Am nächsten Morgen wachte ich um 11 Uhr auf. Da Renée und Phil arbeiten waren (sie mussten auch Samstags arbeiten), ging ich in die Küche und wollte mir Frühstück machen. Betonung auf wollte. Im Kühlschrank war außer Getränken nichts zum Frühstück geeignetes mehr da.
Neben dem Kühlschrank entdeckte ich einen Zettel:
Guten Morgen, Bella!
Tut uns Leid, dass nichts mehr im Kühlschrank ist. Ich hatte vergessen einzukaufen. Aber hinter der Kaffeemaschine liegen in der Dose 150 $. Könntest du damit bitte einkaufen gehen?
Schönen Tag, Hab dich lieb.
Renée
Ich schmunzelte. Typisch Mum. Also ging ich ins Bad und machte mich zog meine lieblings Hotpans und ein lila T- shirt an. Zum Einkaufen dürfte das reichen.
Fertig geduscht und angezogen fuhr ich mit meinem neuen Auto zum Supermarkt. Ich spazierte mit einem Einkaufswagen durch die Gänge und packte hin und wieder Brot oder Aufschnitt oder irgendwas worauf ich gerade Hunger hatte ein. Als ich durch den Gang mit den Alkoholischen getränken musste, sah ich dort eine Gruppe von 5 Jungs stehen, die vielleicht ein bisschen älter waren als ich. Kurz bevor ich bei ihnen angekommen war, drehte sich auf einmal einer von ihnen um. Er sah eigentlich gut aus hätte er nicht so ein komischen grinsen im hatte grüne Augen und einen komischen Bronzeton in den Haaren, jedoch beachtete ich ihn nicht weiter. Ich wollte schnell da weg. Trotzdem kam er auf mich zu und sagte : "Ich hab dich ansehen dürfen also lade ich dich auf ein Eis ein!"
Ich verdrehte die Augen und sagte beim weggehen :" Danke, aber ich möchte wenn dann lieber das Geld."
Die anderen Jungs fingen an zu Grölen, aber ich machte das ich schnell weg kam. Kurz darauf war ich mit meinem Einkauf fertig und als ich auf den Parkplatz kam, sah ich ein pinkes Audi tt cabrio.
Als ich die besitzer dieses Autos sah musste ich krampfhaft einen Lachanfall unterdrücken:
Es waren 5 Mädchen. 3 davon hatten schlecht gefärbte blonde Haare, eine hatte von natur aus wasserstoff blonde Haare und eine hatte hellbraune Haare. Alle trugen die einheitsfarbe Pink. Pinke Highheels, pinke Miniröcke und pinke Bauchfreie Oberteile.
Lachend räumte ich meine Einkäufe in den Kofferraum. Ich bemerkte noch die bösen Blicke der Ladys in Pink. Zu Hause angekommen räumte ich erst einmal den Kühlschank ein. Dabei fiel mir auf, dass ich eigentlich gar keinen Hunger mehr hatte. Ich beschloss meine Mails zu checken.
Gerade als der PC hochgefahren war, klingelte das Telefon. Es war Mike
"Hi Bella, wie geht´s?" Er hörte sich bedrückt an.
"Hey Mike. Bei mir ist alles okay. Aber ich vermisse euch jetzt schon total."
"Ja, ich vermisse dich auch. Das ist jetz schon voll langweilig hier."
Wir telefonierten noch eine Stunde und dann musste Mike auch schon zum Basketballtraining.
Nachdem ich allen geschrieben hatte, dass ich gut angekommen war und dass ich mich hier wohlfühlte, ging ich raus in den Garten. Dort stand ein großer Pool bei dessen Anblick ich ersteinmal erstaunt die Augen aufriss. Der stand letzten Sommer aber noch nicht da....
(.)
Schnell zog ich meine Badesachen an und sprang ohne die Temperatur zu testen in den Pool. Ich musste sagen: Er war angenehm warm.
Nachdem ich 2 ganze Stunden im Wasser geplanscht hatte, legte ich mich auf eine Liege und versuchte zu entspannen. Ich musste wohl eingeschlafen sein, denn als Phil mich weckte, sah ich nur noch die untergehende Sonne. Wir aßen noch zusammen zu Abend. Danach machte ich mich Bettfertig und las noch ein bisschen in meinem Lieblingsbuch "Sturmhöhe". Aber nach einiger Zeit wurde ich wieder zu müde und legte mich schlafen.
Am nächsten Tag wurde ich von Renée geweckt. "Morgen, Bella. Kommst du runter zum Mittagessen?" "Mittagessen!? Was? Wie spät ist es denn?" "14 Uhr, mein Schatz." Ich hatte so lange geschlafen? Schnell sprang ich aus meinem Bett und machte mich im Bad fertig. Danach rannte ich die Treppe runter und blieb im Esszimmer stehen. Erst als ich die Lasagne erblickte fiel mir auf, dass ich gestern nicht sehr viel gegessen hatte. Ich hatte riesigen Hunger, was morgens normalerweise nicht der Fall bei mir war. Ich setzte mich zu Renée und Phil an den Tisch und begann zu essen. Während des Essens besprachen wir, wo wir heute Abend essen gehen sollten. Nach einer kleinen Diskussion zwischen Phil und Mum entschieden wir uns für ein schönes, kleines Restaurant am Stadtrand von Los Angeles.
Den Nachmittag über packte ich schonmal meine Tasche für die Schule morgen. Meinen Stunenplan hatte ich bereits. Danach ging ich noch eine runde mit Renée und Phil schwimmen. Ich mochte diesen Pool, er war echt klasse.
Um ca. 18 Uhr ging ich in mein Bad und machte mich für das Essen zurecht. Ich zog mir ein schönes, rotes Kleid an, das bis zu den Knien ging. Meine Haare ließ ich mir offen den Rücken ich mit allem fertig war, ging ich zurück zu Renée und Phil. Die beiden warteten schon auf mich.
Im Eclipse, so hieß das Restaurant, angekommen, setzten wir uns an einen Tisch im hinteren Teil des Raumes. Der Kellner, der kurz nach dem wir Platz genommen hatten, kam, sah wirklich gut aus. Er hatte eine rotbraune Haut, braune Augen und schwarze, etwas längere Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Er sah ziemlich muskolös aus. Eigentlich nicht mein Geschmack. Wie gesagt. Eigentlich. " Hallo, ich bin Jacob und für heute Abend ihr Kellner. Kann ich ihnen schon was zu trinken bringen?" " Hallo, ja gerne. Also ich hätte gerne ein Wasser", sagte Renée. "Ich auch", Phil. "Ich nehme eine Cola, bitte", sagte ich. Jacob lächelte und ging. "Na, der sieht aber mal gut aus." " Renée, du hast schon einen Freund, schon vergessen? Er sitzt genau neben dir", lachte Phil und winkte wie verrückt mit den Händen vor dem Gesicht meiner Mum rum. Ich musste lachen. Kurz darauf kam der Kellner dann auch schon wieder, stellte die Gläser ab und fragte was wir gerne essen wollten. Wir bestellten und genossen das gemeinsame Essen. Beim bezahlen gab meine Mutter Jacob noch ein heftiges Trinkgeld, weil er "so verdammt nett war".
Zu Hause angekommen, schmiss ich mich nur noch ins Bett und dachte vor dem Einschlafen noch über morgen nach. Mein erster Schultag an einer neuen Schule. Irgendwann glitt ich dann in einen Traumlosen Schlaf.
