Birth of a Phoenix

Chapter 6; Training with the best

The next morning

Harry erwachte erneut als erster und da es die dritte Nacht war, wo er gemeinsam mit seinen Brüdern erwachte, war er nicht mehr so überrascht. Allerdings war ihm doch noch immer zu warm, allerdings erkannte er recht schnell, das es nicht er war, der so heiß war. Ausserdem fühlte er sich eingeengt, und musste warten, bis sich seine Augen an das Licht gewöhnten be­vor, er erkennen konnte wieso. Damien hatte sich an seiner linken Seite zusammengerollt aber Benjamin lag in der ungewöhnlichen Lage. Er lag beinahe genau auf Harry und hatte Harry's rechten Arm zwischen sich eingeklemmt. Er hatte es auch geschafft, die gesamte Decke über sich zu ziehen, so dass Damien fast unbedeckt in der kühlen Morgenluft lag.

Nun erkannte realised warum ihm so heiß war und wieso er sich so geschwächt fühlte. Ben schien von innen heraus zu glühen und hatte eindeutig schlecht geschlafen, obwohl er weni­gens jetzt schlief. Harry wusste, das seine Körpertemperatur in der Regel relativ niedrig war und Ben war eindeutig von seinem kühleren Körper praktisch angezogen worden. Harry be­freite seinen linken Arm aus der Umklammerung zwischen ihm und Damy. Dadurch erwachte eben jener. Er murmelte eine leise Entschuldigung bevor er seine Hand an Ben's Stirn hielt.

Unter normalen Umständen hätte es sich einfach nur heiß angefühlt, aber Damien hatte seinen Arm so abgeklemmt, das dieses Gefühl genauer wurde. Selbst danach fühlte sich Ben unter Harry's Hand noch heiß an. "Du holst besser Mum oder Dad, Damien. Sag ihnen, das Ben ho­hes Fieber oder ähnliches hat."

Damien schaute ihn verwirrt an, aber stellte die Bitte seines älteren Bruders nicht in Frage. Anschliessend verliess er das Bett und ging durch seinen eigenen Raum um sich anzuziehen. Harry drehte sich langsam unter seinem Bruder hervor und legte den grösseren Jungen richtig auf das Bett, bevor er die verschwitzten Laken entfernte. Harry hätte normalerweise eine Du­sche vorgezogen, da er noch immer den Schweiss seines Bruders auf der Haut spürte, und selbst wenn er keine Probleme damit gehabt hätte, und dieser auf seiner Phönixform nicht vorhanden gewesen wäre, so hätte es sich doch unangenehm angefühlt. Eine Dusche hätte ausserdem jetzt zu massiven Problemen führen können, weshalb er sich hinüber lehnte und seinem Bruder auf die Stirn küsste.

Ben bewegte sich leicht, aber Harry's ruhige Stimme sorgte dafür, das er wieder einschlief. Harry erhob sich nun aus dem Bett. Er zog sich schnell an und verwandelte sich ohne Proble­me, damit seine eigenen körperlichen Probleme durch ihre Verbindung Ben nicht noch mehr belasteten. Er flog durch den Raum und landete auf dem Kopfteil über dem Kopf seines Bru­ders und begann leise zu singen um ihm das Gefühl der Geborgenheit in seinem Gesang zu vermitteln. Es schien zu gelingen, da sein Bruder sich sichtlich entspannte ohne aufzuwachen. Zufrieden wartete Harry einfach die wenigen Minuten, bis seine Mutter von der anderen Seite des Hauses gemeinsam mit seinem jetzt hellwachen und besorgten Bruder erschien.

Sie stürmten durch die Tür und Harry sah, das Damien sich entspannte, da Harry als Phönix auf dem Kopfteil sass. Harry gab besorgte Töne von sich da er nicht helfen konnte und Lily war binnen weniger Sekunden am Bett und fühlte genau wie Harry Ben's Stirn. Sie führte noch mehrere andere Tests durch bevor sie ihren Zauberstab hervor holte und einen medizini­schen Diagnosezauber aus dem siebten Schuljahr wirkte. Sie zögerte kurz und wandte sich dann an Damien.

"Hast du irgendwelche fiebersenkenden Tränke in deinem Schulkoffer?"

"Mum." sagte Damien. "Das sind Tränke aus dem vierten Schuljahr."

"Hat denn dein Bruder welche?" sagte sie fast wütend aber ihre Stimme senkte sich umge­hend wieder.

Harry konnte nicht glaube, wie dumm er sich fühlte. Er selbst hatte mehrere fiebersenkende Tränke in seiner Jackentasche, wo sich auch mehrere andere Tränke befanden, welche zur Not seine schmerzlindernden Medikamente ersetzen konnten. Er bemerkte aber das er sie nicht hätte einsetzen können, da seinen Eltern dann bekannt geworden wäre, das sich eine unbe­kannte Person im Haus befand, weshalb er sich etwas entspannte. "Das hier ist Ben über den wir reden. Er hat fast kein Talent in den Zaubertränken, glaubst du also wirklich, das sie ihn das behalten lassen, was er herstellt?"

Lily kicherte leicht bevor sie einen kühlenden Zauber rund um das Bett sprach, da eine direkte Anwendung auf einen Menschen zu riskant war, denn der Schock konnte zu einem Koma füh­ren. "Pass bitte auf ihn auf, während ich weitere Tränke hole und schaue ob Madam Pomfrey verfügbar ist."

"In Ordnung, Mum." sagte Damien nickend und glitt auf die Seite des Bettes, wo er Ben's Temperatur kontrollierte. Ihre Mutter verliess den Raum und Harry flog umgehend von sei­nem Standort herunter und verwandelte sich wieder. Er sass am Rand des Bettes und führte ebenfalls einige Tests durch. "Was stimmt mit ihm nicht?"

"Nichts, das ich als Phönix heilen könnte." sagte Harry zu ihm. "Ich würde es spüren, wenn dem so wäre."

"Er ist also nicht krank?" fragte Damien.

"Ehrlich gesagt, denke ich, das es der Stress der gesamten Situation ist, und eher nichts ande­res." sagte Harry bevor er eine Hand auf den Bauch seines Bruders legte. "Du hast ja gesehen, wie es ihm ging, bevor er eingeschlafen ist. Er ist verwirrt, verängstigt, hat Angst um uns bei­de." sagte Harry traurig.

"Wir machen uns lieber Sorgen um deine Gesundheit wenn du hier bist, als wenn wir nicht wissen wo du bist." Damien musste garnicht innehalten, um Harry dies zu versichern.

"Danke, Damy." sagte Harry seuftzend. "Ich denke dies ist eine eher ungewöhnliche Reaktion auf alle die Dinge, die passierten. Selbst wenn man die positive Tatsache nimmt, das ich zu­rück bin, so hat es doch viele Tränen verursacht und viele Emotionen hochkommen liess. Wenn man dann alles andere bedenkt, dürfte das alles zuviel für ihn gewesen sein."

"Also sollte ein fiebersenkender Trank helfen?" fragte Damien.

Harry griff mit seiner Hand in die Innenseite seiner Jacke und holte eine kleine, hellblaue Phiole mit einem Zaubertrank hervor. "Wenn ich ihm nur diesen hier geben könnte, ohne das es zu Problemen käme." meinte Harry traurig. "Ist Madam Pomfrey gut?"

Damien nahm seine Augen von dem Trank als er zurückgesteckt wurde. "Sie ist die Beste."

"Gut," sagte Harry. "Dann werde ich sie nicht beissen."

Damien lachte leise und Harry lächelte ihn an, bevor er sich erhob und sich wieder verwan­delte. Er schob sich vorwärts und drückte seinen Kopf ähnlich einer Katze an Damien's Ellen­bogen, woraufhin sein kleiner Bruder ihn sanft im Nacken kraulte. Die Tür öffnete sich erneut und seine Mutter betrat das Zimmer. Sie hatte die Tür offen gelassen, während sie durch das Zimmer ging, aber sie beobachtete Harry trotzdem mit der gebotenen Vorsicht. Harry zog sich von Ben's Bauch in Richtung von Damien's Schoss zurück, so dass sehr deutlich wurde, das er ihre Gegenwart um Ben's Willen zuliess.

Sie überprüfte Ben erneut bevor sie ihm einen Trank einflösste, und dabei seinen Hals rieb, damit er ihn schluckte. Sie sass danach einige Zeit dort, bevor James gemeinsam mit der Hei­lerin den Raum betrat, welche Harry bereits auf dem Quidditch-Feld gesehen hatte, als Ben von dem Fluch auf dem Friedhof verletzt worden war. Sie lief an beiden Erwachsenen vorbei und begann Ben zu untersuchen.

"Nun." meinte sie mehr zu sich selbst, während sie die Resultate betrachtete. "Es sind keine ernsthaften Krankheiten zu erkennen, ausser das er Fieber hat." Die drei Erwachsenen traten einen Schritt zurück, als Harry auf Ben's Bauch sprang und sich dort niederliess. Sie beobach­teten ihn einen Moment lang, aber dann begann Damien zu kichern.

"Können wir garnichts tun?" fragte Lily.

"Wir können ihn nur immer wieder den fieberreduzierenden Trank geben, wenn dieser nach­lässt." meinte die Heilerin. "Soweit ich sehen kann, ist es eine magische Reaktion auf massi­ven Stress. Wir wissen alle, was dieses arme Kind alles durchmachen muss. Ich habe ähnliche Symptome bei NEWT-Studenten gesehen, aber diese waren nie so massiv. Sie haben hin und wieder Magenprobleme oder starke Kopfschmerzen, aber sie nahmen nie solche Ausmasse an. Aber wir können diesen Stress leider nicht mit dem der NEWT-Prüfungen messen und ich weiss von einigen Fällen, die so schlimm wurden, das sie nach St. Mungo's mussten."

"Danke, Poppy." meldete sich James zum ersten Mal zu Worte. "Möchtest du noch eine Tasse Tee oder etwas zu essen, bevor du nach Hogwarts zurückkehrst?"

"Ich würde mich über eine Tasse Tee freuen, wenn es keine Probleme bereitet." sagte sie lä­chelnd.

"Ist es in Ordnung, wenn der Phönix hier verbleibt, während Ben so krank ist?" fragte Lily bevor die beiden gehen konnten.

"Ich sehen keine Probleme wenn er hier bleibt. Eher im Gegenteil, denn er wird eher dabei helfen können, Benjamin's Magie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Tatsache, das der Phönix ihn bisher nicht geheilt hat ansich schon, zeigt, das wir nicht wirklich etwas tun kön­nen." meinte die Heilerin mit einem leichten Lächeln. "Lasst ihn hier verbleiben. Phönixe sind erstaunliche Wesen, und er mag in der Lage sein, etwas von der Hitze des Fiebers zu ab­sorbieren."

"Glaubst du wirklich." sagte Harry lachend zu Damien. "Die Hitze die von Ben ausgeht kocht mich fast

"Bedeutet das, das ich kein gebratenes Hähnchen zum Abendbrot bekomme?" meinte Damien kichernd.

Harry drehte seinen Kopf zu dem Jungen um, während die drei Erwachsenen das Zimmer ver­liessen, nachdem sie Damien gesagt hatten, was zu tun war, und das sie mit Frühstück zurück­kehren würden, sobald sie die Zwillinge geweckt hatten. "Weisst du noch, was mit dem Weas­ley passierte, als er mich eine Schwalbe nannte

"Du würdest deinem Bruder wehtun?" meinte Damien kichernd, während er zur normalen Sprache überging.

Harry sprang von Ben's Bauch und verwandelte sich wieder, während er Damien ergriff und ihn durchzukitzeln begann.

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Es war eine Woche nach Ferienbeginn und rund vier Tage nachdem Ben erkrankt war, bevor Lily ihn für Gesund erklärte und ihm erlaubte, das Bett zu verlassen, allerdings erst nachdem er versprach, das er ihr umgehend sagen würde, wenn er sich wieder krank fühlte. Harry und Ben hatten sich während der vier Tage Bettruhe lange unterhalten und Harry hatte es ge­schafft, das sein älterer Bruder über sein Gefühlschaos sprach, aber auch über die Folter die er erlitten hatte.

Es war schon eine Ironie, das sie die ersten beiden Tage von Ben's wiedergewonnener Freiheit im Haus verbringen mussten, da England wohl der Meinung war, seinen Rekord für chaoti­sche Wetterverhältnisse aufrechterhalten zu müssen und das Gelände des Manor wurde vom Regen regelrecht überflutet. Der Regen war so heftig, das sogar Harry nicht hinaus wollte. Sie entschieden sich in dieser Zeit für einen Namen für Harry's Phönixform, nachdem Lily und James darauf bestanden hatten, denn wenn sie schon diesen „verrückten Vogel" im Haus hat­ten, so wollten sie doch wenigstens, das sie ihren Gästen gegenüber einen Namen für ihn an­geben konnten. Sie entschieden sich schliesslich für Eridanus oder abgekürzt Eri. Eridanus war der Name des göttlichen Flusses, einer Sternenkonstellation nahe dem Orion, dem gröss­ten Jäger der Menschen nahe der Phönix-Konstellation.

Harry hatte seinen Brüdern erlaubt ihm einen Namen zu geben, aber war nicht wirklich ent­täuscht über diesen Namen. Er meinte, er hatte einen gewissen Hintergedanken. Harry war praktisch eine Mischung aus Mensch und Phönix. Eines Tages würde er hoffentlich den Leu­ten erzählen können, das es schon eine gewisse Ironie besass, aber er hoffte, das es noch lange bis dahin dauerte.

Bei dem Mittagessen am Sonntag erhielten sie die ersten Informationen über den kommenden Unterricht bei Professor Dumbledore. Ursprünglich war dieser Unterricht wegen Ben's Krank­heit zurückgestellt worden, aber trotz Lily's Argumenten, das Ben's Fieber genügend Beweiss dafür war, das er nicht durch och mehr Stress geschwächt werden sollte, wurde sie doch von James, Ben und Damien überstimmt. Überraschenderweise stimmten doch ihre Eltern zu, das Damien ebenfalls an den Stunden teilnehmen durfte, solange er nur jene Zauber versuchte, die der Schulleiter ihm gab und das Ben nicht versuchen würde, ihm irgend etwas anderes als aus den Stunden beizubringen, wenn der Schulleiter nicht einverstanden war.

Ben und Damien stimmten dem zu, da sie während der Jahre erkannt hatten, das der Schullei­ter begriffen hatte, das Damien generell immer wieder einige der Probleme für Ben abgefan­gen hatte und das sich dies auch jetzt nicht ändern würde. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf trafen Ben, Damien und Eri Abends um Acht Uhr am zweiten Sonntag der Ferien im Unter­richtsraum ein.

"Guten Abend." sagte der ältere Magier zu Ben und Damien während sie den Raum betraten, bevor er sich leicht vor Harry, oder auch Eri verbeugte. Harry lachte darüber, das Albus Dumb­ledore sich vor ihm verbeugte. "Ich bin froh, das euer neuer Freund bei euch blieb, hat er bisher irgendwelche Zeichen dafür gezeigt, das er sich mit einem von euch verbinden will?"

"Aeh…" Ben schaute zu Eri der noch auf seiner Schulter sass. "Nein, nicht wirklich, Sir. Er verbringt seine Zeit sowohl bei mir als auch bei Damien. Er scheint da keine Unterschiede zu machen. Da er sich wohl nicht mit uns beiden verbinden kann, wird er vielleicht versuchen und beide zu beschützen."

"Das bedeutet leider, das er euch nicht so effizient beschützen kann, wie mit einem Band." meinte Dumbledore seuftzend. "Obwohl er keine Probleme damit hatte, dich während des Turniers zu finden, kann ich nicht sagen, das ich alles über Phönixe weiss."

"Sein Name ist Eri." sagte Damien leicht grinsend, während er sich auf eine der Bänke setzte.

"Eri?" sagte Dumbledore irritiert und Harry schüttelte irritiert seine Federn.

"Das ist als Abkürzung für Eridanus gedacht, Sir." sagte Damien schliesslich.

"Ihr habt euren Phönix nach einem Fluss benannt?" sagte Dumbledore während seine Augen amüsiert glitzerten da er die Ironie hinter dem Namen erkannte.

"Es ist ein göttlicher Fluss, Sir." meinte Damien. "Er scheint ihn zu mögen." Harry zwitscher­te zufrieden als wenn er Damien zustimmen wollte.

"Es scheint so." sagte Dumbledore lächelnd. "Eridanus also. Nun ja, dann wollen wir einmal zum geschäftlichen kommen. Ich weiss, das deine Eltern dir verboten haben, Damien irgend etwas beizubringen, das ich gezielt dir zeige, weshalb ich mich erst einmal auf Dinge konzen­trieren werden, die dir einen Vorteil in Kämpfen bringen werden."

"Ich verstehe das nicht, sir." sagte Ben und schaute nervös zu Damien.

"Ich bin sicher, das ihr von der fortgeschrittenen Magie gehört habt, die Professors Flitwick und Professor McGonnagal einigen ausgewählten siebtklässlern geben." sagte Dumbledore während beide nickten. "Nun, ich plane euch beiden genau dieses Material beizubringen, nur früher, als es normalerweise in der Schule der Fall wäre."

"Aber sind wir nicht noch zu Jung dafür, Sir?" fragte Damien während er überrascht aufstand.

"Es gibt kein „zu Jung" für diese Art der Magie, nur ein 'zu Unaufmerksam' und wir wissen alle, das ihr beide weit älter und zuverlässiger seid, als mancher anderer in eurem Alter." sag­te Dumbledore. "allerdings werde ich auch keine Unachtsamkeit erlauben und ich erwarte von euch beiden, das ihr diesen Unterricht ernst nehmt und zwischen den Stunden trainieren werdet."

"Ja Sir." sagten beide Jungen gleichzeitig.

"Exzellent." sagte Dumbledore und klatschte zufrieden in die Hände, bevor er erst wurde. "Während diesen Unterrichts werde ich euch nur jene Dinge beibringen, die ihr beide lernen könnt. Neue Dinge, die euch auch ausserhalb von Hogwarts gelehrt werden können. Aller­dings werde ich euch auch fortgeschrittenere Zauber beibringen weshalb mich dazu entschie­den habe, euch beiden je ein Buch zu leihen, das ihr bitte durchlest und auch durcharbeitet. Einen Zauber hinter einander solange bis ihr ihn beherrscht und dann nur Zauber aus eurem eigenen Buch. Benjamin's Buch beinhaltet alles was auch in deinem steht, Damien, so dass ihr euch gegenseitig helfen könnt, wenn einer von euch bei einem der Zauber Probleme hat, oder ihr könnt euch an eure Eltern oder direkt an mich wenden."

Er holte zwei grosse Bücher aus einer Tasche hervor die bisher nicht bemerkt wordenwar und reichte sie den Jungen. Sie waren handgebunden und handgeschrieben und Harry schaute sie sich genauer an und erkannte mit Freude, das er diese Handschrift nur zu Gut kannte. Es wa­ren Werke von Nicolas und Perenelle Flamel. Er beruhigte sich wieder und beschloss sich erst dann Sorgen darüber zu machen, wenn der Schulleiter nicht anwesend war.

"Zu Beginn einer jeden Stunde werdet ihr mir bitte sagen, welche Zauber ihr gelernt habt und ich werde sie überprüfen, um sicherzustellen, das ihr keine Fehler macht." sagte Dumbledore lächelnd. "Die Stunden werden jeden Samstag, Sonntag, Dienstag und Donnerstag stattfinden. Montag morgens werdet ihr den gesamten Tag über einen anderen Lehrer haben der euch den Patronus-Zauber beibringen wird und Mittwochs und Freitags werdet ihr Duellieren erlernen. Ausserdem hat eure Mutter mir das Versprechen abgerungen, das ihr nicht nur Lernen son­dern auch euren Spass haben sollt." er lächelte wieder mit dem glitzern in den Augen. "Dann lasst uns mal anfangen."

Beide Jungen sahen sich geschockt an bevor sie die beiden Bücher an die Wand lehnten, da­mit sie nicht beschädigt würden. "Der erste Schritt für die gesamte Magie die ich euch bei­bringen möchte, ist die Kontrolle über euren magischen Kern. Anfangs möchte ich lediglich, das ihr ihn sucht und ihn genau studiert."

Und damit begann der Unterricht. Er wies sie beide an, sich an entgegengesetzte Enden des Raumes auf die Matten zu setzen und sich nur auf ihren Köper zu konzentrieren. Als nächstes sollten sie sich auf ihren Herzschlag konzentrieren, bevor sie ihre Aufmerksamkeit dem leisen Pulsieren der Magie zuwenden sollten, das jeden Herzschlag folgte. Anschliessend sollten sie diesem Pulsieren zu ihrem Ursprung folgen. Es klang weit einfacher als es wirklich war. Har­ry wusste dies aus Erfahrung, da es eine der Stufen war, um ein Animagus zu werden, und Harry vermerkte sich mental, das hierdurch auch die Zeit für die Animagus-Verwandlung ver­kürzt würde, wenn sies dies beherrschten. Der Trank führte nur zur Bildung eines Wächters für den magischen Kern, der sich als Animagusform manifestierte und sobald diese Entste­hung geschafft war, konnte man die Form studieren und an den eigenen Körper binden. In Harry's Fall waren es die Änderungen der Arme zu Flügeln, Zehen zu Krallen und so weiter.

Um etwa 11 Uhr abends und nach gut drei Stunden Meditation hatten sie es geschafft, alles andere um sie herum abzublocken, und sich komplett auf ihren Herzschlag zu konzentrieren, aber beide waren noch zu abgelenkt um sich auf die magischen Wellen zu konzentrieren.

Beide wurden aus dem Unterricht entlassen und erhielten noch ein paar Anweisungen. "Ich möchte, das ihr beide so oft wie möglich meditiert. Wenn ihr den magischen Puls findet, und ihm zurückfolgen könnt, studiert bitte euren Kern."

"Danke, Sir." sagten beide und Harry benmerkte, wie sein Vertrauen zu dem alten Mann sich ganz leicht verbesserte. Nick hatte dem jüngeren Magier immerhin vertraut und welche Pro­bleme Harry auch immer mit ihm hatte, da er mit für den Tod der Flamels' verantwortlich war, wenn auch indirekt, so war Harry doch bereit, ihm um Ben's und Damien's Sicherheit Willen entgegenzukommen.

"Wer glaubst du hat diese Bücher geschrieben?" fragte Damien auf dem Weg zu ihren Zim­mern. Er hielt sein Buch sehr vorsichtig um und deutete darauf, damit sein Bruder wusste, worüber er redete.

Harry spürte erneut einen schmerzhaften Stich als der Phönix seine eigenen Gefühle bezüg­lich des Verlusts vor weniger als zehn Tagen hinzufügte. "Ich weiss nicht." sagte Ben wäh­rend er den Buchumschlag studierte. "Hier snd weder Author noch Titel verzeichnet."

"Halt, hier sind zwei Personen verzeichnet." erklärte Damien erfreut. "Schau dir die andere Schriftart an. Ich denke sie unterscheiden sich deutlich."

Harry erhob sich von Ben's Schulter und flog gen Boden, bevor er sich zurückverwandelte. Er drehte schaute sich kurz in Damien's Raum um bevor er sich mit Tränen in den Augen seinen beiden Brüdern zuwandte, die beide geschockt Harry ansahen. "Harry?" sagte Ben und trat auf ihn zu und wollte das Buch auf Damien's Bett legen, damit er seinen Bruder umarmen konnte. Harry ergriff das Buch und strich über die ihm nur zu bekannte Handschrift. Nun be­gann er ganz offen zu weinen. "Harry? Was ist los?"

"Diese Bücher sind einmalig. Ich habe allerdings die anderen beiden Versionen gesehen." sagte Harry seuftzend. "Eine ist für Heiler gedacht, die andere für Zaubertränkemeister. Diese beiden hier sind genau für solche Situationen wie jetzt gedacht. Für junge Erwachsene, die ein hartes, genaues und exaktes Training zum Überleben brauchen. Der einzigste Unterschied zwischen Damien's und deinem Buch ist, das Damien's nicht alle schweren Sprüche enthält, denn es ist als Vorbereitung für dein Buch gedacht, Ben."

"Wo hast du sie schon einmal gesehen?" fragte Damien während er sein eigenes Buch vor­sichtig auf seinem Schreibtisch ablegte.

Harry ignorierte ihn. „Ich selbst habe Zaubertränke aus jenem Buch für Tränkemeister ge­lernt, aber gleichzeitig half mir auch der Co-Author bei dem Lernen."

Ben stöhnte auf und starrte das Buch in Harry's Händen an, die so sehr zitterten, das Harry sich dazu zwang, das Buch auf das Bett zu legen und sich dann auf das Bett zu setzen um sein Gesicht in die Hände zu nehmen. "Die Flamels?" fragte Ben ihn und Damien stöhnte auf die selbe Art wie Ben vorher. Harry nickte, während er weiterhin weinte. Der Anblick dieser bei­den Bücher hatte ihm den Tod seiner beiden Mentoren und einzigsten wirklichen Freunde wieder allzudeutlich vor Augen geführt, da diese beiden Bücher ursprünglich in der Biblio­thek der Flamels' gestanden hatten. Entweder mussten die Flamels' diese Bücher in ihrem Tes­tament Hogwarts vermacht haben, oder aber zumindest Dumbledore. Harry spürte, wie sich das Bett auf seine beiden Seiten bewegte, als zwei Armpaare sich um ihn schlangen. Er wand­te seinen Kopf nach Rechts und legte ihn in tiefer Trauer auf den Bauch seines Bruders, wäh­rend er der Trauer endlich freien Lauf liess.

XOXOXOXOXOXOXOX

Harry erwachte leicht verwirrt ob seiner Umgebung, da er bisher nicht im Bett seines jüngeren Bruders geschlafen hatte. Sie hatten die ersten drei Nächte gemeinsam in Ben's Bett verbracht und als er krank wurde, war Harry bei ihm geblieben, um seine Körpertemperatur stabil zu halten, da er wusste das seine eigene Körpertemperatur kühler war als die von Ben und auch das Ben ruhiger war, wenn Harry in seiner Nähe war. Damien allerdings hatte sich wieder in sein Zimmer zurückgezogen, da es unmöglich war zu schlafen, wenn sein Bruder sich unruhig bewegte. Harry hatte seinen Schlaf einfach als Eri tagsüber nachgeholt.

An diesem Morgen jedoch spürte er nicht den kräftigen Wind, der durch die offenen Fenster wehte und der Raum war weit dunkler als es in Ben's Zimmer der Fall war. Er erkannte, da er, da er sich nicht in der Mitte des Raumes befand, das er sich in Zimmer von Damien befinden musste. Der Körper, neben dem er lag, bestätigte dies, obwohl seine Augen sich noch nicht an das Licht gewöhnt hatten, aber er erkannte trotzdem die Unterschiede zwischen Ben und Da­mien. Damien lag mit dem Rücken zu Harry. Harry's Arme hielten seinen jüngeren Bruder dabei fest. Harry machte es nichts aus, das Ben nicht hier war, obwohl es das Gefühl des Auf­wachens noch angenehmer gemacht hätte, aber es störte ihn nicht.

Harry wollte sich gerade erheben, als es an der Tür klopfte. Er dachte anfangs, es wäre Ben an der Badezimmertür, bevor er erkannte, das dieses Geräusch von der Aussentür her kam. Es klopfte erneut und Harry kämpfte damit, sich zu befreien, um sich in Eri verwandeln zu kön­nen.

"Verdammt! Damy, wach auf!" sagte er so leise wie möglich, aber sie war voller Panik, so das sein Bruder sofort aufwachte. Sofort aufgewacht ja, aber nicht schnell genug um zu be­merken, was geschah, bevor sich die Tür öffnete. Damien, das musste man ihm zu Gute hal­ten, geriet nicht in Panik sondern ergriff ihn vorsichtig und legte die Decke über ihn.

"Damien?" erklang Lily's Stimme. "Bist du schon wach?"

"Mmm…" erklang Damien's Stimme verschlafen, denn da musste er sich nicht verstellen. Harry hielt inne, da er wusste, das er erwischt worden war und das seine Anonymität und Freiheit vorbei war. Sie würden ihn wieder in einen Raum sperren und niemanden an ihn her­an lassen, und diesmal würden sie auf magische Weise seine Flucht verhindern, und ausser­dem würden sie sicher einen Weg finden, ihm Eri wegzunehmen und er würde dann sterben und seine Brüder würden verzweifeln.

"Gut." fuhr Lily fort. "Oh hallo Ben." Harry hielt geschockt inne. Sie verwechselte ihn mit Ben. "Hast du wieder unruhig geschlafen?" sagte sie mit besorgter Stimme, aber aus ihr war auch Liebe herauszuhören, und in diesem Moment konnte Harry sie nicht wirklich hassen.

"Er schläft noch." sagte Damien zu ihr und versuchte Harry zu beruhigen. Harry legte sich en­ger an seinen Bruder, ohne das seine Mutter es erkannte und legte seinen Kopf wieder auf das Kissen. "ich konnte letzte Nacht nicht einschlafen."

"Geht es dir gut?" fragte Lily. "Vielleicht hast du die selben Probleme wie Ben sie hatte." sie kam durch den Raum herüber und Harry erzitterte erneut, da er fürchtete, das sie ihn erkennen könnte, denn sein Haar hatte keine roten Strähnen, aber zum glück war es zu dunkel für sie um das zu erkennen. Sie legte eine Hand auf Damien's Stirn aber erkannte, das es ihm gut ging, was Damien ihr bestätigte. "Nun, sag Ben bitte, sobald er erwacht, das Onkel Remus um Neun Uhr erscheint, um euch zu unterrichten."

"Onkel Remus!" sagte Damien und sprang halb auf, bevor er erkannte, dies diese Aktion Har­ry eindeutig sichtbar machen würde. "Er unterrichtet uns!" Harry konnte nicht umhin kom­men zu lächeln, als er die Freude in der Stimme seines jüngeren Bruders hörte.

"Ja, Damien. Also steht bitte beide möglichst bald auf und kommt zum Frühstück, und ich möchte euch Bitten, das ihr beide so viel esst wie möglich. Der Patronuszauber ist sehr schwer und anstrengend." sagte sie ernst.

"Ja, Mum." sagte Damien und wartete ruhig, bis ihre Mutter aus dem Raum gegangen war, und die Tür geschlossen war. Ihre Schritte waren schon bald nicht mehr zu hören und Damien seuftzte erleichtert. Harry atmete tief aus und begann leise zu lachen. "Geht es dir gut?"

"Sie hat mich mit Ben verwechselt." sagte Harry fast schon mit hysterischer Stimme. "Ich dachte echt, sie würde mich erkennen."

"Selbst wenn sie dich erkannt hätte, würden Ben und ich es niemals zulassen, das sie dich er­neut wegsperren." sagte Damien bevor er Harry umarmte. "Wir sollten besser Ben bscheid sa­gen, was passierte, für den Fall das er nach unten geht und für Chaos sorgt."

Nachdem sie einem schockierten Ben bescheid gesagt hatten, gingen alle drei zum Frühstück, wobei Harry als Eri unterwegs war. Sie sahen Remus, der am Tisch sass und Damien umarm­te den Mann. Damien mochte Remus scheinbar sehr gern, während Ben leise kicherte und Eri's Bauchfedern streichelte.

"Guten Morgen, Jungs. Und das hier muss dann also Eridanus sein." sagte Remus und ver­suchte ihn zu streicheln. Harry schnappte zu und biss dem Mann heftig in den Daumen. Re­mus knurrte vor Schmerz und zog sich geschockt zurück.

"Es ist sicher nicht, weil du ein Werwolf bist, Remus." meinte James entschuldigend zu sei­nem Freund, während er Eri wütend anstarrte. "Wir wissen einfach nicht, warum er so auf Er­wachsene reagiert."

"Er mag uns aber, Onkel Remus." erklärte Crisanta und Harry zwitscherte bestätigend und flog hinab zu ihr und ihrer Schwester damit diese ihn füttern konnten.

Harry schaute erfreut hinauf zu Remus der den Biss inzwischen geheilt hatte. "Warum hast du Onkel Remus angegriffen erklang Damien's Stimme, die verwirrt und verletzt klang.

Ben schaute Harry ebenfalls fragend an, aber Harry antwortete bereits. "Sirius ist Ben's Pate, während Remus meiner ist…war. Er stimmte allem zu, was Mum und Dad taten, da er meinte, es wäre für uns alle das Beste, wenn sie mich in meinem Raum einsperren würden und mich von euch beiden fern hielten."

"Was?" Damien bekam grosse Augen ud er schaute seinen Onkel geschockt an. "Das würde er nie tun

"Er tat es, Damy. Es tut mir leid, aber er und Sirius waren damals andere Menschen. Sie ha­ben sich sehr verändert nachdem Harry verschwand." sagte Ben. "Ich weiss das es beiden zu tiefst leid tut, was sie taten, aber das ändert nichts daran, was sie Harry damals antaten

Damien war den Rest des Frühstücks über sehr ruhig, während er das neue Bild seines am meisten geliebten Erwachsenen zu verarbeiten versuchte. "Wie sind eure Stunden bisher mit dem Schulleiter verlaufen?" fragte James nach einigen Augenblicken.

"Sehr gut, denke ich." meinte Ben. "Er wird uns die Zauber der fortgeschrittenen Magie bei­bringen. Derzeit versuchen wir unseren Magischen Kern zu suchen."

James und Lily lächelten und Harry wusste, das sie sich sehr wohl im Klaren darüber waren, was der Schulleiter ihnen beibrachte. "Nun, wenn ihr jemals Probleme haben solltet, könnt ihr uns jederzeit fragen. Denkt daran, euch Zeit zu lassen. Ihr habt immerhin den gesamten Som­mer über Zeit." meinte James.

"Ausgenoimmen sind lediglich die letzten beiden Wochen. Professor Dumbledore hat diese von jeglichen Stunden ausgenommen und nur wenn ihr es wollt, wird Remus seine fortfüh­ren." menite Lily.

"Mum, warum dürfen wir nicht in die Winkelgasse?" fragte Ben kurze Zeit später.

"Es ist zu gefährlich." sagte James bevor Lily antworten konnte.

"Sie lügen wieder." sagte Harry zu ihnen. Es war nich das selbe wie das Entdecken von rein Bösem, aber er konnte erkennen, wenn jemand log, wenn er sich darauf konzentrierte.

"Warum?" fragte Ben.

"Da Voldemort wieder da ist, können wir das Risiko nicht eingehen, das ihr euch in der Öf­fentlichkeit zeigt." sagte Lily seuftzend.

"Hat Voldemort denn bisher überhaupt etwas getan?" wollte Damien wissen.

"Nun, nein, aber es waren auch bisher erst 10 Tage." meinte James.

"Können wir wenigstens mit Hermine nach London?" fragte Ben.

Lily schien wenigstens darüber nachzudenken. "Wir werden es abklären."

"Sie lügt wieder." meinte Harry ohne zu Zögern. Sie verheimlichten definitiv irgend etwas vor ihnen und es hatte nicht alles mit Voldemort zu tun, und was auch immer es war, es hatte etwas mit dem Gespräch in Sirius' Haus zu tun. Falls das überhaupt ihr Ziel gewesen war. Harry entschloss sich, ihnen das nächste Mal zu folgen.

"Können wir wenigstens nach Merthyr Tydfil gehen?" fragte Ben und bezog sich auf die wa­lisische Stadt in der Nähe.

"Nun ich wüsste nicht, wieso, solange ihr vorsichtig seid." sagte Lily. "Ich möchte aber, das ihr damit noch wartet, denn ich möchte erst sehen, wie ihr in den Stunden voran kommt."

"In Ordnung Mum." stimmte sie gleichzeitig zu bevor sie sich angrinsten und ihr Frühstück beendeten.

"Nun denn, last uns anfangen. Wir werden dazu nach Draussen gehen, da es dort einfacher ist zu üben." sagte Remus und schaute vorsichtig zu Eri bevor er ihnen bedeutete, ihm zu folgen.

Sie gingen beide nach draussen und Harry ermöglichte es Crisanta und Acacia ihn mit ein paar weiteren Beeren zu füttern, bevor er aus dem offenen Fenster in den Garten flog, wo er Ben und Damien mit Remus reden sah.

Sie verbrachten den Morgen damit sich auf glückliche Gedanken zu konzentrieren und dann den Zauber zu sprechen. Er wusste aus ihren Gedanken, die herüber schwappten, das sie beide sich auf den Moment konzentrierten, als sie entdeckten, das er noch lebte und am Ende der Stunde gelang es Ben, einen silbernen Nebel zu erzeugen, während Damien nur silberne Fun­ken verursachen konnte. Harry hatte sich auf der Schulter seines jüngeren Bruders niederge­lassen und versuchte seine Selbstsicherheit zu fördern, aber glaubte nicht, das dies das Pro­blem war. Damien's Vertrauen in Remus war erschüttert, vermutlich sogar irreparabel geschä­digt und das bereitete ihn solche Probleme.

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Die Wochen vergingen in genau diesem Stil bis zur letzten Woche im Juli. Am Samstag, Dienstag, Donnerstag und Samstag verbrachten sie drei bis vier Stunden nach dem Abendbrot gemeinsam mit Dumbledore, wo sie ihren magischen Kern studierten, den sie jetzt sehr schnell erreichen konnten, obwohl es noch immer einiges an Konzentration bedurfte. Harry war gezwungen gewesen, ihnen zu gestehen, das er diesen Schritt bereits erreicht hatte und sogar das, was sie lernten bereits beherrschte, nämlich den Kern so hervorzubringen, das die Aura der Macht erschien, welche manche Zauber abblocken konnte, jenachdem wie mächtig sie war. Als es Ben das erste Mal gelang seinen magischen Kern nach aussen zu bringen, er­schien eine hellblaue Aura um ihn herum, die Harry sehr stark an das erinnerte, was Nick ihm darüber berichtete, wie sein Bruder und er den Todesfluch überlebt hatten.

Sie hatten beide instinktiv ihre magischen Kerne aktiviert und sie kombiniert wodurch der Zauber reflektiert wurde. Er erklärte dies alles Ben und Damien erklärte auch, das er eine Schutzblase um sich herum errichten konnte, etwas, das seine beiden Brüder sehr überraschte. Die Blase sah aus wie zwei Kugeln, die ihn umgaben, während Feuer im Zwischenraum zu liegen schien. Die Idee, ihre Magie zu einem Schild zu kombinieren, machte beide Neugierig, aber beide wussten, das es keinen Sinn machte, solang Ben nicht mehr über seine Magie wusste.

Damien fand seinen Kern etwa zur selben Zeit wie Ben und war ebenfalls in der Lage eine dunkelrote Aura hervor zu bringen. Harry war sehr erfreut über den Erfolg der beiden und hatte damit begonnen, die Zutaten für den Animagus-Trank zu sammeln. Es war problema­tisch, da der Schrank der Flamels geleert worden war, aber Harry gelang es doch, sich die Zutaten aus dem Labor von Hogwarts zu nehmen, dies mit der Begründung, das es ihm ei­gentlich erlaubt sein müsste, dort zur Schule zu gehen und das jemand von dort einfach die Zutaten von Nicholas genommen hatte. Der Trank würde zu der Zeit beendet sein, wo sie nach Hogwarts zurückkehrten und das bedeutete, das sie dort würden üben können.

Der Unterricht bei Remus war bis zu dem Punkt fortgeschritten, an dem Damien, mit Harry's Hilfe es geschafft hatte, ebenfalls einen silbernen Nebel hervorzubringen, der überraschender­weise zu Heulen schien, während der von Ben ein fast fest zu nennendes silbernes Licht pro­duzierte, das zu singen schien. Harry hatte den Eindruck, das Ben's Form die von Eridanus sein würde und die von Damien ein Werwolf sein würde, der Remus ähnelte, da beide eine enge Beziehung besassen, selbst wenn Damien ihn derzeit zu meiden schien.

Sirius schien zu der ersten Stunde im Duellieren und begann jeden Tag mit einem langen Ge­ländelauf rund um das Gelände des Manor, gefolgt von Übungen, bevor er damit begann, ih­nen beizubringen, welche Zauber sie wissen sollten, um ein Duell zu gewinnen, egal wie kuri­os der Zauber zu sein schien. Er brachte ihnen aber nie Zauber bei, aber er bat sie, ihm zu sa­gen, welche Zauber sie aus den Büchern erlernten. Alle Erwachsenen waren von ihren Fort­schritten beeindruckt Damien, dank Ben's Hilfe, hatte beinahe das Anfängerbuch beendet und würde bald mit dem Buch von Ben beginnen. Ben hingegen war etwa zur Hälfte mit seinem Buch durch, allerdings konnte Harry nicht den Zeitpunkt abwarten, wenn das Buch beendet hatte, denn dann würde er mehr Zauber beherrschen als so mancher Auror.

Ausserhalb des Unterrichts trainierten sie ihre Meditation, arbeiteten an ihren magischen Ker­nen oder übten für die Schule. Harry zwang sie dazu, zumindest einmal am Tag einfach nur Kind zu sein und ging oft auch mit ihnen zu Schwimmen an den Fluss, nachdem ihre Eltern zur Arbeit gegangen waren. Keine Zwei Tage bevor Ben und Harry Geburtstag haben würden, begannen die Dinge aus dem Lot zu laufen. Lily hatte Ben und Damien die Erlaubnis gege­ben, in die nahe Stadt zu gehen um Geschenke einzukaufen und um etwas für Mrs. Weasley zu kaufen, da Ben dort die letzte Woche verbringen würde. Harry konnte sie leider nicht be­gleiten, selbst wenn er wollte, da ein Phönix nicht in einer Muggelstadt herumfliegen konnte, ohne gesehen zu werden, da Tarnzauber nicht bei Phönixen wirkten.

Harry verbrachte unterdessen den Tag damit, unter Lily's Aufsicht im Garten zusammen mit Acacia und Crisanta zu spielen. Er spielte eine Weile Wurf und Fang mit ihnen bevor er sie hinein zum Essen schickte. Danach ging er mit ihnen schwimmen, natürlich als Eri. Während der gesamten Zeit überlegte er, wann Ben, Damien und er ihnen von ihm erzählen sollten, am Ende kam er aber zu der Lösung, die seine Brüder und er schon vor ein paar Wochen gefun­den hatten. Sie wären nicht in der Lage, seine Anwesenheit geheimzuhalten, so dass sie das Geheimnis zumindest solange wahren mussten, bis sie im nächsten Jahr nach Hogwarts ka­men.

Etwa zu Sonnenuntergang passierte es. Harry fühlte auf einmal Verzweiflung, Kälte und Angst, weshalb er sich fragte, was diese Gefühle auslöste. Er hörte wie Crisanta und Acacia in Tränen ausbrachen als diese Gefühle sie und ihre Mutter übermannten welche in sekunden­schnelle bei ihnen war. Harry verschwand in einem Flammenball und glitt seiner Verbindung mit Ben nach, der eindeutig Schmerzen hatte. Sobald er ankam, spürte er auch Damien's Angst, Verzweiflung und Kälte. Er konzentrierte sich auf jedes noch so warme Gefühl, das er besass und begann zu singen, während er durch diese unnatürliche Dunkelheit flog.

Er konnte gerade so eben seine Brüder erkennen, die auf dem Boden vor einem Dementor knieten der sich ihnen näherte. Noch während er sie beobachtete mühte sich Ben auf seine Knie und hob seinen Zauberstab. "Expecto Patronum!" brachte er mühsam hervor, aber nichts passierte. Harry flog tiefer über den Dementorenkopf und als Ben ihn sah brach er seitlich zu­sammenbrach. Harry fuhr herum und leider erkannte der Dementor ihn als Animagus und konzentrierte seine Kraft auf ihn. Allerdings zeigte Harry in dem Moment keinerlei Emotio­nen sondern beschützte nur seine Brüder. Er mochte physisch schwach sein, tödlich erkrankt, aber das bedeutete nicht, das er sich nicht verteidigen konnte.

Er vewandelte sich zurück und spürte umgehend, wie jegliche Wärme verschwandt, ebenso das Licht. Ben und Damien weinten aus Angst, ihre letzte Hoffnung zu verlieren, aber nun holte Harry seinen eigenen Zauberstab hervor. Eine von Eri's Schwanzfedern, gemischt mit seinen eigenen Tränen und menschlichem Blut, eingehüllt in einen Stab aus Stechpalmenholz, bildete den Zauberstab. Er sah fast genauso aus wie der seines Zwillingsbruders, nur das sei­ner noch Phönixtränen und menschliches Blut enthielt, wodurch er besonders für das Heilen und Schutzzauber geeignet war.

"Expecto Patronum!" rief Harry und dachte dabei an jenen Moment, wo er die Animagusver­wandlung geschafft hatte und erfuhr, das er wieder zu seinen Brüdern würde zurückkehren können. Licht durchflutete die Strasse und der Dementor schrie in Panik auf und wich vor dem Licht zurück. Das Licht wurde etwas dunkler und nahm die Form eines hüfthohen Pan­thers an der silbern leuchtete. Er warf ein Blick zu Damien und Ben und sprang dann zwi­schen beiden und dem Dementor hindurch. Er jagte den Dementor die Strasse entlang, bevor er zu Harry zurückkehrte.

Harry brach zwischen seinen Brüdern zusammen während sie sich soweit aufrichteten, das sie ihn sehen konnten. Der Schock vertrieb ihre Verzweiflung, da sie den körperlichen Patronus anstarrten. Ihre Fragen wurden von einem Schmerzensschrei von Harry unterbrochen, und auch Ben spürte bald die Schmerzen. Sein Bauch zog sich zusammen Harry's Atmung wurde schwächer. Trotz des Schmerzes weil er Magie mit einem Zauberstab anwendete, schaffte es Harry mit einem letzten Magieschub den Patronus fortzuschicken, damit er Hilfe in Form ih­rer Eltern holte. Er rannte sofort nach Norden zum Manor.

"Verdammt nochmal, hör auf Magie zu verwenden!" schrie Ben beinahe während Tränen der Hoffnungslosigkeit sein Gesicht hinab liefen, die aber auch vom Schmerz herrührten.

"Ich muss sicherstellen, das ihr in Sicherheit seid." sagte Harry bevor er sich mit aller Kraft auf Eri konzentrierte. Sein Zauberstab fiel aus seinen Fingern während sich seine Arme wie­der zu Flügeln verwandelten und kurz darauf befand er sich wieder in seiner Phönixform. Ben atmete erleichtert auf als der Schmerz verschwand.

"Wieso wusstest du, wie du das zaubern musst?" fragte Ben während er sich zurücklehnte

"Ich lebte gut zehn Jahre bei den Flamels, und ich beherrsche durchaus viele Zaubersprüche, nur weiss ich von den meisten nur die Theorie, da der Schmerz jede Übung überdecken wür­de. Der Patronuszauber ist den Schmerz allerdings wert, denn ich beherrsche ihn problemlos." sagte Harry und war über jeden Schmerz den er dabei erlitten hatte froh. "Ich habe jeden Zau­ber aus dem Buch durchgelesen und gelernt, aber bisher konnte ich keinen davon anwenden. Ich kenne allerdings einige Heilerzauber aber diese sind nur für den Notfall gedacht und wenn ich mich nicht verwandeln kann

"Wo kam das Wesen her?" fragte Damien geschockt. "Es war ein Dementor oder

"Richtig. Ihr beiden solltet unbedingt Schokolade essen." sagte Harry. "Ich weiss nicht, wo er herkam, nur das er sich eindeutig für euch interessierte. Jemand hat ihn euch auf den Hals gehetzt

"Hast du den Patronus zu Mum und Dad geschickt?" fragte Ben.

"Ja, er wird sie in wenigen Minuten per Apparition hier herführen." versicherte Harry ihnen. "Sagt bitte, das ein willkürlicher Magier euch zufällig fand, und ihn beschworen hat. Sie wer­den sich dann wohl sorgen über einen Stalker machen, aber wenigstens wissen sie weiterhin nichts über mich. Ausser sie erzählen Dumbledore von der Form."

"Was meinst du damit?" fragte Damien.

"Der Panther ist die Animagusform von Nicolas Flamel gewesen und der Patronus von Perenelle Flamel. Und auch mein eigener." sagte Harry.

"Und wird wohl wissen mit wem er zusammenhängt?" fragte Damien.

"Er wird ihn sicher erkennen, aber er kennt keinen Zusammenhang zu dir herstellen." stellte Ben fest. Harry wollte gerade etwas sagen, als Lily direkt vor ihnen auftauchte, mit ihrem Zauberstab in der hand. Schliesslich seuftzte sie erleichtert und lief zu ihren Söhnen.

"Sagt bitte, das es euch gut geht!" rief sie, während sie sich zu ihnen hinkniete und sie unter­suchte. Harry sah wie Damien vorsichtig Harry's Zauberstab in die Tasche steckte, so dass niemand ihn sah und verfluchte sich selbst weil er ihn nicht eingesteckt hatte.

"Uns geht es gut Mum. Eri erschien und trieb ihn zurück und plötzlich erschien ein Patronus von dem wir nicht wissen woher er kam. Allerdings hörten wir wie jemand Apparierte." sagte Ben zum ersten mal, seit der Angriff vorüber war.

Lily schaute vorsichtig sich vorsichtig um, bevor er den beiden half aufzustehen. "Haltet euch an den Händen." sagte Harry told zu Damien und Ben bevor er ermutigend trillerte. Er wollte sie beide aus der Kälte schaffen und das Apparieren zum Manor hätte nur Zeit gekostet. Ben sagte seiner Mutter das sie seine Hand nehmen solle während Harry auf Ben's Schulter lande­te. Ben ergriff Damien's Hand und dann die von Lily, nachdem diese erkannt hatte, was ange­boten wurde.

"Diesmal bitte auf dem Boden." meinte Damien. Harry konzentriert sich auf den Speisesaal des Manor und brachte sie innerhalb warmer Flammen dorthin.

Harry war gezwungen mit den Flügeln zu schlagen, da sein Sitzplatz auf einmal unter ihm nachgab, weil er sich erneut in der Höhe verschätzt hatte. Die drei stolperten und nur Ben, der dank Harry's Griff etwas leichter war, schaffte es, stehen zu bleiben. "Entschuldigung sagte Harry und trillerte entschuldigend, während Damien kicherte.

"Du brauchst noch Übung." meinte Damien lächelnd.

"In Ordnung Jungs, setzt euch und lasst euch von Doy etwas Schokolade bringen, während ich euren Vater hole." sagte Lily.

Harry würde sicher nicht zulassen das sie jetzt verschwand, während dort draussen noch im­mer ein Dementor herumgeisterte. Er gab einen Ton von sich, von dem er hoffte, das er wie ein Nein klang und verschwand in einem Feuerball. Er folgte dem Weg zu der Arbeitsstelle seines Vaters und suchte ihn dort. Obwohl er niemanden aus der Familie spüren konnte, aus­ser vielleicht Ben, so konnte er doch ihre Emotionen erspüren und sie fast überall finden, egal wo sie waren. Er erschien in einem hellen Raum, den er für ein Büro der Auroren hielt. Der Raum verstummte sofort, als gut zwei Dutzend Auroren James und eine Frau, die Harry noch nie gesehen hatte, besorgt anschauten.

"…Einsatz eines Patronus in einem Gebiet der Muggel." sagte die Frau und hielt dann inne

Harry zwitscherte einmal zustimmend, und landete dann auf Harry's Schulter woraufhin sein Vater zusammenzuckte. "Oh, Merlin, er versucht mich umzubringen." murmelte James. Harry gab ein verneinendes Geräusch von sich bevor er sich und seinen Vater aus dem Raum und Quer durch Englang nach Wales und in das Manor transportierte. Sie erschienen in einer grös­seren Höhe als vorher und Harry hörte einen stöhnen, als James recht unsanft auf dem Boden landete.

"Oops." murmelte Harry und hörte das Lachen von Damien und Ben, die gerade Schockolade assen. Harry flog hinüber zu Ben und schnappte sich ein Stück Schokolade. Er schluckte es und leckte sich ein Stück Schokolade von den Händen seines älteren Bruders. Ben würde recht bald die Erfahrung machen und es auch von Professor Dumbledore hören, das es keine gute Idee war, einem Phönix Schokolade zu geben, denn diese platzten dadurch fast vor Ener­gie. Harry würde es ihm aber nicht sagen, da er Schokolade regelrecht liebte.

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That night

Harry war viel zu Aufgedreht, als das er wie seine beiden noch immer verängstigten Brüder würde schlafen können, weshalb er sich entschloss, ein wenig zu fliegen. Dies war auch eine Folge der Schokolade. Fast eine Stunde später sah er, wie Remus ausserhalb der Schutzzauber erschien und ins Haus lief. Wenige Augenblicke später traten Lily und James hinaus und ver­schwanden mit einem lauten, doppelten krachen. Harry hätte mit den Schultern gezockt, wenn es möglich gewesen wäre, aber statt dessen entschloss er sich, Spion zu spielen. Er nutzte sei­ne Phönixmagie dazu, die beiden in einer Muggel-Region von London zu finden und er trans­portierte sich selbst problemlos dorthin.

Der Raum, in dem er erschien, war schwach beleuchtet, allerdings sehr gut eingerichtet und erstaunlich still, denn sein erscheinen hatte die zehn Personen im Raum komplett überrascht. Professor Dumbledore war ebenfalls dort, genauso wie einige andere Professoren der Schule, die er kannte. Sirius war ebenfalls dort und so wie es aussah, gehörte ihm wohl das Haus. Na­türlich waren seine Eltern dort und sie schauten derzeit irritiert zwischen dem Schulleiter und Eri überrascht hin und her.

"Wir haben ihn nicht eingeladen, Albus. Das schwöre ich." versicherte James ihm, während Harry vorsichtig sich einen Sitzplatz suchte, den er auf dem Tisch fand, bevor er eine Teetasse auf den Schoss seines Vaters fallen liess, was aber diesmal nicht geplant war. "Also ehrlich ich glaube er hat heute zuviel Zucker bekommen. Er hat fast die Hälfte der Schokolade von Ben und Damien gegessen."

"Also bitte, ihr müsst euch nicht entschuldigen. Ich habe bereits ein Dutzend mal versucht, mich vor Fawkes zu verstecken, aber es gelingt mir einfach nicht." sagte der Schulleiter wäh­rend Harry jemanden erblickte, den er garnicht mochte. "Es dürfte fast nichts geben, was ihr hättet tun können um ihn aufzuhalten und ein Phönix ist generell hier Willkommen, oder, Siri­us?"

Diese Frage bstätigte Harry's Vermutung, das dies Sirius' Haus war, allerdings hörte Harry nur zur Hälfte zu, als er sagte, das Phönixe einen Fidelius-Zauber durchbrechen könnten, da er über den Tisch gesprungen war und seine Flügel wütend vor einem vernarbten Mann ausbrei­tete, der einen Diffindo auf Ben und Damien geschleudert hatte. Der Mann lehnte sich so weit wie irgend möglich zurück und richtete seinen Zauberstab auf Eri. Er schien nicht ein zweites Mal nachzudenken, ob er einen Phönix verfluchen konnte.

"Eri, NEIN!" rief Lily aber Harry ignorierte sie.

"Alastar, nimm den Stab runter." sagte der Schulleiter. "Er glaubt, das du jener Mann bist, der Ben und Damien während des Turniers angriff. Er hat jenen Diffundo abgefangen, den Crouch Junior sprach."

Harry wandte sich leicht um und gab einen irritierten Blick von sich, der fast wie eine Frage klang bevor er sich erneut dem Mann zuwandte und seine Flügel so schlug als wollte er sagen 'Eine Erklärung oder ich werde dir das Auge auspicken.' er klackerte mit dem Schnabel als wenn er das Unterstreichen wollte.

"Ich habe noch nie einen solch aggressiven Phönix getroffen, aber man muss bedenken, das er noch sehr jung ist." meinte der Schulleiter zu allen Anwesenden die sich alle Sorgen um die Gesundheit eines ihrer Mitglieder zu machen schienen. "Eridanus, bitte, das ist der echte Alastar Moody. Er wurde um diese Zeit im letzten Jahr entführt und ein Doppelgänger, der auch Ben und Damien angriff übernahm seine Rolle mittels Vielsafttrank."

Harry betrachtete den Mann genauer, aber als er keine Lüge heraus hören konnte, faltete er seine Flügel wieder zusammen und schaute, ob eine der Federn ausser Form geraten war, be­vor er zurück zur Zuckerschüssel hüpfte und sich bediente. 'Vielleicht sollte ich Ben und Da­mien davor warnen, mir Zucker zu geben, wenn ich als Eri unterwegs bin dachte er zu sich selbst, während er alles andere ignorierte, das bei dem Treffen des Ordens des Phönix, in das er geplatzt war, geschah und das nichts mit seinen Brüdern zu tun hatte. Schliesslich kam die Sprache unweigerlich auf die Ereignisse des Angriffs zur Sprache.

"Was ich wissen will,." sagte James fast knurrend, "ist, wie ein Dementor Azkaban verlassen konnte, ohne das es jemand bemerkte. Das letzte was ich hörte war, das das Ministerium sie noch immer kontrolliert."

"Soweit ich weiss gehorchen sie alle noch dem Ministerium." sagte eine ältere Frau. "Was be­deuten würde, das jemand im Ministerium einen entsprechenden Befehl gab."

"Könnte es Teil dieser Kampagne sein?" fragte Lily. "Das sie Ben wie einen Kriminellen dar­stellen wollen, indem sie ihn dazu zwingen, sich selbst zu verteidigen und zwar in einem An­griff, den das Ministerium dann verneint?"

"Es wäre möglch, aber es gibt bisher keine Beweise." sagte eine dunkelhaarige Frau leise. "Wir sollten eher froh sein, das dieser mysteriöse Mann oder diese Frau erschienen ist und den Patronus sprach, sonst hätten beide ihre Seele verloren."

"Das Büro für Magie Minderjähriger konnte nicht beweisen, das die Magie von Ben oder Da­mien genutzt wurde, da der Dementor die Sensoren des Ministerium blockierte, so dass sie Ben deshalb nicht vor Gericht stellen könne, so wie Fudge es verlangt." sagte die ältere Frau. "Für meinen Geschmack hat er sich zusehr darüber gefreut, das er dies hätte tun können, ge­nauso wie diese froschgesichtige Frau in seinem Schatten. Sie waren sofort anwesend, als der Bericht hereinkam, als wenn sie ihn erwartet hätten."

"Alles nur Vermutungen." meinte Moody. "Wir haben keinerlei Beweise dafür, das dies Teil der Kampagne des Ministeriums ist um Benjamin zu schaden. Wir sollten uns darauf konzen­trieren, solche Geschehnisse zu verhindern."

"Es wurden bereits Massnahmen ergriffen." sagte Dumbledore. "Sie müssen im Manor blei­ben, ausser für die Reise zu den Weasleys und ausserdem werden wir sie mit dem Unterricht beschäftigt halten. Lily und James können ihre Sachen für das Schuljahr besorgen, sobald Da­mien seine Klassen gewählt hat. Ich denke trotzdem das es das Beste ist, wenn diese Kampa­gne weiterhin von ihnen fern gehaltne wird. Ben's geistiger Zustand ist weiterhin fraglich."

"Das ist unser Sohn über den du da sprichst, Albus!" sagte James wütend.

"Es war mehr ein Kompliment als eine Beleidigung, das versichere ich euch James, Lily." sagte Dumbledore. "Jeder andere hätte schon aufgegeben, aber Benjamin und sein Bruder ma­chen weiter und werden immer besser."

'Aufgabe Eins; alles was möglich ist über diese Verleumdungskampagne herausfinden und Ben und Damien davon berichten.' sagte Harry zu sich selbst.

"Ich möchte hiermit das Treffen gleich beenden." unterbrach Dumbledore alles Flüstern, das begonnen hatte. "Alastar, ich möchte dich bitten, etwas über den mysteriösen Magier heraus­zufinden."

"Und was machen wir mit ihm?" fragte Moody.

"Er mag ein Verbündeter sein, Alastar, also tu was nötig ist, aber bitte nicht mehr." Dumble­dore schaute ihn kurz an, bevor er fortfuhr. "Leider kann ich die Berufung von Deloris Um­bridge durch Minister Fudge zur Verteidigungslehrerin nicht mehr verhindern, obwohl James sich um die Stelle beworben hat, weshalb wir Hogwarts sehr genau beobachten müssen, so­bald das Schuljahr beginnt, besonders wenn es um Dinge rund um die beiden Potter-Söhne geht."

"Einverstanden." sagte die ältere Dame, die ganz offensichtlich einen hohen Rang im Ministe­rium besass.

"Damit ist das Treffen beendet." sagte Dumbledore. Harry beobachtete, wie alle Apparierten und betrachtete die Zeitung auf dem Seitentisch. Er flog hinüber und grinste innerlich, als er das Foto von Ben kurz nach dem Zwischenfall auf dem Friedhof sah. Er landete auf ihr, bevor er sich selbst und die Zeitung in Ben's Zimmer transportierte.

Die Mitglieder des Ordens mussten im gegenüber nun nicht gerade misstrauisch werdenwenn sie so viel in seiner Gegenwart sagten, von denen fast alles niemals an Ben's Ohren gelangen sollte.

Ein Mann löste sich aus dem Schatten des Raumes, nachdem die letzten Flammen verloschen waren und schaute kurz auf den Tisch wo noch kurz zuvor die Papiere lagen. Warum sollte ein Phönix so unlogisch reagieren? Lange, helle Finger glitten über den Tisch bevor er eben­falls verschwand, wobei er mehr Fragen im Kopf hatte, als Eridanus vermutlich Federn be­sass.

XOXOXOXOXOXOXOX

End Chapter