HYA!

Christmas Town ist eine große Familie. Es wäre zu schön, wären sie auch immer glücklich.

Viel Spaß.

Tali

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Caius PoV

Sehe dem seichten Schneetreiben zu. In der Nacht gab es einen kleinen Schneesturm, der Christmas Town zugesetzt hat.

Es ist nicht so, dass ich meinen Cousin nicht leiden kann.

Ich mag JASPER. Aber ich kann mich nicht mit der Funktion von Santa anfreunden. Ihre Arbeit ist nicht effektiv genug und dieses ganze Pro Bono gehört abgeschafft. Sie arbeiten für „die Freude der Menschen"! So ein Quatsch! Wenn ich bedenke, wie viel Profit wir erzielen könnten!

Kann nicht verstehen, warum wir nicht längst in der Menschwelt den Firmensitz haben.

Ich würde es so machen.

Gevatter Tod, Marcus, lebt es doch vor. Sein Sohn Vladimir betreibt dort eine Firma, die für den Tod arbeitet. Irgendetwas mit Technik.

Blicke Jane an, die aus dem Fenster starrt und dabei zusieht, wie die Eisblumen an den Scheiben empor wachsen.

Manchmal bricht es mir das Herz, ihre großen traurigen Augen zu sehen. Einst wollte sie Elf werden, hat den Eignungstest jedoch nicht bestanden. Zu wenig Teamfähig. Zu egoistisch.

Seither hegt unser jüngstes Mitglied großen Groll gegen Christmas Town.

Sie hat auch die Gesetzeslücke gefunden. Hat Aro und mich darauf aufmerksam gemacht, dass in Santa Claus' Gefolge ein wichtiges Mitglied fehlt.

Die Jule- Ma.

Jane war es auch, die entdeckt hat, dass eine frühere Jule- Ma ihre Position nicht wieder einnehmen kann. Ich hatte befürchtet, dass die vorige Jule- Ma, Didyme, Marcus' Ehefrau, wieder Posten beziehen würde.

Aber nachdem sie vor fast 300 Jahren zurück getreten war, um sich mehr um ihre Enkel zu kümmern, dies keine Möglichkeit für Santa sein Gefolge zu retten.

Ich finde es immer noch höchst amüsant, dass die Ehefrau des Gevatter Tod die Mutter von Santa Claus dargestellt hat.

Mit einem Mal knallt die Tür auf, Jane und ich blicken überrascht in Aros wütendes Gesicht.

Sonst ist mein guter Freund immer so ausgeglichen.

„Was ist passiert?"

Aro schnaubt verächtlich.

„Dein Cousin.", Aro kennt eine Zeit, in der Santa Claus nicht weltweiten Einfluss genossen hat. Heute ist der Weihnachtsmann eine der mächtigsten Gestalten unserer Welt.

„Dieser Wichtel Edward!"

„Edward ist ein Elf.", stellt Jane fest.

Aro blickt sie grimmig an. „Es heißt, sie hätten eine neue Jule-Ma. Noch nennen sie das Mädchen Snow, aber die Entscheidung scheint gefallen!"

„Solange sie ‚Snow' genannt wird, ist noch nichts entschieden, das weißt du."

„Dürfen Menschen überhaupt in unsere Welt derart eindringen?"

„Sie ist ein Mensch?!", ich bin ziemlich entsetzt, dass sich eine Erwachsene zu uns verirrt hat.

„Der erste Sankt Nikolaus war ein Mensch.", wieder Jane.

Ein Mensch, der Jule-Ma wird. Ich hatte gehofft, dass sie die Stelle nicht so schnell besetzen, um ihretwillen.

„Es gibt noch mehr Lücken in ihren Statuten."

Aro wendet seine gesamte Aufmerksamkeit dem blonden Mädchen auf der Fensterbank zu.

„Was meinst du, liebes Kind?!", schleicht zu ihr herüber, nimmt ihre Hände in seine.

Vor dem Haus schießen sechs Schneegestalten aus dem Boden.

„Frag sie!", donnert Aro. Ich soll die Eismutter nach der neuen Jule-Ma fragen! Aber Siobhan kooperiert nicht mehr mit mir, seitdem ich gegen meine eigene Familie vorgehe.

Dabei will ich nur ihr Bestes.

Hätte Jasper damals auf mich gehört, wäre ihm viel Leid mit Maria erspart geblieben. Ich habe ihn vor der dunklen Schönheit gewarnt.

In dem Moment, als ich die Türschwelle betrete, kracht Schnee auf mich hernieder.

Blicke Siobhan ins Gesicht, ihr lächelndes Gesicht verrät nicht, ob es ihr Werk gewesen ist.

„Du hast gestern Nacht einen meiner Schneemänner verweht."

Also doch eine Reaktion, auf das Stürmchen gestern Nacht.

Sehe die anderen fünf Eisigen an. Eine von ihnen ist eine der Enkelinnen des Gevatters, Irina. Ihre ältere Schwester Katrina arbeiten als Elf. Die älteste der drei Enkelinnen, Tanya, arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater Vladimir in der Menschenwelt.

Wenn Irina unseren Plan, Christmas Town zu einem wirtschaftlichen Unternehmen um zu formen, unterstützen würde, stiegen unsere Chancen, schnell Erfolg zu haben.

Isabella PoV

Ich muss eine Gehirnerschütterung haben.

In meiner Vorstellung vom Nordpol gibt es nicht nur einen jungen, Gutaussehenden Weihnachtsmann, sondern auch attraktive männliche Elfen und den Tod, der regelmäßig zum Essen in Christmas Town vorbeischneit.

Und außerdem ist er der Großvater von Kate.

Dabei sieht der Gevatter nicht alt aus. Und gar nicht knochig.

Ohne Sense und Kutte könnte man Marcus als sanftmütig bezeichnen, seine braunen Augen als warmherzig.

„Der Tod bedeutet ja nicht Bosheit.", klärt Edward mich auf. „Er ist nur derjenige, der die Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Stell dir vor, wie man sich nach dem eigenen Ableben ohne ihn fühlen würde. Verloren, verunsichert, ohne Ziel. Er geleitet Menschen zu ihrem Seelenfrieden."

Ich muss gestehen, dass ich den Tod noch nie als Freund gesehen habe, aber Eds Argumentation macht schon irgendwie Sinn.

Der Knaller ist aber, dass die Frau von Gevatter Tod vor Esme Jule- Ma gewesen ist. Ich zweifele wirklich an meinem Geisteszustand.

Ich verstehe noch immer nicht, wieso gerade ich hier gelandet bin. Beziehungsweise, warum ich mir so einen Quatsch zusammen fantasiere.

Ich bezweifele aber, dass ich darauf eine Antwort erhalten werde.

Ich begreife, dass Santa ein neues Schneemädchen braucht. Aber nicht, warum Alice mich für die optimale Besetzung hält.

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Have yourself a merry little Christmas,
Let your heart be light
From now on,
Our troubles will be out of sight
Have yourself a merry little Christmas,
Make the Yule-tide gay,
From now on,
our troubles will be miles away.

Soweit ich das beurteilen kann, liege ich im Koma.

Bereits fünfmal bin ich in Christmas Town aufgewacht. Inzwischen mache ich mir ernsthafte Sorgen um meinen Dad.

Außerdem ist in meiner Realität jetzt in zwei Tagen Weihnachten, aber anscheinend herrscht am Nordpol eine andere Zeit, denn hier sind es noch zwei Wochen.

Dennoch läuft alles auf Hochtouren.

Edward ist für die Personalbetreuung zuständig und damit meistens meine Begleitung. Nicht, dass ich etwas dagegen einzuwenden hätte.

Seit gestern weiß ich auch ganz sicher, dass es keine Mrs. Edward gibt.

Ich hatte erst die Befürchtung, dass Edward mit seinen 407Jahren doch verheiratet sein könnte. Ich meine, wer würde ihn nicht vom Fleck weg heiraten, nur um ihn vom Markt zu nehmen. Aber ich konnte feststellen, da Zeit nur im Countdown der Bescherungen gemessen wird und nicht in Jahren, diese Dinge nicht eilen.

So streitet Alice noch immer ab, dass sie rot wird, wenn sie Santa gegenüber tritt. Nessie sagt, dass das schon eine ganze Weile so geht.

Alice indes lenkt jedes Mal vom Thema ab. Ihr letztes Täuschungsmanöver hat mit Kates Schwester zu tun. Ich solle Edward mal fragen, warum Tanya in die Menschenwelt gegangen ist.

Aber ich weiß nicht, ob ich noch so eine traurige Geschichte vertrage.

Heute wird Jasper mit mir eine Schlittentour über den Nordpolhimmel machen. Damit ich mich daran gewöhne und mich als Snegurotschka nicht in den Schlitten übergebe.

Ich habe ein bisschen Angst. Ich bin nicht schwindelfrei und wenn wir abheben, kann ich für nichts garantieren.

Außerdem habe ich Siobhan und die Eisheiligen beobachtet, wie sie aus Schnee und Kälte hünenhafte, massige Pferde herauf beschworen haben und mit ihnen in den Schnee los donnerten. Laut Maggie das übliche Fortbewegungsmittel um irgendwo Winter zu machen, und es sei gar nicht so einfach, so ein Tier zu erschaffen. Ihr Pferd sei immer noch eher ein Pony, dabei will sie nächstes Jahr unbedingt dabei sein, wenn sie den Winter verbreiten.

Ich finde den kreisrunden Platz in der Mitte der Stadt immer noch beeindruckend. Es ist so heimelig, es fühlt sich an, wie am Weihnachtsmorgen in der Kindheit.

Eine riesige Tanne, größer als die in der Hütte, ist bunt mit allem Möglichen geschmückt. Edward hat mir erklärt, dass jeder Einwohner und auch jeder Besucher herzlich eingeladen ist, etwas an die immergrünen Zweige zu hängen.

Ein Engel aus Saphirblauem Kristall ist von meinem sexy Weihnachtself. Es erinnere ihn an seine Mutter. Aber näher kann ich darauf nicht eingehen. Zum einen, weil ich wie gesagt, nicht noch eine Tränenreiche Geschichte überstehe- ob jetzt vor Freude, oder weil es schrecklich ist- und weil Alice uns unbedingt noch etwas im Schlitten zeigen will, was sie und Emmett installiert haben.

Jasper zieht eine Augenbraue in die Höhe.

„Keine Panik, Rosalie hat alles überprüft. Wir haben das richtig gemacht."

Während Alice Kopf über im Schlitten hängt, frage ich mich, ob sie mit Absicht ihren Hintern in die Höhe hält. Während Santa zwar lächelnd vorgibt, darauf zu achten, was Alice im Cockpit zeigt,- eine Maschine, die heiße Getränke und Haferflockenplätzchen serviert- ist deutlich, dass seine Augen völlig fasziniert von der elfenhaften Rückseite meiner Freundin sind.

Er ist eben auch nur ein Mann.

Ich habe noch gar nicht in Erfahrung gebracht, ob sich die fleißigen Helfer selbst beschenken. Sollte dies der Fall sein, sollte ich Alice vielleicht eine rote Schleife um den Hals binden und sie vor Santas Büro absetzen.

Hach, inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, dass ich immer wieder glaube, dass sie echt sind. Was auch an der gefühlten Wahrheit von Edward liegt. Wenn es so einen Mann doch nur in Seattle gäbe! Einen echten, wirklichen Mann, der ist wie Ed und nicht jemand, bei dem ich immer noch befürchte, dass er entweder aus Lebkuchen und Feenstaub besteht oder nur eine Ausgeburt meiner seltsam aktiven Fantasie ist.

Das Blinzeln der grünen Augen holt mich zurück in den Moment.

„Entschuldige", stammele ich und laufe knallrot an. Es war ja klar, dass genau dieser Fakt sogar in meiner Fantasie nicht weggeht. „Was hast du gesagt?", blicke Schuldbewusst zu Edward auf.

Hoffentlich hat er nicht bemerkt, dass ich ihn angestarrt habe. Oder schlimmer, hoffentlich habe ich nicht so laut gedacht…

Wieder zieht Ed die Mundwinkel leicht nach oben. Zu früh gefreut.

„Ich habe dich gefragt, ob du mitkommen würdest, wenn ich meiner Cousine einen kurzen Besuch abstatte. Wir haben nicht viel Zeit, immerhin gehen bald die ersten Bescherungsfeiern los."

Er will mich Esme vorstellen? Er will mit mir in die echte Welt?

Wieder starre ich ihn an.

Ein Räuspern reißt Ed und mich aus unserer betretenen Stille.

Ach ja! Jetzt stehen Santa und Alice dicht neben einander und sehen uns an, als wären wir die beiden, die ihre Attraktion zu einander verbergen würden!

Ich starre Edward wenigstens öffentlich an und erhasche nicht heimlich einen Blick!

„Okay, ich bin dabei. Meinst du, sie wird mich mögen?", warum daraufhin Ed, Santa und Garrett zu lachen beginnen, frei und unbekümmert, ist mir nicht klar.

Im nächsten Augenblick hat Jasper meine Hand und hilft mir galant in den Schlitten.

„Wenn es dir zu schnell ist, sag bitte bescheid. Bist du dich daran gewöhnt hast, kann es manchmal ein paar Reisen dauern."

Mir ist jetzt schon übel, danke.

„Wie lange werden wir unterwegs sein?"

„Nicht zu lang. Es ist immerhin nur ein Test.", Jasper lächelt mich mit seinem fürsorglichen Santa Lächeln an und ich entspanne mich augenblicklich.

Kurz revoltiert mein Magen, als die Tiere anziehen und wir uns in Bewegung setzen.

„Wir werden zuerst ein paar Runden auf dem Boden drehen, auch wenn das unseren Freunden nicht ganz passt.", lachend nickt Santa Jasper in Richtung der Rentiere, die einheitlich Schnauben.

„Tut mir leid?", antworte ich. Wieder lacht Jasper.

Er und Edward haben sich in den letzten beiden Tagen sichtlich entspannt, obwohl es in Christmas Town immer hektischer wird. Vor allem an Ed ist es mir aufgefallen, die dunkeln Ringe unter seinen Augen sind vergangen, sein Blick ist wieder Wiesengrün und klar.

Blicke auf meine geliebten, viel getragenen Dockers.

„Alice darf sich deiner Garderobe erst dann vollends bemächtigen, wenn du die Probezeit bestanden hast."

Sogar in meinem eigenen Kopf lege ich mir Steine in den Weg.

Obwohl, wenn ich an die Outfits der Elfen denke, die Alice allen anzieht, bin ich ein klein wenig froh, dass ich meine eigenen Schuhe tragen kann.

„HO, HO, HO!", vor Schreck falle ich beinahe vom Sitz. Und mit einem Mal reißen die Rentiere gen Himmel und ziehen den Wagen mit sich in die Luft.

Völlig fasziniert wie wunderschön Christmas Town von oben ist, kann ich mich nicht entscheiden, ob ich glückselig bin oder mich übergeben möchte.

Der Anblick ist grandios. Zum ersten Mal sehe ich, dass die Stadt in Form eines Sterns gebaut ist.

„Das dort ist unsere Zentrale.", Jasper geht etwas hinab und deutet auf das Häuschen, in dem ich zurzeit noch wohne und durch das ich in diese wundersame Welt eingetreten bin. Es ist von allen Seiten winzig. Ich kann mir nicht erklären, wie soviel Platz in dieses Haus passt.

Aber es ist die gesamte Stadt die von außen aussieht, wie eine kleine unbedeutende Siedlung.

„Radarschirme nehmen uns nicht wahr. Sollte man doch einmal über uns stolpern, sind wir kaum aufregend genug, uns einen Besuch abzustatten."

Santa Jasper behauptet also, dass diese Stadt in der Menschenwelt liegt?

„Warum sagen alle immer ‚Menschenwelt', wenn ihr doch ein Teil davon seid?", erkundige ich mich.

„Weil die Menschen andere Maßstäbe haben als wir. Zeit zum Beispiel, die ihnen unheimlich viel bedeutet. Es muss alles immer schneller werden. Dabei sollten wir einmal innehalten und die Schönheit des Augenblicks genießen."

Einleuchtend.

Während ich noch darüber staune, wie die Wasseroberfläche tief unter uns glitzert, kommt mir wieder in den Sinn, dass ich nicht weiß, ob Santa irgendetwas außer Milch und Keksen bekommt.

„Wir geben ein großes Fest zwischen Silvester und dem Drei- Königstag. Es ist wohl etwas ausgeartet, in den letzten Jahrhunderten. Es ist eine Art Geschenk von Alice für Alice.", Santa lächelt verschmitzt.

„Und du? Was bekommt Santa Claus zur Bescherung? Außer Milch und Keksen!"

„Das bringe ich beides für Emmett und Jake mit."

„Woah, heißt das, du isst und trinkst es nicht einmal selbst? Findest du das nicht gemein."

„Nein.", belustigt blickt mich das azurblaue Augenpaar an. „Die Kinder bedanken sich damit, für die Geschenke von Santa Claus. Aber ich bringe die Geschenke nur. Die Arbeit machen die anderen."

„Hm. Okay, früher war das anders?"

„Ja. Als die Bescherungen noch nicht so weit ausgeufert und die Geschenke anders, einfacher waren, haben Santas anfangs nur mit einer handvoll Elfen gearbeitet."

„Das bedeutet, es gibt die Elfen nur, weil es immer mehr Kinder gibt, die Geschenke wollen und wenn es irgendwann keine Kinder mehr gäbe, die an Santa Claus glauben, würden sie umfallen wie die Fliegen?", ich bin völlig entsetzt.

„Um Himmelswillen, nein! Allerdings würde unsere Stadt mit der Zeit zu einem Dorf schrumpfen, weil immer weniger Elfen benötigt würden und wir somit weniger Stellen zu vergeben haben. Wir fallen nicht tot um, aber wir würden uns höchst wahrscheinlich in alle Windrichtungen in alle Teile der Welt zerstreuen und unsere Stadt würde aussterben."

„Wie schrecklich. Ich würde immer daran zurück denken, wie schön ich es die letzten 100 Jahre hatte und traurig sein.", gestehe ich. Zumindest nehme ich an, dass es für mich so wäre, wenn ich solange ein Teil der Geschichte gewesen wäre.

„Darum würden sie sich auch nicht mehr daran erinnern."

„Aber Edward hat gesagt, dass ihr eure Gedanken behaltet, wenn ihr in die Menschenwelt geht!", protestiere ich.

Einen Moment sieht Jasper mich an. Die blauen Augen tiefsinnig und unergründlich, einen zutiefst betroffenen Gesichtsausdruck.

„Sollte es jemals soweit kommen, wird mein letzter Weihnachtswunsch sein, dass sie alle Christmas Town aus ihrem Gedächtnis streichen."

Und nachdem was Ed mir erzählt hat, hat Santa Claus die Macht dazu. Wie schrecklich traurig. Ich will nicht, dass Christmas Town endet.

„Aber keine Sorge, Bella, wir sind weit davon entfernt, dass unsere Stadt schrumpft.", Santa lächelt und ich kann Hoffnung spüren.

„Halt dich fest, wie setzen zur Landung an!"

Der Schnee stiebt an den Kufen empor und macht kleine Regenbögen.

Wie wunderschön.

Als sich der glitzernde Schnee gelegt hat, kann ich Alice sehen, die ein Tablett hält. Die Getränke in den Tassen dampfen.

„Heiße Milch mit Honig und Kekse.", strahlt sie.

Jasper grinst mich an, als wir zeitgleich in den Keks beißen.

Ich sehe Edward über den Platz auf uns zu kommen, im Arm hat er, fein säuberlich gefaltet, meine Kleidung, die ich seit der ersten Nacht nicht mehr gesehen hab.

„Viel Spaß!"; kichert Alice, die von Jasper aus der Szene geschoben wird.

„Bist du soweit?", lächelt Edward und reicht mir meine Sachen. Er selbst trägt immer noch die hier üblichen Farben, aber seine Kleidung könnte fast als normal durchgehen.

Frage mich, ob ich morgen wieder in Christmas Town aufwachen werde oder doch nicht hierher zurück kehre, sobald ich einmal die Realität betreten habe.

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