Die Charaktere gehören Stephenie Meyer. Ich freue mich über jede Kritik, positiv wie negativ.
Erst mal ein ganz großes Sorry, dass es so lange gedauert hat. Aber in meinem Privatleben ging gerade so viel drüber und drunter. Ich hoffe ich hab noch ein paar Leser und verspreche Besserung. Das nächste Chap kommt schneller. Dann erst mal viel Spass beim Lesen.
Kapitel 7 – Der Horror beginnt
Edwards POV
„Mr. Masen?" fragte mich eine freundliche Stimme. Sie klang etwas nervös, oder kam mir das nur so vor?
„Oh, guten Morgen Mrs. Swan .Ich hoffe es war nicht unhöflich, dass ich hier alleine gelesen habe?"
„Nein, nein Mr. Masen, bitte fühlen Sie sich hier zuhause. Sie können sich gerne bedienen."
Sie kam näher und setzte sich mir gegenüber, nachdem sie mich mit einem fragenden Blick ansah ob ich es gestattete. Ich nickte selbstverständlich, schließlich war ich ja der Gast. Trotzdem hatte ich ein ungutes Gefühl. Sie sah mich aus schmalen Augen an.
„Mr. Masen, gestatten Sie mir eine Frage?" fragte sie etwas nervös. Mein Magen revoltierte etwas und mein Mund war trocken wie Staub. Ich konnte dieses Gefühl, sie verheimliche mir etwas, nicht abschütteln. Ich konnte nur nicken.
„Ich würde gern wissen, wie Sie zu meiner Tochter stehen."
Sie schaute mich fragend an. Das war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich spürte Erleichterung und Misstrauen gleichzeitig. Da war noch etwas anderes was sie mir verheimlichte. Oder bildete ich mir das nur ein? Mein Herz begann zu rasen. Was war bloß los mit mir? Ich war aufgeregt, was sollte ich denn sagen? Ich wollte doch mit Bella zusammen sein, aber das ging nicht ohne dass ich um ihre Hand anhielte. Und dazu musste ich mit Chief Swan sprechen.
„Mrs. Swan, um ehrlich zu sein… mh…" Mein Gesicht wurde heiß, ich spürte wie ich rot wurde. Scham? Ich sah ihr an, dass sie es nun wusste, also konnte ich auch die Wahrheit sagen.
„Ich habe mich in Ihre Tochter verliebt. Ich weiß, das steht mir nicht einfach so zu und es ging sehr schnell. Außerdem habe ich bei Chief Swan noch nicht vorgesprochen aber ich kann Ihnen versichern, dass ich es vollkommen ernst meine. Ich möchte Sie um die Hand ihrer Tochter bitten."
Nun war es heraus. Ich schämte mich, nicht etwa weil ich um Bellas Hand angehalten hatte, sondern wegen der Taktlosigkeit, es bei ihrer Mutter zu tun. In den letzten Tagen scheint mir jegliches Benehmen verloren gegangen zu sein. Aber nun war es gesagt und mich plagte ein neues Problem. Was wäre wenn sie das nicht wollte? Sie konnte es nicht wollen, ich war niemals gut genug für Bella. Jemand wie Bella hatte den Besten verdient und der war ich bestimmt nicht. Ich hatte ja nicht mal Anstand. Aber was ich mit Sicherheit wusste, ich würde Bella jeden Tag meines Lebens lieben und versuchen sie glücklich zu machen. Wollte Bella mich denn überhaupt heiraten?
„Mr. Masen, ich danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit. Ich sehe Ihnen an, dass Sie sich unwohl fühlen mich gefragt zu haben, aber seien Sie gewiss, verliebte Menschen handeln oft unbedacht. Dafür müssen Sie sich nicht schämen. Ich werde diese Angelegenheit mit meinem Ehemann besprechen. Ich freue mich jedoch sehr über Ihr Glück und kann Ihnen schon einmal meine Zustimmung geben." sagte sie sehr warm und herzlich. Sie lächelte über das ganze Gesicht. Ich kam nicht umhin auch zu lächeln. Ich strahlte, ich hätte laut los lachen können, so glücklich war ich in diesem Moment. Ich würde Bella wohl heiraten dürfen. Am besten so schnell wie möglich.
„Vielen Dank Mrs. Swan. Ich freue mich sehr. Dann werde ich mich gleich auf den Weg nach Hause machen. Ich möchte meine Eltern informieren." Ich stand auf und wollte gehen.
„Ach Mr. Masen? Darüber wollte ich noch mit Ihnen sprechen." sagte Mrs. Swan. Ich drehte mich um und sah sie fragend an. Ich hatte das Gefühl sie wollte betont gelassen klingen. Mein Hals wurde wieder trocken, das musste es sein, was sie mir noch verheimlichte. Ich hatte es vor lauter Freude schon fast vergessen. Wieder konnte ich nur nicken.
„Ihre Mutter hat heute schon sehr früh angerufen. Sie bat mich, Sie noch einige Tage bei mir aufzunehmen. Ihre Eltern mussten spontan verreisen, etwas Berufliches von Ihrem Vater. Es tut ihnen sehr leid, dass sie Ihnen nicht persönlich Bescheid geben konnten, aber es war noch sehr früh und sie mussten schnell abreisen. Ihre Eltern sind schon weg aber in Ihrem Zimmer befindet sich ein Koffer mit Kleidung. Ihre Mutter ließ ihn herbringen. Ich hoffe das ist in Ordnung für Sie?"
Fragend und doch ohne Widerrede zu dulden schaute sie mich an. Das war sehr seltsam, konnte das sein? Es klang zumindest plausibel, sonst hätte meine Mutter keine Sachen herbringen lassen. Aber das war nicht ihre Art. Meine Eltern verschwanden nicht einfach so, zumindest bisher. Ich hatte immer noch das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.
„Ja Ma'am. Ich hoffe nur, es bereitet Ihnen nicht zu viele Umstände. Das ist doch eine sehr große Bitte meiner Mutter. Ich möchte ihr nicht widersprechen aber ich möchte Ihnen auch nicht zur Last fallen." sagte ich. Eigentlich war das ein Grund zur Freude, so konnte ich noch einige Tage mit Bella verbringen wenn da nicht dieses dumme Gefühl in meiner Magengegend wäre.
„Keine Sorge Mr. Masen, wir freuen uns alle sehr, Sie noch einige Tage bei uns haben zu dürfen. Ich denke das Frühstück wird nun schon serviert sein, lassen Sie uns essen gehen."
Damit war das Gespräch beendet und wir gingen gemeinsam zum Speisesaal.
Bellas POV
Ich wartete nun schon eine halbe Ewigkeit, zumindest kam es mir so vor. Wo blieben denn meine Mutter und Edward? Ich war so aufgeregt ihn wieder zu sehen, nach allem was passiert war. Ob er immer noch genauso fühlte? Vielleicht war doch nur alles ein Traum? Aber so real konnte ich es mir nicht mal in meinen schönsten Fantasien ausmalen.
Geräusche aus dem Flur ließen mich aufhorchen und beendeten meine Gedanken. Die Tür ging langsam auf und mein Herz begann vor Freude auf Edward zu hüpfen. Bitte lass ihn nicht seine Meinung geändert haben, es klang heute Nacht alles so echt, kein Traum. Aber ich hatte ihn heute den ganzen Morgen noch nicht gesehen. Ob er schon abgereist war? Als ich heute Morgen aufgewacht war, war er schon weg gewesen. Ich hatte von ihm geträumt und wollte gar nicht aufwachen, doch da weckte mich jemand. Vielleicht war er ja noch da, ich sagte leise seinen Namen. Doch als ich die Augen öffnete, sah ich in die Augen meiner Mutter. Das war mir sehr peinlich, ich wurde schon wieder rot, allein bei dem Gedanken daran.
Die Tür ging weiter auf aber nun sah ich, dass nicht Edward oder meine Mutter den Saal betraten, sondern mein Vater. Ich dachte er wäre schon weg gewesen, wie so oft am Morgen.
„Guten Morgen Vater." sagte ich etwas nervös und betont höflich.
„Bella, ich wollte mit dir sprechen… Bitte folge mir doch in mein Büro." Er klang irgendwie gepresst, was war denn los? Wusste er etwa schon von Edward?
„Ja Sir." Ich stand auf und folgte ihm zögerlich. Es war kein gutes Zeichen wenn er mich mit ins Büro nahm. Meine Mutter und ich hatten dahin eigentlich keinen Zutritt. Gerade als ich den Raum verlassen wollte, kam meine Mutter und Edward hinein. Ich war komplett erstarrt. Seine unglaubliche Schönheit hatte mich wieder in seinen Bann gezogen. Seine Wirkung auf mich hatte in nichts nachgelassen. Ich musste ihn anstarren und konnte nicht wegsehen. Es ging ihm nicht anders, denn unsere Blicke trafen sich und ließen sich nicht mehr los. Mit einem Mal war ich wieder beruhigt, vollkommen, einfach glücklich. Ich konnte sehen, dass er immer noch so fühlte wie letzte Nacht.
„Bella!" sagte mein Vater sehr barsch. Ich errötete und senkte schnell den Blick um ihm folgen zu können. So wie wir uns jetzt angesehen hatten, musste mein Vater es wissen und seine Laune verhieß nichts Gutes. Würde er mir Edward verbieten wollen? Nein das könnte ich nicht ertragen. Meine Mutter sah ihn verwirrt an.
„Charlie, du bist noch hier? Könntest du mir bitte erklären was hier vor sich geht? Wir wollten gerade das Frühstück einnehmen."
„Ich muss noch etwas mit Bella besprechen, aber bitte setzt euch und genießt die Mahlzeit. Bella?" Er klang immer noch so bestimmt und herrisch.
„Aber Charlie…" doch mehr konnte meine Mutter nicht sagen. Er schaute sie wütend an und verschwand dann eilig aus dem Saal. Schüchtern und ohne noch einmal aufzublicken ging ich ihm hinterher.
„Setz dich Bella" sagte mein Vater nun in seinem Büro. Ich tat was er verlangte und sah ihn nun ängstlich und fragend an.
„Bella, es wird Zeit, dass du nun heiratest. Du bist bald 17 Jahre alt und da gehört es sich nicht, alleine zu bleiben. Schon gar nicht als die Tochter des Chiefs."
Ich sah ihn perplex an. Ich hatte mit Ärger wegen Edward gerechnet aber nun wollte er, dass ich ihn heiratete? Ich hatte mir noch keine Gedanken darüber gemacht aber das war natürlich selbstverständlich. Jetzt verstand ich auch wo meine Mutter und Edward so lange geblieben sind. Edward hatte um meine Hand angehalten und mein Vater wollte das jetzt erst mit mir besprechen. Er war bestimmt nur etwas ärgerlich, weil nun seine kleine Tochter aus dem Haus ging. Aber er sagte ja ich solle heiraten, das musste heißen, er hatte wohl zugestimmt. Ich war auf einmal überglücklich. Ich würde Edward Masen heiraten dürfen. Das war das Schönste auf der Welt. Mein Herz setzte einmal aus und begann dann noch schneller zu schlagen. Lächelnd nickte ich meinem Vater zu.
„Wenn du das wünscht Vater. Hat er denn schon um meine Hand angehalten?" Ich wollte es noch einmal von ihm hören, nur um mir absolut sicher zu sein. Obwohl ich das eigentlich auch so schon war, ich war so erleichtert.
„Das war nicht nötig, ich habe es den Blacks schon versprochen. Jacob ist zwar erst 16 aber Mr. Black möchte ihn auf keinen Fall in den Krieg ziehen lassen. Ich habe ihm schon meine Einwilligung gegeben.
Mein Lächeln erstarb. Hatte ich das gerade richtig gehört? Jacob Black, den sollte ich heiraten? Ein riesiges Loch zerriss langsam mein Herz und ich spürte wie mir die Tränen in die Augen stiegen.
„Jacob Black?" meine Stimme zitterte und brach weg.
„Was dachtest du denn von wem wir hier reden?" fragte mich mein Vater barsch. Das war zu viel. Meine Tränen liefen nun meine Wangen hinab.
„Auf keinen Fall, NEIN!" schrie ich ihn an. So etwas hätte ich mir nie erlaubt aber das konnte er nicht machen. Ich stürmte aus dem Zimmer. Ich rannte an meiner Mutter vorbei, die um die Ecke kam und hoch zu meinem Zimmer. Ich wollte nur weg von hier, weit weg und sterben. Ohne Edward hatte das Leben keinen Sinn mehr. Kurz vor meinem Zimmer lief ich Edward in die Arme. Genau da wollte ich hin und sein, aber er sollte mich nicht so sehen. Ich durfte auch nicht mehr dort sein aber das war mir egal. Er fing mich auf und hielt mich fest und ich konnte nichts weiter tun als weinen, weinen und noch mehr weinen.
„Bella? Was ist denn passiert?" fragte Edward besorgt. Er versuchte mich anzusehen doch ich konnte nicht hoch blicken. Ich konnte nur schluchzen und mein ganzer Körper zitterte vom Weinen.
„Sch…" Er drückte mich ganz fest an sich, nahm mich hoch und setzte sich mit mir in seinen Armen auf das Bett.
„Sch… Sch… Alles wird gut mein Engel. Es ist ja gut…" Er wiegte mich sanft hin und her und streichelte meine Haare und meinen Rücken. Doch ich konnte nicht aufhören zu weinen. Er küsste mich immer wieder aufs Haar und strich meine Tränen von den Wangen. Zum Überfluss, es kamen immer neue Tränen hinterher.
„Bella, Liebste, was ist denn passiert?" fragte er mich abermals. Tränenerstickt und innerlich tot bei dem Gedanken daran, sagte ich es ihm.
„Ich muss Jacob Black heiraten, aber ich will nicht. Ich liebe dich." Ich musste von neuem wieder bitterlich weinen.
Edward versteifte sich etwas, zog mich aber noch enger an sich und küsste mich wieder aufs Haar. Er wusste nun genauso wie ich, dass er das eigentlich nicht mehr durfte.
„Sch… Bella. Ist ja gut. Alles wird wieder gut, ich verspreche es dir. Ich liebe dich auch."
Renees POV
Was war denn los? Ich rief Bella noch nach aber sie rannte einfach weinend an mir vorbei. So hatte ich sie noch nie gesehen.
„Was hast du mit Bella gemacht?" fragte ich Charlie sauer und schockiert. Er wirkte auch etwas geschockt, doch dann antwortete er mir sehr wütend.
„Ich habe ihr gesagt, sie solle heiraten. Zuerst freute sie sich sogar, was mich auch erfreute. Doch als ich ihr sagte, dass ich Jacob Black ihre Hand versprochen habe, brüllte sie mich an und rannte weinend weg. Ich weiß, sie kennt ihn noch nicht und es wird viel erzählt aber ich habe es so beschlossen und da hat sie kein Recht mich so anzuschreien. Benehmen muss sie wohl erst noch lernen. Ich dachte sie freut sich."
„Oh Charlie, du weißt nicht was du angerichtet hast. Bella ist in Edward verliebt. Er wollte dich heute um ihre Hand bitten." Nun war eindeutig klar, was er angerichtet hatte. Warum besprach er so etwas nicht vorher mit mir? Und überhaupt, warum sollte sie Jacob Black heiraten. Ja es wurde viel geredet und man hatte damit auch Recht. Die Blacks waren nicht gerade für ihren guten Ruf bekannt, einen Ruf hatten sie jedoch zweifelsohne.
„Edward Masen? Das wusste ich gar nicht." Sagte er nun sehr ruhig und nachdenklich. Er war überrascht.
„Ja ich hatte gestern schon so eine Ahnung. Du hättest mit mir reden sollen. Aber was dachtest du dir denn bei Jacob Black? Gerade die Blacks? Willst du unsere Tochter in diese Familie geben? Und überhaupt, bleiben die nicht immer unter sich? Was wollen die denn mit unserer Bella?"
Ich war unendlich schockiert und wütend. Wie hatte er sich das vorgestellt? Wie konnte er nur darüber nachdenken, geschweige denn zustimmen, dass Bella zu diesen „Monstern" gehen soll. Sie lebten abseits im Wald und alle waren riesig groß und muskulös. Sie waren allesamt verflucht. Angeblich würden sie mit den Wölfen reden. Da musste auf jeden Fall etwas Schlimmes dahinter stecken.
„Die Blacks sind sehr vermögend und außerdem wollte ich… ich war Billy noch etwas schuldig." Er druckste herum. Was war da gelaufen, wo wer er da hinein geraten?
„Nun gut, dann kläre das mit Billy Black und gebe ihm Bescheid, dass Bella leider doch schon anderweitig verlobt ist." Sagte ich beschwichtigend. Es war zwar sehr viel Aufregung aber wenn wir Bella sagen würden, dass alles nur ein Missverständnis war, dann würde alles wieder in Ordnung werden.
„Kommt nicht in Frage. Ich habe ein Versprechen gegeben und das halte ich auch." bestimmte Charlie. Was war denn nur in ihn gefahren? Das konnte doch nicht sein Ernst sein.
„Aber Charlie, das meinst du doch hoffentlich nicht ernst? Ich werde nicht zulassen, dass du Bella mit Jacob Black verheiratest. Egal was du versprochen hast." Sagte ich missmutig. Ich wusste nicht mehr weiter.
„Es wird gemacht was ich sage, Schluss mit der Diskussion. Anfang August, also in 4 Wochen wird geheiratet." Er schrie mich an und ließ keinen Zweifel über, dass das Gespräch damit beendet war. Ich verließ das Zimmer. Was sollte ich jetzt nur tun? Ich wollte und konnte Bella nicht dahin verheiraten. Sie würde da nicht glücklich werden, das wusste ich. Nein ich musste etwas unternehmen. Nur was?
So das wars dann wieder für heute. Ich freue mich über die neuen Reviews, vielen Dank. Schreibt schön fleißig weiter, ich tue das nun auch. Liebe Grüße
Vorschau:
Edwards POV
Ich wusste nicht was ich machen sollte. Mr. Swan hatte Bella an Jacob Black versprochen. Da konnte ich nichts machen. Ich konnte Bella nicht ohne seine Zustimmung haben und heiraten. Warum ausgerechnet Jacob Black? Jeder kennt die Familie, sie sind alle seltsam. Nicht nur, dass Jacob und seine beiden Schwestern so komisch waren, nein auch alle Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen, einfach alle. In jeder Generation.
