Title: Beurteile niemanden mit den Augen eines Anderen
Chapter: Der Fluch des Hauses Aiden
Pairing: Nein, diesmal nicht^^
Rating: K+
Warning: Kommas und ich ist immer so ne Sache… wenn ihr ein fehlendes findet dürft ihr's behalten XD
Summary: Uthers Hass auf die Magie ist seit 20 Jahren ungebrochen. Unaufhörlich versucht er seinen Sohn ebenfalls davon zu überzeugen, dass die Magie keine guten Seiten hat. Doch Arthur muss seinen eigenen Weg finden und er wird jemandem begegnen, der ihm dabei hilft.
Disclaimer: So meine Freundin hat es geschafft. Ich bin merlinfiziert^^ ausgleichende Gerechtigkeit, weil ich sie auf Boys Love gebracht hab^^. Leider gehören mir weder die tollen Charaktere noch das Setting noch sonst irgendwas, abgesehen von der Idee und meinem OC natürlich^^
Beurteile niemanden mit den Augen eines Anderen
Der Fluch des Hauses Aiden
Rowena stand am Fenster ihres Zimmers, in ihrem nunmehr gereinigten Kleid und sah über die Landschaft hinweg, die gerade in den Strahlen der Morgensonne zu leuchten schien. Es war so weit. Sie würde Uther Pendragon gegenüberstehen. Sie hoffte nur, dass er inzwischen zur Einsicht gekommen war.
Ein tiefer Seufzer, dann drehte sie sich um und verließ das Zimmer. Rowena machte sich auf den Weg zum Thronsaal. Blieb aber vor einer, ein wenig, geöffneten Tür stehen. Aus dem Raum drangen Stimmen.
„Merlin, hast du mein Hemd gesehen?" Das war die Stimme des Prinzen.
„Schaut doch einfach auf Eurem Bett nach, wo Ihr es hingelegt habt." Diese Stimme, die ein klein wenig spöttisch klang, kannte sie noch nicht. Vorsichtig lugte sie durch den Türspalt.
„Haha, sehr witzig, du Idiot."
Der Prinz stand vor seinem Bett und die andere Stimme, die zu einem schwarzhaarigen Jungen gehörte, wie sie nun feststellte, kam vom Boden. Der junge Mann, den Arthur ‚Merlin' genannt hatte, schrubbte gegenwärtig die Dielenbretter.
„Wie soll ich Camelot verteidigen, wenn ich nicht mal ein Hemd habe?"
„Ich bin mir sicher, die ergreifen die Flucht so oder so wenn sie Euch sehen, mit oder ohne Hemd." Kam die wieder etwas spöttische Erwiderung.
Rowena musste schmunzeln. Mit blitzenden Augen drehte der Prinz sich um.
„Ich beschütze deinen undankbaren Hintern, zeig gefälligst etwas mehr Respekt!"
Nach dem angesäuerten Kommentar wandte Arthur sich wieder dem Bett zu. Auf diese Weise entging ihm das leicht belustigte Lächeln und der entschlossene Blick in Merlins Augen, der zu sagen schien: Eigentlich ist es genau anders herum und ich werde dafür sorgen, dass es so bleibt.
Rowena zog sich von der Tür zurück, in einen Seitengang, und musste sich das Kichern verbeißen. Männerfreundschaften. Sie schüttelte den Kopf. Das würde sie nie verstehen. Sie gingen sich gegenseitig auf die Nerven, aber wenn es hart auf hart kam, sprang jeder für den anderen in die Bresche. Das hatte Merlins Blick deutlich ausgedrückt. Genau wie bei ihrem Bruder und seinem Diener.
Das Lächeln begann zu verblassen. Erinnerungen an glückliche Zeiten, die niemals wiederkehren würden, erschienen vor ihrem inneren Auge. War es nicht unfair, dass alle schönen Dinge auch eine dunkle Seite hatten? Andererseits wer hatte behauptet, dass irgendwas auf der Welt fair war? Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem bitteren Lächeln. Doch schon im nächsten Moment, als ihr der Satz ihres Bruders in den Sinn kam, schalt sie sich dafür.
„Man muss immer stolz auf seine Erinnerungen sein und wenn man das nicht kann muss man sie akzeptieren, denn sie machen uns zu dem was wir sind. Vergiss das nie, Rowena."
Sie konnte sich den tadelnden Blick beinahe vorstellen. Nun ja es konnte sich eben niemand sein Schicksal aussuchen, nicht wahr?
Sie setzte ihren Weg in Richtung Thronsaal fort. Sie hatte wohl viel Zeit vertrödelt, denn abgesehen von ihr, war bereits jeder anwesend. Rowena sah Uther, Arthur und eine Frau, die sie nicht kannte und an einer der Säulen standen Gaius und Merlin.
„Guten Morgen Lady Rowena. Euer Blick sagt mir, dass ihr mein Mündel, Lady Morgana, noch nicht kennt."
Nun das beantwortete die Frage.
„Auch Euch einen guten Morgen und allen anderen selbstverständlich auch. Nein, Lady Morgana und ich hatten noch nicht das Vergnügen. Mylady."
Rowena sah das respektvolle Neigen von Morganas Kopf, das ihr eigenes spiegelte.
„Und nun", fuhr der König ungeduldig fort, „verlange ich eine Erklärung!"
/Er hat es also tatsächlich vergessen./ Ging es Rowena durch den Kopf, während alle, abgesehen von Gaius, Uther überrascht ansahen.
„Ihr seht noch genauso aus wie damals. Ihr seid keinen einzigen Tag gealtert!"
Die Augen der Umstehenden weiteten sich und sie sahen sich erstaunt an.
„Oh doch Mylord. Ich bin gealtert, nur nicht äußerlich." Erwiderte die Lady weiße.
„Ob innerlich oder nicht, ist nicht von Belang!"
Ein Seufzen.
„Ich habe es Euch schon einmal erzählt, Sire. Wisst Ihr nicht mehr?"
„Sie hat Recht Sire." Schaltete sich nun Gaius ein.
„Das ist 20 Jahre her!" Kam die scharfe Antwort.
„Nun gut, dann werde ich es eben ein weiteres Mal erzählen." Es klang ein wenig resigniert. „Das Haus Aiden ist schon viel älter, als die meisten Häuser, was sich auch aus unserem Namen ableiten lässt. Viele waren uns wohl gesonnen. Auch ein mächtiger Magier, einer längst vergangenen Zeit, der uns mit einem Zauber beschenkte. Jedes erstgeborene Kind der Familie sollte eine magische Begabung besitzen. Aber wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Es gab jemanden, der uns das Glück neidete. Auch er war Magier und belegte das Haus Aiden mit einem Fluch. Jedes zweitgeborene Kind sollte dazu verdammt sein, ewig auf der Welt zu wandeln. Im Alter von 25 Jahren sollte der Alterungsprozess aufhören und demjenigen so den natürlichen Tod verwehren. Erst wenn dieser selbst Kinder bekommt, wird der Fluch weitergegeben. Aufheben kann ihn nur der, der ihn ausgesprochen hat und der ist schon lange tot!"
Während dieser Erzählung hatte ihre Stimme nicht einmal gezittert, obwohl sie hier ihr eigenes Schicksal darlegte.
„Ihr seht Mylord, ich altere schon seit langer Zeit nicht mehr, nicht erst seit Ihr mich kennt."
Rowena ließ ein kleines Lächeln aufblitzen. Uther wollte etwas erwidern, doch sein Sohn war schneller.
„Was ich nicht verstehe ist, warum Ihr es als Fluch bezeichnet. Ist das Wandeln durch die Ewigkeit, in einer schönen Gestalt, nicht der Traum einer jeden Lady?" Frech grinste er Morgana an.
„Beantwortet mir eine Frage, junger Prinz."
Arthur verzog das Gesicht, die Bezeichnung mochte er immer noch nicht. Auch wenn sie nach dem eben Gehörten Sinn ergab.
„Wart Ihr jemals ganz alleine?" Überrascht sah er der Lady ins Gesicht, das hatte er nicht erwartet.
„Ich habe zusehen müssen wie meine Familie starb, einer nach dem anderen. Ich habe gesehen wie mein geliebtes Zuhause dem Vergessen und dem Wind anheimgefallen ist. Alles was mir lieb und teuer war ist auf ewig verschwunden. Es sind nur noch Erinnerungen übrig. Aber wisst ihr was das Furchtbare ist? Der Mensch kann auf Dauer nicht allein existieren, glaubt es jemandem der es versucht hat. Ich kann nicht anders, als Freundschaften zu schließen. Und dann muss ich zusehen, wie mir die Zeit mit meinen Freunden, bis zu ihrem Tod, durch die Finger rinnt ohne, dass ich etwas dagegen unternehmen kann."
Arthur sah Rowena in die Augen. In den braunen Tiefen zeigte sich die Traurigkeit, die er eben in ihrer Stimme gehört hatte. Aber er sah auch das Feuer, das trotz allem noch immer, in denselben, brannte. Diese Frau hatte ein hartes Schicksal, härter als seines vermutlich je werden würde, aber sie gab nicht auf, sie überließ der Verzweiflung nicht die Zügel. Nein, sie kämpfte immer noch mit erhobenem Haupt und blieb dabei so gelassen. Ähnlich wie er und seine Ritter es taten.
Merlin, dem die Lady den Rücken zukehrte, konnte über ihre Schulter Arthurs Gesicht sehen. Er war milde erstaunt, als er den Ausdruck von Respekt auf dessen Gesicht wahrnahm. Ein Ausdruck, der sich vermutlich auch gerade auf seinem zeigte. Er sah zu Morgana. Dieser standen die Tränen in den Augen, während Gaius und Uther völlig unbeeindruckt blieben.
„Schön und gut", ließ sich der König vernehmen, „ aber warum seid Ihr hier, nach nunmehr 20 Jahren?"
„Ich wollte wissen, ob Ihr Euch geändert habt."
Für die, die gern eine Erklärung hätten Aiden bedeutet Feuer.
Rowena ist übrigens eine Zusammensetzung und bedeutet
je nach Übersetzung Ruhm und Ehre oder Ruhm und Freundin passt oder?^^
Lasst mir ein Kommi da und nehmt euch einen Keks
*Keksschüssel hinstell*
