Kathryn stand mit B'Elanna einige Schritte entfernt von ihrem Tisch, sie schienen gerade das Holodeck betreten zu haben. Kathryn's Gesicht war schneeweiß, sichtbar schockiert fiel ihr Blick auf Chakotay's und Seven's Hände, die immer noch übereinander lagen. Chakotay zog seine Hand sofort zurück. Alle Vier starrten sich kurz an bis B'Elanna, die sowohl die Raktion vom Captain als auch Chakotay gesehen hatte und sofort wußte, was los war, den peinlichen Moment der Stille durchbrach in dem sie sagte: "Entschuldigen Sie bitte, daß wir einfach so hereingekommen sind, aber die Holozeit ist schon vor einer halben Stunde abgelaufen und wir müssen hier dringend einige Systeme warten."
Chakotay war inwischen von seinem Stuhl aufgestanden und konnte Kathryn nur anstarren. Er bemerkte die Veränderung in ihrem Gesicht, als sie ihre Captain-Maske wieder aufsetzte. Ihre Gesichtszüge wurden hart und nur in ihren blauen Augen konnte er noch den Schmerz erkennen, den er ihr zugefügt hatte. Dabei wollte er gar nicht mit Seven irgendetwas anfangen. Just in dem Moment, als Kathryn seinen Namen gerufen hatte, wollte er der Borg gerade erklären, daß er sich zwar geschmeichelt fühlte, aber er bereits eine andere Frau liebte.
"B'Elanna, bitte holen Sie doch lieber jemand aus dem Maschinenraum, der Ihnen hier hilft. Ich muß noch dringend einige Berichte durchsehen."
Ohne eine Antwort von ihr oder eine Erklärung von Chakotay abzuwarten, verließ Kathryn fluchtartig das Holodeck. B'Elanna schaute betreten nach unten und Chakotay erwachte endlich aus seiner Starre.
"Kathryn!" rief er ihr hinterher. "Warten Sie!"
Er rannte hinter ihr her, doch sie blieb nicht stehen. Die Türen schlossen sich hinter ihr und er blieb neben B'Elanna stehen. In seinem Gesicht konnte die Halb-Klingonin den Schock noch sehen und schnell sagte sie leise zu ihm: "Gehen Sie hinterher Chakotay. Erklären Sie ihr alles und sagen Sie ihr, daß Sie nur sie lieben."
Verdattert schaute der erste Offizier seine Chefingenieurin an. Woher weiß sie das? überlegte er, doch statt sie danach zu fragen nickte er nur und verließ eilig das Holodeck. Zurück blieben eine verwirrte Seven und eine verlegene B'Elanna. Irgendwie hatte sie in dem Moment Mitleid mit Seven, nach dem, was sie auch schon von Harry gehört hatte, versuchte Sie wohl menschlicher zu werden. Daß sie sich allerdings Chakotay als erstes Date ausgesucht hatte, war eine unglückliche Wahl. Sie beschloß, daß Seven jetzt diejenige war, die Rat und Trost brauchen würde, Chakotay sollte erst einmal mit dem Captain reden.
"Seven, darf ich mich zu Ihnen setzen?" fragte B'Elanna höflich, als sie an den Tisch herangetreten war.
"Wenn Sie möchten", erwiderte sie und wußte überhaupt nicht, was sie sagen oder denken sollte. Der plötzliche Aufbruch von Chakotay hatte sie vollends verwirrt, hatte sie alles so falsch gedeutet? Er hatte ihr doch gesagt, wie umwerfend sie aussah, wie schön der Abend war und seine Hand hatte er nciht weggezogen. Was hatte sie nur falsch gemacht?
B'Elanna, die die Borg eine zeitlang gemustert hatte, schien ihre Gedanken zu erraten.
"Sie haben nichts falsch gemacht, Seven", sagte sie dann. B'Elanna nahm den Zipfel einer Serviette und zupfte daran herum während sie nach den passenden Worten suchte.
"Es... ist vielmehr einfach so, daß sie sich ... naja, einfach den Falschen Mann ausgesucht haben."
Sie blickte Seven jetzt an. Die Borg hörte genau zu, was Torres ihr erklärte und fragte nur:
"Bitte erklären Sie das."
B'Elanna senkte wieder den Kopf und zupfte erneut an der Serviette herum. Sollte sie Seven von Chakotay und dem Captain erzählen? Keiner der beiden hatte je etwas erwähnt wie sie zueinander standen und vor der Crew wahrten sie immer Professionalität und Distanz. Es waren kleine, mehr zufällige und vor allem unauffällige Dinge, die die beiden verraten hatten. Die Blicke, die sie manchmal tauschten, kurze Momente in denen sie auf eine bestimmte Weise berührt hatten, die gemeinsamen Abende beim Captain zum Essen und vor allem die Gefühlszustände, wenn die beiden sich einmal uneinig waren. Zwar diskutierten sie nie vor irgendeinem Crewmitglied etwas aus, doch die Brückencrew wußte immer sofort, wenn die beiden gestritten hatten. Chakotays Gesicht war dann verschlossen und Janeways Blicke streiften nicht so oft wie sonst Chakotay und ihre Augen waren dann immer leicht zusammengekniffen. Nach so vielen Jahren im Delta-Quadranten hatte die Crew gelernt die Nuancen ihrer beiden Führunsoffiziere gut zu deuten. Sie verstanden sich teilweise auch ohne Worte und das war für ihr Überleben hier äußerst wichtig. Doch sie waren inzwischen zu gut darin geworden und Tom hatte, zwei Wochen nach ihrer Rettung von New Earth sogar die "Wette 17" ins Leben gerufen. Daß zwischen den beiden etwas auf dem Planeten vorgefallen war, war für alle offensichtlich. In den ersten Tagen wurde unter der Crew darüber getuschelt und viele fragten sich, wie weit die beiden gegangen waren. Nicht daß irgendjemand etwas dagegen gehabt hätte, alle wünschten sich für die beiden nur das Beste. Leider schienen sie aber ihre Beziehung, oder was es auch immer gewesen sein mochte, auf dem Planeten zurückgelassen zu haben. Doch die "Wette 17" lief trotzdem weiter. Und sie lief bis heute. B'Elanna schoß es durch den Kopf, daß Tom, sollte Chakotay seiner Kathryn heute endlich die Wahrheit sagen, ziemlich reich an Replikatorrationen werden würde.
"Lieutenant?" fragte Seven und B'Elanna merkte, daß sie mit ihren Gedanken wohl Lichtjahre entfernt gewesen war. Sie entschied sich, Seven aufzuklären.
"Seven, ich denke, Sie hatten nie eine Chance bei Commander Chakotay, weil... er bereits jemand anderen liebt."
Seven runzelte die Stirn. Dann kam ihr plötzlich das Gesicht des Captains ins Gedächtnis und die Puzzleteile fielen auf ihren Platz. "Sie meinen den Captain?" fragte sie.
B'Elanna nickte. "Ja, das denke ich."
Die Borg hob eine Augenbraue und dachte einen Moment nach. Dann sagte sie: "Hätte ich eine Information erhalten über diese... Verbindung... dann hätte ich den Commander niemals hierher eingeladen." Sie erhob sich und sagte dann resolut. "Ich werde sofort um Entschuldigung bitten." Sie wollte gerade losgehen aber B'Elanna, die ebenfalls aufgestanden war, hielt sie am Arm zurück.
"Seven, nicht. Das ist eine Sache, die die beiden ganz alleine klären müssen."
Seven sah sie kurz an und nickte dann. Sie setzte sich wieder, ebenso die Chefingenieurin.
"Und was soll ich Ihrer Ansicht nach jetzt in der Angelegeheit unternehmen?" fragte sie.
B'Elanna zuckte sie Achseln. "Ich weiß nicht, ich würde erst einmal gar nichts machen. Suchen Sie vielleicht nur jemand anderen aus für ihre.. persönliche Beziehung."
Seven seufzte. "Genau das ist das Problem. Ensign Kim und Commander Chakotay waren bisher die einzigen männlichen Wesen, die sich näher für mich interessiert haben."
B'Elanna schaut sie überrascht an. "Seven, jeder an Bord interessiert sich für Sie!"
"Sie mißverstehen, Lieutenant. Vielleicht bin ich als Borg interessant, aber ich möchte jemanden kennenlernen, der sich mehr für meine menschliche Seite interessiert. Von den Borg weiß ich alles, von den Menschen nicht so viel, wie ich anfangs vielleicht dachte."
Die Halb-Klingonin schaute Seven überrascht an. So etwas aus ihrem Munde zu hören war sie gar nicht gewöhnt. Langsam wurde ihr klar, wie wichtig das hier für Seven gewesen war. Und dann kam ihr die Erleuchtung.
"Muß es denn unbedingt ein Mensch sein?" fragte sie.
"Die Crew besteht hauptsächlich aus Menschen, und die wenigen Nicht-Menschen hier an Bord sind entweder schon liiert oder leben nicht unbedingt nach der menschlichen Tradition."
"Ich meinte auch nicht direkt jemanden aus Fleisch und Blut, aber - er ist ein Mensch und kennt sich bestens im Umgang und Verhalten von und mit ihnen aus." B'Elanna lächelte sie Borg an, und ließ sie grübeln. Seven kam schnell dahinter, wen sie meinte.
"Meinen Sie den Doktor?" fragte sie.
Die Halb-Klingonin nickte. "Mir ist aufgefallen, daß er anscheinend sehr an Ihnen interessiert ist und das meine ich nicht unbedingt im medizinischen Sinn", fügte sie schnell hinzu, denn Seven hatte schon den Mund geöffnet um ihr zu widersprechen. Ihr Mund schloß sich wieder und B'Elanna konnte deutlich sehen, wie verwirrt sie war.
"Ich glaube", hängte B'Elanna noch an, "daß er sie sogar sehr interessant findet."
Seven überlegte. Ihr gingen die Abende mit dem MHN durch den Kopf und diesmal konzentrierte sie sich auf die Reaktionen des Doktor in gewissen Situationen. Ging sie davon aus, daß B'Elannas Beobachtungen korrekt waren, dann wurden ihr jetzt gewisse Blicke oder Handlungen plausibel.
Der Doktor? fragte sie sich selber. Sie hatte das MHN eigentlich gleich zu Anfang ausgeschlossen, weil sie nie angenommen hatte, daß er sich für sie interessieren würde. Warum, das wußte sie selber nicht, vermutlich hatte sie angenommen, daß er sie immer als sein "Schützling" betrachtete, aber nie als Mensch. Und sie mochte den Doktor wirklich sehr, aber es ziemte sich nicht, mit seinem Mentor eine Beziehung einzugehen.
"Um ehrlich zu sein, hätte ich nie gedacht, daß er mich in der Beziehung kennenlernen wollte", sagte sie.
B'Elanna spürte Hoffnung und sie fragte direkt: "Würden Sie denn mit dem Doktor gerne ausgehen wollen?"
Seven überlegte kurz und nickte dann. "Ich habe ihn zum Üben für die Dates mit Ensign Kim und Commander Chakotay als eine Art 'Berater' verpflichtet. Ich vermute, ich habe ihn damit sehr gekränkt."
"Vielleicht war das so, aber wenn Sie ihn mögen", die betonte das Wort extra, "dann sollten Sie es trotzdem versuchen. Menschen vergeben einander... und Hologramme tun das auch."
Seven lächelte leicht. "Vielen Dank Lieutenant, ich werde Ihren Rat beherzigen."
"Ich glaube, daß Sie und der Doktor sehr gut zusammen passen würden." Jetzt lächelte B'Elanna Seven an. "Und jetzt, wie wäre es, wenn Sie mir bei der Wartung helfen? Der Captain ist weg und im Maschinenraum haben alle etwas besseres zu tun..."
"Sehr gerne, Lieutenant. Ich werde mich nur schnell umziehen gehen."
Wenig später arbeiteten beide Frauen in einträchtiger Zweisamkeit an den Holodecksystemen.
"Computer, wo befindet sich der Captain?" fragte Chakotay, als er aus dem Holodeck trat und Kathryn nirgendwo sehen konnte.
"Der Captain befindet sich im Turbolift zu Deck 3."
Sie will in ihr Quartier, folgerte Chakotay und machte sich ebenfalls auf dem Weg dorthin.
Kathryn war es, als hätte ihr jemand alle Hoffnungen, alles Glück und alle Freude weggenommen und die Löcher mit Verzweiflung und Trauer gefüllt. Sie hätte ihn haben können, nur vor wenigen Tagen, zumindest glaubte sie das. Aber dann überlegte sie. Sie hatte Chakotay schon öfter abweisen müssen, aber daß er ein paar Tage später gleich mit Seven anbändeln würde... nein, er konnte sie nicht geliebt haben. Die Trauer wich einer gerechten Wut, daß sie so töricht gewesen war zu glauben, er würde sie lieben und auf sie warten. Auf New Earth hatte er es ihr zwar versprochen, aber scheinbar war dieses Versprechen nicht so resolut gewesen, wie sie und auch er vielleicht gedacht hatte. Sie wollte jetzt niemanden mehr sehen und hören, nur in ihr Quartier und sich auf einen Sessel zusammenrollen und weinen.
Sie war kurz vor ihrem Quartier als jemand hinter ihr und ziemlich außer Atem rief: "Kathryn, bitte warten Sie!"
Der Captain beschleunigte seine Schritte. Jeden anderen hätte sie jetzt vielleicht noch verkraftet, aber nicht ausgerechnet Chakotay. Ihre Türen glitten gerade auf, als er sie eingeholt hatte und ihr eine Hand an die Schulter legte. "Kathryn, lassen Sie es mich erklären, bitte."
Sie wollte eigentlich seine Hand abschütteln und ihn am liebsten anschreien, aber Chakotays Stimme klang so weich und auch verzweifelt, daß sie sich nur umdrehte und ihn anstarrte.
Chakotay schöpfte Hoffnung und sagte schnell: "Es ist nicht so, wie es vielleicht aussah Kathryn. Können wir reingehen? Ich möchte es Dir gerne erklären."
Kathryn war hin- und hergerissen. Einerseits wollte sie ihm glauben, andererseits gab es daran, was sie gesehen auch nicht wirklich viel falsch zu verstehen. Oder doch? Eine leise Stimme in ihr ertönte und flüsterte ihr zu: Gib ihm eine Chance. Wenn Du ihn jetzt wegstößt verlierst Du ihn vielleicht wirklich. Sieh in seine Augen. Und sie tat es. Ihre Wut wurde weggeschwemmt und ihre Zweifel auch. Er brauchte ihr eigentlich gar nichts zu erklären, sie konnte alles in seinen Augen lesen. Sie las dort Verzweiflung, Angst und auch Liebe. Ihr Herz schien einen kleinen Sprung zu machen und sie wußte, daß in dieser Nacht eine Entscheidung fallen würde. Eine endgültige.
"Kommen Sie rein", sagte sie leise und trat ein. Chakotay atmete erleichtert auf und folgte ihr. Als sich die Türen geschlossen hatten ging Kathryn geradewegs an das Fenster und schaute hinaus ins All.
Die Sterne beruhigten sie und dann spürte sie, wie Chakotay hinter ihr stand. Sie drehte sich um und wartete.
"Kathryn, ich schwöre Dir bei meinem Leben, ich wollte nichts von Seven. Sie aber von mir. Ich hatte mich auf dem Tisch abgestützt weil ich etwas leiser sprechen wollte, da hat sie dann ihre Hand auf meine gelegt und mir gesagt, daß sie mich attraktiv findet."
Kathryn schwieg weiterhin aber in ihrem Inneren wurde es wieder warm. Chakotay sah das als Zeichen alles zu erzählen.
"Sie hatte Harry und mich zum Abendessen in ihr Quartier eingeladen, das war an dem Abend, als ich bei Dir war und Du dann eingeschlafen bist. Ich wollte Dich nicht wecken und der Doktor sagte mir später, ich solle Dich nicht mehr stören. Ich dachte, es wäre nur eine Einweihungsfeier. Und das war es auch. Sie hat ein Abendessen gemacht und wir haben uns über alles mögliche unterhalten. Am nächsten Tag hat sie mich dann gefragt, ob ich sie zu einem gesellschaftilichen Ereignis begleiten würde, weil sie jemanden bräuchte. Ich habe mir nichts dabei gedacht, außer vielleicht, ihre scheinbar gerade entdeckte Menschlichkeit zu unterstützen. Und nach dem Konzert waren wir Essen und in dem Moment, als sie mir das mit dem Date sagte, kamen Du und B'Elanna rein."
Chakotay war inzwischen näher an sie herangetreten und war jetzt nur noch wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt. In Kathryns Augen blitzte es verräterisch und eine einzelne Träne lief ihr die Wange herunter. Sie wollte etwas sagen, doch der Kloß, der ihr im Hals saß, machte das zu einem unmöglichen Unterfangen. Chakotay bemerkte es und er lächelte. Dann legte er seine Hände rechts und links auf ihre Schultern beugte sich noch ein wenig zu ihr vor und raunte dann leise: "Wärst Du nicht gekommen, dann hätte ich ihr gesagt, daß ich mich zwar sehr geschmeichelt gefühlt hätte, aber sie keine Chance bei mir gehabt hätte weil ich... bereits eine andere Frau liebe."
Kathryn schluckte merklich und einige Tränen kullerten ihre Wangen hinunter. Chakotay war noch näher gekommen und sagte dann ganz zärtlich: "Ich liebe Dich. Ich habe Dich immer geliebt. Keiner könnte Deinen Platz einnehmen bei mir." Und dann küßte er sie ganz langsam, falls sie sich zurückziehen wollte. Doch das tat sie nicht. Statt dessen erwiderte sie den Kuß und er wurde immer wilder. Schließlich lösten sie sich und Chakotay wischte ihr die letzten Tränen aus dem Gesicht.
Kathryns Knoten hatte sich gelöst und sie schaute ihm tief in die Augen bis sie sagte: "Ich liebe Dich auch. Mehr als jeden anderen. Aber die Protokolle, Du weißt..." fing sie an, doch Chakotay legte ihr einfach einen Finger über den Mund. Kathryn schwieg und dann machte Chakotay etwas sehr merkwürdiges. Er entfernte ihre Rangabzeichen vom Pulli. Als alle 4 Pips auf dem Tisch lagen schaute er sie noch einmal an. Kathryn machte gerade den Mund auf um etwas zu sagen und Chakotay wußte, daß sie sagen wollte, daß das nichts an den Vorschriften ändern würde aber er hatte es satt.
"Kathryn Janeway", kam er ihr zuvor, "Du bist jetzt gerade nicht der Captain und deshalb kann ich Dir das jetzt auch sagen - mach deinen hübschen Mund zu und vergiß diese dämliche Regel." Bevor sie irgendetwas sagen konnte küßte er sie noch einmal. Er spürte, daß sie das gebraucht hatte, denn sie entspannte sich und erwiderte seine Zärtlichkeiten aus vollem Herzen. Er hat Recht, zum Teufel mit der Regel.
In einer kurzen Atempause meinte sie: "Ich könnte Dich ins Gefängnis werfen lassen wegen Beleidigung des Captains... aber... ich bin ja nicht im Dienst."
Sie lachte und umarmte Chakotay. Leise flüsterte sie in sein Ohr, daß sie schon viel zu lange auf ihn gewartet hätte und warum sie nicht endlich in ihr Schlafzimmer gehen würden.
Chakotay zögerte keine Sekunde, hob sie hoch und trug sie eigenhändig auf ihr Bett.
Am nächsten Morgen betrat B'Elanna die Brücke um den Bericht über die Wartungsarbeiten abzugeben. Gleichzeitig war sie auch besorgt, wie es Chakotay und dem Captain ging und wollte daher einfach persönlich nachsehen. Weder der Captain noch der Commander waren anwesend.
"Tuvok", wandte sie sich dann an den Vulkanier, "sind der Captain und der Commander im Bereitschaftsraum?"
Tuvok zog eine Augenbraue hoch und meinte: "Der Captain und der Commander haben sich heute spontan Urlaub genommen."
B'Elanna konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen und sah zu Tom hinüber. Auf seinem Gesicht lag ein triumphaler Ausdruck und er grinste ebenfalls. B'Elanna wandte sich wieder Tuvok zu und sagte nur: "Ich verstehe. Dann lasse ich den Bericht bei Ihnen." Sie überreichte ihm das Padd und verließ dann gut gelaunt die Brücke.
