Halli Hallo :-)
Morrigan334: LOL.... ich verstehe deine Verwirrung... zur Erklärung: diese Story habe ich vor meiner anderen geschrieben, und da hieß der Chara noch Meliane Lilly... die andere hab ich zwar danach geschrieben, aber da ich den Namen mocjte, ihn auch da benutzt - aber: die beiden haben NICHTS miteinander zu tun (auch wenns Gemeinsamkeiten gibt, die Vorliebe für Lucius zB*gg*... aber das liegt eher an der schreiberin*pfeif*.... also nochmal: zwei verschiedene Storys, zwei verschiedene Charas!!
Ich mußte halt danach den Namen aus genau diesen Verwirrungsgründen in dieser FF ändern... aber anscheinend hab ich doch manchmal übersehen, den Namen zu ändern...*rotwerd*... wie beim letzten Chap offensichtlich ;-) (habs geändert....).
Auf jeden Fall VIELEN LIEBEN DANK :-D
Du kannst mcih jederezit auf sowas aufmerksam machen, ich will ja nicht für mehr Verwirrung soregn als unbedingt nötig *g* ^^...
GLG & bis zum nächsten Kapitel, Maia!Und nun, nach diesem Rückblick, geht es weiter, in der Gegenwart...
- VIII -
Die darauffolgenden Tage waren eine Qual.
Täglich saß sie bei Seidenschnabel, der nach wie vor nicht sprach, doch ihre Anwesenheit schien ihn zumindest ein kleines bißchen zu trösten... aber eben nur ein bißchen.
Es war ein Freitagnachmittag, 4 Tage nach ihrem Besuch bei Lucius.
Die letzten Schüler für diese Woche, denen sie Zaubertrankunterricht erteilte, gaben gerade ihre heutigen Arbeiten ab; als sie mit einem kurzen Blick die Fläschchen überflog, sah sie, daß keiner ihrer Schüler sich allzu große Schnitzer geleistet zu haben schien.
Ihre Gedanken glitten wieder einmal zu Lucius.
Es war wohl ein Fehler gewesen, ihn aufzusuchen... das Einzige, was es ihr offenbar gebracht hatte, war, daß sie sich lächerlich gemacht hatte.
Aber dieser letzte Satz von ihm, als sie ging... sie schüttelte die Erinnerung daran ab, drängte sie, wie seit jenem Abend, weit zurück.
Sie hatte es sich nur eingebildet, genau wie die Geschehnisse zuvor.
In Zukunft würde sie ganz sicher die Finger von diesem teuflischen Absinth lassen, ganz besonders in Anwesenheit von Lucius Malfoy... und von diesem Mann mußte sie sich sowieso fernhalten, soweit es nur ging.
Sie sah auf die Uhr.
„Also dann... ein schönes Wochenende euch allen!" sagte Amelin mit einem knappen Lächeln, und die Schüler machten sich bereit zu Gehen, als die Kerkertür aufflog und Hermine Granger hereinstürzte.
Ihre Wangen waren gerötet, sie war völlig außer Atem.
„Professor... Wrenga...", keuchte sie, „... es ist... wegen... Seidenschnabel... kommen Sie schnell!....ich meine...", sie begann zu stottern, „..ich meine...Entschuldigung, daß ich hier so reinplatze..."
Sie blieb stehen, mit zerzausten Haaren, und hechelte leicht.
Amelin war für einen Moment erstarrt.
Ihr Herz hüpfte angstvoll.
Hatte Lucius etwa den Verhandlungstermin vorverlegen lassen?
Zuzutrauen wäre es ihm... vielleicht, um sie für ihre Dreistigkeit von neulich zu bestrafen.
„Professor Wrenga, bitte, Sie sollen schnell zu Professor Dumbledore kommen!" sagte Hermine flehend.
Amelin riß sich aus ihrer Erstarrung und eilte los, während sie ihren Schülern, die verwundert und interessiert auf sie und Hermine sahen, über die Schulter eine Verabschiedung zurief.
Hermine folgte ihr, und vor dem Ausgang in Richtung der Ländereien von Hogwarts und Hagrids Hütte sagte Amelin:
„Hermine, vielleicht kannst du schon mal zu Hagrid gehen, ich komme so schnell wie möglich nach, ja?"
Hermine nickte und rannte los, während Amelin zu Dumbledores Büro hastete.
Dort saß der Schulleiter an seinem Schreibtisch und sah ihr lächelnd entgegen.
Ihre Augen waren immer noch angstvoll geweitet- wieso lächelte er?
Professor Dumbledores Lächeln wurde noch breiter, und in warmem, gütigem Ton sagte er :
„Amelin, wie schön, daß Sie es so schnell geschafft haben.
Ich möchte es kurz machen: die Verhandlung findet nicht statt.
Seidenschnabel wird definitiv nicht hingerichtet werden."
Sie starrte ihn an.
Seine Worte hatte sie gehört, aber die Bedeutung erschloß sich ihr noch nicht so recht.
„Wieso... ich meine – was ist passiert?" flüsterte sie.
Sie meinte, in Dumbledores klaren Augen ein kleines Funkeln zu sehen, als er sprach:
„ Lucius Malfoy hat seinen Antrag zurückgezogen.
Stattdessen hat er gefordert, daß sich Seidenschnabel seinem Sohn nicht mehr als 200 Meter nähern darf.
Dem ist stattgegeben worden.
Für die bei dem Vorfall anwesenden Lehrer – also Sie und Hagrid - hat Mr. Malfoy keine Bestrafung verlangt."
Ihre Augen waren noch größer geworden.
„Ist das wirklich wahr?" hauchte sie, vor lauter Angst, sie könne sich zu früh freuen.
„Oh ja!" antwortete Dumbledore lächelnd.
Da begriff sie es endlich, jauchzte laut auf, stürmte auf den Schulleiter zu und flog ihm um den Hals.
Dumbledore war milde überrascht, doch auch amüsiert aufgrund ihres impulsiven Verhaltens.
Schnell und verlegen ließ sie ihn los.
„Verzeihung, Professor", murmelte sie, leicht errötend.
Er lächelte breit und verschmitzt.
„Aber ich bitte Sie, das macht doch nichts, Amelin!"
Sie zögerte leicht, dann fragte sie:
„Professor Dumbledore... was glauben Sie... wieso hat er das getan? ... Mr. Malfoy, meine ich."
Dumbledores Blick war unergründlich.
„Nun, ich schlage vor, Sie fragen ihn selbst, Amelin.
Sie haben ihn gerade verpaßt, aber wenn Sie sich beeilen, erwischen Sie ihn noch", sagte er.
Wieder dieses Funkeln in seinen Augen, und wieder schien es, als wüßte er mehr, als er verriet. Doch Amelin hatte jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken – sie mußte Lucius noch einholen.
Sie bedankte sich eilig und lief los.
In einem leeren Korridor sah sie ihn schließlich von weitem.
Der Gang und sein Haar waren unverkennbar.
„Mr. Malfoy... Mr. Malfoy...", rief sie und eilte zu ihm.
Er drehte sich um und blieb stehen, sah ihr entgegen, bis sie, leicht außer Atem, vor ihm stehenblieb, ihn mit großen Augen anblickend.
„Mr. Malfoy... warum haben Sie das getan?" fragte sie leise und vorsichtig.
Er betrachtete sie kurz, dann sagte er:
„Ich weiß leider nicht, wovon Sie sprechen... Professor Wrenga."
Sie zögerte und erwiderte dann:
„Ihr Antrag.
Sie haben ihn zurückgezogen.
Wieso?"
Sie war sich nicht sicher, was sie eigentlich von ihm hören wollte.
Er antwortete kühl:
„Ich habe zur Zeit viel zu tun.
Man muß lernen, Wichtiges von... Belanglosem zu unterscheiden, und wenn ich ehrlich bin, betrachte ich es im Moment als Zeitverschwendung, mich länger mit Angelegenheiten wie diesem Hippogreif zu beschäftigen.
Also habe ich es mir anders überlegt."
Seine Stimme war distanziert und fast abweisend.
Sie atmete tief durch.
„Dann... hat es nichts damit zu tun, daß ich neulich... bei Ihnen war... und Sie gebeten habe...", sie verstummte, als er leise und mit mildem Spott auflachte.
„Meine liebe Professor Wrenga... Ihr offensichtliches Vertrauen in die Menschheit rührt mich irgendwie, aber wie Sie es so treffend bemerkt haben, als Sie bei mir waren – ich bin ein Geschäftsmann.
Kein Wohltäter.
Diese Naivität könnte Ihnen eines Tages noch zum Verhängnis werden... die falschen Leute könnten das vielleicht irgendwann ausnutzen.
Obwohl ich zugeben muß, daß diese Art durchaus ihren... Reiz hat", sagte er mit sanftem, spöttischem Lächeln, und wieder einmal fühlte sie sich in seiner Gegenwart wie das kleine, dumme Schulmädchen, als das er sie so gerne behandelte.
Vielleicht aus Rache dafür, daß sie, als sie nichts weiter als eine Schülerin gewesen war und er bereits Schulrat, ein aufstrebender Mann mit einem Namen, der ihm schon sehr früh Türen geöffnet hatte, die anderen ewig verschlossen blieben, es geschafft hatte, etwas in diesem Mann zu erwecken, Gefühle, die er nicht gebrauchen konnte, die er als störend empfand, da sie ihn von seinen beruflichen Ambitionen ablenkten?
Aber nein... das war unmöglich... ein absurder Gedanke.
Es machte ihm einfach nur Spaß, sie so zu behandeln.
„Wenn das dann alles war, Professor... ich habe, wie gesagt, viel zu tun."
Sie schluckte und nickte.
Er wandte sich ab und wollte gehen, als sie ihn aus einem Reflex heraus festhielt.
Er sah sie fragend an, und sie trat näher an ihn heran.
Sie sah in seine eisigen Augen und sprach leise:
„Um ehrlich zu sein, es ist mir egal, warum Sie das getan haben.
Es ist nicht wichtig für mich, nur, daß Sie es getan haben.
Auch, wenn es Ihnen nichts bedeutet... mir bedeutet es sehr viel.
Deshalb... danke... Lucius."
Er blinzelte leicht, als sie seinen Namen aussprach, ihn flüsterte.
„Ich danke Ihnen."
„Nichts zu danken", sagte er steif.
Sie ließ ihn los und ging an ihm vorbei, da hörte sie seine Stimme hinter sich:
„Oh, eins noch..."
Sie drehte sich um.
Er sah sie durchdringend an, kam dann näher und sagte leise, mit einer Stimme, so sanft und anziehend, daß sie leicht erbebte:
„Wenn Sie sich das nächste Mal dazu entschließen, mich um einen... Gefallen zu bitten...", er legte eine Hand an ihr Kinn und hob es etwas an, während er sich vorbeugte, „... dann tu doch bitte nicht wieder so, als hättest du nichts, das du mir... anbieten könntest... Amelin."
Ihr stockte der Atem... er war so nah, sein Atem kitzelte ihre Haut, ihr Kinn brannte, und sein Duft... dieser verführerische, dunkle Duft, der von ihm ausging, ihn umgab, verschaffte ihr zittrige Knie.
„Ich... ich weiß nicht, was Sie meinen...", ihre Stimme versagte, sie war ohnehin nicht zu mehr als einem Flüstern fähig.
Er schüttelte leicht tadelnd den Kopf... und dann erklang seine Stimme in ihrem Gehirn, während er mit seinen Augen tief in sie eindrang, ohne, daß sich seine Lippen bewegten.
„Ist schon merkwürdig... daß Menschen so oft das Gegenteil von dem sagen, was sie meinen... nicht wahr, Amelin?"
Er ließ ihr Kinn los, seine stechend hellblauen Augen funkelten auf, ein kurzes Lächeln darin... dann richtete er sich auf und ließ sie in völliger Erstarrung dort stehen.
Sie hörte seine Schritte hinter sich verklingen, während sich in ihr langsam die erschreckende Erkenntnis dessen ausbreitete, was er ihr soeben zu verstehen gegeben hatte... daß das, was sie an jenem Abend vor 4 Tagen gemeint hatte, sich eingebildet zu haben, real gewesen war...
Es erfaßte sie wie ein brennendes Gift, lähmend, als ihr auf grausame Weise klar wurde, daß Lucius seinen Antrag keineswegs zurückgezogen hatte, weil ihn ihr Flehen in irgendeiner Weise berührt hatte... sondern weil er sich zu dem Zeitpunkt, als sie ihn an dem Abend verlassen hatte, längst das genommen hatte, was er von ihr gewollt hatte.... ihre Gegenleistung.
***
