So nun habt Ihr es geschafft, hier das letzte Kapitel.

o.k., ich hab mich schon daran gewöhnt, dass keine reviews kommen, grmpf.

Ich poste das Kapitel dann halt ins "Leere", was soll es. Vielleicht hat ja doch noch jemand Erbarmen und schenkt mir einen abschließenden Kommentar.

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Legi, die sich hiermit aus fanfiction. net verabschiedet.

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20 Das Versprechen

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Severus trat einen Schritt näher, ergriff ihre Hand und ließ sich neben ihr auf dem Bett nieder. Seine Finger strichen nun sanft über ihren Arm.

Sie konnte immer noch nicht glauben, was sie soeben gehört hatte. Leise und mit belegter Stimme fragte sie: „Wenn das stimmt, warum warst Du dann so abweisend?"
Er ließ seine kühle Hand auf ihrer heißen Wange ruhen und erwiderte: „Ich weiß nicht genau, welche Aufgaben noch vor mir liegen, aber sicher ist es nichts Ungefährliches. Ich habe mir auf beiden Seiten Feinde geschaffen und der Krieg rückt näher. Ich wollte Dir Schmerzen ersparen. Du suchst Dir besser einen Mann, um den Du Dich nicht ständig sorgen musst."

Leana fuhr mit den Fingern durch seine dichten Haare „Dazu ist es doch schon lange zu spät."

Er beugte sich langsam näher zu ihr und küsste sie zärtlich auf die Stirn. Ein warmer Schauer durchlief sie und ließ sie die Schrecken des Abends endgültig vergessen.

Das Mondlicht hatte endlich seinen Weg zwischen den Wolken gefunden und beleuchtete sanft sein Gesicht. Er lächelte: „Das hab ich heute auch bemerkt."

Allein der dunkle Klang seiner Stimme versetzte ihren ganzen Körper in Schwingungen. Sie schlug die Bettdecke zur Seite und rückte ein wenig näher an den Rand, um ihm Platz zu machen.

Snape schien einen Moment zu zögern.

„Bitte Severus", flüsterte sie ihm zu, „Lass mich heute Nacht nicht alleine!"

Er glitt schließlich neben sie und legte sich langsam auf den Rücken. Mit einem unsicheren Ausdruck sah er sie an. Leana beugte sich über seinen Oberkörper, ihr Gesicht war nur ein paar Zentimeter von seinem entfernt.

„Du warst ein Idiot", raunte sie ihm etwas vorwurfsvoll zu.

Er zog mit ernster Miene eine Augenbrauen hoch: „Du warst ein Idiot, SIR!"

Sie lachte und fuhr seine Lippen mit dem Zeigefinger nach: „Gut, dass wir das geklärt haben, Professor!"

Nun spürte Leana seine Arme an ihrem Rücken, die sie entschlossen an seine Brust drückten. Eine Hand vergrub sich in ihren Haaren und er küsste sie hungrig.

Leana wurde von einer riesigen Gefühlswelle überrollt, sie hatte noch nie einen Mann so sehr begehrt. Sie löste sich ein wenig aus seiner Umarmung und begann, die vielen lästigen Knöpfe seines schwarzen Gehrocks zu öffnen.

Severus schien das zu langsam zu gehen, mit einer kräftigen Bewegung riss er die Kleidungsstücke auseinander. Er setzte sich kurz auf und Leana streifte ihm die Oberteile ab, vorsichtig über seine verletzte linke Seite.

Sanft drückte sie ihn zurück ins Kissen.

Im blassen Mondlicht betrachtete sie seinen hellen, maskulinen Körper. Der Kontrast zu seinen schwarzen Haaren und den dunklen Laken ließ ihn fast wie weißen Marmor erscheinen. Zwei alte Narben verliefen über seine muskulöse Brust, ab dem Nabel begann ein Pfad von dunklen Haaren, der nach unten immer breiter wurde.

Leana rutschte ein wenig tiefer und begann, seine Brust zu küssen. Er vergrub seine Hände in ihren langen Haaren und stöhnte leise auf.

Ihre Hände wanderten seitlich an seinem breiten Oberkörper entlang, während ihre Lippen seine Brustwarzen erforschten. Selbst die vernarbten Wunden fühlten sich weich an. Sie konnte den Rhythmus seines immer schneller schlagenden Herzens fühlen.

Sie wollte bei ihm sein, so nah wie nur möglich. Musste ihn spüren, so intensiv wie es nur möglich war. Keine Sekunde länger würde sie warten. Kein Zentimeter durfte mehr zwischen ihnen sein.

Endlich war er hier! Endlich war er ihr nahe!

Ihre Hand hatte inzwischen durch eine vorsichtige Berührung festgestellt, dass auch seine Erregung mehr als deutlich war.

Leanas Finger kämpften mit dem Hosenverschluß. Sie beschloss, ähnlich kurzen Prozess zu machen wie mit dem Oberteil und riss die Knöpfe auseinander. Dann streifte sie ihm die Hose ab.

Der Anblick seines nackten Körpers raubte ihr fast den Atem. Sie legte beide Hände auf seinen Bauch und fuhr von dort mit einer langsamen Bewegung außen an seiner Hüfte entlang, weiter bis zu den dunkel behaarten Oberschenkeln.

Sein Atem kam in hörbaren Stößen. Seine Hände strichen über ihre Schultern, glitten sanft über ihren Rücken, vergruben sich zärtlich in ihrem Haar.

Dann erst bemerkte sie, dass sie ihn deutlich fühlen könnte.

Nicht nur seine Haut! Auch seine Gedanken und Wünsche, seine Vorlieben und seine Lust.

Sie tauchte in seine Empfindungen ein, ließ sich einfach fallen in diese innige Verbindung.

Jede Unsicherheit war mit einem Mal verschwunden, sie wusste genau, was ihm gefiel, was ihn erregte, was er sich wünscht.

Und umgekehrt schien es genauso zu sein.

Das mit der Gedankenleserei hat durchaus seine Vorteile dachte sie, während sie mit ihren Küssen sanft an der Innenseite seiner Oberschenkel nach oben wanderte. Sie hörte ihn heftig atmen, der Griff seiner Hände in ihren Locken wurde fester.

Leana berauschte sich an der unmittelbaren Reaktion seines Körpers auf das Spiel ihrer Zunge. Alle Unsicherheit war fern, sie öffnete sich seinen Emotionen und erfüllte seine unausgesprochenen Wünsche. Sie spürte nicht nur das Zittern, das durch seinen Leib ging, sondern auch sein inneres Verlangen.

Nach ihr, Leana. Nach ihrer Nähe und einer engen Vereinigung.

Dieses Gefühl zusätzlich zu ihrer eigenen Erregung machte sie fast wahnsinnig, ebenso wie seine nun heisere Stimme, die ihren Namen raunte.

Doch nun griffen seine Hände fordernd in ihre Haare und zogen ihren Kopf nach oben. Sie sah, dass sein Atem in kurzen Stößen kam, während er nun seinerseits begann, ihren Körper zu erforschen.

Ihr Schlafanzug erlitt das gleiche Schicksal wie seine Kleidungsstücke.

Schließlich lag sie nackt neben ihm. Sie sah, dass seine Augen über ihren Körper wanderten, was ihr normalerweise ein unangenehmes Gefühl beschert hätte.

Doch bei Severus war alles anders. Sie konnte spüren, dass der Mann neben ihr sie nicht abschätzend musterte, sondern ihren Körper begehrte, genau so wie er war. Weil er sie begehrte, als Mensch, als Frau.

Er beugte sich über sie, strich mit einer sanften Bewegung ihre Haare nach hinten und küsste erst seitlich ihren Hals, dann ihre Schulter. Mit einer Zärtlichkeit, die sie niemals von ihm erwartet hatte.

„Severus!" stöhnte sie leise, während sie die weiche Haut an seinem Nacken liebkoste. „Severus, ich will ganz nah bei Dir sein!"

Er sah ihr tief in die Augen, sein Mund stand leicht offen, mehrere Strähnen fielen ihm verführerisch in die Stirn. Seine langen Beine pressten sich an ihre, während seine Fingerspitzen sanft an ihrem Schlüsselbein entlang fuhren und dann tiefer wanderten.

Leana hielt die Erregung fast nicht mehr aus. Sie zog Severus fordernd auf sich und ließ ihre Hände über seinen Rücken bis zu seinem Gesäß wandern.

Und wieder tauchte sie ein in seine Emotionen, konnte sein Drängen spüren, seine Lust, gleichbedeutend mit ihrer Lust, Körper und Geist, jetzt endlich – nur noch eine kleine Bewegung…. – endlich, endlich vereint!

Sein tiefes Stöhnen so dicht an ihrem Ohr. Das Gewicht seines Körpers auf ihrem, wunderbar nah. Die Haarsträhnen kitzelnd auf ihrem Gesicht. Die kühle Haut seines Rückens, die allmählich heiß und schweißnass wurde.

Unerträglich langsam seine Bewegungen und doch viel zu schnell.

Der Rhythmus ihres Atems, der sich seinem angepasst hatte. Im gleichen Takt fließend, im Einklang mit Severus, ebenso wie der Rest von ihr.

Schließlich sein Unterarm, der sich auf ihren legte. Seine Hand, die ihre ergriff.

Finger, die sich umeinander schlossen und Halt suchten, während eine Welle des Glücks, der Lust und der Innigkeit über beide hinwegrollte.

Nie mehr sollte es anders sein, nie mehr wollte sie hier weg, niemals von diesem Mann getrennt sein!

Severus lag heftig atmend halb auf, halb neben ihrem verschwitzten Körper. Sein Kopf ruhte auf ihrer Schulter, ihre rechte Hand wurde immer noch von seinen Fingern umfasst, während sein anderer Arm quer über ihrer Brust lag.

Leana schloss die Augen und nahm diesen Moment in sich auf. Am liebsten wäre sie für den Rest ihres Lebens genau so liegen geblieben. Sie spürte Tränen in ihren Augen aufsteigen, Tränen der Freude, der Erleichterung, der Liebe.

Zärtlich strich sie über seine zerzausten Haare, über seinen nassen Rücken. Sie wollte ihn beschützen, für ihn da sein, jeden Schmerz von ihm nehmen.

Niemals sollte er wieder einsam und bedrückt sein!

Er hob den Kopf und sah sie an.

Alle Härte war aus seinem Gesicht gewichen. Er wirkte unendlich verletzlich mit den sanften Augen, den weichen Lippen, der Wunde an der Stirn. Und dann diese unglaublich magnetische Stimme, die leise zu ihr sprach: „Es tut mir leid, ich denke, ich habe die Kontrolle verloren."

Lächelnd fuhr sie die Konturen seiner Lippen nach: „Aber genau darum geht es doch, oder? Bei mir musst Du nicht immer der beherrschte, kühle Professor sein. Ich kann den echten Severus fühlen. Und er gefällt mir sehr gut!"

Er drehte Leana sanft ein Stück zu sich auf die Seite. Dann legte er seine Stirn an die ihre und schloss die Augen.

Sie empfand diese Berührung als noch inniger und vertrauter als einen Kuss.

Dieser Mann hatte etwas so Einzigartiges an sich. Sie fühlte sich seiner Seele in einer Art und Weise verbunden, die nicht annähernd mit Worten zu beschreiben war.

Wenn nur alles so bliebe, dann wäre ihr Leben absolut perfekt.

Und wenn nicht?

Plötzlich klangen seine Worte in ihren Ohren wieder „Ich weiß nicht genau, welche Aufgaben noch vor mir liegen".

Sie spürte einen stechenden Schmerz im Brustkorb, so als hätte ihr jemand ein Messer in die Herzgegend gerammt. Die Vorstellung, dass ihm etwas zustoßen könnte………
Er hatte offenbar bemerkt, dass etwas nicht stimmte und sah sie fragend an.
Sie sagte mit ernster Stimme: „Severus, Du musst mir was versprechen!"

"So? Muss ich das?", erwiderte er mit amüsierter Miene.

Es tat so gut, ihn entspannt lächeln zu sehen, dass sie fast nicht weitersprechen konnte.

Aber sie musste es tun.

Entschlossen fuhr sie fort: "Versprich mir, dass Dir nichts passieren wird."

Überrascht richtete er seinen Oberkörper ein wenig auf.

Sie sprach weiter. „Versprich mir, dass du von jedem Einsatz zurückkommst, dass sie Dir nichts antun, dass sie Dich nicht töten werden."

Seine Miene wurde ernst, die tiefe Stirnfalte kehrte zurück. „Du weißt, dass ich das nicht versprechen kann."

Ihre Stimme bekam einen panischen Klang: „Du bist Zaubertrankmeister, Du kannst Dich vorbereiten, Du kennst Deine Gegner, Du kennst die dunklen Künste, Du musst einfach überleben!"

Tränen liefen über ihre Wangen. „Ich kann jedenfalls nicht weiterleben in einer Welt ohne Dich. Ohne Deine Stimme, ohne Deine Hände, Deine Augen."

Mühsam fand sie ihre Beherrschung wieder. Diesmal klang es fast wie ein Befehl, als sie wiederholte: „Versprich mir, dass Du überleben wirst!"

Regungslos blickte er sie an, kein Zwinkern war zu erkennen, er schien nicht einmal zu atmen.

Der Moment dauerte unendlich lange. Eine halbe Ewigkeit schien zu vergehen, ehe er in ernstem Ton antwortete: „Ich verspreche es."

Leana ließ sich erschöpft zurück ins Kissen fallen und atmete ein paar Mal tief durch.

Danach drehte sie sich wieder zu ihm, legte den Kopf auf seine Schulter und die Hand auf seine nackte Brust.

Beruhigt schloss sie die Augen.

Wenn es einen Mann auf dieser Welt gab, der sein Versprechen halten würde, dann war das Severus Snape!

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- THE END –

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oder auch nicht…..

Wer Lust hat, kann nämlich lesen, wie es mit den beiden weitergeht.

Die Story heißt „Die silberne Saite"

Allerdings drüben auf fanfiction. de unter meinem account „legilimens"

Hier ist der direkte link: (Leerzeichen nach „www." bitte entfernen)

http://www. fanfiktion.de/s/4b784ea20000cc6b067007d0

Die „Saite" spielt nach Band 7. Die Story ist etwas ausgereifter und runder, ich hab ja in der Zwischenzeit ein bisschen was dazugelernt. Doch auch ein bisschen schwermütig, schließlich geht es Severus` Seele gar nicht gut. Der Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Und ich muss euch warnen, es kommt wieder viel Musik vor….

Vielleicht bis bald

Legi

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