Totgesagte leben länger. Sorry, dass das letzte Update 3 Jahre gedauert hat.... Ich hoffe, es interessiert noch einige..
Kapitel 9: Snape philosophiert...
Harry saß in der Küche und nippte an seinem Kakao. Es war später Nachmittag und er wartete das Snape sein Labor verließ. Seit dem Gespräch mit Dumbledore war ein Tag vergangen und Harry brannte darauf zu erfahren, was Draco gesagt hatte. Ihm war klar, das es ihn eigentlich nichts anging, aber das Leben in den Katakomben war langweilig und er freute sich über jede Ablenkung.
Eine Viertelstunde später wurde sein Wunsch erfüllt. Snape schwebte in die Küche. Sein Gesicht war blass und die Haare wirkten strähniger als sonst. Harry vermutete, das sein Professor seit dem Gespräch mit Draco in seinem Labor an seinen Tränken gearbeitet hatte.
Schweigend setzte sich der dunkle gekleidet Mann Harry gegenüber und konjugierte sich einen Kaffee. Nachdem einige Minuten verstrichen und Snape kein Wort gesagt hatte, sondern lediglich an seinem Kaffe nippte und die Tischplatte anstarrte, nahm Harry seinen gesamten Mut zusammen und wandte sich seinem Lehrer zu.
„Professor, was hat Draco gesagt?"
„...." Snape starrte Harry an als wenn er erst jetzt bemerkt hatte, das Harry ebenfalls in der Küche war.
„War er sehr wütend?", hakte Harry nach.
„Er kann nicht auf das Spiel auf was er sich seit einem kompletten Jahr gefreut hat – das seine Reaktion nicht unbedingt erbaulich war, erklärt sich von selbst.", erklärte Snape knapp und nahm einen weiteren Schluck aus der Tasse.
„Verständlich.", murmelte Harry
„Seit wann sind Sie mit Mr. Malfoy einer Meinung, Mr. Potter?", spöttelte der Slytherin und hob fragend eine Augenbraue.
„Es war das Spiel der Saison – oder besser gesagt des Jahres und ich wäre außer mir wenn ich nicht hingehen könnte.", erklärte Harry bestimmt. Es gab keine Entschuldigung, wenn man DAS Spiel der Saison verpasste.
„Manche Leute sagen es ist nur ein Spiel.", bemerkte Snape bedächtig.
„Ich glaube wenn man vergisst das es auch solche Dinge gibt, dann ist das Leben nichts mehr wert." Harry glaubte an das was er sagte. Was wäre schließlich von seinem Leben übrig, wenn es sich jede Minute um die Bedrohung von Voldemort drehen würde? Ohne die Augenblicke mit Hermine und Ron, das Fliegen beim Quidditch oder das besondere Erdbeer-Eis, das die Hauselfen zu Weihnachten servierten. Ohne diese Ereignisse wären sein Leben kaum mehr als ein Versteckspiel mit den Todesessern.
„Eine erstaunliche Betrachtungsweise.....auch wenn es mich nicht erstaunt das Sie dieser Ansicht sind, Mr. Potter. Es ist typisch Gryffindorscher Charakterzug." Snape schwieg einen Moment und schien Harrys Worte noch einmal in seinem Kopf herumzurollen, so als wolle er sie von allen Seiten betrachten, bevor er etwas leiser hinzufügte, „Trotzdem bedanke ich mich."
Harry verschluckte sich beinahe an seinem Kakao. Hatte er sich gerade richtig gehört und Snape hatte sich bei ihm, Harry Potter, bedankt? Er beschloss umgehend die versöhnliche Stimmung seines Professors auszunutzen und einige Informationen aus dem Mann heraus zu fischen. Daher erkundigte er sich vorsichtig, „Ihnen liegt sehr viel an Malfoy."
Snape betrachtete eine Zeitlang die Decke, bevor er begann, „Ja, er liegt mir tatsächlich am Herzen.", der dunkelhaarige Mann lächelte abwesend, „Als ich ihn zum ersten mal sah, bestand er nur aus blondem Flausch, rosa Babyhaut und einem bezaubernden Lächeln."
Harry starrte seinen Lehrer an. Er konnte sich nicht vorstellen das Snape kleine Babys mochte und zum anderen hatte er Probleme den arroganten, zynischen Draco Malfoy mit einem knuddeligen Baby in Verbindung zu bringen.
"Als ich den Jungen zum ersten mal in den Armen hielt, habe ich beschlossen das es Draco besser haben soll als wir. Er soll nicht gezwungen werden in die blutige Falle zu wandern, in die sein Vater und ich uns begeben haben."
„Professor?", fragte Harry. Er wollte Snape am Reden halten, er hatte das Gefühl das es das erste mal war, das er mit dem echten Severus Snape sprach. Nicht mit dem Mann, der den arroganten Hauslehrer Slytherins darstellte oder dem kalten, unerbittlichen Trankunterweiser.
„Was glauben Sie wie Slytherin ist, Mr. Potter? Nach außen wird Einigkeit demonstriert, ohne diese Eigenschaft wären wir verloren....", begann Snape zu erklären, „Wir sind nicht gerade beliebt in der Welt – manchmal zurecht – aber oft auch ohne unsere Schuld.", der hakennasige Mann spielte mit der Kaffeetasse, „Glauben sie mir, es verbessert den Charakter einen Menschen nicht gerade, ständig mit Abneigung begrüßt zu werden. Und da beißt sich die Schlange in den eigenen Schwanz. Wer mag Menschen, die nur den eigenen Vorteil im Auge haben? Auch wenn diese sich nur deswegen so entwickenn, weil man sie ständig in diese Richtung drängt?" Deprimiert blickte Snape in seinen inzwischen lauwarmen Kaffee.
Harry ließ sich Snapes Worte durch den Kopf gehen.
„In der Muggelwelt gibt es ein Sprichwort: was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn. Meinen Sie das, Professor? Wenn man einen Menschen oft genug verletzt, wird er hässlich und gemein. Und so entfernen sich die anderen Menschen noch mehr von ihm?"
„Ein passendes Sprichwort Mr. Potter. Und sie haben recht.... Auch wenn ich einigen Kindern Slytherins von Natur aus einen recht unerfreulichen Charakter zusprechen muss. Aber die gibt es in jedem Haus. Uns verzeiht man es nur weniger."
„Alle dunklen Zauberer kommen aus Slytherin."
„Wer hat Ihnen diesen Unsinn erzählt, Mr. Potter? Das ist nichts weiter als ein Ammenmärchen, was in den anderen Häusern erzählt wird, um sich selber überlegen zu fühlen."
Harry starrte Snape perplex an. Ermuntert das der Junge nicht widersprach, sondern tatsächlich interessiert wirkte, fuhr Snape fort, „Jede Zeit hatte ihren eigenen dunklen Lord und es waren bei weitem nicht alle Slytherins. Im 12. Jahrhundert wurde von einem dunklem Herrscher, der dem edeln Hause Hufflepuff entstammen sollte, berichtet. Auch wenn ich meine Schwierigkeiten habe einen Hufflepuff mit Macht und schwarzer Magie in Verbindung zu bringen.", Snapes Stimme verriet unterschwellige Belustigung und Harry verkniff sich ein Lachen. Es war tatsächlich schwer sich einen treuherzigen Hufflepuff als einen wahnsinnigen Dunklen Herrscher vorzustellen.
„Hufflepuff? Es gibt kein Haus was weniger – dunkle Tendenzen hat als Hufflepuff!", gluckste er.
„Glauben Sie mir oder glauben Sie mir nicht, Mr. Potter. Aber Sie können es Nachlesen in der Geschichte Hogwarts."
„Ich werde Hermine fragen.", sagte Harry ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn es so etwas in der Vergangenheit vorgekommen war, dann würde Hermine es finden.
„Das hätte ich mir denken können. Aber wir kommen vom Thema ab. Nach außen zeigt Slytherin sich einig, aber glauben Sie mir, hinter den Fassaden ist es alles andere als ruhig. Die meisten sind nur auf ihren Vorteil bedacht und man versucht mit alles Mitteln einander auszustechen. Was glauben Sie wie viele echte Freunde en Junge wie Draco hat?", Snape blickte Harry über den Rand seiner Kaffeetasse an.
„Da wären Crabe und Goyle, nicht zu vergessen Pansy und Zabini..", begann Harry aufzuzählen.
„Mr. Crabe und Mr. Goyle? Hätten Sie nicht den Auftrag von ihren Vätern sich mit Mr. Malfoy gut zu stellen würden Sie ihn noch nicht einmal grüßen. Pansy? Für Sie und ihre Familie ist Draco vor allem eine gute Ehepartie. Vergessen Sie nicht, dass die Malfoys eine der ältesten Purblutfamilien ist und ausgesprochen reich sind.", entgegnete Snape.
„Und Zabini... Mr. Zabini und Lucius konkurrieren um die GUnst des dunklen Lords und das wirkt sich auch auf Draco und Blaise Beziehung aus. Wenn sie nicht den Schein waren müssten, hätten beide nicht die erste Nacht in Hogwarts überlebt. Die beiden hassen sich mit einer Inbrunst, die einem Angst machen kann."
„Das wusste ich nicht. Wenn ich die Slytherins sehe, dann wirken sie so – Freundschaftlich, so als ob sie eine große Familie wären.", Harry fielen keine besseren Worte ein um zu beschreiben was er meinte.
„Nein, es gibt nur wenige echte Freundschaften. Diese sind meist umso tiefer. Aber um auf den Punkt zurück zu kommen: Ich denke nicht das der dunkle Lord so zahlreiche Anhänger gefunden hätte, wenn sie nicht alleine gewesen wären. Voldemort hat das Talent seine Untergebenen zu finden, wenn sie am verletzlichsten sind.", mit einem Seufzer lehnte sich der Hauslehrer der Slytherins in seinem Stuhl zurück. Die schlanken Hände spielten mit der Tasse in ihren Händen.
„Selbst Leute wie Lucius Malfoy oder Bellatrix Lestrange?", fragte Harry.
„Selbst Lucius. Auch er war mal ein Kind und bei dem gewalttätigen Charakter seiner Eltern ist es eher erstaunlich das Mr. Malfoy ein einigermaßen funktionierendes Wesen besitzt. Bei Bella...Nun, ich will ehrlich sein, Bellatrix sadistische Tendenzen haben sich schon im Kindesalter gezeigt und ich habe meine Zweifel ob sie jemals eine liebevolle nette Seele geworden wäre. Bei ihr ist alle Hoffnung verloren.", erklärte Snape voll tiefster Überzeugung.
„Also möchten Sie Draco retten, indem Sie ein Freund sind? Sowie Sirius bei mir?", hakte Harry neugierig nach.
„Vielleicht kann man es so ausdrücken. Nur ohne die Läuse...", Snape konnte sich den Seitenhieb auf Blacks Animagusform anscheinend nicht verkneifen, was ihm einen dezent verärgerten Blick von Harry einbrachte. Ungerührt fuhr der Mann fort, „Ich hoffe das Draco die Kraft findet und um Hilfe bittet. Und das ich in der Position bin ihm zu helfen. Ich weiß das Lucius damals gegen seinen Willen das Mark nehmen musste – er hatte niemanden den er um Hilfe bitten konnte.", erklärte Snape nachdenklich.
„Was ist mit Dumbledore?", erkundigte sich Harry. Immerhin war Dumbledore der größte Kämpfer für das Gute. Sicherlich hätte er jedem geholfen, der von Voldemort in Bedrängnis gebracht wurde.
„Dumbledore hat im Laufe unserer Schulzeit mehr als klar gemacht welches Haus er favorisiert, zumindest erschien es uns damals so. Und unserer damaliger Hauslehrer war zu sehr auf sich fixiert um den Sorgen seiner Schützlinge gehör zu schenken – und selbst wenn.... er hätte niemals seine Karriere, geschweige sein Leben, für einen von uns riskiert.", Snape schien tief in die Vergangenheit angetauscht zu sein.
Harry hatte das unbestimmte Gefühl, dass Snape auch jetzt noch davon ausging, dass seine Slytherins im Grunde genommen von Dumbledore benachteiligt wurden. Und wenn Harry ehrlich war, konnte man leicht das Gefühl bekommen.
Er erinnerte sich an die enttäuschten Gesichter, als in den letzten Jahren den Slytherins auf den letzten Minuten der Hauspokal vorenthalten wurde. Und er, Harry, war meist der Grund dafür gewesen. Obwohl Dumbledore selbstverständlich eine Mitschuld traf – immerhin hatte er Punkte auf Ereignisse gegeben, die sicherlich nicht im Rahmen einer normalen Schullaufbahn vorkamen, so was wie das Töten von Basilisken oder das Bekämpfen von wildgewordenen Todesessern. Vermutlich hatte ihr geschätzter Schulleiter irgendwo eine Liste versteckt: Gute Noten: 20 Punkte, helfen schwächerer Schüler: 30 Punkte, Töten von Voldemort: 30.000 Punkte....
Harry nagte an seiner Unterlippe und überlegte wie er die deprimierende Stimmung im Raum irgendwie aufhellen konnte. Immerhin konnte er Snape schlecht irgendeinen Witz erzählen, der Ron zum Brüllen gebracht hätte. Wenn nur Draco auf dieses blöde Turnier gehen dürfte.... Harry riss die Augen auf als er Begriff, wie er die beiden den Wettkampf ermöglichen konnte.
„Darf ich einen Vorschlag machen, Sir?", Harry hibbelte aufgeregt auf seinem Stuhl auf und an. Seine Idee war genial, da war er sich sicher. Atemlos fing er an zu erklären, „Was ist wenn Sie trotzdem gehen? Ich würde es nicht Dumbledore verraten, dass sie zu dem Spiel gehen!"
„Und Sie hier alleine lassen mit ihrem Arm? Nein, Mr. Potter. So verlockend Ihr Angebot ist. Ich kann es nicht annehmen.", wies Snape Harry bestimmt ab.
Enttäuscht entgegnete Harry, „Aber Sir. Niemand würde es merken. Ich würde in Ihrem Quartier bleiben – niemand würde es merken! Und jeder hat bisher gesagt, dass Hogwarts der sicherste Ort Englands ist!"
„Ich schätze Ihren Enthusiasmus, Mr. Potter. Aber Ihr Plan weist einige Schwachstellen auf: Was ist wenn Professor Dumbledore nach mir schickt oder überraschend vorbei kommt? Was ist wenn die Hauselfen plaudern? Und glauben Sie mir, Ihnen entgeht nichts – und sie unterstehen direkt dem Schulleiter. Und was ist wenn Ihnen tatsächlich etwas passiert?", Snape seufzte, „Nein, das Risiko kann ich nicht eingehen - Ich kann das Vertrauen Dumbledores nicht auf diese Weise missbrauchen. Wenn tatsächlich etwas geschieht..."
Der dunkelhaarige Mann schüttelte den Kopf. Schweigend trank er den letzten Rest seines Kaffees und stand auf, „Dieser Plan ist schwachsinnig und leichtfertig. Ich kann nur für ein Spiel nicht die Zukunft der Zauberwelt riskieren. " Brüsk drehte sich Snape umhangwirbelnd um und strebte zur Tür, die vertrauliche Stimmung von eben komplett zerstört.
Doch kurz bevor er Snape aus dem Raum war, hörte Harry Snapes Stimme, so leise, das Harry die Worte beinahe nicht verstanden hätte „ Trotz dieser unmöglichen Idee: Danke.... Harry"
Mit offenem Mund starrte Harry seinem Lehrer hinterher als sich die Tür hinter ihm schloss.
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Vernon Dursley säuberte mit verbiesterter Miene den Grill von der Asche. Moody-Harry hatte beschlossen draußen Abendbrot zu essen. In einem Anfall von Mut hatte Petunia darauf bestanden zu Grillen. Erstaunlicherweise hatte sie bei dem Zauberer Gehör gefunden. Das Ergebnis war das nun Vernon Asche und Fettreste entfernte und das Leben, Zauberer und die Welt allgemein verfluchte.
Wenigstens das Wetter ist auf meiner Seite, verbiestert kehrte er die Asche in einen Eimer und ließ ihn unsanft neben Petunias Preis gekrönter Rose fallen. Hätte er die Blume getroffen wäre ihm eine Schlafstatt auf der Couch für die nächsten paar Monate sicher gewesen, allerdings war es ihm in diesem Moment im höchsten Maße egal.
Im Grunde genommen war sein Leben stetig bergab gelaufen, seit sein vermaledeiter Neffe bei ihnen abgesetzt worden war. Vernon war sich sicher, dass der Junge die Ursache für sein Unglück war. War nicht immer die Rede gewesen von Unfallartiger Magie bei jungen Magiern? Garantiert hatte das Balg sein Schicksal beeinflussen können, immerhin war mit Magie alles möglich. Wozu war es schließlich Magie?
Vernon hatte schon immer alles gehasst, was irgendwie von der Norm abwich. Wie verabscheute er Leute, die einfach nicht wussten was sich gehörte. Nun konnte er über den falschen Kleidungsgeschmack oder über Hippies, Künstler und die falsche Autofarbe hinwegsehen, aber Magie – das was etwas anderes. Magie war gefährlich... hier ging es nicht nur um ein unmöglich geschnittenes Hemd, sondern um eine Waffe!
Und als er damals den Jungen mit dem kurzen dunklen Haar vor der Haustür gefunden hatte, da hatte er sich an den Vater dieses kleinen Monsters erinnert. Wie sorglos er mit dieser Macht umgegangen war und wie er sich auf der Hochzeit von Lily und ihm über Vernon und Petunia lustig gemacht hatte. Oh, natürlich nicht offen. Aber Vernon hatte ein feines Ohr für den Herablassenden Tonfall den vieler magischen Gäste dort gehabt hatten, wenn sie über Muggel sprachen. So als wenn sie arme, unwissende Schafe wären, die man vor sich selbst retten müsste...
Vernon hatte Harry gesehen und gewusst, er würde Ärger bedeuten. Damals hatte er beschlossen dem Jungen Respekt beizubringen. Ihm diesen mitleidigen Tonfall und die Verachtung auszutreiben, um ihm von Anfang an begreiflich zu machen wem dieses Haus gehörte und das Vernon vieles war, aber eines nicht: wehrlos. Und das hatte er getan. Oh, es war schwerer geworden, je älter der Junge wurde. Der Einfluss dieser vermaledeiten Schule war spürbar gewesen.
Er musste zugeben, er hatte es ein wenig übertrieben, als er Harry beinahe umgebracht hätte. Wer Tod ist, kann nichts mehr lernen. Aber an dem Tag war er so wütend gewesen, das es ihn hatte blind gegenüber der Gefahr werden lassen. Vernon wusste, das Petnunia es ihm übel nahm. Sie hing nicht an dem Jungen, aber trotzdem war er Familie und leider Gottes die einzigste, die sie hatte.
Mit einem Seufzer ging der dicke Mann durch den Garten zum kleinen Gartenschuppen um Eimer und Putzutensilien weg zu bringen. Er würde schon einen weg finden, damit Petunia ihm vergab. Egal was andere von ihr hielten, für Vernon bedeutete seine Frau die Welt. Er verehrte ihre Kochkünste, ihr Lächeln, wie sich um Dudley kümmerte.... für Vernon gab es keine schönere Frau, Giraffenhals hin oder her. Vielleicht ein großer Strauß roter Rosen? Oder ein Einladung zu einer Kurzreise nach Paris, sobald dieser Pseudo-Harry wieder aus ihrem Leben verschwunden war? Vernon begann vergnügt vor sich hin zu pfeifen als er sich Petunias begeisterten Gesichtsausdruck vorstellte, wenn sie den Umschlag mit den Reisetickets öffnete. Und Champagner.... oh ja, Champagner, der muss sein... aber nicht zu trocken. ´Tunia hasste zu trockenen Champagner.... was ist das?
Zwischen den Büschen zum angrenzenden Grundstück stand eine Gestalt. Vernon wusste, das es sich nicht um seinen Nachbarn handelte, denn unter den dunklen Roben war der Mann kräftig und durchtrainiert. Der Nachbar der Dursley war beinahe so fett wie Vernon selbst - doch was Vernon wirklich erstaunte war die Maske.
„Hey, Sie! Karneval ist schon lange vorbei, das ist Ihnen klar?", röhrte Vernon der Figur zu. Eine Maske mitten im Sommer und ohne Anlass....so etwas freakiges!
Der Mann reagierte nicht, sondern starrte Vernon nur an während er langsam eine schwarzverhüllte Hand hob. Mit einer Art kranken Faszination folgte Vernon der Bewegung mit seinen Augen, bis er sah was der Mann in den Händen hielt.
Der Maskierte hatte einen Zauberstab.
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Der einzige Vorteil der langen Pause ist, das sich so einiges auf meiner Festplatte angesammelt hat. In den kommenden Tagen/Wochen werde ich es angehen die nächsten Kapitel alle nach und nach hochzuladen. =) Das Kapitel ist recht ruhig, aber spätestens nächstes Kapitel wird ein ein wenig Action geben.
