Diese Geschichte ist definitiv noch nicht zu Ende, obwohl mancher das nach dem letzten Kapitel vielleicht geglaubt haben mag, und ich gebe gerne zu, das es ein passendes Ende gewesen wäre, aber ich (der ursprüngliche Author!) bin noch nicht damit fertig, auch wenn die Zeit nun etwas schneller ablaufen wird, wobei die nächsten Kapitel vielleicht eher einem über mehrere Kapitel gehenden Epilog ähneln mögen.
Ich hoffe, euch wird das folgende Kapitel gefallen.
Kapitel 15; Das Leben nach dem Tod
18. Juli 1996 - Brecon Beacons
Eridanus ignorierte die lauten Stimmen am Frühstückstisch, während er auf der Fensterbank im Arbeitszimmer sass, denn Lily hatte sich dazu entschlossen, die Familie hier an diesem Morgen zu versammeln. Acacia sass direkt neben Benjamin, ihr gegenüber Crisanta und Damien, während ihre Eltern an den jeweilig anderen Enden des Tisches sassen.
Diese Woche war für sie alle recht ungewohnt gewesen. Lily hatte Ben nach dem Zwischenfall mit Voldemort so gut wie nie aus den Augen und es war selbst für James recht deutlich geworden, das ohne Eridanus' Rückkehr aus seiner Trauerzeit wegen Harry, Ben jetzt vermutlich tod wäre. Dumbledore war kurz nach der Rettung durch Eridanus erschienen und während Auroren die Umgebung nach Todessern durchsucht hatten, hatte Dumbledore versucht mit allen Mitteln Informationen von Ben zu erhalten, nur das dieser ihn ignoriert hatte, weil er sich um Eridanus kümmerte, wobei er ihn aber nur so lange losliess, als das Damien, Crisanta und Acacia ihn begrüssen konnten.
Damien und Benjamin hatten zwar einige Mühe gehabt, es für sich zu behalten, aber im Nachhinein waren sie froh, das Harry wieder Teil ihres Lebens war, auch wenn es Ben weh tat, das er Harry nie wieder würde in den Armen halten können. Eridanus hatte ihre gemeinsame Verbindung seit dem konstant mit Liebe und Zuneigung überflutet um ihnen den Übergang zu vereinfachen. Die Mädchen, die bald in Hogwarts eingeschult würden, waren sich recht schnell im Klaren darüber, was oder besser gesagt, wer Eridanus war. Sie wussten, das Eridanus irgendwie zurück gekehrt war aber es war nicht einfach für sie zu verstehen, das sie ihren "grossen Bruder", den sie gerade erst richtig kennengelernt hatten, wieder verloren hatten. Sie wussten auch, das dies ihr gemeinsames Geheimnis bleiben musste und Eridanus stellte sicher, das er so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbrachte, wobei er soweit ging, manche Nacht auch einmal auf einem ihrer Nachttische neben den Betten zu verbringen.
Eridanus war allerdings durchaus klar, das seine Geschwister ihre alten Leben wieder aufnehmen mussten und insbesondere sich daran gewöhnen mussten, einen Phönix neben sich zu haben und nicht ihren Bruder. Er würde immer ihr "grosser Bruder" und Zwillingsbruder bleiben, aber er würde nie wieder ein Mensch sein, und deshalb mussten sie damit beginnen, ihre Sichtweise seiner Person zu ändern, um damit klar zu kommen. Es stand ein Krieg bevor und er würde für sie da sein, egal was geschah, aber ihm war auch durchaus bewusst, das es für sie nicht einfach würde, und sein Tod und seine Wiedergeburt waren hier die ersten grossen Veränderungen gewesen.
Er hob nun während Damien's Überlegungen über die Dinge, die er noch vor der Rückkehr nach Hogwarts erledigen müsste, den Kopf, als er ein leises Trillern in der Luft hörte. Er breitete die Flügel aus, schlug kurz mit ihnen und antwortete darauf und als wenn er davon in das Arbeitszimmer geleitet würde, spürte er wie ein kurzer, warmer Moment im Raum fühlbar wurde, bevor Fawkes erschien und kurz über den Anwesenden eine Runde drehte.
"Guten Morgen, Fawkes." begrüsste Lily ihn, als der grössere Vogel herein geflogen kam und auf der Rückenlehne von Acacia's Stuhl landete. Eridanus erhob sich nun in die Luft und flog mit ein paar Flügelschlägen zu Damien's Stuhl hinüber, auf dessen Rückenlehne er landete, so das er sich fast Schulter an Schulter mit dem älteren Phönix befand. Er gab ein zufriedenes Trillern von sich, als Damien ihm fast automatisch eine schwarze Johannisbeere aus der Fruchtschale reichte, die während der Mahlzeiten in der Regel für Eridanus auf dem Tisch stand. Auf Lily's Nicken hin bot auch Acacia Fawkes nun eine Brombeere an.
"Heisst das, das Dumbledore unterwegs ist?" fragte Eridanus sanft trillernd, wobei er der Übung halber Ben keine Nachricht zukommen liess.
"Er sollte jetzt an der Haustür sein." sagte Fawkes zu ihm. "Ich habe ihn am Rand der Schutzzauber abgesetzt. Er schien dies für höflicher zu halten."
"Er hat sich selbst zum Frühstück eingeladen. Das ist wirklich höflich." sagte Eridanus trillernd mit sarkastischem, fast unhöflichem Unterton, weshalb Fawkes die Flügel ausbreitete und ihm mit ihnen einen Klapps auf die Rückseite des Schädels verpasste, bevor Eridanus ausweichen konnte.
"Wieso habe ich das Gefühl, das Eridanus gerade etwas eher unhöfliches über den Direktor gesagt hat?" fragte Lily ihre Kinder, bevor sie zu Ben schaute. Es war allen im Orden bekannt, das Eridanus sich an Ben gebundedn hatte, nachdem Harry gestorben war und sie wussten auch, das Ben Eridanus nun verstehen konnte. Es war auch durchaus bekannt, das eine ähnliche Verbindung zu Damien, Crisanta und Acacia bestand.
"Ich weiss wirklich nicht, was die beiden besprechen." sagte Ben.
'Dumbledore kommt gerade die Einfahrt herauf.' sagte Eridanus mittels ihrer neuen Verbindung zu Ben.
"Dann komm mal mit, kleiner Phoenix." sagte Fawkes trillernd. "Wir müssen manche Dinge besprechen, während mein Bindungspartner deine Geschwister trainiert."
"Müssen wir?" Eridanus hätte hier kurz die Stirn kraus gezogen, wenn es möglich gewesen wäre. Aber anschliessend erklärte er Ben kurz, was genau Fawkes gemeint hatte.
"Das müssen wir." Erklärte Fawkes. "Deine Fähigkeiten sind dir noch nicht vertraut und noch völlig neu für dich. Deshalb musst du sie trainieren."
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Drei Stunden später
Eridanus kam durch ein offenes Fenster in den Raum geflogen, wo das Training von Ben und Damien durch Dumbledore statt fand. Beide Jungen sahen recht müde aus, während sie einander gegenüber standen und je einen Schildzauber aktiv hatten. Eridanus erkannte die Machtverhältnisse während beide den Druck auf den Schild des anderen immer mehr erhöhten, wobei sie derzeit den zauberstablosen Angriff auf ein anderes Ziel übten. Eridanus gab ein aufmunternds Trillern von sich, bei dem ihm Fawkes vorhin geholfen hatte, so das die Schildzauber wieder stärker wurden und Ben's hellblauer Schild auf einmal zur Überraschung von Dumbledore von Flammen umgeben war.
"Das ist wirklich interessant." sagte Dumbledore zu ihm, während er sich auf der Rückenlehne des Stuhls neben Dumbledore niederliess. "Not once has my own magic been effected by Fawkes' presence." Eridanus just tilted his head at Dumbledore, playing dumb. "They are not very good at turning their magic on one another." Eridanus trilled at him pointedly. "I understand perfectly that it isn't natural for them. Unfortunately both of them are far too powerful to train against their year mates."
Ben zog nun seine Magie wieder zu sich und Damien tat es ihm gleich, bevor beide sich auf den Boden setzten. Ben lächelte nun seinen jüngeren Bruder. Eridanus erhob sich daraufhin in die Luft und landete auf Damien's Bauch, bevor er sanft etwas trällerte.
"Vielleicht sollten wir eine Pause einlegen?" fragte Dumbledore nickend. "Ich habe noch etwas gesehen, während ich eure Kerne während des Trainings beobachtete. Wer hat mit euch das Training für die Animagus-Transformation begonnen?"
"Das war Harry." sagte Ben kurz angebunden.
"Wer hat es Harry beigebracht?" fragte Dumbledore nun.
"Sagt es ihm ruhig." sagte Eridanus telepathisch.
"Nicolas Flamel." sagte Damien, als wenn das etwas weltbewegendes wäre.
"Hatte Harry eine Form?" fragte Dumbledore, sah aber gleichzeitig zu Eridanus, denn er wusste, das dieser ursprünglich zu Harry gehört hatte.
"Nein." log Ben nun. "Diese Art der Magie war ihm nicht möglich, ohne das er zu grosse Schmerzen hatte. Er half uns allerdings bei der Theorie."
"Ich hätte es ahnen müssen. Euer Vorgehen ist eine sehr komplexe und seltene Art des Erlernens, aber gleichzeitig wird eure Animagusform an eure Kernenergie gebunden, so das es unmöglich ist, euch als Animagi zu erkennen." sagte Dumbledore. "Dadurch ist das Erlernen aber auch wesentlich schwieriger. Wie weit seid ihr bisher gekommen?"
"Ich denke ihr könnt es ihm zeigen." sagte Eridanus. "Ich denke, ihr könnt ihm auch sagen, das ich die Mädchen auch unterrichte."
Damien stand nun auf und setzte Eridanus auf dem Boden ab, bevor er sich konzentrierte. Er lehnte sich nun in der Hocke leicht nach vorne, bevor er sich ganz nach vorne fallen liess, nur das sich seine Hände, bevor sie den Boden berührten und grosse, schwarze Pfoten verwandelt hatten, während der Rest seines Körpers die Form eines schwarzen Panthers annahm, der mehr oder weniger eindeutig schnurrend zu Ben herüber kam.
"Oh schaut euch die kleine Katze an." sagte Ben grinsend, während Damien auf ihn zusprang und ihn auf die Matratzen warf.
"Wirklich beeindruckend, Damien." gab Dumbledore nun zu. "Eine wirklich problemlose Verwandlung. Bisher habe ich das nur bei Professor McGonagall gesehen. Kannst du dich auch verwandeln, Ben?"
"Das kann ich, aber ich habe noch Probleme mit der Kontrolle." gab Ben zu.
"Oh?" Dumbledore schien nun doch etwas verwirrt. Ben stand nun auf und begann fast umgehend zu schrumpfen und kurz darauf musste er zu Damien's Panther-Form hinauf schauen. Er breitete nun seine dunkelbraunen Flügel aus, auf denen kleine, goldfarbene Flecken zu sehen waren. Der goldene Adler schnappte nun allerdings mit dem Schnabel nach Damien als dieser versuchte ihn zu beschnuppern. Für einen goldenen Adler sah man ihm im übrigen die Magie durchaus an, denn seine Augen waren von der Farbe die selben geblieben und auch die Farbe des Gefieders war stärker und kräftiger. Bei Damieen zum Beispiel schien die Fellfarbe fast die totale Dunkelheit zu repräsentieren anstatt das normale Schwarz eines Panthers.
Damien setzte sich wieder hin und Eridanus erhob sich in die Luft, bevor er auf Damiens' grossem Kopf landete, was Damien doch etwas zu irritieren schien. Eridanus lehnte sich nun herunter und fuhr sanft mit dem Schnabel durch Damien's Fell, was diesen zu einem zufriedenen grummeln veranlasste. Schliesslich bekam Ben die Flügel wieder unter Kontrolle und flog mit mehreren etwas ungelenken Flügelschlägen zur Arbeitsbank hinüber, auf der er landete, wobei er allerdings beinahe wieder herunter gefallen wäre.
"Ah, ich verstehe!" sagte Dumbledore nachdenklich. "Du übst noch das Fliegen?" Ben gab ein verneinendes Geräusch von sich und nickte mit dem Schädel in Richtung von Eridanus. "Ah, ich verstehe, also hilft dir Eridanus?" Ben nickte nun, bevor er sich zurück verwandelte. Er setzte sich nun in seiner menschlichen Form auf die Bank und Eridanus flog hinüber, bevor er sich auf seinem Schoss niederliess, während sich Damien zurück verwandelte.
"Ich muss sagen, ich bin wirklich davon beeindruckt, was ihr beiden für euer Alter erreicht habt." sagte Dumbledore.
"Harry war ein wirklich guter Lehrer." sagte Ben zu Dumbledore. "Eridanus wird im Übrigen die Mädchen ebenfalls darin unterrichten, nachdem wir wieder in Hogwarts sind."
Dumbledore sah nun kurz aus dem Fenster. "Vielleicht habt ihr Recht." sagte er dann. "Das einzigste worum ich bitte ist, das ihr es an einem Ort macht, an dem niemand euch beobachten kann, aber auch, das die Mädchen gemeinsam mit euch das ganze für sich behalten. Ich bin mir sicher, das ihr wisst, das es illegal ist, sich nicht als Animagus zu registrieren."
"Sie sagen also, das wir uns nicht registrieren sollen?" fragte Damien verwirrt.
"Sich zu registrieren reduziert den Sinn der Formen als eine Art Schutz." sagte Dumbledore. "Aus Gründen der Sicherheit dürfen die Todesser nie erfahren, das ihr eine Form besitzt."
"Das sagte auch Harry." gab Damien zu.
"Harry war sehr..." begann Dumbledore aber Ben stand nun abrupt auf.
"Mir ist egal, was sie über Harry gedacht haben." sagte Ben nun deutlich wütender, während Eridanus seine Magie in der Luft spürte. Beide Brüder hassten es, wenn Dumbledore über Harry sprach, denn beide machten Dumbledore weiterhin für seinen "Tod" verantwortlich.
"Ich denke das sollte für Heute mit dem Training reichen." sagte Dumbledore als wenn nichts geschehen wäre. "Sirius wird mit euch morgen einige Duelltechniken durchgehen."
Bevor er aber noch etwas sagen konnte, waren Ben und Damien bereits zur Tür hinaus gegangen, während Eridanus auf Ben's Schulter sass und durch sein Haar fuhr.
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1. September
Ben und Damien hielten kurz inne, als sie den Kamin verliessen, was nun deutlich ruhiger von Statten ging, als früher. Jetzt, wo sie ihre Kerne besser unter Kontrolle hatten, bereitete ihnen das Reisen per Flohnetzwerk keine grösseren Probleme mehr. Hinzu kam, das Damien's Körper einige Aspekte seiner Animagusform als Panther übernommen hatte, während Ben es bei seiner Adlerform ähnlich ging. Er war nun deutlich flexibler und schneller.
Sie drehten sich nun gemeinsam um, als zwei kleinere Körper stolpernd aus dem Kamin kamen. Beide fingen nun ihre kleineren Schwestern auf und halfen ihnen auf die Beine. Beide Mädchen taten so, als wenn das ganze regelmässig so ablief und ergriffen nun ihre Koffer, die Eridanus hier hin teleportiert hatte, nachdem Ben und Damien durch den Kamin gegangen waren. Es dauerte einen Moment, bevor auf der Plattform absolutel Stille herrschte.
"Machen sie das jedesmal?" fragte Acacia etwas lauter als nötig. "Man könnte meinen, das sie in einem Gewinnspiel gewonnen hätten oder so."
"Es ist also kein Wunder, das Damien eine Art Komplex bekommen hat." sagte Crisanta nachdenklich und Eridanus lachte mental, während die Leute aus lauter Peinlichkeit hochrot wurden, da sie hier von zwei Erstklässlerinnen vorgeführt wurden.
Eridanus flog nun zu Acacia's Schulter hinüber und ihm war bewusst, das ihn alle beobachteten, während Ben und Damien ihre Koffer ergriffen und so taten, als wenn sie nicht bemerken würden, das alle sie anstarrten. Er bliebt auch dann noch auf ihrer Schulter, als Acacia und Crisanta zum Zug gingen und er beobachtete mit einem leicht geneigten Kopf, wie Ben einen Siebtklässler anstarrte, der ihn blöd anschaute und ihm den Weg zum Zug versperrte.
"Sollen wir mit ihnen gehen?" sagte Crisanta flüsternd zu ihrer Schwester.
"Damit wir einfach nur als seine kleineren Schwestern bekannt werden?" Acacia schüttelte den Kopf. "Ich weiss, das Mum sagte, das..."
"Aber Eridanus wird auf uns aufpassen." beendete Crisanta den Satz und Eridanus führte ein gutes Mass an Stolz als sie das so eindeutig sagten. Es gefiehl ihm sehr gut. Er lehnte sich nun hinunter dun knabberte an Acacia's Ohr, um ihr zu zeigen, das er ihr zustimmte.
"Als wenn wir einen Aufpasser benötigen würden." Acacia nickte nun und schob ihren Koffer durch eine Tür in ein leeres Abteil, bevor sie erschrocken auffuhr, als Eridanus ein überraschendes Geräusch von sich gab und fast herunter fiel. Acacia hielt nun inne, während er versuchte, wieder ins Gleichgewicht zu kommen, bevor sie ihn sanft und mit Worten der Entschuldigung streichelte. "Entschuldige. Ich habe glatt vergessen, das du dort oben warst."
"Nur du konntest vergessen, das ein Phönix auf deiner Schulter sitzt." sagte Crisanta kichernd, während Eridanus ein leises, protestierendes Trillern von sich gab, während sie ihren Koffer nach oben schob und selbst hinauf kletterte. "Ist ja gut, grosser Bruder." Sie rollte nur mit den Augen, während Eridanus zu den Stühlen hinüber glitt. In der Zwischenzeit mühten sich die beiden Mädchen damit ab, ihre Koffer auf die Ablagen zu heben. Anschliessend liess er sich auf Crisanta's Schoss nieder und sie begann ihn unter dem Schnabel zu streicheln, weshalb er ein eindeutig zufriedenes Geräusch von sich gab.
"Werden sich Damien und Ben Sorgen um uns machen?" fragte Acacia nun Eridanus. Eridanus schüttelte nur den Kopf bevor er sich telepathisch an seine kleinen Schwestrn wandte, da er wusste, das seine Verbindung zu ihnen stark genug war.
"Sie wissen schon wie ihr euch entschieden habt." sagte Eridanus mit sanfter Stimme. "Ben hat zwar seine Zweifel, aber Damien hat es ihm deutlich machen können."
"Hey!" sagte Ben nun, denn Eridanus hatte ihn nicht aus der Verbindung ausgeschlössen. Er gab nun ein amüsiertes Trillern von sich, bevor er sich für die lange Fahrt niederliess. Er horchte allerdings auf, als ein paar Erstklässler in das Abteil kamen und sich vorstellten, wobei er interessiert der Erklärung von Acacia über die Anwesenheit von Harry's Phoenix lauschte, denn er war ja zuvor bis zu dessen "Tod" Harry's Phönix gewesen, bevor er sich an Ben gebunden hatte, wobei er aber die Zugfahrt scheinbar bei Acacia und Crisanta verbrachte. Allerdings wagte es niemand, die Entscheidung eines Phönix in Frage zu stellen.
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Später
Acacia und Crisanta hatten unter den Erstklässlern ein paar Freundschaften geschlossen, darunter übrigens auch ein Junge, der ihnen vorgestellt worden war, bevor er mit hocherhobener Nase das Abteil wieder verliess. Eridanus war der Meinung das er eine gute Imitation von Malfoy abgab, obwohl sein Verhalten Eridanus doch irritierte. Der Rest der Zugfart verlief eher problemlos, abgesehen davon, das Acacia versuchte, ihn mit Schokolade zu füttern. Eridanus hatte anfangs gezögert sich aber dann aus begreiflichen Gründen dagegen entschieden.
Eridanus folgte den Mädchen bis zu dem Punkt wo sie gemeinsam mit Hagrid den See überqueren würden, bevor er sich in die Luft erhob und sich auf die Suche nach seinem Bruder begab. Er flog durch eines der Fenster für die Eulen und gab ein sanftes Trillern von sich, bevor er zu seinem Bruder hinab flog und auf dessen Schulter landete. Damien sass ein Stück weiter den Tisch hinunter bei seinen Zimmerkameraden, während Benjamin bei Ron, Hermine, Neville, Dean und Seamus sass. Die einzigsten Sechstklässler, die nicht hier sassen waren Lavender und Parvati, die bei mehreren Mädchen des fünften Jahrgangs sassen.
"Hallo Eri." flüsterte Benji und küsste kurz die Stirn von Harry. Eridanus lehnte sich leicht vor und fuhr ihm über das Kinn, ohne das er etwas sagte, bevor er sich wieder in die Luft erhob und dann in Richtung der Leuchter empor flog, von wo er alles problemlos beobachten konnte. Der Raum füllte sich nun recht schnell und bald darauf führte McGonagall die neuen Erstklässler herein. Eridanus entdeckte die beiden Mädchen fast sofort, als sie neben einander herein kamen und beobachtete beide interessiert, wie die anderen vor ihnen eingeteilt wurden.
Als Acacia schliesslich aufgerufen wurde, wurde es still im Raum, bevor das Gemurmel wieder begann. Eridanus' hörte im Übrigen mehrfach seinen eigenen Namen innerhalb der Gespräche, während Acacia dies alles ignorierte und sich auf dem Hocker niederliess, bevor der Hut auf ihr platziert wurde. Eridanus sah nun zu Benjamin und dann zu Damien die beide inne hielten. Das würde nicht einfach. Beide Jungen bestanden darauf, das die Mädchen rein um ihrer Sicherheit wegen nach Gryffindor kamen, während Eridanus durchaus wusste, das dieses Haus definitiv nicht zu ihnen passen würde.
Es dauerte knapp drei Minuten bevor sich die Öffnung bildete und mit "Slytherin! Ihr weiteres "Schicksal" entschieden wurde.
Die Aufregung im Raum wuchs fast ins unermässliche und Eridanus sah zu seinen Brüdern, die beiden geschockt waren. Eridanus war allerdings durchaus bewusst gewesen, das es bei beiden Mädchen. Ihr Charakter passte einfach perfekt zu Slytherin. Acacia hielt anfangs ihre Augen geschlossen während sie dort stand, aber nun sah sie direkt zu Eridanus, allerdings tat sie das nicht wegen ihrer Einteilung, sondern wegen etwas, das der Hut zu ihr gesagt hatte.
McGonagall war genauso geschockt wie der Rest der Schule, aber sie rief nun Crisanta als nächstes auf, und es dauerte keine Minute, bevor der Hut zu dem selben Ergebnis kam wie bei ihrer Schwester. Sie sah nun zu Eridanus, während sie zu dem einen Ende des Slytherin-Tisches ging, wo ihre Schwester sass, während die Einteilung weiter ging.
"Eridanus?" Crisanta war es nun, die ihn etwas fragen wollte. Abgesehen von Benjamin mussten sie ihn alle direkt ansprechen, bevor er sie registrierte, aber alle konnten das in leisem Tonfall, denn er konnte sie auch aus grösserer Entfernung hören. Er sah nun zu den beiden Zwillingen, die ihn ansahen, und aktivierte die mentale Verbindung zu ihnen.
"Ja, Crisanta?" fragte er und er wusste, das Ben und Damien ihm über die Verbindung zuhörten und so auch die Frage verstanden.
"Sind Benji und Damien wütend auf uns?" fragte Crisanta sehr besorgt.
"Nein!" Beide Stimmen erklangen nun sehr laut, so das Eridanus ein überraschtes Geräusch von sich gab, was doch manchen zu ihm schauen liess. Both boys sounded so shocked that the girls could even think about that.
"Würdet ihr beiden bitte versuchen, meinen Kopf nicht schier zum explodieren zu bringen?" sagte Eridanus, bevor er sich wieder den Mädchen zuwandte, wobei er aber die beiden Jungen in der Verbindung behielt. "Sie machen sich nur Sorgen um eure Sicherheit. Wir wissen doch alle, wie ihr beiden euch verhalten könnt. Das ihr in Slytherin seid, heisst aber nur, das ihr vom Charakter am besten dort hin gepasst habt. Nicht jeder muss so dumm und couragiert sein, in eine präparierte Arena zu rennen um einen Hasen zu retten. Bedenkt, auch ich war in Ravenclaw."
"Was wird Dad wohl sagen?" Acacia klang besorgt.
"Er wird schon damit klar kommen, Cacia." versicherte Ben ihr. "Ich weiss das er den gesamten gestrigen Tag und den heutigen morgen damit verbracht hat, sich vorzustellen wie es sein wird, wenn wir vier in Gryffindor sind, aber Dad neigt leider dazu, solche Dinge als selbstverständlich hinzunehmen."
"Und Mum wusste durchaus, das dies passieren konnte." sagte Damien. "Sie hat jedesmal versucht, ihn zum Schweigen zu bringen."
"Schreibt einfach einen Brief und ich werde heute ausnahmsweise einmal eine Posteule, oder besser gesagt einen Post-"Phönix" spielen." bot Eridanus nun an. "Ich möchte nur zu gerne sehen, wie Dad reagiert und der Tagesprophet soll nicht als erstes dort sein."
"Eri!" Crisanta schnappte nach Luft, aber als Eridanus zu ihnen hinab sah, mussten sie alle lachen.
"Also... wer füttert mich heute?" verlangte Eridanus. "Und dieses mal keine Schokolade, Acacia."
"Du hast versucht, ihm Schokolade zu geben!" Ben schnappte nach Luft. "Wag es ja nicht! Es war schon schlimm genug beim letzten Mal!" Eridanus gab ein lautes, amüsiertes Trillern von sich, während das Essen erschien. Sämtliche Schüler schienen sich daraufhin etwas zu entspannen, als seine "Stimme" ertönte, bevor er nach einer unausgesprochenen Absprache zu den Mädchen hinüber glitt um zu sehen, welche der Schüler in ihrer Nähe eine Gefahr sein könnten.
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Später am Abend – Potter Manor
Eridanus gab ein lautes Trillern von sich als er mit einem so hellen Feuerball im Wohnzimmer erschien, das der Raum erhellt wurde. Seine Eltern sassen auf einem Sofa und seine Mutter lehnte am Bauch seines Vaters. Eridanus störte das nicht weiter, aber beide schienen durchaus mit der Möglichkeit eines Briefes gerechnet zu haben und waren weitestgehend angezogen. Er gab ein amüsiertes Trillern von sich, als sie zu ihm sahen und Lily bewegte kurz ihren Zauberstab, wodurch die Sitzstange für Eulen herüber geschossen kam und direkt vor dem Sofa zum Stehen kam. Eridanus flog nun hinüber und landete vorsichtig darauf, bevor er ihr sein Bein hin hielt.
Sie setzte sich auf und nahm Eridanus schnell den Brief ab, während dieser seinen Vater misstrauisch beobachtete, was diesen irritierte. Seine Mutter las den Brief und schnapte nach Luft, als sie zum wichtigen Teil kam. Das wiederum erregte fast umgehend die Aufmerksamkeit seines Vaters, der nun versuchte ihr den Brief abzunehmen, nur das sie es tatkräftig verhinderte. "Was ist?" sagte er.
"Acacia und Crisanta wurden nach Slytherin eingeteilt." sagte sie ihm sanft. "Sie dachten, das wir es wissen sollten, bevor es die Zeitungen erfahren oder wir von anderen Leuten deshalb Post bekommen."
"Slytherin!" Rief sein Dad und war sofort aufgesprungen, bevor er auf und ab zu laufen begann. "Wie konnte es dazu kommen! Kein Potter sollte je in..."
Hier wurde er von Eridanus unterbrochen, als dieser sich in die Luft erhob und ein wütendes Trillern von sich gab, bevor er sehr unsanft mit seinen Klauen auf der Schulter landete. James schnappte nach Luft und fuchtelte mit der Hand in der Luft herum, aber Eridanus umkreiste ihn nun nur und landete dann auf der anderen Schulter, die er mit seinen scharfen Krallen so stark drückte, das es eindeutig war, was er tun würde, sollte sein Dad noch etwas anderes negatives dazu sagen.
"James, uns war bewusst, das dies geschehen konnte." sagte seine Mum nun. "Die Mädchen hatten schon von jeher die Charakteristiken von wahren Slytherins."
"Genauso wie der Dunkle Lord!" sagte James. Eridanus verstärkte nun warnend den Druck seiner Krallen.
"Der Dunkle Lord hatte nichts mit unseren Töchtern auch nur ansatzweise gemeinsam!" sagte seine Mum und stand auf, bevor sie ihn wütend anstarrte. "Wage es nie wieder etwas derartiges über sie zu sagen. "Es wird für sie so oder so nicht einfach werden."
Sein Dad seufzte nun und liess den Kopf hängen. Eridanus lockerte nun seinen Halt auf der Schulter leicht und lehnte sich vor, um sanft am Ohr seines Vaters zu knabbern, bevor er ihm durch das Haar fuhr, das seinem eigenen sehr stark geähnelt hatte. Sein Dad fuhr nun mit der Hand nach oben und streichelte ihn nun entschuldigend. "Es tut mir Leid." murmelte er nachdenklich. "Bisher war jeder Potter in Gryffindor."
"Harry war aber in Ravenclaw." sagte seine mum nun. "Unsere Kinder sind mit weit schlimmerem klar gekommen und das wird sich nur zu ihrem besseren auswirken. Nur weil die Mädchen nun einmal eher den Slytherin vom Verhalten her ähneln, heisst das nicht, das sie keine Gryffindor im Herzen sind. Ihre Slytherin-Seiten sind einfach dominanter als die Gryffindor-Seiten. Harry sagte mir einmal, das der Sprechende Hut ihm gesagt hätte, das er in jedes Haus gepasst hätte. Benjamin hat mir im Sommer auch gesagt, das er die Wahl zwischen Slytherin und Gryffindor hatte."
"Es ist für keinen von ihnen sicher in Slytherin." sagte sein Dad nun, nachdem er über die Informationen seiner Frau hinweg gekommen war. "Fast alle Sechst- und Siebtklässler sind vielleicht schon Teil dieses Krieges."
"Und vielleicht führt ihre Anwesenheit dazu, das die jüngeren Jahrgänge ihm folgen." Meinte seine Mutter nun.
"Und wer beschützt sie vor den Leuten, die sie gegen Benjamin oder uns verwenden wollen?" Sagte er nun und Eridanus war geschockt, als er Tränen in seinen Augen sah. Er erhob sich nun in die Luft und sein Vater fiel in den Stuhl zurück. Eridanus glitt nun zu seinem Schoss hinunter und liess sich nieder, bevor er sich zum ersten Mal überhaupt leicht gegen den Bauch seines Vaters lehnte. Sein sanftes Trillern half seinem Vater nun, sich etwas zu beruhigen.
"Die Regeln gelten genauso für Slytherin wie für die anderen Häuser. Kein Junge darf die Zimmer der Mädchen betreten." Sagte sie nun. "Damit sind sie während der Nacht vor den älteren Jungen sicher und ich denke nicht, das Severus zulassen wird, das ihnen etwas geschieht."
Eridanus gab ein leises Trillern von sich, das sie wieder an ihn erinnerte, weshalb sie nun zu ihm sahen. "Ausserdem kann Eridanus sie hören, sollten sie ihn rufen, und er kann praktisch ohne Zeitverlust bei ihnen sein, egal wo sie sind und sie notfalls problemlos dort weg holen." Sein Vater nickte nun und streichelte Eridanus mit beiden Händen, während er sanft lächelte.
"Schreib bitte den Mädchen das sie wissen sollen, das es für uns keine Rolle spielt, in welchem Haus sie sind. Sag ihnen bitte auch, das sie Eridanus rufen sollen, sollten sie jemals in Problemen stecken." Verlangte seine Mum nun.
"Was machst du in der Zeit?" fragte er irritiert.
"Ich werde Severus einen Brief schreiben und ihn fragen, wie er die Problematik mit ihrer Sicherheit sieht." sagte sie. "Ich denke es ist besser, wenn ich das mache als du."
Sein Vater kicherte nun kurz, aber er schien mit dem Brief zu zögern, da er Eridanus noch auf seinem Schoss behalten wollte. "Interessanterweise fühlte ich mich besser, wenn Harry..." Er hielt inne und liess den Kopf gegen die Rückenlehne sinken.
"Harry würde jede nur erdenkliche Regel brechen um ihre Sicherheit zu gewährleisten." sagte sie nickend. "Und ich vermisse ihn wirklich."
"Wir haben definitiv zu viele Fehler begangen, Lils." Sein Vater schüttelte leicht den Kopf. "Wir dürfen keine weiteren machen. Und sollten wir es doch tun, bin ich mir sicher, das Harry einen Weg finden würde, es uns sehr deutlich zu sagen."
Eridanus gab ein leichtes Trillern von sich und bewegte sich nun zur Rückenlehne des Sofas hinüber. Er fuhr leicht durch das Haar seines Vaters, bevor er das selbe bei seiner Mutter machte. Er wartete kurz, bis beide ihre Briefe fertig hatten, bevor er nach Hogwarts zurück kehrte.
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Hogwarts
Er erschien nun in der Mitte des Gemeinschaftsraums der Slytherin, wo er mehrere ältere Slytherin in einem Gespräch vorfand. Ihm war bewusst gewesen, das die Mädchen sich vermutlich hier aufhalten würden, aber er hatte nicht versucht, sie direkt zu "Orten", denn es konnte nicht schaden, die anderen Slytherins daran zu erinnern, das Eridanus den Mädchen "zur Verfügung" stand, insbesondere nach dem, was er Draco Malfoy im letzten Jahr angetan hatte, denn so war ihnen recht deutlich vor Augen geführt worden, wie ernst er ihren Schutz nahm.
"Gehört er dem Direktor?" fragte ein Zweitklässler seine Freunde.
"Er ist zu klein." sagte ein Viertklässler kopfschüttelnd. "Es ist der von Ben Potter."
"Also der, der früher Harry gehörte?" Der Zweitklässler starrte nun zu Eridanus hinauf, der sich auf einer Verzierung niedergelassen hatte, die an der Decke um den Raum herum lief. Eridanus hatte den Zweitklässler inzwischen als Dominique Pascal erkannt. Eridanus hatte ihn mehrmals getroffen, als er noch ein Mensch war. Er hatte die Ravenclaw mehrmals davon abgehalten, den Slytherin zu traktieren, denn dieser war deutlich kleiner gewachsen, als die meisten Zweitklässler.
"Behalt deine Meinung über den toten Idioten für dich." Rief nun ein Siebtklässler und Dominique zuckte zusammen, bevor er den Kopf senkte. Eridanus konnte nicht anders, als ein wütendes Trillern von sich zu geben und durch den Raum zu fliegen, bevor er sich auf der Armlehne des Sessels niederliess, in dem Dominique sass. Er blieb zwar nicht lange dort, sondern nur solange um warnend den Siebtklässler anzustarren, der sich mit seinen Freunden in der Ecke versammelt hatte. Er würde dieses Jahr definitiv für seine Zwecke nutzen, entschied er. Es gab definitiv Slytherins die definitiv nicht zu den Todesser-Sympathisanten gehörten und er würde sie finden und sicherstellen, das sie beobachtet und beschützt würden.
Eridanus erhob sich nun wieder in die Luft und teleportierte sich in einer Stichflamme zum Zimmer der Mädchen, das er über ihre Verbindung nun gefunden hatte, am Ende eines Korridors. Sie befanden sich in einem der abgelegeneren Zimmer und als er erschien sah er vier Betten und ein Fenster, durch das eine angenehme Brise herein wehte. Er landete auf dem Fensterbrett und legte seinen Kopf neugierig schief, denn er wusste, das sie sich definitiv unter der Erde befanden. Er berührte die Öffnung mit seinem Schnabel und gab ein irritiertes Geräusch von sich, als sein Schnabel auf solides Gestein traf.
"Das ist doch gemein!" Beschwerte er sich bei den Mädchen, die nun kicherten, bevor ihn Acacia auf den Arm nahm und leicht umarmte.
"Wir wussten nicht, ob du runter kommen würdest." sagte Acacia flüsternd und Eridanus sah nun zu den beiden anderen Mädchen im Zimmer. Eine sah Eridanus sehr interessiert an, während die andere seinem Blick auszuweichen versuchte.
"Elizabeth, Penny, darf ich euch Eridanus vorstellen." sagte Crisanta, bevor sie sich an Eridanus wandte. "Eri, das hier sind Elizabeth Petcher und Penelope Searen."
"Du denkst, das er dich verstehen kann?" fragte Elizabeth, die seinem Blick ausgewichen war, leicht lachend.
"Er versteht uns weit besser als mancher unter uns vermuten würde." sagte Acacia und setzte ihn nun auf dem Fussteil ihres Bettes ab, bevor sie zu ihrem offenen Koffer auf ihrem Bett hinüber ging. "Er hat einen bisweilen recht fiesen Sinn für Humor, also seid besser vorsichtig, was ihr über ihn und insbesondere Ben sagt."
"Du verstehst ihn aber nicht, oder?" fragte Penny noch immer sehr neugierig. "Das kann nur Ben, oder?"
"Ja." sagte Acacia. "Aber meist ist es recht einfach zu verstehen was er möchte oder sagen will und er würde dich so oder so so lange nerven, bis du es verstehst."
"Ist das ein Brief?" Crisanta sass auf der Bettkante des Bettes ihrer Schwester und griff nach den beiden Briefen, die an Eridanus' Beinen befestigt waren. Sie erkannte den Brief für Severus Snape, sagte aber nichts weiter dazu, während sie den anderen abmachte und ihn öffnete. Eridanus bewegte sich nun vorsichtig auf ihren Schoss und gab ein beruhigendes Geräusch von sich, also ihre Hände zu Zittern begannen.
"Er war anfangs sehr geschockt, als er es erfuhr, aber er liebt euch noch immer. Er macht sich einfach Sorgen darüber, wie seine kleinen Mädchen behandelt werden." sagte Eridanus zu seinen Schwestern. "Ich muss aber jetzt noch einen anderen Brief abgeben und komme danach wieder zurück. Die Jungen können diesen Teil der Schlafräume nicht betreten, ohne das ein riesen Aufstand durch die Alarme entstehen würde und Ben und Damien wären ebenfalls umgehend hier unten. Der einzigste "kritische" Bereich ist der Gemeinschaftsraum. Passt dort bitte gut auf, denn nicht alle waren wirklich von den Ereignissen beeindruckt."
Crisanta streichelte ihn nun sanft, während sie den Brief an ihre Schwester weiter reichte. Kurz darauf erhob er sich in die Luft und verschwand in einem Flammenball. Er erschien ausserhalb des Turmes und begann diesen zu umkreisen, während er nach Severus Snape suchte. Das Problem dabei war, das er nicht wusste, wo sich dessen Räumlichkeiten befanden oder wo er jemanden finden konnte, der es wusste und nicht zur Familie gehörte. Er wollte gerade Fawkes um Hilfe bitten, als er einen anderen Einfall hatte. Er wendete in der Luft und flog zur Eulerei. Er flog durch die Türen und hörte umgehend sehr überraschte Geräusche von den Eulen die sich hier befanden.
"Ach, haltet doch bitte einfach alle einmal euren Schnabel!" Rief nun eine wohlbekannte Stimme und eine braune Eule erhob sich in die Luft, so das Eridanus ihm folgen konnte, und beide erreichten kurz darauf den Sitzplatz, den Thor sich gesichert hatte. Eridanus wusste, das die Chancen durchaus hoch waren, das Hedwig ebenfalls diesen Sitzplatz benutzte.
Thor wandte sich nun zu ihm und lehnte sich leicht hinüber, bevor er mit seinem Schnabel einige der Federn in Eridanus' Nacken wieder gerade machte, was ein dankbares Trillern von Eridanus zur Folge hatte, bevor er es Thor gleich tat. "Diese verdammten Idioten diskutieren seit unserer Ankunft nur das Thema "Eridanus"."
"Wo ist eigentlich Hedwig?" fragte Eridanus.
"Sie ist wie ein Feigling geflohen." sagte Thor lachend. "Naja, sie besucht Hagrid."
"Ich brauche etwas Hilfe." sagte Eridanus nun.
"Oh! Etwas, das eine einfache Eule tun kann?" sagte Thor leicht amüsiert. "Bist du es endlich Leid, ihre Mail zu transportieren?"
"Du weisst, das Damien dich liebt, oder?" sagte Eridanus nachdenklich trillernd und Thor gab ein bestätigendes Geräusch von sich. Eridanus lehnte sich nun etwas hinüber und schnappte spielerisch nach Thor's Nacken. "Ich muss Snape einen Brief bringen, der von Mum im Bezug auf die Zwillinge stammt."
"Unten im Bereich der Schlangen wo wir nicht fliegen können?" fragte Thor nun wegen den Mädchen.
"Ihre Fenster sind fürchterlich. Es kommt ein frischer Windzug durch und auch Licht, aber sie sind definitiv nicht dort." beschwerte sich Eridanus und Thor kicherte.
"Ich musste bisher noch keinen Brief dort hin bringen. Ich denke, die Eulen für Slytherin müssen bis zu den Mahlzeiten warten." Thor reagierte so, wie es nur eine Eule konnte. "Wir sollen eigentlich zu keiner anderen Zeit Post abliefern aber Hedwig und mich interessiert das nicht wirklich."
"In der Tat." sagte Eridanus lachend. "Wie finde ich also Snape am besten?"
"Nutze die Magie deines "Eigentümers", um den Empfänger zu finden. Wir konzentrieren uns auf die Aufgabe und die Magie weist uns den Weg." sagte Thor. "So funktioniert es jedenfalls für die Eulen."
"Ich habe meine eigene Magie. Mit dieser kann ich auch Leute finden, aber das ich weiss derzeit nur, wie ich Ben, Damien, Mum, Dad und die Mädchen finde. Sicher, ich könnte zur Not auch Sirius und Remus finden, gefolgt von Fawkes, Hedwig und dir." sagte Eridanus nun. "Kannst du ihn vielleicht finden und mir sagen, wo er ist?"
Thor schloss kurz die Augen, bevor er ihn wieder ansah. "Nein. Ein Magier müsste mir einen Brief für ihn geben. Damy zum Beispiel oder jemand der ihm vorher schon einmal geschrieben hat. Ansonsten kann ich nur Damien oder dich finden."
"Das ist so süss." sagte Eridanus amüsiert trillernd und fragte sich, ob Thor die Sache wirklich so unangenehm war, wie es schien. "Was wäre, wenn ich dir den Brief gäbe?"
"Ich brauche aber immernoch die Magie." sagte Thor kopfschüttelnd.
"Nutze doch einfach etwas von meiner Magie." sagte Eridanus trillernd. "Du erinnerst dich ja an mich als Mensch."
"Du warst ein netter Mensch. Du bist aber eindeutig ein besserer Vogel." sagte Thor und kam etwas näher. Thor berührte ihn leicht und Eridanus spürte wie seine eigene Magie darauf reagierte und schliesslich sagte Thor zufrieden. "Das hat geklappt. Ich kann den Brief jetzt übernehmen oder dir den Weg zu ihm zeigen."
"Du kannst mir nicht sagen wo es ist?" fragte Eridanus irritiert.
"Nur wenn ich den Ort kenne. Ich war aber noch nie dort." sagte Thor. "Also los gehts."
Thor erhob sich nun in die Luft und Eridanus folgte ihm kurz darauf, wobei er recht froh war, den eindeutig zu neugierigen Eulen zu entkommen, die ihn einfach nur anstarrten. Er folgte Thor, während dieser um die Türme des Schlosses herum flog und kurz darauf Kurs auf ein Fenster nahm, das Eridanus als das zum Büro des Direktors erkannte. Es überraschte ihn doch, das Snape so spät noch hier war, wenn er doch neue Schüler hatte, die er einweisen müsste. Er folgte nun Thor direkt durch das Fenster und liess den Brief auf den Schoss von Snape fallen. Er wollte es um jeden Preis vermeiden, das Snape ihn berührte. Es war schon schlimm genug, das er den Brief überbringen sollte. Thor landete auf der anderen Seite von Fawkes' Stange und betrachtete den grösseren Vogel skeptisch. Eridanus landete auf der Fensterbank und sah nun zu den beiden Magiern.
"Es sieht so aus, als hätte es eine Invasion gegeben, Severus." sagte der Direktor kichernd.
"Es geht um die jüngsten Potters." sagte Snape, während er den Brief las.
"Ich hatte eigentlich nicht erwartet, das sie bereits davon gehört haben. Ich wollte ihnen eigentlich nachher noch einen Brief schreiben." Der Direktor schien kurz nachzudenken, bevor er Eridanus eher nebenbei einen seiner Zitronenbonbons anbot, der nun seinen Kopf schief legte, bevor er auf dem Schreibtisch hinüber hüpfte und den Bonbon neugierig betrachtete. Ben hatte ihm zwar davon erzählt, aber er hatte sie nie probiert.
"Ich würde es vermeiden." warnte Fawkes ihn nun. "Sie sind etwas scharf im Geschmack."
"Ich nehme aber gerne einen!" sagte Thor nun und glitt zum Tisch hinunter, bevor er sich einen aus der Schale nahm, etwas das den Direktor ziemlich zu amüsieren schien. Eridanus zuckte nur innerlich mit den Schultern und nahm ihm dann doch das angebotene ab, da er sich entschloss, es zumindest einmal zu probieren. Er probierte erst einmal kurz, bevor er es herunter schluckte und dann nach Luft schnappte, da er recht scharf war. Es war aber einfach nur ungewohnt und Thor schien den Geschmack am meisten von ihnen beiden zu mögen. Anschliessend kehrten beide auf die Sitzstange zurück.
"Ich habe mich schon immer gefragt, ob Phoenixe sich mit Eulen unterhalten können. Fawkes scheint die Idee immer sehr amüsant zu finden." sagte der Direktor lächelnd. "Aber zurück zu dem wichtigeren Thema."
"Ich denke nicht, das es klug wäre, die Mädchen in den Schlafsälen zu lassen." sagte Snape kopfschüttelnd. "Es fordert das Schicksal nur heraus. Wie ein Potter in ein anderes Haus als Gryffindor kommen konnte, ist mir noch immer ein Rätsel."
"Denk bitte daran, das Harry ein Ravenclaw war." sagte der Direktor nun.
"Und dann..." begann Snape, hielt aber inne. Er wollte vermutlich gerade etwas böses über Harry und seine Zeit im Gyffindorturm sagen, obwohl er garnicht zu dem Haus gehört hatte aber er schien sich doch dagegen zu entscheiden.
"Es scheint so als wenn Eridanus sich sehr dafür interessiert." sagte der Direktor. "Und es gibt keinen Schutzzauber im Slytherin-Bereich, der ihn dort fern halten könnte, und keiner der Schüler beherrscht einen entsprechenden Zauber."
"Es gibt ein paar jüngere Schüler bei denen ich glaube, das sie gut mit ihnen auskommen werden." sagte Eridanus zu Fawkes. "Ein paar der älteren Schüler könnten allerdings die Gelegenheit nutzen, Voldemort einen Gefallen zu tun."
"Ich werde dir immer zur Seite stehen." versprach Fawkes ihm. "Aber bedenke bitte auch, das selbst die älteren Schüler sich nicht immer freiwillig für eine Seite entschieden haben sondern es nur taten um zu überleben."
Eridanus gab ein zustimmendes Trillern von sich und erhob sich wieder in die Luft, bevor er ihm aus dem Fenster hinaus folgte. "Ich werde mich ein wenig von "Meinem Damy" verwöhnen lassen, so das ich die Eulen nicht länger als nötig ertragen muss." sagte Thor.
"Ich werde ein wenig hier bleiben." sagte Eridanus und folgte Thor durch das Fenster in Damien's Schlafsaal, wobei er die sich dort befindlichen Jungen ziemlich überraschte. Thor landete nun einfach auf Damien und verlangte dessen volle Aufmerksamkeit, was Eridanus zu einem amüsierten Trillern veranlasste.
"Eri? Thor?" fragte Damien nun, während er sich nur mit Unterwäsche bekleidet auf das Bett setzte und Thor bedeutete, auf seinem Schoss Platz zu nehmen. Thor kam nun herüber geglitten und landete auf Damien's Bein, bevor er sanft auf die Stirn geküsst wurde.
"Er wollte von "Seinem his Damy" verwöhnt werden." sagte Eridanus in Ruhe.
"Ich bin "Sein Damy"?" sagte Damien lachend und fuhr Thor sanft durch die Federn, während dieser ein eher indigniertes Geräusch von sich gab. Eridanus liess sich auf dem Kopfteil von Damien's Bett nieder und beugte sich dann herunter, bevor er ihm sanft am Ohr knabberte.
"Ich musste einen Brief zu Snape bringen und ich brauchte Thor's Hilfe um ihn zu finden. Er wollte ausserdem nicht zurück zu den anderen Eulen, die ihn die ganze Zeit wegen des "Hell leuchtenden Vogels" nervten." sagte Eridanus. "Thor und Hedwig sind deutlich klüger als manche andere Eule."
"Ich weiss." sagte Damien flüsternd und küsste seine Eule erneut. "Gehst du zu den Mädchen zurück?" Eridanus nickte nun und erhob sich in die Luft. "Thor wird dann bei mir bleiben?"
Thor gab ein zustimmendes Geräusch von sich und liess sich zu einer kleinen Ruhepause nieder, während Damien leise lachte, bevor er sich so hinlegte, das Thor an seinem Bauch lag. Eridanus gab ein leises Trillern von sich und reiste zu seinen kleinen Schwestern zurück. Es war an der Zeit sich für das kommende Jahr in Hogwarts einzurichten. Er ging davon aus, das es ein sehr interessantes, letztes Jahr sein würde.
XOXOXOXOXOXOXOXOXOXOXOX
Ende des Kapitels und vorletztes Kapitel!
