Kapitel 2 – Schmerz
Mit einem Ruck hatte Snape Harry von der Wand fortgerissen. Der Griff um das Handgelenk des Jungen war eisern und unnachgiebig, während er ihn zu seinem Schreitisch zerrte.
Harry, der sich nach Kräften wehrte, konnte nichts weiter tun, als ihm nachzustolpern, ehe er hart mit dem Rücken gegen die Tischkante gestoßen wurde.
„Was soll das?", brüllte er empört, als sich bereits zwei Hände auf seine Schultern legten und ihn brutal auf die Tischplatte drückte
„Lassen sie mich sofort los!"
„Ich denke gar nicht dran", raunte Snape ihm zu. Seine Stimme klang so ruhig, fast schon entspannt, dass es Harry eisige Schauer über den Rücken jagte. In jeder Silbe spiegelte sich Snapes Gewissheit wieder. Gewissheit darüber, dass er überlegen war. Es war, als gäbe es nichts leichteres, nichts müheloseres für ihn, als Harry unter seiner Kontrolle zu halten.
Mit einem Lächeln löste er eine Hand von dessen Schulter und öffnete wie selbstverständlich die ersten Knöpfe vom Hemd seines Gegenübers.
Sofort entkam ein entsetztes Keuchen Harry's Lippen. Seine Augen weiteten sich schockiert.
„NEIN! Nein, sie können doch nicht...", schrie er und was vormalige Wut war, wandelte sich im Bruchteil einer Sekunde in Panik. Seine Finger packten den Arm, der ihn festhielt, krallten sich in den Stoff von Snapes Robe und versuchten ihn mit aller Gewalt wegzudrücken, doch er hatte keine Chance.
„Ich sagte dir doch, ich kann", bemerkte Snape wie beiläufig und öffnete die nächsten Knöpfe, während er belustigt dabei zusah, wie Harry anfing, wild um sich zu schlagen. Pergamente wurden von der Oberfläche des Schreibtisches gefegt und wirbelten durch die Luft, ein Tintenfass wurde über die Kante gestoßen, fiel hinunter und zersprang in tausend Scherben. Schwarze Tinte ergoss sich über den steinernen Boden.
Fäuste trafen Snapes Brust, seine Oberarme, um ein Haar sein Gesicht, doch das scherte ihn nicht weiter.
„NEIN! NICHT! Nehmen sie ihre dreckigen Finger von mir!"
Erkenntnis konnte viel härter treffen, als jeder Schlag, obgleich es sich für Harry mehr wie eine unwirkliche Ahnung anfühlte. Sein Kopf, sein Verstand, alles sagte ihm, was im Begriff war, zu geschehen und doch konnte er es nicht begreifen. Seine Augen bohrten sich in Snapes. Hassend und völlig außer sich schrie er ihm immer wieder entgegen, er solle ihn loslassen, während er sich weiter mit aller Macht zur Wehr setzte, doch nichts geschah... Nichts, abgesehen davon, dass Snape begann, ihm das nun offene Hemd vom Körper zu schälen.
In dem Moment als Snapes Hand seine Schulter verlies schrie ihm sein Instinkt zu, er müsse die Chance nutzen und so bäumte er sich auf, in der Hoffnung Snape überrumpeln und aus den Kerkern fliehen zu können, doch er hatte vergessen, dass auch Snape Instinkte besaß. Instinkte eines Todessers, eines Spions, die nicht zu unterschätzen waren. Die Quittung folgte auf dem Fuße.
Unerwartet traf ihn der Schlag. Das Geräusch gleich einem Peitscheinhieb. Mit dem flachen Handrücken hatte Snape ihm ins Gesicht geschlagen. Die Bewegung war so schnell und kraftvoll gewesen, dass Harry ruckartig zurück auf den Tisch knallte. Benommen wandte er den Kopf von einer Seite zur anderen und blinzelte mehrmals, um dem verschwommenen Bild vor seinen Augen die Schärfe zurückzugeben.
„Dummer Junge", wisperte Snape, schien aber keineswegs verärgert. Triumphierend blickte er auf Harry hinunter und nutzte seinerseits die Gelegenheit, die sich ihm bot, um diesen ohne Hast vom Rest seiner Schuluniform zu befreien.
Als Harry's Verstand wieder klar wurde, fand er sich nackt vor seinem Lehrer wieder. Dieser musterte ihn mit einem schnellen Blick von oben nach unten, wobei er, die Demütigung auf die Spitze treibend, eine Sekunde zu lange bei seiner Körpermitte verweilte.
Blut schoss in Harry's Wangen. Sein Atem beschleunigte sich. Snape war widerlich.
Doch kaum hatte er den Mund geöffnet, um diesem ein paar Morddrohungen entgegenzuschreien, griff auch schon eine Hand nach ihm. Blitzschnell umschloss ein kräftiger Arm seine Hüfte und drehte ihn herum. Keine Sekunde später wurde seine Oberkörper vornüber und erneut auf die Tischplatte gepresst.
„Nein! Aufhören! Lassen sie mich...", keuchte er und stemmte seine Hände gegen das Holz.
Sein Stand war unsicher. Er spürte die Kälte des Steins unter seinen nackten Fußsohlen. Seine Knie zitterten. Snapes Hände in seinem Rücken hielten ihn hartnäckig nieder. Dennoch gab er nicht auf. Er konnte nicht. Er war es gewohnt, zu kämpfen. Er war nicht schwach!
„Bemüh dich nicht", riet ihm Snape, sichtlich zufrieden mit sich selbst.
„Sieh ein, dass du keine Chance gegen mich hast"
„Niemals!", zischte Harry zurück. Sein Hals fühlte sich trocken und rau an. Schweiß stand auf seiner Stirn. Angewidert vernahm er das leise Lachen hinter sich. Dann plötzlich spürte er heißen Atem in seinem Nacken und die Last eines fremden Körpers in seinem Rücken.
„Gut, wie du willst"
Es war nur ein Flüstern, doch der Tonfall barg eine solche Endgültigkeit, dass Harry beinahe übel wurde.
Snape richtete sich auf, der Druck in Harry's Rücken verschwand jedoch nicht.
Mit einer Hand fixierte Snape ihn weiterhin auf der Tischplatte. Mit der anderen strich er geradezu genüsslich über seinen zitternden Körper; von den Schultern, über den nackten Rücken, weiter hinunter. Seine Finger hinterließen das Gefühl von Nadelstichen auf jedem Zentimeter Haut den sie berührten.
„Aufhören! AUFHÖREN!", brüllte Harry aus vollem Hals, doch Snape ließ sich nicht irritieren. Es war ihm ein Leichtes, die Beine des Jungen, durch gezielte Tritte gegen die Knöchel, auseinander zu zwingen und sich danach so dazwischen zu platzieren, dass Harry in dieser schändlichen Position gefangen war, ganz gleich wie sehr er tobte.
Ein wunderbarer Anblick, den großen Helden auf diese Weise zu sehen.
So verzweifelt und hilflos. Severus konnte sich kaum genug daran ergötzen.
Körperliche Überlegenheit. Körperliche Bedrohung. Das war es, von all den Dingen, die man fürchten konnte, was Harry Potter ängstigte. Es zeigte ihm, wie schwach er war. Und es würde ihm seinen Platz zeigen.
„Aber, aber Potter! Ich fange doch gerade erste an"
Ohne weitere Vorwarnung glitten Severus' Finger tiefer, bestritten den Weg, den er für sie erdacht hatte. Harry schrie auf und versuchte ihm zu entkommen, doch vergebens. Körperliche Bedrohung. Nein, er drohte nicht. Er ging einen Schritt weiter. Er war kein Mann leerer Worte und Andeutungen. Er lies seine Finger zwischen Harry's Beine gleiten und packte zu. Schnell, hart. Dem Jungen stockte der Atem. Ein beinahe ungläubiges Keuchen entkam ihm. Severus schloss seine Finger stählern um sein Glied
„Wie fühlt sich das an, Potter?", höhnte er, den Blick starr auf Harry gerichtet.
„Nein! Nicht! NICHT!" , brachte dieser mit Mühe hervor. Sein Herz raste, seine Muskeln zogen sich zusammen. Sein ganzer Körper zitterte, von Panik ergriffen und ließ seine Stimme brüchig klingen.
Severus griff darauf hin nur um so fester zu und begann ein weniger zu reiben. Potter war ein pubertärer Bengel. Sicher wäre es nicht all zu schwierig, seinen Körper so zu manipulieren, dass er ihn betrog. Auch eine interessante Variante, befand Severus, doch nicht das, was er sich vorstellte und so ließ kurz darauf schon wieder von ihm ab. Jedoch nur um seine Finger in eine andere Richtung zu dirigieren. Als Potter sie einen Augenblick später an seinem Hintern spürte, brach sein letztes bisschen Selbstbeherrschung. Ruckartig presste er seinen Unterleib näher an den Tisch, versuchte den kühlen, schlanken Fingern zu entgehen.
„NEIN! Bitte, bitte...tun sie das nicht! Bitte!", schrie er atemlos.
Er flehte. Der große Harry Potter flehte und bettelte. Es war Musik in Severus' Ohren.
Sein Lächeln wurde noch etwas breiter und ein dunkles Lachen kam über seine Lippen.
Seine Finger allerdings, fuhren ungehindert fort. Sie erkundeten das feste, junge Fleisch, bis sie ihr Ziel erreichten. Schnippisch berührte der Zeigefinger den angespannten Muskelring und schickte dabei eine Welle aus Hitze und Übelkeit durch Harry's Körper.
Das Flehen schwoll an, der Ton mitleiderregend.
„Tun sie das nicht", bat er wieder und wieder, doch seine Worte stießen nicht auf Gehör. Bestimmt drängte Severus seinen Finger gegen die Muskeln, durchstieß sie und tauchte ein, in die Hitze des Fleisches.
Harry schrie verzweifelt auf. Seine Fingernägel kratzen über das Holz unter ihnen. Er biss sich auf die Lippen und presste die Augenlieder fest aufeinander. Dieses Gefühl...dieses stechende, brennende Gefühl, das ihn durchfuhr...es war so abstoßend, so falsch...es durfte einfach nicht sein. Alles an ihm, jeder Muskel, jede Faser verhärtete sich. Da war keine Wut mehr, kein Zorn, nur noch blankes Entsetzen, Verzweiflung und der Geschmack von Blut in seinem Mund, als seine Zähne durch die dünne Haut seiner Unterlippe schnitten.
Snapes dunkle, raue Stimme verspottete ihn:
„Ja, so ist es gut, Potter"
Ein Lachen. Grausam.
„Schrei für mich!"
Dann waren Snapes Finger verschwunden.
Ein Moment, zu kurz um ein einziges Mal Luft zu holen. Das Geräusch eines Reisverschlusses, der geöffnet wurde. Kaum hörbar und doch alles übertönend. Das Rascheln von Stoff, als Snape seine Erektion aus seiner Hose befreite.
Harry konnte sie spüren, als sein so genannter Lehrer sich gegen ihn drängte.
„Schrei für mich!", wiederholte er. Dann stieß er zu.
Ein Schrei, laut und markerschütternd, hallte von den Wänden wieder.
Gefolgt von erbärmlichem Wimmern, als Harry's Stimme vollends versagte.
Snapes Glied drang mit einem Ruck tief in ihn. Zerriss sein Fleisch. Schickte glühenden Schmerz durch den zitternden Körper seines Opfers.
Tränen rannen über Harry's Wangen. Ungehalten. Sein Mund war weit aufgerissen, gierte nach Luft, doch er konnte nicht atmen.
Schmerz. Da war nichts anderes mehr, als Schmerz. Er war in ihm, um ihn herum, erfüllte seine Gedanken, seinen Geist, sein ganzes Wesen. Sein Blick verschleierte sich. Er spürte die heiße Flüssigkeit, die an seinen Schenkeln hinabrann und zu Boden tropfte. Blut.
Und Snape genoss es. Er genoss die gequälten Laute, die heiße, jungfräuliche Enge. Selbst das Blut. Es war die Krönung der Schmerzen, die er mit Vorsatz verursachte.
Er wollte mehr davon. Er wollte den ultimativen Triumph auskosten.
Und so stieß er wieder und wieder zu. Noch härter, noch brutaler, noch tiefer, bis sich Harry's elendige Schreie nach einiger Zeit in seinem Rausch verloren und er schließlich mit dunklem Stöhnen kam.
