A/N

Ok,

erste einmal Hallo ihr Lieben.

Wir wissen, dass es lange her ist, dass ihr etwas von uns gehört habt, dafür möchten wir uns entschuldigen.

Wir hatten etwas Probleme mit dem Krimiteil der Story… und immer wenn wir von dem Ergebnis überzeugt waren, dann hat uns unsere ‚Testperson' die Lösung wegen einem kleinen Detail zerschossen und wir haben wieder von vorne angefangen.

Dann kamen auch noch die Prüfungen an der Uni dazu und voila, schon ist seeeehr viel Zeit vergangen.

Sie gute Nachricht ist, dass wir nun wieder regelmäßig updaten werden.

„Apollo, du wirst nie erraten, wer heute zu Besuch kommt!"

Garantiert nicht, wenn du mir so einen Herzinfarkt verpasst!, dachte der junge Anwalt missmutig und zog sich stöhnend wieder vom Boden hoch, auf den ihn die Wucht der auffliegenden Bürotür geworfen hatte. Leise fluchend rieb er sich die Stirn… er wurde sowieso schon Stirni genannt, musste sie dem ganzen noch ein Beuli hinzufügen?

„Trucy, kriegst du es nicht einmal hin, anzuklopfen?", beschwerte er sich, doch die junge Zauberin sah ihn nur selbstsicher an. „Dann würde ich mir ja meinen eigenen Auftritt verderben. Du weißt doch, eine Magierin muss immer mit einem Knall auftreten", grinste sie und Apollo rollte nur mit den Augen.

Der einzige Knall hier in dem Raum, ist der, den du hast…

„Aber zurück zum Thema! Rate, wer heute kommt!", forderte sie ihren jungen Chef – beziehungsweise Angestellten, schließlich gehörte die Kanzlei immer noch ihrem Daddy – auf und wartete gespannt auf eine Antwort. Ungeduldig wippte sie auf ihren Zehenspitzen, wurde jedoch angesichts der Treffsicherheit Apollos schnell enttäuscht.

„So wie du drauf bist, müsste Frau Fey wieder in der Stadt sein. Jedes Mal, wenn sie kommt, muss ich um mein Leben fürchten", seufzte Apollo und erinnerte sich schmerzhaft daran, wie er das letzte Mal vor drei Monaten als Versuchskaninchen für ihren neuesten Trick herhalten musste, den sie ihrer Medium-Freundin unbedingt zeigen wollte… ein feuerreicher Trick, der natürlich – wie in jeder Generalprobe – schief ging. Es hatte Wochen gedauert, bis seine Augenbrauen nachgewachsen waren…

Schmollend ließ sich Trucy auf einen der Bürostühle fallen und fing an, mit den Blättern von Charley – langjährige Zimmerpflanze und langjähriges Maskottchen des Anwaltsbüros – zu spielen. „Ich habe mich doch schon hundertmal bei dir entschuldigt, du kannst mir doch unmöglich immer noch böse sein, oder?", fragte sie und lächelte ihn unschuldig an. Er hasste es, wenn sie das tat…

„Vor allem deshalb nicht, weil ich dich zum Abendessen einladen wollte. Maya und Pearly haben ein paar Spezialitäten aus Kurain mitgebracht und wir wollen grillen", freute sie sich und Apollo runzelte verwirrt die Stirn.

„Wer ist nochmal diese Pearl?", fragte er und erntete damit sofort einen empörten Aufschrei von Trucy.

„Ich hab dir doch schon so oft von ihr erzählt! Das ist meine Cousine, du weißt schon, das neue Oberhaupt der Fey Familie in Kurain", erinnerte sie ihn und Apollo wusste wieder um wen es sich handelte… Die Mystische Pearl Fey, Cousine der furchteinflößenden Mystischen Maya.

„Du meinst, Frau Feys Cousine, Trucy", korrigierte er sie automatisch, aber Trucy zuckte nur gleichgültig mit den Schultern.

„Wenn Daddy und Maya mal geheiratet haben und sie meine Mum ist, dann wird Pearly sowieso meine Cousine. Wieso soll ich sie dann nicht jetzt schon so nennen?", wollte sie wissen und begann ihren Hut nach etwaigen Schmutz- oder Staubflecken zu untersuchen. Schließlich wollte sie gut aussehen, wenn ihr Daddy, Maya und Pearl endlich zu Hause ankämen.

Apollo seufzte. „Meinst du nicht, du solltest die beiden langsam damit in Ruhe lassen? Seit Jahren hängst du Nick und mir schon damit in den Ohren."

Du bist Magierin, aber auch du kannst nicht zaubern …

„Außerdem hab ich jetzt ja Pearly. Zusammen können wir auch besser die Hochzeit organisieren", ereiferte sich Trucy, während sie seinen Einwand komplett ignorierte und Apollo wurde erneut Zeuge davon, dass sämtliche Frauen die er kannte, die Fähigkeit des selektiven Gehörs perfektioniert hatten… sowohl Trucy, als auch Maya, Franziska von Karma und Ema schienen taub für die Dinge zu sein, die sie nicht interessierten.

Armer Nick…, dachte Apollo und beschloss in diesem Moment, seinen alten Freund und Mentor beim Abendessen nicht im Stich zu lassen.

„Wann soll ich denn dann kommen?", wollte er wissen und riss Trucy damit aus ihren mentalen Hochzeitsvorbereitungen.

„Oh, ich denke mal so zwischen fünf und sechs werden wir essen."

Apollo sah sie fragend an.

„Ist das nicht ein bisschen früh, um zu Abend zu essen? Habt ihr noch etwas vor?"

Als er sah, wie sich ihr Mund zu einem breiten Grinsen verzog und ihre Augen aufleuchteten, wusste er, dass er ins Schwarze getroffen hatte.

„Und ob! Maya hat die ultra-rare Special Extended Collectors Edition vom Steel Samurai mitgebracht. Wir machen heute Nacht durch und schauen uns alle Folgen an. Da kannst du aber leider nicht kommen, das wird eine Familien-Filmnacht, nur Daddy, Maya, Pearly und ich, tut mir leid", sagte sie tröstend, aber Apollo winkte nur schnell ab.

„Kein Problem. Ich muss sowieso noch ein paar Unterlagen durchgehen."

Da muss Nick allein durch… irgendwo hört die Freundschaft auf…

Trucy warf einen Blick auf die Uhr und sprang eiligst von ihrem Platz auf.

„Ich muss jetzt los, sonst komm ich noch zu spät. Oh, ich freu mich so!", jauchzte Trucy und stürmte durch die Tür.

Genervt atmete Apollo aus. Er beneidete Phoenix wirklich nicht um seine Wahlverwandtschaft.

Doch kaum hatte er sich wieder an seinen Schreibtisch gesetzt, flog die Tür erneut auf und der junge Anwalt ließ vor Schreck die Tasse Tee, die er sich gerade gemacht hatte fallen, woraufhin diese ihren gesamten Inhalt über seine Hose verteilte und er fluchend aufsprang.

„Vergiss es nicht: Wer bis spätestens sechs Uhr nicht da ist, kriegt nichts mehr zu essen! Bis heut Abend!"

Mit diesen Worten verschwand die junge Zauberin nun endgültig aus dem Büro und ließ einen verbrühten und auch noch durstigen jungen Anwalt zurück.

Solange du in meiner Nähe bist, krieg ich nicht mal was zu trinken…

Nein, Nick, ich beneide dich wirklich nicht…