Der Anfang von etwas Großem
Sooo xD
Hallo meine Lieben und danke an jene, die die Story neu zu ihren Favs gefügt haben :)
Aber genug gelaber~
Viel Spaß beim lesen ^^
Der nächste Tag begann für Hermine so stürmisch, wie der Vorletzte geendet hatte. Die Luft war so aufgeladen von der Hitze, dass sich bereits in den frühen Morgenstunden ein starkes Gewitter zusammen gezogen und mit dichtem Regen als Begleiter einen Weg auf die magischen Ländereien von Hogwarts gefunden hatte.
Hermine war nach dem Streit am Tag zuvor direkt zurück in ihr Zimmer geflüchtet, hatte die Tür verriegelt und sich anschließend in ein Buch gelesen, bis sie vor lauter Ärger so erschöpft war, dass die junge Hexe auf dem Band eingeschlafen war.
Mit einem leisen Stöhnen richtete sich die junge Gryffindor aus ihrer Position auf und warf einen Blick in das Dunkel ihres Zimmerchens. Wie spät es wohl sein mochte? Sie würde ja sicherlich nicht die ganze Nacht hier gesessen haben, nicht wahr?
Ihr Nacken schmerzte unangenehm und Hermine erhob sich vorsichtig von ihrem Stuhl. Mit ihren besohlten Füßen durchwanderte sie zielsicher den Raum und betrat durch eine Seitentür ihr eigenes kleines Badezimmer. Da sie eine besondere Stellung unter den Schülern genoss, hatte sie das Privileg ein eigenes Bad zu besitzen und musste sich somit morgens nicht mit den anderen Mädchen darum schlagen, wer zu erst die Dusche benutzen durfte. Nicht, dass es da nur eine gab, aber keine der Hexen hatte vor, im vordersten Abschnitt zu duschen, wo ohnehin jeder eintrat.
Etwas unsicher tastete die junge Frau nach einem Schalter neben der Tür und betätigte die damit magisch verbundenen Fackeln an den Wänden, die den Raum kurz darauf in ein warmes Gelb tauchten. Erst jetzt wurde sich Hermine gewahr, dass ihre Haare in alle Himmelsrichtungen abstanden und sie durch das Buch einen unschönen Abdruck im Gesicht hatte. „Das nächste Mal sollte ich das Bett bevorzugen..." seufzte sie und betrachtete noch einen Moment lang ihr Spiegelbild – für gewöhnlich redete dieses mit den Leuten, die hinein sahen, doch Hermine hatte dem Ihren beigebracht zu so einer Stunde lieber den Mund zu halten.
Mit wenigen Handgriffen entledigte sich die junge Frau ihrer Kleider und wollte das Selbe gerade mit der Kette tun, nur um sie etwas weiter anzuheben und einen neuerlichen Blick darauf zu werfen. Das Feuer der Fackeln spiegelte sich in dem glänzenden Weißgold und dem Lapis Lazuli, der durch das Gelb einen grünlichen Schimmer bekam.
Eigentlich wusste Hermine, wie sie sich zu entscheiden hatte und doch zögerte sie, die Worte endgültig auszusprechen. Die Dinge, die als Bedingung zu ihrer Ausbildung angeschlossen waren, beunruhigte die zukünftige Medihexe doch mehr, als sie zugeben wollte. Was wäre, wenn sie nicht gut genug dafür war und der Professor erneut in einem solchen Zustand zurück kam? Oder schlimmer? Wenn er ihr unter den Fingern weg stürbe und sie nichts dagegen tun konnte, außer zu zusehen?
Mit einem tiefen Seufzen legte die Hexe nun auch die Kette ab und legte sie dort hin, wo sie nicht einfach verschwinden konnte – direkt vor dem Spiegel, zwischen zwei silbernen Ringen, die sie einst von Ginny und Luna zum Geburtstag bekommen hatte.
Eigentlich war sie nie ein großer Freund von Schmuck gewesen, doch hier musste sich Hermine eingestehen hatte sie bisher recht oft den Drang verspürt, sie zu tragen. Letztlich hatte sie sich jedoch immer dagegen entschieden, nur um sie nicht zu verlieren.
Als das heiße Wasser über ihren Körper lief und das Rauschen an ihre Ohren drang, genoss die junge Gryffindor die Tatsache, dass sie zu dieser Stunde hier niemand stören würde. Noch vor drei Jahren hätte Hermine nicht einfach ins Badezimmer gehen können um zu duschen. Vor allem nicht mitten in der Nacht. Doch das hier war Anders. Es war viel Privater und darüber war die Hexe doch ziemlich froh.
Sie fühlte, wie ihre Haut an den Stellen, wo das Wasser als erstes direkt drauf trat, rot und empfindlich wurde. Ein Blick auf ihre Brust und ihr Gefühl bestätigte dies, weshalb sie sich nun mit dem Rücken zum Wasserstrahl wandte und dabei ihre Augen auf die Kette richtete, die durch den Duschschutz nur verschwommen erkennbar war. Irrte sie sich, oder war das Metall heller als gewöhnlich?
Verwirrt, aufgrund dieser Erkenntnis, schob Hermine den Schutz beiseite, stellte das Wasser mit einer leichten Handbewegung aus und trat hinaus in das deutlich kühlere Badezimmer. Das Patschen ihrer Füße auf dem Boden war deutlich zu hören und doch nahm die junge Frau das gar nicht erst wahr – das Weißgold des Medaillons schien zu glühen und der Stein darin hatte einen azurblauen Ton angenommen, während ein leises Brummen davon ausging.
Sie wusste nicht, ob sie es hätte lieber lassen sollen, doch intuitiv griff sie mit ihren feinen Fingern danach, nur um erschrocken aufzukeuchen und sie zurück zu ziehen. Das Metall war nicht heiß oder auch nur annähernd warm. Im Gegenteil – viel mehr fühlte es sich wie Eis auf der Haut an, das nicht daran dachte auch nur ansatzweise zu schmelzen.
Erneut, dieses Mal vorsichtiger, streckte Hermine ihre Finger nach dem Medaillon aus und schluckte schwer, als sie die Kälte auf ihrer erhitzten Haut neuerlich spüren konnte. Doch dieses Mal war etwas Anders. Da sich die Finger um das Metall geschlossen hatten, konnte die junge Hexe fühlen, wie das Brummen ein tiefes Pochen begleitete, das von irgendwo tief drinnen aus dem Medaillon kommen musste. Anders konnte sie sich das nicht erklären.
Sie wollte es gerade an ihr Ohr führen, als sie ihre Haselnussbraunen Augen schloss und erneut zusammen fuhr. Entsetzt riss sie sie wieder auf und starrte einen Augenblick auf das Schmuckstück in ihrer Hand, nur um dann wieder die Augen zu schließen und sich dem hinzugeben, dass dort auf sie zu kommen mochte.
Hermine stand in einem dunklen Raum, der nur durch karges Licht vom Fenster aus erleuchtet wurde. Das Ticken einer Uhr war so deutlich, als ob sie wirklich dort stünde und doch hatte sie anfangs überhaupt keine Ahnung, wo das 'hier' überhaupt sein mochte.
Aufmerksam ließ sie ihre Augen durch das Zimmer gleiten und bemerkte die Regale voller Bücher, die von ihrem Gewicht zu zerbrechen drohten, dann der Kamin, der direkt daneben stand und dessen Holzscheite bereits vor einer Weile aufgehört haben mussten zu glühen. Dann war da dieses Sofa, vor dem ein tiefer Tisch stand, daneben zwei bequemaussehende Sessel und da wusste sie es. Hermine stand mitten im Wohnzimmer des doch so verhassten Tränkemeisters. Doch wo war er?
Ein schweres, ersticktes Husten war hinter ihr zu hören. Vorsichtig drehte sich die junge Hexe herum und erkannte in der Dunkelheit das, was sie am meisten gefürchtet hatte. Ein Bündel aus zerrissenen Stoffen und hier und da ein Körpergliedmaß, das sich bewegte, verriet Hermine, dass das hier wohl Snape sein musste. Sie wollte einen Schritt auf ihn zu treten, stieß jedoch unsanft gegen etwas, dass ihr Auge in diesem Zustand nicht sehen konnte.
Praktisch aus Reflex riss die Gryffindor die Augen wieder auf und fand sich in ihrem Badezimmer wieder. Als sie auf Snape zu gehen wollte, war sie direkt gegen das Waschbecken gelaufen und konnte nun ein unterdrücktes Lachen des Spiegels vernehmen, dem sie einen kurzen, aber bösen Blick zu warf.
War das alles eben Wirklich passiert? War Snape wirklich verletzt? Brauchte er ihre Hilfe?
Neuerlich schloss sie ihre Augen und wieder stand sie im Wohnzimmer des Professoren. Und noch immer lag dieser am Boden, rang mit der Luft und gab immer wieder ein leises, ersticktes Husten von sich. Offenbar schluckte er Blut in Öffnungen, die nicht für irgendwelche Flüssigkeiten bestimmt waren.
„Granger..." konnte Hermine plötzlich vernehmen und weitete die Augen. Offenbar verlangte er nach ihr. War das etwa der Grund, weshalb das Medaillon so reagierte? Tatsächlich hatte sie sich schon gewundert, wie sie erfahren würde, wenn der Tränkemeister nach ihrer Hilfe verlangte. Eine normale Münze auf der Ort und Zeit stand wäre wohl ziemlich unbrauchbar gewesen. Zumindestens jetzt, wo der Professor so verletzt zu sein schien.
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Hermine wusste gar nicht, wann sie dazu gekommen war, sich wieder anzuziehen und wann sie Treppen hinunter gelaufen war. Tatsache war aber, dass sie sich scheinbar einen Wimpernschlag später vor der Bürotür ihres Professoren wieder fand. Doch, wie konnte es auch anders sein, sie war verschlossen.
Zischend stieß die Hexe den Atem zwischen ihren Zähnen aus und funkelte böse das dunkle Holz an, als ob es Schuld daran war, dass sie ihrer Pflicht nicht nachkommen konnte. „Alohomora!" knurrte sie zwischen zusammen gepressten Zähnen und deutete dabei mit ihrem Zauberstab auf das Schlüsselloch, worauf sich die Tür öffnen ließ und sie eintrat.
Fast augenblicklich erhellten Fackeln an den Wänden das Büro ihres Professors und tauchten den Raum in einen dunklen Grünton, der durch die vielen, ekelhaften Reagenzgläser und deren Inhalte hervor gerufen wurde. Ihre braunen Augen nahmen schnell wahr, dass auf dem Boden eine unangenehme Blutspur zu sehen war, die unter eine etwas entfernte, versteckte Tür führte. Sie wusste, dass dort hinter die Gemächer Snapes lagen.
Mit eiligen Schritten trat sie auf die schwere Holztür zu und warf ihr nasses Haar zurück, um erneut einen Versuch mit dem Alohomora-Fluch zu starten. Doch dieses Mal machte es nicht Klick und aus irgend einem Grund wusste die Schülerin, dass auch ein anderer Zauber nichts bewirken würde.
Nachdenklich starrte Hermine mit ihren Braunen Augen auf die Klinke und versuchte zu entschlüsseln, was der Professor wohl für Passwörter gebrauchen würde. Aber sie fand einfach keine brauchbare Lösung. Außer... Schnell steckte sie ihren Zauberstab zurück in ihren Morgenmantel, den sie sich nach ihrem Nachthemd schnell übergeworfen hatte, nur um anschließend den Anhänger hervor zu ziehen und es gegen die Tür zu pressen. Sekundenlang geschah nichts und beinahe hätte die junge Frau aufgegeben, als plötzlich das Schloss klickte und die Tür beiseite schwang, nur um einen Blick auf einen zusammen gekauerten Snape dar zu legen.
„Professor!" keuchte die zukünftige Medihexe und hockte sich neben ihn auf den Boden. Mittlerweile hatte er es bis zum Sofa geschafft und lehnte dagegen, schien allerdings in keinem Maße gesünder zu sein.
„Professor Snape, hören Sie mich?" Hermines Stimme brach im ersten Moment, kam jedoch umso kräftiger wieder, als sie den erschlafften Mann zu rütteln begann. Doch das war wohl ein Fehler gewesen, denn dadurch kippte sein Kopf in den Nacken und ein erschrockener Schrei entwich der Kehle der Jüngeren, als das Licht aus dem Büro durch die Tür auf ihn fiel.
Snapes Gesicht war von Wunden übersäht und das Blut rann nur so an seinem Hals hinunter, um vom schwarzen Stoff gefangen zu werden und ihn zu durchtränken. Bei genauerer Betrachtung war selbst seine Robe mehr als nur noch dürftig an seinem Körper befestigt und tatsächlich war es der jungen Hexe ein Rätsel, wie es der Tränkemeister so bis ins Schloss geschafft hatte.
„Schlafen Sie ja nicht ein, Professor" knurrte Hermine und drückte dabei unsanft in eine Wunde, schrie jedoch sofort erschrocken auf, als sich die Hand des Mannes blitzschnell um ihr Handgelenk legte und sie dort weg riss. „Holen Sie Madame Pomfrey, Miss Granger..." zischte er heiser und sah dabei mit bösem Blick an ihr vorbei. Jedenfalls machte das den Eindruck.
„I-ist gut..." murmelte Hermine und drehte dabei ihr Handgelenk aus seinem Griff, stand auf und lief, so schnell es ihre Beine erlaubten, in Richtung Krankenstation davon.
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„Zum Glück haben Sie ihn gefunden, Miss Granger" seufzte die Krankenschwester und zog dabei Gummihandschuhe aus, die von Blut getränkt waren. Der erschöpfte Blick von Madame Pomfrey sagte der Schülerin, dass dem Professor wohl vorerst geholfen sein musste, denn sonst würde die Frau sicherlich keine Ruhepause einlegen.
„Nun..." wollte Hermine ansetzen und wurde jedoch durch das aprubte Knarzen der Stationsflügel unterbrochen. Dumbledore betrat gerade mit der Professorin McGonagall die Station und schien mindestens genauso erschöpft zu sein wie die Krankenschwester selbst. Allerdings ließ er sich davon nichts weiter anmerken, als er die Blicke der Anwesenden, mit Ausnahme vom Patienten selbst, auf sich spüren konnte.
„Wie geht es ihm?" wollte der Schulleiter besorgt wissen und nickte dabei zu einem vorgezogenen Vorhang, als er nahe genug war, um zu flüstern. „Den Umständen entsprechend. Wenn Miss Granger ihn nicht gefunden hätte, dann vermute ich, wäre er wohl verblutet..." seufzte Madame Pomfrey und reinigte gerade mit einigen Zaubern die Geräte, die sie für das verarzten der Wunden benötigt hatte. Dass ihre wachsamen Augen dabei allerdings auf die junge Gryffindor gerichtet waren, war nur zu verständlich. Sicherlich wunderte sie sich darüber, dass gerade eine Schülerin den Weg zum Tränkemeister gefunden hatte und dass gerade dieser einen schlechten Ruf genoss, ließ durchaus auf merkwürdige Schlüsse kommen.
„Miss Granger" begann der Schulleiter erneut und drehte sich dabei zu dieser, um ihr sanft einen Arm um die Schultern zu legen. „Ist so etwas wie die persönliche Krankenwache für Severus." Bei diesem Begriff spürte Hermine, wie sie erneut rot zu werden drohte, ignorierte es jedoch beflissen, nur um sich leise zu räuspern und somit Madame Pomfreys anfängliche Verwunderungsrede zu unterbrechen.
„Professor Snape wird doch wieder werden, oder?" wollte sie kleinlaut wissen und sah dabei direkt in das Gesicht der Krankenschwester, die daraufhin eine Augenbraue hob. „Natürlich wird er das. Sie dürften ihn doch mittlerweile lang genug kennen, um zu wissen, dass man solche Leute nur mit einem Pflock ins Herz töten kann. Professor Snape ist hart im nehmen..." erklärte sie und setzte dabei ein Lächeln auf, doch aus irgendeinem Grund hatte Hermine das Gefühl, dass da noch etwas war.
„Madame Pomfrey?" fragte sie deshalb vorsichtig und nun seufzte die Ältere hörbar, ließ die Schultern hängen und sah einen Augenblick auf ihren Zauberstab hinab. „Er kann nichts mehr sehen, habe ich Recht?" Es war nur eine Vermutung, doch so, wie er sie angesehen hatte, konnte das nur der Fall sein.
„Die Wunden in seinem Gesicht und knapp über seinen Augen müssen dafür verantwortlich sein." begann die Krankenschwester und sah wieder auf, ihre blauen Augen von Traurigkeit gekennzeichnet. „Ich weiß nicht, wie lange dieser Zustand anhalten wird, aber es kann durchaus sein, dass es für Immer so bleibt."
Hermine fühlte ein unsanftes Drücken an ihrer Schulter, auf der mittlerweile die Hand des Schulleiters geruht hatte. Offenbar nahm es diesen doch deutlich mit. Und was würde der Tränkemeister dazu nur sagen? Schließlich würde er doch nie wieder Tränke brauen können.
„Gibt es denn gar keine Lösungen, Madame Pomfrey?" wollte die Schülerin nun wissen und klammerte sich an die Hoffnung, ihren alten, meckernden Tränkeprofessor zurück zu bekommen. „Nun... Es gibt einen Trank, der jedoch meine Fähigkeiten bei weitem übersteigt. Hinzu kommt, dass nur wenige ihn wirklich beherrschen. Und einer von ihnen ist im Augenblick blind." seufzte die Krankenschwester und kratzte sich dabei unangenehm berührt im Genick.
„Also gibt es noch Hoffnung?" kam es dieses Mal von Professor McGonagall, die mittlerweile ein Stofftaschentuch zwischen den Fingern geknetet und zerrupft hatte. Offenbar war Hermine nicht die Einzige, die die Hoffnung auf Genesung nicht aufgeben wollte.
„Ich bin mir sicher," begann nun die Braunhaarige und straffte dabei ihre Schultern, sah energisch zur Krankenschwester. „Dass Professor Snape mich trotz seines Handicaps unterrichten wird." Überrascht hob Madame Pomfrey eine Augenbraue. Hatte Professor Dumbledore sie etwa noch nicht unterrichtet? Was für eine Vorraussetzung für eine perfekte Ausbildung...
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Sie hatte jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Hermine musste schon eine ganze Weile an seinem Bett sitzen, denn Dumbledore war mit Madame Pomfrey und Professor McGonagall in ein Nebenzimmer, dem Büro von der Krankenschwester, verschwunden und der Schulleiter schien sie über alles notwendige zu unterrichten.
Ihre braunen Augen waren auf das blasse, verbundene Gesicht des Mannes gerichtet, der es so oft im Unterricht und auch sonst irgendwo vorgezogen hatte, sie zu ignorieren und heute Nacht, als er spürte, dass es notwendig war, hatte er sie gerufen. Dass er nun aber nicht mehr sehen konnte, musste für den leidenschaftlichen Tränkebrauer so etwas wie ein Zusammenbruch der ganzen kleinen Welt bedeuten. Schließlich konnte er ja wohl kaum noch erkennen, was der Trank vor ihm tat, genauso wenig würde er das Gebräu kosten, noch würde der Geruch ausreichen.
Ein Rascheln verriet der jungen Frau, dass einer der drei Erwachsenen dazu getreten sein mochte und erst die warme Hand auf ihrer Schulter verriet ihr, dass es der Schulleiter sein musste. Lange geschah nichts weiter, außer dass die Beiden auf den Patienten nieder sahen und ein Gefühl von Trauer und Mitleid empfanden, ehe Dumbledore seine Stimme hob.
„Madame Pomfrey ist damit einverstanden, Sie zu unterrichten, Miss Granger. Mit Professor Snape müssen wir reden, sobald sich sein gsundheitlicher Zustand verbessert hat. Hoffen wir, dass er sich nicht zu sehr in dieser Sache verliert." seufzte der Alte und drückte noch einmal kurz die Schulter seiner Schülerin, ehe er den abgetrennten Bereich verließ.
„Sie sollten schlafen gehen." Aufgrund dieser weichen, warmen Stimme war Hermine unangenehm zusammen gezuckt und drehte ihren Kopf zur Besitzerin. Professor McGonagall lächelte sie Großmütterlich an und dabei wusste die Gryffindor, dass sie wohl Recht hatte. Hier zu sitzen und Däumchen zu drehen würde dem Professoren genauso wenig helfen, dennoch schüttelte sie den Kopf. „Schon gut. Ich bin nicht müde und ich glaube, wenn er aufwacht wird er nicht allzu begeistert sein, als erstes Madame Pomfrey zu hören" erklärte die Schülerin und versuchte sich an einem trockenen Lächeln, das sie oft schon beim Tränkemeister beobachtet hatte, doch so wirklich gelingen wollte es ihr noch nicht. Dennoch nickte ihre Hauslehrerin und verschwand ebenfalls.
„Rufen Sie mich, wenn Sie etwas brauchen, Miss Granger!" hörte die junge Frau die müde Stimme der Krankenschwester und kurz darauf ein Klicken, wie vom Schließen einer Tür und da wusste sie, dass sie nun alleine mit dem ach so verhassten Professor war...
„Das wird schon wieder. Sie werden sehen..."
Wie wird er reagieren, wenn er bemerkt, dass er nichts mehr sieht? Was wird noch so feines passieren? Mehr dazu im nächsten Kapitel ^^
Soooo x"D Also hier ist das Kapitel~ ^^"
Wie hat es euch gefallen? Würde mich über Reviews riesig freuen : D
