Meine Füße schmerzten höllisch was daher kam, dass ich vielleicht so um die halbe Ewigkeit ziellos wie eine Irre hin und her gelaufen war und war es allmählich Leid. Außerdem bekam ich gerade mordsmäßig Hunger, mein Magen grummelte wie nichts gutes. Also beschloss ich mir ein Café oder so was in der Art zu suchen. Ach ja! Da habe ich vor Hunger glatt vergessen mich vorzustellen.

Mein Name ist Caitlyn, bin 15 Jahre alt und werde von allen immer nur Cat genannt.

Ich habe schulterlanges, glattes Haar, dass vorne länger ist als hinten. Meine Haare sind von Natur aus von einem hellen Braun, aber ich habe mir rote, pinke und lilane Strähnen färben lassen, das Ergebnis meines Friseurbesuch. Auch habe ich einen schiefen Pony, der mir leicht ins ovale, rosefarbene Gesicht fällt. Weiterhin bin ich gut 1,67 groß, schlank, habe lange Beine und natürliche Rundungen, da wo sie hingehören. Meistens trage ich ein kürzeres, schwarzes Kleid das am Rock, sowohl hinten als auch vorne, mit einigen Rüschen bestückt ist und Ärmel hat, die gerade mal bis zur Mitte meiner Oberarme reichen. An deren Enden sind feine Spitzen, die sich ebenfalls im Ausschnitt wiederfinden. Vorne, von knapp unter meinen Brüsten bis hin zum Anfang meiner Hüften, ist es so ähnlich wie bei einer Korsage geschnürt und schwarze Boots mit vielen Schnallen und hohem Keilabsatz, damit ich größer aussehe.

Mein Charakter? Ja, den würde ich als etwas, nun ja, wie sagt man...gewöhnungsbedürftig bezeichnen. Ich bin ein Mensch, der fast die ganze Zeit über ein breites Grinsen im Gesicht und Freude am Leben hat, jemand der gerne lacht und Witze reißt, die eigentlich so gut wie niemand lustig findet. Manchmal, wenn ich meine putzigen fünf Minuten habe, lache ich die ganze Zeit über und kann mich nur schwer wieder ein kriegen. Es kann aber auch mal passieren, dass ich schlecht gelaunt bin und somit schnell reizbar auf Sachen reagiere, über die ich mich sonst nie aufrege. Meistens bin ich jedoch die absolute Grinsebacke. Meine Lieblingsbeschäftigung? Ich gehe für mein Leben gerne meinen Mitmenschen auf die Nerven, aber was soll man machen? Dazu bin ich ja ein Teenager.

Inzwischen hatte ich mit knurrendem Magen eine kleine Ladenstraße betreten. Hier irgendwo musste es doch ein Café geben. Ich drehte den Kopf mal hier hin und mal dort hin, aber ich fand einfach keins.

Mensch, bin ich etwa blind oder was?

Allmählich knurrte mein Magen so laut, dass man denken könnte ich hätte einen hungrigen Bären im Bauch. Außerdem hatte ich auch Durst, denn die Hitze des Sommers war kaum zu ertragen, vor allem in meinem schwarzen Outfit, wie jeder weiß, zieht das die Wärme an wie ein stinkender Kuhfladen die Fliegen. Was gäbe ich nicht alles für etwas kühles zu Trinken und etwas zu essen... Ich seufzte hörbar und schleppte mich weiter.

Bald hatte ich die Ladenstraße hinter mich gelassen und betrat nun einen großen Platz mit Bänken und Bäumen, die bestimmt etwas Schatten hergeben würden und auf der gegenüberliegenden Seite waren kleinere Geschäfte und was befand sich in der Mitte? Ein zwar ziemlich kleines, aber durchaus gemütlich wirkendes Café.

Endlich! Und ich dachte ich müsste hier elendig verhungern und verdursten.

Froh darüber, dass ich nun endlich meinen Hunger würde stillen können, betrat ich das Café.

Mein Eindruck hatte mich nicht getäuscht, es war tatsächlich ziemlich gemütlich. Zum Glück hatte ich noch etwas Geld von meinem Friseurbesuch übrig. Also trat ich an die Theke und besah mir die nicht gerade klein zu nennende Auswahl.

Da gab es eine große Auswahl an verschiedenen Kuchen und anderen Leckereien. Was sollte ich bloß nehmen?

Am Ende entschied ich mich für ein Stück Apfelkuchen und für ein Glas eisgekühlter Cola. Danach setze ich mich an einen der kleinen, runden Tische im Inneren des Cafés und machte mich darüber her.

Als ich fertig war, gab ich das Glas zurück. Nun war ich zufrieden und guter Dinge, pfeifend verließ ich das Café und trat in die Nachmittagssonne. Jetzt störte mich die Hitze auch gar nicht mehr, sondern ich war entschloss sie zu genießen.

Wer weiß wann sich das Wetter wieder ändert? Hoffentlich nicht zu schnell, ich liebe Sonne!

Ich ließ mich auf einer Bank unter einer großen Eiche nieder und legte den Kopf in den Nacken. Es war wirklich ein wunderschöner Tag, keine Wolke verdeckte den Himmel, der Wind war nicht störend sondern angenehm und bewegte sanft die Zweige der Bäume. Das Blätterwerk rauschte und raschelte, Vögel zwitscherten. Es schien mir wie ein Tag aus einem Bilderbuch. Ich schloss meine azurblauen Augen, die ich leicht mit Kajal geschminkt hatte, und genoss die warmen Sonnenstrahlen, die meine Stupsnase kitzelten.

So schön... ich könnte den ganzen liebend langen Tag hier sitzen.

Ich schaffte es nur mit Mühe ein Gähnen zu unterdrücken. Langsam aber sicher überkam mich die Müdigkeit, ich wollte die Augen öffnen, doch meine Lieder waren so schwer. Was kümmerte es mich, wenn ich hier auf dieser Bank einschlafen würde? Ein kleines Nickerchen konnte ja wohl nicht schaden. So entschloss ich mich der Müdigkeit, die mich zu überrennen drohte nachzugeben und ließ meine Augen geschlossen. Langsam glitt ich ins Dunkel, tief, tief...tief. Mein Kopf sank zur Seite und auf meine Schulter, mein ganzer Körper war entspannt und mein Atem wurde ruhig und gleichmäßig. Nur wenige Augenblicke später war ich dann auch schon eingeschlafen.