Die Charaktere gehören Stephenie Meyer. Ich freue mich über jede Kritik, positiv wie negativ.
Heute gibt's mal was fürs Herzchen Weniger Worte, dafür aber neue Erkenntnisse, Gedanken und viele Gefühle. Ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 5 – Eine unglaubliche Nacht
Edwards POV
Ich wusste nicht was ich wollte. Ich konnte nicht schlafen, ich musste die ganze Zeit an Bella denken. Fast hätte ich sie geküsst. Es fühlte sich so richtig an aber ich kam noch zur Besinnung. Das durfte nicht sein, ich konnte sie nicht in ihrem Haus derartig in Verlegenheit bringen. Ich durfte sie auch nicht küssen, dazu hatte ich kein Recht. Außerdem musste ein Mädchen wie sie schon vergeben sein.
Aber wenn sie in meiner Nähe war, es fühlte sich an wie aufgeladen und es lag so eine Spannung in der Luft. Ich konnte nicht klar denken, sie nur ansehen. Es war als wäre ich ein Magnet und sie zog mich an. Gab es denn sowas? Was passierte hier denn mit mir? Zu wissen, dass sie jetzt wohl genau nebenan lag, verwirrte mich total. Meine Gedanken gaben keine Ruhe. Ich wusste nicht mal was ich dachte, ständig schwirrten mir neue Dinge durch den Kopf. Aber alles drehte sich nur um Bella. Das konnte doch nicht sein, oder? Was war denn los mit mir? Sie war doch nur ein gewöhnliches Mädchen, ich hatte sie erst heute kennengelernt. Nein, sie war alles und ganz sicher nicht gewöhnlich. Sie war so besonders wie kein anderes Mädchen. Ich sehnte mich so nach ihr. Ich wollte so sehr bei ihr sein. Irgendwie fühlte ich mich nicht vollständig ohne sie neben mir. Ob sie das auch so sah? Vorhin in der Bibliothek, sie schien nicht abgeneigt zu sein. Und ihre Antwort, so ehrlich, sie vergaß zu atmen? War ich der Grund dafür? Ich war so selbstbezogen, seitdem ich sie das erste Mal sah, dreht sich alles um uns. Aber wieso? Ich hatte schon immer ein Talent zu ahnen was andere Menschen dachten, irgendwie spürte ich das, als könnte ich deren Gedanken lesen. Aber bei Isabella war ich total ratlos. Sie war so außergewöhnlich für mich und ich konnte nicht verstehen warum. War es dieses geheimnisvolle? Gott Edward, du benimmst dich wie ein Verrückter!
Verrückt, ja das war ich wohl wirklich. Ich hatte mir vorhin solche Sorgen um sie gemacht. Ohne überhaupt nachzudenken hatte ich sie berührt, ich wollte es wie nichts anderes zuvor in meinem Leben. Es fühlte sich wunderschön an. Ihre Haut war genauso warm und noch viel weicher als ich es mir vorstellen konnte. Ich hätte sie ewig streicheln und berühren wollen. Genau das wollte ich, jetzt. Ich vermisste sie so. Hätte ich sie vorhin doch küssen sollen? Wahnsinnig, du wirst wahnsinnig.
Ich hielt das nicht mehr aus. Schnell sprang ich aus meinem Bett und klopfte an ihre Zimmertür.
Wirklich ein Verrückter. Das war dumm, hoffentlich schlief sie schon. Was sollte sie denn denken, wenn ich hier mitten in der Nacht klopfte. Plötzlich ertönte ganz leise
„Ja… herein." Sie wusste doch, dass ich es war oder?
War sie denn noch bei Verstand? Träumte sie vielleicht und es galt nicht mir? Warum sollte sie mich herein beten, das war doch völlig abwegig. Wollte sie mich denn auch sehen? Warum freute ich mich über diesen Gedanken nur so? Mein Herz setzte einmal aus und schlug schnell aber holprig weiter. Nicht nachdenken! Nein unmöglich, sie musste wohl schon träumen. Quatsch. Aber ich werde doch mal rein sehen, nur nach dem Rechten schauen, dann gehe ich wieder. Ich öffnete die Tür und sah sie im schwachen Mondlicht, welches durch das Fenster herein schien.
Ihre Haut leuchtete richtig. Sie lag schon im Bett, setzte sich jetzt aber auf. Also schlief sie doch nicht, sie wollte mich sehen, wirklich. Sie war wunderschön. Meine Gedanken, das ganze Wirrwarr in meinem Kopf verschwand. Ich konnte sie nur ansehen. Ihre Augen leuchteten auf als sie mich sah und sie lächelte. Das sah so atemberaubend aus. Ich konnte nicht mehr denken, ich wusste auch nichts zu sagen. Das war der Moment, genau der Richtige. Ich wollte sie nur berühren, wissen wie ihre Lippen sich wohl anfühlten. Schnellen Schrittes ging ich an ihr Bett und küsste sie zart auf den Mund. Mein Herz sprang und mein ganzer Körper vibrierte. Ich wusste nichts mehr, nur eins kam mir in den Kopf. Ich liebte sie. Ich wusste es die ganze Zeit aber ich konnte es nicht ausdrücken.
Aber genau das war es, Liebe, wahrhaftige Liebe. Ich würde sie immer lieben, bis in alle Ewigkeit. Mein Herz gehörte nur ihr. Es war unwiderruflich verloren.
Bellas POV
Ich setzte mich auf. Er sah selbst im fahlen Mondschein unglaublich aus. Er sagte nichts, schien aber mit sich zu hadern. Was er jetzt wohl dachte? So aufgeregt war ich schon lange nicht mehr. Das letzte Mal wohl an Weihnachten, als ich 5 Jahre alt war. Ich hatte mir schon so lange eine Puppe gewünscht und genau diese bekam ich. Nein, das hier war besser, so aufgeregt war ich eigentlich noch nie. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, in meinen Ohren rauschte es schon. Ich wusste nichts zu sagen, also wartete ich nur. Warum hatte er denn geklopft? Er hatte doch kein Interesse an mir, das hatte er doch in der Bibliothek bewiesen. Träumte er? Es gab doch sowas, ich hatte das mal in der Stadt gehört, als ich mit meiner Mutter beim Einkaufen war. Sie nannten es Nachtwanderer. Die Menschen schlafen eigentlich aber wandern während dessen umher. Viele seien schon verschwunden sagte man, einfach weg. So musste es sein, er war auch ein Nachtwanderer, genau. Aber hatten die denn auch die Augen offen? Ich wusste es nicht. Was gab es denn sonst für einen Grund warum er mich sehen wollte? Wollte er mich überhaupt sehen? Vielleicht wollte er nur etwas fragen, fand seine Topf nicht oder musste jetzt gehen oder, oder…
Plötzlich kam er zu mir ans Bett und küsste mich. Wow. Alle meine Gedanken waren sinnlos und hinfällig, das war wie eine Explosion. Mein Herz setzte aus, nur um noch schneller weiter zu schlagen. Ich vergaß alles um mich herum. Es war vollkommen, ich wollte nie wieder aufhören, ihn nie wieder loslassen. Ich vergrub meine Hände in seinen bronzefarbenen Haaren am Nacken und zog ihn noch fester an mich. Ohne nachzudenken zog ich ihn in mein Bett.
Das gehörte sich zwar nicht aber ich konnte und wollte ihn auch nicht loslassen. Wir küssten uns immer noch. Ich hatte noch nie im Leben so etwas Wunderschönes erlebt, an keinem Weihnachten oder Geburtstag, nie. Er streichelte jetzt auch noch ganz zärtlich mein Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, mein ganzer Körper schien völlig aus dem Ruder zu laufen. Dann entzog er sich mir.
Was? Nein, nicht weggehen. Hatte ich was falsch gemacht? Hatte er festgestellt, dass es ein Fehler war? Warum hörte er nur auf?
„Bella, vergiss das Atmen nicht." flüsterte er ganz sanft und leise in mein Ohr.
Oh. Ich hatte schon wieder damit aufgehört. Dieses Mal war es mir jedoch nicht peinlich, Hauptsache er würde nicht weg gehen und mich weiter küssen. Er legte sich jedoch auf die Seite neben mich, ich drehte mich zu ihm. Unsere Gesichter lagen ganz nah beieinander und wir konnten uns in die Augen sehen. Wir sahen uns lange schweigend an. Seine Augen funkelten noch mehr als je zuvor, das satte Grün war im Mondlicht etwas dunkler aber immer noch genauso überwältigend. Er streichelte zärtlich meine Wange, ich genoss das so sehr. Es fühlte sich an als ob an genau den Stellen Funken sprühen würden. Ich könnte ewig so liegen bleiben. Ich nahm seine Hand in die meine und drückte sie fest an mein Gesicht. Ohne einen Gedanken zu verschwenden, küsste ich ganz sanft die Innenfläche. Sie war so zart und doch so kräftig. Genau so wie sie sein sollte. Keine von uns sagte etwas. Was er wohl dachte? Es war egal, solange er hier bei mir blieb. Es würde ihm noch schnell genug auffallen, dass ich nichts Besonderes bin und dann würde er auch noch schnell genug wieder gehen. Ich hatte nicht viel, nur diesen einen Moment und den wollte ich jede Sekunde auskosten. Ich sah in seine Augen und prägte mir dieses Gesicht und den Blick ein. Als ob das jemals vergessen könnte, ich tat es trotzdem. Ich genoss seine Berührung und nahm jede Sekunde davon in mich auf. Ich merkte mir seinen einzigartigen Geruch, er roch so wundervoll. Ich prägte mir alles ein, um es dann wenn er wieder weg ist, immer aus meinen Gedanken holen zu können. Mein Kopfkissen würde ich wohl verstecken müssen. Plötzlich riss er mich aus den Gedanken.
„Bella, wie empfindest du für mich?" fragte er mich ganz direkt.
Er wirkte irgendwie nervös. Hatte er Angst vor der Antwort? Hatte er denn schon festgestellt, dass es ein Fehler war? Ich war noch nicht bereit diesen Moment aufzugeben. Ich hatte doch noch nicht alles in mich aufgezogen. Und was sollte ich ihm denn jetzt antworten? Ich wusste nicht einmal was ich fühlte, ich kannte mich bei sowas nicht aus. Ich wusste nur, dass ich sowas noch nie in meinem Leben empfunden habe. Ich wollte keine Sekunde mehr ohne ihn sein, wollte ihn berühren und ihm ganz nahe sein. Ich wollte alles von ihm wissen und ich wollte ihm alles sagen. Ich hatte das Gefühl, ich könnte ihm alles anvertrauen. Ich wollte ihn an meinem Leben teilhaben lassen und auch ein Teil seines Lebens sein. Ich wollte SEIN sein. Aber konnte ich ihm denn das sagen? Wenn er nicht so empfand, würde er dann Mitleid haben? Ich wollte ihn, mehr als alles andere auf der Welt, aber nicht wenn er nicht so empfand. Und er konnte mich wohl unmöglich haben wollen.
„Ich weiß es nicht. Ich will dich nicht verlieren. Ich habe noch nie so empfunden wie für dich. Es ist, als wäre ich erst durch die vollständig." sagte ich ihm doch ehrlich.
Auch wenn keine Chance bestand, dass er ebenso fühlt, so musste ich wenigstens ehrlich sein. Wie konnte er auch das gleiche fühlen. Ich war nichts Besonderes, ich hatte nichts womit ich ihn halten konnte. Es brach mir das Herz. Ich hätte es nie soweit kommen lassen dürfen, ich würde gleich zerreißen und niemand könnte das jemals wieder reparieren. Ich liebte ihn, genau das empfand ich und ich hätte es nie zulassen dürfen.
„Bella was ist los? Du siehst auf einmal so traurig aus." fragte Edward besorgt.
Und schon begann das Mitleid. Ich wollte das nicht, aber zumindest konnte ich ihn noch etwas bei mir haben, die letzten Sekunden unseres Zusammenseins aufnehmen.
„Ich habe Angst, dass du jetzt gehst. Ich weiß, dass du nicht genauso empfindest, wie könntest du auch. Es ist schon in Ordnung, mach dir da keine Sorgen, ich schaffe das schon, ich… ich…"
Mir traten die Tränen in die Augen.
Bella, reiß dich zusammen. Jetzt nicht auch noch weinen. Das machte es doch nur noch schlimmer.
„Bella, ich liebe dich. Ich weiß es geht so schnell und ich kann es auch nicht erklären aber ich möchte nie mehr ohne dich sein. Ich habe nichts was ich dir bieten könnte außer meiner Liebe, aber ich verspreche dir ich werde dich immer lieben. Ich brauche dich Bella." sagte er mit so viel Hingabe und seine Augen glühten.
Konnte das sein? Er liebte mich, Isabella Marie Swan? Das wäre zu schön um wahr zu sein. Nun liefen mir doch die Tränen, jedoch nicht weil ich so traurig war. Mein Herz schwoll an und ich wusste gar nicht wie ich dieses Glück aushalten sollte. Ich strahlte es regelrecht aus. Edward küsste jede einzelne Träne zärtlich weg. Dann nahm er mich in seine Arme. Sein Körper war muskulös und stark aber trotzdem unglaublich weich. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und schlang meine Arme um ihn. Er küsste mir ins Haar. Ich fühlte mich wie im Traum, als würde ich auf Wolken schweben. Ich konnte sein Herz schlagen hören, es pochte genauso schnell wie meins. Während ich mich noch enger an ihn kuschelte, streichelte er sanft über meinen Arm und Rücken.
„Ich liebe dich." sagte ich glücklich und schlief dann ein.
So das wars dann wieder für heute. Ich freue mich über die neuen Reviews, vielen Dank. Schreibt schön fleißig weiter, ich geb da auch mein Bestes.
Vorschau:
Renees POV
Ein neuer Tag stand an. Es war noch sehr früh am Morgen aber ich sollte Mrs. Masen auch schon so früh anrufen. Wir konnten uns wirklich glücklich schätzen eine Fernsprechanlage zu haben, wie auch die Masens. Dadurch ging vieles schneller.
Charlie war schon wieder bei der Arbeit, er kam nur noch wenig nach Hause. Wir hatten viel zu früh geheiratet und waren bei eher unglücklich in der Ehe. Aber als damals Bella unterwegs war, stand es nicht zur Diskussion sich zu trennen, es hätte meinen Ruf auch unwiderruflich zerstört.
