Disclaimer: DWK gehören nicht mir.
Anmerkung: Das ist jetzt ziemlich kurz, aber dafür war das erste Kapitel enorm lang. Im Moment tue ich mich nur mit dem schreiben ein wenig schwer, da ich einen kleinen Radunfall hatte und mein linker Arm jetzt in einem Gips steckt. Zu allem Überfluss bin ich auch noch Linkshänder.
Kojote Karl Heinz war gerade damit beschäftigt, ihre verschiedenen Tiere zu füttern, sie hatte eine Kröte, fünf Katzen, einige Käfer und ein Wiesel, als sie hörte, wie jemand über die knarrenden Bretter vor ihrem Eingang schritt. Sie brauchte sich nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, wer es war.
„Ich bin's, Erik.", informierte er sie unsicher.
„Ich weiß."
Der Kojote musste grinsen. Es gab nur zwei Personen, die es schafften, Erik zu verunsichern. Der Kojote war eine davon, Horizon die andere.
„Danke, dass du die wilden Kerle angelogen hasst, was mein Erinnerungsvermögen an meine Zeit bei den Silberlichten angeht."
„Ich weiß."
Auch ohne hinzusehen, spürte der Kojote, wie Erik lächelte. Auch jetzt noch war sein Blick angefüllt mit dem Schmerz seines bisherigen Lebens, aber er war auch warm. Erik hatte geahnt, dass Kojote seine Absichten noch vor ihm selber erkennen würde und doch hatte er sie aufgesucht. Erik dachte an ihr erstes Treffen zurück. Gott, wie lange war das her? Damals hatte er noch zu Hause gelebt. In seinem zerrütteten Zuhause, bei seiner kaputten Familie. Es war kurz nach seiner Entscheidung gewesen, aus der Schulmannschaft, in der er immer nur auf der Ersatzbank gesessen hatte, auszusteigen und die Wölfe zu gründen. An dem Tag hatten seine Ex Teammitglieder sie wieder Mal geärgert und um sich zu beweisen, wurde beschlossen, dass sie gegeneinander antreten sollten.
Flashback
„Braucht ihr einen Schiedsrichter?"
Die neu gegründeten Wölfe und die Schulmannschaft drehten sich zu der Stimme um. Es war ein Mädchen, das am Rande des Spielfelds stand. Erik erkannte sie. Karl Heinz, eine Außenseiterin aus seiner Klasse. Sie hatte langes, strähniges dreckbraunes Haar und Tatoos im Gesicht, die sie aussehen ließen, wie eine Katze, oder ein Kojote, deshalb war ihr Spitzname Kojote Karl Heinz. Normalerweise redete sie mit niemandem und wenn ihr jemand zu nah kam, fauchte sie ihn an.
„Verschwinde, Kojote!", rief der Kapitän der Schulmannschaft barsch.
„Aber ihr braucht einen Schiedsrichter.", widersprach der Kojote.
„Da hat sie Recht, Chef.", bemerkte der Torwart der Schulmannschaft kleinlaut.
„Klappe Achim!" Der Kapitän schien nicht besonders begeistert von der Wende der Ereignisse.
„Komm schon, Robert, was ist schon ein Freak mehr oder weniger? Wir machen sie fertig.", flüsterte Jack, Roberts rechte Hand, seinem Kapitän zu.
Robert erwiderte nichts, auch nicht, als das Spiel losging und der Kojote trotzdem blieb. Sie machte ihren Job gut, auch wenn bereits nach dem ersten Tor klar wurde, dass sie mehr mit den Wölfen sympathisierte. Nachdem die Wölfe ihr zweites Tor geschossen hatten, nahm die Schulmannschaft Reißaus, mit der Ausrede, sie müssten jetzt nach Hause. Das einzige, was die Wölfe von dem Spiel hatten, war in Gileads Fall eine leichte Gehirnerschütterung, als er gegen den Torpfosten geknallt war und in Eriks Fall, ein gebrochenes Handgelenk, da ihm Jack fieser Weise ein Bein gestellt hatte. Erik hatte es als einfache Prellung abgetan, aber Freya bestand darauf, einen Arzt zu rate zu ziehen. So kam es, dass am nächsten Morgen er am nächsten Morgen Karl Heinz mit verbundenem Handgelenk vor der Schule abfing.
„Wie geht's dem Handgelenk?"
„Geht schon. Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht zu uns dazu kommst."
„Ich bin ein Freak.", gab sie zu bedenken.
Erik lachte trocken.
„Und ich nicht, oder wie?"
„Ich kann nicht Fußball spielen."
„Dann wirst du auch kein Fußball spielen müssen."
Sie hob eine Augenbraue.
„Und was soll ich dann bei euch? Schamanin spielen?"
„Wie wäre es vorerst mal mit dazugehören? Danach kannst du dir immer noch ein Betätigungsfeld suchen."
Kojote Karl Heinz lächelte ihn an.
„Wäre schön."
Von da an hatte sie zu ihnen gehört und nach kurzer Zeit war sie wirklich so etwas wie eine Schamanin für die Wölfe geworden.
Flashback Ende
„Erik, was bei den Silberlichten vorgefallen ist, ist nicht deine Schuld. Es war Jaromirs eigene freie Entscheidung.", sagte Kojote Karl Heinz eindringlich.
Sie wusste, dass er sich immer noch mit den ‚hätte ich doch', ‚wenn ich doch nur' Fragen herumquälte.
„Sag den anderen, ich bin heute Abend wieder zurück. Unsere Vorräte werden knapp und der Winter steht vor der Tür."
Er glaubte ihren Worten nicht.
„Wir bleiben also in Ragnarök?"
„Warum sollte ich mein Zuhause verlassen?"
Sie grinste. Erik verließ ihre Unterkunft. Wenig später wollte sich der Kojote etwas Dörrfleisch aus der Vorratskammer holen, da das vermutlich das einzige war, was noch übrig war, wenn Erik schon sagte, sie müsste mal wieder gefüllt werden. Sie wurde positiv überrascht. Alle Fässer waren noch bis zum Rand gefüllt und es hing sogar noch eine schöne fette Keule von der Decke. Kojote Karl Heinz lächelte.
„Gute Jagd, Erik, ich hoffe, du findest, was du suchst, was auch immer das sein mag."
