Hey leute, es tut mir wirklich leid, dass ich so lange nichts mehr reingestellt hab, aber ich hatte echt viel stress in der schule :/ ich hoffe dieses kapitel ist die lange wartezeit wert^^ ich hab mich wahnsinnig über eure reviews gefreut, also vielen, vielen dank dafür

lG

Bella - pov

„Ich denke, ich komme dann mit meinem Auto wieder zurück", grinste ich. Edward seufzte geschlagen. „Wirst du nicht." „Willst du mir jetzt Vorschriften machen?" Wir diskutierten die restliche Fahrt darüber, wie ich wieder zu den Cullens kommen sollte. Ich sah nicht ein, weiterhin so extrem abhängig von EDWARD zu sein. „Dann fahr ich einfach nicht wieder nach Hause, dann muss ich dich auch nicht abholen!"

Ohh nein, ich wollte doch einen Edwardfreien Tag haben. „Du brauchst mich auch nicht abzuholen, wenn ich mit meinem Auto fahre. Ich hab es schließlich nicht zum verstauben in der Garage stehen. Bis nachher." Wir waren inzwischen bei mir angekommen. Ich stieg schnell aus, damit er nichts mehr erwidern konnte. Mit Edward zu diskutieren war echt anstrengend.

Gerade als ich die Treppe erreicht hatte, hörte ich eine Autotür zuschlagen. Er würde nicht…? Ich drehte mich um und sah ihn auf mich zukommen. „Was willst du?" „Ich werde sichergehen, dass du wieder mit mir nach Hause fährst." „Warum willst du unbedingt, dass ich mein Auto hier verrosten lasse!" Er guckte mich lange an und sagte dabei nichts. Ich drehte mich um und schloss die Haustür auf.

Wenn Edward seine Schweiganfälle hatte, konnte das ganz schon nervig sein. Auf einmal stürmte er an mir vorbei ins Haus. Hatte ich ihn eingeladen? Komisch, ich konnte mich gar nicht daran erinnern… „Morgen ist die Party von Seth", versuchte er erfolgreich vom Thema abzulenken. „Stimmt ja! Freust du dich schon auf deine Barbies?" „Natürlich, ich hab sie schon lange nicht mehr…" „STOPP!" Er grinste und beendete seinen Satz. „gesehen."

„Selber Schuld", streckte ich ihm die Zunge raus. Wenn er Beschäftigung haben wollte, sollte er doch einfach zu ihnen gehen. „Nein, bin ich nicht. Mein Bett wird für längere Zeit blockiert…" „Ach, haben die keine eigenen Betten?" Er grinste. „Schon, aber meins ist einfach am besten für…" Ich hasste es, wenn er anfing mir von seinen Bettsportlichen Aktivitäten zu berichten und blickte ihn deshalb mit einem Blick an, der ihn sofort verstummen ließ.

„Warum willst du mich nerven?", fragte ich ihn, um so schnell wie möglich abzulenken. „Ich nerve dich? Ich dachte wir wären Freunde, hm? Ich sag dir was. Mich wirst du so schnell nicht mehr los." Klasse. „Und wie kann man dich dann ruhig stellen?" „Hmm… also ich bin immer sehr ruhig nach dem ich…" „Edward", sagte ich warnend. „Lass mich doch mal ausreden! Nach dem ich eine Massage bekommen hab."

Ich zog eine Augenbraue hoch und war mich sicher, dass es nicht das war, was er eigentlich sagen wollte. Allerdings hatte ich jetzt eine Idee, wie ich ihn ruhig stellen könnte. „Willst du was trinken?" „Ja, Wasser" Oh, wie nett, bloß kein „bitte" zu fiel, dachte ich. Normalerweise war ich nicht so … idiotisch oder griff schnell zu harten Maßnahmen, aber Edward hatte mich noch nie so genervt, wie in diesem Moment.

Ich wollte meinen Edward wieder und nicht diesen… der da gerade im Wohnzimmer saß. Ich ging nach oben ins Bad und holte Schlaftabletten, die ihn für acht Stunden ruhig stellen dürften. Wie gesagt, normalerweise machte ich so was nicht, aber wenn er nicht freiwillig gehen wollte… Ich ging in die Küche und bereitete die Getränke vor. In Edward Glas löste ich die Tablette auf.

Als kaum noch was davon zu sehen war, ging ich zurück ins Wohnzimmer. Edward guckte gerade aus dem Fenster. „Ich wusste gar nicht, dass du einen Pool hast" „ich habs dir ja auch nie gesagt." Damit gab ich ihm das Glas. Ich ging wieder zurück in die Küche, da ich meins so schnell ausgetrunken hatte. Nachdem ich es kurz Ausgespült hatte, ging ich wieder ins Wohnzimmer. Edward stand immer noch an derselben Stelle wie vorhin, nur das Glas hatte er auf den Couchtisch gestellt.

„Das Wasser hat komisch geschmeckt", bemerkte er, als er sich zu mir umdrehte. Ehrlich gesagt hatte ich keinen Plan wie lang es dauerte, bis die Tabletten wirken würden. „hmm… tja…keine Ahnung, meins hat war so wie immer." Er drehte sich zu mir, wobei er leicht schwankte. „Bisu auso müde?", nuschelte er. Ehrlich? Das war schon fast wieder süß. „Nein" „Hmmm…" Plötzlich kippte er um.

Und natürlich nicht nach hinten, nein, bei mir musste ja immer alles perfekt laufen. Er kippte nach vorne und somit voll auf mich drauf. Nicht schon wieder, dachte ich panisch. Aber dieses Mal war ich es wohl selbst Schuld. Wir, das hieß eigentlich ich, landeten auf dem Boden. An dieser Stelle lag Gott sei Dank Mums Lieblingsteppich, der ab jetzt auch mein Lieblingsteppich war.

Er blieb natürlich auf mir liegen. Klar, er war ja auch nicht bei Bewusstsein. Ich bezweifelte, dass er sich anders verhalten würde, wenn er es wäre. Ich zappelte rum und versuchte ihn irgendwie von mir runter zu kriegen, wobei ich mal wieder ein leichtes Déja-vu- Gefühl hatte. Ich musste mir endlich mal merken, dass ein schlafender Edward ein schwerer Edward war, der sich nicht so leicht bewegen ließ.

Nach einer gefühlten halben Ewigkeit war ich so erschöpft vom vielen rumzappeln und allen anderen Befreiungsversuchen, dass ich tatsächlich auf dem Boden und unter Edward einschlief.

Edward – pov

Ich konnte es echt nicht fassen. Dieses kleine Biest wollte mir tatsächlich Schlaftabletten(!) verabreichen! Bitte! Ich hatte mich ihr gegenüber doch schon immer zurückgehalten. Ich verstand einfach nicht, was sie gegen mich hatte. Ich meine, ich hatte mir nicht mal Mühe gegeben, sie irgendwie in mein Bett zu bekommen. Nicht, dass sie nicht hübsch genug oder so war, aber sie machte ohnehin nicht den Eindruck, dass sie sich jemals auf so jemanden wie mich einlassen würde.

Außerdem wollte ich sie gar nicht auf diese Weise haben, dafür war sie viel zu schade und eine andere Art von Beziehungen ging ich generell nicht ein. Zu mindest nicht, seit… nun ja, war ja auch egal…

Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, dass sie zu Tabletten griff um mich ruhig zu stellen. Gott sei Dank hatte ich gesehen, wie sie sie in das Glas geschmissen hatte. Danach war ich wieder ins Wohnzimmer gegangen. Wer wusste schon ob sie Kopfschmerzen oder irgendeine Krankheit hatte, von der keiner wusste und ich wollte sie nicht bloßstellen. Als ich dann das Glas entgegennahm, beäugte ich es kritisch. Wäre ich vorher nicht in die Küche gegangen, hätte ich niemals den winzigen Rest der Tablette gesehen.

Als Bella das Wohnzimmer wieder verließ, kippte ich das Wasser ins Aquarium. Dann hatten die Fische auch was zu trinken, dachte ich sarkastisch. Ich beschloss, sie nicht zur Rede zu stellen, sondern sie ein bisschen zu verarschen. Als sie wiederkam unterhielten wir uns kurz und ich spielte ihr vor, ich würde im stehen einschlafen. Natürlich kippte ich dabei ganz zufällig auf sie drauf und stürzte sie somit automatisch mit mir, ohne ihr einen Fluchtweg zu lassen.

Natürlich war ich nicht so idiotisch sie zu zerquetschen und stützte mich unbemerkt mit meinen Händen neben ihr ab. Sie bemerkte nicht, dass ich nicht schlief, was nicht daran lag, dass sie unaufmerksam war, sondern einfach an der Tatsache, dass ich meine schauspielerischen Fähigkeiten mit der Zeit verfeinert hatte, als ich meiner Familie immer etwas vorspielte, um sie nicht mit meinen Problemen zu belasten.

Sorgen darüber, dass ich ihr mit dieser Aktion zu Nahe trat, machte ich mir nicht. Immerhin war sie an meine körperliche Nähe gewohnt. Bei diesem Gedanken musste ich ein grinsen unterdrücken. Und ich musste zugeben, ich liebte es sie immer in meiner Nähe zu haben oder abends im Bett mit ihr zu kuscheln, auch wenn sie dann schon immer schlief. … Ich hatte nicht gerade gedacht, dass ich es liebte mit ihr zu kuscheln, oder?

Doch, hatte ich, stellte ich fest. Resigniert dachte ich, dass ich nicht komplett verweichlichen würde. Hallo? Seit wann stand ich, Edward Cullen, auf KUSCHELN? Ich war so von meinen Gedankengängen geschockt, dass ich erst jetzt bemerkte, dass Bella wie eine irre unter mir zappelte und versuchte sich zu befreien. Ich ließ sie machen und „schlief" weiter.

Nach einiger Zeit beruhigte sie sich wieder. Wahrscheinlich erkannte sie, dass sie keine Chance hatte und hatte aufgegeben, was ich zufrieden zur Kenntnis nahm. Ich hörte und spürte, dass Bellas Atmung immer gleichmäßiger und ruhiger wurden. Nach einer weiteren kleinen Weile, wagte ich es sie anzuschauen. Und tatsächlich war sie auf dem harten Boden und unter mir eingeschlafen.

Ich sah in ihr schlafendes, wunderschönes Gesicht mit ihren leicht geöffneten Lippen, die mich geradezu anschrieen sie zu küssen. Dieses Gefühl ängstigte mich, denn auch wenn ich mit den verschiedensten Mädchen schlief, und das nicht gerade selten, küsste ich nicht. Für mich gehörten dazu immer Gefühle, die ich in dieser Hinsicht vor zwei Jahren abgeschaltet hatte. Dachte ich.

Ich verbot mir auch nur ansatzweise wieder etwas in diese Richtung zu fühlen, denn noch mal so verletzt zu werden wie damals… daran würde ich zerbrechen. Und wenn das mit Bella passieren würde, würde ich innerlich sterben, da war ich mir sicher. Und das wusste ich nicht erst seit diesem Moment, sondern seit ich ihr das erste Mal im Supermarkt über den Weg gelaufen war.

Allerdings… so wie sie da lag und ihre Lippen… Ich konnte mich nicht beherrschen und bevor ich registriert was ich eigentlich tat, küsste ich sie. Als ich es merkte, hörte ich sofort auf. Ich guckte sie geschockt an, sah aber, dass ich sie nicht geweckt hatte und sich stattdessen ein lächeln auf ihre Züge legte.

Zwei Jahre lang hatte ich keinen mehr geküsst und ausgerechnet bei einer schlafenden… ich kam mir in diesem Moment einfach nur pervers vor. Sie hätte es sicher nicht gewollt und wenn sie wach gewesen wäre, hätte ich jetzt hundert prozentig eine schmerzende Wange. Ich ekelte mich selber an, wie ich es ausgenutzt hatte, dass sie schlief und komplett wehrlos war. Um mich von mir selber abzulenken, nahm ich Bella auf den Arm und legte sie auf die Couch. Ich wollte nicht, dass sie wegen mir Rückenschmerzen bekam.

Nachdem ich sie abgelegt hatte, seufzte ich schwer und lies mein Blick durch das Zimmer schweifen, völlig Ahnungslos, was ich jetzt machen sollte. Als mein Blick das Aquarium streifte, war ich kurz davor panisch zu werden. Ich hatte Bellas Fische getötet! Ich war ein Idiot. Wenn sie schon auf meine Sprüche so extrem reagierte, wollte ich nicht wissen, wie sie DARAUF reagierte.

Ich wollte mir gar nicht ausmalen, was sie mit mir machen würde, wenn sie es bemerkte. Wahrscheinlich würde sie mir irgendwie Schlaftabletten verabreichen und dann in ihrem Pool ertränken, damit ich das gleiche Schicksal erlitt, wie ihre, wahrscheinlich heiß geliebten, Fische. Als ich mich damit abfand, nichts mehr für die von mir gekillten Fische tun zu können, seufzte ich geschlagen, ergab mich meinem Schicksal, setzte mich auf dem Sessel und beobachtete Bella beim schlafen.

Nach einer Stunde wurde mir langweilig und es reizte mich immer mehr den Pool auszuprobieren. In der Hoffnung, dass Bella nichts dagegen haben würde, schnappte ich mir den Haustürschlüssel, den sie vorhin in eine Schale auf der Kommode gelegt hatte und fuhr nach Hause um mir ein paar Badesachen zu holen. Ich fragte mich, als ich im Auto saß, was sie gegen meinen Volvo hatte, dass sie unbedingt ihr Auto haben wollte. Ich verstand sie einfach nicht.

Wieder bei Bella angekommen, stellte ich meine Tasche, in die ich die Badesachen gepackt hatte, ab und fragte mich, wo ich mich umziehen könnte. Ich hatte natürlich nicht daran gedacht, das zu Hause zu machen. Ich persönlich hätte auch kein Problem es im Wohnzimmer zu machen, aber ich war mich sicher, dass Bella eins damit haben würde, sollte sie zufälliger weise aufwachen. Und genau das tat sie in diesem Moment auch. Und das, obwohl ich noch keine Ausrede für die Fische hatte. Das Schicksal hatte ein Problem mit mir, stellte ich fest.