Title: Beurteile niemanden mit den Augen eines Anderen

Chapter: Ewiger Vorwurf

Pairing: Nein, diesmal nicht^^

Rating: K+

Warning: Kommas und ich ist immer so ne Sache… wenn ihr ein fehlendes findet dürft ihr's behalten XD

Summary: Uthers Hass auf die Magie ist seit 20 Jahren ungebrochen. Unaufhörlich versucht er seinen Sohn ebenfalls davon zu überzeugen, dass die Magie keine guten Seiten hat. Doch Arthur muss seinen eigenen Weg finden und er wird jemandem begegnen, der ihm dabei hilft.

Disclaimer: So meine Freundin hat es geschafft. Ich bin merlinfiziert^^ ausgleichende Gerechtigkeit, weil ich sie auf Boys Love gebracht hab^^. Leider gehören mir weder die tollen Charaktere noch das Setting noch sonst irgendwas, abgesehen von der Idee und meinem OC natürlich^^


Beurteile niemanden mit den Augen eines Anderen

Ewiger Vorwurf

Schön und gut", ließ sich der König vernehmen, „aber warum seid Ihr hier, nach nunmehr 20 Jahren?"

Ich wollte wissen ob Ihr euch geändert habt."

„Geändert?", fragte Uther leicht belustigt. „Nun im Gegensatz zu Euch, habe ich mehr Falten."

„Versucht nicht Euch dumm zu stellen, Mylord.", kam die eisenharte Antwort. „Ihr wisst genau wovon ich rede."

„Tu ich das?" Der König hob leicht eine Augenbraue.

Arthur sah über Rowenas Schulter hinweg zu Merlin, doch dieser hob nur mit einem Ich-weiß-es-auch-nicht-Blick die Schultern. Aber Arthur fiel auf, dass Gaius sich anspannte. Er wusste offensichtlich worum es ging. Uthers Sohn sah wieder zu Rowena, genau in dem Augenblick, als deren Augen anfingen sich zu verengen.

„Zwingt mich nicht dazu die Wahrheit auszusprechen, denn nur weil Euer Sohn anwesend ist werde ich sie nicht beschönigen."

„Die Wahrheit?", fragte Uther, dessen Augen nun ebenfalls zu Schlitzen wurden. „Die Wahrheit ist, ich habe mein Volk beschützt und das tue ich immer noch!"

„Ihr habt Euch also nicht geändert.", stellte Rowena bitter fest. „Bringt Ihr immer noch Unschuldige um? Menschen, die sich nicht wehren können, weil sie nicht die Macht dazu haben?"

„Wie könnt Ihr es…?", fing der König an, doch Rowena unterbrach ihn mitten im Satz.

„Nun Gaius, sagt es mir." Sie drehte sich um. „Ertränkt er immer noch Kinder, weil sie mit einer Gabe geboren wurden, um die sie nicht gebeten haben?"

Gaius war zur Salzsäule erstarrt. Arthur drehte sich um und sah seinen Vater mit einem ungläubigen Blick an, ebenso wie Merlin und Morgana.

„Oder sind inzwischen gar keine Kinder und Zauberer mehr übrig, denen er den Gar ausmachen kann?"

„Das kann nicht sein!", wandte sich Arthur mit einem Kopfschütteln an Rowena.

„Kann es also nicht?", kam die schneidende Erwiderung. „Euer Vater wird Euch die Wahrheit nicht erzählen, aber fragt Gaius, er war auch damals schon an seiner Seite. Ob Ihr mir glaubt oder nicht ist nicht von Belang. Ich kenne die Wahrheit, weil ich ihre Schreie gehört habe und es in meiner Erinnerung immer noch tue."

„GENUG!", brüllte der König, durch den Saal.

„GENUG WOMIT?", gab Rowena ebenso laut zurück. „Mit dem Blutbad, dass Ihr angerichtet habt?!"

„Die Magie war schuld, sie ist böse!", entgegnete der König wutentbrannt. „Ich musste sie auslöschen!"

„Ihr könnt nicht alle für die Tat von EINEM verantwortlich machen! Denn Unschuldige umzubringen ist nicht minder böse!", spukte sie ihm vor die Füße.

„Die Magie wird missbraucht, weil sie zu viel Macht beinhaltet! Dem muss ein Ende gemacht werden!", verteidigte Uther sich.

„Macht korrumpiert immer Mylord, es kommt auf den an der sie nutzt! Und Eure ist nicht kleiner, als die der Magie!" Rowenas Augen schienen Funken zu sprühen, so tödlich war ihr Blick.

„Wollt Ihr mir vorwerfen, ich missbrauche meine Macht?!", sprach der König gefährlich leise.

Die Antwort war ein Schweigen, das nach dem vorangegangenen Gebrüll nur umso lauter dröhnte. In diesem Schweigen lag mehr Bedeutung, als in tausend Worten.

„Es ist die Pflicht eines jeden Königs seine Leute zu beschützen! Es geht um das Wohl des Volkes, nicht darum seinen ganz persönlichen Krieg zu führen und einen nach dem anderen auszulöschen!", knurrte Rowena.

„Rowena", hob Gaius an, versucht die Atmosphäre zu entspannen.

„Nein Gaius!"

Die Erwiderung war schärfer als der schärfste Nordwind. Sie hob ihre Hand und deutete direkt auf Uther Pendragon.

„Euer Hass hat Euch blind gemacht. Blind für die Wahrheit, blind für den Schmerz, den Ihr anderen zufügt. Der Schmerz, den man Euch zugefügt hat mag groß sein, aber das gibt Euch nicht das Recht, andere dafür büßen zu lassen! Die Schuld überall, nur nicht bei sich selbst zu suchen, ist immer der einfachste Weg!"

„Ich habe Euch schon einmal hinausgewiesen! Und jetzt weiß ich auch wieder warum!", donnerte der König zornesrot.

„Ihr habt mich nicht hinausgewiesen, ich bin freiwillig gegangen. Weil niemand zusehen wollte, wie Ihr mich auch noch köpft!"

Mit diesen vernichtenden Worten drehte Rowena sich um und verließ den Saal. Nun durchbohrte Arthur seinen Vater geradezu mit Blicken.

„Hat sie die Wahrheit gesagt?"

Alle Augen richteten sich auf Uther.

„Versteh doch, ich wollte nur…", setzte der König an, doch Arthur hatte sich schon umgedreht und rannte Lady Rowena hinterher, Merlin hinterdrein.

Morgana liefen die Tränen übers Gesicht. Sie warf Uther einen entsetzten Blick zu, bevor sie ihn und Gaius stehen ließ und dem Thronsaal den Rücken kehrte. Erschöpft sank der König auf seinen Thron und warf seinem Arzt und ältestem Freund einen hilflosen Blick zu, den dieser stumm erwiderte.

Als Arthur Rowena eingeholt hatte, stand diese bereits vor ihrer Zimmertür.

„Wartet!"

Der Prinz blieb ein Stück hinter ihr stehen, was Merlin die Gelegenheit gab wieder Atem zu schöpfen.

„Ihr habt die Wahrheit gesagt.", stellte er mit einem nicht zu deutenden Blick fest.

Die Lady drehte sich zu ihm um und sah ihn einfach nur an. Das gab Arthur endgültig den Rest. Sein Vater hatte…?

„Aber mein Vater ist doch sonst ein weißer König." Es klang niedergeschlagen.

„Verstand ist ein zweischneidig Schwert aus hartem Stahl und blankem Schliff, Charakter ist daran der Griff und ohne Griff ist's ohne Wert."

Arthur sah auf. „Aber normalerweise…"

„Ja normalerweise ist sein Urteilsvermögen auch nicht von Hass getrübt."

„Warum dann bei der Magie?"

„Das soll er Euch selbst erzählen."

„Und wenn tatsächlich alle Magier böse sind?", schleuderte Arthur Rowena verzweifelt entgegen. Merlin, hinter ihm, zuckte leicht zusammen, was ihr nicht entging.

„Wisst Ihr, dass es so ist?", kam die gnadenlose Gegenfrage.

Die Antwort war Schweigen.

„Wusste ich es doch!", stellte Rowena vernichtend fest. „Nur weil es jemand, vorzugsweise Euer Vater sagt, muss es noch lange nicht der Wahrheit entsprechen! Manchmal ist es auch nur ein Teil davon, habt Ihr daran schon mal gedacht?"

Sie sah Arthur scharf an.

„Ich gebe Euch einen guten Rat, junger Prinz: Beurteilt niemanden mit den Augen eines Anderen!"

Damit öffnete sie die Tür ihres Zimmers und ließ den zutiefst verwirrten Arthur einfach stehen.


Falls sich jemand über die Reaktionen wundert, wir befinden uns kurz nach der 1. Staffel, das heißt Uther wollte zwar Mordred hinrichten, aber was in der Vergangenheit wirklich passiert ist und wie Uther sich damals aufgeführt hat ist noch nicht bekannt!

Lasst mir ein Kommi da und nehmt euch einen Keks^^

*Keksschüssel hinstell*