Kapitel 11: For all to see
21. Dezember, Hogwarts
Die Monate in Hogwarts hatten sich langsam auf die drei Brüder auszuwirken begonnen, insbesondere auf Benjamin, der mit jedem Tag immer mehr in Stress geriet. Er fuhr immer wieder Leute um ihn herum grundlos an, und das galt auch für Harry und Damien, und während seine jüngeren Brüder damit fertig wurden, da sie wussten das er sie liebte, so sorgte es doch für massive Probleme mit den anderen Gryffindor.
Die Dinge in Hogwarts hatten sich deutlich verschlechtert, seit Eridanus den Malfoy Knilch seinen Zwangsurlaub auf der einsamen Insel verpasst hatte, und nach drei Tagen hatte das Ministerium ihn gefunden und zurück gebracht, und obwohl sich Benjamins massiv beschwerte, im Übrigen gefolgt von fast allen Lehrern und Schülern, wurde es ihm erlaubt in der Schule zu verbleiben und dies unter der Aufsicht einer vom Ministerium bestellten Person, namentlich Deloris Umbridge, wodurch er immer unberechenbarer wurde und mit jeder Woche mehr Freiheiten bekam. Harry hatte bereits mehr als einmal seine Geduld nach einem Kommentar des blonden Jungen verloren, und Malfoy hatte einige Schnittwunden durch Eridanus' sehr scharfen Schnabel davon getragen.
Die größten Probleme aber entstanden durch die Versuche von Umbridge und dem Ministerium, Eridanus zu einem gefährlichen Wesen zu erklären, das umgehend aus dem Schloss zu entfernen wäre. Bisher war er fünf mal aufgefordert worden, das Schloss zu verlassen, Anweisungen die er geflissentlich ignoriert hatte, und welche später von Dumbledore aufgehoben wurden, da der Phoenix offiziell als Wächter des Schlosses eingestuft wurde. Das Ministerium und der Tagesprophet waren allerdings sehr erfolgreich darin, die Glaubhaftigkeit von Ben und Dumbledores zu unterminieren und es gelang ihnen auch, die Eltern der Schüler davon zu überzeugen, das die neuen Regeln und Praktiken der Schule nur dem Schutz der Schule dienten, aber zu ihrem Pech gelang es ihnen nicht, die Bevölkerung davon zu überzeugen, das ein Phoenix, das Symbol alle Guten und des Lichts, auf einmal eine Gefahr für die Kinder sein sollte.
Als es an der Zeit war, die Sachen für die Weihnachtsferien zu packen, konnte es für Ben und Damien nicht schnell genug gehen und als sie den Zug in Hogsmeade bestiegen, warteten sie lange genug damit Harry sich auf einem der beiden niederlassen konnte. Am Ende entschied er sich dazu auf die leere Gepäckablage hinauf zu fliegen, wo er die Käfige von Thor und Hedwigs öffnete.
Hermine, welche mit Ben, Damien, Ron, Neville und Seamus im Abteil saß, seufzte ob dieser so offenen Regelverletzung, aber am Ende ignorierte sie diese doch. „Sie ist so ein..."
„Thor, wage es ja nicht den Satz zu beenden." Harry's Trillern hinderte die Eule daran den Satz zu beenden.
„Wo hast du so ein Wort gehört?" fragte Hedwig ernst.
„Harry?" Fragte Damien mental, da er die Diskussion halbwegs mitbekommen hatte.
„Thor sagte nur etwas wirklich unhöfliches über Hermine." Dies sagte Harry zu seinen Brüdern.
„Glaubst du das sie über uns reden?" Fragte Neville. Damien schnaubte nun kurz.
„Wenn dem so ist dann vermutlich über nichts erfreuliches." Sagte Damien lächelnd.
„Vielleicht sollte ich Pig hinaus lassen." Meinte Ron und wollte aufstehen. Harry stöhnte mental denn alleine die Nennung des Namens von Pig rief bei ihm Kopfschmerzen hervor, während besagte Eule in ihrem Käfig herum hüpfte.
„Dieses mal werde ich sie auffressen." Warnte Harry Ben und Damien mit ernster Stimme.
„Vielleicht sollten wir Hedwig, Thor und Eri füttern bevor wir ihn hinaus lassen." Sagte Ben mit erhobener Augenbraue.
„Pig wird schon nicht dein Essen stehlen." Sagte Ron während er den Käfig aufhob und ihn auf dem Boden abstellte.
„Weißt du nicht mehr wie knapp Eri beim letzten Mal davor war ihn aufzufressen?" Fragte Ben seinen Freund.
„Ich denke nicht das er schmackhaft genug ist, es noch einmal zu versuchen." Sagte Hedwig während Ron den Käfig öffnete und Pig frei ließ. Er schaffte binnen der ersten drei Sekunden sogar acht Runden durch den Raum.
„Du wirst doch nicht alt meine liebe Hedwig?" Fragte Thor. „Vielleicht sollte dein Mensch seine Post lieber mir geben wenn du mehr Schlaf benötigst."
Hedwig erhob sich nun in die Luft und schlug heftig mit den Flügeln, weshalb Harry und Thor in Deckung gehen mussten. „Sei vorsichtig Thor, du hast genügend Fleisch und Fett an dir um dich schmackhaft zu machen."
„Ron, ich denke Pig verärgert Hedwig." Sagte Seamus und deutete auf Hedwig.
„Streng genommen hat Thor sie ihres Alters wegen beleidigt als sie sagte das Pig nicht genügend Fleisch an sich hätte um schmackhaft zu sein." Sagte Harry zu seinen Brüdern, aber so das die beiden Eulen ihn nicht verstanden.
„Sag ihnen das sie sich benehmen sollen." Sagte Ben.
Harry lehnte sich zu Hedwig hinüber und richtete ihr eine Feder welche außer Form geraten war. „Ben bittet darum das ihr euch benehmt." Sagte Harry. „Das gilt auch für dich Thor."
„Sag bitte Thors Menschen das, sollte er wollen das er schneller fliegt, das ich ihm gerne ein paar seiner Federn ausrupfen werde." Sagte Hedwig und drehte den Kopf weg.
Harry gab diese Nachricht leicht amüsiert fast wörtlich weiter, bevor er sich eine Ecke suchte und etwas zu schlafen versuchte, aber Pigs überaus nervige Schreie während des Fliegens hielten ihn noch zehn Minuten lang Wach. Dann reichte es Harry und er handelte. Es reicht. Sagte Harry genervt und sprang regelrecht von der Ablage wobei er Pig mitten im Flug sich mit seiner rechten Kralle schnappte, sich umdrehte und wieder landete, und zwar genau zwischen Thor und Hedwig.
„Wag es ja nicht ihn zu fressen!" Schrie Ron ihn an.
„Dieses kleine Vieh benimmt sich genauso wie ich wenn ich Zucker gegessen habe. Ist sie etwa permanent auf Zuckerdiät?" Fragte Harry seine Brüder und die beiden Eulen, bevor er Pig mit seiner rechten Kralle zu Boden drückte, und zwar genau so fest das er nicht fliehen konnte, bevor er wieder versuchte zu schlafen, wobei er Pig wie das Küken einer weiblichen Eule behandelte. Als Pig zu fliehen versuchte, gab Harry einen wütenden Ton von sich und schnappte mit dem Schnabel nach Pig, worauf dieser ruhig blieb.
„Er tut ihm nicht weh Ron." Sagte Ben. „Vielleicht tut es Pig mal ganz gut, für eine Weile an einem Platz zu bleiben."
„Aber er hat kein Recht dazu ihn so zu behandeln." Sagte Ron.
„Soweit ich weiss werden Phönixe von allen Tieren respektiert, auch von Eulen." Sagte Hermine. „Eridanus ist vermutlich einfach wütend darüber das Pig ihn nicht genauso respektiert wie Thor und Hedwig."
„Eridanus ist nicht so eingebildet Hermine." Sagte Ben. „Er möchte nur schlafen und Pigs Verhalten während er fliegt verhindert das."
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Potter Manor Brecon Beacons
Harry bekam am Ende in der Tat ein wenig Schlaf aber erst, nachdem er Pig losgeworden war und sich auf Bens Schoss niedergelassen hatte. Ihre Mutter holte sie am Bahnhof ab und als es hieß das sie per Flohnetzwerk reisen würden, gab Harry einen negativen Ton von sich und nachdem sie sich an den Händen gefasst hatten und ihre Eulen und ihr Gepäck parat hatten, transportierte er sie in das Wohnzimmer, wobei sie knapp 50 Zentimeter nach unten fielen.
„Das war gar nicht schlecht." Meinte Harry während ihre Mutter kurz überrascht aufschrie.
„Ich für meinen Teil ziehe meine eigene Reiseart der hier vor." Sagte Hedwig hutend, während sie und Thor sich von den Schultern ihrer Besitzer erhoben und aus den offenen Fenstern flogen.
„Wie kannst du das sagen?" Hörte Harry noch Thor sagen. „Das war witzig."
„Du klingst ja wie dein Mensch." Sagte Hedwig hutend, während sie hinaus flogen. Harry gab nun ein amüsiertes Trillern von sich.
„Das ist interessant." Sagte Lily. „Kann er sie verstehen?"
„Sie scheinen sich recht viel zu unterhalten wenn sie sich treffen." Sagte Damien. „Leider bestand Ron im Zug darauf, auch Pig frei zulassen, weshalb Eri ihn bereits zweimal beinahe aufgefressen hätte."
„Nun Jungs, wieso geht ihr nicht eure Sachen auspacken und wascht euch dann." Sagte Lily bevor sie beide umarmte und sie kurz küsste. „Es ist schön euch wieder hier zu haben. Cacia und Crisanta haben schon seit Wochen darüber geredet."
„Wo sind sie denn?"
„Sirius ist mit ihnen in den Zoo gegangen, so das ich euch abholen konnte." Sagte Lily lächelnd. „Remus und er werden zum Abendbrot hier sein. Das ist in knapp einer Stunde."
Harry begleitete Ben auf dessen Schulter in das Zimmer von ihm und flog dann, sobald die Tür geschlossen war zum Bett hinüber. Ben verschloss die Tür und setzte sich seufzend auf das Bett. Harry sprang vom Bett und verwandelte sich wieder in einen Menschen. Er streckte sich bevor er sich auf den Rand des Bettes setzte. „Nun ließ er sich hinten über fallen und legte seinen Kopf auf den Bauch von Ben. Hast du Pläne für die Ferien?" Fragte Harry.
„Nein." Ben hob leicht seinen Kopf. „Ich würde sie gerne mit dir hier verbringen."
„Du musst nicht jede Minute mit mir verbringen." Sagte Harry.
„Nein, das muss ich nicht." Sagte Ben kichernd. „Aber mir fällt derzeit nichts besseres ein als jeden Moment von Weihnachten mit dir zu verbringen."
Harry drehte sich zur Seite um und legte sich auf seinen rechten Arm. „Du kannst nicht jeden Teil deines Lebens auf mir aufbauen. Sagte Harry zu seinem Bruder."
„Das kann ich wenn ich es möchte." Sagte Ben. Harry schnaubte nur und stand auf.
„Du wirst mit Ron und Hermine an Weihnachten feiern." Sagte Harry ihm und hob einen Finger als Ben widersprechen wollte. „Ich mag das Gefühl nicht das ich dir deine Freunde und dein Leben genommen habe."
„Ich möchte aber bei dir sein!" Sagte Ben.
„Einen Tag mit deinen Freunden zu verbringen wird dir nicht schaden Ben." Sagte Harry seufzend. „Du brauchst dein eigenes Leben Ben. Wenn du alles aufgibst, was wird dann sein wenn ich einmal fort sein werde."
„Ich möchte nicht daran denken!" Sagte Ben und setzte sich auf.
„Es kann noch sehr lange bis dahin sein, Ben." Sagte Harry. „Ich hätte schon vor langer Zeit Tod sein sollen. Solange ich Eridanus habe, so kann ich es vermeiden."
„Wieso sollte ich dann mein Leben nicht an dich anpassen?" Fragte Ben. „Wenn du alle Zeit der Welt hast?"
„Selbst wenn ich die ganze Zeit bei dir gewesen wäre, hättest du trotzdem dein eigenes Leben gehabt." Sagte Harry.
„Da hast du Unrecht Harry." Erklang nun Damiens Stimme aus dem Durchgang zum Badezimmer. „Wir hätten nie unsere eigenen Leben gehabt wenn du hier gewesen wärst. Besonders Obwohl ich mich kaum an dich erinnern konnte, so habe ich dich doch in jedem Teil meines Lebens gespürt. Wir geben keinen Teil unseres jetzigen Lebens auf, denn du warst seit jeher ein Teil unserer Leben. Dieser Teil ist nur jetzt real geworden."
„Was er auch gesagt hat." Sagte Ben kichernd und Damien wurde hochrot.
Harry lachte bevor er aufstand. „Ich gehe unter die Dusche. Ich fühle mich fürchterlich."
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Weihnachtsabend
Ben und Damien irrten sich wenn sie dachten das sie die meiste Zeit alleine mit Harry im Zimmer verbringen könnten. Sirius und Remus hatten den Großteil des Tages in Potter Manor in Wales verbracht und Harry vermutete, das Lily und James ihn um Hilfe dabei gebeten hatten, wieder an ihren ältesten Sohn heranzukommen, denn dieser schien für die meisten zu einem ernsten Problem zu werden. Die einzigste Zeit der nicht in seiner eigenen Welt zu verbringen schien war, wenn Harry bei ihm war und es war für die meisten offensichtlich das sie ihn zu verlieren schienen. Sirius und Remus sprachen Ben auf andere Weise an als alle anderen. Anstatt die Zeit alleine mit ihm und Damien beim Training zu verbringen, halfen sie ihnen bei den Zaubern aus ihren Büchern und auch bei dem fortgeschrittenen Kurs, den Dumbledore im Sommer begonnen hatte und bei dem Damien noch Probleme hatte, insbesondere wenn er mit seiner Magie einen Schild stabilisieren sollte, wobei Ben bereits eine so effektive Barriere aufbauen konnte, das selbst Remus und Sirius Probleme hatten sie zu durchdringen. Dank ihrer Experimente hatten sie festgestellt, das Harry auch bei aufgebautem Schild Ben noch über ihre Verbindung erreichen konnte. Harry hatte die Vermutung aufgestellt, das Bens Magie Harry nicht verletzen könnte und ihm auch nichts abschlagen könne.
Es kam der Weihnachtsabend und Ben und Damien waren mit der Aufsicht über Acacia und Crisanta betraut worden, während Lily und James auf eine Weihnachtsfeier im Hauptquartier der Auroren gingen. Harry beobachtete seine vier Geschwister, wobei er auf einem der oberen Äste des Weihnachtsbaums saß, während Damien und Ben langsam etwas frustriert waren, weil ihre Schwestern sie regelmäßig in einem Kartenspiel schlugen. Die beiden neunjährigen Mädchen schienen regelrechte Meister in diesen Spielen zu sein.
Harry wünschte sich in solchen Momenten das er die Gelegenheit hätte, als großer Bruder für Acacia und Crisanta zu agieren anstatt nur eine Geschichte ihrer älteren Brüder zu sein, während seine Eltern ihn ganz ignorierten. Er wusste außerdem nicht was sie von ihm dachten. Wie konnten sie sich wirklich für ihn interessieren wenn sie ihn noch nie getroffen hatten? „Wie könnt ihr beiden nur so schlecht in diesen Spielen sein?"
„Sei bitte ruhig!" Brummte Ben mental.
Acacia und Crisanta steckten so nahe die Köpfe zusammen das selbst Harry sie nicht verstand. „Hey! NICHT BETRÜGEN!" Sagte Damien grummelnd.
„Ich denke nicht das die beiden betrügen müssten um euch zu schlagen." Sagte Harry übermütig.
„Benji?" Fragte Acacia. „Spricht Eridanus zu dir?"
Ben zögerte. „Natürlich nicht, er gibt nur ein Trillern von sich."
„Aber er macht sich über euch lustig." Sagte Crisanta.
„Wobei er durchaus seine Gründe haben könnte." Sagte Acacia.
„Äh..." Harry zögerte. „Könnt ihr beiden mich verstehen?"
Alle vier drehten sich zum Baum um und sahen Harry auf der Sitze sitzen. „Natürlich können wir das" sagte Acacia grinsend.
Harry erkannte nun das er bei seinen Sätzen zuvor an die vier gedacht hatte. Er konzentrierte sich nur auf Ben und Damien wie er es tat wenn er nur mit einem von ihnen reden wollte. „Ich denke es hat etwas damit zu tun, das ich genügend Zeit mit ihnen verbracht habe."
„Aber du dürftest doch eigentlich mit niemanden reden können an den du nicht gebunden bist." Sagte Damien mental.
„Können wir nicht auch an ihn gebunden werden?" Fragte Crisanta nun.
„Ihr habt mich sprechen gehört?" Fragte Damien seine Schwestern, welche nickten. Oh je.
„Cacia? Santa?" Ben hatte nun ihre Aufmerksamkeit. „Ihr dürft es Mum und Dad nicht sagen das ihr ihn versteht. Oder das Damy und ich es können."
„Wieso nicht?" Fragte Crisanta. „Es macht Spaß."
„Mum und Dad würden es nicht verstehen. Ihr müsst es uns versprechen." Sagte Ben.
„Ist es ein Geheimnis?" Fragte Acacia.
Harry flog vom Baum herunter und landete sanft auf dem Schoss von Acacia und lehnte sich leicht gegen ihre Hand so das sie ihn streicheln konnte. „Ich bin hier um Ben, Damien und euch beiden zu beschützen. James und Lily dürfen nichts darüber wissen das wir uns unterhalten können. Es ist unser Geheimnis. Schafft ihr das?" Fragte Harry so das alle ihn verstanden.
Acacia und Crisanta nickten beide und Harry lehnte sich hinüber so dass Crisanta ihn auch streicheln konnte. „Erinnert euch ihr beiden. Ben sah beide ernst an. Ihr habt es versprochen. Ihr dürft es niemanden sagen."
Harry wollte sie gerade beruhigen, als er spürte wie sich die Luft regelrecht abkühlte, weshalb er gerade etwas zu Ben und Damien diesbezüglich sagen wollte, als beide zusammen zuckten. Die Mädchen hatten allerdings noch nichts bemerkt. Etwas stimmt nicht. Ben zögerte, bevor das Gebäude erzitterte und die Tür aus ihren Angeln flog.
„Ich bringe die Mädchen nach Hogwarts." Sagte Harry schnell und während die Mädchen noch verängstigt aneinander hingen, teleportierte Harry sie fort, direkt durch die Schutzzauber von Hogwarts und in die Mitte des Büros des Direktors. Die Mädchen fielen zu Boden und Harry schlug mit den Flügeln um wieder an Höhe zu gewinnen, bevor er sich umdrehte und bemerkte, das Fawkes ihn von seiner Stange aus beobachtete. Das Manor wurde angegriffen. Ben und Damien sind in Schwierigkeiten. Sagte Harry zu dem älteren Phoenix, bevor er wieder nach Potter Manor teleportierte, unter die Decke des Wohnzimmers. Überall herrschte Chaos, es gab überall Rauch und Staub war überall, so dass Harry Probleme hatte sich zu orientieren, bevor er auf einem zerstörten Stuhl landete. Es befanden sich sechs Todesser nahe der Tür, die hinter umgestürzten Möbeln in Deckung gegangen waren, während Ben und Damien sich hinter den Resten des Weihnachtsbaums befanden. Damien lag auf dem Rücken und eine Kugel aus der Magie von Ben umgab sie, so das sie halbwegs gegen die Zauber der Todesser geschützt waren. Harry versuchte zu ihnen zu gelangen, aber ein Zauber traf ihn beinahe. Die Todesser hatten ihn bemerkt und versuchten nun mit allen Mitteln zu verhindern, das er mit ihren Zielen fliehen konnte.
Harry wich ihnen aus, aber sie schienen alles versuchen zu wollen, das er seine Brüder nicht erreichte. Gewiss, er war sehr flink um die Angriffe zu umgehen, aber Damien schien verletzt zu sein und Ben konnte nicht ewig durchhalten, und definitiv nicht bis Fawkes Dumbledore unterrichtet hatte und dieser dann Lily, James, Sirius und Remus. Er musste sie solange ablenken bis Hilfe eintraf und das konnte er nicht als Eridanus. Er war zu klein und er wurde langsam immer weiter von Ben und Damien weg getrieben. Er klappte nun seine Flügel ein und stürzte gen Boden. Sobald er gelandet war, verwandelte er sich. Er sprang zur Seite und ließ seine Magie erscheinen, wodurch eine Magieblase um ihn herum entstand, die aber fast in Flammen zu stehen schien. Sie absorbierte mehrere Treffer, weshalb Harry sich Deckung suchte und seinen Zauberstab hervor holte.
Dies würde weh tun. Dachte Harry und erwartete fast, das seine Gedanken Ben und Damien wie sonst auch erreichen würden. Er erhob sich nun leicht über den Rand des umgestürzten Tisches, der ihm Deckung bot und rief „Inflamareous!" Er zuckte zusammen als die Magie durch den Zauberstab floss, und dabei auch seinen Arm durch floss. Eine regelrechte Feuerdecke flog von Harry's Position aus zu den Todessern hinüber die gerade noch in Deckung gehen konnten. Harry's Sicht wurde leicht getrübt, als ein Zauber ihn streifte, aber er ignorierte ihn. Er wusste, das er besonders bei feuerbasierenden Zaubern sehr effektiv war und da er Zauber einsetzte, die er vorher nie genutzt hatte, musste er darauf aufbauen.
Ein Zauberspruch durchbrach zwar seinen Zauber, aber fast der gesamte Raum stand nun in Flammen. Der Tisch hinter dem Harry in Deckung gegangen war, zerbrach und nur seine Blase schützte ihn vor den Splittern. Er rollte nun aus dem Weg der nächsten Zauber, bevor er sich wieder hin kniete. „Protronis Flamaris!" Rief er und sein Protronis erschien aus seinem Zauberstab, wobei die Panther in flammen standen. Sie sprangen direkt in das Kampfgetümmel und einer landete auf dem ersten Todesser, wobei er an jedem Berührungspunkt Brandspuren hinterließ, besonders als er über den Teppich lief, allerdings war sehr viel vom Boden bereits angekokelt. Ein brennendes Gefühl erschien in Harry's Bauch und sein Magen schmerzte, und er hatte Atemprobleme. Er hatte noch nie zuvor soviel Magie auf einmal eingesetzt. Seine Schutzblase flackerte leicht als Harry die Konzentration zu verlieren begann, aber er zwang seine Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen und die Blase stabilisierte sich, obwohl sein Körper vor Schmerzen schreien wollte.
Er hob seinen Zauberstab erneut um einen neuen Zauber zu sprechen, wobei es ihn nicht störte, das dieser ihn töten könnte. Solange er die Todesser beschäftigen konnte, bis Ben und Damien in Sicherheit waren, war er jederzeit bereit sich zu opfern und er würde es immer wieder tun.
Bevor er aber einen Zauber sprechen konnte, löschte eine magische Welle die Feuer im Raum und die Todesser drehten sich zur Tür um und begannen einen Fluchtversuch. Die Hilfe war angekommen. Harrys Erleichterung war aber nur kurzer Natur, denn er spürte nun die schmerzhaften Folgen seines Magieeinsatzes. Er fiel vorn über auf den Boden und seine magische Blase brach zusammen. Er spürte wie jemand ihn schüttelte und ihn umdrehte. Er sah zwar Ben und Damien aber er hörte nicht was sie sagten. Er schloss nun seine Augen und wurde bewusstlos, wobei er sich nicht wieder in Eridanus verwandeln konnte.
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Als Harry aufwachte stellte er fest, das er nicht mehr in Potter Manor war. Die Art der Steine stimmte nicht und die Luft war anders. Einige Momente des Nachdenkens brachten ihn zur Erkenntnis, das er in Hogwarts sein musste und zwar auf Grund der Möbel in einem der kleineren Räume des Krankenflügels. Er seufzte leicht, denn er ahnte, das seine Existenz nicht länger ein Geheimnis war, weshalb er sich zwang, sich aufzurichten. Er trug einen hellblauen Schlafanzug, also musste ihn jemand umgezogen haben. Er trug außerdem ein metallisches Armband das recht schwer auf seinem Handgelenk auf lag. Er betrachtete es einen Moment lang, bevor er sich dazu entschied, sich damit später zu beschäftigen.
In seinem Inneren fühlte er sich so Müde wie immer und sein Bauch schmerzte noch etwas vom Einsatz der Magie aber es war zu ertragen. Da er kein Interesse mehr an dem Raum hatte, konzentrierte er sich um sich in Eridanus zu verwandeln und musste kurz darauf schockiert feststellen, das dies unmöglich war. Er konnte sich nicht verwandeln, denn jemand hatte ihn mit einem Anti-Animagus Zauber belegt, was auch bedeutete, das er sich nicht mental mit seinen Brüdern unterhalten konnte. Er sah sich nach seiner Kleidung um und fand auch alles, die Jeans, das Shirt, die Jacke sowie die Unterwäsche, die auf einem Stuhl lagen. Er zwang sich dazu aufzustehen und nachdem er wieder richtig stand, ging er durch den Raum und zog sich an. Nachdem er sich dank seiner Kleidung wieder etwas sicherer fühlte, durchsuchte er die Taschen nach dem Zauberstab, aber dieser war genauso wie seine Medikamente verschwunden. Wenn das Fehlen von Eridanus und seinem Zauberstab nicht schon gereicht hätte so war der Verlust seiner Medizin noch dramatischer.
„Mr Potter!" Poppy Pomfreys Stimme erklang von der anderen Seite der Tür her und er bemerkte recht schnell das sie nicht ihn meinte. „Sie werden sich beruhigen oder ich werde sie aufhalten müssen. Der Direktor hat jeglichen Besuch bei ihm untersagt!"
„Ich bin sein Bruder!" Rief nun Ben. „Es interessiert mich nicht was Dumbledore ihnen gesagt hat. Er hat hier keine Rechte!"
Harry trat zur Tür und legte die Hand auf den Türknauf, aber er bekam einen leichten Stromschlag. Sie hatten ihn eingesperrt. „Der Junge ist seit 10 Jahren Tod und du glaubst das er dein Bruder ist?" Snapes verhasste Stimme klang nun durch die Tür.
Harry wusste, das Ben kurz vor einem ernsten Wutausbruch stand, weshalb er sich auf seine Magie konzentrierte und die Blase entstand. Er griff erneut mit der Hand nach dem Knauf und die Magie vernichtete nun die Verschlusszauber. Er ließ die Magie nun wieder verschwinden, bevor er die Tür öffnete und hindurch trat.
„Seien sie Still!" Rief Ben nun in Richtung von Snape wobei niemand bemerkte, das Harry eingetreten war. Ben, Snape und Pomfrey waren allerdings nicht alleine im Raum, denn Damien saß auf einem der Betten und beobachtete die Szene besorgt, während Remus und Sirius noch in der Tür standen, um notfalls einzugreifen.
„Ich werde mich sicher nicht so behandeln lassen." Sagte Snape. „Ich bin ihr Lehrer."
„Sie sind nichts weiter als ein voreingenommener Idiot, der noch weniger Rechte hat als jeder andere hier im Raum." Sagte Harry mit wütender Stimme. „Niemand sperrt mich in einen Raum und niemand verhindert das mein Zwilling mich besucht wenn ich krank bin."
„Mr. Potter." Poppy drehte sich um und atmete tief ein, als sie ihn angezogen und außerhalb des Bettes sah.
„Harry!" Rief Ben und kam durch den Raum gerannt und umarmte Harry. „Ich habe mir solche Sorgen gemacht." Flüsterte er.
„Mr. Potter. Ich muss darauf bestehen das sie wieder in das Bett gehen." Befahl Poppy.
„Ich bin hier kein Schüler und wie Snape hier schon sagte, bin ich offiziell seit 10 Jahren Tod, was bedeutet, das ich niemals Teil der magischen Welt war, also lasst mich in Ruhe..."
„Harry!" Damien unterdrückte mühsam ein Lachen. Er kam nun ebenfalls durch den Raum und umarmte Harry, als Ben ihm etwas Platz ließ.
„Mir geht es gut, kleiner Bruder."
„Du wirst einiges erklären müssen." Sagte Sirius von der Tür her.
Harry sah mit kalten Augen zu Sirius und Remus. „Es gibt nichts was ich euch erklären müsste. Besonders nicht meinem ach so geliebten Paten." Sagte Harry mit vor Hass triefender Stimme, weshalb Remus mit bleichem Gesicht zurück wich.
„Du wirst noch den nötigen Respekt lernen Junge!" Sagte Snape und ergriff seinen Arm. Harry ließ seine Magie erscheinen und die Blase selbiger stieß Snape von ihm weg. Snape knurrte und zog seinen Zauberstab.
„Severus. Das reicht." Dumbledores Stimme erklang nun im Türrahmen. Harry drehte seinen Kopf dort hin und sah das nicht nur Dumbledore dort stand sondern auch seine Eltern, die ihn entsetzt anstarrten. „Vielleicht sollten wir uns wie Erwachsene unterhalten."
„Sagen sie das den Erwachsenen hier im Raum Dumbledore." Sagte Harry ihm wütend. „Wo ist mein Zauberstab und wo sind die Tabletten?"
„Bis wir wissen wo du gewesen bist und was du bisher getan hast, wirst du deinen Zauberstab definitiv nicht zurück bekommen." Sagte Dumbledore.
„Und bis ich weiss wofür du die Muggeltabletten nimmst, kann ich keinen Zaubertrank dafür empfehlen oder mischen lassen." Sagte Poppy.
„Seid ihr Taub?" Harry drehte sich um. „Sie haben es mit Zaubertränken versucht. Ohne Erfolg! Diese Tabletten lindern die Schmerzen so das ich mich normal bewegen kann. Und der Einsatz von Magie ist sinnlos, meine Eltern haben das schon vor langer Zeit erkannt, oder wussten sie das nicht? Vielleicht sollten sie mal Dumbledore, James und Lily nach ihrer Lösung fragen?"
„Harry, das reicht." Sagte James.
„Sprich nicht so mit ihm." Sagte Ben knurrend zu seinem Vater, weshalb James und Lily überrascht zurück traten. „Ihr habt diese Rechte aufgegeben, als ihr ihn zum Sterben verstoßen habt."
„Lily?" Fragte Poppy verwirrt.
„Wir hatten keine anderen Ideen mehr." Sagte Lily.
„Also haben sie aufgegeben?" Poppy schnappte entsetzt nach Luft. „Wir geben NIE auf!"
„Poppy, jetzt ist nicht der Zeitpunkt um das zu diskutieren. Fehler wurden begangen und das können wir auch nicht sofort ändern." Dumbledore überging das entstehende Gespräch einfach. „Mr. Potter. Wie kommt es das sie ihre Krankheit so lange überlebt haben?"
„Wieso sollte ich auf etwas antworten das sie fragen?" Sagte Harry genervt. „Die einzigsten Personen in dieser Welt die mich interessieren sind Ben, Damien, Acacia und Crisanta."
„Sie sind vor ihrer Geburt verschwunden." Sagte Dumbledore.
„Das heißt aber nicht das ich nicht ihr älterer Bruder bin." Sagte Harry knurrend. „Der einzigste Grund wieso sie hier sind ist, weil ich das unmögliche geschafft habe und das überlebt habe, was sie für unmöglich hielten. Der einzigste Grund wieso es sie interessiert ist, weil ich ihren Planungen entkommen bin. Wenn es sie zufrieden stellt, sie Monster, ja, ich sterbe noch immer, also wieso lassen sie mich nicht in ruhe sterben und nehmen diese... Leute... mit sich." Harry spie den letzten Teil des Satzes regelrecht hinaus und deutete dabei auf Sirius, Remus und seine Eltern.
Lily hatte Tränen in den Augen und lief aus dem Zimmer, da sie es nicht länger aushielt. James folgte ihr und Sirius und Remus gingen ebenfalls, da sie Harry nicht länger in die Augen sehen konnten. „Mr. Potter. Sie müssen lernen ihre Emotionen zu kontrollieren. Die Gegenwart ist wichtig, nicht die Vergangenheit." Sagte Dumbledore.
„Umfasst die Gegenwart auch die fünf Jahre die ich in meinem Zimmer eingesperrt war und in denen meine Eltern mich ignorierten und für die ich nicht vorhanden war und welche meinen Zwilling aufforderten, mich sofort zu vergessen?" Harry war wütend und er würde den alten Magier am liebsten sofort verfluchen. „Verschwinden sie."
„Ich werde später mit ihnen ihren Verbleib in Hogwarts besprechen Mr. Potter." Sagte Dumbledore und ging. Snape folgte ihm kurz darauf und Harry drehte sich zu Ben um und fiel weinend auf dessen Bauch, wobei er die Tatsache ignorierte, das Poppy ihn geschockt beobachtete.
„Ich lasse nicht zu das sie dir wehtun Harry." Versprach Ben ihm. „Ich würde mit dir davon laufen wenn sie es versuchen."
„Mr. Potter. Bitte setzen sie sich auf das Bett. Sie sind noch nicht wieder gesund und definitiv noch nicht stark genug." Sagte Poppy.
Harry sah sie nun ernst an. „Ich werde sicher nicht stärker werden." Sagte Harry. „Was ist mit meinen Tabletten geschehen?"
„Dumbledore hat Snape befohlen sie sofort zu vernichten. Es gibt Schulregeln die den Einsatz anderer Medizin als der aus der Schule selbst verbieten." Sagte Poppy.
„Dann Aphets als Schmerzmittel?" Fragte Harry.
„Wir haben nur wenig davon." Sagte Poppy zögernd.
„Ich habe starke Schmerzattacken in meinem Rücken. Ich brauche meine Medizin um sie zu bekämpfen, aber Aphets wird übergangsweise helfen." Sagte Harry.
„Nun Mr. Potter. Vielleicht sollte ich meine eigene Diagnose stellen?" Fragte Poppy.
„Dumbledore hat mich allerdings nicht ohne einen Kampf aufgegeben." Sagte Harry wütend. „Er wollte nicht das seine ach so wichtigen Waffen direkt vor ihm sterben könnten, und mich hat jeder noch so bekannte Arzt in Großbritannien untersucht und das ohne Resultat, und seit meiner Flucht wurde ich von dem größten Zaubertränkemeister seit Jahrhunderten und der besten bekannten Heilerin behandelt, die eine Heilmethode suchten, also versuchen sie es besser nicht, es bringt nichts."
„Mr. Potter. Ich habe ihnen nichts getan also seien sie nicht so unfreundlich." Sagte Poppy wütend.
„Harry, bitte lass sie dich untersuchen." Sagte Ben.
„Ben, es wird uns nichts nützen. Sie werden nur wieder alle möglichen Dinge versuchen, und es wird mir noch mehr wehtun als jetzt schon." Sagte Harry.
„Sie wird nichts versuchen." Sagte Ben, und starrte sie ernst an. „Es sind nur ein paar Tests."
„Wir holen Cacia und Crissy wenn du es tust?" Sagte Damien grinsend.
„Netter Versuch Damy, aber du würdest sie so oder so für mich holen gehen." Harry grinste leicht, lehnte sich aber wieder zurück. Ben küsste ihn kurz und Damy umarmte ihn bevor beide ihre Schwestern suchen gingen.
„Was meinst du das du bei den Versuchen verletzt wurdest?" Fragte Poppy.
„Die Magie reagiert negativ auf die Krankheit. Wann auch immer jemand etwas dagegen unternehmen möchte oder ich zaubere, erleide ich massive Schmerzen im Nervensystem." Sagte Harry ernst. „Wieso glauben sich wurde ich entdeckt? Ich habe zu viel Magie verwendet beim Versuch Ben und Damien zu beschützen und fiel in Ohnmacht."
„Das klingt nach keiner Krankheit die ich kenne." Sagte Poppy.
„Und das ist das Problem." Murmelte Harry. „Bevor sie anfangen habe ich noch eine Frage."
„Welche?" Fragte sie irritiert.
„Was ist das für ein Ding?" Fragte Harry. „Außer natürlich gesetzt den Fall, das es ohne ihr Wissen angelegt wurde."
„Es ist nur ein Überwachungsinstrument." Sagte Poppy. „Dumbledore machte sich Sorgen um deine Gesundheit wenn du wieder weg läufst. Ohne unsere Hilfe kannst du nicht alleine überleben."
„Es ist mehr als nur ein Armband zur Überwachung." Murmelte Harry.
„Was war das?" Fragte sie.
„Nichts." Harry seufzte. Sehen wir zu das wir hier durchkommen, damit es weiter gehen kann. Ich möchte meine Schwestern sehen.
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An diesem Abend
„Wieso sind sie hier?" Fragte Harry Damien und sah dabei gezielt nicht zur Tür des Raumes. Er lehnte sich gegen das Bett denn er weigerte sich Poppys Anweisungen folge zu leisten, im Bett zu bleiben, und er konnte die Tür sehr genau erkennen, welche sich gerade öffnete und es traten Acacia und Crisanta sowie Sirius, Remus und sein Vater ein. Ben und Damien waren knapp eine Stunde nachdem sie gegangen waren wieder zurück gekommen, wobei ihre Eltern zugestimmt hatten, das ihre Schwestern Harry sehen durften.
„Mum und Dad hielten es nicht für Sicher genug, das sie alleine bei dir sind." Sagte Ben.
„Diese..." fluchte Harry, und die in den letzten Monaten sich aufbauenden positiven Gefühle für seine Eltern wurden umgehend vernichtet. Man konnte den Schock über einen wieder aufgetauchten Sohn auch übertreiben. Acacia und Crisanta traten nun näher an die drei Brüder heran, während James und Remus in der Nähe der Tür blieben, während Sirius näher kam. Sie hatten eindeutig erkannt, über wen sich Harry deutlich mehr aufregte. Damien saß auf einem Bett genau gegenüber von Harry, genau zwischen der Tür und ihm, während Ben sich neben Harry befand und ihm eine Art Stütze bot, und ihn gleichzeitig von seinen Eltern und seinem Paten abschirmte.
Die beiden Mädchen hielten kurz vor Harry an und sahen fragend zu Ben, weshalb Harry doch zusammen zuckte, obwohl er es ihnen nicht verübeln konnte. „Cacia, Crissy? Dies ist euer älterer Bruder, Harry. Erinnert ihr euch an das was ich euch über ihn erzählte?"
Harry konnte nun die Tränen nicht mehr zurück halten während er zu seinen beiden Schwestern sah, die er nie hatte Kennenlernen dürfen. „Mum sagte, er sei Tod." Sagte Acacia zu Ben und wich etwas zurück. Damien hob sie auf, weshalb sie vor Schreck aufschrie. Er setzte sie nun auf seinen Schoss.
„Sie dachten er sei Tod." Sagte Damien sanft. „Wir würden euch niemals anlügen."
„Ja das würdet ihr." Sagte Crisanta ernst zu Ben.
Harry konnte nicht mehr anders und musste nun Lachen. Es war ein raues Lachen aber dadurch sahen seine Schwestern zwischen ihm und Ben hin und her. „Du siehst ihm wirklich ähnlich." Meinte Acacia. „Aber ihr seht nicht gleich aus wie Crissy und ich."
„Wir hätten auch gleich aussehen sollen." Sagte Ben seufzend. „Aber Harrys war solange ich mich erinnern kann schon immer krank, weshalb er etwas kleiner ist als ich."
„Ich kann dich trotzdem noch immer besiegen, großer Bruder." Murmelte Harry und grinste nun Acacia an, von der er wusste das sie die etwas vorsichtigere von beiden war. Acacia lächelte nun ebenfalls leicht und sprang von Damiens Schoss. Beide Mädchen würden wohl die Größe ihres Vaters erreichen, genauso wie Ben. Auf Harry wäre dies wohl auch zugetroffen, wenn er nicht krank geworden wäre, weshalb er wohl die Größe ihrer Mutter erreichen würde. Beide Mädchen, obwohl sie gut sechs Jahre jünger waren, waren jetzt bereits erst knapp 2 Fuss kleiner als er. Er kniete sich nun auf Gesichtshöhe hin und reichte Acacia reichte Harry langsam die Hand. Harry kicherte und ergriff sie, hob sie dann an seine Lippen und küsste sie leicht. „Prinzessin Acacia." Sagte Harry. „Es ist eine Ehre euch kennen zu lernen."
Acacia kicherte und Harry drehte sich um, ergriff die Hand von Crisanta und wiederholte den Vorgang. „Wie kannst du uns auseinander halten?" Fragte Acacia.
„Das solltest du wissen Cacia." Harry lächelte nun. „Ich bin Bens Zwilling, genauso wie du der von Crissys bist."
„Wo bist du gewesen?" Fragte Crisanta vorsichtig und kroch langsam auf ihren neu entdeckten Bruder zu.
„Das ist ein Geheimnis." Harry lehnte sich nun hinüber als wenn es niemand hören sollte. „Ich habe gegen Drachen gekämpft und Jungfrauen beschützt."
„Wir sind keine sechs Jahre mehr alt." Sagte Acacia nun ernst. Harry musste nun leicht grinsen bevor er fort fuhr.
„Es tut mir Leid das ich nicht als euer großer Bruder für euch da sein konnte, aber ich konnte leider nicht bei Benji bleiben, so sehr ich es auch wollte." Sagte Harry sanft und man hörte die Trauer sehr deutlich in seiner Stimme. „Könnt ihr eurem älteren Bruder vergeben?"
Crisanta sprang nun vor und umarmte ihn. Harry war anfangs geschockt, aber er umarmte sie mit dem rechten Arm, bevor Acacia ihn von der anderen Seite her Angriff. Er umarmte beide solange wie es ihm möglich war und weinte leise, bevor er die Augen vor dem Rest der Welt schloss und im stillen darum flehte, fast alles ungeschehen machen zu können, insbesondere seine Erkrankung.
„Wirst du wieder verschwinden?" Fragte Acacia nun.
„Das weiss ich nicht meine Prinzessin. Ich wünschte ich müsste euch vier nicht wieder verlassen, aber ich gehöre nicht in die magische Welt." Sagte Harry.
„Kannst du nicht zaubern?" Fragte Crisanta zögernd und leicht verwirrt.
„Doch und auch besser als Ben." Flüsterte er grinsend. „Es ist nur so das sie nicht wissen was mit mir los ist und deshalb muss ich fort."
„Was ist los? Wird es dir wehtun?" Fragte Acacia aufgeregt.
„Mache dir darum keine Sorgen, Cacia." Sagte Harry lächelnd. „Ich habe meinen älteren Bruder der auf mich achtet."
„Das ist korrekt." Sagte Ben und hob Crisanta vom Boden auf bevor er aufstand. „Harry, Dad wird gleich mit Remus hier sein."
Harry setzte sich nun auf, und als Acacia seine Hand ergriff hob er sie auf und hielt sie genauso wie es Ben bei Crisanta tat. Er war allerdings nicht so stark wie Ben und Acacia war bereits 9 Jahre alt. Er saß auf dem Bett und setzte Acacia auf seinen Schoss. „Was möchtet ihr?" Fragte Harry die beiden.
„Daddy? Bist du nicht froh Harry zu sehen?" Fragte Crisanta und wandte sich aus Bens Griff, so das James sie aufheben konnte. Es war eindeutig korrekt, das junge Kinder die Spannungen zwischen anderen erkennen konnten und versuchten sie abzubauen, und Harry wusste aus dem Kinderheim, das es ihnen sehr oft auch gelang.
„Natürlich bin ich das." Sagte James und Harry bemerkte wieder einmal, das James und Lily die beiden nicht auseinander halten konnten, aber das traf auch auf Ben und Damien zu, solange die beiden nicht sprachen. Solange er Eridanus war, konnte er hingegen die beiden problemlos auseinander halten. „Eure Mutter und ich sind nur im Moment etwas mit der Situation überfordert."
„Ich kümmere mich um sie." Sagte Ben ihm ernst.
„Ben, nicht." „Aber Harry." „Ich bin Müde und ich möchte keinen weiteren Streit. Sagt Dumbledore das ich umgehend hier heraus will und das dieses Armband SOFORT entfernt wird."
„Es ist nur zu deiner eigenen Sicherheit. Wenn du alleine zusammenbrichst sind wir wenigstens in der Lage dich zu finden und dir zu helfen." Sagte Sirius.
„Ich rette eure Kinder vor Todessern und als Gegenleistung klaut ihr mir meinen Zauberstab und fesselt mich?" Sagte Harry wütend. „Lasst mich einfach wie früher auch in ruhe."
„Harry..." begann Remus, hielt aber inne als Harry zusammen zuckte und mit den Schultern rollte, und in diesem Moment trat Ben hinzu.
„Entschuldige, Cacia." Flüsterte Harry bevor er sie an Ben weiter gab, der bereits dank ihrer Verbindung ahnte was los war. Es gelang Harry sie an Ben zu übergeben, bevor der Schmerz wirklich begann, und ihn zum Zittern bringen würde. Instinktiv versuchte er, sich in Eridanus zu verwandeln, bevor ihm einfiel, das er dank des Armbandes in die menschliche Form gezwungen wurde. Gleichzeitig erinnerte er sich, das er keine Medizin bei sich hatte. „Damien, bring die Mädchen bitte hinaus."
Damien zuckte zusammen aber nahm Ben Acacia ab und setzte sie auf den Boden. „Kommt ihr beiden." Sagte Damien, und nahm James Crisanta ab.
„Können wir nicht bei Harry bleiben?" Fragte Crisanta und sah zu Harry der sie leicht anlächelte.
„Später." Versprach Damien. „Harry braucht seine Ruhe, erinnert euch als Mum die Erkältung hatte und während des Tages so oft schlief..." Seine Stimme wurde immer leiser während die drei den Raum verließen. Sobald sie fort waren, atmete Harry ein und schrie vor Schmerz.
Ben ergriff ihn und drückte ihn wieder in das Bett, wobei er seine eigenen Schmerzen ignorierte. „HOLT POPPY!" Schrie Ben die drei Erwachsenen an die ihn geschockt ansahen. James lief zum Büro während Remus und Sirius hinzu traten und zu helfen versuchten. Harry wich ihnen aber aus. „Ihr beiden habt schon genug Schmerz verursacht, also versucht es gar nicht erst. VERSCHWINDET!"
Bens Temperament kam nun zum Vorschein und er schrie sie an, während seine Magie sichtbar wurde. Beide Männer starrten ihn an, traten aber mit panischen Blicken zurück während Harry auf dem Bett unter eindeutigen Schmerzen litt, da er seine Medizin nicht hatte. „Ich brauche meine..."
„Ich weiss Harry." Ben drückte seine Stirn an die von Harry. „Dad holt gerade Madam Pomfrey, sie hat die Alternative dort."
Der Schmerz fuhr Harry durch die gesamte Wirbelsäule bevor Poppy gefolgt von James sowie einem Zaubertrank neben ihm war. Sie drückte es ihm an die Lippen und Harry trank ihn. Er schien seinen Gaumen zu verbrennen, während er hinab floss, während Ben ihn festhielt. Der Trank schien aber recht schnell seine Arbeit aufzunehmen wodurch der Schmerz verschwand, allerdings wirkte er deutlich langsamer als seine Medizin. Ben saß auf dem Bett und Harry rollte sich neben ihm zusammen während sein Zittern nachließ und er sich entspannte.
„Das REICHT, also nun ihr drei." Poppy deutete auf James, Sirius und Remus. „RAUS AUS DER KRANKENSTATION."
„Ich bin sein Vater." Protestierte James.
„Wohl eher nicht." Sagte Harry leise und bemerkte sie James zusammen zuckte.
„Das trifft es fast genau." Sagte Poppy zu James. „Ich werde es nicht zulassen, das sie hier bleiben wenn sie meinen Patienten unnötigen Stress bereiten."
„Vielleicht sollten wir mit Dumbledore sprechen?" Sagte Remus um James abzulenken. Harry ignorierte das Flüstern während sie hinaus gingen, und seufzte sobald die Tür geschlossen war.
„Wie oft haben sie diese Attacken Mr. Potter?" Fragte Poppy.
„Etwa einmal am Tag aber die Stärke ist verschieden." Sagte Harry seufzend. „Normalerweise verhindert die Medizin die ich habe, das sie stärker als ein Kitzeln werden."
„Ich kann dir zwar Aphets für den Notfall geben aber ..." begann Poppy.
„Sie machen süchtig und sie schädigen das Herz, das weiss ich." Harry seufzte. „Nick hat es mir erklärt."
„Nick?" Fragte Poppy. „Wer ist das?"
„Er meint Nicolas Flamel." Sagte Ben. „Er hat die letzten Jahre bei ihm gelebt. Harry schrieb mir einen Brief als er von dem dritten Teil des Turniers im letzten Jahr hörte, kurz nach ihrem Tod und ich habe mich in den Ferien mit ihm getroffen."
„Weiss der Direktor davon?" Fragte Poppy.
„Er dachte ich sei Tod." Stellte Harry fest.
Poppy seufzte und legte den Beutel zur Seite. „Hier sind zehn Einheiten Aphets drin. Ich gebe dir nicht gern diese Menge. Es könnte dein Herz angreifen und schädigen..."
„Ich weiss." Sagte Harry seufzend. „Bei einer Einheit pro Tag könnte ich binnen weniger Monate Tod sein. Deshalb brauche ich meine Medikamente."
„Ich werde alles mir mögliche tun um dir welche davon zu besorgen und zwar mit Zustimmung der Schulleitung. Aber wie ich schon sagte, es verstößt gegen die Schulregeln, das Medizin von Außerhalb angewendet wird und erst Recht Muggelmedikamente." Sagte Poppy.
„Es interessiert mich einen Scheissdreck was sie davon halten." Sagte Ben wütend, allerdings nicht gezielt zu ihr sondern allgemein. „Ich werde mit Sicherheit nicht meinen Bruder riskieren, nur weil sie solche dämlichen Arschlöcher sind."
„Ich werde einige Gespräche führen müssen um deine Medizin zu besorgen, bevor die Schule beginnt. Vielleicht solltest du etwas schlafen?" Schlug Poppy vor.
„Wenn sie Cacia, Crissy und Damy wieder herein holen, werde ich etwas schlafen." Sagte Harry.
„Ich bezweifele es aber bitte." Poppy seufzte und Harry wusste das sie die beiden nicht von einander trennen konnte.
Sie verschwand und Ben drehte sich zu Harry um. „Wieso hast du es getan, Harry?"
„Was getan?" Fragte Harry und sah zu ihm auf.
„Dich in einen Menschen verwandeln und gefangen zu werden." Sagte Ben seufzend.
„Ich sehe keinen anderen Weg. Sie wären vielleicht rechtzeitig dort gewesen, aber ich wollte dir so viel Zeit wie irgend möglich geben." Harry seufzte.
„Oh, Harry." Ben seufzte und küsste ihn auf den Kopf. „Bist du bereit von hier zu verschwinden?"
„Hier hinaus?" Fragte Harry.
„Verwandel dich einfach in Eri. Sie wissen nicht das ihr ein- und die selbe Person seid und jetzt, da Cacia und Crissy von dir wissen..." Ben murmelte noch etwas weiter vor sich hin, bis Harry ihn mit einem traurigen Blick unterbrach.
„Das kann ich nicht." Harry seufzte und hob den linken Arm mit dem Armband. „Es ist nicht nur eine Art Armband. Ich denke nicht das sie es erkannt haben, aber sie haben auch meine Animagusform blockiert."
„Harry..." Ben starrte ihn nur an. „Nein". Er schüttelte den Kopf und weigerte sich es einzusehen. „NEIN".
Harry seufzte und legte seinen Kopf auf den Bauch von Ben und weigerte sich, sich der Wahrheit zu stellen. Ben kroch vorsichtig unter ihm hervor und legte ihn sanft der Länge nach auf das Bett, während er sich selbst die Jacke, die Schuhe, die Socken und seine Jeans auszog, damit er besser schlafen konnte. „Wir werden einen Weg finden um das Ding von dir zu entfernen, das verspreche ich dir, kleiner Bruder." Ben schwor sich dies, aber Harry sah ihn an, während er so tat, als wäre er eingenickt, während sie auf Damien und ihre jüngeren Geschwister warteten.
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End Chapter
