Birth of a Phoenix

Chapter 3; Reunited by Untruths

Hogwarts Quidditch pitch

Harry wusste nicht, wo er ankommen würde, als er abreiste, denn alles was er wusste, war, das er jenen Weg nahm, auf dem er hier her gelangt war. In diesem Fall war es jener Weg, den auch der Portschlüssel mit dem Körper des anderen Schülers genommen hatte.

Das Quidditch-Stadion hatte sich verändert, seit er abgereist war. Der Irrgarten war ver­schwunden und das normalerweise sichtbare Gras war nun wieder da und auf diesem standen nun Erwachsene sowie vier Schüler. Ben fiel auf den Boden, kaum das sie angekommen wa­ren und Harry landete auf dem Bauch von Ben, als dieser unsanft zu Boden ging. Harry schnappte mit seinem Schnabel nach einem Mann, welchem er misstraute, woraufhin dieser sehr vorsichtig wurde.

Er schnappte auch nach dem alten Mann, bei dem es sich nur um Albus Dumbledore handeln konnte, welcher von dieser Reaktion völlig überrascht wurde. "Damy!" schrie Ben weshalb Harry sich plötzlich auf dem T-Shirt umdrehte um zu seinem zwölfjährigen Bruder zu schau­en, der schlitternd neben Ben zum Stehen kam.

"Bist du in Ordnung?" fragte Damien aber Ben stöhnte nur als Antwort. Harry sprang auf das Gras und breitete seine Flügel aus, bevor er immer wieder die Seite von Ben anstiess, als wenn er ihn umdrehen wollte. Damien schien das Verhalten zu verstehen und bekam ein scho­ckiertes Gesicht. "Bist zu verletzt?"

Ben nickte schwach, bevor er versuchte, sich umzudrehen. Harry schnappte erneut nach Dumb­ledore da die Instinkte des Phönix im Bezug auf den Schutz seiner Brüder Überhand nahmen und es nicht zuliessen, das der Schulleiter sich ihnen näherte. Damy drückte und zog solange an seinem Bruder, bis dieser auf dem Bauch lag. Danach nahm er dessen Hand in die Seinige und drückte sie fest.

Dumbledore, Damien und einige andere, die nun herankamen, stöhnten bei dem Anblick, der sich ihnen bot auf und eine weiss gekleidete Frau zog bereits ihren Zauberstab. Harry schaute auf den Rücken seines Bruders und zog an dem Hemd, so dass dieses nach oben rutschte und den tiefen Schnitt im Rücken von Ben freigab. Er reagierte schneller als die Heilerin und beugte seinen Kopf über die Wunde. Normalerweise musste er sich an alle schrecklichen Er­innerungen erinnern, bevor er weinen konnte, aber da er nun so nahe bei seinen Brüdern war, nahmen die Emotionen überhand und sie reichten aus, damit er nur an die Tränen denken musste, damit sie erschienen. Vier weisse tränen fielen auf die Haut seines Bruders.

Sie wurden regelrecht von der Wunde aufgesogen und die Wunde begann sich umgehend zu schliessen und kurze Zeit später war fast garnichts mehr von ihr zu erkennen, selbst das Blut war verschwunden. Ben stöhnte leicht als die Heilung endete und Harry gelang es gerade so eben zurückzuspringen, bevor er von Ben heruntergeschleudert worden wäre, da sich dieser erneut umdrehte und sich aufsetzte. Damien schlang seine Arme um Ben und Harry verspürte eine gewisse Form von Eifersucht, allerdings wusste er nicht auf wen er eifersüchtig sein soll­te, denn er wollte beide Brüder umarmen.

Damien lies Ben nun wieder los und Harry landete sanft auf Damien's Bein. Damien schien kurz davor zu sein, auch Harry umarmen zu wollen, aber der Phönix-Animagus wurde leider enttäuscht, da sich Damien doch beherrschen konnte

"Schulleiter?" Ben's Stimme brachte Harry wieder in die Wirklichkeit zurück. "Ich verstehe es nicht. Ist das Fawkes?"

"Nein mein Junge." sagte Dumbledore und trat vor, aber Harry's nach ihm schnappender Schnabel lies ihn innehalten. Harry bemerkte aber, das der alte Mann an seinem Ärmel fum­melte, wo er wohl seinen Zauberstab versteckt hielt, genau wie Nick es getan hatte. "Dieses junge Wesen tauchte kurz nach dem Beginn der letzten Aufgabe überraschend auf. Er scheint Damien sehr gern zu haben, aber er verschwand, nachdem du entführt wurdest."

"Ich denke ausserdem, das er Ron nicht wirklich mag." murmelte Damien weshalb ihn sein älterer Bruder irritiert anschaute. "Er hat ihm in die Hand gebissen."

Harry schüttelte zufrieden seine Federn als der Stolz wieder empor kam. "Und ich glaube das Mr. Weasley eine wichtige Lektion darüber gelernt hat, das man keinen Phönix als Pigeon be­zeichnen sollte." sagte Dumble­dore lächelnd.

"Albus, vielleicht sollte ich Mr. Potter zur Krankenstation nach oben bringen, um zu überprü­fen, ob es andere...äh...Probleme bei ihm gibt und du dich um das andere...äh...Problem küm­mern kannst." sagte der einbeinige Mann der hinter Dumbledore stand und deutete mit einer Hand und deutete auf das trauernde Elternpaar hinter ihm. Harry hielt inne und betrachtete den entstellten Magier misstrauisch, denn irgend etwas schien bei ihm nicht zu stimmen, aber leider konnte Harry nicht festestellen, was; er wusste nur, das dieser Mann log.

"Ah, ich denke das ist die Beste Lösung, Alastor. Vielleicht solltest du auch Damien mitneh­men. Ich glaube das James und Lily im Gryffindor-Turm sind und versuchen, die Zwillinge und die anderen Schüler zu beruhigen." sagte Dumbledore nickend, bevor er sich zum gehen umwandte. Er hielt inne und schaute zu Ben. "Ich denke wir werden über alles weitere spre­chen, sobald du aus dem Krankenflügel entlassen wurdest."

Der Schulleiter war keine zwei Schritte weit gekommen, als Alastor, der narbengesichtige Zauberer, mit einer unlogischen Bewegung und einem irren Glitzern in den Augen vortrat. Harry hatte dieses Glitzern nur in den Augen jener verwaisten Kinder gesehen, wenn diese Schokolade oder Eiscreme bekamen. Es war Gier. Harry erhob sich mit erstaunlich starken Flügelschlägen in die Luft, obwohl er für Phönixverhältnisse noch sehr jung war und gab einen Warnschrei von sich, der dazu führte, das der Schulleiter sich sofort umdrehte und den Zauberstab in der Hand hielt.

Alastar trat einen Schritt zurück und starrte den Schulleiter an, der ebenfalls verwirrt drein schaute. "Was ist los?" fragte Dumbledore, obwohl Harry sich nicht sicher war, mit wem er redete.

"Ich weiss es nicht, Albus, vielleicht ist der Phönix unberechenbar." Harry wollte ihn anstar­ren, aber er wusste, das dieses nicht auf seinem Gesicht zu sehen sein würde. "Vielleicht soll­ten wir ihn ruhigstellen, bis wir wissen, was mit ihm los ist."

"Unberechenbar!" Harry war beleidigt. "Nimm! das!" seine Flügelschläge wurden immer ag­gressiver und Alastor trat einen nervösen Schritt zurück, etwas, das definitiv Dumbledore's Aufmerksamkeit erregte. Scheinbar passte dieses Verhalten nicht zu Alastor.

Alastar griff nach einer Flasche an seinem Gürtel. Diese hielt er an seinen Mund um daraus zu trinken, und Harry wusste instinktiv, das der Inhalt der Flasche eben jene Sache war, die dafür sorgte, das er Alastor nicht in der Nähe seiner Brüder haben wollte. Er kreischte erneut laut und flog vorwärts. Alastor stolperte rückwärts und die Flasche entglitt seinen Fingern. Sie landete im Gras während Harry beschützend über Damien und Ben kreiste.

"Was ist das, Alastor?" fragte Dumbledore während er sich auf den Inhalt der Flasche kon­zentrierte, der nun auslief. Harry betrachtete ihn und erkannte das es definitiv kein Wasser war. Es war zu fest.

"Ich würde es überall erkennen, Schulleiter." sagte eine schleimige Stimme hinter Dumbledo­re. Ein Mann mit glattem Haar und einer unförmigen Nase erschien aus der Dunkelheit. "Das ist Vielsaft-Trank." Umgehend waren beide Zauberstäbe der Männer auf Alastor gerichtet.

Ein undefinierbarer und wohl wahnsinnig zu nennender Ausdruck erschien auf dem Gesicht von Alastor. Dieser richtete völlig überraschend seinen Zauberstab auf . "Diffindo!" sagte er laut und ein dunkelblauer Fluch flog auf Ben zu.

Harry reagierte eher aus Instinkt heraus ohne auf seine eigene Gesundheit zu achten, denn er wusste, das keiner der beiden Magier schnell genug reagieren konnte und das Ben und Dami­en nicht einmal ihre Zauberstäbe in den Händen hielten, geschweigedenn genügend starke Schutzzauber beherrschten. Er stiess direkt aus der Luft hinab und fing den tödlichen Schnitt­fluch mit seinem Körper ab. Alles was er noch sah bevor er ohnmächtig zu werden begann war, wie „Alastor" von zwei Zaubern in den Bauch getroffen wurde. Der Schmerz war überall in seinem gesamten Körper zu spüren und er verlor die Kontrolle über seinen Flug und schlug auf dem Boden auf.

Er blinzelte kurz und schaute in Ben's und Damien's Gesichter, die ihn besorgt anschauten. Er sah das sein Zwillingsbruder keinerlei Schmerz in den Augen hatte, so dass er davon ausging, das Ben seinen Schmerz nicht spürte solang er ein Phönix war. War es nun der Schmerz oder die Erleichterung, es war ihm jedenfalls egal, wo oder warum, aber er rollte sich zufrieden in den Armen von Damien zusammen als dieser ihn aufhob und ansich drückte.

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Hogwarts Hospital Wing

Harry erwachte ohne jede Schmerzen, was sehr ungewöhnlich war für ihn. Normalerweise war das erste, was er beim Erwachen verspürte, der Schmerz im Bauch, das primäre Symptom seiner Krankheit, aber diesmal spürte er rein garnichts. Er hatte allerdings ein komisches Ge­fühl in seinem Rücken und er erkannte, das er auf eher unangenehme Weise auf seinem Flü­gel lag.

"Moment mal…Mein flügel?" Sofort war er komplett erwacht und versucht sich auf seine Krallen zu stellen, denn es war der erste mal seit langer Zeit, das er in seiner Phönixform er­wachte und das Gefühl, ohne Schmerzen schlafen zu können, war noch immer ungewohnt für ihn. Die eingefalteten Laken die über ihn gelegt worden waren, behinderten ihn leider nun massiv und er krächtzte ungehalten, da er sich nur noch mehr verhedderte und erneut hinfiel.

Sanfte Hände falteten seine Flügel vorsichtig zusammen und er wusste instinktik, das er sich in keinerlei Gefahr befand. Die vorsichtigen Hände hoben ihn auf und zwei weitere Hände entfernten das Laken, in das er sich in seiner Panik verwickelt hatte. Die Personen hinter ihm setzten ihn nun auf einem sauberen Tisch ab und er drehte sich um und starrte überrascht in Ben's Gesicht. Er hielt inne.

Harry zwang sich dazu, seinen Blick von seinen beiden Brüdern abzuwenden und statt dessen den Raum zu begutachten, was ihn sehr viel Kraft kostete. Der Raum war leer aber es waren zwei Reihen von je zwölf Betten zu erkennen. Am Ende auf jeder Seite der Tür waren zwei Räume zu sehen deren Türen offen standen und in je ein Bad führten, während am anderen Ende des Raumes in ihrer Nähe waren zwei weitere Türen. Eine war mit dem Wort „Lager" beschriftet, die andere mit dem Namensschild „Madam P. Pomfrey".

Er hatte das Gefühl, als würde sein Herz enzwei brechen und wenn er das Gefühl nicht schon früher verspürt hatte, als er Damien zum ersten Mal nach neun Jahren erblickte, so hätte er ge­dacht, er würde Tod umkippen. Ben schaute erst irritiert zu ihm, bevor er sich erneut auf das Bett setzte. Damien setzte sich neben ihn.

Zwischen dem sechsten und siebten Bett auf ihrer seite des Raumes befand sich eine Doppel­tür aus Glas, die auf einen grossen Balkon führte. "Ich denke ich muss dir von ganzem Herzen danken, das du mich geheilt hast?" Harry wandte sich erneut Ben zu, da es sein älterer Bruder war, der gesprochen hatte. Harry wusste nicht, ob er antworten sollte, so dass er sich dafür entschied, seine Flügel zu entfalten und die Federn mit seinem Schnabel zu richten.

Ein sanftes Lachen ertönte im Raum und Harry schaute zu Damien der dort lachte. "Er erin­nert mich sehr stark an dich, Benji." sagte Damien kichernd. "Er ist auch einfach zu höflich."

Ben gab seinem jüngeren Bruder einen Klapps auf den Arm bevor er sich erhob. "Mum und Dad sagten, das wir dich mit hinunter bringen sollten, wenn du erwachst." sagt Ben zu Harry.

Harry starrte sie einen Moment an, bevor er seine Flügel ein paar mal bewegte und sich in die Luft erhob. Er landete auf Ben's ausgestrecktem Arm und erreichte mit ein paar vorsichtigen Sprüngen die Schulter des vierzehnjährigen. Harry starrte einen Moment auf Ben's wildes Haar und hörte dann das Lachen seines geliebten Bruders. Hier her gehöre ich.

"Du bleibst also vorerst bei uns?" fragte Damien und Harry erkannte, das er angesprochen wurde. Harry schaute ihn an bevor er sanft an Ben's Ohr zupfte. "Ich würde sagen, das heisst eindeutig Ja."

Ben bewegte seine Hand um Harry von seinem empfindlichen Ohr wegzuscheuchen, aber Harry hob nur seinen Flügel und begann diesen zu ordnen. Wenn er schon seine Eltern wie­dersehen sollte, so wollte er doch vernünftig ausschauen. Harry verblieb auf Ben's Schulter während sie durch die Gänge liefen bis sie die Grosse Halle erreichten.

Als sie durch die offenen Türen traten, wurde es schlagartig Still während alle Anwesenden sich ihnen zuwandten. Harry schaute sich um und erkannte schnell die vier Haustische und den Tisch der Lehrer sowie die schwarzen Fahnen, welche die Wände bedeckten. Zwei kleine, neunjährige Mädchen erhoben sich vom Lehrertisch und rannten den Gang zwischen den Ra­venclaw und Gryffindor-Tischen hindurch und Harry sah sich gezwungen abzuheben, da bei­de Mädchen die beiden Brüder umrannten. "Nun, so kann man das Wiedersehen auch feiern." dachte Harry mehr zu sich selbst während er immer höher flog um sich schliesslich auf einer der Verstrebungen niederzulassen.

Harry beboachtete seine vier Geschwister, "Meine Geschwister!" welche nun in Richtung Lehrertisch liefen und er fragte sich, ob die Zwillinge überhaupt wussten, das es ihn gab. Plötzlich hatte er das Gefühl, sich selbst einen Klaps geben zu müssen. Ben hätte nie zugelas­sen, das sie ohne das Wissen um ihn aufwuchsen. Harry hatte von ihm das Versprechen erhal­ten, das er dafür sorgen würde, das Damien ihn nie vergass und Harry war sich nun eindeutig sicher, das sich Damien an ihn erinnerte und ihn erstrecht vermisste.

Harry beobachtete leicht amüsiert wie eine weisse Wolke vor seinem Gesicht entlang flog und machte sich einen Spass daraus, sie durch die Luft zu pusten, während seine Brüder die Umar­mungen akzeptierten. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Unterhaltungen unter den Schülern wieder, währrend sie zu Abend assen, und entgegen den Schulregeln setzte sich die gesamte Familie Potter an das Ende des Gryffindor-Tisches. Die beiden Weasley-Geschwister setzten sich bald zu ihnen und das braunhaarige Mädchen von letzter Nacht folgte auch bald.

Harry verstand ihre Unterhaltungen von seinem Standort aus nicht, und er war sich nicht si­cher, ob er dies wollte, da er deutlich das Lächeln auf ihren Gesichtern sah, selbst als die Trauer noch immer in der Halle hing. Er spürte den Blick des Schulleiters auf ihm und dies während des gesamten Essens, aber erst gut eine Stunde später, nachdem die Schüler gegan­gen waren, ausser den Potter-Kindern, brachte er ihn wieder zur Sprache.

Die meisten Lehrer waren ebenfalls bereits gegangen, ausser einem Halbriesen und der stell­vertretenden Schulleiterin, welche sich zu dem Schulleiter gesellten, welcher nun zu den Pot­ters ging und sich dort niederliess.

"Habt ihr euren neuen Freund jemals zuvor gesehen, Benjamin?" hörte Harry Dumbledore fragen. Harry sah wie sein älterer Bruder den Kopf schüttelte. "Und du, Damien?"

"Nein, Sir." sagte Damien. "Gestern war es das erste Mal. Ich dachte anfangs es sei Fawkes, bevor ich sah, das er noch sehr klein war."

"KLEIN!" dachte Harry mit einer Spur von Stolz, aber er unterdrückte diesen Kommentar er­folgreich, da es Damy war, der es gesagt hatte. Harry bewegte seinen Kopf vorwärts und brei­tete seine Flügel aus so das er langsam hinab zum Tisch gleiten konnte. Harry liess sich in der Mitte des Tisches nieder, in der Nähe von Ben und, die sich gegenüber sassen und je eine Schwester und einen Elternteil nebensich sitzen hatten. Die Lehrer sassen den Eltern gegen­über.

Damien griff hinüber zu ihm und Harry hüpfte über den Tisch zu ihm hinüber und akzeptierte die vorsichtigen Streicheleinheiten nahe seinem Nacken. Dumbledore entschied sich, das Ge­spräch fortzuführen. "Ich würde mir keine Sorgen machen, Lily." sagte er der zögernden Frau. "Ich bezweifele sehr stark, das dieser Phönix einem eurer Söhne etwas zu Leide tun würde. Ihr solltet ihm eher sehr dankbar sein, das er Ben's Leben gerettet hat."

Harry öffnete eines seiner Augenlider und beobachtete seine Mutter. Ihr Haar hatte etwas an Grautönen gewonnen, aber trotzdem sah sie mit 38 Jahren noch immer so aus, wie er sie in Erinnerung hatte. Ihre grünen Augen sahen genauso aus wie seine und die von Damien. Sein Vater sah etwas älter aus als er es in Erinnerung hatte und die beiden Mädchen, Acacia und Cri­santa folgten der Tradition ihrer Mutter und hatten Blumennamen, und ausserdem die glei­chen braunen Augen und das Schwarze Haar wie ihr Vater. Harry konnte nicht sagen, welche welche war da beide eineiige Zwillinge waren, im Gegensatz zu Ben und ihm.

James hob seine Hand und versuchte ihn zu streicheln, und Harry wartete solange, bis seine Hand in Reichweite war, bevor er mit dem Schnabel zubiss. Er erwischte James' Finger und verursachte dort zwei tiefe Schnitte, bevor der Magier die Hand zurückziehen konnte. Harry hüpfte aus der Reichweite seines Vaters während er einem Schlag des verletzten Mannes aus­wich.

"Was sollte das bitte?" fragte Ben erschrocken.

"Er reagierte genauso bei Ron." sagte Damien, „Obwohl Ron ihn als Pigeon bezeichnete, weshalb ich das noch verstehen konnte."

Harry schaute seinen kleinen Bruder zufrieden an bevor er zu dessen Seite hüpfte. Dumbledo­re fing wieder an zu reden. "Er scheint es zu lieben, seine eigene Stimme zu hören, oder?" Ben und Damien kicherten vor Lachen und Harry erschrack. Konnten sie ihn verstehen?

"Ich verstehe seine Reaktion nicht, Fawkes kann schon recht aggressiv reagieren, wenn je­mand ihn oder mich beleidigt, aber ich wüsste nicht, wie James ihn beleidigt haben könnte." sagte Dumbledore.

"Es scheint so als wüsstest du doch nicht alles, Alter Mann!" dachte Harry und beobachtete wie seine beiden Brüder ihn verwirrt anstarrten, denn sie hatten ihn anscheinend in der Tat ge­hört. "Könnt ihr mich verstehen?" sagte Harry und konzentrierte sich auf beide, aber sie rea­gierten nicht. Scheinbar konnte er ihnen etwas mitteilen, aber nicht umgekehrt. Harry seuftzte leicht. Vielleicht liegt es daran, das er nur ein Animagus war und kein echter Phönix.

Harry beobachtete seine beiden Schwestern die er nie kennen gelernt hatte, da sie im Gegen­satz zu Ben niemals im Tagespropheten aufgetaucht waren. Sie waren hübsche kleine Mäd­chen mit identischen Gesichtern und beide schienen sich auf die gleiche Art zu bewegen. Har­ry fragte sich, ob Ben und er genauso eng verbunden gewesen wären, wenn er nicht erkrankt wäre.

"Nicht!" warnte Lily eine der beiden Schwestern, die sich anschickte ihn zu berühren.

"Sei vorsichtig Acacia." sagte Damien während er eine Hand auf ihren Arm legte so dass er sie schnell ausser Reichweite hätte bringen können, wenn Harry sie ebenfalls hätte beissen wollen. Harry fand es interessant, das Lily nicht in der Lage war die beiden Ausseinander zu halten, während Damien und Ben dies gelang. Harry wandte seinen Kopf herum um die Hand zu beobachten und sie hielt inne, als Damien zögerte.

Harry zwitscherte beruhigend um den Jungen zu beruhigen, bevor er seinen Kopf in Richtung der Hand bewegte und sich in die Hand lehnte. Er hörte das überraschte Aufkeuchen von Aca­cia als sie ihn sanft zu streicheln begann. Er ging über den Tisch in ihre Richtung so dass auch Crisanta ihn streicheln konnte.

"Vielleicht mag er, weil er so jung ist, keine Erwachsenen." meinte Dumbledore. Harry hätte gekichert, wenn es möglich gewesen wäre. "Ich hoffe aber eher, das er hier ist um sich viel­leicht an Ben zu binden."

"Er scheint aber Damien genauso zu mögen wie mich." stellte Ben fest, ohne den Schulleiter anzusehen.

"Phönixe binden sich nicht an zwei Menschen." erklärte Dumbledore.

"Ich bin nicht hier um mich an jemanden zu binden, alter Mann." sagte Harry und starrte be­sagten Magier unter der streichelnden Hand hervor lange an.

"Vielleicht ist er nur zu Besuch hier?" fragte Damien weshalb Harry sich fragte, ob sie ihn nicht doch verstehen konnten.

"Richtig Jungs. Zeit für das Bett." sagte Lily bevor sie aufstand und ihre Töchter von Harry trennte während sie seinem Schnabel auswich. Harry flog empor, als Ben und Damien auf­standen und zu den Haupttüren gingen. Er flog aus einem der Fenster hinaus und entschied sich dafür, die Umgebung etwas zu erkunden.

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Gryffindor Tower Balcony

Harry musste nur der Verbindung zu seinem Zwillingsbruder und den Emotionen die er dar­über erhielt zu folgen, um ihn zu finden und zu erkennen, das dieser einen Gesprächspartner benötigte. Harry landete auf der Reling des Balkons und sah das sein geliebter Bruder gegen eine Wand gelehnt dasass und die Knie gegen sein Kinn angezogen hatte, während seine Arme um diese gelegt waren. Sein Kopf lehnte gegen die Knie während er mit geschlossenen Augen ins Leere zu starren schien. Wenn Harry es nicht besser wüsste, würde er sagen, das er schlief

Harry glitt sanft hinab auf den Balkon und landete auf den Boden vor Ben's Füssen. Er lehnte sich vorwärts und zog an Ben's schwarzen Hosen um dessen Aufmerksamkeit zu erregen, woraufhin dieser ihn erstaunt anschaute. "Oh, Hallo. Damy und Ich fragten uns schon, wo du geblieben bist."

Harry bewegte sich leicht, als Ben seine Beine ausstreckte, diese aber leicht gebeugt hielt. Harry nahm die Gelegenheit wahr und hüpfte auf das linke Knie. Er entfaltete seine Flügel um die Balance zu finden faltete sie dann aber wieder zusammen um Ben zu beobachten. Er war nur gut sechs Inches entfernt von dessen Gesicht und schauten sich gegenseitig in die Au­gen, so dass er leicht die Tränen in Ben's Augen sehen konnte

Harry lehnte sich vor und rieb sanft die Tränen mit dem Schnabel von der Backe. Als er sich zurückzog, rieb Ben sich die Augen mit dem Ärmel der Robe. "Entschuldige." murmelte Ben, "Ich bin sicher, das du nicht herkamst um solch einen Schwächling zu sehen."

Harry klapperte mit seinem Schnabel um deutlich zu machen das er dem nicht zustimmte. "Ich bin schwach; Ich brauchte dich um mich vor Voldemort zu retten oder nicht." Harry seuftzte mental da er nicht verbal antworten konnte. "Ich konnte weder Cedric onch Harry helfen."

Das genügte Harry. Er lehnte sich vor und tippte Ben etwas unsanft mit dem Schnabel an die Seite des Kopfes. "Was?" Ben starrte ihn irritiert an. "Du glaubst, das ich Harry hätte helfen können, aber mich dagegen entschied."

Harry lief vorsichtig über Ben's Bein hinab und Ben glich sein Gewicht nun aus. Harry stand nun auf Ben's Oberschenkel während er in dessen braune Augen starrte. Augen, die er niemals vergessen hatte. Er wusste nicht, wie es funktionierte und ob es überhaupt funktionierte, aber er wusste einfach, das er etwas zu Ben sagen musste.

"Oh doch, du hast Harry sehr viel geholfen!"

"Du kannst ja reden!" Ben rammte mit seinem Kopf gegen eine Wand, als er erschrocken zu­rückwich. "Das war also jene Stimme die ich hörte, die sich über Professor Dumbledore lustig machte." Harry schüttelte seine Federn im Stolz als sein Werk anerkannt wurde. "Du kennst Harry."

Harry hielt zögernd inne, denn daran hatte er bisher noch nicht gedacht. Gestern, während er an Nick's Totenbett gesessen hatte, wusste er nur, das er Benji und Damy wiedersehen wollte, aber er hatte nie darüber nachgedacht, was danach geschenen würde, oder wie sie Reden soll­ten, da er ja keine Sprachmöglichkeiten besass. Er konnte sich so auch nicht zu ihnen ins Bett legen wie früher.

Er hatte Ben's erste Lebensjahre ruiniert da er für ihn Arzt spielen musste, nur weil er zu krank war, um sich selbst zu versorgen. Hatte er das Recht wieder aufzutauchen und die Auf­merksamkeit wieder zu verlangen? Ben besass viele Freunde aber das war früher nicht der Fall gewesen. Wollte er erneut das Leben und die Chancen von Ben ruinieren, nur um glück­lich sein zu können? Diese Fragen verursachten ein starkes Unwohnsein in seinem Bauch

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End Chapter