner Hilfe vielleicht überleben konnte. Sie war die einzige außer dieser verrückten Dämonenfrau die mir nun gegenüber stand, die den Fortbestand meiner Rasse sichern konnte. Wenn ich schon gehen musste, dann würde ich mit wehenden Fahnen gehen.

Ich fluchte einmal innerlich. Newt wurde immer zu den unmöglichsten Momenten klar in der Birne. Wie als hätte die Ironie des Schicksals dort einen Schalter eingebaut, den sie immer umlegte wenn es am dümmsten für alle Beteiligten war. Eine verrückte Newt war gefährlich aber eine klare Newt war absolut tödlich. Sie war also klar im Kopf. Sie wusste dass Rachel eine Dämonin war. Sie wusste, dass Rachel kleine Dämonenbabys zeugen konnte. Und sie wusste was sie wollte: Rachel töten. Mir war es lieber als sie noch nicht einmal wusste welcher Tag nach Freitag kam.

"Ich konnte natürlich nicht anders als bei einem so großen Energieschub aufmerksam zu werden. Wer hätte gedacht, dass ich in deine Küche kommen würde und nur deinen kleinen Schoßhund sowie eine sehr bewusstlose Rachel in den armen einen noch bewusst loseren Dämon vorzufinden. Es hat nicht lange gedauert bis ich aus dem Geist herausgequetscht hatte was passiert war." Sie warf Rachel einen heimtückischen Blick zu. "Ich glaube ich habe ihn nachhaltig beschädigt. Tut mir leid. Ich besorg dir einen neuen. Einen besseren."

Ich konnte spüren wie Rachel sich in meinen Rücken krallte und unterdrückte einen Schmerzensschrei als ihre wütenden kleinen Finger sich in meine Haut bohrten. "Sie lügt flüsterte ich. Pierce geht es gut." Es war eine Lüge aber ich hoffte sehr, dass das Rachel beruhigte bevor sie mir die Haut vom Rücken zog. Tatsächlich ließ ihr Griff etwas nach. Kluges Mädchen, sie konnte sich immer noch Sorgen um Pierce machen wenn sie selbst in Sicherheit war.

Ich konzentrierte mich wieder auf Newt, die jetzt wie ein Panther auf und ab schlich. "Wieso hast du uns dann nicht gleich getötet" wollte ich wissen ohne den Blick je von ihr abzuwenden. "Ich will dich doch nicht töten, Dummerchen. Sie schon." Sie zeigte an mir vorbei auf Rachel und ihre Stimme wechselte von zuckersüß zu eiskalt. Ich hatte beinahe vergessen, dass Newt schon immer ziemlich soziopathisch gewesen war. Der Genozid an ihrem halben Volk war nur der Tropfen gewesen, der das Fass zum überlaufen gebracht hatte.

"Ich vermisse die alten Zeiten. Du und ich. Du warst so ein treues Schoßhündchen und jetzt sieh dich an! Du bist so... unabhängig." Sie sagte das letzte Wort als müsste sie würgen und ich ahnte schlimmes. Mir wurde sehr kalt und ich wusste nur eines bestimmt. Ich würde nie wieder zu Newt zurückkehren. NIE wieder. Noch vor einer halben Minute dachte ich zu sterben wäre das schlimmste was mir passieren konnte aber ich hatte etwas gefunden was schlimmer war als der Tod. "Rachel" sagte ich so leise wie möglich, obwohl ich wusste, dass es nichts nutzen würde. Die Frau hatte Ohren wie ein Elefant. "Lauf"

Und einmal in meinem gottverdammten Leben fing Rachel nicht an mit mir über das Warum zu streiten. Sie lief einfach los so schnell sie konnte. Ich hatte nicht einmal Zeit mich darüber zu freuen. Ich sah gerade noch wie Wut in Newts kindlich Geschichtszüge trat. Sie sprach einen Zauber und hinter ihr erschien ein Bataillon Samurai, bis auf die Zähne bewaffnet die mit lautem Gebrüll hinter uns her rannten. Gott ich HASSTE Samurai. "Ich dachte sie wollte uns nicht umbringen" schrie Rachel über das Kriegsgeschrei hinweg. "Nein Liebes. Sie will mich nicht umbringen." Ich behielt für mich, dass ich es lieber gehabt hätte es wäre umgekehrt. "Aber anscheinend hat sie sichs überlegt. Newt war schon immer etwas wankelmütig."

Wir waren, bei der Brücke angekommen und diesmal sprang Rachel einfach kurzerhand über den Fluss. Sie lief wirklich schnell, musste am regelmäßigen laufen im Park liegen oder daran, dass sie dreimal täglich aus einer Lebensgefährlichen Situation fliehen musste. Ich setzte dazu an hinter ihr herzuspringen. da schlug keine 20 cm vor mir ein Pfeil in den Boden ein. Ich blieb abrupt stehen und sah hinter mich. Ein paar Krieger hatten die Bögen gespannt und wir waren unter Beschuss. "Die Schummeln" stellte Rachel fest und ich sah sie fassungslos an. Wir rannten um unser Leben und sie hatte noch Zeit über Fairplay zu mäkeln. Diese Frau würde sich auch noch beim Jüngsten Gericht beschweren, dass die Posaunen ein wenig dick aufgetragen waren.

"Vielleicht kannst du ja zurücklaufen und ihnen die Regeln nochmal erklären." Ein zweiter Pfeil schlug ein, diesmal dicht bei Rachel. Sie sah ihn kurz an und überlegte sich ernsthaft einige Minuten. "Nee ich glaub nicht, dass das was bringt." stellte sie fest. Ich warf noch einen Blick hinter mich. Unsere Verfolger waren jetzt viel näher als vor unserem kleinen Plausch. Danke Rachel.

Ich sprang über den Fluss und packte sie am Kragen. "Komm" meinte ich als ich sie brutal weiterzog. Sie stolperte mehr als sie mir aktiv nachkam und ich ließ sie los, damit sie nicht hinfiel und uns noch mehr Vorsprung kostete. Sie fing sich wieder und begann zu laufen. "Was jetzt" rief sie mir zu. "Ewig können wir nicht mehr so weiter sprinten." Sie keuchte ziemlich heftig und ihr Gesicht war rot vor Anstrengung. Ich fühlte keinerlei Erschöpfung aber ich war ja auch ein uralter Dämon der einen riesen Haufen Kraftlinien Energie gespeichert hatte. Meine Ausdauer war beinahe unbegrenzt.

Ich konnte aber sehen, dass Rachel es nicht mehr lange durchhalten würde. "Wehe du machst schlapp Krätzi-Hexi." "Ich" keuchte Rachel und schnappte verzweifelt nach Luft um mehr Worte auszuspucken "könnte...""...eine Linie anzapfen" Ich schüttelte den Kopf "Nein du könntest nur die Erinnerung an eine Linie anzapfen und ich wette Newt ist mit einer echten Linie verbunden. Du könntest höchstens Erinnerungen aufhalten aber keine realen Krieger." "Wieso kann Newt eine Linie anzapfen und wir nicht. Das nenn ich nicht fair." "Weil Newt diesen Zauber absichtlich und bewusst gewoben hat, ihr echter Körper ist noch mit der realen Welt verankert. Und hör auf mit deinem verdammten fair Rachel. Das ist kein gottverdammtes Baseballspiel." Rachel warf mir einen bösen Blick zu.

Wir liefen über den Rasen und schon kam das Tor in Sicht. Rachel hatte recht. Wo sollten wir hin? Wir konnten uns nicht vor Newt verstecken. Rachel kam vor mir abrupt zu stehen und ich schlitterte auf sie zu in einem verzweifelten Versuch nicht schon wieder mit ihr zu kollidieren. Ich blieb Millimeter vor ihr stehen und sie sah mich erschrocken an. "Es ist abgeschlossen." Das Tor war zu. Wir saßen in der Falle.

"Klettern" beschloss ich kurzerhand und Rachel sah wenig begeistert aus. Da musste sie jetzt durch und ich wusste, das ihr Überlebenswille stärker war als ihre Abneigung vor dieser beinahe Unmöglichkeit. Sie musterte das Tor und ihre Augen wurden immer schmaler während sie nach einem geeigneten Halt für den ersten Schritt suchte. Ich musterte das Tor auf die gleiche Weise. Es war einfach gearbeitet und genau das war das Problem. Die Eisenstäbe führten schnurgerade in die Höhe. Die ersten Querstäbe waren erst einen guten Meter über Rachels Kopf angebracht und sie konnten nirgends Halt finden um sich dort hinaufzuziehen. Rachel schnaubte unzufrieden weil sie merkte dass sie wohl nicht darüber klettern konnte. Sie war wie ein kleines wütendes Kind das nicht bekam was sie wollte.

Ich hörte das Brüllen der Krieger hinter mir und warf einen Blick über die Schulter. Anscheinend waren ihnen die Pfeile ausgegangen wofür ich durchaus dankbar war. Dennoch kamen sie erschreckend schnell näher. Ich warf alle Bedenken über Bord und packte Rachel an der Hüfte. Sie schlug mir auf die Finger "Finger weg du Perversling" beschwerte sie sich empört. "Halt die Klappe Rachel" obwohl sie versuchte sich meinem Griff zu entwinden hielt ich sie fest und hievte sie mit einem Ruck auf meine Schultern. Sie keuchte erschrocken auf. Eine ganze Minute standen wir da, während ich lauschte wie die Samurai Armee immer näher kam und sahen aus als wollten wir an einem Hahnenkampf teilnehmen.

"Na wird's bald" fragte ich ungeduldig und klopfte Rachel ermunternd auf den Hinter.

"Hey" sagte sie warnend und verpasste mir eine Kopfnuss, anscheinend leichtsinnig geworden durch die erhöhte Position.

"Was soll ich denn tun?" Ich hatte angenommen sie hätte verstanden, was ich von ihr wollte.

" Du sollst über das gottverdammte Tor klettern. Und wage es ja nie wieder mich zu schlagen."Sie ließ sich das nicht zwei Mal sagen. Vielleicht war auch die Pieke die an uns vorbeirauschte ein gewisser Ansporn. Sie angelte sich zu der Querstrebe und trat mir dabei mit ihren schwebenden Füßen ins Gesicht und ich hatte das Gefühl, das nicht alle Tritte nur zufällig waren. Sie hatte gerade einen Halt gefunden und wollte nach oben klettern als sie sich umdrehte. Wenn sie nicht gleich über das Tor kletter trete ich ihr so in ihren süßen kleinen Hintern, das sie bis zum Mond fliegt.

"Was?" fragte ich genervt.

"Wie kommst du über das Tor " wollte sie wissen. Kurz war ich wirklich gewundert und auch ein wenig gerührt, dass sie sich um mich Sorgen machte.

"Ich komm schon klar Rachel"

"Nein" protestierte sie.

"Ich fühle mich geschmeichelt Rachel aber es gibt einen Unterschied zwischen Ehre und Dummheit. Also sei kein dummes Mädchen und überlass es den großen Dämonen sich selbst zu retten." Sie sah mich erbost an und machte Anstalten wieder zu mir herunter zu springen.

"Rachel" knurrte ich warnend. Was natürlich nicht half sondern sie in ihrem Trotz noch bestärkte.

"Behandle mich nicht immer wie ein Kind"

"Dann verhalte dich eben nicht immer wie ein Kind" schoss ich zurück und sprach einen Zauber, der sie über das Tor katapultierte und auf der anderen Seite mit dem Hintern wieder aufkommen ließ.

"Ouch, das tat weh verdammt noch mal", sie stand auf und rieb sich ihren hintern mit schmerzverzerrtem Gesicht, "so Mister neun Mal klug wie gedenkst du jetzt über das Tor zu kommen."

Erwartungsvoll starrte sie mich an. Ich starrte so böse wie möglich zurück. Als ich nach einiger immer noch schwieg wurde Rachel unruhig.

" DU weißt doch wie du über das Tor kommst, oder."

Ich versuchte möglichst selbstbewusst auszusehen aber wahrscheinlich verriet mich das Ausbleiben einer überheblichen Antwort.

"Ich will ja nicht drängeln aber die Typen kommen immer näher also solltest du dir besser mal was einfallen lassen."

" Wenn du nicht drängeln willst dann lasse es einfach" gab ich kaltschnäuzig zurück. "Und wenn du die Hintergrundgeräusche runterfahren könntest ich versuche hier zu denken" Sie schnaubte und trat einen Schritt vom Tor zurück, gegen das sie sich gepresst hatte als wolle sie zurück auf die andere Seite diffundieren.

"Offensichtlich nicht allzu erfolgreich" murmelte sie. Ich widerstand dem Drang sie durch das Gitter zu erwürgen. Stattdessen konzentrierte ich mich auf einen Ausweg. Newts Armee war keine 100 Meter mehr entfernt. Konzentrier dich du dummer kleiner Dämon. Wie seid ihr von der Lichtung hierher gewechselt. Nur noch 80 Meter. Ich wollte nicht dass Rachel sah was als nächstes passieren würde. Aber das fiel in unserer jetzigen Situation ja schon mal weg. 60 Meter.

" Wir werden draufgehen verdammt noch mal" Ich konnte Rachels Frustration ob ihrer Ohnmacht deutlich wahrnehmen. Es musste sie wahnsinnig machen untätig auf der sicheren Seite des Gitters zu stehen und sich darauf zu verlassen das ich sie sicher hier raus bringen würde. Wenn wir ehrlich waren war Vertrauen nicht Rachels Stärke. Aber dann wiederrum ebenso wenig meine.

" Nicht hilfreich, Rachel" grummelte ich als ich bemerkte, dass meine Gedanken abdrifteten. 30 Meter. Höchste Eisenbahn.

Ich bot alle Konzentration auf die möglich war. Das Geschrei der Krieger, das immer näher kam trug nicht gerade hilfreich dazu bei. Nichts wie weg hier.

"Ähm Al" Jetzt nicht Rachel, ich weiß Konzentration und Denken sind für dich zwei Fremdwörter aber lass die sagen allgemein braucht man dazu Ruhe." Sie stieß mir durch das Gitter gegen die Schulter und ich griff ihre Hand, bevor sie sie zurück ziehen konnte. In ihren grünen Augen glitzerte Angst aber auch Trotz.

" So weit ich weiß auch Zeit, aber die haben wir nicht" Sie nickte aggressiv hinter mich. Ich wendete mich ruckartig in die andere Richtung und ließ dabei ihre Hand absichtlich nicht los, so dass ich zufrieden hören konnte wie sie ein schmerzerfülltes Grunzen ausstieß. Mein zufriedenes Grinsen verging mir allerdings als ich sah, dass die Bogenschützen schon beinahe in Reichweite waren. Wir waren im Arsch. Ich wandte mich wieder Rachel zu, die mir erleichtert ihren Arm entriss und mir einen bösen Blick zu warf.

"Du hast uns schon einmal aus einer Erinnerung gezappt. Kannst du das nicht noch mal tun?" wollte sie wissen als sie sich ihr ohne Zweifel schmerzendes Handgelenk rieb.

Ich rollte genervt mit den Augen, " Rachel das hier ist kein Fernsehapparat. Da kann man nicht einfach auf den Knopf drücken und weiterschalten" Ich wollte ihr nicht die Genugtuung geben zu wissen das ich vor nicht einmal einer Minute genau die selbe Idee hatte

"Hast du eine bessere Idee?"wollte Rachel wissen. Ein Pfeil sauste an mir vorbei und ich warf einen Blick hinter mich. Langsam wurde es brenzlig. Ich konnte sehen wie es in Rachels Hirn zu rattern begann als ihr Gehirn auf Überlebenmodus schaltet und anfing Fluchtpläne zu schmieden. Auf einmal sah sie mich aus großen Augen an.

"Was hast du gefühlt?" Ich sah sie entgeistert an, während ich einem weiteren Pfeil auswich.

"WIE BITTE?" Sie sah mich genervt an

"Du hast mich schon verstanden" Jetzt hatte sie komplett den Verstand verloren.

"Wir werden bald von einer Horde Samurai gelyncht und du willst über Gefühle reden? Rachel ich dachte immer die roten Haare sind echt aber nach dieser Aussage bin ich mir ziemlich sicher, dass du eine gefärbte Blondine bist" Sie schnaubte verächtlich.

" Hör mal zu du chauvinistischer Hohlkopf von einem Dämon. Wir sin hier in DEINEM Kopf. Und wie wird DEINE Erinnerung in DEINEM Kopf gesteuert. Durch DEINE beschissenen Gefühle! Und jetzt denk verfickt noch mal nach was du gefühlt hast als wir hierher gewechselt sin oder ich klettere persönlich über diesen Zaun und trete die in deinen knackigen Dämonen Hinter!"

Ein wenig außer Atem beendete sie ihre Schimpftriade und meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen. Sieh an sieh an ein Stahlzaun zwischen uns löst ihren Respekt in Luft auf.

" Du denkst mein Arsch ist knackig?" wollte ich anzüglich wissen während ich einen Pfeil in der Luft aufhielt, weil er sonst Rachel getroffen hätte.

Sie starrte mich entgeistert an. " DAS?! Ich halte dir einen Wutentbrannten Vortrag und das was dich interessiert ist DAS."

Ich wandte mich von ihr weg damit sie das riesen Grinsen auf meinem Gesicht nicht sehen konnte.

"Naja der Rest war auch ganz interessant."

" Auch ganz.." Ich hörte wie sie empört Luft einsog und konnte ihre vor Wut geröteten Wangen vor meinem Inneren Auge sehen. Gott es machte einfach Spaß Rachel aufzuziehen. Als ich die Augen wieder öffnete konnte ich gerade noch einem weiten Pfeil ausweichen. Vielleicht sollten wir das Flirten auf später verschieben.

Ich versuchte mich zu konzentrieren. Was hatte ich gefühlt kurz bevor wir hierhergekommen war. Gefühle großartig. Wieso musste unser Ausweg ausgerechnet Gefühle sein. Dämonen waren ja so gut darin mit Gefühlen umzugehen. Raunzen nutzte mir jetzt auch nichts. Ich holte tief Luft und fing einen weiteren Pfeil aus der Luft. Denken war so viel einfacher wenn man nicht unter Beschuss stand. Ich wollte nicht, dass Rachel die Szene mit Ceri mit ansah und dann, dann fühlte ich einen Drang. Den Drang überall Lieber zu sein als dort. Das musste es sein!

"Rachel! Gib mir deine Hand" Die Hexe machte keinerlei solche Anstalten.

"Damit du mir wieder halb das Handgelenk brechen kannst?" meinte sie vorwurfsvoll.

"Ich schwöre ich breche dir noch einige Knochen, wenn du nicht sofort deine verdammte Hand durch dieses Gitter steckst." sagte ich drohend. Ein Pfeil sauste an mir vorbei und ich war nicht schnell genug ihn aufzuhalten. Er sauste an Rachels Wange vorbei und hinterließ einen bösen roten Kratzer. Ich sah wie sie entschied, dass ein lädiertes Handgelenk wahrscheinlich besser war als ein Pfeil in vitalen Körperteilen. Schnell steckte sie ihre Hand durch die Stäbe und ich griff zu.

Ich konzentrierte mich auf das Gefühl wegzuwollen und... Nichts geschah.

"ÄHM" räusperte sich Rachel. "Sollte nicht was passieren? Wenn das ein billiger Trick war um mit mir Händchen halten zu können muss ich Leider sagen: Al es gibt für alles eine Zeit und einen Ort."

"Halt die Klappe Rachel" zischte ich.

Die gute Nachricht war, dass die Bogenschützen aufgehört hatten zu versuchen uns wie Schweizerkäse zu löchern. Die schlechte war sie hatten nur aufgehört, weil sie jetzt nah genug waren um uns mit ihren Schwertern in Scheiben zu Hacken. Ich hatte immer gewusst, dass ich nicht an Altersschwäche sterben würde aber von Samurais in meinem eigenen Kopf ermordet zu werden hatte ich sicher nie kommen sehen. Ich drückte Rachels Hand fester. Vielleicht kam sie ja aus meinem Kopf heraus wenn ich hier starb. Sofort verwarf ich den Gedanken. Viel wahrscheinlicher war einfach, dass ihre Seele hier mit mir sterben würde und eine leere Hülle zurück blieb.

"Al, falls du noch vorhast uns hier rauszuholen, jede Sekunde wäre jetzt günstig." Rachel erwiderte den Druck den ich auf ihre Hand ausübte und als ich ihr in die Augen sah konnte ich dort gut versteckte, doch für mich offensichtliche Panik erkennen.

Ich fing an zu lachen. Eigentlich war ich nicht so viel anders als Rachel. Sie töte jeden ihrer Freunde und jede Frau die mir jemals nah gestanden hatte war zu demselben Schicksal verdammt.

"Ich hoffe doch sehr, dass das ein Lachen der Erleichterung war weil du weißt wie wir hier heraus kommen" sagte Rachel in einem Ton der vielleicht als vorwurfsvoll geplant war doch es klang eher verzweifelt.

Ich strich ihr eine rote Locke hinters Ohr und seufzte " Ach Rachel, Es tut mir leid."

Der Ausdruck in ihren Augen traf mich unvorbereitet. Es waren Augen die verstanden hatten, dass ich sie nicht retten konnte, aber ohne Groll und Enttäuschung sondern einfach nur in Resignation ob der Tatsache dass das Ende undvermeidbar war.

Es waren IHRE Augen. Die Farbe war nicht richtig aber der Ausdruck war ein und derselbe. Ein Stich durchfuhr meine Brust als sich eine lang vergessenes Organ schmerzhaft wieder bemerkbar machte.

Ich wollte dass es aufhörte. Fliehen vor den schmerzen. Kilometer laufen bis sich jede Regung dieses Muskels wieder legte und ich diese Gefühle verschließen konnte und begraben, so dass sie nie wieder an die Oberfläche gelangen. Wie ein verletztes Tier wollte ich mich zurückziehen und meine Wunden lecken. Der Drang zu fliehen wurde übermächtig. Ich sah aus dem Augenwinkel wie ein Schwert auf mich niedersauste. Rachel, die meine Hand immer noch hielt, schrie irgendetwas aber ich konnte sie nicht hören. Sie wurde von dem Pochen in mir, das immer mehr anschwoll übertönt.

Padam Padam .

Die Klinge kam immer näher.

Padam Padam .

Sie war noch Zentimeter von mir hatte das Gefühl meine Brust würde zerspringen.

Padam Padam .

Millimeter trennten mich und die Klinge.

Padam Padam .

Einen Herzschlag später traf sie ins Leere.