Kapitel 7: Die Pelennor-Felder
15. März 3019 D.Z. (noch vor Morgenanbruch nahe dem Rammas Echor)
Zähneknirschend musste Éomer sich eingestehen, das die Gruppe Wilder ihnen eine größere Hilfe gewesen waren als er ihnen zugestanden hatte. Es war ihnen zu verdanken das sie den Grauen Wald am gestrigen Tage schnell und ohne böse Überraschung erreicht hatten.
Zwar hatten sie Späher ausgeschickt, die sie sicherlich rechtzeitig vor dem Orkheer nahe dem Grauen Wald gewarnt hätten, doch ihre ungenügende Ortskenntnis hätte sie wahrscheinlich dazu gezwungen ihren Weg trotz der lauernden Gefahr fortzusetzen. Dank der Drúedain war es ihnen möglich gewesen das feindliche Heer zu umgehen, so dass sie es wohl möglich noch schaffen konnten Gondor rechtzeitig zur Hilfe zu eilen.
Der Teil in ihm der bereits Monate zuvor jegliche Hoffnung und Zuversicht verloren hatte fragte sich jedoch ob es überhaupt eine Rolle spielte ob und wann sie ankamen. Er hatte es nicht eilig sich ein Grab zu schaufeln, doch mit jedem Schritt den Feuerfuß zurück legte wuchs sein Unbehagen vor dem was sie hinter dem Rammas Echor vorfinden würden.
Schon vom Weiten konnte er erkennen, das die Diener Mordors Löcher in die einst unerschütterlichen Mauern des nördlichen Rammas Echor gesprengt hatten.
Seit Tagen hatte sie kein Bote mehr erreicht und dessen Abwesenheit verriet Éomer um so deutlicher wie ernst die Lage war. Gondor, das letzte freie Reich der Menschen, war dem Fall näher als sie alle befürchtet hatten.
„Es ist schlimmer als ich erwartet hatte," Amáries ruhige Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und ließ ihn den Blick von der Mauer vor ihnen abwenden. „Auf der anderen Seite erspart es uns die Zeit den Rammas entlang bis zum Osgiliat zu reiten."
Éomer sparte sich sie auf das Offensichtliche hin zu weisen, nämlich das es den Horden Mordors auch erspart geblieben war einen Umweg in kauf zu nehmen. Seine spitze Bemerkung hätte ihm lediglich einen finsteren Blick und eine kalte Schulter beschert, also ließ er es bleiben. Er hatte genügend andere Probleme auch ohne sich mit Amárie zu streiten. Nach seinem letzten unbesonnenen Kommentar, bezüglich der Wilden Menschen, hatten sich die Wogen gerade erst wieder gelegt und er wollte den zarten Frieden zwischen ihnen nicht unnötig riskieren.
Eine Weile ritten sie schweigend neben einander her, jeder in seinen Gedanken versunken bevor Amárie ein weiteres Mal das Wort ergriff.
„Wir werden sterben nicht wahr."
So wie sie es formulierte war es keine Frage sondern eher eine nüchterne Feststellung, so als hätte sie gerade erst begriffen das die Möglichkeit ihr Leben zu verlieren durchaus bestand. Éomer wusste nicht recht was ihn mehr überraschte ihre gleichgültige Miene oder ihre überraschenden Worte. War sie es nicht gewesen die ihn vor einigen Tagen noch daran erinnert hatte das die Zeit zum sterben noch nicht gekommen war?
„Wart ihr es nicht die mich daran erinnert hat zu kämpfen und weniger düsteren Gedanken nachzuhängen?"
Schulterzuckend starrte sie in die Ferne. „Ich sage nicht das ich kampflos aufgebe. Nur scheint mir der Tod mit jedem Meter wahrscheinlicher."
Ihm gefiel nicht was er da hörte. Solche Worte wollte er von ihr nicht hören und noch weniger wollte er die Hoffnungslosigkeit in ihren Augen sehen, die sie versuchte vor ihm zu verbergen. Der Gedanke das Amárie die kommende Schlacht nicht überleben würde, ließ ein flaues Gefühl in seinem Magen aufwallen. Obwohl ihm seine eigene Sterblichkeit deutlich bewusst war, hatte er sie nie mit der Waldläuferin in Verbindung gebracht. Ihr Elbenblut und ihr inneres Feuer blendeten ihn so mühelos vor der Realität; Amárie war ebenso sterblich wie er selbst.
„Sprecht nicht so einen Unsinn!" Schnappte er ungehalten und fühlte wie seine Finger sich um die Zügel festkrallten.
„Wir wissen beide wie gering unsere Chancen sind, Éomer. Und die Schlacht zu gewinnen sichert uns nicht den Sieg über Sauron. Es ist kaum mehr als ein Tropfen auf einem heißen Stein. Was für ein Leben würde es sein den Krieg zu überleben um unter Saurons Herrschaft zu leben?"
Als wüsste er nicht selbst was es bedeuten würde den Krieg zu verlieren! Bei den Ahnen seiner Väter, glaubt sie er hätte sich nicht mit den selben Sorgen geplagt? Nicht nachts wach gelegen und um das Schicksal seiner Schwester, seiner Landsleute und um das ihre gefürchtet?
Aber was sollten sie anderes tun als zu kämpfen, mit allen Mitteln die ihnen verblieben waren? Sie selbst hatte ihn unzählige Male daran erinnert.
Grimmig blickte er sie an, doch Amárie hatte ihren Blick weiterhin starr nach vorn gerichtet. Statt zu antworten wie er es vorgehabt hatte, musterte er sie eindringlich.
Ihr schwarzes Haar war zu einem lockeren Zopf gebunden der ihr über die Schulter fiel und bot ihm einen ungehinderten Blick auf ihr Gesicht. Sie wirkte müde, was nicht weiter verwunderlich war nach allem was sie bereits durchgemacht hatte. An kaum einen Mann in seinen Reihen waren die vergangenen Monate spurlos vorbei gezogen aber auf ihrem Gesicht schien es so fehl am Platz.
In seinen Gedanken war Amárie fest mit sprühender Energie verbunden. Egal ob sie lachte, fluchte, kämpfte oder sich mit ihm stritt, das Funkeln in ihren Augen ließ nie nach. Wo er in sich selbst nur Verbitterung und Hoffnungslosigkeit vorfand, fand er bei ihr Leben wie einen wärmenden Quell. Die Vorstellung dieses Feuer erlöschen zu sehen behagte ihm nicht und ließ ihn beinahe frösteln.
„Noch ist es nicht soweit, Amárie," er benutzte ihren Namen mit Absicht und wie erhofft wandte sie sich zu ihm um. Er hätte beinahe vor Erleichterung aufgeatmet als er ihre Augen ungehalten aufblitzen sah und kam sich sogleich lächerlich für seine früheren Gedanken vor. „Und ihr habt immer noch eure Elbenverwandten die euch Zuflucht gewähren würden."
Die Intensität mit der das Grün in ihren Augen zunahm ließ ihn beinahe lächeln, hätte er nicht gewusst das es den Kessel zum überlaufen bringen würde.
„Zuflucht wohin? Den Grauen Anfurten? Mit dem Schiff nach Valinor?" Ihre Stimme klang bitter und Éomer erinnerte sich an den Streit den sie mit den Elben gehabt hatte, kurz nach der Schlacht um Helms Klamm. Ihre Verwandten hatten sie mitnehmen wollen, in den Schutz der Wälder Lóriens. Schon da war die Sprache auf Valinor gekommen und sie hatte die Elben nur allzu deutlich daran erinnert, dass sie keine von ihnen war und die Reise nicht mit ihnen antreten würde.
„Meine Hoffnung liegt in Mittelerde, Éomer. Für mich gibt es keine Zufluchtsstätte wie für meine Verwandten."
„Dann gebt die Hoffnungen noch nicht auf Amárie. Noch ist nicht alles verloren!"
Éomer war nicht sicher ob sie seinen Worten glaubte, er war sich ja selbst nicht einmal sicher ob er ihnen glauben konnte, aber er hoffte um ihrer beider willen das er recht hatte.
Kurz vor Sonnenaufgang am Rammas Echor
Ein Schauder von Furcht und Erregung bahnte sich den Weg durch ihren Körper. Angefangen an ihren Fußspitzen bis hinauf zu ihrem Nacken wo er alle Härchen senkrecht stehen ließ. Amárie fragte sich wie sie vor wenigen Stunden zu Éomer über Tod und Untergang hatte sprechen können, wo sie sich nun doch so lebendig wie nie zuvor fühlte.
Sie hatte zuvor in Schlachten gekämpft. Helms Klamm lag nur wenige Tage zurück und die Übermacht auf die sie in den frühen Morgenstunden hinab geschaut hatte war überwältigend gewesen. Aber es war nichts im Vergleich zu dem was ihre Augen nun vor den Mauern Gondors erblickten.
Die Sonne war noch nicht einmal ganz aufgegangen als sie schließlich den Rammas Echor erreicht hatten, oder besser das was von der einst undurchdringlichen Mauer noch übrig war. Die knapp sechstausend Reiter, die Théoden folgten, hatten ungehindert passieren können und waren inzwischen eifrig beschäftigt sich zur Schlacht zu formieren. Amárie beneidete die Männer in den hinteren Reihen, die nichts weiter als die Anzahl der Rohirrim vor ihnen erblicken konnten und denen der schreckliche Anblick erspart blieb dem sie ins Auge zu blicken hatte.
Zehntausende von Mordors Dienern hatten bei Helms Klamm versucht den Sieg für ihren Herren heimzutragen. Heute waren mehr als die dreifache Menge. Schluckend blickte sie auf das schwarze Meer der Orks, Uruks, Trolle und anderem Geviehs das sie inzwischen erblickt hatte und sich ebenso gegen einen Angriff wappnete wie sie selbst. Egal wo ihr Blick auch hin wanderte die Pelennor Felder waren erfüllt von schwarzen Schaaren. Schaudernd zwang sie sich ihre Augen weiter wandern zu lassen.
In der Ferne konnte sie Minas Tírith erkennen, umzingelt von Feinden und hoffnungslos unterlegen.
Hoffnung...wieder war da das Wort das sie in den letzten Tagen mit höhnenden Beiklang verfolgt hatte.
„Éomer, führe deine Éored zur linken Flanke!" Théodens donnernde Stimme riss sie aus ihren düsteren Gedanken und ihren Blick schließlich von dem furchteinflößenden Schauspiel vor ihnen.
Ein schneller Blick über ihre Schulter versicherte ihr das die Dúnedain noch immer hinter ihr formiert waren. Wie sie selbst auch würden sie zunächst Éomers Befehlen unterstehen und da keiner von ihnen viel Erfahrungen mit Sturmangriffen oder im Umgang mit dem Speer besaß, hatten sie sich in der dritten Schlachtreihe eingeordnet.
„Links bereit!" Hallte Éomers Stimme von weiter vorn und Amárie versicherte sich das ihre Männer ebenfalls bereit waren. Halbarad Lippen waren zu einer grimmigen Linie zusammengepresst doch er nickte ihr bestätigend zu.
„Gamling, folge des Königs Banner in der Mitte! Grimbold, führe deine Schar nach rechts, wenn ihr an der Mauer vorbei seid! Vorwärts! Und fürchtet keine Dunkelheit," war Théodens Stimme wieder zu vernehmen und veranlasste sie sich im Sattel wieder herum zu drehen.
„Auf! Auf, ihr Reiter Théodens! Speer wird zerschellen, Schild zersplittern! Ein Schwert-Tag! Ein Blut-Tag! Ehe die Sonne steigt!"
Der Schauder der sie dieses Mal durchrann war stark genug ihre Finger um den Knauf ihres Schwertes krampfen zu lassen und verstärkte sich nur noch als die Rohirrim, wie ein Mann, ihre Speere vorstreckten.
Die Anspannung war deutlich zu spüren, fast wie ein Knistern in der Luft und raubte ihr beinahe die Luft zum atmen.
„Reitet! Reitet nun! Reitet zur Vernichtung..."
Ihr wurde bewusst das es Panik war die da in ihr aufstieg und sie würde Théoden für seine Worte immer dankbar sein, denn die Antwort der Rohirrim schaffte es tatsächlich die unerträgliche Anspannung in ihrem Inneren zu mildern.
„...und zum Ende der Welt! Tod!" Aufrecht sitzend, mit dem Schwert in der Hand, trieb der König Rohans sein Pferd an den Reihen seiner Krieger entlang und ließ sein Schwert an ihren Speeren entlang klappern während die Soldaten ihm antworteten.
„Tod!"
„Tod!" Erschall es ein weiteres mal von Théoden und statt ihrer Panik zu erlauben sich ein weiteres Mal aufzubäumen, schloss Amárie sich den Rufen der Männer an.
„Tod!" Der Schrei verließ ihre Kehle wie ein heilsamer Balsam. All die Anspannung und Furcht die sich in ihr angesammelt hatte schien ihren Körper mit diesem einen Wort zu verlassen.
„Tod!"
„TOD!" Sechstausend Stimmen verliehen einen einzelnem Wort einen furchteinflößende Stärke und ließen Mut und Entschlossenheit in jeden von ihnen aufwallen. Das kribbelnde Gefühl das ihren Rücken unaufhörlich herablief fand seinen Ursprung nicht länger in Angst sondern in Erregung vor der Schlacht.
„Auf, Eorlingas!"
Hörner erschallten um sie herum und noch ehe sie selbst wusste wie ihr geschah, machte Nachtschatten einen Schritt nach vorn und setzte den angreifenden Rohirrim nach.
Die Schlacht hatte begonnen und das Mordor Heer sah ihnen nicht kampflos ins Auge. Schon bald surrten Pfeile durch die Luft und verdunkelten den Himmel. Einige fielen nutzlos zu Boden, doch zu viele fanden ihr Ziel und rissen Mann und Ross ohne Gnade nieder. Und wer fiel war verloren, denn wem der Pfeil nicht das Leben raubte bevor er auf dem Boden aufschlug, dem wurde es durch die Hufe der Pferde genommen die ohne inne zu halten über sie hinweg stampften.
Amárie drängte sich näher an Nachtschattens Hals um ein möglichst kleines Ziel abzugeben während sie sich innerlich gegen den unvermeidbaren Zusammenprall wappnete.
Der Schrei der ihre Kehle verließ war laut und unverständlich, aber wie erhofft gab er ihr Kraft und die brauchte sie, denn noch bevor sie verstummte hatten sie die feindlichen Linien erreicht.
Hätte sie den Rohirrim nicht schon in der Schlacht am Helms Klamm zur Seite gestanden, hätte sie die Taktik der Rohan Soldaten sicherlich mit Panik erfüllt. Wenn sie ehrlich war, tief im Inneren tat sie das immer noch, doch wusste sie inzwischen aus Erfahrung das ein Sturmangriff erfolgreicher war als sie es noch vor wenigen Monaten für möglich gehalten hätte.
Der Aufprall war mörderisch und ließ den Schrei in ihrer Kehle abrupt verstummen. Ohne langsamer zu werden mähten die Pferde über alles hinweg was ihnen im Weg stand und obwohl sie in der Unterzahl waren schien die Masse der Feinde ihnen nichts entgegen setzten zu können. Was nicht hieß das sie es nicht versuchten.
Während sie sich mit einer Hand stur an Nachtschatten festklammerte und der Stute vertraute sie sicher auf die andere Seite zu bringen, nutzte sie ihre freie rechte um jeden Ork der ihr zu nahe kam ein Ende zu setzten.
Bald wusste sie nicht mehr, wie lange sie schon kämpfte oder wie viele sie getötet hatte. Ihr Schwert war blutgetränkt und ihr Arm schmerzte von der Anstrengung, doch das ließ sie nicht inne halten. Die Zahl der Orks war weniger geworden, doch noch hatten sie nicht gesiegt.
Mit einem unnachgiebigen Tritt ihres Stiefels ließ sie den Ork zu ihrer linken zurück taumeln und verschaffte sich so gerade genügend Zeit um ihr Schwert aus dem bereits toten Ork zu ihrer rechten zu ziehen und es in seinen Kameraden zu bohren, bevor sie erneut angreifen konnte. Doch auch dieser war kaum zu Boden gesunken als schon der nächste versuchte sie vom Pferd zu ziehen. Ihre erhöhte Position machte ihre Beine zu einem beliebten Angriffsziel und mehr als einmal dankte sie Éomer im Stillen für die Beinschoner die er ihr geschenkt hatte. Sie wollte sich lieber nicht ausmalen, was ein Orkbiss für Folgen haben könnte.
Drei Orkleichen später war plötzlich eine Veränderung im Schlachtgeschehen wahrzunehmen. Die Hörner der Rohirrim, die auch während der Schlacht nie ganz verhallt waren, nahmen an Intensität zu und Amárie erlaubte sich ihren Blick für länger als einen flüchtigen Moment über die Ebene streifen zu lassen.
Überrascht aber erleichtert stellte sie fest, dass nur noch wenige Orks verblieben waren die bereit waren zu kämpfen. Die Überzahl der Überlebenden schienen die Flucht dem Zorn der Rohirrim vorzuziehen, obwohl ihre Zahl noch immer größer war als die der Soldaten Rohans.
Mehr und mehr jubelnde Rufe wurden um sie herum laut, doch Amárie war verhalten mit ihrer Freude. Ein einziger Blick zum Boden und den unzähligen gefallenen Rohirrim ließ lediglich die Furcht wieder in ihr aufwallen. Hektisch suchten ihre Augen das Schlachtfeld nach bekannten Gesichtern ab.
Schließlich entdeckte sie Orophin, halb verborgen hinter einer Reihe Rohirrim zu ihrer rechten. Auf den ersten Blick schien er unversehrt und das leichte Nicken das er ihr zukommen ließ bedeutet hoffentlich das es Haldir und Rúmil ebenfalls gut ging, doch noch bevor der Elb ihr mehr verraten konnte, verschwand er hinter den Reitern Rohans. Suchend glitt ihr Blick weiter, doch so wohin sie auch schaute, traf sie nur auf unbekannte oder wage bekannte Gesichter.
Für einen kurzen Augenblick versuchte sie sich auf die Pferde zu konzentrieren statt auf die Gesichter der Männer, doch sie musste frustriert feststellen das sie mit dieser Taktik noch weniger Erfolg hatte. Sie konnte das eine Ross nicht vom anderen unterscheiden.
Bewegung zu ihrer Linken lenkte ihre Aufmerksamkeit auf eine sich nähernde Gruppe und Amárie spürte wie sie sich etwas entspannte. Halbarad und etwa zwei Dutzend weitere Dúnedain hielten auf sie zu und von den grimmigen Gesichtern war klar zu erkennen das der Rest ihrer Landsleute es nicht geschafft hatte. Und für einen kurzen Moment wusste sie nicht was sie trauriger stimmte; ihr zu früher Tod oder die Tatsache das viele von ihnen für sie nicht mehr waren als flüchtige Namen und Gesichter. Seit dem Tod ihres Vaters war ihr eigenes Volk ihr fremd geworden und sie musste sich eingestehen das sie sich den Rohirrim, trotz der kurzen Zeit die sie bei ihnen verbracht hatte, verbundener fühlte als den Dúnedain.
Bevor sie sich jedoch weiter mit dem Gedanken auseinander setzten konnte ertönte plötzlich Théodens Stimme, laut und deutlich über die jubelnden Rufe seiner Männer. Es konnten nur wenige Minuten vergangen sein, seit sie den letzten Ork getötet hatte und noch war keine Ordnung in ihre Schlachtreihen zurück gekehrt, doch die Befehle ihres Königs wurden schnell in die Tat umgesetzt.
„Elfhelm, führe deine rechte Flanke zu den Mauern Minas Tírith und treib den Feind in die brennenden Gräben. Zeigt keine Gnade, verschont niemanden! Éomer, kommt mit mir, wir werden dem fliehenden Pack zeigen das es nutzlos ist von uns fort zu rennen!"
Die Erleichterung die ihren Körper durchflutete als sie Théoden Éomer Namen sprechen hörte wäre ihr beinahe peinlich gewesen, hätte sie Zeit gehabt länger in dem Gefühl zu schwelgen. Stattdessen war sie bemüht, sich mit dem Rest der Dúnedain, schnellst möglichst der Schlachtformation anzuschließen die sich bereits vorwärts bewegte.
Sie hatten die Straße zwischen dem Osgiliath und Minas Tírith beinahe erreicht, als in der Ferne Hörner erklangen. Für einen flüchtigen Augenblick hielt sie es für eins der Hörner Rohans, doch der Ton klang fremd und viel zu hell in ihren Ohren. Auch ohne die aufkommende Unruhe um sie herum wurde ihr klar, das es dieses Mal der Feind war der zur Schlacht rief.
Wie von selbst suchten ihre Augen den Horizont nach der Quelle der Geräusche ab, doch die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen und der Himmel war schwarz von Rauch und Qualm, so das es schwierig war in der Ferne etwas auszumachen, doch schließlich hoben sich Umrisse von der Umgebung ab und was Amárie sah, ließ ihren Atem stocken.
„Bei den Valar," flüsterte Halbarad neben ihr, offensichtlich ebenso überwältigt von dem furchteinflößenden Anblick der sich ihnen bot wie sie selbst. „Haradrim!"
Amárie machte sich weniger Sorgen um die Haradrim selbst, als vielmehr um die Tiere auf denen sie ritten. Mûmakil! Gigantische Tiere von über fünf Metern Höhe und grauer unnachgiebiger Haut, die sie hervorragend vor Pfeilen schützte. Die Haradrim nutzen sie für gewöhnlich um Lasten zu schleppen doch sie hatte genügend Geschichten gehört um zu wissen, das sie ebenfalls als Waffen im Kampf genutzt wurden. Die Südländer befestigten dazu Kriegstürme, die Bogenschützen beherbergten, auf ihren Rücken wo sie beinahe vollkommen vor Gegenangriffe geschützt waren.
Erneut ertönten die fremdländischen Hörner und veranlassten die Rohirrim schließlich zum Handeln. In kürzester Zeit hatten sie eine neue Angriffsreihe gebildet.
Amárie versuchte lieber nicht darüber nachzudenken, das sie tatsächlich beabsichtigten auf die Mûmakil zu zu galoppieren. Ihr fielen augenblicklich zehn Methoden ein sich schneller und schmerzloser umzubringen.
„Dúnedain versucht zusammen zu bleiben!" Sie hatte das Gefühl das früher oder später ihre Fähigkeiten als Bogenschützen gefragt waren. Das hieß so fern es ein später für sie gab.
„Los! Los! Los!" Hallte Théodens Stimme über die Reiter und früher als ihr lieb war befand sie sich ein weiteres Mal in einem Sturmangriff gegen eine Armee der sie nicht gewachsen waren.
Im Gegensatz zu ihr schien Nachtschatten die nächste Schlacht kaum erwarten zu können und setzte ihrem Ziel mit langen Schritten entgegen.
Sie hatte den Knauf ihres Schwertes fest umklammert, doch je näher sie den Mûmakil kam um so mehr fragte sie sich, was sie damit eigentlich anfangen wollte. Sicherlich gab es genügend Haradrim die sich dicht genug am Boden befanden um sie angreifen zu können, allerdings musste sie es dafür erst einmal an den Stoßzähnen der Mûmakil vorbei schaffen. Und diese waren wie sie mittlerweile erkennen konnte mit dicken Stacheln und Dornen geschmückt, um möglichst noch mehr Schaden an zu richten. Amárie war sich sicher, dass die Wucht alleine ausreichen würde um jeden Knochen im Leib zu zermalmen hoffte jedoch inständig das sie es niemals herausfinden würde.
Zwei Minuten später, als die ersten Pferde die Haradrim erreichten, konnte sie mit eigenen Augen erleben das sie mit ihrer Vermutung gar nicht so falsch gelegen hatte. Die Mûmakil wurden nicht einmal langsamer, als sie Schwung holten und mit ihrem Rüssel einmal quer durch die Reihen der angreifenden Rohirrim fegten. Männer und Rösser wurden gleichermaßen durch die Luft gewirbelt und die grauen Urtiere machten keinen Unterschied zwischen Freund und Feind. Wer im Weg war wurde einfach fortgestoßen oder gnadenlos unter den gigantischen Füßen begraben.
Die Schreie der Männer und das Brüllen der Mûmakil vermischten sich plötzlich mit dem Surren von Pfeilen und Amárie wurde unsanft daran erinnert, dass die Tiere nicht ihre einzige Sorge waren. Die Bogenschützen der Haradrim nutzen ohne zu zögern das Chaos am Boden und ihre Pfeile suchten sich gnadenlos ihren Weg.
Wut über so viel Feigheit stieg in ihr auf und mit jedem Mann den sie in die Tiefe stürzen sah verstärkte sie sich, bis sie sich schließlich mit einem lauten Schrei Luft verschaffte.
So nicht! So würde sie diese Welt nicht verlassen!
Etwas ungeschickt durch den holprigen Ritt aber entschlossen, verstaute sie ihr Schwert an ihrer Seite und griff nach dem Bogen hinter ihr bevor sie Nachtschatten zwischen zwei der Mûmakil lenkte, ihre Beine fest an ihre Flanken drängte und sich einen Pfeil aus dem Köcher griff.
Sie war eine gute Bogenschützin, allerdings erforderte es mehr als nur ein wenig Geschicklichkeit im laufenden Galopp sein Ziel zu treffen, während man gleichzeitig bemüht war Beinen und Pfeilen gleichermaßen auszuweichen. Die ersten beiden Pfeile verfehlten ihr Ziel und prallten stattdessen nutzlos an der ledernen Haut des Mûmaks ab. Doch der dritte, vierte und fünfte Schuss landeten zielsicher in der Brust eines Haradrims, der sich dem Schutz seiner Position all zu sicher gewesen war. Mit grimmiger Befriedigung beobachtet sie wie der fünfte Mann über die Brüstung des Kriegsturmes stürzte und hart auf dem Boden aufschlug.
Doch das zufriedene Lächeln verschwand schon im nächsten Moment wieder von ihrem Lippen, als eines der Mûmaks plötzlich zur Seite wich und sie dabei beinahe unter einem seiner Beine begrub. Im letzten Moment gelang es ihr Nachtschatten scharf herum zu reißen und unter dem Bauch des Ungetüms auf die andere Seite zu lenken. Ohne inne zu halten trieb sie die Stute weiter von den Haradrim fort bis sie sich schließlich weit genug entfernt glaubte, um den Feind erneut ins Auge zu blicken.
Bei der Geschwindigkeit mit der die Mûmaktreiber die Tiere vorantrieben, würde sie ihre neue Position nicht lange halten können, doch Amárie versuchte das beste daraus zu machen. Pfeil auf Pfeil fand sein Ziel bevor sie ihre Position erneut wechseln musste.
Sie hatte ihren Bogen noch nicht wieder ganz angelegt, als ein Rohirrim ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Wie sie selbst trieb er sein Pferd von den Südländern fort, bevor er es nur wenige Meter von ihrer Linken entfernt herumriss und zum stehen kam. Amárie brauchte einen Moment, doch schließlich wurde ihr bewusst warum er ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Sie kannte ihn.
Éomer!
Und offenbar war sie nicht die einzige deren Interesse er geweckt hatte, denn einer der Mûmaktreiber schien sein Tier zielsicher auf den Marschall der Rohirrim zu zutreiben. Er riss unermüdlich an den Strängen in seiner Hand, die offensichtlich an den empfindlichen Ohren der Tiere befestigt waren und brüllte einen unverständlichen Kampfruf. Amáries Augen wurden groß, als das Mûmakil, durch Schmerz und Panik, noch schneller vorwärts preschte während Éomer sich nicht von der Stelle rührte.
Sie war schon so weit ihn lautstark dazu anzutreiben zu fliehen, als er seinen Speer fester packte, über seine Schulter hob und schließlich mit aller Macht dem Haradrim entgegen schleuderte. Amárie wusste nicht was sie mehr erstaunte; das er den Speer mühelos so weit werfen konnte oder das seine Waffe tatsächlich ihr Ziel fand.
Die schiere Wucht des Speers ließ den gepfählten Haradrim über die Seite des Kriegsturmes kippen wobei er sich ungewollt in einem der Zügel verfing und kopfüber in der Luft darin hängen blieb. Die Folgen waren verheerend. Durch das plötzliche Gewicht an seinem Ohr, wurde das Mûmak unsanft zur Seite gelenkt, wodurch es ohne langsamer zu werden mit seinem Artgenossen zu seiner Linken kollidierte.
Amáries Augen weiteten sich als ihr das Ausmaß des Chaos vor Augen geführt wurde. Beide Tiere zerstampften in ihrer Panik hunderte ihrer eigenen Leute und begruben unzählige weitere unter sich als sie schließlich mit einem erderschütternden Knall zu Boden fielen.
Und mit einem Mal schien die Möglichkeit eines Sieges nicht mehr so unvorstellbar zu sein wie noch wenige Minuten zuvor. Die Rohirrim schienen ebenfalls Hoffnung zu schöpfen und zögerten nicht lange über die gestürzten Südländern her zu fallen. Amárie selbst überlegte fieberhaft wie es ihnen gelingen könnte die anderen Mûmakil zu Fall zu bringen.
Ein paar Rohirrim die Éomer Wurf beobachtet hatten, versuchten bereits seine Taktik zu wiederholen, jedoch ohne all zu großen Erfolg.
Alles was sie damit erreichten, war die Wut der Mûmaktreiber auf sich zu lenken und damit auch die Mûmakil selbst. Schaudernd beobachtete sie wie die verbleibenden Tiere in ihrem Marsch unbeirrbar fortsetzten und damit auch ihr immer näher kamen.
Frust und Wut brannten sich erneut ihren Weg durch ihren Körper und überdeckten rasch die eigentliche Hilflosigkeit die sie spürte. Sie sah Halbarad und einen anderen Dúnedain mit flammend rotem Haar auf ihre Postion zu halten, als ihr plötzliche eine Idee kam.
„Halbarad!" Aufgeregt winkte sie ihn zu sich und spürte so etwas wie Erleichterung als sie bemerkte das noch mehr Dúnedain ihm folgten. Für einen Moment wurde sie daran erinnert, wie unfähig sie als Anführerin war und das es besser gewesen wäre wenn Halbarad die Männer in die Schlacht geführt hätte, so wie er es ohnehin tat. Doch sie schob den Gedanken rasch wieder beiseite, zur Zeit gab es wichtigere Dinge um die sie sich kümmern musste.
„Halbarad, wir brauchen Feuer und jeden Schützen den wir finden können," informierte sie den hochgewachsenen Dúnedain sobald er nah genug bei ihr war um sie deutlich verstehen zu können. Für einen kurzen Moment legte sich seine Stirn in Falten, und seine Augen musterten sie als ob er nicht sicher wäre ob sie noch bei gesundem Verstand war, bevor sie schließlich so etwas wie Verständnis aufblitzen sah. Das war auch gut so, denn ein schneller Blick in Richtung der Mûmakil sagte ihr das sie keine Zeit für lange Erklärungen hatten.
Es war vorbei. Erschöpft und völlig außer Atem stützte Éomer sich auf sein Schwert, das immer noch im Körper des toten Südländers steckte und erlaubte sich für einen kurzen Moment zu rasten. Die Gedanken in seinem Kopf tobten und rasten, während die Schlacht um ihn herum langsam zur Ruhe kam. Er konnte kaum glauben, das sie es tatsächlich geschafft hatten. Zu Beginn war ihm die Lage so hoffnungslos erschienen, doch jetzt im Nachhinein erschien ihm die ganze Schlacht als ein einziges Tauziehen. Kaum hatte die eine Seite einen Vorteil errungen, hatte sie ihn auch schon wieder verloren.
Sie hatten sich zehntausenden von Orks entgegen gestellt und entgegen allen Chancen den Sieg davon getragen. Doch der Jubel über die Einnahme des nördlichen Pelennor dauerte nur bis zum überraschenden Auftauchen der Südländer mit ihren Mûmakil.
Éomer erinnerte sich an die erneute Hoffnungslosigkeit die ihn übermannt hatte und die Wut die es ihm letztlich ermöglicht hatte seinen Speer mit so viel Kraft zu werfen, das er den Mûmaktreiber vom Kriegsturm gefegt hatte.
Selbst jetzt noch fühlte er ein grimmiges Lächeln auf seinen Lippen, als er daran dachte was sein Treffer für Folgen gehabt hatte.
Doch das Chaos hatte nicht lange angehalten und wieder waren sie nicht in der Lage gewesen die Südländer aufzuhalten. Zumindest nicht bis Amárie und die anderen Waldläufer angefangen hatten die Kriegstürme in Brand zu stecken. Das hatte die Chancen das Blatt endgültig zu wenden, für einen kurzen Moment in greifbare Nähe rücken lassen als die panischen Tiere mehr Schaden in den eigenen Reihen anrichteten als gegen ihre Feinde. Aber letztlich war es nicht genug gewesen um sie aufzuhalten. Nur kurze Zeit später waren sie umstellt gewesen.
Die Haradrim hatten ihnen den Süden versperrt während Orks aus allen anderen Himmelsrichtungen auf sie zu gestürmt kamen. Selbst von oben waren sie nicht sicher gewesen, denn schon bald hatte sich der Himmel verdunkelt und Nazgûl hatten sich gnadenlos auf sie gestürzt.
Schmerz durchzuckte ihn bei den Gedanken an das was danach geschehen war, noch bevor Aragorn mit der Armee der Toten aufgetaucht war und den Ausgang der Schlacht für sich entscheiden konnten.
Der König ist tot, es lebe der König! Élodains heiser geflüsterte Worte klangen höhnisch in seinem Kopf wieder. Théoden war tot, getötet vom Hexenkönig von Angmar, kurz bevor er selbst sein Ende fand. Zumindest war das, was ihm zugetragen wurde. Éomer wurde bewusst das er sich am besten selbst davon überzeugen sollte, doch er hatte wenig Hoffnung das die Nachricht eine Lüge war und er Théoden lebend vorfinden würde. Er würde sich wohl damit abfinden müssen, das er nun König der Riddermark war, zumindest bis zur nächsten Schlacht.
Müde blickte er sich um. Überall um ihn herum waren Männer, Rohirrim und Gondorianer gleichermaßen, damit beschäftigt dem Leben von Orks und Haradrim die nicht geflohen waren oder nicht mehr fliehen konnten ein Ende zu setzen sowie er selbst es bis gerade getan hatte.
Das weißblonde Haupt eines Elben in der Entfernung erregte seine Aufmerksamkeit und er ertappte sich dabei wie er die Umgebung nach einem schwarzen Haarschopf absuchte, jedoch ohne Erfolg. Schlagartig wurde ihm bewusst nach wem er da suchte und warum. Er versuchte die verwirrenden Emotionen, die beim Gedanken an Amárie, in ihm aufwallten beiseite zu schieben doch ein nagendes Gefühl von Furcht und Ungewissheit blieb zurück und ließ seinen Blick weiter über die Ebene schweifen.
Zuletzt hatte er sie gesehen als sie, mit dem Rest der Dúnedain, auf ein gefallenes Mûmak zu gestürmt war dessen Reiter noch immer damit beschäftigt waren dem brennenden Kriegsturm zu entkommen. Aber das war lange vor Aragorns Ankunft gewesen. Er hatte keine Ahnung was seit dem mit ihr geschehen war und die Ungewissheit ließ ihn nicht mehr los.
Fluchend zog er sein Schwert aus dem Ork blickte sich erneut um bevor er in Richtung Süden über das Schlachtfeld zog. Die Sonne hatte ihren Zenit längst überschritten und legte die Felder vor ihm in ein trübes, unschmeichelhaftes Licht. Überall brannten Feuer und schwarze Rauchschwaden hüllten weite Abschnitte in wabernde Dunkelheit aber Éomer wusste sich nicht anders zu helfen, als Schritt für Schritt die Reihen entlang zu schreiten.
Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, oder wie vielen halbtoten Orks er währenddessen sein Schwert zwischen die Rippen geschoben hatte, als etwas schließlich seine Aufmerksamkeit auf sich zog, doch die Sonne war bereits weit in den Westen gezogen also musste es länger her sein das er sich auf die Suche begeben hatte.
Für einen langen Augenblick blieb er wie angewurzelt stehen und starrte regungslos auf die Frau die nicht weit entfernt von ihm auf dem Boden lag, bevor die fürchterliche Erkenntnis wen er dort liegen sah ihn wieder in die Realität zurück holte.
Er war sich nicht sicher, aber er musste offensichtlich los gelaufen sein, denn das nächste was er wusste war das er ihren zerbrechlich wirkenden Körper in den Armen hielt und auf ihr blasses Gesicht hinab schaute. Aber es war nicht Amárie die er durch seine tränenverschleierten Augen erblickte, es war seine Schwester.
„Éowyn!" Er glaubte sich selbst ihren Namen rufen zu hören, wieder und wieder bis seine Stimme vor greinen brach, doch er konnte sich nicht sicher sein. Seine Wahrnehmung war nur noch verschwommen, als Schmerz und nie gekannte Verzweiflung ihn tief in ihre Fänge zogen.
Irgendwo in der Ferne glaubte er eine vertraute, sanfte Stimme zu hören die seinen Namen rief doch sie entglitt ihm ebenso wie alles andere.
TBC
