Das erste Gespräch zwischen Bella und Edward. *Muhahahahaha*

ALLEIN!

Na wie das wohl laufen wird.

Lasst euch überraschen.

Viel Spaß!


„Verflucht", motzte ich und wälzte mich in meinem neuen Bett.

Irgendwann gegen zwei Uhr nachts, sind dann auch wir schlafen gegangen. Und ich lag nun schon ne verschissene Stunde im Bett und kann nicht pennen. Nicht weil es unbequem ist oder son scheiß. Einfach weil meine Birne mit zu vielen neuen Eindrücken gefüllt ist. Und dann noch diese lästigen neuen Gefühle von Freude und Liebe. Zum kotzen ist das!

Was bitte hat diese Familie an sich, dass ich sie schon jetzt in mein Herz geschlossen habe? Als wäre es immer MEINE Familie gewesen! Ich fühl mich Zuhause, ein Gefühl das ich nicht mal in meiner Kindheit auf Mamas Schoß hatte. Und was echt krass ist… ich will unter allen Umständen in dieser Familie bleiben. Ich will nicht mehr weg. Was dann wohl bedeutet, ich muss nen bisschen runter kommen. Aber gut, das ist schon machbar. Hab ja jetzt `Geschwister´ die auf mich aufpassen können.

„Boah ne oder? Das wird doch nichts, verdammte scheiße", fluchend stand ich auf und schnappte mir meine Tasche.

„Wo sind… ah da", mit meinen Kippen in einer und nem Feuerzeug in der anderen Hand verließ ich leise das Zimmer.

Langsam lief ich durch die dunklen Gänge und wunderte mich selbst über mich, nirgends gegen zu laufen oder zu stolpern. Aber ich kann ja selbst mit Heels nen Berg erklimmen. In der Küche suchte ich nach etwas, dass den wunderschönen Namen Aschenbecher trägt. Natürlich fand ich keinen. Das hätte mir auch gleich klar sein sollen.

Also schnappte ich mir kurzerhand ein benutztes Glas aus dem Geschirrspüler und füllte es mit nen bissel Wasser. Hellwach und genervt, schob ich die Terrassentür auf und schob sie gleich wieder zu.

„Alter", boah ey, das ist doch alles nicht wahr.

Schweinekalt ist das! Wie soll ich das nur aushalten? Ich bin sone verkackte Kälte nicht gewöhnt. Natürlich hätte mir das auch klar sein sollen, bevor ich mit Panty und Top mein Zimmer verließ.

„Nochmal lauf ich nicht hoch, das kannste knicken."

Ich sah mich um und grinste zufrieden, als ich Emmetts dicke Jacke über einem Stuhl fand. Schnell schlüpfte ich rein und betrat erneut die Terrasse. Untenrum ging es schon mit der Kälte. Es war auszuhalten. Und obenrum sah ich jetzt aus, wie ne verfickte Presswuscht, aber dafür ne warme.

Gemütlich setzte ich mich auf eine der beiden Bänke und stellte mein Glas auf den großen Tisch davor. Dann zog ich mit Genuss eine lebensnotwendige Zigarette aus der Schachtel und zündete sie an.

„Mhhhhh", besser als ein Orgasmus. (Beta A/N: Was hast du dann für schlechte Orgasmen? ^^ - Alter ich lach mich schlapp…die Frau ist der Hammer)

Ich schloss beim ersten Zug die Augen und fühlte mich wie auf Wolke sieben. Bis ich plötzlich Lärm im Haus hörte. OH, nee oder? Lass es bloß nicht Carlisle sein. Aber der war es nicht. Edward steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür und blinzelte ein paar Mal, als er mich sah.

Alter! Dieser Typ ist irgendwann definitiv mein Tod! Dem sollte es verboten werden, nur mit Boxershorts bekleidet rum zu laufen. Ich konnte gar nicht aufhören seine Brust und seinen Bauch zu bestarren. Und diese Beule in der Shorts erst. Heilige,… ich hoffe mir läuft kein peinlicher Sabber aus dem Mund. Ihm schien mein Blick nicht entgangen zu sein, denn er wurde, wie sollte es auch anders sein,…rot. Wie kann man sich bei so einem Körper schämen?

„Was,… was machst du denn hier?"

„Ich kann nicht pennen und du?"

„Wollte mir was zum Trinken holen", ich nickte verstehend und zog an meiner Kippe.

Die er anscheinend erst jetzt sah, denn er runzelte unzufrieden die Stirn. Ich musste mir ein Kichern verkneifen. Plötzlich war er verschwunden. Sehr nett du Idiot!

Doch bevor ich ihm die Pest an den Hals wünschen konnte, war er schon wieder da. Zu meiner Verwunderung mit seiner Jacke und sogar einer Decke. WOW was für ein Gentleman!

„Darf ich?"

Blöde Frage!

„Klar", er setzte sich neben mich.

Darauf bedacht einen halben Meter Abstand zwischen unseren nackten Beinen zu bewahren. Ich verdrehte die Augen. Er gab mir die Decke und sah einfach geradewegs in den dunklen Wald. Seufzend übernahm ich den Part des Mannes und rutschte einfach mal dicht an ihn und legte die Decke um uns beide. Er sah mich verwundert an, doch sobald meine Oberschenkel seine berührten, sah er wieder peinlich berührt weg.

OH MAN! Aber das war schon nen Hammergefühl seine Haut an meiner. Wie elektrische Spannung, die angenehm kribbelte, wenn ich ihn berührte. Wir saßen eine Weile einfach nur da. Er sah in den Wald und ich in den Himmel und zog dabei genüsslich an meiner Kippe. Obwohl vom Himmel nichts zu sehen war, was mich echt deprimierte.

Ich seufzte und hatte wieder seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Meine Kippe ließ ich mit einem zischen ins Glas fallen und drehte Edward meinem Kopf zu. Der argwöhnisch auf meinen `Aschenbecher´ sah.

„Hab keinen gefunden", erklärte ich.

„Ich stell dir morgen einen hin", nuschelte er unzufrieden.

Ich grinste in mich hinein. Den hab ich ja so was von um den Finger gewickelt.

„So was wie nen Sternenhimmel gibt es hier wohl nicht, was?"

Wütend sah ich in den Himmel. Er kicherte, als er meinen Blick sah.

„Ein paarmal im Jahr können auch wir die Sterne sehen. Nicht oft, aber es ist möglich."

„In Phoenix war jede Nacht sternenklar. Außer an den drei, vier Unwettern im Jahr."

„Muss schwer für dich sein, jetzt hier zu sein", mit großen Augen sah ich zu ihm.

Gott, wir starrten uns bestimmt 5 Minuten wie bekloppt in die Augen. Meine begannen schon zu brennen.

„Ähm nein,… also nicht wirklich. Es ist ja nicht so das,… also das ich in Phoenix gern gesehen war. War da immer nur der Störenfried. Hier,… hier hab ich,… also hier da hab ich das Gefühl, endlich wo dazu zu gehören und gewollt zu sein."

Alte,… seit wann stotterst du denn rum, du Gestörte? Das ist ja peinlich und seit wann redest du über deine Gefühle? Hackt es bei dir? Ich könnte mich gerade selbst schlagen.

„Du bist hier gewollt", und ich konnte nix gegen das dämliche Grinsen auf meinem Gesicht tun.

Verdammt!

„Gott", stöhnte ich.

„Was ist?"

„Ich mutier voll zum Weichei", jammerte ich und brachte Edward damit zum Kichern.

„Es ist nicht verkehrt, auch mal seine schwachen Seiten zu zeigen. Denn sie gehören zu jedem mit dazu", ich verdrehte die Augen.

„Und im Übrigen, mag ich diese Seite an dir sehr", ich verschluckte mich an meine Spucke und sah zu ihm.

Er hatte sich abgewandt und knetete seine Hände. OKAYYYY! Dieser Satz hat ihm wahrscheinlich wahnsinnig viel Überwindung gekostet. Der ist scharf auf mich, daran hab ich gar keinen Zweifel. Und ehrlich gesagt,… freut mich diese Erkenntnis.

„Soll heißen, meine normale kannste nicht ausstehen oder was?", stichelte ich.
Gott der Junge muss lernen, dass er einfach das reden kann was er denkt, ohne sich darüber später Gedanken zu machen. Was raus ist, ist raus. Ganz einfach.

„Doch, doch ist nur ungewöhnlich", rettete er sich schnell.

Ich lachte und stieß ihm mit der Schulter an, als würde ich ihn schon Jahre kennen.

„Ich mag dich auch", brachte ich ihn wieder zum erröten.

Gott, der ist ja so süß! Ich lachte darüber, was ihn nur noch mehr erröten ließ. Und mich noch lauter lachen.

„Danke", stotterte er dann irgendwann.

„Kein Ding,… man kann euch ja nur lieben", sagte ich ehrlich.

Ein ganz leises und genuscheltes „dich auch", ließ mein Herz einen Hüpfer machen. Gott ich mag ihn! Wahrscheinlich mehr, als Gesund für uns beide ist.

„Aber nun erzähl mal. Du bist also der heißbegehrteste Typ Mann, auf den jede in diesem Kaff steht und du machst nicht mehr, als sie freundlich anzugrinsen?"

„Was soll ich sonst schon machen", sagte er abwesend.

OH OH! Ein Gesprächsthema, das ihm gar nicht passt. Was aber nicht bedeuten soll, dass mich das in irgendeiner Weise davon abhält, dieses Thema zu beenden.

„Ach nun komm schon, sei nicht so verklemmt. Mit mir kannst darüber ruhig reden. Immerhin bin ich ja jetzt so was wie deine Schwester", grinste ich.

„Das hat nichts mit verklemmt zu tun. Ich hab nur keine Lust auf so eine Art von Frauen", ich stutzte.

Wir kamen der ganzen Sache schon näher.

„Was für Frauen?"

„Na solche, denen es nicht um mich geht, sondern einfach um mein Äußeres. Ich weiß, dass ich gut aussehe. Soviel Ego hab ich, um das zu erkennen. Aber ich bin es leid, eine Traube Mädchen um mich zu haben, die nur von meinem Ruf und meinem Aussehen profitieren wollen, ohne mich als Person kennen lernen zu wollen."

Erstaunt sah ich ihn an. Das was er sagte, war ihm nicht einmal unangenehm. Vielleicht war er zurückhaltend, aber keinesfalls verklemmt.

„Findest du es nicht stark, angehimmelt zu werden?"

Ich kannte die Antwort. Denn ich weiß wie es mir selbst geht. Nur mit dem Unterschied, dass ich das Verhalten der hormongesteuerten Typen zum kotzen finde, sie aber dennoch für meinen Spaß missbrauche. Ich meine,… das ist es doch eh, was sie wollen und auch was ich ab und zu mal will. Und wenn sie in einer Schlange vor mir stehen, warum dann nicht jemand glückliches auswählen?

„Etwas,…zu viel ist einfach nur nervig. Diese ganzen schrillen Mädchenstimmen, die anfangen zu gackern, nur wenn ich einer ihrer Freundinnen mal sage, dass sie heute hübsch aussieht. Oder andere die sich gegenseitig angiften, nur weil eine meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat und die andere deswegen zu kurz kommt. Dieses ständige „Edward schau mal meine neuen Schuhe…ich war beim Friseur, gefällt es dir, oder… findest du ich sehe zu dick in dieser Jeans aus". Ich kann das einfach nicht mehr hören. Denen geht es doch eh nur um das eine. Und ich hab keine Lust über den Schulhof zu laufen und hören zu müssen, wie sie mit Freundinnen unsere gemeinsamen Abenden auseinander nehmen und dabei jedes kleinste Detail beschreiben, nur um angeben zu können", während er sprach wurde mein Grinsen immer breiter.

Er sah es nicht, denn er vermied bei diesem Thema Blickkontakt zu mir. Aber er redete sich wortwörtlich in Rage. Ich hätte ja beim besten Willen nicht gedacht, dass er so viel sprechen kann. Und vor allem so aus sich hinauskommen kann. Ich musste kichern und er drehte ruckartig seinen Kopf zu mir.

„Ich verstehe", gluckste ich.

„Ist es bei dir nicht auch so?"

„Hää?"

„Na ich meine…", plötzlich wurde er wieder rot.

Es dämmerte mir was er sagen sollte.

„Du meinst, ob ich auch so belagert werde, weil ich ne scharfe Schnitte bin?"

Er blinzelte ein paar Mal. Ich könnte mich über sein Gesicht schon wieder beölen. Aber dann brachte er ein nicken zu Stande.

„Oh,… das bedeutet also, du findest mich scharf", stichelte ich weiter.

Er seufzte, wohl wissend was ich gerade tat. Dennoch beantwortete er meine Frage mit einem kleinen Nicken. Mir wurde es gleich angenehm warm.

„Ich nehm das jetzt mal als Kompliment, das ich gern weiter gebe. Denn du bist mit Abstand der geilste Typ, den ich je gesehen habe. Das muss einfach mal gesagt werden", er senkte peinlich berührt den Blick.

„Danke", wisperte er und ich grinste.

„Na auch eine?"

Ich wedelte mit meiner Schachtel vor seiner Nase rum. Worauf hin er mich nur mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. Ich nehm das mal als nein.

„Dann nicht", ich zuckte die Schultern und zündete mir eine an.

„Aber um deine Frage zu beantworten. Ähm, wie war die noch…? Ach ja, also ja da gab es ziemlich viele in Phoenix, die mir hinterher gesabbert haben und unbedingt mit mir in die Kiste wollten oder sich mit mir zeigen wollten. Ich fand es schon nervig, hab denen es auch spüren und wissen lassen. Es sei denn, ich hatte mal ordentlich Lust, was doch öfter vorkam als beabsichtigt, dann hab ich mir einen von ihnen ausgesucht", er schluckte über meine Freizügigkeit.

„Und es stört dich nicht, wenn sie hinter deinem Rücken über dich reden?"

„Nö, nicht im Geringsten. Wenn es ihnen dadurch besser geht. Mir ist das egal. Ich hab schon lange damit aufgehört, mir Gedanken darüber zu machen, was andere Leute von mir halten könnten. Es ist mein verdammtes Leben und wenn ich so leben möchte, dann tu ich es. Immerhin leb ich nur einmal soweit mir bekannt ist. Also scheiß ich auch darauf, was andere von mir halten."

Er sah nachdenklich aus. Ich zog genüsslich an meiner Kippe und beobachtete ihn dabei.

„Wie die Jungs wohl hier auf dich Reagieren werden?", sprach er dann nach einem kurzen Moment des Schweigens.

„Na ich hoffe doch mal nicht abgeneigt. Immerhin werde ich ziemlich unausstehlich beim Sexentzug. Glaub mir, das wollt ihr nicht erleben", er riss die Augen auf, wusste darauf hin aber nichts zu sagen.

„Doch wenn es so sein sollte, wirst du mir wohl zur Verfügung stehen müssen", sagte ich zuckersüß.

„Was", rief er aus und ich lachte laut.

Nach zwei schnellen Zügen hintereinander schmiss ich meine Kippe ins Glas und kicherte noch immer über sein ungläubiges Gesicht.

Jungfrau!

„Das,…das war ein Scherz oder?"

„Schauen wir mal."

Ich wackelte mit den Augenbrauen, was ihn erschauern ließ. Ich konnte mir gut vorstellen, wie eng es gerade in seiner Boxershorts sein muss. Das bestätigte er mir auch, als ich aufstehen wollte und die Decke von ihm reißen wollte. Diese hielt er aber geschickt fest und presste sie unauffällig vor seinen Schritt.

Ja, ja unauffällig…tzzz. Ich hab dich durchschaut Edward Cullen und glaub mir, auch du wirst mir nicht wiederstehen können. Mal sehen was die Zeit so mit sich bringt. Er schnappte sich auch noch, ganz der Gentleman, das Glas mit den Kippen und lief hinter mir zurück ins Haus. Zusammen liefen wir die Treppe nach oben. Die Decke hielt er noch immer vor sich. Ich schmunzelte und wackelte provokant beim Treppe raufsteigen mit dem Arsch. Ich hörte wie er einen Ausfallschritt machte, sich dann aber wieder fing und eilig hinter mir her stolperte.

„Gute Nacht Bella", sagte er leise vor seiner Zimmertür.

Mit einem ehrlichen lächeln drehte ich mich zu ihm und flüsterte ein „Schlaf gut".

Yeah Bella bringt ihn ja ganz schön zum schwitzen den armen.

Ich hab da voll Mitleid mit ihm *kicher*


Danke an alle Leser.

Lasst mir ein Review da.

LG jennalynn