Hallöle :-D

Mo: oh, wenn duuu wüßtest.... von wegen Katz-und-Maus-Spiel*g*... aber Spoiler darf man von mir nicht erwarten ;-D... wär ja auch doof....

Vielen Dank *freu*... auch bei dieser FF steht schon ein Großteil...ich könnte im Prinzip gleich 5 Kapitel auf einmal posten, da ich die auch schon woanders veröffentlicht habe, wo ich schon weiter bin, aber ich will´s ja nicht zu schnell machen, sonst kann ich ja nie auf ein Review reagieren (auch wenn Review-Schreiben an sich offenbar den wenigsten liegt*breitgrins*... aber da muß ich durch ;-D)....

Lilly: jaaa, du hast mich gefunden*freu*!!! Find ich echt supi, daß du sogar ein Review schreibst, obwohl du bis hierher und ein Stückchen weiter bereits im Bilde bist.... einfach toll!!! Ich hab übrigens nichts geändert (naja, wozu auch*g*)...

Alsooo, bis zum nächsten oder übernächsten Kapi (ich denke, ich stelle gleich mal 2 rein :-)))

GLG, Maia ;-D

- IX -

Die darauffolgenden Wochen zogen ohne nennenswerte Ereignisse vorüber.

Von Lucius bekam Amelin wenig zu hören und noch weniger zu sehen; er schien in der Tat sehr beschäftigt zu sein.

Und wenn sie in Hogwarts auf ihn traf, war er höflich distanziert und kurz angebunden.

Vielleicht war es ganz gut so.

Bestimmt sogar.

Es half, sich voll und ganz aufs Unterrichten zu konzentrieren, und es machte ihr viel Spaß.

Nach dem Vorfall mit Seidenschnabel und Draco Malfoy hatte Hagrid beschlossen, in seinem Unterricht weniger spektakuläre und potentiell weniger gefährliche magische Kreaturen zu behandeln und seine Schüler eine ganze Weile mit der Aufzucht Knallrümpfiger Kröter, deren Existenzgrund Amelin nie wirklich begriffen hatte, gequält.

Bis sie ihm irgendwann vorsichtig vorgeschlagen hatte, es eventuell allmählich wieder mit für die Schüler etwas reizvolleren Wesen zu versuchen.

Die Stunde, in der sie ihren Schülern die nicht weltbewegenden, aber unglaublich niedlichen Regenbogenschneckchen vorgestellt hatte, sorgte so bei allen (außer Hagrid vielleicht, der seine Kröter betrübt betrachtete, da er sie für vernachlässigt hielt) für erleichtertes Aufatmen.

Auch ansonsten lief alles reibungslos, ebenso in ihrem Zaubertränkeunterricht; sie und Snape hatten sich erstaunlich gut funktionierend miteinander arrangiert.

Bald schon kamen die Weihnachtsferien, die Amelin bis auf ein paar Ausflüge nach Hogsmeade und einem Nachmittag in London in Hogwarts verbrachte.

Es war, seit sie zurückgekehrt war, die erste wirkliche Gelegenheit, sich ohne zeitliche Verpflichtungen und den Fokus auf ihre neue Aufgabe als Professorin unbegrenzt auf dem großen Gelände, ihrer einstigen zweiten Heimat, zu bewegen.

Als wenige Jahre nach Gildas Tod auch Iris gestorben war, war es ihre erste Heimat geworden.

Den Sylvesterabend verbrachte sie mit den meisten ihrer Kollegen (Professor Snape entzog sich selbstredend solchen Abenden in Gesellschaft, und für Sybill Trelawney, die ohnehin an jedem Erker ein neues, großes und bedeutendes Unglück wähnte, war gerade der Sylvesterabend gar zu schicksalsschwanger, um sich an so einem Abend überhaupt der trivialen Konversation hingeben zu können; es wäre schlichtweg eine Zumutung für ihre hochsensiblen Antennen gewesen).

Später, als die anderen in ihre Schlafgemächer aufbrachen, begab sie sich mit Remus nach draußen.

Im Schein des noch fast vollen, aber bereits abnehmenden Mondes saßen sie am Schwarzen See, tranken Wein und redeten.

Sie war überaus gerne mit Remus zusammen, er war ein so unglaublich sanfter, höflicher und warmherziger Mensch, und wenn man sich bei jemandem eine dunkle Seite nicht vorstellen konnte, dann wohl bei ihm.

Trotzdem oder gerade deshalb, weil er es war, der es gesagt hatte, hatten sich seine Worte von vor einigen Jahren, als er sie ermahnt hatte, sich nicht von der Fassade eines Menschen täuschen zu lassen, ihren Instinkt nie zu übergehen, wenn er zu ihr sprach, fest in ihrem Denken verankert.

Er wußte schließlich, wovon er sprach.

Die letzten Ferientage vergingen wie im Flug, und schon war der Morgen des letzten Ferientages angebrochen.

Sie schlief lange, bis sie schließlich von dem leisen, aber unnachgiebigen Klopfen einer Eule an ihrem Fenster wach wurde.

Sie saß auf dem Fensterbrett, und während Amelin ihr gähnend einen Eulenkeks reichte, überflog sie, noch recht verschlafen, die Nachricht, in der sie gebeten wurde, schnellstmöglich in das Büro des Schulleiters zu kommen.

Seufzend machte sie sich fertig und eilte dann los.

Als sie die Tür zu Albus Dumbledores Büro öffnete, waren bereits alle Lehrer anwesend, sowie Argus Filch, der Hausmeister, Madam Pince, die Bibliothekarin, Madam Pomfrey, die Medihexe und Leiterin der Krankenstation und – Lucius Malfoy.

In seiner Eigenschaft als Oberster Schulrat, nahm sie an.

Er nickte ihr knapp zu, als sie auf dem letzten freien Stuhl – neben ihm – Platz nahm.

„Gut, wir sind vollständig", begann Professor Dumbledore mit einem aufmunternden Blick in Amelins Richtung.

„Ich denke nicht, daß es bereits durchgesickert ist, aber das wird allerspätestens morgen der Fall sein.

Lucius...", er sah Lucius Malfoy an, „... dürfte als Einziger schon bescheid wissen."

Sie sah kurz zu Lucius, dessen Gesicht vollkommen neutral blickte.

Professor Dumbledore atmete tief durch, sagte dann:

„Wir werden auf unserem Schulgelände – ab morgen und bis auf weiteres... die Dementoren von Askaban beherbergen.

Sie werden an allen möglichen Ein- und Ausgängen des Geländes postiert sein."

Alle Augen, fassungslos und schockiert, starrten den Schulleiter an.

Alle – außer Lucius.

Wer im Zaubereiministerium ein – und ausging, befand sich an der Quelle.

„Albus, was...", begann Minerva McGonagall, denn es schien Dumbledore sichtlich schwer, weiterzusprechen.

Dann sagte er ruhig:

„Letzte Nacht... ist Sirius Black aus Askaban entflohen."

Es war wie eine Bombe, die explodierte.

Amelins Kopf fuhr erschrocken zu Remus, der offenbar versuchte, die Fassung zu bewahren.

Es schien ihn allerdings große Mühe zu kosten.

Auch, wenn alle hier so schockiert schienen wie sie, hatte sie doch das Gefühl, etwas verpaßt zu haben...

Deshalb brach sie das Schweigen und fragte vorsichtig:

„Aber... Professor Dumbledore... heißt das, Sie vermuten, er könnte... hier auftauchen?"

Sie verstand es nicht.

Albus Dumbledore nickte ernst.

„Ich glaube... wir können davon ausgehen."

Amelin runzelte die Stirn.

„Aber... er wird von Dementoren gesucht... müßte er sich da nicht eher... ein Versteck suchen?

Und was sollte er überhaupt... hier wollen?"

Sie spürte mehr als sie es sah, daß Lucius ihr einen kurzen Seitenblick zuwarf.

„Ach... meine liebe Amelin...", seufzte Dumbledore betrübt,

„...Sie können es nicht wissen, da dies alles... vor Ihrer Zeit geschah...aber wir müssen davon ausgehen, daß Sirius Black versuchen wird, hier einzudringen, denn er ist... der Pate von Harry Potter."

Amelin konnte ihn nur atemlos ansehen, als er leise fortfuhr: „.. und ich nehme an... Sie wissen, wegen welcher Taten Sirius Black... für schuldig befunden wurde... und wegen denen er die letzten Jahre in Askaban verbracht hat, Amelin?"

Sie schluckte und nickte, dann flüsterte sie:

"Und Sie denken, er will herkommen... um Harry etwas... anzutun?"

Sie spürte die Blicke von Remus und Lucius auf sich.

Severus Snape, von dem sie wußte, daß er Sirius Black von früher kannte, verzog – wie üblich – keinerlei Miene, während die meisten anderen mehr als besorgt schauten.

„Es wäre... möglich, Amelin, leider", erwiderte Dumbledore, „... wir können kein Risiko eingehen."

„Dementoren... in Hogwarts...", murmelte Professor McGonagall besorgt und unglücklich.

Wahrhaftig, eine schreckliche Vorstellung...

„Morgen beim Eröffnungsessen werde ich die Schüler genau darüber informieren, wie sie sich zu verhalten haben und was sie beachten müssen.

Ich hoffe, dieser... Ausnahmezustand ist bald wieder vorbei", sagte Dumbledore sanft.

„Sie meinen... wenn die Dementoren ihn... gefunden haben...", sagte Amelin leise und tonlos.

„Das meine ich damit, ja", sagte der Direktor.

„Und das wäre dann auch schon alles.

Ich danke euch, daß ihr alle so schnell gekommen seid."

Amelins Herz war schwer, als sie sich, wie die anderen, erhob und wie in Trance in Richtung Tür ging.

Sie hörte, wie Dumbledore sagte:

„Oh, Lucius... könnten Sie noch einen Moment hierbleiben, bitte... es dauert nicht lange."

Ihre Blicke, die von Lucius und ihr, trafen sich für einen kurzen Augenblick, seine Augen eisig und unergründlich, dann wandte er sich zum Direktor.

Draußen folgte sie der Gestalt, die sie als Remus erkannte, der auf dem Weg zu seinem Büro war.

„Remus...", rief sie; er blieb stehen, schien durchzuatmen.

Ihm war klar gewesen, daß sie ihn ansprechen würde.

„Komm mit in mein Büro", sagte er, und oben angekommen wanderte sie gedankenverloren an den Regalen entlang, in denen sich alle möglichen seltsamen Gegenstände befanden, die Remus während seiner Reisen in alle möglichen Länder mitgebracht hatte.

Er lehnte, mit vor der Brust verkreuzten Armen am Schreibtisch.

„Du willst vermutlich wissen, seit wann ich das weiß... daß Sirius Harrys Pate ist."

Sie sah zu ihm, näherte sich ihm und sagte:

„Ja, allerdings."

Er seufzte.

„Ich weiß es, seit Harry geboren wurde.

Genaugenommen schon vorher.

Es war der Wunsch von Lily und James..."

Remus verstummte.

Über dieses Thema wußte Amelin sehr viel weniger als sie gerne würde.

Sie wußte im Grunde nicht viel mehr als die meisten anderen auch.

Sie wußte, daß Remus und Sirius Black die engsten Freunde von James Potter, Harrys Vater, gewesen waren, mit ihm und einigen anderen Widerstand in den dunklen Zeiten Lord Voldemorts und seiner gefürchteten Todesser geleistet hatten, und das Lily und James Potter von Voldemort getötet worden waren.

Und Harry war der „Junge, der lebt", der von Voldemorts Todesfluch nur eine Narbe auf der Stirn davongetragen hatte – der einzige Mensch, der diesen Fluch je überlebt hatte.

Sie wußte auch noch, daß ein weiterer Freund von James, Remus und Sirius ebenfalls in jener Nacht getötet worden war, und daß Voldemorts Macht zerstört worden war, bis er vor zwei Jahren, als Harry nach Hogwarts kam, zum ersten Mal wieder begonnen hatte, sich zu regen.

Dies wurde nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert – aber Amelin glaubte daran.

Denn es schien, als läge seither etwas in der Luft... sie hatte es spüren können, obwohl sie, als Harry hierher gekommen war, sich weit weg von England befunden hatte.

Möglicherweise war es ja kein Zufall, daß Sirius Black gerade jetzt aus Askaban entflohen war... und vielleicht war es ebenfalls kein Zufall, daß Remus gerade jetzt beschlossen hatte, nach Hogwarts zurückzukehren... genau wie sie.

Nur, daß sie im Gegensatz zu ihnen mit alledem nichts zu tun hatte.

Sie hatten beide bereits damals gegen Voldemort gekämpft... bei Sirius hatte man es zumindest gedacht.

Als er vor einigen Jahren plötzlich nach Askaban gebracht wurde, hatte sie versucht, mit Remus darüber zu sprechen – sie wußte, es mußte ihn schwer belasten.

Doch sie hatte nichts von ihm erfahren können.

Immerhin waren sowohl James und Lily als auch Sirius seine besten Freunde gewesen, und die Vorstellung, daß es der beste Freund war, der James und Lily an Voldemort verraten hatte... daß es sein Freund Sirius war, der der dunklen Seite verfallen war... von dem es plötzlich hieß, er sei für den Tod seiner Freunde verantwortlich gewesen, hätte Peter Pettigrew gar eigenhändig getötet, von dem nur ein einziger Finger gefunden werden konnte... und im Nachhinein sei festgestellt worden, daß Sirius noch mindestens neun weitere Menschen getötet hatte...

Amelin konnte sich nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlen mußte, wenn man nicht mehr wußte, was man noch denken sollte, wenn man plötzlich damit konfrontiert wurde, daß der vermeintlich engste Freund, dem man fast sein ganzes Leben lang vertraut hatte, ein ganz anderer war als er vorgegeben hatte.

Sie ging zu ihm; er stand jetzt mit dem Rücken zu ihr, und sie legte eine Hand an seine Schultern.

Er drehte sich langsam zu ihr, sein Gesicht besorgt und traurig.

„Remus...", sagte sie leise, „... glaubst du... glaubst du denn auch... daß es... Sirius war, der das alles getan hat?"

Seine graublauen Augen wirkten trüb.

„Ich weiß es wirklich nicht... alles in mir sträubt sich dagegen, obwohl alles gegen Sirius spricht.

Aber mein Herz... sagt was anderes.

Nein... ich kann es einfach nicht glauben, ich will es nicht... so oft in den letzten Jahren habe ich mir diese Frage schon gestellt...", sagt er leise.

„Wie... wie ist das überhaupt möglich... ich meine... es ist noch nie jemandem gelungen, aus Askaban auszubrechen... wie kann das sein?" fragte sie besorgt.

Remus schüttelte den Kopf.

„Ja... das ist ebenfalls beunruhigend.

Ich kann es mir nur so erklären... daß es nur dann möglich ist, wenn jemand extremen Willen und innere Stärke besitzt.

Wenn er... ein Ziel hat."

Sie sah ihn nervös an.

„Du meinst... du denkst also auch, daß er... nach Harry sucht?"

„Ja... ich befürchte es.

Und leider... können wir nicht einschätzen, wie Sirius denkt, seit er frei ist.

Ob sein... Verstand noch derselbe ist.

Ich glaube, niemand, der nicht selbst in Askaban war, kann sich vorstellen, wie es sich dort anfühlen muß... umgeben von nichts als Dunkelheit... und Dementoren."

Amelin fröstelte.

Sie stellte sich automatisch einen irren, mordlustigen entflohenen Massenmörder vor, der sich auf einer Ebene der Wahrnehmung befand, die man als rational denkender Mensch nicht mehr erreichen konnte, und sie schauderte bei der Vorstellung, Sirius Black in einem solchen Zustand gegenüberszustehen... ihm vielleicht – in seinen Augen – im Weg zu stehen.

Kein schöner Gedanke.

Empfand er nach den für ihn vermutlich endlos scheinenden Jahren in Askaban noch etwas wie Mitgefühl, irgendetwas anderes als Rachegelüste – für wen auch immer?

Denn das Sirius Black der Verräter war, der zu Voldemorts Spionen gehört hatte, war nie wirklich bewiesen worden.

Trotzdem war die Last der Anschuldigungen, die nach und nach aufgetaucht waren, erdrückend gewesen – so erdrückend, daß er schließlich zu einem lebenslänglichen Aufenthalt in Askaban verurteilt worden war.

Ob er also damals zu recht oder unrecht verurteilt worden war – auf irgendjemanden würde er wütend sein, und an irgendjemandem würde er sich rächen wollen.

Sie dachte traurig an Harry Potter, den das Glück wahrlich nicht verfolgte... nun mußte er auch noch Angst haben, von seinem durchgedrehten, potentiell schwarzmagischen und mörderischen Paten aufgesucht zu werden.

Die nächsten Stunden saßen Amelin und Remus zumeist stumm grübelnd zusammen, und während dabei eine ganz beträchtliche Menge an Remus´ Spezialwaffe – Schokolade – verschwand, dachte sie unbehaglich an den nächsten Tag, an dem Harry mit den Weasleys, bei denen er Weihnachten verbracht hatte, zurückkehren würde.

Sie seufzte.

Er war einer ihrer heimlichen Lieblinge, von Anfang an; nicht nur aus reinem Mitleid, obwohl sie davon eine Menge davon verspürte.

Gerade jetzt fühlte sie wieder den dringenden Wunsch, ihn zu beschützen... er war doch wirklich zu jung, um schon mit solch grauenhaften Dingen konfrontiert zu werden... und doch hatte er davon leider schon mehr erlebt als die meisten Erwachsenen.

Allein die tragische Geschichte seiner Eltern war für sich schon genug für einen 13-Jährigen... aber unglücklicherweise war er ja auch noch bei den Dursleys aufgewachsen... man fragte sich manchmal, was die eigentliche Folter war.

Schließlich hatte sie sich verabschiedet und war, wie so oft, zu Hagrids Hütte und Seidenschnabel gegangen.

Es war für sie immer die erste Anlaufstelle.

Seidenschnabel war erstaunlich gesprächig, er hatte die Neuigkeiten auch bereits vernommen.

Seit er knapp dem Tod entronnen war, war ihr Verhältnis noch herzlicher geworden.

Niemand hatte je erfahren, daß sie damals zu Lucius gegangen war und ihn gebeten hatte, ihr zu helfen – aber Seidenschnabel schien zu spüren, daß sie dafür verantwortlich war.

Einmal, als er besonders gute Laune gehabt hatte, hatte er zwinkernd angemerkt, daß es ein Jammer sei, daß sie ein Mensch und keine Hippogreifin war... und sie war höchst amüsiert und fast ein bißchen gerührt gewesen.

Bis zum Sonnenuntergang saß sie mit ihm zusammen; ab und zu kam Hagrid vorbei, um besorgt zu fragen, ob sie etwas bräuchte.

Auch er mochte, nein, liebte Harry.

Als sie sich verabschiedete, war Seidenschnabel besonders zutraulich und liebevoll.

Auch, wenn dieses überaus stolze und wunderschöne Tier ein Raubtier war, das sich bei jedem Lebewesen mit einem kurzen Rascheln seiner Flügel oder einem Scharren seiner Vorderklauen sofortigen Respekt verschaffen konnte – zu ihr war er stets sanft wie ein Lämmchen.

Er wußte sehr klar zu unterscheiden zwischen Wesen, die ihm wohlgesonnen waren und denen, die es nicht waren.

Und so wußte sie genau, sollte sie jemals in eine Situation kommen, in der sie bedroht wurde, würde Seidenschnabel sie erbittert verteidigen, wenn nötig, töten, um sie zu beschützen.

Als sie endlich in ihrem Bett lag, erschöpft und doch sehr angespannt, fiel ihr plötzlich Severus Snape wieder ein.

Nach allem, was sie wußte, waren er und Sirius Black alles andere als Freunde gewesen... genaugenommen vielleicht sogar Feinde, auch, wenn ihr keine Details bekannt waren.

Sein Gesicht war in Dumbledores Büro kühl und ungerührt gewesen, sein Blick wie immer nicht zu deuten.

Aber sie bezweifelte stark, daß ihn das alles so gänzlich unbeeindruckt gelassen hatte wie es den Anschein hatte.

Und obwohl die kommenden Tage, Wochen, vielleicht Monate einiges an Unerfreulichem befürchten ließen, schlief sie schließlich doch ein...

Und träumte von Sirius Black.

***