Mein letzter Tag in Forks. Ich packte meine allerletzten Sachen für den Umzug zusammen. Morgen sollte mein Flug nach Los Angeles starten. Nachts um 4. Super. Nach 15 Jahren in der verregneten Kleinstadt Forks, hatte ich die Nase voll vom Kleinstadtleben und den Menschen dort. Mein Vater eingeschlossen.
Ich konnte die Tratschtanten und Spießer, die hier wohnten einfach nicht mehr ertragen. Deshalb beschloss ich zu meiner Mutter zu ziehen. Sie lebte nahe der Innenstadt von L.A. Ich hasste den Regen und die Kälte die hier immer herrschte. Und ich liebte die Sonne. Ich freute mich wahnsinnig auf den Umzug, auch wenn ich meinen Freund Mike zurück lassen musste. Doch er würede mich besuchen. Bald. In den Sommerferien. In 6 Monaten. Ich würde ihn vermissen. Manchmal war Mike sehr anhänglich. Wie ein Golden Retriever. Für ihn würde es nicht leicht werden.
Als ich meine Tasche schloss, ließ ich den Blick nochmals durch mein inzwischen leeres Zimmer schweifen. Mein blick blieb bei meinem veralteten PC hängen. Ich freute mich auf eine bessere Internetverbindung in L.A. Ich ging ins Bad und machte mich für meine Abschiedsparty, die meine Freunde unbedingt für mich machen wollten, fertig. Nach einer Stunde ging ich die Treppe mit meinen Taschen runter. Mein Dad verfrachtete diese schonmal im Kofferraum seines Polizeiautos. Er würde mich um 1 Uhr von der Party abholen und mich zum Flughafen fahren. Ihm viel es auch schwer mich gehen zu lassen.
Ich setzte mich kurz neben Dad auf das Sofa, als es auch schon klingelte. Vor der Tür stand Mike. Ich begrüßte ihn und zusammen gingen wir zu seinem Auto. Die Fahrt verlief ruhig, wie immer. Bei Jessica, meiner besten Freundin angekommen, wurde ich schon an der Haustür von ihr, Angela, Ben, Stefan, Vladimir und Liam begrüßt. Es war eine kleine Party und nur meine besten Freunde waren da. Stefan und Vladimir ließen sich keine gelegenheit nehmen Alkohol zu trinken. Heute mit der Begründung: "Damit wir den Abschiedsschmerz besser verkraften." Den ganzen Abend über schwelgten wir in Erinnerung und redeten viel über die vergangen Zeiten.
Vladimir und Stefan machten die ganze Zeit über witze und wir kugelten uns vor lachen auf dem Boden. Wie immer wenn die beiden dabei waren. Sie redeten irgedwas mit "Dönertier" etc. Aber ab Mitternacht schlug die Feierstimmungt dann in Trauerstimmung um. Mir wurde immer wieder versprochen, dass sie mich besuchen würden, sobald es ginge. "Wir müssen jeden Tag telefonieren und chatten und du musst mir unbedingt von Freunden erzählen die du dann hast und..." ab da unterbrach ich Jessica. " Ja, Jess, ganz ruhig. Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt." Als ich mich auch von dem Rest verabschiedet hatte und Mike beruhigen musste, hupte auch schon mein Vater vor der Tür. Mit einem letzten "Tschüss" ging ich zum Auto.
Im Rückspiegel sah ich die traurigen Gesichter meiner Freunde. Während der Fahrt nach Seattle redete ich kaum mit Dad. Am Flughafen kamen dann auch bei mir die Tränen. Wir verabschiedeten uns nicht sehr wortreich. Nach einer halben Stunde Wartezeit konnte ich ins Flugzeug einsteigen. Nach ca. 10 Minuten setzte sich ein Mädchen mit schwarzen Haaren, die in alle Richtungen abstanden, neben mich. Sie erinnerte mich an eine Elfe. Sie wirkte sympathisch. Ich guckte aus dem Fenster. Ich hatte schreckliche Flugangst. Als wir auf das Rollfeld fuhren bekam ich einen leichten Anflug von Panik. Ich drehte mich vom Fenster weg und versuchte krampfhaft nicht an das bevorstehende Gefühl zu denken.
Meine Sitznachbarin bemerkte meine verkrampfte Position. " Hey, ich bin Alice. Du hast Flugangst, nicht?" " Hi..ähm.. ich bin Bella. Ja, ein bisschen", sagte ich leicht verlegen und merkte wie meine Wangen mal wieder rot wurden. Sie verwickelte mich in ein Gespräch bei dem ich die Fluganst komplett vergaß. Sie erzählte mir viel von ihr, ihren Geschwistern und Freunden und ich erfuhr, dass wir auf dieselbe Schule gingen. Als sie dies erfuhr quietschte sie erfreut und umarmte mich. Sie wollte unbedigt mit mir shoppen gehen. Wir wurden auf dem Flug schon richtig gute Freunde.
Wir holten nach dem Flug noch zusammen unsere Koffer ab und danach trennten sich unsere Wege. Vorerst. Wir hatten Handynummern ausgetauscht. Als ich meine Mutter auf mich warten sah, sprang ich ihr in die Arme. Die Koffer waren mir in diesem Moment ziemlich egal. Ich freute mich meine Mum, Renée, zu sehen. Sie war wie eine Freundin für mich. SIe war total chaotisch und kindlich. Und das liebte ich an ihr. WIr gingen zum Auto, luden die 2 Koffer und meine Tasche in den Kofferraum und fuhren los. Ich genoss die warme Luft und die Sonne. Total beeindruckt von den riesigen Gebäuden und Palmen bekam ich gar nicht mit, wie wir ankamen.
Meine Mum lebte zusammen mit Phil, einem sehr erfolgreichen Baseballprofi zusammen in einem großen Haus. Es war ein wunderschönes Haus mit vielen Stufen zur Haustür und einem kleinen Turm an der rechten hinteren Seite. Dort war ein Teil meines Zimmers.
Als wir endlich die Haustür erreicht hatten standen wir direkt im Wohnzimmer. Dort saß Phil auf dem Sofa und guckte sich ein Baseballspiel an. Als er mich bemerkte stand er auf und begrüßte mich. Ich mochte ihn. Er war wie ein guter Kumpel für mich.
Kurz darauf trug er meine Koffer in mein neues Zimmer. Er stellte sie ab und verließ mit "Wenn du deine restlichen Sachen auch noch eingeräumt hast, kommst du bitte runter. Wir haben noch ein Willkommensgeschenk für dich" mein Zimmer. Meine intelligente Antwort darauf war :"Oh! Ok." Nach 2 Stunden war ich dann auch mit Ein - und Aufräumen fertig. Im Wohnzimmer angekommen warteten schon Phil und Renée auf mich.
Renée strahlte wie ein Honigkuchenpferd und hielt ein Tuch in der Hand. Auf meinen fragenden Blick antwortete sie: " Ich verbinde dir jetzt die Augen und dann gehen wir raus." Aus Erfahrung wusste ich, dass diskutieren sinnlos war. Also ließ ich es mit einem seufzen über mich ergehen. Meine Mum führte mich raus in die Sonne. Vor der Haustür blieben wir stehen. Renée drehte mich nach rechts. Mit einem "Tadaaa" ließ sie meine Augenbinde fallen.
Ich starrte ein wunderschönes weißes Auto an(.de/_content/57/08/570883/500P0032411_) Ich konnte nicht glauben, dass dieses Auto für mich sein sollte. Ich guckte meine Mum fassungslos an, doch sie grinste nur. "Gefällt es dir?" " Bist du bescheuert? Das Auto ist der Wahnsinn!!! Mir fehlen die Worte! Das ist... WOW!!!" schrie ich. Nachdem ich diesen Schock erstmal verdaut hatte, wollten Mum und Phil noch mit mir in einem schönen Restaurant Essen gehen. Ich lehnte ab. Ich war einfach zu müde.
Mit dem versprechen es morgen nach zu holen ging ich in mein eigenes Badezimmer und machte mich Bettfertig. Danach ging ich ins Bett und dachte noch einmal über die letzten 2 Tage nach. Währenddessen sank ich in einen tiefen Traumlosen Schlaf.
