HYA!
Isabella hofft, dass ihre Weihnachtswünsche wahr werden, ich wünsche euch einen netten Weihnachtsmann!
liebe Grüße
Tali
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Isabella PoV
Do you remember me
I sat upon your knee
I wrote to you with Childhood fantasies
Well I'm all grown up now and still need help somehow
I'm not a child but my heart still can dream
Blicke mich irritiert um. Hatte ich doch eigentlich damit gerechnet, dass wir aus dem Kamin fallen oder als Schneemänner aus dem Eis empor schießen.
Edward lacht.
„Wir sind nicht Santa Claus und die Show mit Schnee und Eis ziehen nur die Eisheiligen ab.", erklärt der Elf.
„Könnten wir denn?", oh bitte lass ihn ja sagen, dann möchte ich das mal probieren!
„Wir könnten durch den Kamin herein kommen. Einfluss über Schnee haben nur die Eisigen und Santa."
„Warum sitzen wir dann in einem Auto?", blicke neugierig zu dem weißen Haus hinauf, vor dessen Garage Edward hält.
„Wie würden wir den Nachbarn unsere Anwesenheit erklären, wo wir uns doch im Haus bewegen, aber nicht zur Tür herein gekommen sind?"
Ich vergesse immer wieder, dass nicht alle erleben, was ich gerade habe. Dass nicht alle meine Fantasie teilen. Das sind die Momente, die ich erschreckend real finde.
Als wir aussteigen, erhasche ich einen Blick auf Eds Auto. Na ja, auch wenn es unsexy ist. Der silberne Volvo ist das Understatement des Jahres.
Welches Auto Alice wohl fährt, fährt sie überhaupt?
„Oh ja, Alice fährt wie ein Berserker.", wieder kichert mein persönlicher Elf.
Fühle mein Herz unbarmherzig gegen meinen Brustkorb hämmern. Mein Hals schnürt sich zu. Weiß gar nicht, warum ich so aufgeregt bin.
Was ist, wenn wir nicht mehr nach Christmas Town gehen?
Was, wenn ich nicht mehr dort ankomme?
Und dann erstarre ich, als Esme die Tür öffnet.
In Natura wirkt sie noch viel lieblicher. Ihre braunen Augen strahlen Wohlgesonnenheit aus. Ihr Lächeln ist weich und warm.
Edward umarmt sie, drückt seine Cousine an sich.
„Liebe Grüße vom Cousinchen. Unser geliebter Terrorelf lädt dich zu einer Spritztour im neuen Jahr ein, weil sie glaubt, dass sie dieses Jahr einen kanariengelben Porsche bekommen wird."
Esmes Lachen ist hell und klar, irgendwie aufmunternd.
Edward macht zwei Schritte zurück.
„Das ist Isabella. Sie folgt dir nach."
„Hallo?", warum klingt bei mir alles, wie eine Frage, wenn ich nervös bin!?
„Sehr erfreut, Bella. Das mein Name Esme ist, hat dir unser lieber Edward hoffentlich schon verraten."
„Was denkst du von mir, Cousine?!", Edwards Augen funkeln schelmisch, als er versucht einen entsetzten Gesichtsausdruck zu machen.
„Kommt rein, es ist kalt."
Die Art wie Esme geht, der melodische, weiche Klang ihrer Stimme, ihre Bewegungen verkörpern für mich die perfekte Jule-Ma. Gut, habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten, dennoch muss ich an mich halten, sie nicht anzustarren, während wir ihr ins Haus folgen.
Der Flur ist mit Tannengrün in hohen Vasen geschmückt, von der Decke hängt ein Adventskranz mit einem Mistelzweig.
„WOAH! STOPP!"; mit einem Mal wirbelt Esme vor uns herum. „Ihr macht sofort zwei Schritte zurück!"
„Esme…", jammert Edward.
„Du kennst die Regel! Wer unter einer Mistel hindurch geht!", Esmes Stimme wandert ermahnend zu uns.
Ich weiß, was Menschen unter der Mistel verstehen, ob Weihnachtselfen denselben Traditionen frönen?
Edward seufzt, mit einem Mal spüre ich etwas kühles auf meiner Wange – OHA – Edwards Lippen verweilen nur eine Sekunde, ich muss feststellen, dass Elfenlippen ein wenig kühler, aber auch samtiger sind, zumindest die meines sexy Elf, als die von den Jungs und Männern, von denen ich mich bisher habe küssen lassen.
„Schon viel besser.", Esme klatscht seicht in die Hände, bevor sie uns ins Wohnzimmer führt.
„Der Baum hier ist prächtiger.", erklärt sich die ehemalige Jule- Ma.
Esme hat mehr als einen Baum im Haus?
Sachte nickt Edward.
Hingegen meiner anfänglichen Nervosität, ist das Gespräch mit Esme unfassbar angenehm.
Ich habe geglaubt, sie habe mit Magie die Engel singen lassen, dabei habe ich nur die Fernbedienung der Musikanlage nicht gesehen, mit der sie die Weihnachtsmusik eingeschaltet hat.
Ihr Früchtekuchen ist beinahe magisch, genau so wie sie selbst. Sie habe Liam das Rezept abgeschwatzt, gesteht sie.
Ich mag Weihnachten zwar, aber der ganze Trubel war mir bisher immer zu aufgesetzt. Doch wenn ich Esme zuhöre, die von Lichterdekorationen und Tannenbäumen spricht, sehe wie ihre Wangen und ihr ganzes Sein zu leuchten scheint, muss es doch einen Zauber haben.
„Vermisst du Christmas Town?!"; platzt es aus mir heraus. Edward blickt mich entsetzt an. Was?!
„Jetzt gerade, ein wenig. Es ist mein liebstes Fest. Man trifft Familie und Freunde, verbringt Zeit miteinander. Und die kugelrunden Augen der Kinder, wenn sie ihre Geschenke erhalten! Und ich vermisse Liams Kochkünste!", Esme schließt kurz die Augen und lächelt, blickt mich dann freundlich an. „Aber ich habe gewusst, worauf ich mich einlasse. Carlisle glaubt nicht an Weihnachten. Eigentlich hatte er sogar vor vom 22. bis zum 2.01. durchzuarbeiten, aber er musste feststellen, dass ich auch am 2.01. noch Weihnachten feiern würde. Es wird nicht ausfallen. Es wird alles gut werden, immerhin hat er ab dem 22. drei Tage frei."
Ich kann das Schloss hören, dass sich unter dem Schlüssel bewegt. „Das wird er sein!", Esme springt auf und dreht die Musik etwas lauter. Der arme Mann hat gar keine Chance, gegen diese Weihnachtsdröhnung.
„Welcher Tag ist hier heute?", flüstere ich Edward zu.
„Der 22.12.", Edward lächelt verschmitzt.
„Wah! Das heißt, wir sind in der Wirklichkeit?!"
„Bin ich etwa nicht echt? Sehe ich aus, als sei ich aus Lebkuchen und Feenstaub!?"
Oh, das hat er gehört?
„Doch schon, aber… wie kann das sein… Es gibt euch", blicke zu dem jungen Mann auf, der zum Wohnzimmer hereinkommt und damit meinen Gedanken unterbricht. Er hat Jaspers knallblaue Augen, wie ein Himmel kurz nach Sonnenaufgang. Alice hat mir ein Bild der kleinen Lucy gezeigt und Carlisle hat tatsächlich große Ähnlichkeit mit seiner Ahnin.
Sein Handschlag ist angenehm warm und fest.
„Mein Cousin Edward. Und Bella.", stellt Esme uns vor, mir entgeht der fragende Blick von Carlisle nicht.
„Möchten Sie zum Essen bleiben?", schlägt Carlisle vor.
„Oh es tut uns leid, leider nein. Wir müssen noch Kekse backen und Milch kaufen. Immerhin wollen wir doch nicht, dass Santa hungrig bleibt.", Edward steht auf und strahlt über das ganze Gesicht. Esme schmunzelt. Carlisle Gesicht zeigt Verwirrung, doch das Klingeln seines Telefons verhindert jegliche Äußerung, als er sich entschuldigt und in der Küche verschwindet.
„Wir müssen aber wirklich aufbrechen, Bella. Wir sind schon viel zu lange hier. Esme, glaubst du wirklich, dass er je wieder an den Zauber der Weihnacht glauben wird?"
Edward zweifelt das tatsächlich an. Ich hingegen habe Esme als den Typ Frau kennen gelernt, die alles bewerkstelligen kann, wenn sie es sich in den Kopf gesetzt hat.
„Es muss, Edward. Das weißt du genauso gut wie ich."
Zum Abschied drückt sie uns beide. Carlisle winkt uns durchs Küchenfenster.
Als wir wieder im Auto sind, überfalle ich meinen Sexy Elf mit meinen übrig gebliebenen Fragen.
„Was hat sie damit gemeint?"
„Ich weiß nicht, wovon du sprichst."
„Was weißt du über Carlisle's Glauben?"
„Ach das. Das ist nur ein alter Aberglaube. Santa hat dir ja bereits erklärt, wie abhängig wir vom Glauben der Menschen sind. Und es heißt, wenn Santas Nachkommen nicht an ihn glauben, wie sollte es der Rest der Menschheit? Ein verlorener Nachkomme soll genauso wirken, wie 100 normale Menschen. Aber es ist nur ein Märchen."
„Warum sind wir gerade so schnell gegangen? Ich hatte das Gefühl, du wärst gern länger geblieben."
„Wir haben keine Zeit mehr, Bella. Natürlich wäre ich gern geblieben, ich habe Jahrhunderte fast jeden Tag mit ihr zugebracht."
„Das ist es aber nicht nur."
„Du siehst zu viel.", seufzt Ed. „Da Carlisle an nichts Magisches glaubt, hätte es sein können, dass er anfängt, durch uns hindurch zu sehen. Und wie hätten wir das erklärt?"
Gebe mich vorerst geschlagen, als wir die Straße immer schneller hinunter fahren.
„In welcher Stadt sind wir eigentlich?"
Edward donnert so schnell am Ortsausgangsschild vorüber, dass ich keine Zeit habe, es zu lesen, bevor wir auch schon wieder in einem Schlitten sitzen und an Zuckerstangen vorbei rasen.
„ED! Kannst du bitte langsamer fahren!", ich glaube ich übergebe mich gleich. Anscheinend ist Alice nicht die Einzige, die fährt wie ein Berserker.
„Es eilt!", drehe mich zu dem Stimmchen um und falle vor Schreck fast aus dem kleinen Schlitten. Hinter mir klammert sich einer der Wichtel an das Geländer. Ich glaube, er heißt Riley.
„Was ist passiert? Geht es Santa gut?!"
Riley zieht eine Augenbraue in die Höhe und schielt zu Edward hinüber, der grinsend das Ren antreibt.
„Das ist das erste, was dir in den Sinn kommt?", nicke verwundert. Worauf will der kleine Wichtel hinaus? Ich hätte gern eine Antwort. „So, so. Hat die Schwester es wieder gesehen, aye!", scheint an Edward gerichtet zu sein.
„Wette nicht gegen das Schwesterchen!", returniert Edward.
„OKAY, ICH WILL WISSEN WAS PASSIERT IST!"
„Aro versucht ein Eilverfahren einzuleiten. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass wir die Stelle nicht besetzt haben.", erklärt Riley.
„Und ob wir das haben! Riley, kannst du den anderen sagen, dass wir gleich da sind?!"
Der Wichtel nickt eifrig und lässt sich vom Schlitten fallen.
„Wer ist Aro?"
„Aro ist in der Menschenwelt der Sandmann. Er erinnert sich an eine Zeit, bevor Santa mächtig geworden ist. Er will einen Teil des Ruhmes wieder haben."
Mir steigt die Wut in die Wangen. Wie der Bengel es wagen kann, so etwas überhaupt anzuschieben!
„Wegen ihm ist aufgefallen, dass uns die Jule- Ma fehlt."
Mit einem Schlag wird mir bewusst, dass ich noch immer in der Probezeit bin. Ich bin noch nicht die Jule- Ma.
Alice PoV
So here's my lifelong wish
My grown up christmas list
No more lives torn apart
That wars would never start
And time would heal all hearts
And everyone would have a friend
And right would always win
And love would never end
Santa sitzt am ovalen Konferenztisch seinem Cousin gegenüber. Links von ihm sitzt Peter, rechts Eleazar. Peter kümmert sich um alles, was mit Auflistungen und Verzeichnissen zu tun hat. El ist unser Paragraphenheld. Er kennt die Klauseln in all unseren Verträgen und hatte in den letzten 100Jahren etwas mehr zu tun, da Emmett nun Teil unserer Familie ist.
Rosalie steht hinter Santa und krallt sich an der Stuhllehne fest, um nicht auf Caius los zu gehen.
An der schmaleren Tischseite sitzt auf Santas Seite Siobhan, als Eismutter. Neben ihr, genau in der Mitte, der Gevatter Tod, neben ihm sitzt Irina, dann sind einige Stühle frei, dann Caius und Aro. Jane steht dicht hinter Aro, funkelt wütend zu mir herüber.
Grrr. Ich kann Jane nicht ausstehen. Ganz und gar nicht. Jane lügt wie gedruckt. Uns ist so etwas infames jedoch untersagt. Santa lügt nicht. Weihnachtselfen sagen immer die Wahrheit und Wichtel sollten nicht lügen.
Santa lächelt gelassen. Als wisse er, dass alles gut ausgehen wird.
Hach, ich könnte den halben Tag damit zubringen ihn anzustarren. Aber wo bleiben Bells und Ed?!
Noch hat Aro nicht die große Gerichtsbarkeit angerufen, noch sind Mutter Natur, der „Osterhase" und der Sandmann nicht zu diesem Treffen vorgeladen.
Der Gevatter ist hier, weil er ein Freund beider Seiten ist.
„Santa Jasper, du weißt, warum wir hier sind.", beginnt Aro höflich. „Bisher habt ihr noch keine neue Jule-Ma in euren Stab aufgenommen. Ist das korrekt?"
„Ich habe die Bewerberin bereits kennen gelernt.", schaltet sich der Gevatter ein.
„Alter Freund, Bewerberin! Nicht Jule- Ma. Solange sie unter dem Namen Snow läuft, gilt sie nicht als Weihnachtsmutter."
ARGH! Blödmann!
Dabei ist die Entscheidung längst gefallen. Ihr Initiationsritual ist die Schlittenfahrt mit Santa gewesen, die Besiegelung der gemeinschaftliche Biss in den Keks. Der letzte Schritt der Besuch bei Bells' Vorgängerin.
Wir wissen noch nicht, wie Esme entschieden hat, gehen aber von ihrer Unterstützung aus. Dann muss Bells das Amt nur noch ‚verinnerlicht' haben und alles wird gut.
Aro referiert weiter über die Sachlage des fehlenden Weihnachtself, als sei er vor Gericht.
„Wenn du nicht in der Lage bist, einen passenden Elf zu finden, solltest du nicht mehr das Amt des Santa Claus bekleiden, Freund.", Aros lieblicher Tonfall bildet den Kontrast zu der Missgunst in seinen Augen.
Santa blickt mich an, irgendetwas scheint ihn doch zu beunruhigen. Lächele, mit allem was ich habe. Ich bin infektiös, wie sie es nennen. Das ist meine Aufgabe. Und auch Jasper lächelt breit.
Er ist so schön, wenn er lächelt. Wenn ich es gedurft hätte, ich hätte Maria den Hals umgedreht!
Damals ist Jasper außerhalb der Weihnachtszeit durch Schenken gezogen und hat sich vollaufen lassen. Was er sonst noch getrieben hat, will ich lieber nicht wissen. Als Carlisle dann aufgehört hat, an ihn zu glauben, wäre es beinah wieder soweit gekommen. Doch Esme, eventuell auch ein wenig meinerseits, haben ihn daran gehindert, dieselben Dummheiten zu machen, wo sie doch nichts ändern.
Mitten in Caius' Tirade bricht ein Klopfen die Anspannung. Edward, er muss es einfach sein.
Riley zwinkert Jasper zu. Wann ist Riley hier herein gekommen?
Und tatsächlich ist es mein kleiner Bruder der hastig eintritt, Bells hinter sich herzieht.
Isabella PoV
Wenn Edward nicht so rennen würde, könnte ich den Fakt genießen, dass er meine Hand hält.
„Es wird Zeit, dass du Teleportieren lernst!", schimpft er vor sich her.
Seine Augen funkeln smaragdgrün, wenn er sich aufregt, seine Wangen überzieht ein ganz leichter roter Schimmer. Oh wer hätte gedacht, dass meine Fantasie so schnulzig ist. Aber er ist wirklich süß, wenn er so in Hektik ausbricht und irgendwie sexy.
Wenn ich hier wieder aufwache, brauche ich dringend wieder einen Mann. Ich bin mir sicher, dass eine meiner Kommilitoninnen mit mir in einen Club geht.
Als wir vor der Tür des Konferenzraums zum Stehen kommen, bin ich verdutzt.
Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass er wie Rambo durch die Tür geht oder sie zumindest mit viel Gebälk aufreißt. Aber mein sexy Elf ist ein Gentleman und klopft nur energisch, bevor er ruhig eintritt. Und mich an seiner Hand mit hineinzieht.
War auch klar, dass selbst in meinem angeschlagenen Hirn, ich weder grazil noch koordiniert bin und so stelle ich mich darauf ein, ihm hinter her zu stolpern.
Doch diesmal fange ich geschickt meine Schritte auf und betrete aufrecht nach Ed den Saal.
Einen Saal, der voll mit Gestalten ist.
Santa springt sofort von seinem Stuhl auf, Pete rutscht einen Stuhl weiter.
Alice' gesamte Erscheinung leuchtet wie eine Discokugel, so fröhlich scheint sie.
Edward schenkt seiner älteren Schwester ein zuversichtliches Lächeln.
Zum ersten Mal seitdem ich hier bin, lächelt mich sogar Rosalie ehrlich an.
Alice hat mir erklärt, dass sie wohl am meisten unter Esmes Abwesenheit leidet.
Rosalie kommt auf mich zu, nimmt mich bei den Händen, zwinkert Edward zu, führt mich zu Santa hinüber. Santa küsst mich auf beide Wangen und auf die Stirn.
„Freunde, ich möchte euch Isabella vorstellen.", Jasper.
„Was macht der Mensch noch hier?", am liebsten würde ich Caius eine langen. Wie kann er es wagen, so mit Santa Claus zu reden! Doch stattdessen atme ich tief durch.
„Ich würde es begrüßen, Cousin, wenn du die Jule-Ma mit mehr Respekt behandelst."
Aros Augen werden groß.
„Du bist die neue Jule- Ma, ist das korrekt, Isabella?", ich kenne die Person mit dem stechenden Blick nicht, doch in seiner Gegenwart fühle ich mich unwohl.
Esme hat mir geraten, immer davon auszugehen, dass nichts aus Boshaftigkeit geschieht, sondern aus Unwissenheit. Darum sei es wichtig, auch zu einer so unheimlichen Person freundlich zu sein.
Alle sehen mich an. Ich mag es nicht, wenn mich alle anstarren, und schon wenden sie ihren Blick ab. War ich das etwa? Nur Jasper blickt mir fragend ins Gesicht.
Ich kann spüren, wie mein Blick weicher wird, und ich den blauäugigen Jungen in den Arm nehmen möchte. Moment, den Jungen? Ich kann Jasper als Jungen sehen? Dann verändert sich seine Gestalt und die mütterliche Zuneigung wandelt sich in eine seltsame Art der Bewunderung. Blicke Jasper wieder an und erkenne einen älteren Mann mit Bart. Ded Maros! Lächele die Gestalt mit den krachblauen Augen vor mir an.
„Ja. Mein Name ist Isabella und ich bin Jule- Ma. Und Snegurotschka.", die Elfen herum schmunzeln. Ich hätte wohl nicht auf beides hinzu weisen brauchen.
Nur weil ich jetzt Weihnachtsmutter bin, heißt das nicht, ich bin allwissend.
Wo habe ich mich nur hinein manövriert?
Die andere Tischseite schweigt einen Moment, während der Gevatter leicht den Kopf neigt und mir gratuliert.
„Wie erfreulich!", schneidet Aros Stimme durch den Schleier dieser veränderten Eindrücke. Ich fühle mich irgendwie betrunken.
„Das ist ganz normal, das vergeht.", flüstert Jasper und rückt mir den Stuhl zurecht.
„Herzlichen Glückwunsch, Jule-Ma, Santa. Grandios!", Jane und Caius sehen ihn an, als sei er übergeschnappt.
Aro lehnt sich lächelnd über den Tisch.
„Sag, wunderschöne Jule- Ma Isabella, bist du verheiratet oder mit einem Gentleman so verbandelt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis du eine Missus bist?"
Eleazar reißt die Augen auf und verzieht unwillig den Mund.
Santa blickt El furios an.
„Sag, bist du?"
„Nein. Aber ich wüsste nicht, warum das von Bedeutung sein sollte."
„Oh. Santa aber auch nicht. Eleazar, alter Freund, möchtest du eure Jule- Ma aufklären, nachdem sie ja anscheinend die Regeln nicht auswendig beherrscht."
Ich habe angenommen, dass sich nun alles zum Guten in Christmas Town gewendet hat. Die vakante Stelle durch mich nachbesetzt. Jetzt kann ich zurück in meine Welt.
Es ist Zeit, wieder aufzuwachen.
Aber Aro, oder meine Fantasie, packen einen neuen Winkelzug aus.
Wenn Aro nun droht, Santa doch zu entmachten, werde ich meinen Kopf solange auf die Tischplatte schlagen, bis ich wieder in meinem Auto bin und in zwei Tagen Weihnachten ist.
Ich werde wahnsinnig.
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Isabella PoV
As children we believe the grandest sight to see
Was something lovely wrapped beneath the tree
But heaven only knows that packages
And bows can never heal a heartached Human soul
Jasper massiert sich den Nasenrücken.
„CAIUS!"
„Gesetz ist Gesetz, Cousin."
Eleazar und Santa wechseln einen Blick. Alice verzieht den Mund und auch Katrina und der Gevatter schütteln den Kopf.
Blicke Hilfe suchend zu Edward, Jasper legt mir eine Hand auf die Schulter.
„Esme hat diesen Punkt auch nicht erfüllt.", erklärt Edward.
„Ach nein? Eleazar, Santa?", Aro lächelt wissend.
„Deine Cousine ist verheiratet gewesen.", erklärt Santa. „Bevor du geboren wurdest."
„Aber in Christmas Town sterben wir nicht. Am Nordpol stirbt niemand. Wir hören auf zu altern, wenn es richtig für uns ist."
„Wir haben ihn verbannt. Esme hat sich vor zehn Jahren seine Begnadigung gewünscht und wir haben ihn ohne Wissen über die Magie des Nordpols in die Menschenwelt entlassen.", erklärt Eleazar. „Charles war kein guter Mann. Vielleicht macht er sich als Mensch besser."
Kurz herrscht Stille. Edward blickt fragend seine Schwester an. Mir war nicht klar, dass sie Jahrzehnte trennen. Alice lächelt gezwungen.
„Was hat das mit mir zu tun?"
„Mit euch beiden.", beginnt Eleazar. „Es gibt einen Absatz in unseren Statuten, die sich auf Santa Claus und Jule- Ma beziehen. Dort heißt es, dass einer der beiden verheiratet sein muss, um das Bild zu wahren. Didyme ist verheiratet, Santa war es eine Zeitlang, Esme hat sich auf Grund dieser Regel niemals von Charles losgesagt. Und da es für Santa eine offizielle Scheidung gegeben hat, gilt er nicht mehr als verheiratet. Santa oder du müssen bis zum Drei Königstag verheiratet sein."
Waoh! Okay, ich habe ja schon festgestellt, dass ich mir die wunderschönen Menschen hier zusammen träume, weil ich auch gern so perfekt wäre, aber das ich scharf aufs Heiraten bin, kann ich nicht sagen. Warum stelle ich nun diese Falle auf?
Jasper schüttelt resigniert den Kopf, ich lege ihm mütterlich einen Arm um die Schultern. Ich will nicht, dass er traurig ist.
Edward hat gesagt, dass er seid Lucys Auszug nie wieder eine Frau auf diese allumfassende Weise angesehen hat.
„Das ist doch antiquiert!", eh was? Woher kommen solche Worte? Ich rede sonst nicht so. Springe auf.
Aro lächelt gelassen. „Der heilige Sankt Nikolaus hat im 4. Jahrhundert gelebt. Natürlich sind wir nicht so verkommen wie die heutigen Legenden. Der 6. Januar ist euer Stichtag. Ist bis dahin keiner von euch beiden in den Stand der Ehe eingetreten, wird ein neuer Santa Claus gewählt."
Aro erhebt sich und bittet sein Gefolge hinaus.
Irina flüstert dem Gevatter etwas zu, murmelt ein „Santa, es tut mir leid.", und türmt ebenfalls.
„Okay, raus mit euch!"
„Alle?!", Kate blickt Siobhan irritiert an.
„Nein. Santa, Bella, El, Pete, Gar, ihr bleibt.", weißt die Eismutter an.
„Du kannst vergessen, dass ich weiche. Ich bleibe.", behauptet sich Emmett und verschränkt die Arme vor der Brust.
Edward baut sich neben ihm auf. „Dann gehe ich auch nicht."
Bevor noch jemand protestieren kann, hat Liam sie alle zur Tür hinaus geschoben.
Ich blicke Emmett an. Er und Jake verkörpern einen Teil des ewigen Kindes. Dennoch kann ich den Ernst in seinem Blick sehen, als er nicht weichen will.
Frage mich, ob er den Geistesblitz hat, der uns aus diesem Schlamassel befreit.
Doch während ich versuche mir einen Reim auf diese eingestaubten Regeln zu machen, bricht um mich herum eine rege Diskussion aus. So aufgeregt habe ich die Elfen noch nicht erlebt.
„Es reicht!", Emmetts Stimme donnert durch den Saal.
„Emmett, wir müssen eine Lösung finden. In drei Wochen muss hier einer verheiratet sein! Oder wir müssen einen Weg herum gefunden haben.", Edward.
„Den es nicht gibt.", Eleazar.
„Es ist doch ganz einfach, Brüderchen. Du weißt doch sonst alles!", Emmett schielt zu mir hinüber. „Na ja, vielleicht warst du abgelenkt."
„Em! Das sagt der Richtige!", Ed ist aufgebracht.
„Welche Lösung schlägst du vor?", richtet Eleazar die Situation wieder aus.
„Da Bella erst seit einer Woche bei uns ist, können wird nicht erwarten, dass sie sich einen Elf zum heiraten sucht.", nicht so vorschnell kleiner Mann, „außerdem ist es Santas Aufgabe das Rollenbild zu erhalten. Du liebst sie doch! Seit mindestens 100 Jahren!"
„Emmett!", Jasper.
„Aber er hat recht. Ihr zwei kommt seit Jahrzehnten nicht zu Rande. Sie ist die Freude. Weswegen bist du nicht auf Zechtour gegangen, als dein Enkel sich losgesagt hat? Das lag nicht an Esme, auch wenn ihr drei das vehement behauptet. Heirate sie!", Garrett blickt seinen Freund an. Jetzt weiß ich woher ich ihn kenne! Er ist Knecht Ruprecht! Wenn ich als Kind gewusst hätte, wie charmant er ist!
Aber von wem reden sie? Santa Jasper soll die Freude heiraten?
„Ich kann sie jawohl nicht dazu zwingen, nur um meinen Job zu retten! Sie hat einen freien Willen!", Santa ist ebenfalls aufgesprungen. Die Gefühle wabern durch den Raum.
„Glaubst du wirklich, dass sie dieses Angebot ablehnen würde? Hast du nicht auch das Gefühl, dass ihr Rock in den vergangenen Jahren immer kürzer geworden ist?", Siobhans warme Stimme bringt die Anwesenden sofort zur Räson.
„Sie…", beginnt Santa.
„Was hätte sie sagen sollen, Santa? Sie hat deine Geschichte miterlebt. Sie hat den Schmerz in deinen Augen gesehen. Aber es ist Zeit, die Vergangenheit ziehen zu lassen. Lucy hätte nicht gewollt, dass du dein Leben lang nur für andere opferst. Du bist Santa Claus und kein Märtyrer."
„Vielleicht habe ich zu lange gewartet.", mit einem Mal wirkt Santa wie der Junge, der er einst war. Verunsichert, hilflos.
Fühlt sich an, als sei ich an der Reihe.
„Würde mir bitte jemand sagen, von welcher Elfe wir genau sprechen!"
„Alice!", rumpelt mir ein Chor entgegen.
Oh jetzt wird mir so einiges klar. Warum Alice' Freude so infektiös ist. Weil sie diese Freude ist. Die Freude von Kindern am Weihnachtsmorgen. Die glühende Freude, wenn sich zwei Liebende unter einer Mistel küssen.
Ich kann nicht an mich halten, breche in Gelächter aus.
„Oh geliebter Sohn, wie sehr du mit Blindheit geschlagen bist! Geh, frag sie, ob sie Mrs. Claus werden will. Sie heiratet dich vom Fleck weg. Noch vor dem 24. wird sie dein Haus komplett auf den Kopf gestellt haben."
Jetzt lacht Jasper. „Das hat sie schon längst. Und meine Garderobe verwaltet sie ebenfalls."
„Also bitte, dann seid ihr so gut wie verheiratet!"
Alle Anwesenden stimmen in Jaspers haltloses Gelächter mit ein. Nichts in der Welt würde Alice davon abhalten, Santa zu heiraten. Auch wenn sie es bisher nicht zugegeben hat. Sie liebt ihn. Blicke Edward an, dessen grüne Augen heller scheinen, als seien endlich die Widrigkeiten besiegt. Als hätten wir Aro die nächsten 100Jahre außer Gefecht gesetzt.
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Ich kann noch immer nicht fassen, dass ich ein eigenes Haus beziehe. Na ja, eigentlich sitze ich nur auf der Hollywoodschaukel und starre in meine Umgebung. Sie sieht noch immer märchenhaft auf. Elfen und Wichtel, die an mir vorüber ziehen, mir einen Gruß zu rufen.
Jetzt, wo ich Jule- Ma bin, werde ich sicherlich zu tun bekommen.
„Keine Sorge, wir werden schon darauf aufpassen, dass alles funktioniert. Du musst da nicht allein durch.", fahre erschrocken zu Edward herum, der plötzlich links neben mir sitzt. „Obwohl ich sagen muss, dass du die Jule- Ma schon gut drauf hast. Wenn auch auf eine völlig andere Weise, als die Frauen vor dir.", sein Lächeln versichert mir, dass es ein Kompliment, keine Beschwerde ist.
„Danke.", streiche mir Haarsträhnen hinters Ohr. „Sag, ist es vorbei? Santa kann nichts mehr zu stoßen und sie leben glücklich bis ans Ende aller Tage?"
„Das kann ich dir nicht sagen. Wir sind kein Märchen, wo wir schon zu Beginn wissen, wie alles einmal zu Ende gehen wird. Aber Aro kann uns nicht mehr aufgrund unserer Statuten angreifen. Ich bin mir sicher, dass Alice den Antrag von Santa angenommen hat.", Edward lächelt wieder dieses verträumte Lächeln. „Sie ist in Santa verliebt, seit ich mich zurück erinnere."
Tröstend legt er seine Hand auf meine.
„Schlaf gut, Bells.", bevor er aufspringt und mich auf die Stirn küsst. Und sich in Luft auflöst.
Oh ich werde die ganze Nacht von meinem sexy Weihnachtself ohne Elfenkostüm träumen. Und da er für Personalbetreuung zuständig ist und mich über die Weihnachtstage betreuen wird, werde ich wohl noch viele solche Nächte haben.
„Ob du weißt, wie sexy du bist? Ein Wexy."
Jetzt muss Esme es nur noch schaffen, dass Carlisle vor Weihnachten kapituliert und alles wäre perfekt.
Obwohl ich meinen Dad vermisse.
Hinter mir ertönt die Hupe eines Autos. Blicke erschrocken in den Rückspiegel, was?
Wieder hupt der Fahrer des Wagens hinter mir, erschrocken gebe ich Gas und setze Dads Dienstwagen in Bewegung. Keine Achtung vor dem Gesetz! Immerhin ist mein Dad Polizeichef und ich sitze in seinem Wagen!
Wieder erhasche ich einen Blick auf die Rückbank, die voll ist mit Weihnachtseinkäufen. Wann habe ich so viele Geschenke gekauft?
Das letzte was ich weiß ist, dass ich auf dem Weg nach Port Angeles gewesen und dann in Christmas Town gelandet bin.
Und jetzt sitze ich wieder im selben Wagen, mir fehlt aber ein halbe Tag. Mindestens!
Habe ich mir das alles nur eingebildet?
Es gibt weder Santa ohne Bart, noch eine schwarzhaarige Elfe, die ich als meine beste Freundin bezeichnen würde und auch nicht meinen sexy Elf mit den verwuschelten Haaren.
Seufzend halte ich vor Dads Haus und starre gerade aus, dann überkommt es mich und ich taste hektisch meinen Kopf ab.
„Du hast dir deinen Kopf übrigens nicht angeschlagen."
WAAH! Oh mein Gott, ich kriege einen Herzinfarkt. Starre den Elf auf dem Beifahrersitz an.
„Wo kommst du jetzt her?"
„Oh Bells, Bells, Bells. Ich bin ein Elf."
Mein Herz hämmert noch immer unaufhörlich gegen meinen Brustkorb.
„Ich dachte, du möchtest vielleicht auf den neusten Stand gebracht werden, was du die letzten fünf Stunden so getrieben hast."
Blicke ihn gespannt aber schweigend an.
„Du warst einkaufen, die Tüten auf der Rückbank, hast du Alice zu verdanken. Du weißt ja, wie sie ist, wenn man sie einmal loslässt. Du hast auch deine Freundin Jess besucht und sie hat dir ihr Herz ausgeschüttet. Sie glaubt ihr Freund – Mike oder Tyler, ich konnte ihrem Redeschwall nicht gut folgen, sie war zu schnell – würde sie betrügen. Das tut er im Übrigen nicht. Er plant nur schon seit Wochen einen Heiratsantrag. Sie wird morgen anrufen, um sich bei dir zu bedanken und dir die guten Neuigkeiten mit zu teilen."
„Mike."
„Bitte?"
„Jessicas Freund heißt Mike. Sie sind schon seit der High School ein Paar."
„Ah. Okay.", Edward blickt an Dads Haus empor. „Ihr werdet morgen Besuch zum Essen haben. Die Clearwaters kommen vorbei."
Das überrascht mich.
„Bist du wirklich?"
Edward lacht.
„So langsam wird das beleidigend, Hübscheste. Zumindest bin ich nicht aus Lebkuchen."
„Und nicht aus Feenstaub!"
„Richtig, obwohl, wenn ich gerade glitzere, liegt das an Alice, die gerade auf alles Glitter streut."
„Ich bilde mir dich nicht nur ein?"
„Sieh dir übermorgen die Seite des „Seattle Sacred Heart" an. Les den Artikel über den jungen Arzt der ein todkrankes Kind auf wundersame Weise geheilt hat."
„Santas Werk?"
Edward nickt.
„Carlisles Weihnachtswunsch. So langsam scheint er wieder an seinen Urgroßvater zu glauben."
Wir sehen uns an. Einer von Dads Freunden fährt an uns vorüber und hupt grüßend.
Wenn er uns beide gesehen hat, habe ich mir Ed wenigstens nicht eingebildet.
„Ich werde dich vermissen.", stammele ich verlegen. Ich glühe bestimmt wie eine Tomate.
„Ich hatte gehofft, dass du mit mir auf unseren Ball gehst. Als mein Date, verehrte Jule- Ma. Ich verspreche dir auch, dass du das Brautjungfernkleid nicht tragen musst."
„Braut…?"
„Alice und Santa nutzen unser Fest für ihre Hochzeit."
„Bella? Warte, Seth soll dir Reintragen helfen!", dröhnt Dads Stimme gedämpft nach draußen.
„Edward, du…", doch der Elf sitzt längst nicht mehr neben mir.
Alice Pov
AHHHH! Okay, tief durchatmen. Jetzt könnte ich Bella brauchen. Doch als Jule-Ma hat sie erst am Silvester öffentlich aufzutreten, darum kann sie diesmal die Weihnachtstage mit ihrem Dad verbringen. Diese Zeit wird weniger werden, wenn sie vollends eingearbeitet ist.
Zusätzlich zu unserem Geschenkemarathon bin ich nun vollends überfordert.
„Schatz, du müsstest nicht mal ein Kleid haben.", Carmen setzt sich zu mir. Blicke sie aus kugelrunden Augen an. „Aber du willst unbedingt ein besonderes Kleid?", sie blickt auf die Zeichnungen hinab. Ich habe dafür eigentlich keine Zeit, wir brauchen jede helfende Hand.
„Tia?", Carmens melodische Stimme lockt die schöne Elfe hervor. Carmen wuchtet die Zeichnungen in die Arme der Jüngeren. „Eins davon ist Alice' Hochzeitskleid."
„Ich werde es finden, Alice. Ich verspreche es dir!"
„Wir werden das schon machen. Du könntest doch zu Sommersonnenwende eine Party veranstalten. Dann kannst du sogar zwei Kleider tragen!"
Ich liebe Carmens Gedankengänge, soweit hatte ich noch gar nicht gedacht!
Ich liebe Weihnachten, ich liebe Santa Claus. Und alles wird noch besser.
Muss an Carlisles Weihnachtswunsch denken. Den er sehr knapp abgesetzt hat.
Am Abend des 22.12., nachdem Bella und Edward zu Besuch gewesen sind.
Carlisle seufzt. Der Anruf seinen Kollegen hat leider bestätigt, dass der kleine Patient zu krank ist und keine Aussicht auf Besserung besteht. Damit könnten sie ihn nicht operieren und im schlimmsten Fall würde er es nicht einmal bis Silvester schaffen.
Er hat so sehr gehofft, dass doch noch ein Wunder geschieht.
„Bringst du Wein mit?", Esmes liebliche Stimme aus dem Esszimmer.
Carlisle lächelt, blickt die Weihnachtsdeko im Fenster an. Santa Claus und Jack Frost.
„Wenn es dich wirklich gibt, Weihnachtsmann, dann machst du den Kleinen gesund. Das wünsche ich mir.", warum er auf einmal mit der Figur spricht, ist ihm nicht klar, aber irgendwie fühlt es sich wie ein Quäntchen Hoffnung an.
„Wo bleibst du?", Esme tritt hinter ihn und legt ihm den Arm auf die Schultern.
„Ich habe nur noch schnell meinen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben."
„Du?"
„Ja ich, Holdeste!", neigt sich zu Esme, küsst sie. Fragt sich, ob sie die Erfüllung seines heimlichen Weihnachtswunsch vom vorher gegangenen Jahr ist.
Auch wenn es nur ein Anfang ist, etwas vom kindlichen Glauben hat sich in Carlisle bewegt. Es ist nicht tot.
Isabella PoV
Wir müssen tatsächlich zweimal zum Auto!
Seth strahlt über das ganze Gesicht und ist schon wieder am Essen. Der kleine Clearwater hat Appetit wie ein Wolf.
„Bella, was ist das auf dem Beifahrersitz? Hast du ein Geschenk vergessen?"
Blicke genauso gebannt wie er durch das Fenster, bevor ich die Tür aufreiße und die filigrane Kristallfigur an mich nehme. Es ist Edwards saphirblauer Weihnachtsengel.
Auf einem kleinen Briefbogen aus der Werkstatt des Weihnachtsmannes steht in Edwards geschwungener Handschrift:
Ich warte zuhause auf dich, E.
Ich habe mir das nicht eingebildet. Es ist alles echt.
What is this illusion called the innocence of youth
Maybe only in our blind belief can we ever find the truth
The End?
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