A/N; Also gut, das ist nun das letzte Kapitel der Geschichte und ich hoffe, das sie euch genauso gut gefallen hat wie es mir Spass machte, sie zu schreiben, auch wenn ich nicht gedacht hätte, das ich so viele Kommentare bekam, das sie weinen mussten. Es war sehr emotional und für jene, denen diese emotionale Tiefe der Geschichte gefallen hat, habe ich eine weitere Geschichte, die ähnliche Tiefe aufweisst, in Vorbereitung, obwohl es weniger Tode und mehr Geschichte nach dem Höhepunkt geben wird.

Aber nun wünsche ich euch viel Spass bei dem letzten Kapitel von "Birth of a Phoenix".

Chapter 16; Epilogue

Eridanus hörte den Ruf, als er sich gerade bei Benjamin, Damien, Acacia und Crisanta befand. Es war sein Vater der seinen Namen rief und das war etwas, das er bisher nie getan hatte und das konnte nur bedeuten, das er in grossen Problemen steckte. Er verliess seine vier Geschwister, die gerade einen Film sahen und reiste auf der Suche nach seinem Vater quer über das Land.

Er erschien schliesslich direkt über einer regelrechten, aber sehr einseitigen Schlacht in der Luft. Es befanden sich ein halbes Dutzend Auroren, darunter Sirius und sein Vater, vor Ort, die zwar Schilde errichtet hatten, aber von über zwei Dutzend Todessern umzingelt waren, wobei sich auch einige Dementoren, aber auch, und das war am schlimmsten, Voldemort selbst dort befanden. Eridanus legte seine Flügel an und setzte zur Landung direkt hinter dem Schild seines Vaters an, bevor er sich mit einem Tschirpen bemerkbar machte.

"Gott sei Dank." sagte James. "Er hat unsere Portschlüssel blockiert. Die Zivilisten sind zwar fort, aber wir kommen nicht weg."

Eridanus breitete seine Flügel aus und gab ein zustimmendes Geräusch von sich. "Wir können nicht jeder einzeln fliehen." Rief Sirius nun. Eridanus sprang nun regelrecht nach vorne und pickte nach Sirius' Hand, während er die von James ebenfalls ergriff. "Kannst du uns alle auf einmal transportieren?" fragte Sirius. Eridanus gab nun ein zustimmendes Geräusch von sich.

"ALSO GUT, JEDER HÄLT SICH SOFORT AN EINEM DER ANDEREN FEST!" rief James nun, während eine Salve von Zaubern die Todesser vorerst zurück hielt, während die anderen einander umarmten oder ähnliches und Eridanus anschliessend auf die Schulter seines Vaters sprang und sie alle mittels Flammen abtransportierte, wobei er auf einen Ort zielte, den er gut genug kannte, um sich über das Ziel keine Sorgen zu machen. Und so erreichten sie die Grosse Halle von Hogwarts, wobei die zwölf anderen recht unsanft knapp einen Fuss nach unten auf den Boden fielen. Eridanus schwankte kurz und fiel dann um, als James sehr unsanft auf Sirius landete, wobei es James aber gelang, Eridanus vorher abzufangen, bevor er unter irgend jemanden landete. Er erhob sich nun, während die anderen nach dem Aufprall erst einmal aufstöhnten.

"Entschuldigt bitte. Er ist noch ein Baby." rief James nun laut, woraufhin einige lachen mussten. "Er kann die Höhe noch nicht richtig abschätzen."

Eridanus gab nun ein wütendes Trillern von sich. "Nun ja, ich glaube durchaus das er sie richtig abschätzte." meinte Sirius nun, während er sich unter James hervor arbeitete. "Die Höhe ist nur an die für Ben und Damien angepasst." Es war schliesslich nicht der Fehler von Eridanus, das sie sich in gebückter Haltung befunden hatten.

"Das ist wohl wahr." sagte James und setzte sich auf, während Eridanus zu seiner Schulter empor flog und sich umsah. "Ist irgend jemand verletzt?"

"Nein, es sind nur kleinere Verletzungen." sagte nun jemand, während die Türen aufgestossen wurden und Dumbledore sich besorgt umschauend erschien. Sie standen nun alle auf, während Dumbledore sie sich genauer ansah.

"James, mein Junge." sagte Dumbledore. "Was ist passiert?"

"Ein Todesserüberfall in Windsor." sagte James. "Wir wurden überrannt. Die Zivilisten konnten wir hinaus bringen, aber anschliessend sassen wir fest. Eridanus konnte uns dann retten."

"Er arbeitet noch immer an der Landung?" sagte Dumbledore amüsiert, was ihm ein warnendes Trillern einbrachte.

"Also gut, dann mal alle ab in die Krankenstation." sagte James und Dumbledore nickte zustimmend.

"Ich werde die Küche darum bitten, etwas zu Essen für euch vorzubereiten." sagte Dumbledore zufrieden, als wenn das Erscheinen von Auroren in der Schule etwas alltägliches wäre. James liess sich selbst kurz überprüfen und wartete dann darauf, das auch Sirius von Poppy untersucht wurde, bevor er sich an Eridanus wandte. Sirius nahm ihn nun ebenfalls am Arm und Eridanus brachte beide zu seinen Geschwistern nach Hause, die sich Sorgen machten, als Eridanus plötzlich verschwunden war.

Eridanus landete auf Ben's Schoss und beobachtete amüsiert, wie James nun erneut von Lily auf das genaueste untersucht wurde. Sirius musste ebenfalls lachen, aber das war ein Fehler, denn nun wandte sie sich auch ihm zu. Dies war der Sommer nach Ben's sechstem Schuljahr, beziehungsweise Damien's viertem, aber auch dem ersten Schuljahr der Zwillinge. Das Schuljahr selbst war erstaunlich ruhig für die Schule verlaufen, abgesehen von der letzten Nacht des Schuljahres. Die Situation in der magischen Welt hatten sich nur bedingt zum guten für Voldemort entwickelt. Der Grossteil der Bevölkerung schien zu verängstigt, um nach Draussen zu gehen und viele Kinder hatten Hogwarts verlassen und wurden zu Hause unterrichtet. Es wurde vermutet, das es noch schlimmer würde, nachdem Draco Malfoy eine Horde von Todessern den Zugang zur Schule ermöglicht hatte. Ihr eigentliches Ziel war zwar Dumbledore gewesen, aber sobald sie die Grosse Halle angegriffen hatten, hatten Fawkes und Eridanus die Initiative ergriffen und waren sofort zum Büro der Auroren gereist und beide hatten immer mehr Auroren zum Schutz der Schüler in die Schule gebracht.

Draco Malfoy hatte versucht, Ben anzugreifen und er hatte auch kurz den idealen Angriffspunkt auf ihn, aber es war ihm nicht möglich, jemanden zu töten. Direkt danach hatte Ben seinen gesamten magischen Kern eingesetzt und Draco war binnen weniger Sekunden unter dem Druck zusammen gebrochen. Draco befand sich derzeit in Isolationshaft in einem unbekannten Muggelgefängnis, wobei er ein Amulett trug, das ihm den Einsatz von Magie unmöglich machte. Dies war eine Idee gewesen, die seit kurzem zum Einsatz kam, nachdem deutlich wurde, das Voldemort seine Leute jederzeit problemlos aus Azkaban befreien konnte.

Ben war allerdings hin und her gerissen. Er wurde noch immer von Dumbledore, James, Remus und Sirius trainiert, aber er erinnerte sich auch noch sehr gut an das, was er einst zu Dumbledore sagte. Nämlich, das, sollte Harry sterben, er sich weigern würde, in irgend einer Weise zu helfen. Aber um ehrlich zu sein, war ihm klar, das Voldemort dies mit Sicherheit nicht zulassen würde und er in dem Fall seine jüngeren Geschwister zu Zielen machen würde um ihm zu Schaden. Aus diesem Grund war Ben bereit, zu trainieren und ihm war klar, das er sich irgendwann Voldemort stellen musste. So oder so wäre er zumindest bereit, wenn Voldemort ihn stellen würde.

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Ein Jahr später

Eridanus flog immer wieder Kreise über der Schlacht, während er versuchte, alles im Blick zu behalten. Nun ja, um genau zu sein, um Damien und Ben im Blick zu behalten. Sie befanden sich auf der Grasfläche vor der Schule und es war etwa zur Hälfte ihrer Prüfungen als die Schutzzauber massiv angegriffen wurden. Die finale Schlacht begann und jeder wusste es. Sie konnten die Leute zwar nicht durch die Schutzzauber hinaus bringen, aber sehr wohl war es möglich, das Hunderte von Auroren und Eltern sowie alle, die gewillt waren sich zum Schutz der Kinder vor den Todessern in die Schlacht zu stürzen, konnten hinein kommen.

Er vesuchte in der Zwischenzeit, seine gesamte Familie im Auge zu behalten und das war nur möglich, weil James, Ben und Damien versuchten, mit allen Mitteln zusammen zu bleiben, trotz des ganzen Chaos um sie herum. Sirius und Remus befanden sich ebenfalls bei ihnen und bildeten eine Art Ruhepunkt in der See der Kämpfenden. Ihre Mutter befand sich in der Nähe des Schlosses und sorgte dafür, das jene, die verletzt waren, aus dem Kampf heraus geholt wurden, um von den Heilern behandelt zu werden. Ihr zur Seite standen mehrere Professoren sowie fast alle Sechst- und Siebtklässler, während die Fünftklässler für die Sicherheit der jüngeren Jahrgänge verantwortlich waren.

Ein Grossteil des Kampfes schien darin zu bestehen, das die Auroren die Menge an Todessern abwehrten, während gelegentlich Gruppen von Eltern und verbündeten Magiern versuchten, das Blatt zu wenden. Erst nach gut einer halben Stunde des Kampfes erschien nun Voldemort in der Gruppe der Todesser und begann sich mit James zu duellieren, wobei dieses Duell sehr heftig war. Die Auroren rund um James nahmen sofort Abstand und James griff nun zu den stärksten ihm bekannten Zaubern, um Voldemort auszuschalten, bevor dieser seine Söhne erreichte. Die Todesser versuchten in der Zwischenzeit Sirius, Remus, Ben und Damien daran zu hindern, einzugreifen, aber als ein Zauber auf James zuflog, den er nicht hätte abblocken können, griff Ben mit dem Aufblitzen von hellblauem Licht in das Duell ein, das Voldemort's Zauber abwehrte. Eridanus glitt nun tiefer und machte sich bereit, seinen Bruder zu beschützen, egal was dafür nötig war und sobald Voldemort Ben in die Defensive gedrängt hatte, stiess er nach unten und versuchte Voldemort von ihm abzulenken, wobei er diesem dabei einige sehr heftige Wunden am Zauberstabarm und der Hand mit dem Zauberstab zufügte, bevor er gezwungen war, wieder auf Abstand zu gehen.

Ben richtete sich nun wieder auf, aber er bemerkte leider Voldemort's nächste Aktion bis es zu spät war. Voldemort hatte Ben's grösste Schwäche erkannt und sofort darauf reagiert. Sein Todesfluch verliess fast umgehend seinen Zauberstab, aber er richtete sich nicht auf Ben sondern auf Damien, der ihn aber aus dem Augenwinkel heraus sah. Seine kurzzeitige Ablenkung kosteten ihn aber beinahe das Leben, denn ein Fluch des Todessers, mit dem er sich duellierte, durchschlug nun seine Verteidigung. Ein tiefer Schnitt erschien quer über seinem Bauch, noch während er sich umdrehte und den Todesfluch anstarrte, der auf ihn zugeflogen kam. Aber plötzlich erschienen Flammen zwischen ihm und dem Todesfluch, der die Flammen frontal traf. Es gab einen grünen Blitz und die Flammen erloschen und es fiel Asche zu Boden.

"Eri!" rief Ben während Sirius Damien auffing und Remus einen massiven Zauber gegen jenen Todesser ausschickte, der Damien verletzt hatte. Ben drehte sich nun wieder zu Voldemort um und blaue Flammen umgaben ihn, als er instinktiv auf die Kräfte von Eridanus zugriff, auch wenn sie weiter von einander entfernt waren. Die durchsichtige Sphäre, die diese Flammen bisher immer im Zaum gehalten hatte, zerbrach nun und mit einem lauten Geräusch schossen die blauen Flammen gen Himmel bevor sie in direkter Linie auf Voldemort zuschossen. Der Dunkle Lord und die Todesser erschufen in Panik Schutzschilde aber diese Zauber zerbrachen fast augenblicklich unter dem Ansturm des Feuers. Die Todesser schrien nun auf, bevor die Flammen erloschen. Überall vor Ben lagen Körper, die aussahen als wenn jemand mit einem Schrotgewehr auf sie Geschossen hätte. Direkt in der Mitte allerdings lag der halb verbrannte Körper von Voldemort.

Das gesamte Kampfgeschehen kam als Folge des Geschehens zum Stillstand, etwas, das Ben in diesem Moment egal war, denn er drehte sich sofort um und brach neben einem Haufen Asche zusammen. In den zwei Jahren, die Eridanus bei ihm war, hatte Eridanus noch nie einen Tag der Wiedergeburt miterlebt, aber der Anblick eines Haufens Asche, an dem sich eigentlich Eridanus, sein Bruder, befinden sollte, zerriss ihm fast das Herz.

"Ben…" erklang nun eine schwache Stimme und Ben fiel fast hin als er versuchte, Damien zu finden. Sein Vater hielt ihn fast an seinen Oberkörper gedrückt, und sein Anblick war fürchterlich. Sein Bauch war zu sehen und es befand sich ein tiefer Schnitt darauf. Ben vergass Eri für einen Moment, während er zu Damien hinüber krabbelte und dessen Hand ergriff.

"Nein, Damy." Ben begannen die Tränen das Gesicht hinunter zu laufen.

"Ich bin in Ordnung." sagte Damien schwach lächelnd. "Nur sehr müde…"

"Die Wunde sieht eher oberflächlich aus." sagte Sirius und versuchte Ben damit zu beruhigen, aber dessen Hände bewegten sich noch immer geschockt über den blutenden Bauch von Damien. Er ignorierte die Auroren, welche die überlebenden Todesser verhafteten, aber er ignorierte auch die vielen Verwundeten, die nach Hilfe riefen. Ebenfalls ignoriert wurde Remus, der verzweifelt nach einem verfügbaren Arzt suchte. Ben legte seine Hände auf Damien's Bauch und legte seinen Kopf auf den von Damien.

"Versprich mir das." sagte er weinend. "Verlass du mich nicht auch noch."

"Ich gehe nirgendwo hin, Benji." sagte Damien nickend. "Eri?"

Ein leises Trillern erklang nun von Ben's Seite und er drehte den Kopf so das er einen kleinen Baby-Phönix sehen konnte, der versuchte zu Damien's Seite zu hüpfen. Dies gelang auch kurz darauf und mit seinen Klauen und seinem Schnabel gelang es ihm, auf den Bauch zu klettern und dort breitete er seine Flügel aus. "Er ist in Ordnung." sagte Ben erleichtert.

"Er hat mich gerettet." flüsterte Damien.

"Natürlich hat er das." Ben lachte kurz bevor er aufsah, als sich jemand neben ihnen hinkniete. Es war Madam Pomfrey und ihre Mutter stand direkt hinter ihr und rieb sich nervös die Hände. Sie hatten jetzt eine kleine Menschenmenge angezogen, auch wenn die Auroren derzeit den Körper von Voldemort untersuchten. Ben lehnte sich etwas zurück, hielt aber weiter Damien's Hände in den seinen, während Pomfrey Damien's Bauch untersuchte. "Madam Pomfrey? Er wird es schaffen oder?" fragte Ben.

"Es ist eine eher oberflächliche Verletzung." sagte sie nickend, bevor sie sich kurz umsah. "Ich werde sie jetzt notdürftig verarzten und danach reist ihr am Besten direkt nach Hause, um dem Chaos zu entgehen." sagte sie dann. "Damien muss sich sehr viel ausruhen und schonen."

"Sirius, Remus?" fragte James nun, während er weiter Damien hoch hielt und für einen Moment erinnerte sich Eridanus daran, wie ähnlich die Situation doch war, als damals Ben ihn das letzte Mal gehalten hatte, als er noch ein Mensch war.

"Was brauchst du?" fragte Remus.

"Schaut ihr bitte nach den Mädchen und bringt sie nach Hause?" fragte James.

"Wir werden daraus einen Feiertag machen." sagte Sirius und nickte. "Ich werde die Mädchen holen, während Remus Tonks sucht und dann Teddy holt."

"Teddy kann Damien unterhalten solange er ans Bett gefesselt ist." Ben musste nun leicht lachen, während er die Hand seines Bruders hielt. Damien begnn langsam das Bewusstsein zu verlieren und Ben schniefte leicht, bevor er sich selbst daran hindern konnte.

"Es ist in Ordnung, Ben." sagte James beruhigend. "Er wird nur schlafen. Es passiert nicht noch einmal, Ben. Er wird wieder gesund."

Damien nickte nur müde und drückte dann Ben's Hände um ihn zu beruhigen, aber Ben wollte ihn trotzdem am liebsten nicht loslassen, während er sich noch immer an die frühere Szene erinnerte.

"Also gut." sagte Pomfrey und stand auf, bevor sie einige Phiolen hervor holte und sie ihrer Mutter reichte. "Sobald er wach wird, muss er diese beiden trinken, und ich werde später dann noch einmal nach ihm schauen."

"Vielen Dank, Poppy." sagte ihre Mutter lächelnd und kurz darauf eilte Pomfrey Sirius und Remus hinter her. "James? Kannst du mit Damien apparieren?"

"Sicher." sagte James nickend.

"Ben?" fragte sie sicherheitshalber. Ben lies Damien zögernd los und mit einem leisen Plop verschwand sein Vater mit ihm durch die geschädigten Schutzzauber von Hogwarts. Ben stand auf und nahm vorsichtig den kleinen Eridanus in seine Hände. Er nickte kurz und verschwand nach einem kurzen Moment des Zögern ähnlich wie sein Vater und sein Bruder, nur das er hier Eridanus bei sich hatte. Seine Mutter folgte ihm fast sofort danach.

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Mehrere Dekaden später

"Tante Acacia und Tante Crisanta werden nicht mehr lange leben." sagte Teddy leise zu Joshua Potter, als er in den Raum kam. Sein eigener Patensohn drehte sich um und nickte ihm zu, bevor er zum Bett von Joshua's Vater trat. Damien drehte seinen Kopf mit müdem Gesichtsausdruck zu ihm herum. "Du siehst heute besser aus." sagte Teddy leise.

"Mein Gehör funktioniert auch noch." sagte Damien leicht lächelnd. "Sie schaffen es nicht?"

"Tante Crisanta leidet an Pneumonie." sagte Teddy zu seinem "Cousin", obwohl er ihn immer nur Onkel nannte, während er sich auf die Bettkante setzte. Teddy war jetzt Ende 50, während Damien fast 80 Jahre alt war, aber er wurde immer schwächer. Die Heiler gingen davon aus, das er diesen Abend nicht überleben würde, aber er würde in Frieden und Würde von dieser Erde gehen. "Und Tante Acacia muss bei Onkel Lewie bleiben."

"Es ist in Ordnung." sagte Damien und nickte leicht, bevor er sich nach seinem Sohn umsah.

"Michelle ist bei den Kindern." erklärte Joshua die Abwesenheit seiner Frau. Damien wollte eigentlich eine grosse Menschenmenge vermeiden, ähnlich wie Benjamin. Damien hatte vor drei Jahren die Nacht an der Seite seines älteren Bruders verbracht und Teddy und Joshua hatten versprochen, genau das selbe bei ihm zu tun. Sie hatten jetzt alle ihre eigenen Leben und Familien, während Eridanus sie mit seiner immerwährenden Liebe und Wärme an einander band.

"Eri?" fragte Damien, da er wusste, das sein grosser Bruder diese Zeit um nichts verpassen würde, und er wusste auch, das Eridanus auf der anderen Seite auf ihn warten würde, wo er auch Benjamin wiedersehen würde.

"Er versucht Michael aufzumuntern." sagte Joshua. Michael war sein Sohn und nachdem Benjamin vor wenigen Jahren gestorben war, hatte sich Eridanus kurz darauf an Michael gebunden. Joshua hatte zwar auch zwei jüngere Töchter, aber Michael hatte die engste Beziehung zu seinem Grossvater Damien. "Michael ist sehr unglücklich."

Damien legte den Kopf schief und sah zu seinem ältesten Sohn. "Er ist noch sehr jung." flüsterte Damien.

"Das ist er." sagte Joshua nickend und rieb sich die Augen. "Aber Eridanus wird genauso auf ihn aufpassen wie er es bei uns tut."

Damien war stolz auf seine Familie. Auf Joshua und seine Frau Michelle, sowie ihre drei Kinder, auch wenn die Dinge für ihn und seine Frau nicht so gut gelaufen waren. Dann war da natürlich noch Benjamin's Familie. Ben's Frau war bei einem Unfall gestorben, als ihr Sohn zehn Jahre alt war. Dieser Sohn hatte nun selbst Zwillinge, die derzeit in Hogwarts zur Schule gingen. Acacia und Crisanta hatten ebenfalls Familien gegründet, allerdings waren sie später in die USA gegangen. Eridanus hatte immer wieder regelmässig Briefe zwischen den Familien transportiert, aber in den letzten Jahren hatten sie sich leider nur sehr selten sehen können.

"Michael wird auf Eridanus aufpassen." sagte Damien nickend, aber weder Teddy noch Joshua kannten die Wahrheit über Eridanus und das galt auch für Michael und so würde es auch bleiben, wenn es nach Harry ging.

"Und Onkel Ben und Onkel Harry werden auf dich aufpassen." sagte Teddy lächelnd und lehnte sich vor um seinen Onkel leicht auf die Stirn zu küssen. Damien musste nun lächeln. Er erinnerte sich, das er genau das selbe zu seinem älteren Bruder gesagt hatte, bevor er starb. Damien spürte wie seine Augenlider schwerer wurden und lächelte, als er Wärme spürte und schliesslich auch Federn, die gegen seine Wange strichen, als Eridanus erschien und ihn leicht über die Wange strich.

"Ich liebe euch beide." flüsterte Damien zu seinem Neffen unds einem Sohn.

"Wir lieben dich auch, Dad." sagte Joshua mit ruhiger stimme, und Damien schlief kurz darauf zum Letzten Mal ein.

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"Es ist in Ordnung, Damy." sagte eine ihm wohl bekannte Stimme. Sie aber in realität zu hören anstatt auf mentaler Ebene machte die Geschehnisse für ihn erst wieder real. Es war so hell und so perfekt.

"Harry?" fragte Damien und er hörte ein leises Lachen.

"Du kannst ruhig deine Augen öffnen, kleinre Bruder." Damien's Augen öffneten sich fas sofort, als er Benjamin's Stimme hörte und er sah sich nun einem Harry gegenüber, der genauso aussah, wie er ihn zuletzt in Erinnerung hatte, nur das er nicht mehr schwachc war. Ben stand neben Harry und hatte den Arm um ihn gelegt, wobei er das selbe Alter hatte wie Harry. Damien betrachtete nun sich selbst und erkannte, das er auch wieder ein Teenager war. Er war wieder so alt wie damals, als er Harry in den Armen halten konnte. Damien sprang nun auf und lief auf seine Brüder zu, bevor er sie eng umarmte.

"Harry!" sagte Damien weinend, während Ben beide aufrecht hielt.

"Ich habe dich doch vorhin noch gesehen, bevor du eingeschlafen bist." sagte Harry.

"Das war aber nicht das selbe." sagte Damien lachend laughed und drehte sich nun leicht zu Ben um. "Ich habe dich die letzten Jahre wirklich sehr vermisst."

Ben lächelte ihn sanft an. "Ich habe dich eigentlich nie verlassen. Ich habe dich immer beobachtet."

"Ich weiss." sagte Damien lächelnd. "Oh Gott, ich habe euch beide so vermisst."

"Das wissen wir, kleiner Bruder." sagte Harry nun lächelnd.

"Ich bin also wirklich gestorben?" fragte Damien nun Harry.

"Dein Körper ja." sagte nickend. "Dein Seele aber kann nicht sterben und an diesem Ort bekommt deine Seele wieder eine Form."

"Ist es immer so hell?" fragte Damien lachend.

"Es sieht immer so aus, wie du es wünscht." sagte Ben. "Du kannst mit allen zusammen sein, die du dir wünscht. Manchmal bin ich bei Catherine und manchmal bei Mum und Dad, aber Harry ist praktisch immer bei mir. Unsere Seelen können nur mit einander existieren."

"Und Mum und Dad?" fragte Damien nun.

"Du musst nur an sie denken und sie werden dich hören und sie werden auch bald hier sein." sagte Harry lächelnd. Damien drehte sich nun in Ben's Armen um und lehnte sich rücklings an seinen älteren Bruder und als wenn sie aus einem Nebel hervor kämen, erschienen nun seine Eltern. Damien sprang regelrecht aus den Armen seines Bruders und umarmte seine Eltern. Sie sahen genauso aus wie zu seiner Zeit als Teenager. Damien begann nun alles, was ihm irgendwie in den Sinn kam auszusprechen, wurde aber kurz darauf von Harry unterbrochen, als dieser ihm die Hand auf den Arm legte. "Ich muss gehen. Michael braucht mich."

"Er braucht dich?" fragte Damien irritiert, denn er machte sich Sorgen um seinen Enkel.

"Es ist deine Beerdigung." sagte Harry sanft. "Die Zeit vergeht hier anders als in der realen Welt, aber das wirst du auch bemerken, wenn du etwas beobachten möchtest. Michael ist aufgeregt und hat sich versteckt. Jacob und Luke suchen nach ihm, aber er spielt leider unfair." sagte Harry leicht lächelnd.

"Mum und Dad wissen bescheid?" Damien sah zu beiden.

"Sie wissen alles." sagte Harry lächelnd, bevor er zurück trat. Er sah Damien nun liebevoll an, bevor der Nebel ihn zu umgeben schien und er verschwand, um Michael beizustehen.

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Knapp 500 Jahre später

Eridanus flog über die Köpfe der Menge hinweg und sorgte dafür, das mehrere hundert Menschen ihn anstarrten, während er auf Noah Potter zuflog. Er hatte seinen "Partner" nicht wirklich ausgewählt. Als sein vorheriger Bindungspartner gestorben war, verbrachte er einige Zeit mit ihnen in dem Leben nach dem Tod, bevor er eine beginnenden Bindung zu jemand neuem verspürte. Er hatte sich fast sofort zu Noah hingezogen gefühlt, als dessen Eltern getötet wurden, wobei Noah's Vater sein vorheriger Bindungspartner gewesen war. Er hatte sich in all den Jahren nie mit jemand anderes als einem Potter gebunden und wurde als so etwas wie das Familienmaskottchen der Potter-Familie angesehen, wobei dies aber niemand wirklich sagen konnte, da er nicht der einzigste Phönix war, den es gab und keiner ihn näher kannte.

Er entdeckte Noah, der bei seinen Freunden vom College stand und glitt durch die Menschenmenge hindurch zu ihm. Er gab ein Trillern von sich und Noah drehte sich zu ihm um. Der achtzehnjährige musste nun Lächeln und er hob einen Arm, so das Eridanus darauf landen konnte. "WOW!" sagte Noah's neuester Freund nun. Noah's Freunde waren zwar nicht-magisch aber es waren jahrhunderte vergangen seitdem Menschen nach ihren Fähigkeiten wie der Magie beurteilt wurden. Ein Luftkissenschiff flog fast lautlos über sie hinweg, während Noah Eridanus dabei half, auf seine Schulter zu gelangen, während seine neue Freunde ihn interessiert beobachteten. Er breitete seine Flügel aus, als Noah's neuester Freund seine Brustfedern streichelte, wobei es weder Noah noch dem anderen Jungen klar war, das sie für einander bestimmt waren. Beiden waren erst seit drei Wochen am College, so das man es ihnen nicht vorwerfen konnte, aber Eridanus hatte bei dem Jungen ein gutes Gefühl.

In den fünfhundert Jahren seit Benjamin gestorben war, hatte er einige Bindungspartner gehabt, bevor er zu Noah kam und es war immer ein Potter gewesen, obwohl es mittlerweile hunderte von ihnen gab. Sie wussten alle von Eridanus aber die Magie ansich war in den letzten Jahrhunderten immer mehr in den Hintergrund gedrängt worden, insbesondere nachdem die Menschen andere Welten kolonisiert hatten und die Galaxie zu erkunden begannen. Es war ihm aber problemlos möglich, zwischen den Welten hin und her zu reisen, wobei dies ähnlich seinen Reisen in die Welt der Toten geschah, wobei die Entfernung keine Rolle spielte. Die Ursache lag darin, das alle Personen an dem selben Ort landeten wenn sie starben, egal wo dies geschah.

Noah's Freunde in der Schule wussten, das er ein Magier war, aber die Magie wurde nicht mehr in der ursprünglichen Form unterrichtet. Magier und Hexen wurden auch nicht mehr als solche bezeichnet. Sie waren einfach Menschen mit besonderen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Telekinese, Telepathie, verbesserte Heilung und grössere Intelligenz. Sie wurden gemeinsam mit Menschen ohne Magie unterrichtet und sie arbeiteten auch mit ihnen zusammen. Die Magie hatte sich praktisch weiterentwickelt, als sie von der fortschrittlichen Technologie praktisch "überholt" wurde. Als sich die magische und die normale Welt praktisch vereinigt hatten, waren auch die magischen Wesen, wie zum Beispiel die Phönixe, auch Teil der normalen Welt geworden und ihr Einfluss auf die Umwelt bewirkte, das sie nun auch auf anderen Kolonien zu finden waren, die gegründet wurden. Es war auch keine Seltenheit mehr, wenn man einem Zentauren auf der Strasse begegnete, oder wenn eine Goblin-Familie ein Grundstück auf dem terraformten Mars kaufte. Aber einen Phönix zu sehen, der durch die Strassen flog, war doch etwas sehr seltenes und selbst jetzt nach 10 Jahren musste Noah noch grinsen, wenn Eridanus erschien.

"Er ist niedlich. Ich mag ihn." sagte Eridanus keck zu Noah während dessen heimliche Liebe ihn streichelte. "Du kannst ihn gern mit nach Hause nehmen. Ich werde mich nicht beschweren."

"Eri!" sagte Noah und wurde hoch rot, bevor ihm klar wurde, das seine Freunde neugierig wurden. "Eridanus hat mich nur ein wenig geärgert."

"Dein rotes Gesicht sagt alles." sagte Eridanus lachend. "Es ist schon in ordnung. Er mag dich auch. Du solltest ihn zu einem Date bitten. Ich könnte euch nach Rissen Paradise Islands bringen! Ihr könntet dort nackt in der Sonne liegen. Ich würde euch sogar über Nacht alleine lassen."

Noah vergrub nun sein Gesicht in Eridanus' Federn, denn ihm war klar, das er erst wieder seine Ruhe hätte, wenn sie ein Date hatten. Eridanus würde ihn solange nicht in Ruhe lassen und das war vielleicht auch gut so. Eridanus würde zwar nie zugeben, das er sich geirrt hatte, aber Noah musste zugeben, das sein Phönix in diesen Dingen fast immer Recht hatte.

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The end.