Eineinhalb Wochen später, fuhr John mit einem kurzgeschlossenen, verbeulten Pickup, um zwei Uhr in der Nacht, eine dunkle Strasse entlang, die in einem der zwielichtigsten Bezirke von Herat lag. Das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten, war die Ursache dafür, dass ein Mann über die Motorhaube flog, und die Waffe, die er gehalten hatte infolgedessen die Windschutzscheibe zersplitterte, und sich somit spinnennetzartige Risse von innen nach aussen bildeten. Von allen möglichen Orten, an denen die Jungfrau in Nöten, wie der Agent in irritierender Weise sagte, derzeit gefangen war, musste es natürlich ausgerechnet diese Stadt sein, in der sich Afghanistan´s neue zentrale Regierung gemütlich gemacht hatte.
John liebte eine gute Herausforderung und alles was so dazugehörte, aber, wenn das eine wöchentliche Sache werden sollte, dann wollte er Sherlock höflichst darum bitten, sich nicht in Orten in denen die Afghanische National Armee, die Afghanische Nationale Polizei und die ISAF (Internationale Security Assistance Force) regulär verkehrten, kidnappen zu lassen. John war gut, verdammt gut, aber auch seine Ressourcen waren begrenzt.
Ein anderer Mann stürzte sich durch das offene Seitenfenster an der Fahrerseite des jetzt stehenden Wagens, und John zog ohne zu zögern seinen Dolch und stoppte den Angriff des Mannes, indem er ihm die Kehle aufschlitzte. Dann warf er sich mit seinem ganzen Gewicht gegen die Beifahrertür, trat sie auf und stieß einen anderen Angreifer, der mit einer Waffe auf ihn zielte vom Wagen. Als er sich selber aus dem Pickup schwang, dabei gekonnt einem Schwerthieb auswich, und die Handgelenke seines Gegners packte, hörte er eine Bewegung hinter sich und drehte sich um, nur um zu sehen, dass der Mann von der Beifahrertür, der mit der verlorenen Waffe, jetzt ein Messer schwang. Er bediente den Neuankömmling mit einem soliden Roundhouse Kick (kreisförmig ausgeführte Fußtechnik bei Kampfsportarten) in seine Seite, und als er gegen die Mauer schlug, veränderte John seinen Griff mit dem er den Schwertkämpfer festgehalten hatte, und schlug einmal, zweimal, ok, dreimal zu, bevor dieser auch, wie ein Sack Kartoffel zu Boden ging.
Dann schlich er sich der Mauer entlang und eine Treppe nach oben, wobei er so leise wie möglich sein Pulwar aus der Halterung an seinem Rücken zog und es in Bereitschaft brachte, sein jahrelanges Kampfsporttraining zur zweiten Natur geworden. Er bewegte sich fast geräuschlos durch Türen und um Ecken und war bereit, als ein anderer Schwertkämper von einem angrenzenden Raum auf ihn zustürmte. Er wehrte dessen Klinge mit seiner eigenen ab und drängte ihn wieder zurück. Die Klingen schmetterten aufeinander, bis der Mann über irgendetwas stolperte, mit der Spitze seines Schwertes Johns Wange verletzte – verdammt - und dann in und durch ein Fenster krachte. Er landete mit einem enormen Aufprall, und mit dem Geräusch von splitterndem Glas, in einem der darunterliegenden Räumen dieses höhlenartigen Warenhauses.
John ging zum Fenster, seine Augen bewegten sich von dem Körper am Boden, zu einer Figur von - irgendwas – irgendjemanden – die mit dem Kopf nach unten von der Decke hing. Kopfüber in einer Zwangsjacke, mit dunklen Haaren, einem Schmutzfleck darunter und mit diesem schwachen Funkeln von zwei sehr intelligenten hellen Augen, die jede seiner Bewegungen verfolgten. John war nicht allzu überrascht als er erkannte, das es sich schon wieder um Sherlock handelte. John neigte seinen Kopf zur Seite, fasziniert und leicht amüsiert, als wenn eine schrittweise Annäherung an Sherlock´s umgekehrte Erscheinung die ganze Sache weniger albern machen würde. Sherlock lächelte ihm zu, vielleicht etwas angespannter, als er es vielleicht andererseits getan hätte, dachte John, und er nicht einen erheblichen Blutandrang zu seinem Kopf gehabt hätte.
"John, würden Sie jetzt eventuell fortfahren, damit ihre Auslegung von fraglichen Humor in dieser Situationskomik endlich befriedigt wird.", informierte Sherlock ihn ohne Umschweife, sein Gesicht nicht länger blass, sondern ein attraktiver Hauch von Tomate.
"Na ja, wenn Sie nur so rumhängen.", sagte John pflichtbewusst, mit seinem unentschuldbar schlechten Geschmack für Humor. Allerdings war es nicht besonders reizvoll, mit durchdringenden Schweigen konfrontiert zu werden, auch, wenn des einzige Wesen in einem Radius von einer Meile, das ihn momentan nicht ermorden wollte, kopfüber in eine Zwangsjacke geschnallt war.
"Also gut, nachdem wir das jetzt aus dem Weg geräumt haben, hätten Sie etwas dagegen sich zu beeilen, um mich hier herunter zu holen? Sie sind eventuell nicht mit den Folgen einer umgekehrten Physiologie vertraut, jedoch mit diesem Andrang von Druck in den Blutgefäßen meines Schädels besteht die berechtigte Chance eines Blutgerinsels, das mein Gehirn anschwellen lassen und mich infolgedessen erblinden lassen könnte, oder einen Schlaganfall verursachen könnte."
Zugegebenerweise klang Sherlock tatsächlich ein bisschen zerstreut, jedoch hatte John schon einige Strategien abgeschätzt um ihn aus dieser Situation zu erlösen. Er hielt seinen Dolch locker in seiner Hand, fertig um ihn werfen. „Im Gegensatz zum größten Teil der Menschheit, benutze ich mein Gehirn sehr viel, und es wäre mir lieb, wenn es intakt bleiben würde."
John nickte, und ignorierte den Ausrutscher in Bezug auf die menschliche Intelligenz unberührt, während ein Lächeln auf seinen Lippen erschien. Er trat mit seinen Stiefeln das zerbrochene Glas aus dem Weg, und stellte sich auf das Fensterbrett. „Sie wissen mittlerweile wie das jetzt vor sich gehen wird, nicht wahr?", fragte er neugierig. Er war nicht zu besorgt über Sherlock´s Intellekt, denn in der Tat, wusste er über die Symptome der umgekehrten Physiologie und hatte auch den Gefäßstatus laut schulmedizinischen Wissens nicht ausser Acht gelassen. Zusätzlich waren ihm auch bestimmte Foltermethoden nicht fremd, und anhand seiner kurzen Überprüfung der derzeitigen Situation, befand sich Sherlock noch in einem akzeptablen Zeitrahmen.
"Natürlich.", Sherlock klang beinahe beleidigt. „Sie werfen ihr kleines Messerchen, ich falle runter, und Sie lassen es hoffentlich nicht zu, dass ich mir das Genick breche, wenn ich den Boden kontaktiere."
Da war etwas eindeutig obszönes bezüglich „seines kleinen Messerchen", aber John´s Maskulinität war nicht in Gefahr sich angegriffen zu fühlen.
"Also dann, los geht´s.", er sagte es wirklich ganz freundlich, während er die Klinge herumschnippste, um sie dann zwischen Zeige-, Mittelfinger und Daumen zu halten. „Kopf hoch.", fügte er dann noch hinzu, wenn auch nur um ein Augenfunkeln und eine angedeutetes Lächeln von Sherlock zu sehen zu bekommen. Schon zischte das Messer rotierend durch die Luft, Richtung des Seiles, das um Sherlock´s Beine geschlungen war. Gleichzeitig sprang John auf den Boden neben dem Fenster und landete in einer Hockestellung, die Splitter des zerbrochenen Fensters bohrten sich in seine Handflächen, während er versuchte, den Bodenbereich auf dem Sherlock landen würde, abzudecken.
Letztendlich wirkte war es fast wie ein Zweikampf, er zog seinen Kopf ein und schlang seine Arme um den Körper, dem er als Kissen dienen sollte. Als sie mit dem Boden kollidierten, hörte er das scheußliche Geräusch, von brechenden Rippen und der begleitende scharfe Schmerz bestätigte es noch zusätzlich. Für einen Moment bewegte er sich nicht, versuchte seine Atmung zu regulieren, trotz des ganzen Rippendesasters, während er immer noch unterhalb eines langen, geschmeidigen Bündels, mit umhüllten Gliedmassen, das Sherlock war, lag. Kurz bevor er wieder Atem holen konnte, um Sherlock zu fragen ob er ok wäre, rollte sich dieser von ihm runter und zappelte so lange, bis er in Johns Gesicht sehen konnte.
"Oh Gott.", sagte er, während er ihn anstarrte, sein Gesicht nicht mehr ganz so dunkel wie vorher, aber immer noch etwas gerötet. „Ich dachte schon, Sie hätten ihr Leben als eine Matratze beendet."
„Für Queen und Country und so weiter.", sagte John und hörte sich so gequetscht an, wie er sich fühlte.
„Ähm,", sagte Sherlock, und das war die am wenigsten präzise Sache, die John ihn jemals sagen hörte. „Vielen Dank."
John blinzelte ihn an, und dachte bei sich, dass das jetzt ein ganz besonders günstiger Zeitpunkt innerhalb des Verlaufes von Sherlock´s Rettungen war, um Danksagungen abzulegen. Allerdings war er sicherlich nicht dabei sie abzulehnen. „Alles im Job inbegriffen.", versuchte John lässig zu sagen, allerdings hörte er sich eher süffisant an.
Dann stemmte er sich unter Schmerzen hoch, und hob sein Messer auf. Denn, obwohl bis jetzt noch niemand durch den Fall aufgeschreckt angerannt kam, hieß das noch lange nicht, dass nicht doch noch jemand mit einem Gewehr oder Schwert erscheinen würde. Er zertrennte die Fesseln an Sherlock´s Beinen und die Schlaufen, die die Jacke verschlossen, und dann bewegten sie sich gemeinsam in Richtung der Tür.
Die Sonne erschien gerade über den unscheinbaren Häusern von Herat, als John den alten, zerbeulten und wieder kurzgeschlossenen Pickup auf die Strasse brachte. Klar waren sie noch nicht daheim, sogar noch weit davon entfernt, allerdings war John nicht ohne Fluchtstrategie gekommen. Er wusste welche Schleichwege er nehmen konnte, wen er bestechen oder sogar töten musste, um durch die Grenzkontrollen, ohne einen Alarm auszulösen, zu kommen.
Neben ihm hing Sherlock im Beifahrersitz, Kopf zurückgelehnt und das Kinn herausgestreckt und döste unfreiwillig vor sich hin. Als John um ein ziemlich beeindruckendes Schlagloch herumsteuern musste, veranlasste die abrupte Bewegung des Fahrzeuges das Sherlock seitwärts gegen John´s Schulter rutschte. John schaute auf ihn runter, sah die langen, dunklen Wimpern, die Flecken die von Schlägen und Erschöpfung sprachen, und die Schmerzen in seinen Brustkorb ignorierend langte er rüber und legte seinen Arm um ihn.
Sie erreichten den Ort des Treffpunktes, aber Jeffries Jeep und sein eigenes Fahrzeug waren nicht die einzigen. Jedoch sah er keine der normalerweise fast nicht wahrnehmbaren Zeichen, die darauf hinweisen würden, das es sich um etwas nicht regierungsbezogenes handelte.
Da war ein Mann in einem makellosen, und sehr kostspielig wirkenden Anzug, begleitet von vier, bis auf die Zähne bewaffneten und wahrscheinlich ziemlich hochrangigen Soldaten der Britischen Armee, die gegenwärtig, klar ersichtlich, als Bodyguards genutzt wurden.
Neben ihm ließ der vor Kurzem aus dem Schlaf gerissene Sherlock ein unzweifelhaft gereiztes Geräusch verlauten. „Sie kennen ihn?", fragte John verhalten.
"Er ist mein Bruder.", sagte Sherlock, der deutlich erkennbar, nicht besonders erfreut wirkte.
Eigentlich sollte John nicht überrascht gewesen sein, dass Sherlock Holmes in den Aussenbezirken eines afghanischen Ortes einen Familienstreit fertigbrachte.
John stieg aus dem Truck, ging zur anderen Seite, und öffnete die Türe für Sherlock. Der gut gekleidete Mann betrachtete ihn mit einem unmissverständlich kalkulierendem Interesse. John starrte resolut, mit einem gleichermaßen respektvollen, wie auch ausdruckslosen Gesichtsausdruck, wie man ihn beim Militär relativ schnell lernte, zurück.
"Nichts könnte mich mehr entzücken, als den unschätzbaren John Watson persönlich kennenzulernen. Ihre besonderen Fähigkeiten sind regelrecht verblüffend, im Gegensatz zu den Aufzeichnungen in unseren Papieren, die Sie als Arzt interpretieren."
John neigte seinen Kopf zur Seite, nahm die Äußerung zur Kenntnis, ohne sie in irgendeiner Weise zu kommentieren.
„Ah, ich sehe warum er Sie mag.", sagte der Mann, und lächelte wie eine Katze vor einem offenen Vogelkäfig.
Neben ihm rieb sich Sherlock, wie es schien, irritiert seine Stirn. „Oh ja, sich einmischend wie eh und je. Was für eine Überraschung."
"Also jetzt mal ehrlich Sherlock, in London hinter Serienmördern oder Meisterdieben herum zu spazieren, ist eine Sache, aber sich selbst, vorsätzlich und regelmäßig, gefangennehmen zu lassen, und noch dazu in einem Kriegsgebiet, wegen einer albernen Schwärmerei, das treibt die Sache auf die Spitze. Und obwohl du zugegebenermaßen schon immer Schwierigkeiten hattest normales Verhalten korrekt einzuordnen, ist das jetzt jedenfalls bloß noch lächerlich." Er verstömte die Empörung nahezu greifbar. „Und komm schon, du weißt wie ich mich immer sorge." Und zugegebenermaßen, auch, eine nicht allzu geringes Maß an Herablassung.
Aber halt, warte mal, was war das bezüglich der Schwärmerei? Neben ihm stand Sherlock so bewegungslos wie eine Statue und starrte schweigend.
„Doktor Watson, Sie wurden versetzt.", sagte der Mann in dem Anzug, seinen Focus abrupt von Sherlock zurück zu John schwenkend. Plötzlich schien Sherlock munter zu werden.
„Wie bitte?", fragte John, zu seiner Anerkennung klang er nicht halb so ungläubig wie er sich fühlte.
"Jetzt kommen Sie schon, Doktor. Wir beide wissen, das Sie nicht so begriffstutzig sind wie sie jetzt agieren, denn dann, wäre Sherlock, nach diesem unbedeutenden Aussetzer mit den Diamanten, einfach wieder in das gute alte England zurückgeflogen." John nahm an, dass das als Kompliment gewertet werden konnte, allerdings war er in erster Linie daran interessiert, warum Sherlock an einem Stuhl gefesselt und zusammengeschlagen worden war.
„Infolge jüngster…" seine Augen flackerten kurz zu Sherlock und dann demonstrativ zurück zu John. „Komplikationen mit Staatsbeziehungen, ist es Sherlock nicht länger erlaubt sich in diesem Land aufzuhalten. Er wurde ausserdem von einigen, ziemlich ernstzunehmenden, afghanischen, terrorristisch verknüpften Organisationen, als gesuchter Flüchtling gelistet. Ein Status, der ihn sicher bis nach London folgen wird. Er braucht einen Bodyguard, und ich beanspruche nur das Beste für meine Familie." Der Mann lächelte gelassen. „Und da ich meine Verbindungen habe, bekam ich den Besten für meine Familie."
"Mycroft, du hast nicht wirklich?" Klang Sherlock etwa begeistert? Aus den Augenwinkeln sah John, dass Sherlock seine Hände zusammengefaltet hatte, als ob er gerade einen Welpen zu Weihnachten geschenkt bekommen hätte. Bedachtsam beschloss John den Sinn dieser offenbaren Folgerung nicht analogisch zu hinterfragen.
"Wenn ich Sie, demzufolge jetzt nach London bringe, wird das meinen lieben Bruder davon abhalten, sich alle paar Wochen selber in Gefahr zu bringen, nur in der Hoffnung, Sie wiederzusehen.", bestätigte Mycroft, und John sah, das diese Selbstzufriedenheit ein familieärer Wesenszug war.
"Zwei Fliegen mit einer Klappe." fasste John zusammen, während er sich dachte, das er wahrscheinlich ein bisschen aufgebrachter wegen dieses Vorgehens sein sollte. Schließlich war er der Beste, den die Britische Armee hatte und es war weniger Stolz, als die offensichtliche Wahrheit, das es verdammt unmöglich war, ihn zu ersetzen. Aber sogar trotz der Explosionen, den Schwertkämpfen und mit all diesen Verkleidungskünstlern verlief sein Leben in letzter Zeit ziemlich eintönig, wenn er alles berücksichtigte.
Er drehte sich zu Sherlock um, das erste Mal wirklich davon überzeugt, das er tatsächlich der weltweit einzige Consulting Detectiv war. „Sie verfolgen wirklich Serienmörder und professionelle Diebe?"
Sherlock grinste breit. „Nur die wirklich raffinierten."
Und das hörte sich in der Tat ziemlich aufregend sein.
"So jetzt mal ehrlich, raus mit der Sprache du hast dich wirklich vorsätzlich gefangen nehmen lassen, nur um mich zu treffen?" John lehnte in einem Sessel, der schnell von ihm in Besitz genommen worden war, in 221B Baker Street, und versuchte das Lachen zu unterdrücken, das seine gebrochenen Rippen jedesmal als Aufforderung verbuchten, um mit scharfen, ziehenden Schmerzen ihren Unmut kundzutun. Die Karikatur eines Bodyguard zur Zeit. Darum hat Mycroft auch kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie während seiner Erholungsphase unter einer zusätzlichen Überwachung stehen würden. Obwohl er überzeugt war, das mit etwas Adrenalin und einem Pulwar in der Hand er einen verdammt guten Job leisten könnte, wenn notwendig.
Sherlock stand vor der Kamineinfassung, die Hände hinter seinem Rücken gefaltet, aber als er über seine Schulter zu John schaute, lächelte er leicht. John mochte es, ihn lächeln zu sehen, ohne in unmittelbar darauf von verschiedenen Fesseln befreien zu müssen. Zusätzlich bevorzugte er unverletzte, blasse Haut unterhalb dieser hellen aufgeweckten Augen.
„Nun ja, sicherlich tat ich es nicht wegen der Gastfreundschaft." sagte Sherlock verächtlich ablehnend
John lachte herzlich und streckte sich umständlich nach seiner Teetasse, angestrengt darum bemüht, sein Gesicht ausdruckslos zu halten, als er zusammenzuckte, weil sich seine Rippen wieder beschwerten. Jedoch war Sherlock plötzlich da, lehnte sich zu ihm herunter, legte seine Hand um die warme Tasse und streifte über seine Hand, während er ihm seine Tasse reichte. Seine hellen Augen blickten auf, und trafen John´s, und dann trafen sich ihre Lippen und pressten sich zusammen, die warme Teetasse zwischen ihnen vergessen.
Erst als Atmen zu einem vordringlichen Problem wurde, brachen sie auseinander, aber Sherlock blieb wo er war, zusammengekauert an der Kante von John´s Sessel. „Und weißt du, ich war auch nicht besonders scharf auf das Wetter da unten."
John lächelte und nippte an seinem Tee.
Ende
…bedauerlicherweise, finde ich. Denn von mir aus hätte Kate gerne noch ein bisschen weiterschreiben können, was z. B. nach dem Tee, oder nach dem Heilungsprozess so alles passiert, in 221B Bakerstreet…. ;)))
