In dieser Nacht hatte ich wirklich Probleme zu schlafen. Edward schnarchte die ganze Zeit in mein Ohr. Zwar nicht wirklich laut oder unangenehm, aber es hielt mich eben wach. Ich bin öfters aufgewacht und war der festen Überzeugung morgen in Mathe ein zu schlafen. Irgendwann fiel ich dann doch noch ins Land der Träume. „Bella, wach auf oder ich leg mich zu dir ins Bett." „Noch fünf Minuten" Jemand lachte leise, doch das war mir egal. Ich war müde und wollte schlafen. Und als ob jemand meine Gedanken gelesen hätte, bekam ich noch ein gut riechendes Kissen dazu, das auch noch verdammt bequem war.

Zu meinem Schreck vibrierte es auf einmal unter meinem Kopf und ich saß senkrecht im Bett. „Was machst du in meinem Bett?" Ich war total verwirrt, aber das war bei mir meistens so bei mir, wenn ich gerade erst halb wach war. „Also erstmal ist das immer noch mein Bett." Ach ja, stimmt ja. Ich verdrehte die Augen und ging ins Bad, denn Edward hatte sich schon fertig gemacht, also hatte ich freie Bahn. Unter der dusche fiel mir dann alles wieder ein. Pah! Von wegen „Aufwachen, sonst leg ich mich zu dir"! Der hatte doch die ganze Nacht neben mir geschlafen! Idiot!

Das Frühstück verlief ruhig, aber immer wenn ich Ed ansah, hatte ich das Gefühl, dass heute ein komischer Tag werden würde. Er sah zur Abwechslung nämlich mal nachdenklich aus. Wir mussten heute mit zwei Autos zur Schule fahren und weil die beiden Pärchen sich nicht trennen wollten, musste ich auch noch mit Edward fahren. Kaum waren wir auf der Straße, musste er auch schon wieder anfangen zu reden. „Na? Hast du letzte Nacht gut geschlafen?" „Wundervoll, wenn mir nicht die ganze Zeit jemand ins Ohr geschnarcht hätte, hätte ich vielleicht sogar länger schlafen können", antwortete ich sarkastisch. Edwards Finger verkrampften sich und er wurde wahrhaftig rot. Ich freute mich tierisch und grinste breit.

Die restliche Fahrt war er dann auch ruhig. An der Schule angekommen, erntete ich viele verwirrte und tödliche Blicke, als ich aus Edwards Volvo ausstieg. Oh nein, hoffentlich dachten sie nicht, wir wären zusammen! Ich rannte schnell zu Roses Auto. Sie hatte letzte Nacht ebenfalls bei den Cullens übernachtet. Ich sah noch wie Ed zu seiner Clique schlenderte. Der Schultag verlief bis Geschichte eigentlich wie immer. Nämlich extremst langweilig. Seth, einer von Jacobs Freunden, lud uns zu einer Party bei sich ein, wobei wir natürlich alle zustimmten, denn wir mochten ihn. Er war lustig und sehr sympathisch. Apropos Jacob. Seit dem Zwischenfall mit Rainer hatte ich ihn nicht mehr gesehen. Schade eigentlich.

In Englisch sah ich ihn dann endlich. Bevor der Unterricht anfing, ging ich zu ihm. „Hallo Jake." „Oh, hi Bella, wie geht's?" Er fühlte ich unwohl, das merkte ich sofort. Ich setzte mich neben ihn und sagte so leise, dass nur er es hören konnte:" Hör mal, ich hab dir versprochen, dass ich niemandem etwas davon erzähle, also mach ich das auch nicht, du kannst mir vertrauen. Wirklich." Er sah erleichtert aus und umarmte mich stürmisch. Damit hatte ich nicht gerechnet und quiekte überrascht. „Danke, danke, danke, danke, danke Bella! Ich liebe dich!", lachte er. Ich musste auch lachen. „Lass das bloß nicht Rainer hören", flüsterte ich. Er grinste mich an.

Vor der Pause hatte ich dann Geschichte. Dieses Fach hatte ich mit Edward zusammen in einem Raum. Dort saß er Gott sei Dank nicht neben mir. Das ersparte mir leider trotzdem keine Peinlichkeiten. Oder schlechten Anmachen, je nach dem wie man es nennen möchte. „Hey Bella" Ich ahnte bei seinem Gesichtsausdruck nichts Gutes. „Hallo Edward", erwiderte ich zögerlich. „Sag mal hast du letzte Nacht mal in den Himmel geguckt?" Ich hob ungläubig eine Augenbraue. Was wollte der mir bitte damit sagen? Er ließ mich sowieso nicht antworten. „Weißt du, da waren so viel schöne Sterne am Himmel und da dachte ich mir, du könntest mir einen runterholen." Das durfte doch nicht wahr sein! Was dachte sich der Typ eigentlich?

Ich überlegte mir, dass ich ihn wahrscheinlich nicht so leicht loswerden würde und versuchte ihn irgendwie zu verarschen. Hmmm… Er hätte wahrscheinlich nicht mal Probleme damit, das hier in der Klasse zu machen. „Wann?", fragte ich scheinheilig. Er guckte mich mit großen und überraschten Augen an. Kurz darauf zuckte er mit den Schultern. Ich glaubte, ich hatte ihm die Sprache verschlagen. Ich ließ meinen Blick durch die Klasse schweifen. „Stell dich einfach hinter den Schrank da. Ich komm gleich nach." Zuerst guckte er ungläubig, bevor er nickte, den Schrank verschob und sich dahinter stellte. Ich dachte, ich würde nicht richtig sehen und nun schüttelte ich ungläubig den Kopf. Ich ging zu meinem Platz und setzte mich hin. Der konnte lange warten. Auf dem Weg dahin, wäre ich fast in eine Prügelei zwischen Rainer und Sam geraten.

Ich hatte keine Ahnung warum die beiden das machten, doch dann sah ich eine Gummibärchentüte, die sie sich zeitweise gegenseitig wegnahmen. Das durfte doch nicht wahr sein! Wo war ich hier nur gelandet? Wie konnte man sich bitte um GUMMIBÄRCHEN prügeln? Herr, lass Gehirn vom Himmel regnen, dachte ich. Ich verfolgte dieses Spektakel nicht weiter, bis ich einen Knall hörte. Sam hatte Rainer gegen die Seite vom Schrank gedrückt und hat ihn an die nächste Wand geschoben und somit einen an die Wand gelehnten, grinsenden Edward freigelegt. Als dieser realisiert, dass ich wahrscheinlich nicht mehr zu ihm kommen würde, kam er zu mir, immer noch grinsend. Hatte der heute irgendein Dauergrinsemittel genommen?

Auf halber Strecke kam dann ENDLICH der Lehrer. „RUHE! WAS IST DENN HIER LOS! SAM, RAINER, ZUM DIREKTOR! SOFORT!" Oha, er hatte sie sogar bei den Vornamen angeredet. Der war wirklich sauer. Na das konnte ja eine tolle Geschichtsstunde werden. Eddie traute sich anscheinend auch nicht mehr mich voll zulabern. Die Stunde verging relativ schnell und ich rannte fast zur Cafeteria. Ich wollte Ed keine Chance geben mich noch irgendwo abzufangen. Ich nahm mir was zu Essen, setzte mich an unseren Stammtisch und wartete auf die anderen. Auf einmal kam mein aller bester Freund (Sarkasmus lässt grüßen) auf mich zu. „Hier. Etwas süßes, für meine Süße", sagte er – mal wieder grinsend – während er mir eine Cola unter die Nase hielt. Dabei musste ich an seine schlechte Anmache von vorhin denken und beschloss mich in Form einer Dusche bei ihm zu rächen.

Ich nahm die Flasche und spritzte sein Shirt mir Cola voll. Schön, klebrig, dachte ich. Er guckte mich geschockt an. Danach nahm er mir die Cola aus der Hand und grinste wieder. Der machte damit schon fast Emmett Konkurrenz. Ich ahnte, was jetzt kommen musste und wich vorsorglich aus. Na ja, eigentlich gerade noch rechtzeitig. Die Cola traf nicht mich, sondern Emmett, der anscheinend hinter mir gestanden hatte. Dieser guckte seinen Bruder erstmal wütend an, bevor er die Situation erfasste und sich mal wieder einen Spaß daraus machte.

Er grinste, breiter als Ed, dem das Grinsen inzwischen vergangen war und fing an zu… na gut… singen konnte man das nicht nennen… sagen wir, er grölte: „I`m too sexy for my shirt" Ach du heilige, war dem nicht bewusst, dass wir mitten in der Cafeteria waren! Zu allem übel machte auch Edward direkt nach dem ersten Satz mit. Nein, nein, nein! Wo ist das nächste Erdloch? … Wenigstens konnte einer von den beiden singen. Und als ob der Gesang alleine nicht schon peinlich genug gewesen wäre, zogen sie sich langsam BEIDE ihre Shirts aus. Oh mein Gott! Ich stand da zwischen Emmett und Edward und beide waren oben ohne!

Aber ich musste sagen, wow. Die konnten es sich wirklich leisten so rum zulaufen. Erst als ich Eddies Oberkörper ausgiebig angestarrt hatte, bemerkte ich, dass es in der Cafeteria eindeutig leiser war als sonst. Um genau zu sein, sagte keine einziger auch nur einen Ton. Als ich mich umblickte sah ich, dass alle Blicke auf die beiden Jungs links und rechts von mir gerichtet waren. Ich sah, dass eine der Barbies wahrhaftig anfing zu sabbern. Bah! Ich dagegen war wahrscheinlich roter als eine Tomate. Ich hob den Kopf und sah zu Emmett. „Och Bellalein, jetzt sei doch nicht so verklemmt", sagte er, während er mich an sich drückte. Wenn es möglich war, wurde ich noch roter.

Emmett grinste und ließ mich los. Kurz darauf erblickte ich Alice, Rose und Jasper, die sich ein lachen verkneifen mussten. Inzwischen war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob die beiden sich zum Affen gemacht hatten oder ich. Plötzlich legte Eddie einen Arm um meine Schulter. Alarmiert schaute ich zu ihm auf. „Weißt du Bella. Das hättest du schon viel früher sehen können, wenn du dich nicht immer so anstellen würdest." Oh oh. Er hatte also doch registriert wie ich ihn angestarrt hatte. Da fiel mir ein, dass ich ihn vorher schon mal so gesehen hatte, in seinem Zimmer. „Oh Eddy, ich hab dich doch schon früher so gesehen", grinste ich. Er guckte nur noch verdutzt. „Wann?" „Als ich bei dir geschlafen hab. Du erinnerst dich? Gewitter?"

Plötzlich war es wieder still in der Cafeteria. Hatten die nichts besseres zu tun als uns zuzuhören? „Ach ja… stimmt… ich erinnere mich…Hatte ich da kein T-shirt an?", fragte er. „Nein, hattest du nicht", grinste ich. Ich musste ihm ja nicht direkt auf die Nase binden, dass ich fast nichts gesehen hatte, weil es so dunkel war. „Ich bin mir sicher ich hatte eins an." Hatte der Typ Alzheimer? „Hattest du nicht! Das hätte ich doch gespürt! Außerdem hab ich dir doch auch schon deinen Oberkörper enthaart!" Oops. Diese Diskussion war eindeutig zu laut. Nicht, dass es sowieso nicht jeder gehört hätte. Dass Edward immer noch seinen Arm um meine Schulter gelegt hatte, machte die Sache auch nicht gerade besser. „Wie meinst du das Bella?", fragte Rose sichtlich geschockt. Gerade als ich antworten wollte, merkte ich, dass Ed sich anspannte und den Druck auf meine Schulter erhöhte. Stimmt ja, ich hatte ihm ja versprochen nichts zu sagen.

„Ähm… Das erklär ich dir später, okay?" Edward entspannte sich merklich. Dabei wurde ich mir wieder seiner Nähe bewusst und befreite mich – mal wieder – aus seiner Umarmung. Ich hoffte, dass das nicht zur Angewohnheit werden würde. Emmett und Edward setzten sich ohne Oberteil zum Essen zu uns. „Sag mal, Emmett, wollt ihr jetzt den ganzen Tag so rumlaufen?", fragte Rose. „Ach so das meinst du", antwortete er nach kurzem Überlegen, „Wieso nicht? Heute ist ein warmer Tag uns Eddy und ich brauchen uns nicht zu verstecken", grinste er süffisant. Na toll und gleich saß ich auch noch neben Edward.

Nachdem es geklingelt hatte, ging ich schnell zum Bioraum. Gefolgt von Edward. Ich setzte mich auf meinen Platz und versuchte ihn nicht anzustarren. Wir waren die ersten im Raum, was es mir nicht gerade erleichterte. „was willst du Rose gleich sagen? Sie wird bestimmt nicht locker lassen, was das betrifft." Ich wusste sofort, dass er die Sache mit ihm in einem Bett geschlafen zu haben meinte. „Keine Ahnung", sagte ich, als ich den Kopf zu ihm drehte. „Was soll ich denn sagen?", stellte ich eine Gegenfrage. „Hmm…" Er dachte angestrengt nach und ich wollte ihn nicht unterbrechen, weil mir selber überhaupt keine Erklärung einfiel. Also starrte ich angestrengt die Tafel an.

„Sag einfach, du hattest Angst und bist zu mir auf die Couch gekrabbelt." „Spinnst du? Warum soll ich zugeben, dass ich Angst hatte, wenn du es auch nicht zugeben kannst?" „das ist was anderes." „Ist es nicht!" Er stöhnte frustriert. Unsere kleine Auseinandersetzung wurde unerbrochen, als Demetri in den Raum kam. „Uhh Ed, du versucht ja wirklich mit allen Mitteln die kleine rumzukriegen! Respekt!" Ich schaute ihn ziemlich stark vor den Kopf gestoßen an und guckte zu Edward, der leider wieder voll als Macho aktiv war. „Och Demetri, du weißt doch genauso gut wie ich, dass ich ALLE haben kann, die ich will", grinste er viel sagend.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, es wäre lustig den guten alten Eddy daran zu erinnern, dass er es sich bei mir nicht wirklich leisten konnte, so über mich zu reden. Ich beugte mich zu ihm rüber und war mir sicher, dass ich nur ein Wort brauchte um ihn daran zu erinnern. Ich hauchte ihm das kleine Wörtchen „Gewitter" ins Ohr und Edward erstarrte. Ich lehnte mich breit grinsend zurück und sah mit Genugtuung, wie Demetri verwirrt die Stirn runzelte und Ed mich mit großen Telleraugen ansah.

Kurz darauf füllte sich die Klasse und auch der Lehrer kam. Ich wartete gespannt auf seine Reaktion auf meinen Sitznachbarn. Ich musste nicht erwähnen, dass wirklich ALLE Mädels in der Klasse ihn unverhohlen anstarrten und die Jungs ihn mit neidischen Blicken bedachten. Mr. Banner erblickte Edward und runzelte die Stirn. „Mr. Cullen, warum tragen sie kein Oberteil?" „Weil heute ein wunderschöner, warmer Tag ist und jemand mein Lieblingsshirt mit Cola ruiniert ha", antwortete er breit grinsend, mit einem Seitenblick auf mich. Ich glaubte Mr. Banner etwas wie „Dieser Jemand wird dafür schon seine Gründe gehabt haben", murmeln gehört zu haben. „Na schön, für heute lasse ich das durchgehen, aber falls das noch mal passiert, dürfen sie die Stunde vor der Tür verbringen. So, wenn die Mädchen hier ihre Aufmerksamkeit von Mr. Cullens Oberkörper nun auf mich lenken könnten…", sagte er mahnend.

„Du bist unmöglich!", zischte ich zu Ed. „Wieso? Kannst du dich nicht auf den Unterricht konzentrieren?" Ich stöhnte. Leugnen würde nichts bringen, er würde es sowieso merken wenn ich lügen würde. „Nein, kann ich nicht!" Er grinste. Ich fragte mich, ob Emmett, der auch immer ununterbrochen grinste, ansteckend war. „Das tut mir sehr leid, aber ich kann`s jetzt nicht mehr ändern", sagte er belustigt. Oh, ich wusste, dass dieser Tag eine Katastrophe werden würde. Nach der Biostunde machte ich mich auf den Weg zur Turnhalle. Edward klebte an meinen Fersen uns summte fröhlich vor sich hin. Langsam glaubte ich, er hatte irgendwelche komischen Drogen genommen.

Diese Vermutung wurde nur noch mehr bestätigt, als er plötzlich damit aufhörte und sich vor mir aufbaute, und mich somit am weitergehen hinderte. Er nahm meine Hände in seine und ich konnte ihn nur verwirrt anstarren. Er hatte ein verdammt ernstes Gesicht. Mann! War der Typ schwanger oder weshalb hatte er solche Stimmungsschwankungen. Obwohl… wenn ich mir so seinen Körper anschaute…kein Gramm Fett zu viel… muskulös… okay Stopp! Ich komm vom Thema ab! Er hielt meine Hände in seinen und begann zu sprechen. „Bella. Ich hab ein Problem." „Ähm… ja… schön." Wie dämlich war das denn bitte! Er schmunzelte kurz und setzte wieder seine ernste Maske auf. „Ich hab es kurz zusammengefasst, okay? Es dürfte für dich nicht schwer sein mir folgen zu können." Ich war total irritiert und hob eine Augenbraue. Er räusperte sich. Ich hatte keine Ahnung, was jetzt kommen würde.

Edward schaute mir tief in die Augen und fing erneut an reden. „Ich bin klein, mein Herz ist rein, mein Bett ist groß, was mach ich bloß?" Als er immer noch keine Miene verzog und mich fragend anschaute, konnte ich nicht anders, als lauthals zu lachen. Mein Gott, dem Heini fiel auch immer was Neues ein. Nach ein paar Sekunden musste er ebenfalls grinsen. Nachdem ich mich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte und meine Augen aufgehört hatten zu tränen – ja, so heftig hatte ich gelacht – gab ich ihm eine Antwort. „Tja, ich denke da findet sich für die Nacht morgen irgendeine Barbie." Ich sah ihm an, dass er verwirrt war und hob beide Augenbraue. „Wie kommst du auf morgen?" Ich schlug mit meiner flachen Hand gegen meine Stirn. „Bin ich dein Terminkalender, oder was? Heute bist du mit Lauren bei ihr verabredet. Tut mir leid die genaue Uhrzeit weiß ich nicht", fügte ich sarkastisch hinzu.

Er guckte mich erstaunt an. „Du hast Recht. Das hätte ich ja fast vergessen." Ich musste grinsen. „Arme Lauren, am Sonntag hast du sie auch vergessen." „Tja… es gibt schönere Dinge. Dich zum Beispiel." Ich konnte nicht verhindern, dass ich rot wurde, verdrehte die Augen und schlug ihm mit der Faust auf die gewachste Brust. „Schmerz, lass nach", jammerte er gespielt gequält. „Idiot", grinste ich – ich war mir sicher, ich könnte ihm nicht mal richtig Schmerzen zufügen, wenn ich es wollen würde, weil ich einfach zu schwach war -, umrundete ihn und ging weiter zu Halle.

In Sport spielten wir heute Volleyball, wobei ich wegen meinem Fuß immer noch nicht mitmachen durfte – zum Glück für alle anderen. Ich wusste, ich hätte meinen Fuß am Wochenende schonen sollen, auch auf Anweisung von Carlisle, aber Alice lächeln zu sehen, macht meine Schmerzen, die ich gekonnt ignoriert hatte, wieder wett. Alice… sie würde heute von den Cullens adoptiert und somit Edwards Schwester werden. Dabei fiel mir ein, dass Alice doch noch einen anderen, älteren Bruder hatte, der 23 war. Aber er konnte wohl alleine Leben. Alice hatte mir im Flugzeug erzählt, dass er mit 20 seine große Liebe geheiratet hatte und mit ihr inzwischen in New York wohnte.

Während ich über Alice nachdachte, betrachtete ich fasziniert Edwards Muskelspiel, dass man ziemlich gut erkennen konnte, wenn er den Ball weghaute. Nach Sport versammelten sich alle Cullens plus Mädels am Parkplatz. Carlisle und Esme wollten Alice abholen und Jasper wollte auch unbedingt mit. Wir anderen natürlich auch, aber Carlisle meinte, wir wären viel zu viele. Er hatte ja Recht. Emmett fuhr nach der Schule mit Rose. Somit waren Ed und ich mal wieder alleine bei ihm zu Hause, da ich ja noch meine Sachen holen musste. Ehrlich, ich hatte schon Panik, als ich in sein Auto stieg. Zum einen, wegen Edwards Fahrstil und zum anderen, wieder ganz alleine mit ihm zu sein... so wie der an dem Tag drauf war.