Birth of a Phoenix
Chapter 5; Filling the Void
The next morning
Harry erwachte als erster am nächsten Morgen, wsa ihn aber nicht wirklich überraschte. Er war schon immer als einer der ersten morgend erwacht in der Regel war er weit früher in der nahe der Heimes gelegenen Stadt gewesen als die anderen Kinder, halt an jenen Tagen, an denen er nicht zur Schule gehen musste. Für einen kurzem Moment versuchte er sich zu erinnern, welcher Tag heute war, ob es nun in der Woche war wo er Schule hatte oder am Wochenende wo er in die Stadt gehen konnte um sich mit Nick zu treffen.
Erst als er etwas warmes an seinem Nacken spürte, erkannte er, das er sich nicht im Kinderheim befand, denn zum einen schlief er dort nicht in seiner Unterwäsche und zum anderen schlief in der Regel niemand auf seinem Bauch. Seine Augen weiteren sich, und sein Atem stockte, als er sich daran erinnerte, das er sich im Potter Manor befand, aber noch weit wichtiger war, das er sich mit seinen Brüdern im selben Bett befand. Harry hob seinen Kopf an und schaute nach unten, wo ein roter Kopf auf seinem Bauch lag und er lächelte, als er Damien erkannte. Nun drehte er sich zu Ben um.
Er drehte seinen Kopf nun nach Links und schaute in Ben's Gesicht das sich nur wenige Zentimeter von seinem entfernt befand. Sein älterer Bruder hielt Damien immernoch am Bauch fest, aber sie bewegten sich nun in eine Lage, in der Ben und Harry ohne Schwierigkeiten sich anschauen konnten. Es dauerte einen Moment bevor er erkannte, das sein schwarz-rothaariger Bruder langsam erwachte und Harry beobachtete ihn mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht, während Ben's braune Augen sich mit seinen grünen trafen und er wartete darauf, bis sie ihn erkannten, bevor Ben ebenfalls lächelte.
"Wie spät ist es?" fragte ihn Ben.
"Ich weiss es nicht, ich denke aber recht früh am Morgen. Die Sonne ist erst vor gut einer Stunde aufgegangen." sagte Harry, denn aus welchem Grund auch immer wusste er instinktiv, wann die Sonne aufgegangen war.
"Meine Uhr müsste auf Nachttisch liegen." sagte Ben.
"Nein liegt sie nicht." sagte Harry grinsend.
"Ja tut sie, sie ist immer dort, ich lege sie immer dort ab, bevor ich zu Bett gehe." meinte Ben zu Harry als wenn sein Zwillingsbruder ihn nur ärgern wollte.
"Nein das hast du nicht getan, du hast sie zusammen mit deiner Kleidung in der Mitte des Raumes abgelegt." sagte Harry grinsend.
"Wirklich?" fragte Ben erschrocken.
Harry nickte. "Ich glaube nicht das du wirklich klar nachgedacht hast."
Ben stöhnte leicht und das grummelnde Geräusch schien Damien aufzuwecken, der sich senkrecht hinsetzte, bevor er sich in dem Zimmer seines Bruders umschaute. "Huh?" er schüttelte seinen Kopf und stöhnte ebenfalls. "Warte!" Er schaute sich im gesamten Zimmer um und schien etwas zu suchen. "Bitte sag mir das es kein Traum war!"
Harry spürte wie ihm das Lächeln verging als er den verzweifelten Ton von Damien hörte und ohne nachzudenken, richtete er sich auf, so das er Damien umarmen konnte. Er legte seinen Kopf auf das Kinn des jüngeren. "Hallo, Damy."
"Benji!" Damien versuchte verzweifelt sich umzudrehen, um zu überprüfen, ob es nicht ein mieser Trick war der ihm gespielt wurde. "Das ist jetzt besser kein Trick."
Harry hielt ihn einfach nur fest und liess seinen eigenen Kopf auf die Seite fallen um ihn neben Damien's Ohr ruhen zu lassen, da er wusste, das Ben bereits dabei war, aufzustehen. "Glaub mir bitte, Damien, ich habe noch nie Witze über Harry gemacht."
Damien drehte seinen Kopf nach links und von Harry's Kopf weg so dass er Ben dort stehen sehen konnte und er beruhigte sich deutlich. Harry fasste ihn wieder enger am Bauch. "Entschuldige, Ben." sagte Damien seuftzend. "Ich dachte nur, das dies alles ein Traum sei."
"Ich weiss." sagte Ben lächelnd, bevor er die Vorhänge öffnete und die Sonne hereinscheinen liess. Harry kniff seine Augen zu und stöhnte leicht. Damien kicherte bei Harry's unwohlsein, so dass Harry das einzigste tat, an das er als Rache denken konnte. Er drehte sich so um, das Damien nun neben ihm lag und begann ihn durchzukitzeln.
Ben lachte bei diesem Anblick, während Damien ebenfalls hysterisch zu lachen und zu kichern begann. Schliesslich beendete Harry die Rache. Er rollte sich auf die Bettkante und nahm sich zwei Tabletten, um den Schmerz im vornherein zu unterbinden.
"Wie lange kannst du gefahrlos in dieser Form bleiben?" fragte Ben mit ernster Stimme, während Harry sich wieder auf das Bett legte und sein Kopf durch Zufall auf Damiens Bauch landete. Er war leicht schockiert gewesen, über das Aussehen seiner beiden Brüder, denn keiner von ihnen war ein Bodybuilder, aber trotzdem waren sie eindeutig sehr gut in Form. Harry selbst war eher weniger stark bemuskelt, aber auch seine Muskeln waren gut entwickelt, selbst wenn sie relativ schwach waren. Lauftraining und Schwimmen waren Notwendigkeiten gewesen, um ihm ein Leben im Rollstuhl zu ersparen und da er kein Fett anbauen konnte, war der Aufbau der Muskeln der einzigste Weg, um sie zu erhalten.
"Sicher?" sagte Harry zögernd. "Ich benötige etwa zwölf Stunden als ein Phönix, um die Schäden von einem Monat als Mensch zu reparieren, wobei es egal ist, ob ich diese zwölf Stunden in halbstündigen Etappen absolviere oder an einem Stück."
Ben und auch Damien liessen sich aber nicht davon täuschen, das er zögerte und Damien sprach es an. "Du hast aber unsere Frage nicht beantwortet. Wie lange?"
"Was du mich fragst ist, wie lange ich in dieser Form verbleiben kann, wenn ich meine Phönixform nicht nutze." sagte Harry. "Um ehrlich zu sein, weiss ich es nicht genau. Die Mediziner konnten die Symptome leider nicht beenden. Ich denke, wenn ich mich nicht regelmässig in einen Phönix verwandeln würde, blieben mir noch geschätzte drei oder vier Monate."
Ben starrte ihn schockiert an und setzte sich neben ihn auf das Bett. "So kurz?"
"Es tut mir leid, Benji, aber wenn Nick nicht die Erlernung der Animagusform vorgeschlagen hätte, wäre ich vermutlich schon vor langer Zeit gestorben und wenn ich kein Phönix wäre, wäre mein Körper auch nicht regeneriert worden. Aber da ich ein Phönix bin, kann sich mein Körper immer wieder regenerieren wenn ich die Form annehme, so dass die Zeit relativ ist die ich habe. Denke ich jedenfalls."
"Das ist für mich gut genug!" sagte Damien bevor er sich erhob und damit Harry zwang, das selbe zu tun. "Ich werde unter die Dusche gehen."
"Ja, mach das." meinte Ben grinsend. Harry kicherte und wünschte sich trotzdem, nicht so viel verpasst zu haben.
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Later
Harry glitt langsam durch Luft über dem Rasen von Potter Manor auf dem ein grob mit Seilen gezeichnetes Quidditch-Feld zu sehen war. Damien und flogen um ihn herum auf ihren Besen während sie sich gegenseitig nicht-magische Baseballs zuwarfen. Harry wusste, das Ben zu einem der Quidditch Teams in Hogwarts gehörte, aber er hatte ihn noch nie fliegen sehen, obwohl Nick ihn jeden Artikel gezeigt hatte. Die Gedanken an die Artikel führten dazu, das er an die Tatsache erinnert wurde, das alles, was er über seinen Bruder besass und was er noch an sonstigen Erinnerungen besass, sich noch immer im Büro von Nick befanden und erinnerte er sich an die Tatsache, das er seit gut drei Tagen vermisst wurde und er fragte sich, ob die örtliche Polizei bereits die Suche nach ihm aufgegeben hatte.
Harry wich aus, als Ben einen der Bälle nach ihm warf und er glitt schräg nach unten hinab, auf seinen älteren Bruder zu, so dass dieser einen Ball verfehlte. Harry nutzte statt dessen den Schwung aus um den Ball mit seinen Krallen zu fangen und flog dann mit ihm in Richtung Manor davon da er wusste, das seine Brüder weiterspielen würden und so das Essen verpassen würden.
"Hey!" rief Ben ihm hinter her.
'Es ist Mittagszeit und ich bin hungrig.' sagte Harry.
'Wieso bist du hungrig?' Harry hielt kurz inne und schwebte, als er Damiens Stimme vernahm.
'Hey!' rief Ben mental. 'Ich habe Damy gehört!"
'Wie ist das möglich?' fragte Damien.
'Vielleicht weil ihr beide im Geiste mit einander verbunden seid.' schlug Harry vor. 'Und ich bin hungrig, weil ich die gesamte Nacht als Mensch verbrachte und nur soviel ass wie ein Vogelmagen vertragen kann!'
'Oh.' war Ben's eher verwirrte Antwort und Damien musste kichern.
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Harry verbrachte den Grossteil des Tages gemeinsam mit seinen Brüdern und überwachte sogar in menschlicher Form ihre Hausaufgaben, während er auf dem Bett lag und döste. Es fühlte sich noch immer komisch an, mit seinen beiden Brüdern zusammenzusein, die nur wenige Fuss entfernt sassen, aber es überraschte ihn noch immer wie wohl er sich bei ihnen fühlte. Sie hatten keine Vorurteile unter einander wie manche Brüder sie hatten. Sie schämten sich nicht, wenn sie einander nackt unter der Dusche sahen, sie sprachen über alles, machten sogar Witze über ihre Erfahrungen mit Mädchen, etwas wie Harry wusste, was noch kaum vorhanden war. Damien hatte zugegeben, das ein jeder bescheid wusste, das Harry verschwunden war, aber auch das Ben keinerlei Gerüchte über seinen jüngeren Zwilling erlaubte. Sie waren eine Einheit, aber das hatte auch seine Nachteile, da sie nur schwer Freunde fanden, besonders unter jenen, die nur nach ihrem Ruhm trachteten.
Er lag auf dem Bett und das letzte Licht verschwand vor dem Fenster, während die Sonne unterging. Damien sass neben ihm nachdem er sine Hausaufgaben beendet hatte. "Bist du fertig?"
"Ich kann keinen Aufsatz beenden wenn es dunkel ist." meinte Damien. "Es gibt nur wenig Licht in unseren Zimmern."
Harry schnaubte kurz und murmelte etwas von elektrischem Licht was Damien aber nicht verstand. Harry betrachtete seinen Bruder kurz bevor er vorsichtig hinüber griff und seine Hand in die Seinige nahm. Es fühlte sich komisch an, den Kontakt nach so langer Zeit so zu benötigen, nachdem er solange den Kontakt im Heim vermieden hatten, aber Damien's verlangendes Lächeln beruhigte seine Nerven endgültig und er kuschelte sich an seinen jüngeren Bruder, während Damien sich flach hinlegte. Harry drehte die Position von heute Morgen um und legte seinen Kopf auf Damien's Bauch und schloss seine Augen um dem steten Herzschlag seines Bruders zu lauschen.
Er hörte wie Ben durch den Raum ging und versuchte so leise wie möglich zu sein, während Damien sanft kreise auf Harry's Rücken malte und Harry wäre wohl eingeschlafen, wenn die Dinge nicht so schnell bergab gegangen wären.
Die Tür flog auf nachdem nur kurz geklopft worden war und Harry reagierte eher instinktiv. Noch bevor die Verwandlung komplett beendet war, konzentrierte er sich bereits darauf, sich selbst aus dem Raum zu transportieren, allerdings gemeinsam mit allem das ihn berührte und noch bevor seine Mutter erkennen konnte welcher ihrer Söhne auf dem Bett lag, verschwanden Harry und Damien in einer Stichflamme.
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Harry erschien in einem Feuerball und musste umgehend mit den Flügeln schlagen um in der Luft zu bleiben, während Damien recht unsanft auf dem Flachdach des Hauses, zwei Fuss unter ihnen landete. Harry gelang es recht schnell sich wieder zu orientieren und er landete sanft auf dem Bauch seines Bruders.
'Das war knapp.' meinte er sanft.
"Autsch." meinte mit einem gewissen Mass an Humor. "War es wirklich nötig mich mitzunehmen? War die Flucht überhaupt nötig?"
Harry sah seinem Bruder leicht amüsiert in sein Gesicht obwohl er sich noch immer von dem Schock erholte, weil er beinahe von seiner Mutter entdeckt worden wäre. 'Ich weiss nicht, aber ich wollte kein Risiko eingehen.'
'Harry!' rief Ben's Stimme in ihrer beider Köpfe und beide zuckten merklich zusammen. 'Alles in Ordnung?'
'Wir befinden uns auf dem Hausdach.' sagte Damien. Sie hörten ein leichtes kichern in ihren Köpfen. 'Ist Mum noch immer im Raum?'
'Nein.' sagte Ben. 'Sie wollte nur bescheid sagen, das sie und Dad für ein paar Stunden zu Sirius gehen.'
Harry unterdrückte das komische Gefühl, als er an jemanden erinnert wurde, den er eigentlich vergessen wollte. Sirius und Remus hatten sich beide dafür entschieden, sich auf die Seite seiner Eltern zu stellen, wenn es darum ging, ihn aufzugeben, und er hatte keinerlei Interesse daran, einen von beiden in der nächsten Zeit wiederzusehen. Harry transportierte sie beide zurück in den Raum. 'Opps.' murmelte er entschuldigend, als Damien erneut recht unsanft aus der selben Höhe wie vorher landete. Harry war einfach daran gewöhnt, auf einer bestimmten Höhe aufzutauchen.
Ben lachte einen Moment lang laut, selbst als Damien leise anfing zu fluchen. Harry lehnte sich hinüber und leckte Damien's Nase spielerisch, bevor er hinüber zu Ben sprang, da Damien sich als Rache plötzlich aufsetzte. Ben bückte sich hinab und ergriff Harry vom Boden und hob ihn hinauf zu seiner Schulter, wo Harry sich hinbegab.
'Ich bin es noch nicht gewohnt, Personen mitzunehmen. Ich vergesse immer wieder das die Distanz zum Boden für euch beide wichtig ist.' sagte Harry zu den beiden , während er seinen Kopf einzog.
"Du brauchst halt Übung." versicherte Ben ihm. "Aber bitte lass uns nicht aus gut eintausend Metern fallen."
Harry zuckte kurz zusammen bevor er seinen Kopf unter seinem rechten Flügel versteckte. Er hörte wie Damien lachte und fühlte dann, wie Finger begannen seinen Flügel zu streicheln. Er hob den Kopf und sah das Lächeln von Damien. "Wo sind 'Cacia und Crissy?" fragte seinen menschlichen Bruder.
"In Mum's Arbeitszimmer. Sie machen ihre Hausaufgaben, und wir sollen sie beschäftigen und sicherstellen, das sie vor elf Uhr im Bett sind." sagte Ben seuftzend sighed.
'Ja. Lass und ein wenig mit ihnen spielen gehen.' meinte Harry mit leichtem Sarkasmuss. Die anderen beiden konnten diesen nicht überhörten und schauten leicht amüsiert zu ihm, denn beide wussten, das er in Wahrheit die Gelegenheit nutzen wollte, seine Zwillingsschwestern besser kennen zu lernen. Sie gingen aus dem Zimmer und Harry wandte sich weit ernsteren Dingen zu. 'Sie hat mich nicht gesehen oder?'
"Nein." sagte ihm Ben. "Ich sagte ihr recht unsanft sie könnten ruhig gehen, weil sie dich mit der Tür derart überrumelt hatte und sie akzeptierte, das sie der Grund war wieso du verschwandest. Sie hat dich nicht in menschlicher Form gesehen aber du warst noch zur Hälfte ein Mensch, als du verschwunden bist."
'Wirklich?' fragte Harry verwirrt. 'Das ist mir neu.'
"Warum ist das komisch?" fragte Damien.
"Phönixe benötigen normalerweise eine grosse Menge an Energie um zu reisen, darum können sie auch so viele Personen mitnehmen und durch Schutzzauber reisen, wie es Harry gerade tat." sagte Ben und beide Brüder schauten ihren älteren Bruder geschockt an, weil er darüber bescheid wusste. "Was? Ich lese nun einmal viele Bücher!"
"Besserwisser." meinte Damien hinter vorgehaltener Hand. Harry beschloss lieber nichts zu sagen, da er dies nur zu gut wusste und er Ben derzeit als Taxi benutzte.
"Wie auch immer." zog Ben die Worte in die Länge. "Es ist nicht nur komisch, das Harry ein magischer Animagus ist, sondern auch, das er auf die Fähigkeiten als solcher zurückgreifen kann, selbst wenn er nicht komplett verwandelt ist, und das ist erstaunlich."
"Was kannst du noch machen?" fragte Damien plötzlich.
'Hmm…' Harry hielt inne. 'Nach dem Turnier spürte ich zum ersten mal das reine Böse in einer Person. Mein Gesang wirkt ebenfalls, allerdings vom Zufall bestimmt, als wenn man eine Emotion an jemanden schickt, der einem lauscht. Und in sachen Transportieren, das beherrsche ich jetzt seit gut einem Jahr.'
"Cool." meinte Damien und sowohl Ben als auch Harry schauten ihn grinsend an. "Wieso? Stimmt doch!"
Während sie durch das Haus gingen, zögerte Damien und Harry wurde langsam ungeduldig. 'Was ist los?'
Damien sprang einen guten Meter in die Luft und Ben kicherte über die Reaktion senies jüngeren Bruders. "Glaubst du, ich könnte ebenfalls ein Animagus werden?" fragte Damien nach mehreren Versuchen.
'Ich denke ich kann es euch lehren, aber nicht jede Person hat eine Form und selbst wenn du eine besitzt, ist es möglich, das du nicht die Kraft dazu hast, sie anzunehmen. Es hängt genau davon ab, welche es ist.' sagte Harry beiden, da er wusste, das es auch Ben's Wunsch war. 'Bedenkt, es gilt als unmöglich, ein magischer Animagus zu werden, obwohl ich wohl eine Ausnahme bilde.'
"Wann können wir anfangen?" fragte Damien.
'Sobald ihr beide die Reagenzien für den Animagustrank habt.' sagte Harry.
"Verdammt!" sagte Ben während Damien stöhnte. "Nicht schon wieder Tränke."
"Es ist mit Sicherheit eine gute Sache, das ich vermutlich deutlich besser als euer Lehrer bin, wenn ihr solche Probleme bei ihm habt." meinte Harry amüsiert.
"Was?" fragte Ben und versuchte seinen Kopf zu Harry zu drehen. "Wie kannst du besser als Snape sein?"
"Ich bin vermutlich sogar deutlich besser." gab Harry amüsiert zu. 'Vergesst nicht, das ich zwar nicht zaubern kann, aber Zaubertränke gehören definitiv nicht zu dieser Kategorie. Ausserdem war einer der besten Zaubertränkemeister aller Zeiten zehn Jahre lang mein Lehrer. Ich bin ein Naturtalent darin. Ich denke, das liegt wohl auch zur Hälfte daran, das ich ein Phönix bin, aber wir haben nie herausgefunden wieso."
Ben und Damien schauten ihn verwirrt an und Harry's Lachen erklang in ihren Köpfen, während sie in Richtung des Arbeitszimmers ihrer Mutter gingen wo sie Zeugen einer Kissenschlacht zwischen den Zwillingen wurden.
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Den nächsten Tag verbrachten sie auf ähnliche Art und Weise. Harry blieb in der Nähe seiner Brüder und Schwestern, da sie darauf bestanden und ihre Eltern schienen mit etwas anderem beschäftigt. Harry dachte nicht weiter darüber nach und genoss stattdessen den Tag damit, mehr über seine Schwestern und ihre Ähnlichkeiten zu lernen, insbesondere über ihre Unterschiede. Er hatte weiterhin keine Probleme, beide auseinanderzuhalten, obwohl sie oft versuchten ihn zu verwirren und er ging weiterhin davon aus, das er sie dank Ben auseinanderhalten konnte.
Es war ein schönes Gefühl, den Beweiss zu haben, das er wirklich in diese Familie passte, zumindest im Bezug auf die Kinder. Das die Verbindung zu seinem Zwilling immernoch existierte, machte ihn noch fröhlicher als alles andere, das er im Heim erlebt hatte.
Die Stimmung beim Abendbrot an dem Tag war sehr angespannt. Seine Mutter hatte versucht, ihn daran zu hindern, etwas vom Teller der Geschwister zu essen, indem sie die Hauselfen bat, ihm einen Teller mit Früchten zu bringen, aber Harry fand das unfair und während er von seinem Teller frass, schnappte er sich immer wieder ein Stück Pasta von Damien's Teller, was seinen Bruder immer wieder irritierte.
"Oh Ben, wir haben ein paar gute Nachrichten für dich. Wir sprachen heute Morgen imit Professor Dumbledore." sagte ihr Vater etwa zur Hälfte des Essens, das ansonsten sehr still verlief. "Er möchte uns besuchen und dir ein paar Dinge beibringen."
"Warum?" fragte Ben.
"Nun…" stotterte James bevor er zu Lily schaute.
"Wir denken, da Du-Weisst-Schon-Wer wieder da ist, das es das beste wäre, wenn wir sicherstellten, das du dich verteidigen kannst, wenn dich jemand angreift." sagte Lily.
"Was ist mit Damien?" fragte Ben. "Ich denke, 'Cacia und Crissy werden hier sicher sein, aber auch Damien wird in Hogwarts ein Ziel darstellen."
Lily schaute zu James und Harry trat zur Seite, so dass Damien an der Schulter anstuppsen konnte, da er wusste, das es ihn aufregen würde, wenn darüber geredet würde, das er ein Ziel sei. "Wir werden mit dem Professor reden müssen und sehen, was er dazu meint."
"Selbst wenn er nein sagt, werde ich ihm jene Dinge beibringen, die mir der Professor erklärt." sagte Ben. "Also sollte er besser auch Damien unterrichten."
"Ich denke nicht, es eine gute Idee ist, das du deinen Bruder unterrichten wirst, Benjamin." meinte James ernst.
"Und warum?" antwortete Ben. "Ich werde es trotzdem tun."
"Ich bin mir sicher, das der Phönix ihn beschützen wird." meinte James.
"Aber er kann auch nicht permanent bei ihm sein." sagte Ben.
"Hast du dir bereits einen Namen für ihn ausgedacht?" fragte Lily im Versuch, das Thema zu wechseln.
'Sag es nicht, Benji.' meinte Harry, als er den abenteuerlichen Gesichtsausdruck auf dem Gesicht seines Bruders sah. 'Nimm etwas anderes als Harry. Es spielt keine Rolle, welcher.'
"Nein noch nicht." meinte Ben.
Das Abendbrot dauerte noch einige schweigsame Minuten an, bevor Lily sich wieder zu Wort meldete. "Molly meinte, das sie sich freuen würde, wenn du sie die vorletzte Woche der Ferien in ihrem Haus besuchen würdest, Ben." Ben drehte seinen Kopf mit einem grossen Lächeln herum. "Ich habe bereits zugestimmt, das Ron uns dann die letzte Woche der Ferien gemeinsam mit Hermine besucht. Es scheint so, als wenn sie die letzte Woche unterwegs sein werden und erst eine Woche nach Schulbeginn wieder da wären."
"Wir werden uns um den Besuch in der Winkelgasse in diesen beiden Wochen kümmern, um eure Schulsachen zu besorgen, so dass ihr uns dort treffen könnt, und wir gemeinsam zurückreisen." meinte James. "Wir haben versprochen, das Ron und Hermine sicher den Zug erreichen werden."
"Wirklich?" fragte Ben und vergass dabei seine Verärgerung über seine Eltern. "Das ist genial. Kann Damien ebenfalls mitkommen? Ron's ältere Brüder mögen ihn wirklich."
Lily schaute zu Damien mit einem Glitzern in den Augen, das Harry Sorgen machte obwohl es nicht gefährlich wirkte. "Ich werde Molly fragen und ich bin Sicher, das Ginny sich über Gesellschaft freuen wird."
Damien stöhnte laut, bevor James erneut etwas sagte. "Ich denke nicht, das der Phönix mitgehen sollte. Wir wollen doch nicht, das Molly und Arthur sich auch um ihre Kinder sorgen machen müssen. Wir haben doch schon gesehen, wie er auf Ron und Hermine reagiert."
"Dann bleibe ich gemeinsam mit ihm hier." sagte Damien bevor das selbe sagen konnte. Nach allem, was Ben passiert war, benötigte er etwas Zeit mit seinen Freunden.
"Kann ich mich trotzdem Ron und Hermine in der Winkelgasse treffen? Hermione sagte, das sie und mit nach Muggel London nehmen würde." fragte Ben.
"Ich denke nicht, das dies eine gute Idee ist." sagte Lily.
"Aber ich durfte letztes Jahr in die Winkelgasse. Was ist, wenn wir versprechen, in der Winkelgasse zu bleiben?" fragte Ben. "Ich bin sicher, das ihre Eltern auf uns achten würden."
Harry sprang über den Tisch und liess sich vor seiner Mutter nieder als er die Sorge in ihren Augen erkannte. Sie machte sich keine Sorgen um London sondern um die Winkelgasse, aber erstaunlicherweise nicht wegen Voldemort. 'Sie verheimlicht etwas. Sie machen sich darüber sorgen, das du etwas herausfinden könntest, wenn ihr zur Winkelgasse geht. Sie machen sich schon den gesamten Tag über Sorgen.' sagte Harry mit ernster Stimme zu Ben, während Lily inne hielt.
"Entschuldigt mich." sagte Ben bevor er aufstand, nachdem er fertig gegessen hatte. Harry wandte sich ihm zu und er schaute Harry komisch an. Er schlug mit den Flügeln und landete auf der Schulter seines jüngeren Bruders, und nachdem er etwas geträllert zu Acacia und Crisanta getrillert hatte, verliessen sie den Raum.
"Was ist mit ihm los?" fragte Damien und meinte dabei Ben der in den Westflügel verschwunden war. Harry zuckte mit den Flügeln und knabberte leicht an dem Ohr seines Bruders. Damien strich sanft durch seine Federn und lachte, als Harry irritiert kreischte. Sobald sie den Raum neben dem von Ben betraten, und die Tür sicher verschlossen war, verwandelte sich Harry zurück. Er drehte sich sofort zu dem überraschten Damien um und trat an diesen Heran um ihm durchs Haar zu fahren.
"Mal schauen ob du das magst!" sagte Harry während Damien ihm auszuweichen versuchte. Harry brachte weiterhin das Haar seines jüngeren Bruders in Unordnung und begann ihn durchzukitzeln.
"In Ordnung! Es tut mir Leid!" japste Damien atemlos.
"Denk daran, wer hier der ältere ist!" meinte Harry grinsend.
"Ben?" fragte Damien.
Harry stöhnte gespielt geschockt und schaute sich im Raum um. Der Raum war genauso gross wie das von Ben, ebenfalls mit einem Doppelbett in der Ecke, so dass man es nur von einer Seite aus erreichen kann. Der Raum war dunkelrot gehalten mit einem weichen Teppich auf dem Boden. Muggel-Modellflugzeuge hingen überall von der Decke herab und Harry musste einen Moment lächeln, bevor er ein gerahmtes Photo anschaute, das auf er Seite des Tisches stand. Er ging hinüber um es sich anschauen zu können, während Damien sich wieder beruhigte wieder aufstand.
Es war ein nicht-magisches Photo von Damien, Ben und ihm selbstr, kurz bevor Harry verschwand. Damien war in Muggel-Dinge verliebt und seine seine Eltern hatten irgendwann seinen Bitten nachgegeben und ihm eine Muggelkamera geschenkt, die Damien dann Ben in die Hand drückte um ein Photo von ihnen zu machen, während sie auf Harry's Bett in dessen Zimmer sassen wobei Ben auf der einen Seite sass und Damien auf Harry's Schoss sass. Sie lächelten alle drei und umarmten sich gegenseitig. Harry lächelte während seine Augen feucht wurden.
Er spürte, wie sich Arme um seinen Bauch schlangen. Er drehte sich vorsichtig um und umarmte nun auch Damien. "Wir…Ich habe dich wirklich vermisst." sagte Damien.
"Du dürftest dich eigentlich noch nicht so sehr an mich erinnert haben." meinte Harry.
Damien wich leicht zurück. "Ich wusste, das du eigentlich hier sein müsstest. Ich wusste immer, das Benji die eine Hälfte von zweien war und ich besass immer Photos von uns dreien. Ich versuchte dich bei Ben zu ersetzen, aber es klappte selten."
Harry zog Damien wieder an sich heran und sie lehnten Kinn jeweils das Kinn auf die Schulter des anderen, während Harry seinen jüngeren Bruder drückte. "Ich bin jetzt wieder da." flüsterte er ihm ins Ohr und er spürte, wie Damien enthusiastisch nickte.
"Wo wirst du heute Nacht bleiben?" fragte Damien.
Harry hielt kurz inne, da er darüber noch nicht nachgedacht hatte. Es machte ihm nicht viel aus, in wessen Bett er übernachtete. "Ich weiss noch nicht Ich möchte erst nach Ben schauen. Er schien sich über etwas Sorgen zu machen."
"Ich werde unter die Dusche gehen und dann können wir drei wieder zusammen die Nacht verbringen, um dann morgen zu entscheiden, wo du bleiben möchtest." meinte Damien.
"Ja Sir." sagte Harry lachend, bevor er durch das Bad in das Zimmer seines anderen Bruders ging.
Ben stand auf dem Balkon und hatte Harry seinen Rücken zugewandt, woraufhin Harry leise durch den fast dunklen Raum ging und sich hinter seinen Bruder stellte. Er tat das gleiche wie Damien's vorhin, und umarmte Ben von hinten und legte sein Kinn an dessen Schulter da er nicht gross genug war, um das Kinn auf die Schulter zu legen.
Ben hielt kurz inne, bevor er sich beruhigte. "Hallo." sagte er flüsternd, als wenn Harry verschwinden würde, wenn er zu laut sprach.
"Was ist los, Ben?" fragte Harry genauso leise.
"Ich weiss nicht, irgendwie geschieht im Moment alles auf einmal." sagte Ben seuftzend und schaute zu Boden. Harry lehnte sich wieder an ihn und küsste Ben's Nacken bevor er losliess und um seinen Zwilling herum nach Vorne zur Reling glitt.
"Gutes oder schlechtes?" fragte er, obwohl er die Antwort bereits kannte, aber vielleicht viel es Ben dadurch leichter, darüber zu reden.
"Beides." sagte Ben seuftzend. "Erst werde ich zur Teilnahme am Turnier gezwungen, dann glauben alle, das ich jemand wäre, der nach Aufmerksamkeit regelrecht sucht. Schliesslich die ganze Sache mit Voldemort und jetzt dieser Unterricht mit Dumbledore um mich selbst und Damien zu schützen wenn wir zurück in Hogwarts sind, aber auch die Tatsache, das Mum und Dad mir irgend etwas verheimlichen. Was auch immer es ist, es verhindert, das wir nach London dürfen."
"Und das gute?" fragte Harry noch bevor Ben es vergessen konnte.
Ben lächelte Harry warm an und die Freude in seinen Augen war echt. "Ich bin so froh, das du wieder da bist, ich denke nicht, das ich mit all diesem klarkäme, wenn du nicht hier wärest." Der glückliche Ausdruck in seinen Augen verschwand aber wieder und wurde durch den Schmerz verdeckt, der in den Tiefen von Ben's braunen Augen zu sehen war.
"Ich bin auch froh, wieder hier zu sein." sagte Harry. "Ich bin nirgends lieber als hier."
Sie standen noch eine Weile ruhig dort, während Harry sich umdrehte um in den Garten zu schauen, wobei er noch so gerade eben den Scafell Pike erkennen konnte. Ben lehnte an der Reling auf seinen Ellenbogen neben ihm, und liess erneut seinen Kopf sinken. Harry lehnte sich zur Seite und lehnte sich leicht an Ben's Schulter, obwohl er nicht sein gesamtes Gewicht anlehnte.
"Ich habe Angst." flüsterte Ben während eines Schniefens, das Harry nur gerade so eben hörte. Harry zögerte kurz und richtete sich wieder auf.
"Was ist?" fragte Harry.
"Ich weiss nicht, was ich machen soll. Er ist soviel mächtiger als ich und er wird mich mit Sicherheit weiterhin jagen, bis er das bekommt, was er will. Er wird mich ermorden und das macht mir Angst." sagte Ben mit tränenerstickter Stimme, obwohl die Trauer überwog. "Ich bin so ein Feigling."
Harry ergriff Ben's linken Ellenbogen, der auf der Reling lag und zwang Ben so, sich aufzurichten und ihn anzusehen. Harry griff in seine Seiten und ergriff dann Ben's Genick. "Du bist bei Leibe kein Feigling, Ben!" meinte Harry. "Ein jeder hätte Angst, wenn er in deiner Situation wäre. Verdammt, sie wären noch verängstigter als du es bist und hinter dir ist er her."
Ben lies nur seinen Kopf erneut sinken und Harry lehnte seinen Kopf an den von Ben während er seinen Bruder umrundete. Ben spürte ein wohliges Gefühl von Harry' Körper ausgehend, aber es ging ihm zu schlecht um etwas zu sagen, statt dessen liess er das Gefühl auf sich überspringen. Harry fuhr dort. "Ich habe das Ende der Ereignisse auf dem Friedhof gesehen Benji, aber du wirst noch über alles reden müssen. Es ist wichtig, das du darüber redest."
"Ich habe bereits mit Dumbledore darüber geredet, an das ich mich erinnern kann." meinte Ben.
Harry zog seinen Kopf etwas zurück und führte Ben in das Schlafzimmer, wo er ihn dazu zwang, sich aufs Bett zu setzen. Harry legte ein Bein auf das Bett und sah Ben's Seite an. Er zitterte noch immer leicht.
"Du hast aber niemanden etwas darüber gesagt, wie es DIR geht. Er hat dich gefoltert, Benji. Darüber musst du mit jemanden reden, zum Beispiel mit mir."
"Ich kann es noch nicht." sagte Ben und seine Weinkrämpfe wurden endlich zu normalem Weinen während die Tränen die Wangen hinab liefen. Harry seuftzte und zog Ben's zitternden Körper an sich heran und legte sich selbst auf die Kissen. Er zog sich das T-Shirt aus bevor sich Ben an seine Seite legte und den Kopf auf seinen Bauch legte, während ihn schliesslich die Emotionen übermannten. Fünf Minuten später weinte Ben noch immer und Damien trat in das Zimmer und er trug wieder nur die Unterhosen, während er sah, wie Harry sanft versuchte, seinen älteren Bruder zu beruhigen, der sich endlich nach so langen Jahren einer starken Person anvertrauen konnte.
Er ging hinüber zum Bett und auf Harry's leichte Bitte hin half er ihm, Ben auszuziehen so das sie nicht aufstehen mussten, bevor er die Decke anhob so dass beide darunter kriechen konnten und beide legten sich eng an Ben heran, der endlich eingeschlafen war, als er seine Brüder in seiner Nähe spürte.
"Ich werde Voldemort notfalls selbst töten bevor er einem von euch Wehtun kann." sagte Harry zu beiden, aber nur Damien verstand ihn und ergriff Harry's freie Hand.
"Ich werde das selbe tun." sagte Damien mit solcher Selbstsicherheit, das Harry wusste, das Voldemort einen grossen Fehler begehen würde, sie alle Drei zu belästigen.
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End Chapter
