Die Charaktere gehören Stephenie Meyer. Ich freue mich über jede Kritik, positiv wie negativ.

Und da ist wieder das nächste Kapitel. Ich hoffe ihr habt Spaß daran. Ich versuche mal gleich am nächsten weiter zu machen, dann dauert das hoffentlich nicht zu lange. Vielen lieben Dank auch an alle für die lieben Reviews, natürlich verrate ich nicht wie es ausgeht. Ich habe schon so eine Richtung aber manchmal macht die Geschichte was sie will

Danke auch für den Hinweis, dass der altertümliche Sprachstil etwas verloren gegangen ist, ich hatte auch den Eindruck. Ich gebe mir Mühe, dass es demnächst wieder besser wird. Bis dahin, liebe Grüße.

Kapitel 7 – Das letzte bisschen Glück

Edwards POV

Ich wusste nicht was ich machen sollte. Mr. Swan hatte Bella an Jacob Black versprochen. Da konnte ich nichts machen. Ich konnte Bella nicht ohne seine Zustimmung haben und heiraten. Warum ausgerechnet Jacob Black? Jeder kennt die Familie, sie sind alle seltsam. Nicht nur, dass Jacob und seine beiden Schwestern so komisch waren, nein auch alle Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen, einfach alle. In jeder Generation. Was war bloß mit denen? Man konnte ihnen nur zu Gute halten, dass sie sich schon von selbst der Stadt fern hielten und alleine unter sich lebten.

Doch genau das war auch das Problem. Niemals hatte einer von ihnen ein Mädchen aus der Stadt gefreit. Warum sollte nun ausgerechnet Bella diesen Jacob heiraten?
Ich wusste darauf keine Antwort, konnte nur noch hoffen, dass Chief Swan seine Meinung noch einmal überdenken würde. Er konnte doch seine Tochter nicht verheiraten, ohne dass diese den Mann wollte. Sie liebte mich. Ich war doch keine schlechte Alternative. Meine Familie war hoch angesehen. Ich kam aus gutem Hause, hatte eine gute Kinderstube genossen und eine schulische Ausbildung. Das konnten sich nicht viele leisten. Mein Vater war Anwalt und genau das sollte ich auch werden auch wenn ich lieber ein Arzt geworden wäre. Ich war jetzt schon ein paar Wochen wieder zurück und sollte eigentlich schon mit dem Studium zum Anwalt beginnen aber ich wollte vorher noch meinem Land dienen und in den Krieg ziehen. Leider durfte ich das erst ab meinem 18. Geburtstag. Ich wartete schon so lange endlich an die Front zu können, ich hatte nichts anderes in meinem Kopf. Meine Mutter war davon nicht so erfreut aber auch sie konnte mich nicht umstimmen. Noch ein paar Wochen, dann wäre es endlich so weit, dann wäre ich für Monate weg. Aber was wäre dann mit Bella? Könnte ich überhaupt noch in den Krieg ziehen, jetzt da ich Bella kannte? So, wie für sie, hatte ich noch nie empfunden. Es war das schönste Gefühl auf Erden, jemanden zu lieben und geliebt zu werden.

Aber wie ich sie nun leiden sah, es zerbrach mir fast das Herz. Es war als würde ich ihren Schmerz genau wie meinen spüren. Ich wollte nicht, dass sie so weinen musste. Ich wollte ihr den ganzen Schmerz abnehmen und sie glücklich machen. Aber genau das durfte ich nicht. Wollte der Chief denn nicht, dass seine Tochter glücklich war?

Ich schaute auf Bella – mein Leben – herunter. Sie lag nun schlafend in meinen Armen.

Wir verbrachten den ganzen Tag zusammen, mittlerweile ging langsam die Sonne unter. Ihr Zimmer wurde in ein warmes Orange getaucht. Bella weinte viel während wir Arm in Arm auf ihrem Bett saßen. Ich wusste das gehörte sich nicht, aber ich wollte und konnte Bella so nicht alleine lassen. Immer wenn ich aufstehen wollte, wenn auch nur um etwas zu essen zu holen, begann sie erneut zu weinen und flehte mich an, sie nicht alleine zu lassen. Wie hätte ich diesem Engel nur einen Wunsch abschlagen können? Wir redeten auch sehr viel, ich nutzte die Momente aus in denen Bella nicht weinte. Ich nahm sie noch fester in die Arme und kuschelte mich an sie. Ich hoffte, dass jetzt keiner herein kam um nach ihr zu sehen, obwohl das heute den ganzen Tag schon niemand getan hatte.

Bella war so schön wenn sie schlief, sie sah so friedlich aus.

„Edward… geh nicht…" flüsterte Bella ganz leise. War sie wach geworden? Die Augen waren noch geschlossen.

„Bella?" fragte ich ebenso leise. Es kam keine Antwort, sie schlief also noch tief und fest.

Anscheinend sprach sie im Schlaf, wieder eine unglaublich liebenswerte Eigenschaft. Oh Herr, warum machst du es mir so schwer und lässt meine Liebe für sie noch wachsen, wenn ich sie doch nicht freien darf?

„Edward… nicht Jacob… ich will nicht…" stammelte sie wieder vor sich hin, wie um meine Gedanken zu bestätigen.

Auf ihrer Stirn bildete sich eine kleine Falte, ich zog Bella noch fester an mich und küsste ihr Haar. Sie murmelte noch etwas aber das verstand ich nicht. Irgendetwas mit Duft? Was träumte sie denn nur? Langsam entspannte sie sich wieder und auch die kleine Falte zwischen ihren Augenbrauen verschwand wieder. Ich streichelte ihr sanft den Arm, ich wollte sie nicht wecken.

Als ich sie so an mir spürte, sie ansah, spürte ich wieder das unglaubliche Verlangen sie zu küssen. Es war wie Anziehung, selbst wenn ich wollte, ich könnte ihr nie fern bleiben. Wenn ich an gestern zurück dachte, wie es sich anfühlte, ihre Lippen auf meinen zu spüren, kribbelte mein Bauch. Meine Lippen brannten bei dem Gedanken daran. Auch sie sehnten sich nach Bella.

Seit ich Bella das erste Mal sah ist meine ganze Welt aus den Fugen geraten. Es war als wäre sie die Sonne und ich würde mich nur noch um sie drehen. Es gab nichts anderes mehr in meinen Gedanken außer ihr. Wie konnte ein Mensch nur solche Gefühle aushalten?

Ich konnte ihre Lippen an meinem Hals spüren und das Blut rauschte noch schneller durch meine Adern. Jetzt spürte ich auch sanfte Küsse. Ich träumte vor mich hin, genoss die Gedanken an sie. Wieder ein zärtlicher Kuss an meinem Hals. Der war aber sehr real, sie küsste mich gerade wirklich. Ich schaute auf sie hinab und sah in die schönsten Augen der Welt. Wie funkelnde Diamanten strahlten sie mich an. Ich liebte Bella, mehr als mein Leben. Genau in dem Moment wurde mir schlagartig bewusst, ich hatte keine Wahl mehr, es würde immer nur Bella geben.

Bellas POV

Er hatte unglaublich schöne Augen. Sie waren grasgrün und funkelten wie Smaragde. Er sah mich so intensiv an, als würde er brennen und auch ich ging in seinem Blick in Flammen auf. Unglaublich. Ich hatte schlecht geträumt und war aufgewacht. Als ich realisierte, dass ich immer noch in Edwards Armen lag, blieb mir die Luft weg und mein Herz schlug wild pochend gegen meinen Brustkorb. Er war so warm und weich. Er streichelte meinen Arm und ich lag mit dem Kopf auf seiner Brust. Er war irgendwie sehr muskulös, auch wenn er nicht so aussah, überwältigend. Was mich aber noch mehr überwältigte war sein Geruch, ja Duft. Er roch so unglaublich gut, irgendwie süßlich. Ich verspürte so ein Verlangen noch mehr davon einzuatmen und drehte unbemerkt mein Gesicht ganz nah an seinen Hals. Die Haut sah so weich und zart aus, ich spürte das unbändige Verlangen, sie zu berühren. Ohne weiter nachzudenken, küsste ich seinen Hals. Ich konnte nicht anders. Seine Haut war so warm und weich, ich konnte das Blut durch seine Adern fließen spüren. Es rauschte und pulsierte genauso schnell wie meines. Er zuckte unter dem Kuss kurz zusammen und sah mir dann direkt in die Augen. Ich war in seinem flammenden Blick gefangen. Ich weiß nicht wie viel Zeit so vergangen war, bestimmt mehrere Minuten, aber für mich schien die Zeit still zu stehen.

Dann fasste er mir sanft unter das Kinn und zog mein Gesicht näher an seins heran. Er kam langsam näher und küsste mich. Sanft lagen seine Lippen auf meinen und in meinem Körper explodierte es. Überall kribbelte es, tausende Schmetterlinge hatte ich in meinem Bauch. Meine Lippen brannten wie Feuer und Eis zusammen. Eine Hitzewelle schoss durch meine Adern und ließ meinen ganzen Körper erzittern und beben. Unser Kuss war sehr zärtlich, wurde dann aber intensiver und drängender. Es lag so eine dramatische Leidenschaft in ihm. Ich wollte dieses Gefühl nie wieder aufgeben und küsste ihn noch fester. Es schien ihm auch so zu gehen, denn er presste sich an mich und öffnete mit seiner Zunge sanft meine Lippen. Unsere Zungen berührten sich, spielten miteinander und ich explodierte ein weiteres Mal. Nach viel zu kurzer Zeit lösten wir uns voneinander um Luft zu holen. Wir beide keuchten. Alles in mir schrie nach ihm, meine Lippen wollten ihn wieder spüren, meine Hände wollten ihn berühren.

Sein Hemd hatte sich etwas gelockert und ich strich schamlos mit meinen Fingern über seinen Bauch. Er war so muskulös. Er erschauerte und ich konnte spüren, dass es ihm gefiel. Ich wurde so mutig vor Verlangen nach ihm. Ich küsste ihn wieder, wanderte mit meinen Lippen dann sanft weiter zu seinem Ohr, den Hals hinab zu seiner Halsbeuge und küsste diese noch zärtlicher. Dabei öffnete ich langsam sein Hemd. Ich war so aufgeregt und so vertieft, ich konnte kaum atmen. Ich wollte ihn so sehr.

„Bella, du solltest das nicht machen." flüsterte Edward mit zittriger Stimme.

Aber ich konnte nicht anders, ich konnte nur an ihn und uns denken. Das gehörte sich nicht, das war mir klar, er recht nicht unverheiratet. Aber ich würde niemals einen anderen wollen als Edward und schon gar keinen anderen heiraten. Es war mir egal, was mein Vater wollte, für mich würde sie nie etwas an meinen Gefühlen für Edward ändern. Ich würde ihn immer lieben, so wie er mich. Oder doch nicht? Jetzt wurde mir alles bewusst. Ich wollte Edward, aber wollte er mich denn überhaupt noch? Wie könnte er denn? Ein Engel wie er konnte mich nicht lieben oder mit mir zusammen sein wollen, schon gar nicht, nachdem ich nun auch noch versprochen war. Die Scham schoss mir ins Gesicht.

„Oh… du willst mich nicht." Mein Herz schmerzte bei dem Gedanken daran und mein Blut rauschte durch den ganzen Körper. Das Gefühl der Zurückweisung ließ mir die Tränen in die Augen steigen.

Wie entwürdigend, jetzt musste ich auch noch weinen.

„Bella, doch natürlich will ich dich. Du weißt gar nicht wie sehr ich das will, dich will. Aber wir dürfen das nicht machen. Ich dürfte nicht einmal hier sein, wir verstoßen doch schon gegen alle Regeln."

„Edward, das ist mir egal. Ich will mit niemand anderem zusammen sein als mit dir. Das wird sich auch nie ändern. Ich will dich, bitte." ich flehte ihn förmlich an. Woher kam das nur. Das Gefühl der Zurückweisung verschwand augenblicklich und ich spürte eine leichte Wut in mir aufsteigen. Ich wollte ihn. Bis jetzt hatte ich nie einen Gedanken an körperliche Liebe gehabt, was war denn nun los? Meine Gedanken verschwommen, meine Wut legte sich auch wieder. Er hatte ja Recht. Alleine durch seine Anwesenheit, nachdem er nicht um meine Hand anhalten konnte, war nicht mehr gestattet. Das, was wir hier taten erst recht nicht. Wenn ich mich ihm hingab, verlor ich meine Würde und meinen Anstand. Aber ich konnte nicht anders. Ich wusste er hatte Recht und auch meine Gedanken waren wie seine aber mein Körper hörte nicht mehr auf mich. Es war wie ferngesteuert und es fühlte sich richtig an. Genau das war es, was mich weiter machen ließ. Ich begann erneut ihn zu küssen. Ich setzte meine Lippen auf seine wunderschöne Brust.

„Bella…" stöhnte Edward. Es schien ihm genauso schwer zu fallen wie mir. Er wollte das auch und das spornte mich nur noch mehr an, weiter zu machen.

„Bella… wir können das nicht machen. Ich würde dein Ansehen zerstören. Ich will dich nicht deiner Tugend berauben, bitte mach es nicht schwerer als es schon ist."

Er flüsterte nur noch, es fiel ihm wirklich schwer zu fallen. Dennoch klang er sehr bestimmt, als würde er keine Widerrede dulden. Sollte ich es weiter versuchen? Er war doch nur an meinem Ansehen und meiner Tugend interessiert. Er wollte mich vor Gott unschuldig lassen. Er war so ehrenwert. Mein Verlangen verrauchte augenblicklich, ich empfand tiefe Ehrfurcht vor ihm. Er war alles was ich wollte und nicht bekam. Aber ich wusste jetzt ganz sicher, ich würde ihn immer lieben und mit allem was ich hatte kämpfen, um seine Frau zu werden. Ich wollte ihn bis in alle Ewigkeit lieben und glücklich machen und mit Gottes Hilfe, würde ich das auch schaffen.

Und da war das nächste Kapitel wieder fertig und für euch bereit. Wie fandet ihr es? Schreibt mir fleißig Reviews, ich freu mich.

Vorschau:

Edwards POV

Wir erwachten gemeinsam am Morgen. Eng an mich geschmiegt lag sie in meinen Armen, wir trugen noch die Sachen des Vortages. Die Nacht war wunderschön. Alleine sie in den Armen zu halten, brachte mich schon um den Verstand.

Bella, Liebste, ich sollte jetzt auf mein Zimmer gehen. Wir hatten Glück, dass bis jetzt niemand nach uns gesucht hat. Ich glaube deine Eltern wären nicht sehr glücklich, wenn sie uns hier so zusammen sehen würden." Sagte ich mit Schmerz in der Stimme. Es tat mir weh, die Vorstellung sie jetzt alleine lassen zu müssen. Mein Körper war leer ohne Bella, ich war bloß eine seelenlose Hülle, die sie mit ihrer Liebe füllte. Aber sie war jetzt verlobt und das nicht mit mir. Ich konnte kaum atmen vor innerem Schmerz, ich musste etwas unternehmen.