Der Abschied
Endlich war es soweit. Das Abschlussfest für dieses Jahr hatte gerade seinen Anfang genommen und sowohl Schüler als auch Lehrer wankten munter auf der Tanzfläche entlang. Jeder trug seinen ganz eigenen Festumhang oder ihr spezielles Ballkleid. Mit Ausnahme natürlich von einer gewissen Person, die wohl weniger mit Namen genannt werden muss, um zu wissen, wer es war.
Hermine trug ein fliederlilanes Samtkleid, welches einen tiefen Schnitt ins Dekolté und den Rücken hinab besaß. Auf der Rückseite war es mit einen Schnüren zusammen gebunden worden und die Träger waren im Genick zusammen gebunden, während der untere Teil des Kleides sich etwas ausbreitete, nur um in einem Winkel von etwa 30 Grad zu enden.
Während die junge Hexe die Große Halle betrat, strich sie sich eine gelockte Strähne ihres braunen Haares hinter eines ihrer Ohren, nur um dabei direkt gegen einen schweren Körper zu stoßen. Natürlich war es klar, wer nur so nach Kräutern duften konnte, und vor allem jemand, der schon seit Tagen nicht mehr von ihrer Seite gewichen war.
Seit dem Snape das Medaillon bekommen hatte, nutzte er jeden erdenklichen Moment, um die Verbindung zwischen den beiden Schmuckstücken zu verlängern und dabei selbst mit der neuen Situation klar zu kommen. Erst am heutigen Tage war er früher in die große Halle gegangen, um der Braunhaarigen etwas Zeit für sich zu gönnen. Ob er wusste, dass Frauen so etwas brauchten? Wenn nicht, dann hatte er ein gutes Gefühl für die Belange Anderer.
„Oh..." stieß Hermine erschrocken aus, als der Schwarzhaarige sich zu ihr umdrehte und dabei eine Augenbraue hob. Seine Augen waren geöffnet und auch wenn er sie nicht sehen konnte, so sah er sie direkt an und vermutlich schielte sie, denn ein leichtes Lächeln lag auf seinen Lippen. Der Mann trug seinen schwarzen Gehrock und dessen Kragen war bis zum Hals hoch zu geknöpft, was ihm einen noch strengeren Eindruck vermitteln sollte. Hermine wusste, dass er in der Freizeit weniger Wert auf diese kleinen Details legte, als es vielleicht in der Öffentlichkeit der Fall war.
„Sie sehen gut aus, Miss Granger" hauchte Snape leise und deutete eine leichte Verbeugung an, ehe er ihr seine Hand entgegen hielt, die in einen schneeweißen Handschuh gekleidet war, nur um sie anschließend zu einem Tanz auffordern. Und auch wenn Hermine ganz genau wusste, dass der Mann eigentlich nicht sehen konnte, wusste sie auch, dass er durch die Verbindung der Steine ganz genau fühlen konnte, wie nah sie ihm sein musste. Aber woher wusste er dann, wie sie aussah? Ob er es wohl nur aus Höflichkeit tat? Höflichkeit hin oder her, Tatsache war, dass es der Schülerin die Röte in die Wangen trieb, ehe sie nach der behandschuhten Hand griff und ihm auf die Tanzfläche folgte.
Das Lied, das einsetzte, begann sanft und die Lichter wurden etwas herunter gedreht, sodass eine schon fast ungeahnte Spannung zwischen den Paaren entstehen konnte. Allerdings traf dies wohl nicht nur für die richtigen Pärchen zu.
Hermine fühlte, wie stark die Hände des Tränkemeisters waren und wie ruhig, ja fast zielsicher er sie durch den Raum führte. Doch das war ihr eigentlich egal, denn ihre Augen waren direkt auf das Gesicht des Mannes gerichtet. Es war so sanft und liebevoll, oder lag das nur am Licht? Oder hatte sie etwa begonnen, ihn in einem ganz anderen Licht zu sehen, wie es ihre Freunde vielleicht taten? Sie wusste es nicht.
Gerade drehte er sie wieder an sich, als das Licht aus ging und Hermine, überrascht durch die plötzlich eintretende Blindheit, neuerlich unvermittelt gegen ihn stieß. Doch dieses Mal war ihre eigene Empfindung anders. Sie war weniger unangenehm überrascht, als viel mehr erhitzt.
War es etwa das Herz, das sie in seiner Brust schlagen fühlen konnte? So schnell und schon fast aufgeregt? Hermine vermutete, dass es wohl an der argen Bewegung lag. Dennoch war es merkwürdig, als der Tränkemeister seine Arme um sie legte und sie noch enger an sich zog, ebenso merkwürdig, wie nah sein Gesicht dem Ihren war.
„Sie sollten versuchen, den Rhythmus mit dem Herzen zu fühlen, Miss Granger." flüsterte Snape leise und nutzte wohl die eingetretene Dunkelheit, um sie erneut nach außen zu drehen und zurück zu holen, ehe das Licht wieder einsetzte und einen Lichtkegel auf verschiedene Paare warf. Unter anderem auf die Zwei, die so unterschiedlich und doch so sehr ähnelten.
~~~xxx~~~
„Sie können wirkli jut tanzen, Sir." gähnte Hermine müde und rieb sich dabei die Augen. Der Abend war wirklich noch lang geworden und auch wenn Ron und Harry sie mindestens genauso oft aufgefordert hatten, wie der Tränkemeister, so war Letzterer beim Tanzen einfach unschlagbar gewesen. Nun aber hatte der Alkohol seine Arbeit begonnen und ließ die junge Frau etwas neben dem Professor her wanken, ehe er sie kurzer Hand an der Schulter zu sich zog und so den Weg fortsetzte. Die Gryffindor war natürlich mehr als nur glücklich, dass sie nun einen Halt gefunden hatte und auch, dass es Snape war, weshalb sie ihr Gesicht weiter gegen seinen Arm schmiegte und diesen umklammerte.
„Und Sie sollten wirklich weniger trinken, Miss Granger." War er etwa etwas schlecht gelaunt?
„Das war ick nicht. Ron wollte immer auf Brüderschaft trinken. Natürlich weiß i, dass er nua knutschen wollte." Lallte sie etwa?
„... Schön für Sie."
„Nah~... Nüsch würklich, wissen Sie. Er kann ja ga nicht gut küssen. Im Gegenteil. Ist alles... Irgendwie feucht. Außerdem... Er duftet dabei nicht so bezaubernd wie Sie..." Natürlich klang das alles lächerlich und später würde sich die junge Frau sicherlich dafür schämen, aber vielleicht war es wirklich etwas viel gewesen?
Gerade wollte Snape etwas darauf erwidern, als nur noch ein 'Huch' von seiner Schülerin kam und ein Ruck sie aus seinen Armen riss. Hermine hockte nun auf allen Vieren und fing merkwürdig an zu kichern. Es war einfach nur zu lächerlich und vor allem, wie sie wohl gerade am Boden hocken musste.
„Wehe, Sie trinken noch einmal so viel, Miss Granger." knurrte der Dunkelhaarige plötzlich und war neben sie getreten. Ein Glück war niemand auf den Gängen zu sehen, denn ansonsten würde diese ganze Sache wohl noch peinlicher werden, als sie ohnehin schon war.
Mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit hob der Professor das Mädchen auf seine Arme und setzte seinen Weg fort, während er hin und wieder etwas seine Nase rümpfte, da ein unangenehmer Geruch von Alkohol in seine empfindlichen Nasengänge kroch.
„Woll'n Se mich hei... Hei... Na woll'n Se mich nich zu ihrer Frau machen? Das gäbe sicher eine interessante Geschichte. Außerdem sind Se wohl der intelligenteste Mann den isch kenne~" lallte Hermine und schmiegte ihr Gesicht dabei schutzsuchend an die Brust des Professoren.
„Wenn Sie mich dabei mit ihren zwei Freunden vergleichen, kann ich das durchaus verstehen..." schnaubte der Dunkelhaarige verächtlich und bog dabei in einen der Kerkergänge, der zu seinem Büro führen würde. „Aber halten Sie endlich den Rand. Sie wissen ja schon gar nicht mal mehr, wo wir sind."
„Doch, doch. Wo ich bin, weiß ich schon." Die junge Frau setzte ein benommenes Lächeln auf und sah dabei zu ihrem Tränkemeister hinauf, der seine Augen geschlossen hatte. Sicherlich sah er wieder durch die Verbindung des Medaillons, in welche Richtung es gehen sollte, ansonsten wären die Zwei wohl längst aufgeschmissen. „Nämlich... In Ihren Armen, Severus~"
Offenbar war die Tatsache, dass Hermine ihn gerade bei seinem Namen genannt hatte, so überraschend gekommen, dass er seine Augen geöffnet hatte und stehen geblieben war. Allerdings ignorierte die Gryffindor genau dies, schloss ihre eigenen Augen und kuschelte sich an die warme Brust ihres Beschützers. Sollten Andere doch denken, was sie wollten. Sie wusste, dass er ein guter Mensch war. Woher sie das wusste? Sie konnte es in seiner Brust fühlen.
Als Snape endlich mit ihr das Büro erreicht hatte, war alles eigentlich recht schnell gegangen. Er war direkt durch die Tür zu seinen Gemächern gegangen und hatte das Mädchen in ihr Zimmer aufs Bett gelegt. Allerdings war sein Versuch, wieder zu verschwinden, vergebens, denn Hermine hatte ihre Arme um seinen Hals gelegt und sah ihn aus schläfrigen Augen an.
„Lassen Sie mich los und schlafen Sie ihren Rausch aus, Miss Granger..." Irrte sie oder war seine Stimme eine Oktave tiefer geworden? Und schwang ein gewisser rauer Ton dazu?
„Bleiben Sie hier..." schnurrte die junge Frau und setzte dabei einen besonders bettelnden Blick auf, dem der eines Hundes in nichts nachstand.
„..." Er schwieg. Ein Zeichen für Hermine, dass er sich ihr ergab und sie ihn auf das Bett ziehen konnte. Natürlich würde er sofort verschwinden, sobald sie eingeschlafen war, doch es war beruhigender, wenn er zumindestens so lang bei ihr war.
Mit sich selbst zufrieden schmiegte sich die Braunhaarige an den Dunkelhaarigen, seine Wärme genießend. Dass er dabei seine Haltung versteifte, bemerkte sie nicht. Aber dafür sehr wohl, wie das Medaillon an ihrem Hals zu vibrieren begann und darauf hinwies, dass er sie beobachtete.
~~~xxx~~~
Dass Hermine schneller im Land der Träume war, als anfangs beabsichtigt war, bemerkte sie natürlich nicht. Sie wurde erst wieder wach, als ein warmes Gefühl auf ihrer Stirn sie ins hier und jetzt zurück holte.
„Hmmm..." Sie seufzte leise und öffnete langsam ihre Augen. Die Vorhänge waren zugezogen und dadurch war es noch immer angenehm dunkel im Zimmer, allerdings konnte sie auch gar nicht sehen, was mit ihr geschah.
Offenbar saß Snape noch immer neben ihr, hatte sie an sich gezogen und achtete darauf, dass es ihr nicht zu schlecht ging. Im Gegenteil sogar. Seit dem gestrigen Abend war sie nicht mehr seine Schülerin. Jedenfalls nicht im offiziellen Sinne, bis sie ihre Ausbildung beginnen würde.
Die junge Frau konnte fühlen, wie warme Lippen auf ihrer Stirn lagen und sich nur hin und wieder etwas bewegten, um zum Beispiel einen Kuss auf ihre Lider zu hauchen. Was war nur los? War irgendetwas geschehen und sie hatte den entscheidenden Moment verschlafen? Oder dachte der Professor etwa, dass sie noch schlafen würde?
„Morgen, Schatz" ertönte plötzlich eine ganz andere Stimme hinter ihr und als sich Hermine herum drehte, lag dort Ron, kaum sichtbar, aber es war ganz sicher der Rotschopf. Wie ein Lauffeuer machte sich der Schreck über diesen Moment in ihr breit und riss sie aus ihrer Position...
Plötzlich war es so viel heller, die Vorhänge waren beiseite gezogen und der sonst so bekannte Duft von Kräutern war verflogen. Nur noch der verbliebene Geruch des Alkohols hing der Braunhaarigen in der Nase und ließ sie ihr Gesicht verziehen, ehe sie neben sich sah. Dort war das Kissen leicht eingedrückt und auch das Laken war etwas verschoben – hatte sie es sich also doch nicht eingebildet? Und zumindestens der Teil ihres Traumes war wahr gewesen, in dem Snape alleine vorgekommen war?
„Ja klar, und Schweine lernen neuerdings fliegen..." seufzte die junge Hexe und fuhr sich noch kurz durch ihre Locken, ehe sie sich aus dem Bett erhob und zu allererst unter die Dusche ging – der Tag war noch lange nicht vorbei. Die Abreise stand schließlich kurz bevor und sie hatte ihre Koffer noch lange nicht gepackt.
~~~xxx~~~
Es regnete in Strömen und die Schüler schoben sich ungeduldig durch die Türen in den Zug hinein. Manche verabschiedeten sich noch von Hagrid, dem Wildhüter, manche hatten es allerdings eilig genug, um sich aus dem Staub zu machen. Dass darunter auch Malfoy war, musste man ja wohl kaum erwähnen.
Hermine hatte sich mit Ron und Harry an den alten Wildhüter gedrückt und versuchte dabei, nicht von der Masse mitgezogen zu werden. In Anbetracht der Tatsache, dass der Halbriese genug Platz zwischen ihnen und den Anderen brachte, machte die Sache doch erstaunlich angenehm. Erst, als die junge Hexe das leise Vibrieren an ihrer Brust spürte, wusste sie, dass der Tränkemeister wohl in der Nähe sein musste.
Neugierig, ob ihre Ahnung wohl richtig war, sah sich das Mädchen um und runzelte etwas die Stirn. Da sie generell etwas Kleiner war als ihre gleichaltrigen Mitschüler, war es nicht unbedingt einfach, sich einen Überblick zu schaffen. Erst, als sie etwas Schwarzes durch die Menge stoßen sah, streckte sie ihre Hand danach aus und zog letztendlich den Professor für Zaubertränke an der Hand zu sich.
„Sie fahr'n auch weg, Professor?" wollte der Wildhüter neugierig wissen, da er offenbar nicht gewusst hatte, wie es um den Anderen ging. Dieser runzelte nur leicht die Stirn und brummte zustimmend. War er etwa schlecht gelaunt? Wie lange war er wohl schon nicht mehr mit dem Zug nach London gefahren? Offenbar schon eine ganze Weile nicht.
Gerade wollte der Halbriese noch etwas erwidern, als der Pfiff des Schaffners etwas entfernt seine Aufmerksamkeit auf sich zog. „Oh" stieß er aus und schob dabei die Vier in Richtung der Türen, die sich mittlerweile etwas geleert hatten. „Nun aber rein mit euch. Ihr wollt doch sicherlich nicht den Zug verpassen... Pass auf deinen Kopf auf, Harry."
Harry war rückwärts in den Zug gestiegen und hatte dabei nicht bemerkt, dass hinter ihm gerade ein Koffer vorbei geschwebt war. Natürlich brachte die Warnung des Riesen im Moment auch nichts mehr, als ein dumpfes Geräusch verkündete, dass der Junge trotzdem dagegen gekracht war.
Gerade wollte auch Ron mit einem der Koffer hinter dem Potterjungen her, als Hagrid ihn unterbrach und dabei den schweren Kasten an sich zog. „Wartet, ich heb' euch die Sachen rein." sagte er und schob dabei mit seinem Hintern den Tränkemeister aus dem Weg, der darauf genervt sein Gesicht verzog. Hermine konnte ihn schon verstehen – zum Einen war da der Punkt, dass er schon lange nicht mehr mit dem Zug gefahren war. Zum Anderen war da die kleine Sache, dass der Schwarzhaarige den Wildhüter nicht leiden konnte und eher ungern durch die Gegend geschoben wurde.
„Keine Sorge – sobald wir drin sind, ist alles nur noch halb so schlimm" flüsterte das Mädchen zu ihrem Schutzbefohlenen und tätschelte kurz seinen Arm, nur um dann vorran die Treppe in den Zug zu steigen, die Hagrid zuvor wieder frei gegeben hatte...
Es mochten nur fünf weitere Minuten gewesen sein, ehe der Zug sich endgültig in Bewegung gesetzt hatte, aber das reichte, um sich ein eigenes, kleines Abteil zu suchen und es sich dort gemütlich zu machen. „Endlich" seufzte Harry und fuhr sich durch sein dunkles, wuschiges Haar, ehe er diese in die Hand seiner Freundin legte. Ginny hatte sich zu ihnen gesellt und auch Luna hatte ihren Weg hier her gefunden. Lediglich Neville blieb aus, da er schon allein bei dem Anblick des Tränkemeisters bleich geworden war.
„Wie lang dauert es, bis wir in den Bahnhof einfahren?" wollte der Tränkemeister brummend wissen und hatte dabei eine Zeitung aufgeschlagen, während seine Augen geschlossen blieben. Für Hermine war das schon Normal, aber Ron kam nicht umhin, den Professoren anzustarren.
„Etwas um die vier oder fünf Stunden. Je nachdem, wie viel Ärger es auf den Schienen gibt" erklärte die junge Hexe und schlug nun ebenfalls eine Zeitung auf – die Selbe, um genau zu sein. Es musste ziemlich merkwürdig für Außenstehende aussehen, wie die Zwei miteinander umgingen oder sich verhielten. Manche Abläufe waren so synchron, dass es schon fast angsteinflössend war. Hatte er so viel Einfluss auf sie? Ganz offensichtlich schon.
Ron brauchte noch eine Weile, ehe er sich an den ungewohnten Anblick gewöhnt hatte, ehe er seiner eigenen Beschäftigung nachging. Da „Snape-Explodiert" in Anwesenheit der betreffenden Person eher auszuschließen war, hatte er sich sein Zauberschachbrett hervor gezogen und spielte gegen seinen besten Freund.
„Seht mal!" rief Ginny plötzlich und deutete aus der Scheibe. London kam immer näher und das war endlich das Zeichen, dass die Kinder langsam ihre Sachen zusammen packen und sich auf den Gängen versammeln mussten...
Also war es endlich so weit. Nur noch wenige Minuten trennten Sie und ihre Eltern voneinander und Hermine musste sich eingestehen, dass sie ziemlich nervös wurde, je näher sie der Stadt kamen. Ob ihre Eltern Snape mögen würden? Hoffentlich, denn sie tat es bereits.
Werden sie ihn mögen? War das alles viel zu schnell? Und war das nur ein merkwürdiger Traum, den Hermine am frühen Morgen gehabt hatte?
